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Digitale Pinnwände - Kooperatives Arbeiten mit TaskCards

Veröffentlicht am 20. Dezember 2022

Ein Beitrag von Laura Käppele

Wollten Lehrende und Studierende der Universität Bielefeld bisher Pinnwände anlegen, um etwa organisatorische Aufgaben zu verdeutlichen oder Lehrinhalte grafisch darzustellen, so konnten sie dazu auf Padlet zugreifen. Jetzt setzt die Uni aber auf TaskCards. Das Programm ist vergleichbar mit dem vorherigen, läuft aber auf deutschen Servern und ist daher DSGVO-konform.

Am 06.12.22 fand ein Workshop statt, welcher Lehrenden einen Einblick in die Funktionsweisen von TaskCards geben sollte. Geleitet wurde dieser von Birte Stiebing vom ZLL. Wir stellen hier noch einmal die wichtigsten vorgestellten Funktionsweisen gebündelt vor.

Der Zugang zu TaskCards kann beim TiL-Team angefragt werden. Nach der Anmeldung ist es möglich, auf verschiedene Menüpunkte zuzugreifen. Über den Reiter „Profil“ können veröffentlichte und markierte Pinnwände gefunden werden. Zweitere stehen ebenfalls unter „Markierte“. Über „Zugriffe“ können Pinnwände von anderen Personen eingesehen werden, welche man selbst bearbeiten kann. Unter „Verlauf“ werden bearbeitete Pinnwände gelistet, allerdings setzt sich diese Übersicht täglich zurück. Anderen Nutzer*innen kann außerdem gefolgt werden, um ihre öffentlichen Pinnwände einzusehen.

Um eine neue Pinnwand zu kreieren kann ganz einfach auf den Reiter „Pinnwände“ geklickt werden. Unten rechts befindet sich ein Plus-Symbol, über welches sowohl eine neue Pinnwand als auch ein neuer Ordner erstellt werden kann. Es gibt 5 mögliche Arten, welche zur Auswahl stehen: Eine klassische Pinnwand ist in Spalten organisiert und eignet sich dadurch besonders gut für organisatorische Aufgaben. Der Blog dagegen bietet nur eine Spalte und zeigt eine chronologische Abfolge von Beiträgen an. Sehr gut für Brainstorming geeignet ist die Tafel, welche eine freie Fläche bietet, auf welcher Beiträge auch verschoben und miteinander verbunden werden können. Der Zeitstrahl ist eine horizontale Linie, auf welcher etwa gut ein Zeitplan erstellt werden kann. Dagegen kann die Weltkarte gut für Ländervergleiche genutzt werden, indem Stecknadeln mit Karten frei gesetzt werden.

Direkt zu Beginn können neben der Art der Pinnwand auch ein Titel, eine Beschreibung eine Hintergrundfarbe oder ein Hintergrundbild und einiges mehr eingestellt werden. All diese Einstellungen können im späteren Verlauf noch geändert werden. Es ist zudem möglich, automatisch generierte Voreinstellungen für die klassische Pinnwand zu übernehmen. Diese tauchen auf, nachdem die ersten Voreinstellungen getroffen wurden.

Auf der Pinnwand selbst können nun über das Plus-Symbol Karten erstellt und bearbeitet werden. Dabei besteht die Möglichkeit, Texte, Bilder, Links und Dateianhänge einzufügen. Pro Dateiupload darf das Limit von 250 MB nicht überschritten werden. Der Speicherplatz ist dafür unbegrenzt, allerdings wird die Ladezeit irgendwann merklich beeinflusst.

Eine Beispiel-Pinnwand

Um eine Pinnwand mit mehreren Personen zu nutzen, benötigt nur der*die Ersteller*in einen TaskCards-Zugang. Alle weiteren Personen können durch einen bereitgestellten Link auf die Pinnwand zugreifen. Automatisch ist eine Pinnwand in den Voreinstellungen immer auf privat gestellt und auch wenn diese Einstellung auf öffentlich geändert wird, so haben andere Personen zunächst nur Leserechte und können bei entsprechend freigeschalteten Beiträgen Kommentare hinterlassen. Sollen diese Rechte erweitert werden, so kann oben rechts auf das Teilen-Symbol geklickt werden und unter „Neue Berechtigung“ genau eingestellt werden, welche Teile der Pinnwand nur gelesen oder auch bearbeitet werden dürfen. Der hierbei erstellte Link kann nun geteilt werden, wodurch die entsprechende Berechtigung automatisch verteilt wird.

Es gibt viele Möglichkeiten, um die Pinnwände von TaskCards zu nutzen, sowohl synchron als auch asynchron. Einige Vorteile der Verwendung von Pinnwänden können etwa eine bessere Wissensvermittlung und nachhaltigeres Lernen sein. Von Kennenlernspielen, über organisatorisches bis hin zu inhaltlichen Verwendungen gibt es viele Arten, die Plattform zu nutzen. Probieren Sie es doch gleich mal aus.

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Gesendet von LKäppele in Tipps & Tutorials für digitale Lehre

Templates für das Zoom Whiteboard

Veröffentlicht am 29. November 2022

Das Whiteboard von Zoom hat ein Update bekommen. Neben einigen neuen Werkzeugen, welche etwa das Erstellen von Tabellen erleichtern, gibt es nun auch Templates. Diese reichen von einer Auswahl für Kennenlernrunden, bis hin zu solchen, die das Arbeiten direkt erleichtern.

Das „Know, Wonder, Learn“-Template ist besonders gut, um am Ende einer Sitzung gelerntes zusammenzufassen. Studierende können hier anonym ausfüllen, was sie gelernt haben und was sie sich nach der Sitzung noch fragen. Ein weiteres empfehlenswertes Template ist der „Kanban Table“, welcher eher für das Planen von Projektarbeiten genutzt werden kann.

Die Templates können ganz einfach unter Vorlagen ausgewählt und dann bearbeitet werden. Jedes Element kann, wie gewohnt, verändert und verschoben werden. Um die größeren Templates besser bearbeiten zu können, kann mit den Lupensymbolen rechts unten oder mit Strg+Mausrad rein- und rausgezoomt werden. Der Ausschnitt kann im Meeting über die rechte Maustaste verschoben werden. Bei der Bearbeitung außerhalb des Meetings ist dies nur über die Slider im unteren und rechten Bereich des Whiteboards möglich.

Eines der neuen Whiteboard Template

 

Eines der neuen Whiteboard Templates. Foto: Laura Käppele
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Gesendet von LKäppele in Tipps & Tutorials für digitale Lehre

Das neue Zoom Whiteboard

Veröffentlicht am 27. Mai 2022

Ein Beitrag von Laura Käppele

Wollte man bisher in einer Zoom-Konferenz gemeinsam an einem Whiteboard arbeiten, so musste man sich mit einer sehr limitierten Anwendung zufriedengeben, oder auf ein zusätzliches Programm, wie etwa Miro, ausweichen. Mit dem Update 5.10.3 hat Zoom jedoch Abhilfe geschaffen und ein neues, verbessertes Whiteboard entwickelt. In diesem Beitrag soll es kurz um die einzelnen Funktionen gehen und wie diese verwendet werden können.

Um das neue Whiteboard nutzen zu können, muss Zoom auf die Version 5.10.3 oder höher aktualisiert werden. In der Anwendung findet sich dann ein neuer Menüpunkt für Whiteboards neben den Kontakten. In Konferenzen ist dieser neben „Reaktionen“ verortet. Das alte Whiteboard kann noch immer wie gewohnt, über die Funktion „Bildschirm teilen, verwendet werden.

Wie man das Zoom Whiteboard im Menü und im Meeting aufruft

Wie man das Zoom Whiteboard im Menü und im Meeting aufruft. Foto: Laura Käppele

 

Ein Whiteboard kann außerhalb einer Konferenz erstellt werden, indem in der Anwendung selbst der Menüpunkt „Whiteboards“ angeklickt wird. Hier kann entweder eine bereits bestehende Pinnwand ausgewählt oder eine ganz neue erstellt werden. Accounts, welche über die Universität bestehen, können unbegrenzt viele Whiteboards anlegen, kostenlose Accounts sind auf drei limitiert.

Auf der linken Seite des Whiteboards finden sich die Menüpunkte, um es zu bearbeiten. Neben den bereits bestehenden Optionen zu zeichnen und Text einzufügen, ist es nun möglich, Sticky Notes anzulegen, Linien und Pfeile zu zeichnen, verschiedene Formen zu kreieren und Bilder einzufügen. Über den Knopf „Share“ können andere Zoom-Teilnehmer*innen dazu eingeladen werden, die Pinnwand auch außerhalb von Konferenzen zu bearbeiten. So kann das Whiteboard nun auch asynchron genutzt werden.

Das Whiteboard und die Funktionen

Das Whiteboard und die Funktionen. Foto: Laura Käppele

 

Um innerhalb von Konferenzen damit zu arbeiten, muss das Whiteboard über den neuen Menüpunkt aufgerufen werden. Hier kann ausgewählt werden, ob mit einer bereits bestehenden oder einer ganz neuen Pinnwand gearbeitet werden soll. Es ist also möglich, Whiteboards vorzubereiten und diese dann in der Lehrveranstaltung zu nutzen. Die Funktionen des Whiteboards sind hier dieselben, wie zuvor, mit der Ausnahme, dass keine Bilder eingefügt werden können. Es ist aber möglich, ein Whiteboard, auf welchem sich ein Bild befindet, innerhalb der Konferenz zu laden und damit weiterzuarbeiten. In seltenen Fällen kann es dabei allerdings zu Ladefehlern kommen.

Zum aktuellen Zeitpunkt ist es nicht möglich, dass Whiteboards, welche von einem Nutzer*innenkonto der Uni Bielefeld aus geteilt werden, von externen Teilnehmenden bearbeitet werden. Außerdem ist das neue Whiteboard mit den DTEN-Geräten, die in vielen Räumen für die hybride Seminargestaltung genutzt werden, noch nicht kompatibel. Da es in der Vergangenheit ähnliche Probleme mit Funktionen gab, ist anzunehmen, dass ein zukünftiges Update hier Abhilfe schaffen wird.

Das neue Whiteboard kann dabei helfen, Online-Seminare kollaborativ zu gestalten, sowohl synchron als auch asynchron. Eine Möglichkeit, es sinnvoll einzusetzen wäre etwa im Vorfeld einer Sitzung Inhalte auf einer gemeinsamen Pinnwand zu sammeln, um diese dann später gemeinsam genauer zu besprechen. Diese Pinnwand kann so auch über mehrere Sitzungen hinweg erweitert werden, was die Verknüpfung von Inhalten fördern könnte.

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Gesendet von BStiebing in Tipps & Tutorials für digitale Lehre

#MoodleKannMehr – Nicht nur im Distanzunterricht

Veröffentlicht am 13. Mai 2022

Wie?! Das alles kann Moodle? – Eine Buchvorstellung

Ein Beitrag von Anne Trapp

Spätestens mit Beginn der digitalen Lehre wurde der LernraumPlus oft zum Dreh- und Angelpunkt vieler Lehrveranstaltungen. Leider zeigte er sich oft wenig intuitiv und manch eine*r von uns hat sich bestimmt schon einmal gefragt, ob mehr möglich ist und wie die Lernplattform auch optisch ansprechend gestaltet werden kann. Der LernraumPlus hat sich – auch unabhängig vom Distanzlernen an den Hochschulen – als hilfreiche Ergänzung, Erweiterung und Unterstützung von Präsenzseminaren erwiesen.

Das war der Ausgangspunkt des Handbuchs #MoodleKannMehr – nicht nur im Distanzunterricht, das Anfang Mai 2022 online veröffentlicht wurde. Dieses Handbuch bietet auf 384 Seiten vielfältige Impulse, Ideen und Umsetzungshilfen für unterschiedlichste Lehr-Lernsettings im Lernmanagementsystem Moodle, das als System hinter dem LernraumPlus der Universität Bielefeld steckt.

Cover des Buches Moodle kann mehr

Das Handbuch adressiert erst einmal Lehrkräfte, es finden sich allerdings umfangreiche Anknüpfungspunkte, die auf die Hochschullehre übertragbar sind. Zusätzlich gibt es an vielen Stellen explizite Hinweise und Impulse zum Einsatz im Hochschulkontext, die von Anne Trapp (Universität Bielefeld) und Iris Neiske (Universität Paderborn) zusammengetragen wurden.

Das Handbuch umfasst neun Kapitel von rund 56 Autor*innen, die sich 2021 im #twitterlehrerzimmer für dieses Buchprojekt zusammengefunden haben, um die vielfältigen Möglichkeiten von Moodle aufzuzeigen. Alle Artikel haben es sich zur Aufgabe gemacht, leicht umsetzbare Impulse zu geben, die es ermöglichen, Moodle für die eigene Lehrtätigkeit sinnvoll und individuell zu gestalten, ohne große technische Fertigkeiten zu besitzen.

So erfährt man beispielsweise im Kapitel zur Lehr-/Lernraumgestaltung, wie eine persönliche Begrüßung gestaltet, Texte farblich hervorgehoben und Icons zur unterstützenden Visualisierung genutzt werden können und das alles mit Hilfe von Copy & Paste-Vorlagen, die man im Anschluss nur noch in den eigenen Kursraum integrieren muss. Im Kapitel Inklusion und Barrierefreiheit gibt es neben vielen praktischen Hilfestellungen zur barrierefreieren Gestaltung der eigenen Kursräume, einen ersten Einblick in das unter anderem an der Universität Bielefeld angesiedelte SHUFFLE Projekt, das sich die systematische Verbesserung der digitalen Barrierefreiheit an deutschen Hochschulen zum Ziel gesetzt hat. In dem Kapitel Lehr- und Unterrichtsgestaltung erfahren die Leser*innen, wie Kompetenzrahmen in die eigenen Kursräume integriert werden können und erhalten Impulse zum Einsatz des Systems in Flipped Classroom Settings. Das fünfte Kapitel Lernprozesse thematisiert die Gestaltung von Selbstlernmodulen, kollaborativer Aktivitäten wie beispielsweise dem Wiki, vorstrukturierten und individuellen Lernpfaden sowie den Einsatz von Mahara als E-Portfolio. Des Weiteren finden sich Ideen und Anregungen zu Gamification und Feedback in diesem Kapitel. Wer sich weitergehend mit Moodle in der Hochschule beschäftigen will, dem*der sei das Kapitel Aus- und Weiterbildung empfohlen, in dem sich Hinweise zur deutschen Moodle-Hochschul-Community sowie zur Relevanz des Einsatzes von Moodle beispielsweise in der Lehrer*innenbildung finden lassen. Die Kapitel Digitales Miteinander und Das geht auch noch mit Moodle bieten vielfältige weitere Umsetzungsmöglichkeiten und laden zum Stöbern und Ausprobieren ein. Neben den Artikeln zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten umfasst das Handbuch ergänzendes Material, beispielsweise stehen Video-Tutorials und eine umfangreiche TaskCard zur Verfügung.

Insgesamt bietet das Handbuch so nicht nur einen guten Überblick, was mit Hilfe von Moodle alles umsetzbar ist, sodass die Lehr-Lern-Settings von dem System Moodle profitieren, sondern gibt dafür eine Hilfestellung, mit der auch Moodle-Starter*innen ganz leicht in die Gestaltung ihrer Kursräume starten können.

Das Handbuch ist unter einer CC-BY-SA Lizenz publiziert – es ist kostenfrei und darf bzw. soll gerne aktiv geteilt werden. Wer lieber ein gedrucktes Buch in der Hand hält, dem sei das laufende Crowdfunding empfohlen, an dessen Ende der Druck steht. Zu finden ist der Download hier:

https://visual-books.com/moodle-kann-mehr/

Seien Sie herzlich eingeladen zum Scrollen, Blättern, Stöbern, Suchen – und vor allem: Ausprobieren und Umsetzen! Denn: #moodlekannmehr, auch in der Hochschule!

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Gesendet von BStiebing in Tipps & Tutorials für digitale Lehre

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