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      <title type="html">ORCA.nrw 2025: Lehrenden-Umfrage zur Evaluierung und Weiterentwicklung digitaler Serviceangebote</title>
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      <published>2025-05-28T20:07:03+02:00</published>
      <updated>2025-05-28T20:09:14+02:00</updated>
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          <summary type="html">&lt;p&gt;Das nordrhein-westfälische Landesportal ORCA.nrw unterstützt Lehrende und Studierende mit frei zugänglichen Bildungsmaterialien, Veranstaltungen und digitalen Angeboten. Im Rahmen eines Maßnahmenkatalogs zur Qualitätsentwicklung wird im Sommersemester 2025 eine zehnminütige anonymisierte Online-Umfrage unter den Lehrenden der 36 Trägerhochschulen durchgeführt. Dabei sollen die Bekanntheit, Nutzung und Qualität der bestehenden Serviceangebote sowie zukünftige Bedarfe der Lehrenden erfasst werden.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf Basis der Ergebnisse entscheidet ein Lenkungskreis über Maßnahmen zur Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung des Angebots. Zusätzlich können, sofern die Teilnehmerzahlen ausreichend sind, hochschulspezifische Auswertungen erstellt werden. Die Datenschutzrichtlinien gemäß DSGVO werden dabei strikt eingehalten.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Umfrage basiert auf einem standardisierten Fragebogen und wird über einen Zeitraum von vier Wochen, spätestens jedoch bis zum &lt;b&gt;30. Juni 2025&lt;/b&gt;, laufen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Link zur Umfrage (Deutsch): &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://evastud.uv.ruhr-uni-bochum.de/evasys/online.php?p=ORCAnrwUmfrage_2025_de&quot;&gt;https://evastud.uv.ruhr-uni-bochum.de/evasys/online.php?p=ORCAnrwUmfrage_2025_de&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Link zur Umfrage (Englisch): &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://evastud.uv.ruhr-uni-bochum.de/evasys/online.php?p=ORCAnrwUmfrage_2025_eng&quot;&gt;https://evastud.uv.ruhr-uni-bochum.de/evasys/online.php?p=ORCAnrwUmfrage_2025_eng&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Für weitere Fragen rund um Zugänglichmachung, Veröffentlichung und Austausch freier Lehrmaterialien, sowie individuelle Beratung rund um das Thema OER wenden Sie sich gerne jederzeit an &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=455580798&quot;&gt;Dr. Benjamin Angerer&lt;/a&gt; (benjamin.angerer@uni-bielefeld.de) im Zentrum für Lehren und Lernen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;Das nordrhein-westfälische Landesportal ORCA.nrw unterstützt Lehrende und Studierende mit frei zugänglichen Bildungsmaterialien, Veranstaltungen und digitalen Angeboten. Im Rahmen eines Maßnahmenkatalogs zur Qualitätsentwicklung wird im Sommersemester 2025 eine zehnminütige anonymisierte Online-Umfrage unter den Lehrenden der 36 Trägerhochschulen durchgeführt. Dabei sollen die Bekanntheit, Nutzung und Qualität der bestehenden Serviceangebote sowie zukünftige Bedarfe der Lehrenden erfasst werden.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf Basis der Ergebnisse entscheidet ein Lenkungskreis über Maßnahmen zur Weiterentwicklung und Qualitätsverbesserung des Angebots. Zusätzlich können, sofern die Teilnehmerzahlen ausreichend sind, hochschulspezifische Auswertungen erstellt werden. Die Datenschutzrichtlinien gemäß DSGVO werden dabei strikt eingehalten.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Umfrage basiert auf einem standardisierten Fragebogen und wird über einen Zeitraum von vier Wochen, spätestens jedoch bis zum &lt;b&gt;30. Juni 2025&lt;/b&gt;, laufen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Link zur Umfrage (Deutsch): &lt;a href=&quot;https://evastud.uv.ruhr-uni-bochum.de/evasys/online.php?p=ORCAnrwUmfrage_2025_de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;https://evastud.uv.ruhr-uni-bochum.de/evasys/online.php?p=ORCAnrwUmfrage_2025_de&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Link zur Umfrage (Englisch): &lt;a href=&quot;https://evastud.uv.ruhr-uni-bochum.de/evasys/online.php?p=ORCAnrwUmfrage_2025_eng&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;https://evastud.uv.ruhr-uni-bochum.de/evasys/online.php?p=ORCAnrwUmfrage_2025_eng&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Für weitere Fragen rund um Zugänglichmachung, Veröffentlichung und Austausch freier Lehrmaterialien, sowie individuelle Beratung rund um das Thema OER wenden Sie sich gerne jederzeit an &lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=455580798&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Dr. Benjamin Angerer&lt;/a&gt; (benjamin.angerer@uni-bielefeld.de) im Zentrum für Lehren und Lernen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</content>
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      <title type="html">Ein Jahr ChatGPT im Studium – Ein Kommentar</title>
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      <published>2024-04-30T11:30:00+02:00</published>
      <updated>2024-04-30T11:34:00+02:00</updated>
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          <category term="ingagostmann" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
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          <summary type="html">Inga Gostmann studiert Gender Studies und ist Digital Change Maker der studentischen Initiative des Hochschulforums Digitalisierung. In einem Beitrag für das HFD schaut sie auf das letzte Jahr Chat GPT zurück: Was hätte aus ihrer Sicht an den Universitäten besser laufen können im Umgang mit ChatGPT? Wie könnte man auch in Zukunft mit ChatGPT verfahren und wieso ging es oft darum, ob Studierende mit ChatGPT in Prüfungssituationen schummeln könnten?&lt;p&gt;
&lt;i&gt;Ein Kommentar von Inga Gostmann&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit der Veröffentlichung von ChatGPT hätte sich vieles in der deutschen Bildungslandschaft verändern können. Es hätten Kurse zu generativer KI für uns Studierende angeboten und uns ein vernünftiger und für uns hilfreicher Umgang mit ChatGPT beigebracht werden können. So wie Erstis eine Führung durch die Bib bekommen und man ihnen erklärt, wie das Zitieren funktioniert, so hätten alle Studierenden lernen können, wie ChatGPT funktioniert und was bei der Verwendung zu beachten ist. Stattdessen standen zunächst viele Befürchtungen im Raum: Wie soll eine dozierende Person zwischen einer von ChatGPT generierten Hausarbeit und einer von mir selbst verfassten Hausarbeit unterscheiden? Wie sollen Hausarbeiten bewertet werden, wenn jede Hausarbeit auch in Sekundenschnelle KI generiert sein könnte, ohne dass die dozierende Person davon weiß?&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Ein Jahr später scheint es mir als Student:in so, als hätten Hochschulen ihren Umgang mit diesen Befürchtungen gefunden: An meiner Uni (Universität Bielefeld) dürfen wir jetzt ChatGPT für Hausarbeiten nach Absprache verwenden, solange wir die Verwendung kenntlich machen – zumindest in manchen Fächern, eine wirklich einheitliche Regelung gibt es da nicht. Dafür müssen in den meisten Fällen verwendete Prompts in einer angepassten eidesstattlichen Erklärung aufgeführt werden. Außerdem wurden Plagiat-Scanner so angepasst, dass sie von ChatGPT verfasste Textteile jetzt recht zuverlässig als Plagiat erkennen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Meiner Meinung nach kann man immer noch bei Hausarbeiten schummeln, wenn man das möchte. Wer von ChatGPT verfasste Textteile nicht kennzeichnet und Prompts nicht in die eidesstattliche Erklärung aufnimmt, der muss sich nur gut genug mit ChatGPT und KI generierten Texten auskennen, um nicht aufzufliegen. ChatGPT verändert und verbessert sich ständig (vor allem die kostenpflichtige Version), die Plagiat-Scanner können dann nur nachziehen. Ein Wettlauf zwischen KI und Scanner führt zu nichts anderem als der ständigen Anpassung beider.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/LehrenvomCampus/chatgpt-jacob-mindak-ugkxpq87qOk-unsplash.jpg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Auf einem Laptop wird die Webseite von ChatGPT angezeigt., Foto: Foto von Jacob Mindak auf Unsplash&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/LehrenvomCampus/chatgpt-jacob-mindak-ugkxpq87qOk-unsplash.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt;Bequem und schnell: Hausarbeiten schreiben mit ChatGPT? (Bildquelle: unsplash.com)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;

Schummeln können Studierende also immer noch. Und für mich als Student:in wirft die Möglichkeit, eine Hausarbeit in ein paar Sekunden von ChatGPT verfassen zu lassen, an der ich sonst Wochen gearbeitet habe, auch noch eine andere Frage auf als die, die sich um mögliche Betrugsversuche drehen. Wie viel Sinn ergibt es eigentlich, Hausarbeiten zu schreiben?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eines der ersten Gerüchte, die ich in der Ersti-Woche gehört habe, ist und war auch schon vor ChatGPT, dass Dozierende sowieso nur die Einleitung und das Fazit von Hausarbeiten lesen. Bei meiner ersten Hausarbeit habe ich mich gefragt: Warum soll ich wochenlang daran arbeiten, 15 Seiten zu schreiben, wenn davon sowieso nur drei Seiten gelesen werden? Das macht weder Studierenden noch Lehrenden Spaß. Jetzt steht die Befürchtung im Raum, wir Studierenden würden unsere Arbeiten zu großen Teilen von ChatGPT schreiben lassen, ohne dass Dozierende das erkennen. Sind Hausarbeiten, bei denen wir so leicht schummeln können, überhaupt sinnvoll und interessant?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man könnte ChatGPT als Chance verstehen, uns aufzuzeigen, wofür Seminararbeiten da sind. Manche Arbeiten lassen sich vielleicht größtenteils von einer KI generieren, viele aber auch nicht. Hinsichtlich der Befürchtung, Studierende würden ChatGPT zum Schummeln verwenden, frage ich mich, ob Lehrende bei Hausarbeiten, bei denen das möglich ist, nicht überlegen sollten, eine andere Prüfungsform zu verwenden. Viele von uns Studierenden haben bei einzelnen Hausarbeiten in ihrem Studium nicht das Gefühl, dass sie ihnen etwas gebracht haben und dass manchmal eine Klausur oder mündliche Prüfung angemessener gewesen wäre. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das gilt natürlich nicht für jede Hausarbeit. In meinem Studium, Gender Studies, ergibt es sehr viel Sinn, Hausarbeiten zu schreiben. Sie geben mir die Möglichkeit, mich intensiv mit einem Thema auseinander zu setzen, das mich wirklich interessiert. Oft bin ich so tief in Themen drin, wie es bei einer Klausur zum Beispiel nicht möglich wäre. Sinnvoll finde ich Hausarbeiten zum Beispiel auch dann, wenn sie gut begleitet werden. Ich hatte schon Seminare, in denen wir (manchmal in Gruppenarbeit) Stück für Stück Idee, Fragestellung und Methode erarbeitet und vorgestellt haben. Dabei übt man noch das Präsentieren der eigenen Ideen und bekommt Feedback von Kommiliton:innen. Auch die Ideen der anderen zu hören, ist spannend. In solchen Seminaren ist es auch viel schwieriger, ganze Hausarbeiten von ChatGPT verfassen zu lassen, ohne aufzufliegen, da die dozierende Person ja schon in die Ideen eingeweiht ist. ChatGPT genau diese Hausarbeit schreiben zu lassen, ist schwieriger. Aber auch bei sinnvollen Hausarbeiten frage ich mich: Warum sollte ich dabei nicht ChatGPT benutzen dürfen und wie kann ich es sinnvoll verwenden, ohne zu schummeln?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis zu dieser Stelle ging es eigentlich nur um Prüfungen, ganz einfach, weil sich das Gespräch über ChatGPT an Unis auch fast nur ums Prüfen dreht. Mir kommt es so vor, als ob ChatGPT vor allem als Tool zum Schummeln bei Prüfungen gesehen wird und nicht als hilfreiches Tool zum Lernen und ja, vielleicht auch bei Prüfungen. Dabei können Studierende zum Beispiel KI benutzen, um geschriebene Texte überprüfen und verbessern zu lassen. Besonders für Studierende mit Legasthenie oder Studierende, die auf einer anderen Sprache als ihrer Muttersprache schreiben, kann das sehr hilfreich sein und eins von vielen Mitteln sein, um strukturell bedingte Nachteile auszugleichen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir Studierenden könnten uns zum Beispiel auch lange Texte von ChatGPT zusammenfassen lassen oder die KI einfach wie eine bessere Suchmaschine verwenden. Mit dem richtigen Prompt kann ChatGPT uns einfache Antworten auf einfache Fragen geben. Komplexe Inhalte aus Vorlesungen, in denen man etwas nicht ganz verstanden hat, wie diese eine Reihe von Befehlen im Statistik-Programm oder eine bestimmte Begriffsdefinition lassen sich jetzt einfacher nachvollziehen. Klar, viele Antworten sind oberflächlich, aber mehr braucht es manchmal nicht, um Unklarheiten auszuräumen, damit man selbst zu einem tieferen Verständnis kommt. ChatGPT gibt Studierenden auf ihre individuellen Fragen zugeschnittene Antworten, wie Professor:innen es nicht für hunderte Studierende können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und auch außerhalb des Studiums kann ChatGPT uns helfen, Anträge korrekt zu stellen, zum Beispiel einen Antrag auf Mietminderung. In meinem Umfeld ist dieser Umgang mit ChatGPT definitiv kein common sense – viele meiner Kommiliton:innen kennen die Möglichkeiten von ChatGPT nicht. Nur weil wir jetzt in manchen Fällen ChatGPT für Hausarbeiten verwenden dürfen, wissen wir nicht auch automatisch, wo und wie das sinnvoll möglich ist. Das könnten Studierende und Lehrende gemeinsam herausfinden, wenn Studierenden die Basics im Umgang mit ChatGPT beigebracht werden und wir vielleicht sogar dazu ermutigt werden, ChatGPT zu verwenden. Durch diese inhaltliche Integration von ChatGPT wären wir Studierenden besser in der Lage, mit ChatGPT umzugehen und es an den richtigen Stellen geschickt einzusetzen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was ich vorschlagen möchte, ist eine Änderung der Haltung zu ChatGPT. Wenn KI als wichtige Kompetenz verstanden wird und Lehrende und Studierende gemeinsam einen sinnvollen Einsatz erarbeiten wollen, dann erfordert dies Qualifizierung und Austausch. Natürlich ist es trotz der Vorteile von ChatGPT wichtig, einen kritischen Umgang mit generativer KI zu lehren und zu lernen. Alle Hochschulangehörigen sollten die Möglichkeit haben, sich dazu weiterzubilden. In einem Austausch zwischen den Hochschulgruppen, fachintern und fachübergreifend, können sinnvolle Methoden für den Einsatz von ChatGPT erarbeitet und geteilt werden. Eine Grundvoraussetzung dafür ist digitale Teilhabe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Von ChatGPT gibt es zum Beispiel eine kostenpflichtige Version, die bessere Ergebnisse liefert. Um gleichberechtigt am Austausch teilnehmen zu können und um generell Chancengerechtigkeit an der Uni zu fördern, sollten wir Studierende alle den gleichen Zugang zu guten KI-Tools haben. Außerdem braucht es eindeutige und verständliche hochschulweite Regelungen, damit uns endlich klar ist, ob und wie wir ChatGPT nun verwenden dürfen. Das würde auch helfen, wenn benachteiligte Studierende durch ChatGPT Nachteile ausgleichen wollen und von Dozierenden verlangen, ChatGPT einsetzen zu dürfen. Um die Bedürfnisse und Ideen von uns Studierenden widerzuspiegeln, sollten diese Regelungen in einem partizipativem Prozess, insbesondere mit benachteiligten Studierenden, erarbeitet werden. Die Regeln sollten sich nicht nur auf das Prüfen fokussieren, sondern auch auf das Lernen mit ChatGPT.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zuletzt würde ich mir auch wünschen, dass Studierende und Lehrende in die Entwicklung von KI mit einbezogen werden – so entsteht eine KI, die möglichst hilfreich für den Uni-Alltag und an die Bedürfnisse der Hochschulgruppen angepasst ist. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Insgesamt hätte ich mir also mehr als eine manchmal nach Absprache bestehende Möglichkeit zur Anpassung der eidesstattlichen Erklärung und die Option, KI für Hausarbeiten zu verwenden, erhofft und mir einen innovativen Umgang gewünscht. Dazu gehört zum einen eine größere Auseinandersetzung mit der Sinnhaftigkeit und Wertigkeit der Seminararbeit und zum anderen eine inhaltliche Auseinandersetzung mit KI als Teil unseres Studiums. Nur gemeinsam können Studierende und Lehrende herausfinden, wie sich ChatGPT sinnvoll an der Uni einsetzen lässt.&lt;/b&gt; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;</summary>
          <content type="html">Inga Gostmann studiert Gender Studies und ist Digital Change Maker der 
studentischen Initiative des Hochschulforums Digitalisierung. In einem 
Beitrag für das HFD schaut sie auf das letzte Jahr Chat GPT zurück: Was 
hätte aus ihrer Sicht an den Universitäten besser laufen können im 
Umgang mit ChatGPT? Wie könnte man auch in Zukunft mit ChatGPT verfahren
 und wieso ging es oft vor allem darum, ob Studierende mit ChatGPT in 
Prüfungssituationen schummeln könnten?&lt;p&gt;
&lt;i&gt;Ein Kommentar von Inga Gostmann&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Mit der Veröffentlichung von ChatGPT hätte sich vieles in der deutschen Bildungslandschaft verändern können. Es hätten Kurse zu generativer KI für uns Studierende angeboten und uns ein vernünftiger und für uns hilfreicher Umgang mit ChatGPT beigebracht werden können. So wie Erstis eine Führung durch die Bib bekommen und man ihnen erklärt, wie das Zitieren funktioniert, so hätten alle Studierenden lernen können, wie ChatGPT funktioniert und was bei der Verwendung zu beachten ist. Stattdessen standen zunächst viele Befürchtungen im Raum: Wie soll eine dozierende Person zwischen einer von ChatGPT generierten Hausarbeit und einer von mir selbst verfassten Hausarbeit unterscheiden? Wie sollen Hausarbeiten bewertet werden, wenn jede Hausarbeit auch in Sekundenschnelle KI generiert sein könnte, ohne dass die dozierende Person davon weiß?&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Ein Jahr später scheint es mir als Student:in so, als hätten Hochschulen ihren Umgang mit diesen Befürchtungen gefunden: An meiner Uni (Universität Bielefeld) dürfen wir jetzt ChatGPT für Hausarbeiten nach Absprache verwenden, solange wir die Verwendung kenntlich machen – zumindest in manchen Fächern, eine wirklich einheitliche Regelung gibt es da nicht. Dafür müssen in den meisten Fällen verwendete Prompts in einer angepassten eidesstattlichen Erklärung aufgeführt werden. Außerdem wurden Plagiat-Scanner so angepasst, dass sie von ChatGPT verfasste Textteile jetzt recht zuverlässig als Plagiat erkennen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

Meiner Meinung nach kann man immer noch bei Hausarbeiten schummeln, wenn man das möchte. Wer von ChatGPT verfasste Textteile nicht kennzeichnet und Prompts nicht in die eidesstattliche Erklärung aufnimmt, der muss sich nur gut genug mit ChatGPT und KI generierten Texten auskennen, um nicht aufzufliegen. ChatGPT verändert und verbessert sich ständig (vor allem die kostenpflichtige Version), die Plagiat-Scanner können dann nur nachziehen. Ein Wettlauf zwischen KI und Scanner führt zu nichts anderem als der ständigen Anpassung beider.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/LehrenvomCampus/chatgpt-jacob-mindak-ugkxpq87qOk-unsplash.jpg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Auf einem Laptop wird die Webseite von ChatGPT angezeigt., Foto: Foto von Jacob Mindak auf Unsplash&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/LehrenvomCampus/chatgpt-jacob-mindak-ugkxpq87qOk-unsplash.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt;Bequem und schnell: Hausarbeiten schreiben mit ChatGPT? (Bildquelle: unsplash.com)&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;

Schummeln können Studierende also immer noch. Und für mich als Student:in wirft die Möglichkeit, eine Hausarbeit in ein paar Sekunden von ChatGPT verfassen zu lassen, an der ich sonst Wochen gearbeitet habe, auch noch eine andere Frage auf als die, die sich um mögliche Betrugsversuche drehen. Wie viel Sinn ergibt es eigentlich, Hausarbeiten zu schreiben?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eines der ersten Gerüchte, die ich in der Ersti-Woche gehört habe, ist und war auch schon vor ChatGPT, dass Dozierende sowieso nur die Einleitung und das Fazit von Hausarbeiten lesen. Bei meiner ersten Hausarbeit habe ich mich gefragt: Warum soll ich wochenlang daran arbeiten, 15 Seiten zu schreiben, wenn davon sowieso nur drei Seiten gelesen werden? Das macht weder Studierenden noch Lehrenden Spaß. Jetzt steht die Befürchtung im Raum, wir Studierenden würden unsere Arbeiten zu großen Teilen von ChatGPT schreiben lassen, ohne dass Dozierende das erkennen. Sind Hausarbeiten, bei denen wir so leicht schummeln können, überhaupt sinnvoll und interessant?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Man könnte ChatGPT als Chance verstehen, uns aufzuzeigen, wofür Seminararbeiten da sind. Manche Arbeiten lassen sich vielleicht größtenteils von einer KI generieren, viele aber auch nicht. Hinsichtlich der Befürchtung, Studierende würden ChatGPT zum Schummeln verwenden, frage ich mich, ob Lehrende bei Hausarbeiten, bei denen das möglich ist, nicht überlegen sollten, eine andere Prüfungsform zu verwenden. Viele von uns Studierenden haben bei einzelnen Hausarbeiten in ihrem Studium nicht das Gefühl, dass sie ihnen etwas gebracht haben und dass manchmal eine Klausur oder mündliche Prüfung angemessener gewesen wäre. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das gilt natürlich nicht für jede Hausarbeit. In meinem Studium, Gender Studies, ergibt es sehr viel Sinn, Hausarbeiten zu schreiben. Sie geben mir die Möglichkeit, mich intensiv mit einem Thema auseinander zu setzen, das mich wirklich interessiert. Oft bin ich so tief in Themen drin, wie es bei einer Klausur zum Beispiel nicht möglich wäre. Sinnvoll finde ich Hausarbeiten zum Beispiel auch dann, wenn sie gut begleitet werden. Ich hatte schon Seminare, in denen wir (manchmal in Gruppenarbeit) Stück für Stück Idee, Fragestellung und Methode erarbeitet und vorgestellt haben. Dabei übt man noch das Präsentieren der eigenen Ideen und bekommt Feedback von Kommiliton:innen. Auch die Ideen der anderen zu hören, ist spannend. In solchen Seminaren ist es auch viel schwieriger, ganze Hausarbeiten von ChatGPT verfassen zu lassen, ohne aufzufliegen, da die dozierende Person ja schon in die Ideen eingeweiht ist. ChatGPT genau diese Hausarbeit schreiben zu lassen, ist schwieriger. Aber auch bei sinnvollen Hausarbeiten frage ich mich: Warum sollte ich dabei nicht ChatGPT benutzen dürfen und wie kann ich es sinnvoll verwenden, ohne zu schummeln?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bis zu dieser Stelle ging es eigentlich nur um Prüfungen, ganz einfach, weil sich das Gespräch über ChatGPT an Unis auch fast nur ums Prüfen dreht. Mir kommt es so vor, als ob ChatGPT vor allem als Tool zum Schummeln bei Prüfungen gesehen wird und nicht als hilfreiches Tool zum Lernen und ja, vielleicht auch bei Prüfungen. Dabei können Studierende zum Beispiel KI benutzen, um geschriebene Texte überprüfen und verbessern zu lassen. Besonders für Studierende mit Legasthenie oder Studierende, die auf einer anderen Sprache als ihrer Muttersprache schreiben, kann das sehr hilfreich sein und eins von vielen Mitteln sein, um strukturell bedingte Nachteile auszugleichen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir Studierenden könnten uns zum Beispiel auch lange Texte von ChatGPT zusammenfassen lassen oder die KI einfach wie eine bessere Suchmaschine verwenden. Mit dem richtigen Prompt kann ChatGPT uns einfache Antworten auf einfache Fragen geben. Komplexe Inhalte aus Vorlesungen, in denen man etwas nicht ganz verstanden hat, wie diese eine Reihe von Befehlen im Statistik-Programm oder eine bestimmte Begriffsdefinition lassen sich jetzt einfacher nachvollziehen. Klar, viele Antworten sind oberflächlich, aber mehr braucht es manchmal nicht, um Unklarheiten auszuräumen, damit man selbst zu einem tieferen Verständnis kommt. ChatGPT gibt Studierenden auf ihre individuellen Fragen zugeschnittene Antworten, wie Professor:innen es nicht für hunderte Studierende können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Und auch außerhalb des Studiums kann ChatGPT uns helfen, Anträge korrekt zu stellen, zum Beispiel einen Antrag auf Mietminderung. In meinem Umfeld ist dieser Umgang mit ChatGPT definitiv kein common sense – viele meiner Kommiliton:innen kennen die Möglichkeiten von ChatGPT nicht. Nur weil wir jetzt in manchen Fällen ChatGPT für Hausarbeiten verwenden dürfen, wissen wir nicht auch automatisch, wo und wie das sinnvoll möglich ist. Das könnten Studierende und Lehrende gemeinsam herausfinden, wenn Studierenden die Basics im Umgang mit ChatGPT beigebracht werden und wir vielleicht sogar dazu ermutigt werden, ChatGPT zu verwenden. Durch diese inhaltliche Integration von ChatGPT wären wir Studierenden besser in der Lage, mit ChatGPT umzugehen und es an den richtigen Stellen geschickt einzusetzen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was ich vorschlagen möchte, ist eine Änderung der Haltung zu ChatGPT. Wenn KI als wichtige Kompetenz verstanden wird und Lehrende und Studierende gemeinsam einen sinnvollen Einsatz erarbeiten wollen, dann erfordert dies Qualifizierung und Austausch. Natürlich ist es trotz der Vorteile von ChatGPT wichtig, einen kritischen Umgang mit generativer KI zu lehren und zu lernen. Alle Hochschulangehörigen sollten die Möglichkeit haben, sich dazu weiterzubilden. In einem Austausch zwischen den Hochschulgruppen, fachintern und fachübergreifend, können sinnvolle Methoden für den Einsatz von ChatGPT erarbeitet und geteilt werden. Eine Grundvoraussetzung dafür ist digitale Teilhabe.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Von ChatGPT gibt es zum Beispiel eine kostenpflichtige Version, die bessere Ergebnisse liefert. Um gleichberechtigt am Austausch teilnehmen zu können und um generell Chancengerechtigkeit an der Uni zu fördern, sollten wir Studierende alle den gleichen Zugang zu guten KI-Tools haben. Außerdem braucht es eindeutige und verständliche hochschulweite Regelungen, damit uns endlich klar ist, ob und wie wir ChatGPT nun verwenden dürfen. Das würde auch helfen, wenn benachteiligte Studierende durch ChatGPT Nachteile ausgleichen wollen und von Dozierenden verlangen, ChatGPT einsetzen zu dürfen. Um die Bedürfnisse und Ideen von uns Studierenden widerzuspiegeln, sollten diese Regelungen in einem partizipativem Prozess, insbesondere mit benachteiligten Studierenden, erarbeitet werden. Die Regeln sollten sich nicht nur auf das Prüfen fokussieren, sondern auch auf das Lernen mit ChatGPT.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zuletzt würde ich mir auch wünschen, dass Studierende und Lehrende in die Entwicklung von KI mit einbezogen werden – so entsteht eine KI, die möglichst hilfreich für den Uni-Alltag und an die Bedürfnisse der Hochschulgruppen angepasst ist. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Insgesamt hätte ich mir also mehr als eine manchmal nach Absprache bestehende Möglichkeit zur Anpassung der eidesstattlichen Erklärung und die Option, KI für Hausarbeiten zu verwenden, erhofft und mir einen innovativen Umgang gewünscht. Dazu gehört zum einen eine größere Auseinandersetzung mit der Sinnhaftigkeit und Wertigkeit der Seminararbeit und zum anderen eine inhaltliche Auseinandersetzung mit KI als Teil unseres Studiums. Nur gemeinsam können Studierende und Lehrende herausfinden, wie sich ChatGPT sinnvoll an der Uni einsetzen lässt.&lt;/b&gt; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;</content>
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      <title type="html">Warum barrierefreie Lehre immer wichtiger wird – Ein Interview mit Judith Kuhlmann und Michael Johannfunke</title>
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      <published>2023-12-14T14:45:00+01:00</published>
      <updated>2023-12-14T15:00:00+01:00</updated>
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          <summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Studierendenbefragung zeigte einen starken Anstieg von 
Studierenden mit Beeinträchtigungen. Waren es 2018 noch 18% an der 
Universität Bielefeld, gaben nun 25% der Studierenden&amp;nbsp; an, eine Form der
 Beeinträchtigung zu haben. Die Bandbreite reicht dabei von Seh- oder 
Hörproblemen bis hin zu&amp;nbsp; psychischen Beeinträchtigungen. Aus diesem 
Grund sollten auch die&amp;nbsp; verfügbaren Unterstützungsangebote entsprechend 
vielfältig gestaltet sein.&lt;br&gt;Wir haben mit Judith Kuhlmann von der Fakultät für Erziehungswissenschaft und Michael Johannfunke von der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zab/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Zentralen Anlaufstelle Barrierefrei (ZAB)&lt;/a&gt;, die im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zab/projekte/shuffle/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;SHUFFLE&lt;/a&gt;
 zusammenarbeiten, darüber gesprochen, wie barrierefreie Lehre aussehen 
könnte, welche Angebote es bereits gibt und welchen Herausforderungen 
sich die Universität Bielefeld in der Zukunft noch stellen muss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/LehrenvomCampus/Kuhlmann-Johannfunke-pevz.jpg&quot; alt=&quot;Portrait von JudithKulmann(links) und Michael Johannfunke (rechts)&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Birte Stiebing:&lt;/b&gt; Was bedeutet barrierefreie Lehre und welche Aspekte beinhaltet diese?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Judith Kuhlmann:&lt;/b&gt;
 Grundsätzlich bedeutet barrierefreie Lehre erst einmal, dass alle 
Studierenden völlig unabhängig von ihren persönlichen Umständen an der 
Lehre teilnehmen können. Das umfasst vor allem technische und 
didaktische Aspekte&amp;nbsp; der Lehre, also dass Inhalte und Methoden 
zugänglich für alle Studierenden sind. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist
 die Haltung der Lehrenden. Diese sollten die Bereitschaft 
signalisieren, auf die Bedürfnisse der Studierenden einzugehen und ihre 
Probleme ernst zu nehmen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Michael Johannfunke:&lt;/b&gt; Die 
Lehrenden müssen ja keine Probleme in dem Sinne lösen, aber sie sollten 
sich eben ansprechbar machen und offen für die Thematik sein und 
zumindest wissen, wo sie Studierende weiter hin verweisen könnten. Damit
 wäre schon sehr geholfen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;JK:&lt;/b&gt; Es sind zwar einerseits die
 technischen Aspekte, also dass etwa Materialien, die für die Lehre 
wichtig sind, früh genug bereitgestellt werden und zugänglich sind. Aber
 es geht auch darum, dass eine diversitätssensible Haltung bei den 
Lehrenden vorhanden ist. Also dass ein grundsätzliches Bewusstsein dafür
 da ist und den Studierenden gegenüber Offenheit signalisiert wird.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;BS:&lt;/b&gt; Gibt es schon Handlungsleitfäden für die barrierefreie Lehre an der Universität Bielefeld oder sind diese noch in Arbeit?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;MJ:&lt;/b&gt;
 Konkrete Handlungsleitfäden gibt es in der Form noch nicht. Was wir 
aber seit einigen Jahren haben, ist ein Portal zur digitalen 
Barrierefreiheit. Man kann sich dort zur Gestaltung von Lehrmaterialien 
informieren und wir haben da auch Schritt für Schritt-Anleitungen für 
verschiedene Dokumentarten. Wenn man sich einfach nur informieren will, 
gibt es auch eine A bis Z Liste mit Stichworten. Was das angeht, sind 
wir schon breit aufgestellt, aber konkrete Handlungsleitfäden gibt es 
noch nicht. Da ist allerdings etwas in Arbeit.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;JK:&lt;/b&gt; Wir 
haben zusätzlich ein Materialpaket entwickelt, dass sich ganz&amp;nbsp; gezielt 
an Lehrende richtet. Das ist eine Sammlung von verschiedenen&amp;nbsp; 
Materialien, Checklisten und einer Wissensdatenbank. Mit konkreten&amp;nbsp; 
Umsetzungsbeispielen und Vorschlägen gehen wir auf die Bedürfnisse ein,&amp;nbsp;
 die die Lehrende in der Befragung geäußert haben und begleiten sie bei&amp;nbsp;
 dem Prozess, ihre Lehre barrierefrei zu gestalten. Das Materialpaket 
ist&amp;nbsp; schon recht umfangreich. Da 
kann&amp;nbsp; man sich so ein bisschen durchklicken, je nachdem, was man sucht 
oder&amp;nbsp; was man gerade braucht. &lt;br&gt;Dieses Materialpaket ist jetzt seit 
kurzem in der Erprobungsphase. Der Zugang ist öffentlich über 
OpenMoodle. Und auch, wenn die Hauptzielgruppe Lehrende sind, kann das 
für andere Akteursgruppen der Hochschule interessant sein – gerade für 
die barrierefreie Gestaltung von Materialien, wie Word-Dokumenten und 
Powerpoint. Das wird ja von vielen genutzt und deswegen sind wir auch da
 froh, Rückmeldung zu bekommen.&lt;br&gt;Es gab einen Einführungsworkshop, 
aber man kann den Kurs auch ohne diesen besucht zu haben gut machen. Wer
 Interesse am Kurs hat, kann einfach eine &lt;a href=&quot;mailto:shuffle@uni-bielefeld.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;E-Mail&lt;/a&gt;
 an das SHUFFLE Projekt schreiben oder sich direkt selbst in den Kurs 
&lt;a href=&quot;https://openmoodle.uni-bielefeld.de/course/view.php?id=46&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;„Materialpaket barrierefreie Lehre“&lt;/a&gt; einschreiben. Wir freuen uns über 
jedes Feedback, damit wir das Materialpaket im Nachgang noch 
weiterentwickeln können.&lt;br&gt;Aber im Rahmen des Projektes SHUFFLE arbeiten wir auch auf strategischer Ebene an eher allgemeineren Leitfäden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;MJ:&lt;/b&gt;
 Das SHUFFLE Projekt befindet sich jetzt auch im letzten Jahr, daher 
kann bald mit einer Veröffentlichung der Materialien gerechnet werden. 
Wir haben aber noch ein weiteres Projekt, das gerade erst angelaufen 
ist. Das wäre das Dachs-Projekt, das am 1. April gestartet ist und ein 
reines Projekt des ZAB ist, also kein Verbundprojekt. Der Name steht für
 Digital, Accessibility, Sharing und Simulation. Im Rahmen des Projekts 
werden Moodle-Kurse entwickelt, in denen man seine Materialien selbst 
auf Barrierefreiheit testen oder eben auch Beeinträchtigungen simulieren
 kann. Dort werden wir auch ganz viele Informationen zu verschiedenen 
Arten von Beeinträchtigungen bereitstellen.&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;BS:&lt;/b&gt; Was für besondere Herausforderungen gibt es denn dabei, digitale Lernräume, wie etwa Moodle-Räume, barrierefrei zu gestalten?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;JK:&lt;/b&gt;
 Wir haben im Rahmen des Projekts eine Bedarfserhebung gemacht, um 
herauszufinden, wo die Probleme und Schwierigkeiten von Lehrenden in der
 Umsetzung barrierefreier Lehre liegen und da sind ganz interessante 
Erkenntnisse herausgekommen. Es sind vor allem drei Einflussfaktoren: 
Das Wissen, die Erfahrung und die Einstellung.&lt;br&gt;Bezüglich des Wissens 
haben wir die Lehrenden selbst ihren Kenntnisstand hinsichtlich 
barrierefreier Lehre einschätzen lassen und dieser war insgesamt eher 
mittel bis gering. Weniger als 6% haben sich selbst umfangreiches Wissen
 zugeschrieben. Und das spiegelte sich dann auch in der Erfahrung wider.
 Es ist eben so, dass die Lehrenden noch sehr wenig Berührungspunkte mit
 digitaler Barrierefreiheit haben. Wir haben auch abgefragt, wie viele 
der wichtigen Aspekte für digitale Barrierefreiheit bereits in der Lehre
 umgesetzt werden und dieser Anteil war verschwindend gering. Nur 2 von 
12 dieser Aspekte wurden überhaupt von mehr als der Hälfte der Lehrenden
 umgesetzt.&lt;br&gt;Das könnte auch von den Einstellungen dazu kommen, denn 
Lehrende haben ganz große Bedenken bezüglich des Mehraufwandes. 67% der 
Befragten haben gesagt, sie haben Bedenken bezüglich des zeitlichen 
Mehraufwandes, 54% bezüglich des technischen Mehraufwandes und 34% 
hatten Angst, dass es ein großer didaktischer Mehraufwand ist. Und auch 
wenn ich das nicht kleinreden will, denn einige Aspekte benötigen 
tatsächlich einen größeren Aufwand, aber diese Bedenken sind eher 
antizipiert und spiegeln nicht den tatsächlichen Mehraufwand wider.&lt;br&gt;Der
 große Punkt ist aber eigentlich das Wissen und genau da wollen wir&amp;nbsp; 
ansetzen und Hilfestellung bieten. Es geht darum, zu zeigen, dass wenn&amp;nbsp; 
man Barrierefreiheit von Anfang an mitdenkt, eigentlich nur eine kleine&amp;nbsp;
 Umstellung seiner eigenen Struktur notwendig ist.&lt;br&gt;Wir wollen auch 
ein Bewusstsein dafür bilden und zeigen, für wie viele Studierende an 
der Uni Bielefeld, aber auch generell an deutschen Hochschulen, 
Barrierefreiheit überhaupt ein relevantes Thema ist. Viele Lehrende 
haben nämlich auch Zweifel am Mehrwert geäußert: Mehr als 15% waren der 
Meinung, dass ihre Studierenden das gar nicht bräuchten. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;BS:&lt;/b&gt;
 Welche Aspekte der Barrierefreiheit werden denn an der Universität 
Bielefeld bereits zufriedenstellend umgesetzt und wo gibt es 
gegebenenfalls noch Nachholbedarf?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;MJ:&lt;/b&gt; Die Frage ist 
ja, ob wir uns jemals zufriedengeben können. Ich glaube, man kann immer 
überall noch etwas tun. Es gibt in meinen Augen nicht die 
zufriedenstellende und vollkommene Barrierefreiheit. In dem Moment, in 
dem wir irgendwo Barrieren abbauen, bauen wir sie für jemand anderen 
gegebenenfalls wieder auf. Das muss man immer bedenken.&lt;br&gt;Gesetzliche 
Barrierefreiheit beinhaltet auch immer nur Mindestanforderungen, die der
 Gesetzgeber vorgibt. Das muss man sich einfach immer klar machen. Es 
wird nie eine vollständige Barrierefreiheit geben und wir können auch 
nicht allen gleichzeitig in vollem Umfang gerecht werden.&lt;br&gt;Aber ich 
denke, dass wir an der Uni auf einem vielversprechenden Weg dahin sind, 
denn wir werden gut unterstützt. Wir haben großartige Projekte, gerade 
im baulichen Bereich. Das ist ja so der Klassiker, denn das sieht man 
sofort, da wird einfach alles dafür getan die neuen Gebäude und auch die
 Campusanlagen barrierefrei zu gestalten.&lt;br&gt;Außerdem interessieren sich
 die Menschen für das Thema, egal ob in der Lehre oder in der 
Verwaltung. Wir haben zum Beispiel eine Fortbildungsreihe zu 
verschiedenen Themen der Barrierefreiheit, die ist immer gut besucht. 
Und auch die verschiedenen Angebote in der ZAB werden oft genutzt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;BS:&lt;/b&gt;
 Wir haben seit kurzem im X-Gebäude einen Flex-Seminarraum und 
auch neue Co-Learning-Spaces unten im Hauptgebäude. Dort können die 
Möbel ja zum Teil an die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe angepasst 
werden. Könnte so ein Konzept auch zu mehr Barrierefreiheit beitragen?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;MJ:&lt;/b&gt;
 Aus meiner Sicht auf jeden Fall. Wir waren auch bei der Planung des 
Flex-Seminarraums involviert. Ich&amp;nbsp; selbst war Mitglied der Projektgruppe
 und sehe da ganz klare Vorteile bei der Barrierefreiheit, weil man eben
 flexibel auf die Bedürfnisse reagieren kann. Wir haben zum Beispiel 
immer wieder in eigenen Veranstaltungen Studierende, die brauchen 
kleinere Räume und was kann man mit so einem Raum machen? Wir haben die 
Möglichkeit, den Raum zu unterteilen und&amp;nbsp; somit Studierenden einen 
Rückzugsort für kurze Auszeiten und Gespräche&amp;nbsp; mitten in einer 
Veranstaltung zu bieten. Das ist undenkbar in einem&amp;nbsp; großen Hörsaal. 
Außerdem kann man die Höhen der Möbel beliebig anpassen. Manche Menschen
 können überwiegend nur stehen, manche müssen sitzen. Das kann total 
flexibel gehandhabt werden und auch an verschiedene Gruppen angepasst 
werden. &lt;br&gt;Durch ein hohes Maß an Flexibilität wird ein höheres Maß an 
Barrierefreiheit erreicht. Dazu müssen sich natürlich alle an gewisse 
Spielregeln halten, aber das funktioniert hier auch ganz gut, dass dann 
eben auch am Ende aufgeräumt wird und die Wege freigehalten werden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;BS:&lt;/b&gt;
 Jetzt wollen wir ein bisschen in die Zukunft blicken. Wie könnte die 
Uni Bielefeld in 20 Jahren in Bezug auf die Barrierefreiheit aussehen? 
Welche Perspektiven gibt es da?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;MJ:&lt;/b&gt; Ich habe da eine 
ganz klare Vision. Also ich finde, die Uni Bielefeld hat mit diesem 
Campus ein wahnsinniges Potenzial, DER barrierefreie Campus in 
Deutschland zu werden. Wenn wir jetzt über 20 Jahre reden, dann ist das 
schon realistisch. Wir haben die besten Gegebenheiten sowohl vom 
Örtlichen her, aber auch von den geplanten Konzepten in den 
Bauabschnitten. Dadurch, dass die Gebäude alle barrierefrei gestaltet 
werden, wird etwa in der medizinischen Fakultät auch Studierenden mit 
Behinderung ein Studium ermöglicht. Ja, also wir haben ein riesiges 
Potenzial.&lt;br&gt;&lt;b&gt;&lt;br&gt;JK:&lt;/b&gt; Und ergänzend dazu haben wir auch die 
Expertise. Also dass wir jetzt die ZAB haben, das ist schon ein 
wahnsinniger Fortschritt, auch im Vergleich zu anderen Hochschulen in 
Deutschland. Und das wollen wir noch weiter ausbauen, die Expertise 
halten und weitergeben. Das geht hoffentlich so weiter und wird noch 
größer und bedeutsamer, sodass das Thema&amp;nbsp; weiter mitgedacht und dadurch 
in die breite Masse hier an der Hochschule getragen wird.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;BS:&lt;/b&gt; An wen können sich denn Lehrende wenden, wenn sie ihre Lehre barrierefreier gestalten wollen?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;JK:&lt;/b&gt;
 Vor allem erst mal an die ZAB. Solange das Projekt noch läuft auch an 
die Mitarbeitenden im Team SHUFFLE, also mich zum Beispiel, aber zentral
 ist die ZAB der Ort, an dem man Hilfe findet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;MJ:&lt;/b&gt; Wir 
haben auch einen Beauftragten für Studierende mit Behinderungen und die 
Schwerbehindertenvertretung für die Beschäftigten und Promovierenden, an
 die sich die Menschen wenden können. Aber mit allen Fragen kann man 
sich eigentlich an die ZAB wenden und wir gucken dann, wie wir diese am 
besten beantworten und wie wir am besten unterstützen können.&lt;/p&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;Die letzte Studierendenbefragung zeigte einen starken Anstieg von Studierenden mit Beeinträchtigungen. Waren es 2018 noch 18% an der Universität Bielefeld, gaben nun 25% der Studierenden&amp;nbsp; an, eine Form der Beeinträchtigung zu haben. Die Bandbreite reicht dabei von Seh- oder Hörproblemen bis hin zu&amp;nbsp; psychischen Beeinträchtigungen. Aus diesem Grund sollten auch die&amp;nbsp; verfügbaren Unterstützungsangebote entsprechend vielfältig gestaltet sein.&lt;br&gt;Wir haben mit Judith Kuhlmann von der Fakultät für Erziehungswissenschaft und Michael Johannfunke von der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zab/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Zentralen Anlaufstelle Barrierefrei (ZAB)&lt;/a&gt;, die im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zab/projekte/shuffle/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;SHUFFLE&lt;/a&gt; zusammenarbeiten, darüber gesprochen, wie barrierefreie Lehre aussehen könnte, welche Angebote es bereits gibt und welchen Herausforderungen sich die Universität Bielefeld in der Zukunft noch stellen muss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/LehrenvomCampus/Kuhlmann-Johannfunke-pevz.jpg&quot; alt=&quot;Portrait von JudithKulmann(links) und Michael Johannfunke (rechts)&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;Birte Stiebing:&lt;/b&gt; Was bedeutet barrierefreie Lehre und welche Aspekte beinhaltet diese?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Judith Kuhlmann:&lt;/b&gt; Grundsätzlich bedeutet barrierefreie Lehre erst einmal, dass alle Studierenden völlig unabhängig von ihren persönlichen Umständen an der Lehre teilnehmen können. Das umfasst vor allem technische und didaktische Aspekte&amp;nbsp; der Lehre, also dass Inhalte und Methoden zugänglich für alle Studierenden sind. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Haltung der Lehrenden. Diese sollten die Bereitschaft signalisieren, auf die Bedürfnisse der Studierenden einzugehen und ihre Probleme ernst zu nehmen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Michael Johannfunke:&lt;/b&gt; Die Lehrenden müssen ja keine Probleme in dem Sinne lösen, aber sie sollten sich eben ansprechbar machen und offen für die Thematik sein und zumindest wissen, wo sie Studierende weiter hin verweisen könnten. Damit wäre schon sehr geholfen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;JK:&lt;/b&gt; Es sind zwar einerseits die technischen Aspekte, also dass etwa Materialien, die für die Lehre wichtig sind, früh genug bereitgestellt werden und zugänglich sind. Aber es geht auch darum, dass eine diversitätssensible Haltung bei den Lehrenden vorhanden ist. Also dass ein grundsätzliches Bewusstsein dafür da ist und den Studierenden gegenüber Offenheit signalisiert wird.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;BS:&lt;/b&gt; Gibt es schon Handlungsleitfäden für die barrierefreie Lehre an der Universität Bielefeld oder sind diese noch in Arbeit?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;MJ:&lt;/b&gt; Konkrete Handlungsleitfäden gibt es in der Form noch nicht. Was wir aber seit einigen Jahren haben, ist ein Portal zur digitalen Barrierefreiheit. Man kann sich dort zur Gestaltung von Lehrmaterialien informieren und wir haben da auch Schritt für Schritt-Anleitungen für verschiedene Dokumentarten. Wenn man sich einfach nur informieren will, gibt es auch eine A bis Z Liste mit Stichworten. Was das angeht, sind wir schon breit aufgestellt, aber konkrete Handlungsleitfäden gibt es noch nicht. Da ist allerdings etwas in Arbeit.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;JK:&lt;/b&gt; Wir haben zusätzlich ein Materialpaket entwickelt, dass sich ganz&amp;nbsp; gezielt an Lehrende richtet. Das ist eine Sammlung von verschiedenen&amp;nbsp; Materialien, Checklisten und einer Wissensdatenbank. Mit konkreten&amp;nbsp; Umsetzungsbeispielen und Vorschlägen gehen wir auf die Bedürfnisse ein,&amp;nbsp; die die Lehrende in der Befragung geäußert haben und begleiten sie bei&amp;nbsp; dem Prozess, ihre Lehre barrierefrei zu gestalten. Das Materialpaket ist&amp;nbsp; schon recht umfangreich. Da kann&amp;nbsp; man sich so ein bisschen durchklicken, je nachdem, was man sucht oder&amp;nbsp; was man gerade braucht. &lt;br&gt;Dieses Materialpaket ist jetzt seit kurzem in der Erprobungsphase. Der Zugang ist öffentlich über OpenMoodle. Und auch, wenn die Hauptzielgruppe Lehrende sind, kann das für andere Akteursgruppen der Hochschule interessant sein – gerade für die barrierefreie Gestaltung von Materialien, wie Word-Dokumenten und Powerpoint. Das wird ja von vielen genutzt und deswegen sind wir auch da froh, Rückmeldung zu bekommen.&lt;br&gt;Es gab einen Einführungsworkshop, aber man kann den Kurs auch ohne diesen besucht zu haben gut machen. Wer Interesse am Kurs hat, kann einfach eine &lt;a href=&quot;mailto:shuffle@uni-bielefeld.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;E-Mail&lt;/a&gt; an das SHUFFLE Projekt schreiben oder sich direkt selbst in den Kurs &lt;a href=&quot;https://openmoodle.uni-bielefeld.de/course/view.php?id=46&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;„Materialpaket barrierefreie Lehre“&lt;/a&gt; einschreiben. Wir freuen uns über jedes Feedback, damit wir das Materialpaket im Nachgang noch weiterentwickeln können.&lt;br&gt;Aber im Rahmen des Projektes SHUFFLE arbeiten wir auch auf strategischer Ebene an eher allgemeineren Leitfäden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;MJ:&lt;/b&gt; Das SHUFFLE Projekt befindet sich jetzt auch im letzten Jahr, daher kann bald mit einer Veröffentlichung der Materialien gerechnet werden. Wir haben aber noch ein weiteres Projekt, das gerade erst angelaufen ist. Das wäre das Dachs-Projekt, das am 1. April gestartet ist und ein reines Projekt des ZAB ist, also kein Verbundprojekt. Der Name steht für Digital, Accessibility, Sharing und Simulation. Im Rahmen des Projekts werden Moodle-Kurse entwickelt, in denen man seine Materialien selbst auf Barrierefreiheit testen oder eben auch Beeinträchtigungen simulieren kann. Dort werden wir auch ganz viele Informationen zu verschiedenen Arten von Beeinträchtigungen bereitstellen.&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;BS:&lt;/b&gt; Was für besondere Herausforderungen gibt es denn dabei, digitale Lernräume, wie etwa Moodle-Räume, barrierefrei zu gestalten?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;JK:&lt;/b&gt; Wir haben im Rahmen des Projekts eine Bedarfserhebung gemacht, um herauszufinden, wo die Probleme und Schwierigkeiten von Lehrenden in der Umsetzung barrierefreier Lehre liegen und da sind ganz interessante Erkenntnisse herausgekommen. Es sind vor allem drei Einflussfaktoren: Das Wissen, die Erfahrung und die Einstellung.&lt;br&gt;Bezüglich des Wissens haben wir die Lehrenden selbst ihren Kenntnisstand hinsichtlich barrierefreier Lehre einschätzen lassen und dieser war insgesamt eher mittel bis gering. Weniger als 6% haben sich selbst umfangreiches Wissen zugeschrieben. Und das spiegelte sich dann auch in der Erfahrung wider. Es ist eben so, dass die Lehrenden noch sehr wenig Berührungspunkte mit digitaler Barrierefreiheit haben. Wir haben auch abgefragt, wie viele der wichtigen Aspekte für digitale Barrierefreiheit bereits in der Lehre umgesetzt werden und dieser Anteil war verschwindend gering. Nur 2 von 12 dieser Aspekte wurden überhaupt von mehr als der Hälfte der Lehrenden umgesetzt.&lt;br&gt;Das könnte auch von den Einstellungen dazu kommen, denn Lehrende haben ganz große Bedenken bezüglich des Mehraufwandes. 67% der Befragten haben gesagt, sie haben Bedenken bezüglich des zeitlichen Mehraufwandes, 54% bezüglich des technischen Mehraufwandes und 34% hatten Angst, dass es ein großer didaktischer Mehraufwand ist. Und auch wenn ich das nicht kleinreden will, denn einige Aspekte benötigen tatsächlich einen größeren Aufwand, aber diese Bedenken sind eher antizipiert und spiegeln nicht den tatsächlichen Mehraufwand wider.&lt;br&gt;Der große Punkt ist aber eigentlich das Wissen und genau da wollen wir&amp;nbsp; ansetzen und Hilfestellung bieten. Es geht darum, zu zeigen, dass wenn&amp;nbsp; man Barrierefreiheit von Anfang an mitdenkt, eigentlich nur eine kleine&amp;nbsp; Umstellung seiner eigenen Struktur notwendig ist.&lt;br&gt;Wir wollen auch ein Bewusstsein dafür bilden und zeigen, für wie viele Studierende an der Uni Bielefeld, aber auch generell an deutschen Hochschulen, Barrierefreiheit überhaupt ein relevantes Thema ist. Viele Lehrende haben nämlich auch Zweifel am Mehrwert geäußert: Mehr als 15% waren der Meinung, dass ihre Studierenden das gar nicht bräuchten. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;BS:&lt;/b&gt; Welche Aspekte der Barrierefreiheit werden denn an der Universität Bielefeld bereits zufriedenstellend umgesetzt und wo gibt es gegebenenfalls noch Nachholbedarf?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;MJ:&lt;/b&gt; Die Frage ist ja, ob wir uns jemals zufriedengeben können. Ich glaube, man kann immer überall noch etwas tun. Es gibt in meinen Augen nicht die zufriedenstellende und vollkommene Barrierefreiheit. In dem Moment, in dem wir irgendwo Barrieren abbauen, bauen wir sie für jemand anderen gegebenenfalls wieder auf. Das muss man immer bedenken.&lt;br&gt;Gesetzliche Barrierefreiheit beinhaltet auch immer nur Mindestanforderungen, die der Gesetzgeber vorgibt. Das muss man sich einfach immer klar machen. Es wird nie eine vollständige Barrierefreiheit geben und wir können auch nicht allen gleichzeitig in vollem Umfang gerecht werden.&lt;br&gt;Aber ich denke, dass wir an der Uni auf einem vielversprechenden Weg dahin sind, denn wir werden gut unterstützt. Wir haben großartige Projekte, gerade im baulichen Bereich. Das ist ja so der Klassiker, denn das sieht man sofort, da wird einfach alles dafür getan die neuen Gebäude und auch die Campusanlagen barrierefrei zu gestalten.&lt;br&gt;Außerdem interessieren sich die Menschen für das Thema, egal ob in der Lehre oder in der Verwaltung. Wir haben zum Beispiel eine Fortbildungsreihe zu verschiedenen Themen der Barrierefreiheit, die ist immer gut besucht. Und auch die verschiedenen Angebote in der ZAB werden oft genutzt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;BS:&lt;/b&gt; Wir haben seit kurzem im X-Gebäude einen Flex-Seminarraum und auch neue Co-Learning-Spaces unten im Hauptgebäude. Dort können die Möbel ja zum Teil an die Bedürfnisse der jeweiligen Gruppe angepasst werden. Könnte so ein Konzept auch zu mehr Barrierefreiheit beitragen?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;MJ:&lt;/b&gt; Aus meiner Sicht auf jeden Fall. Wir waren auch bei der Planung des Flex-Seminarraums involviert. Ich&amp;nbsp; selbst war Mitglied der Projektgruppe und sehe da ganz klare Vorteile bei der Barrierefreiheit, weil man eben flexibel auf die Bedürfnisse reagieren kann. Wir haben zum Beispiel immer wieder in eigenen Veranstaltungen Studierende, die brauchen kleinere Räume und was kann man mit so einem Raum machen? Wir haben die Möglichkeit, den Raum zu unterteilen und&amp;nbsp; somit Studierenden einen Rückzugsort für kurze Auszeiten und Gespräche&amp;nbsp; mitten in einer Veranstaltung zu bieten. Das ist undenkbar in einem&amp;nbsp; großen Hörsaal. Außerdem kann man die Höhen der Möbel beliebig anpassen. Manche Menschen können überwiegend nur stehen, manche müssen sitzen. Das kann total flexibel gehandhabt werden und auch an verschiedene Gruppen angepasst werden. &lt;br&gt;Durch ein hohes Maß an Flexibilität wird ein höheres Maß an Barrierefreiheit erreicht. Dazu müssen sich natürlich alle an gewisse Spielregeln halten, aber das funktioniert hier auch ganz gut, dass dann eben auch am Ende aufgeräumt wird und die Wege freigehalten werden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;BS:&lt;/b&gt; Jetzt wollen wir ein bisschen in die Zukunft blicken. Wie könnte die Uni Bielefeld in 20 Jahren in Bezug auf die Barrierefreiheit aussehen? Welche Perspektiven gibt es da?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;MJ:&lt;/b&gt; Ich habe da eine ganz klare Vision. Also ich finde, die Uni Bielefeld hat mit diesem Campus ein wahnsinniges Potenzial, DER barrierefreie Campus in Deutschland zu werden. Wenn wir jetzt über 20 Jahre reden, dann ist das schon realistisch. Wir haben die besten Gegebenheiten sowohl vom Örtlichen her, aber auch von den geplanten Konzepten in den Bauabschnitten. Dadurch, dass die Gebäude alle barrierefrei gestaltet werden, wird etwa in der medizinischen Fakultät auch Studierenden mit Behinderung ein Studium ermöglicht. Ja, also wir haben ein riesiges Potenzial.&lt;br&gt;&lt;b&gt;&lt;br&gt;JK:&lt;/b&gt; Und ergänzend dazu haben wir auch die Expertise. Also dass wir jetzt die ZAB haben, das ist schon ein wahnsinniger Fortschritt, auch im Vergleich zu anderen Hochschulen in Deutschland. Und das wollen wir noch weiter ausbauen, die Expertise halten und weitergeben. Das geht hoffentlich so weiter und wird noch größer und bedeutsamer, sodass das Thema&amp;nbsp; weiter mitgedacht und dadurch in die breite Masse hier an der Hochschule getragen wird.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;b&gt;BS:&lt;/b&gt; An wen können sich denn Lehrende wenden, wenn sie ihre Lehre barrierefreier gestalten wollen?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;JK:&lt;/b&gt; Vor allem erst mal an die ZAB. Solange das Projekt noch läuft auch an die Mitarbeitenden im Team SHUFFLE, also mich zum Beispiel, aber zentral ist die ZAB der Ort, an dem man Hilfe findet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;MJ:&lt;/b&gt; Wir haben auch einen Beauftragten für Studierende mit Behinderungen und die Schwerbehindertenvertretung für die Beschäftigten und Promovierenden, an die sich die Menschen wenden können. Aber mit allen Fragen kann man sich eigentlich an die ZAB wenden und wir gucken dann, wie wir diese am besten beantworten und wie wir am besten unterstützen können.&lt;/p&gt;</content>
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      <title type="html">Eine Lehrkooperation über Disziplin- und Hochschulgrenzen hinweg? Dank digitaler Tools kein Problem!</title>
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      <published>2023-07-28T11:00:00+02:00</published>
      <updated>2023-07-28T11:23:00+02:00</updated>
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          <summary type="html">&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kann digitales Lehren und Lernen über Disziplin- und 
Hochschulgrenzen hinweg funktionieren? Die Antwort ist ja! Und dies ist 
weniger aufwendig als gedacht: Die Schaffung digitaler und 
hochschulübergreifender Lehr-Lern-Settings bedarf lediglich die 
Verwendung einiger weniger Online-Tools sowie guter Planung und 
Vorbereitung. &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
Ein Beitrag von Alessa Schuldt

&lt;p&gt;Um künftige Lehrkräfte auf die berufsgruppenübergreifende Kooperation
 mit anderen pädagogischen und sozialen Professionen bereits während der
 universitären Ausbildung vorbereiten zu können, wird im Rahmen von &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/biprofessional/teilprojekte-(tp)/tp-4-inklusionssensible-l/tm_15.xml/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiProfessional&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;,
 dem Bielefelder Standortprojekt der von Bund und Ländern finanzierten 
„Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ regelmäßig das Seminarangebot „&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/biprofessional/teilprojekte-(tp)/tp-4-inklusionssensible-l/Flyer_BiPro_TM15.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Multiprofessionelle Kooperation in inklusiven Ganztagsschulen&lt;/a&gt;“
 angeboten. Da die Potenziale der multiprofessionellen Kooperation in 
der Schulpraxis oftmals nicht hinreichend ausgeschöpft werden, weil es 
Lehrkräften u.a. an Wissen über die Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche 
sowie die Kompetenzen anderer Berufsgruppen mangelt, ist es uns ein 
wichtiges Anliegen, im Zuge multiprofessionell ausgerichteter 
Lehrveranstaltungen frühzeitig einen Kontakt zwischen 
Lehramtsstudierenden und Vertreter*innen anderer pädagogischer und 
sozialer Professionen herzustellen und die Diskurse zu den Themen 
Inklusion und Ganztag zusammenzuführen. Damit aber nicht nur die 
Studierenden hier vor Ort in Bielefeld, sondern auch an anderen 
Hochschulen von unserem innovativen Lehrkonzept und der umfangreichen 
Materialsammlung profitieren können, haben wir uns aktiv darum bemüht, 
mit Lehrenden und Studierenden anderer Standorte, wie z.B. der 
Universität Siegen und der Hochschule Nordhausen, zusammenzuarbeiten.

&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Leichter gesagt als getan!&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;Denn unsere Transferbemühungen fielen tatsächlich genau in die
 Zeit der Corona-Pandemie. So war es alles andere als leicht, Kontakte 
mit Lehrenden anderer Institutionen zu knüpfen, geschweige denn sie 
davon zu überzeugen, eine gemeinsame digitale Lehrveranstaltung mit uns 
durchzuführen.&lt;br&gt;Im ersten Corona-Winter organisierte ich gemeinsam mit
 einigen Kolleg*innen der Universität Kassel einen Online-Workshop zum 
Thema „Team Teaching in der Hochschule“ und warb für unser Lehrkonzept 
um potentielle Mitstreiter*innen jenseits der Bielefelder Uni. Hier 
lernte ich Prof. Dr. Markus Sauerwein kennen – oder sollte ich besser 
sagen, die schlechte Internetverbindung von Markus an jenem Tag. Eine 
Baustelle vor der Haustür lies sein Videobild immer wieder einfrieren 
und schmiss ihn mehrere Male aus dem Zoom-Meeting. Keine ideale 
Ausgangslage für den Aufbau einer gemeinsamen Lehrkooperation, aber 
Markus ließ sich davon zum Glück nicht abschrecken und wir verabredeten 
uns erneut per Zoom, um gemeinsame Interessen und die jeweiligen 
Rahmenbedingungen an unseren Hochschulen auszuloten. An diesem Tag 
funktionierte die Internetverbindung einwandfrei und wir legten den 
Grundstein für unsere kollegiale Kooperation.&lt;br&gt;Circa ein Jahr und 
einen Hochschulwechsel später (Markus wechselte von der Fliedner FH in 
Düsseldorf an die Hochschule Nordhausen in Thüringen), war es dann 
endlich soweit: Wir gingen in die konkrete Feinplanung unserer 
gemeinsamen Lehrveranstaltung im Wintersemester 2022/23. In der 
Zwischenzeit komplementierten Annalena Danner (wissenschaftliche 
Mitarbeiterin an der Hochschule Nordhausen) und Manfred Palm (Lehrer im 
Hochschuldienst an der Universität Bielefeld) unser Lehrenden-Team und 
das gemeinsame Seminarangebot wurde an beiden Standorten für eine 
Vielzahl an Bachelor- und Masterstudiengängen geöffnet (s. Abb. 1).&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/LehrenvomCampus/AlessaSchuldt-Lehrerinnenbildung-KoopNordhausen01.JPG&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Schematische Darstellung des multiprofessionellen Lehr-Lern-Settings Grafik: Alessa Schuldt&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/LehrenvomCampus/AlessaSchuldt-Lehrerinnenbildung-KoopNordhausen01.JPG&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Abbildung 1: Schematische Darstellung des multiprofessionellen Lehr-Lern-Settings (eigene Darstellung) Grafik: Alessa Schuldt&lt;/div&gt;&lt;/div&gt; 

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Aller Anfang ist bzw. war schwer.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;Die 
anfängliche Idee einer gemeinsamen Blockveranstaltung, bei der Lehrende 
und Studierende sich gegenseitig an den verschiedenen Standorten 
besuchen, musste allerdings aufgrund fehlender Exkursionsmittel schnell 
ad acta gelegt werden. Auch das Blockformat stand anfänglich auf der 
Kippe, da beide Hochschulen zunächst ein wöchentliches Format verlangten
 und feste Zeitfenster vorgaben. Schließlich ließ sich aber eine Art 
Mischformat (s. Abb. 2) realisieren: So starteten wir zunächst – jeder 
Standort für sich – mit wöchentlichen Inputveranstaltungen, die 
unabhängig voneinander und zu verschiedenen Themenschwerpunkten 
durchgeführt wurden. Zur Mitte der Vorlesungszeit fand dann der erste 
gemeinsame Block im Sinne einer gemeinsamen Kick-Off-Veranstaltung 
statt, die die hochschulübergreifende Projektphase einläuten sollte. 
Dafür teilten sich die Studierenden in Kleingruppen auf, in denen eine 
berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit anhand von Fall- oder 
Konzeptarbeit simuliert werden sollte. Diese Arbeitsphase fand 
ausschließlich digital statt und wurde von den Studierenden 
weitestgehend selbstständig organisiert. Den Abschluss des gemeinsamen 
Veranstaltungsblocks markierte die Ergebnispräsentation Mitte Januar 
2023. Für die Umsetzung der gemeinsamen digitalen Meetings, musste 
lediglich auf einige wenige Online-Tools zurückgegriffen werden: So 
wurde zum einen Zoom für die Durchführung der Blockveranstaltungen und 
das kollaborative Arbeiten in den Kleingruppen genutzt. Zum anderen 
verwendeten wir ein GoogleDoc zum Austausch der Kontaktdaten sowie ein 
Padlet für die Bereitstellung von Materialien und Aufgabenstellungen.&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/LehrenvomCampus/AlessaSchuldt-Lehrerinnenbildung-KoopNordhausen02.JPG&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Aufbau und zeitlicher Ablauf der gemeinsamen Lehr-Lern-Kooperation Grafik: Alessa Schuldt&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/LehrenvomCampus/AlessaSchuldt-Lehrerinnenbildung-KoopNordhausen02.JPG&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Abbildung 2: Aufbau und zeitlicher Ablauf der gemeinsamen Lehr-Lern-Kooperation Grafik: Alessa Schuldt&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als Unterstützungsangebot boten wir den Kleingruppen digitale 
Sprechstunden an. Allerdings benötigten die Studierenden anscheinend gar
 keine Form der Hilfe. Alle Gruppen waren arbeitsfähig und erarbeiteten 
Ergebnisse, die sich vor allem durch ihre hohe Qualität auszeichneten. 
Zudem waren wir Lehrenden absolut begeistert von der digitalen 
Aufbereitung und Präsentation der Arbeitsergebnisse. Wirklich jedes 
einzelne Gruppenmitglied übernahm eine kurze Sprech- und 
Vorstellungsaufgabe während der digitalen Ergebnispräsentation, obwohl 
wir dies so vorab gar nicht eingefordert hatten. (Darüber hinaus hatten –
 bis auf zwei an Corona erkrankte Teilnehmer*innen, die auf eigenen 
Wunsch und trotz Krankheit unbedingt an der Vorstellungsrunde teilnehmen
 wollten – alle ihre Kamera an. 😉)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Rückblickend
 betrachtet war die digitale Lehr-Lern-Kooperation ein absoluter Gewinn 
für alle Beteiligten, auch wenn die Vorbereitung doch so einiges an Zeit
 verschlang und vor allem Annalena und mir recht viel an 
vorausschauender Organisation abverlangte. Diese nahmen wir aber 
letztlich gerne in Kauf, weil wir immer die Vorteile unserer Kooperation
 klar vor Augen hatten und die Studierenden unterschiedlicher 
pädagogischer Fachrichtungen miteinander in den Austausch bringen 
wollten. Dieser war auch für die Studierenden nicht immer einfach, wie 
ein abschließendes Reflexionsgespräch offenbarte. Dies lag aber eher 
weniger an schlechten Internetverbindungen als an zum Teil sehr 
unterschiedlichen pädagogischen Standpunkten bzw. Sichtweisen sowie an 
der Einsozialisierung in verschiedene Berufsfelder und -kulturen. Umso 
schöner, dass unser gemeinsames Lehrprojekt die Studierenden hierfür 
sensibilisieren und somit vielleicht auch ein bisschen besser auf 
mögliche Herausforderungen der multiprofessionellen Kooperation in der 
Praxis vorbereiten konnte.&lt;br&gt;Aber auch für uns Lehrende war die 
Kooperation sehr lohnenswert und hat enorm zur Weiterentwicklung des 
Konzepts und der Arbeitsmaterialien beigetragen. Darüber hinaus haben 
Manfred und ich, die beiden „Lehrenden“ im Team, zwei tolle neue 
Kolleg*innen aus dem Bereich der Sozialpädagogik sowie ihre umfassende 
Expertise für den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe zu schätzen 
gelernt. Diese Verbindung wird hoffentlich noch lange anhalten und eine 
Lehrkooperation bei nächster Gelegenheit wiederholt werden. Denn durch 
unsere gute „Vorarbeit“ dürften die kommenden Lehrprojekte mit deutlich 
weniger Vorbereitungszeit zu meistern sein. Und wer weiß, vielleicht 
treffen wir vier uns dann ja auch das erste Mal persönlich – ganz ohne 
instabile Internetverbindungen im Zoom.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Das Lehrkonzept und 
die digitale Kooperation zwischen Lehrenden und Studierenden der 
Universität Bielefeld und der Hochschule Nordhausen wurde im Mai 2023 
vom Stifterverband mit der &lt;a href=&quot;https://www.stifterverband.org/hochschulperle/2023&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hochschulperle des Monats&lt;/a&gt; ausgezeichnet. &lt;a href=&quot;https://aktuell.uni-bielefeld.de/2023/05/31/hochschulperle-des-monats-mai-fuer-die-universitaet/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Interesse am Seminarkonzept oder am kollegialen Austausch?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;Kontaktadresse:&lt;br&gt;Alessa Schuldt&lt;br&gt;Wiss. Mitarbeiterin&lt;br&gt;E-Mail: alessa.schuldt@uni-bielefeld.de &lt;br&gt;Kooperationsseminar: „Multiprofessionelle Kooperation in inklusiven Ganztagsschulen“&lt;br&gt;Tel.: 0521 – 106 3130&lt;/p&gt;&lt;pre&gt;&lt;sup&gt;1 &lt;/sup&gt;Das diesem Blog-Beitrag zugrundeliegende Vorhaben wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01JA1908 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei der Autorin des Beitrags.&lt;/pre&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kann digitales Lehren und Lernen über Disziplin- und Hochschulgrenzen hinweg funktionieren? Die Antwort ist ja! Und dies ist weniger aufwendig als gedacht: Die Schaffung digitaler und hochschulübergreifender Lehr-Lern-Settings bedarf lediglich die Verwendung einiger weniger Online-Tools sowie guter Planung und Vorbereitung. &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
Ein Beitrag von Alessa Schuldt

&lt;p&gt;Um künftige Lehrkräfte auf die berufsgruppenübergreifende Kooperation mit anderen pädagogischen und sozialen Professionen bereits während der universitären Ausbildung vorbereiten zu können, wird im Rahmen von &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/biprofessional/teilprojekte-(tp)/tp-4-inklusionssensible-l/tm_15.xml/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiProfessional&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt;&lt;/a&gt;, dem Bielefelder Standortprojekt der von Bund und Ländern finanzierten „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ regelmäßig das Seminarangebot „&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/biprofessional/teilprojekte-(tp)/tp-4-inklusionssensible-l/Flyer_BiPro_TM15.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Multiprofessionelle Kooperation in inklusiven Ganztagsschulen&lt;/a&gt;“ angeboten. Da die Potenziale der multiprofessionellen Kooperation in der Schulpraxis oftmals nicht hinreichend ausgeschöpft werden, weil es Lehrkräften u.a. an Wissen über die Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche sowie die Kompetenzen anderer Berufsgruppen mangelt, ist es uns ein wichtiges Anliegen, im Zuge multiprofessionell ausgerichteter Lehrveranstaltungen frühzeitig einen Kontakt zwischen Lehramtsstudierenden und Vertreter*innen anderer pädagogischer und sozialer Professionen herzustellen und die Diskurse zu den Themen Inklusion und Ganztag zusammenzuführen. Damit aber nicht nur die Studierenden hier vor Ort in Bielefeld, sondern auch an anderen Hochschulen von unserem innovativen Lehrkonzept und der umfangreichen Materialsammlung profitieren können, haben wir uns aktiv darum bemüht, mit Lehrenden und Studierenden anderer Standorte, wie z.B. der Universität Siegen und der Hochschule Nordhausen, zusammenzuarbeiten.

&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Leichter gesagt als getan!&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;Denn unsere Transferbemühungen fielen tatsächlich genau in die Zeit der Corona-Pandemie. So war es alles andere als leicht, Kontakte mit Lehrenden anderer Institutionen zu knüpfen, geschweige denn sie davon zu überzeugen, eine gemeinsame digitale Lehrveranstaltung mit uns durchzuführen.&lt;br&gt;Im ersten Corona-Winter organisierte ich gemeinsam mit einigen Kolleg*innen der Universität Kassel einen Online-Workshop zum Thema „Team Teaching in der Hochschule“ und warb für unser Lehrkonzept um potentielle Mitstreiter*innen jenseits der Bielefelder Uni. Hier lernte ich Prof. Dr. Markus Sauerwein kennen – oder sollte ich besser sagen, die schlechte Internetverbindung von Markus an jenem Tag. Eine Baustelle vor der Haustür lies sein Videobild immer wieder einfrieren und schmiss ihn mehrere Male aus dem Zoom-Meeting. Keine ideale Ausgangslage für den Aufbau einer gemeinsamen Lehrkooperation, aber Markus ließ sich davon zum Glück nicht abschrecken und wir verabredeten uns erneut per Zoom, um gemeinsame Interessen und die jeweiligen Rahmenbedingungen an unseren Hochschulen auszuloten. An diesem Tag funktionierte die Internetverbindung einwandfrei und wir legten den Grundstein für unsere kollegiale Kooperation.&lt;br&gt;Circa ein Jahr und einen Hochschulwechsel später (Markus wechselte von der Fliedner FH in Düsseldorf an die Hochschule Nordhausen in Thüringen), war es dann endlich soweit: Wir gingen in die konkrete Feinplanung unserer gemeinsamen Lehrveranstaltung im Wintersemester 2022/23. In der Zwischenzeit komplementierten Annalena Danner (wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Nordhausen) und Manfred Palm (Lehrer im Hochschuldienst an der Universität Bielefeld) unser Lehrenden-Team und das gemeinsame Seminarangebot wurde an beiden Standorten für eine Vielzahl an Bachelor- und Masterstudiengängen geöffnet (s. Abb. 1).&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/LehrenvomCampus/AlessaSchuldt-Lehrerinnenbildung-KoopNordhausen01.JPG&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Schematische Darstellung des multiprofessionellen Lehr-Lern-Settings Grafik: Alessa Schuldt&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/LehrenvomCampus/AlessaSchuldt-Lehrerinnenbildung-KoopNordhausen01.JPG&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Abbildung 1: Schematische Darstellung des multiprofessionellen Lehr-Lern-Settings (eigene Darstellung) Grafik: Alessa Schuldt&lt;/div&gt;&lt;/div&gt; 

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Aller Anfang ist bzw. war schwer.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;Die anfängliche Idee einer gemeinsamen Blockveranstaltung, bei der Lehrende und Studierende sich gegenseitig an den verschiedenen Standorten besuchen, musste allerdings aufgrund fehlender Exkursionsmittel schnell ad acta gelegt werden. Auch das Blockformat stand anfänglich auf der Kippe, da beide Hochschulen zunächst ein wöchentliches Format verlangten und feste Zeitfenster vorgaben. Schließlich ließ sich aber eine Art Mischformat (s. Abb. 2) realisieren: So starteten wir zunächst – jeder Standort für sich – mit wöchentlichen Inputveranstaltungen, die unabhängig voneinander und zu verschiedenen Themenschwerpunkten durchgeführt wurden. Zur Mitte der Vorlesungszeit fand dann der erste gemeinsame Block im Sinne einer gemeinsamen Kick-Off-Veranstaltung statt, die die hochschulübergreifende Projektphase einläuten sollte. Dafür teilten sich die Studierenden in Kleingruppen auf, in denen eine berufsgruppenübergreifende Zusammenarbeit anhand von Fall- oder Konzeptarbeit simuliert werden sollte. Diese Arbeitsphase fand ausschließlich digital statt und wurde von den Studierenden weitestgehend selbstständig organisiert. Den Abschluss des gemeinsamen Veranstaltungsblocks markierte die Ergebnispräsentation Mitte Januar 2023. Für die Umsetzung der gemeinsamen digitalen Meetings, musste lediglich auf einige wenige Online-Tools zurückgegriffen werden: So wurde zum einen Zoom für die Durchführung der Blockveranstaltungen und das kollaborative Arbeiten in den Kleingruppen genutzt. Zum anderen verwendeten wir ein GoogleDoc zum Austausch der Kontaktdaten sowie ein Padlet für die Bereitstellung von Materialien und Aufgabenstellungen.&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/LehrenvomCampus/AlessaSchuldt-Lehrerinnenbildung-KoopNordhausen02.JPG&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Aufbau und zeitlicher Ablauf der gemeinsamen Lehr-Lern-Kooperation Grafik: Alessa Schuldt&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/LehrenvomCampus/AlessaSchuldt-Lehrerinnenbildung-KoopNordhausen02.JPG&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Abbildung 2: Aufbau und zeitlicher Ablauf der gemeinsamen Lehr-Lern-Kooperation Grafik: Alessa Schuldt&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Als Unterstützungsangebot boten wir den Kleingruppen digitale Sprechstunden an. Allerdings benötigten die Studierenden anscheinend gar keine Form der Hilfe. Alle Gruppen waren arbeitsfähig und erarbeiteten Ergebnisse, die sich vor allem durch ihre hohe Qualität auszeichneten. Zudem waren wir Lehrenden absolut begeistert von der digitalen Aufbereitung und Präsentation der Arbeitsergebnisse. Wirklich jedes einzelne Gruppenmitglied übernahm eine kurze Sprech- und Vorstellungsaufgabe während der digitalen Ergebnispräsentation, obwohl wir dies so vorab gar nicht eingefordert hatten. (Darüber hinaus hatten – bis auf zwei an Corona erkrankte Teilnehmer*innen, die auf eigenen Wunsch und trotz Krankheit unbedingt an der Vorstellungsrunde teilnehmen wollten – alle ihre Kamera an. 😉)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Rückblickend betrachtet war die digitale Lehr-Lern-Kooperation ein absoluter Gewinn für alle Beteiligten, auch wenn die Vorbereitung doch so einiges an Zeit verschlang und vor allem Annalena und mir recht viel an vorausschauender Organisation abverlangte. Diese nahmen wir aber letztlich gerne in Kauf, weil wir immer die Vorteile unserer Kooperation klar vor Augen hatten und die Studierenden unterschiedlicher pädagogischer Fachrichtungen miteinander in den Austausch bringen wollten. Dieser war auch für die Studierenden nicht immer einfach, wie ein abschließendes Reflexionsgespräch offenbarte. Dies lag aber eher weniger an schlechten Internetverbindungen als an zum Teil sehr unterschiedlichen pädagogischen Standpunkten bzw. Sichtweisen sowie an der Einsozialisierung in verschiedene Berufsfelder und -kulturen. Umso schöner, dass unser gemeinsames Lehrprojekt die Studierenden hierfür sensibilisieren und somit vielleicht auch ein bisschen besser auf mögliche Herausforderungen der multiprofessionellen Kooperation in der Praxis vorbereiten konnte.&lt;br&gt;Aber auch für uns Lehrende war die Kooperation sehr lohnenswert und hat enorm zur Weiterentwicklung des Konzepts und der Arbeitsmaterialien beigetragen. Darüber hinaus haben Manfred und ich, die beiden „Lehrenden“ im Team, zwei tolle neue Kolleg*innen aus dem Bereich der Sozialpädagogik sowie ihre umfassende Expertise für den Bereich der Kinder- und Jugendhilfe zu schätzen gelernt. Diese Verbindung wird hoffentlich noch lange anhalten und eine Lehrkooperation bei nächster Gelegenheit wiederholt werden. Denn durch unsere gute „Vorarbeit“ dürften die kommenden Lehrprojekte mit deutlich weniger Vorbereitungszeit zu meistern sein. Und wer weiß, vielleicht treffen wir vier uns dann ja auch das erste Mal persönlich – ganz ohne instabile Internetverbindungen im Zoom.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Das Lehrkonzept und die digitale Kooperation zwischen Lehrenden und Studierenden der Universität Bielefeld und der Hochschule Nordhausen wurde im Mai 2023 vom Stifterverband mit der &lt;a href=&quot;https://www.stifterverband.org/hochschulperle/2023&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hochschulperle des Monats&lt;/a&gt; ausgezeichnet. &lt;a href=&quot;https://aktuell.uni-bielefeld.de/2023/05/31/hochschulperle-des-monats-mai-fuer-die-universitaet/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Weitere Informationen&lt;/a&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Interesse am Seminarkonzept oder am kollegialen Austausch?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;Kontaktadresse:&lt;br&gt;Alessa Schuldt&lt;br&gt;Wiss. Mitarbeiterin&lt;br&gt;E-Mail: alessa.schuldt@uni-bielefeld.de &lt;br&gt;Kooperationsseminar: „Multiprofessionelle Kooperation in inklusiven Ganztagsschulen“&lt;br&gt;Tel.: 0521 – 106 3130&lt;/p&gt;&lt;pre&gt;&lt;sup&gt;1 &lt;/sup&gt;Das diesem Blog-Beitrag zugrundeliegende Vorhaben wird im Rahmen der gemeinsamen „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ von Bund und Ländern mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 01JA1908 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei der Autorin des Beitrags.&lt;br&gt;&lt;/pre&gt;</content>
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      <title type="html">Schöpfungshöhe und Regelungstiefe: das Urheberrecht in der Praxis</title>
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      <published>2023-06-01T11:05:34+02:00</published>
      <updated>2023-06-01T11:05:34+02:00</updated>
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          <summary type="html">&lt;p&gt;Ein Beitrag von&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=346096217&quot;&gt;David Barber&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=346096217&quot;&gt;&lt;/a&gt;Die Universität als Ort des Denkens, der Wissenschaft und des Austausches eröffnet häufig auch die Frage, inwiefern Erkenntnisse in Form von Materialen oder Medien Anderer für die eigene Tätigkeit in Forschung und Lehre (weiter)verwendet werden dürfen. Darüber hinaus besteht häufig ein Interesse daran, eigene Beiträge zum Diskurs in einer Art und Weise zu veröffentlichen, die den zur Nutzung berechtigten Personenkreis und/oder die Bedingungen der weiteren Nutzung möglichst passgenau festlegt. Da dem deutschen Urheberrecht zufolge, der gesetzliche Schutz erschaffener Medien vor unberechtigter Nutzung durch andere automatisch eintritt, kann es schwierig sein, zu überblicken, welche rechtlichen Aspekte bei der Nutzung und Veröffentlichung urheberrechtlich geschützter Materialien beachtet werden müssen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;I. Grundlagen des Urheberrechts&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als Einstieg in diese rechtliche Materie geben die §§ 12 und 15 UrhG (Urheberrechtsgesetz) wichtige Weichenstellungen vor. Der „Urheber“ darf zunächst alleine darüber entscheiden, ob und wie eine Veröffentlichung seines „Werks“ erfolgt. Daraus folgt auch, dass der*die Urheber*in bei einer (öffentlichen) Nutzung gegen seinen*ihren Willen Unterlassungs- oder Schadensersatzansprüche geltend machen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wichtige Begriffe für die Prüfung, ob (diese und andere) Regelungen des UrhG zur Anwendung kommen sind also der „Urheber“ und das „Werk“. Beim Begriff des „Werks“ handelt es sich um eine zusammenfassende Beschreibung von Manifestationen kreativer Betätigungen wie z.B. Zeitschriftenaufsätzen, Büchern, Kunstwerken oder Kompositionen. § 2 Abs. 1 UrhG nennt weitere Arten von Medien, die aber im Sinne eines „Regelbeispiels“ nicht abschließend sind. Das bedeutet, dass auch andere oder noch unbekannte Arten von Medien geeignet sein können, urheberrechtlichen Schutz zu erlangen, wenn eine Vergleichbarkeit zu den bereits benannten Werkarten besteht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Darüber hinaus ist für das Vorliegen eines Werks im Sinne des Urheberrechts Voraussetzung, dass es sich bei dem Werk um eine „persönliche geistige Schöpfung“ handelt. Damit ist zunächst gemeint, dass das Werk von Menschenhand erschaffen sein muss und nicht lediglich Ausdruck eines technischen Automatismus ist. Ebenfalls wird als persönliche geistige Schöpfung nur ein Werk angesehen, welches einen bestimmten Grad an Authentizität, Einzigartigkeit und Kreativität aufweist und durch die verwendeten Elemente einen merklichen Eindruck von Originalität und/oder Ästhetik vermittelt. Dabei wurden aufgrund der Unbestimmtheit des Rechtsbegriffs der „persönlichen geistigen Schöpfung“ neben den genannten allgemeinen Auslegungsmaßstäben auch bezgl. der einzelnen Kategorien von Werken durch die Rechtsprechung weitere Konkretisierungen entwickelt. So führt etwa der Bundesgerichtshof auf, bei einem Schriftwerk könne „die urheberrechtlich geschützte, individuelle geistige Schöpfung sowohl in der von der Gedankenführung geprägten Gestaltung der Sprache als auch in der Sammlung, Auswahl, Einteilung und Anordnung des Stoffs zum Ausdruck kommen“.&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt;&amp;nbsp; Es kann also in Einzelfällen schwierig sein, zu ermitteln, ob die sog. „Schöpfungshöhe“ eines Werks vorliegt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den Begriff des „Urhebers“ fasst § 7 UrhG so zusammen: „Urheber ist der Schöpfer des Werkes“, also beispielweise der*die Autor*in, Maler*in oder Komponist*in. Für den Fall einer gemeinsamen kreativen Betätigung sind im UrhG Regelungen enthalten, welche die Aufteilung oder gemeinsame Ausübung der erworbenen Urheberrechte festlegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein urheberrechtlicher Schutz von Medien erfolgt also (gem. § 15 UrhG) dann, wenn das persönlich geschaffene Medium einer typischen Art künstlerischen-kreativen Ausdrucks zugeordnet werden kann (§ 2 Abs. 1 UrhG) und den oben genannten Maßstäben zu Individualität und Ausdruck („persönliche geistige Schöpfung, § 2 Abs. 2 UrhG) entspricht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hierbei ist von großer Bedeutung, dass das Urheberrecht an einem Werk unmittelbar mit der Schöpfung entsteht und nicht, etwa wie bei Patenten, zunächst angemeldet oder eingetragen werden muss. Die Reichweite des urheberrechtlichen Schutzes umfasst dabei auch automatisch alle gesetzlich exklusiv den Urheber*innen zugewiesenen Rechte („alle Rechte vorbehalten“).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wichtig ist auch, dass durch das Urheberrecht nicht die Idee zu einer kreativen Tätigkeit geschützt wird, sondern nur das konkrete „Werk“, also die Ausführung der Idee in einer bestimmten Form. Dem Urheber werden zwar umfangreiche Rechte eingeräumt (z.B. das Recht der Vervielfältigung oder das Recht der öffentlichen Widergabe des Werkes), jedoch kein rechtlicher Schutz dahingehend, dass die in dem Werk enthaltenen Informationen exklusiv durch den Urheber verwendet werden dürfen. Somit kann der Urheber beispielsweise verhindern, dass Kopien oder Bearbeitungen seines Artikels / seiner Monographie in der konkreten Form als Schriftwerk verbreitet werden, in dem Text vermittelte Ideen, Informationen und Erkenntnisse unabhängig von ihrer individuellen Darstellung (z.B. neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Wirkzusammenhänge oder Ideen zur Lösung eines theoretischen oder praktischen Problems) bleiben allerdings frei von einem urheberrechtlichen Schutz. Für den abstrakten Schutz von Ideen können durch die Anmeldung von Designs (bestimmte äußere Eigenschaften von Gegenständen/Produkten) oder Patenten (technische Innovationen) Andere von einer Nutzung ausgeschlossen werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;II. Verwendung von urheberrechtlich geschützten Werken im Rahmen von Lizenzen und Schrankenbestimmungen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ist also beabsichtigt, ein urheberrechtlich geschütztes Werk (z.B. im Rahmen einer eigenen Veröffentlichung) wiederzugeben, kann sich zunächst mit dem*der Urheber*in darauf verständigt werden, dass durch individuelle Regelung Nutzungsrechte an dem urheberrechtlich geschützten Werk eingeräumt werden (bei dieser Art von Vereinbarung handelt es sich um die sog. „Lizenz“). Es kann auch vorkommen, dass der*die Urheber*in ihre Nutzungsrechte bereits exklusiv auf Dritte übertragen hat, in diesem Fall wäre der*die entsprechende Rechteinhaber*in Verhandlungspartner. Die konkrete Ausgestaltung obliegt dabei den Parteien und enthält üblicherweise Regelungen zum Gegenstand der Rechteeinräumung, zur (Nicht-)Exklusivität der Nutzung und dem räumlichen, sachlichen und zeitlichen Umfang der Nutzung sowie zu Fragen der Haftung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Recht der Entscheidung über die Veröffentlichung, das Recht der Entscheidung über die namentliche Nennung als Urheber*in und das Recht des Wehrens gegen Entstellung des Werkes (Urheberpersönlichkeitsrechte) verbleiben immer bei den Urheber*innen und sind einer Übertragung an Dritte entzogen. Dies liegt an der gesetzlich angenommenen Verbindung des Werkes mit der künstlerischen Persönlichkeit des*der Urheber*in. Deshalb kommt es gerade im gewerblichen Bereich häufig vor (z.B. bei Werbebildern), dass Urheber*in und Inhaber*in ausschließlicher Nutzungsrechte auseinanderfallen. Es sollte dann genau darauf geachtet werden, wer im Einzelfall verbindlich die Einräumung von Nutzungsrechten erklären darf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Neben einer individuell vereinbarten Rechteeinräumung haben Urheber*innen auch die Möglichkeit, im Voraus allgemeine Nutzungsbedingungen zu bestimmen und dadurch die erlaubte Nutzung zu regeln. Dies kann attraktiv sein, da ohne eine entsprechende Regelung potentielle Nutzer*innen des Werkes davon ausgehen müssen, dass nach der zugrundeliegenden Konzeption des UrhG nach dem Willen der Urheber*innen „alle Rechte vorbehalten“ sind, also kein Spielraum bei den Modalitäten der erlaubten und vorbehaltenen Nutzung mitgeregelt wird. Nutzer*innen werden dann durch das Akzeptieren der Bedingungen und das Nutzen der Medien dazu verpflichtet, die entsprechenden Regularien einzuhalten. Dieses Modell liegt z.B. den sogenannten „CC-Lizenzen“ der Creative Commons Stiftung zugrunde. Bei diesen rechtlichen Bausteinen handelt es sich um vorformulierte Lizenztexte, die Urheber*innen zur Regelung der Bedingungen für die Nutzung Ihrer Werke durch das Anbringen eines entsprechenden Lizenzhinweises ggü. jedermann für verbindlich erklären können. Dabei erfolgt im Rahmen der verfügbaren Lizenzbausteine eine rechtliche Abstufung der zu berücksichtigenden Nutzungsbedingungen, sodass durch die Urheber*innen auf flexible Art und Weise sowohl ein sehr liberaler Umgang mit dem Urheberrecht als auch eine engere Orientierung an typischen urheberrechtlichen Pflichten für Nutzer*innen festgelegt werden kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch wenn es im Rahmen der Verwendung solcher Lizenzbausteine praktisch sein kann, im Internet Medien mit vorformulierten, allgemeingültigen Lizenztexten vorzufinden, welche die Bedingungen der Nachnutzung transparent machen, besteht leider weiterhin das Risiko, dass der*die vermeintliche Rechteinhaber*in solcher angebotenen Medien (z.B. bei Pixabay oder im Rahmen von OER-Plattformen) rechtlich gar nicht dazu befugt war, die entsprechenden Nutzungsrechte einzuräumen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Anders als etwa bei den Regelungen zum Eigentum im bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) gibt es im Urheberrecht nämlich nicht den sog. „gutgläubigen Erwerb“. Nutzer*innen von urheberechtlich geschützten Werken können sich also nicht darauf berufen, dem Anschein vertraut zu haben, die Nutzungsrechteeinräumung sei durch eine berechtigte Person erfolgt. Hier wird durch die Rechtsprechung häufig das Argument angeführt, Nutzer*innen von kostenlosen Materialien seien diesbezüglich zu besonderer Vorsicht verpflichtet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Über die vertragliche Einräumung von Nutzungsrechten hinaus gewährt das UrhG in bestimmten Fällen auch ohne Einverständnis der Urheber*innen eine privilegierte Nutzung geschützter Werke. Im Rahmen dieser „Schrankenbestimmungen“ (da sie die Rechte der Urheber*innen einschränken) werden typische Fälle geregelt, in denen das gesellschaftliche Interesse am Zugang zu bestimmten Medien das Interesse der Urheber*innen am Schutz ihrer geistig-kreativen Betätigung überwiegt. Klassische Anwendungsbereiche sind hier etwa Rechtspflege und öffentliche Sicherheit (§ 45 UrhG), Zitate (§ 51) oder die Verwendung von Werken in Forschung und Lehre (§§ 60a ff.) Eine Urhebernennung nach § 13 UrhG bleibt auch in diesen Fällen weiterhin erforderlich. Teilweise wird auch die Pflicht zu einer pauschalierten Entlohnung der Urheber*innen geregelt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;III. Lizensierung eigener Werke&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dementsprechend kann auch bei der Veröffentlichung eigener Werke ausgewählt werden, ob der volle Schutz des Urheberrechts gelten soll („alle Rechte vorbehalten“) oder eine (offene) Lizenz, z.B. eine CC-Lizenz, besser die mit der Veröffentlichung beabsichtigten Ziele berücksichtigt. Beachtet werden sollten im Rahmen der Lizensierung von Werken noch zwei Sonderfälle: Studien- und Prüfungsleistungen von Studierenden unterliegen in vielen Fällen ebenfalls urheberrechtlichem Schutz. Vor einer Veröffentlichung entsprechender Inhalte durch Stellen der Universität muss also auf jeden Fall eine entsprechende Nutzungsrechteeinräumung eingeholt werden (alternativ können die Studierenden nach entsprechenden Erklärungen zu den Chancen und Risiken auch darum gebeten werden, ihre Medien selbst mit einer offenen Lizenz zu versehen, um eine legale Nachnutzung zu ermöglichen).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Urheber*innen in Arbeits- und Dienstverhältnissen (im Universitätskontext z.B. wissenschaftliche oder studentische Mitarbeiter*innen) unterliegen bezgl. ihrer Urheberrechte an erschaffenen Werken im Rahmen Ihrer Tätigkeit besonderen Einschränkungen. Da sie bereits durch Ihre Gehaltszahlungen eine entsprechende Gegenleistung erhalten und der Arbeitgeber so gesehen eine Investition getätigt hat, werden dem Arbeitgeber im Regelfall exklusive Nutzungsrechte an den im Rahmen der arbeitsvertraglichen Pflichten entstandenen Werke eingeräumt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;IV. Und jetzt?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dieser kurze Einblick in das Urheberrecht kann nur einen Überblick über die Thematik geben und soll auch eine persönliche rechtliche Beratung nicht ersetzen. Bei allgemeinen Rückfragen oder konkreten urheberrechtlichen Anliegen können Sie sich gerne bei mir (&lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=346096217&quot;&gt;David Barber&lt;/a&gt;&amp;nbsp;, Justiziar Dez. Studium und Lehre, david.barber@uni-bielefeld.de) melden. Im Rahmen des hochschulweiten Lehrprojekts BiLinked ist er&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/rechtliche-beratung/&quot;&gt;Ansprechperson für rechtliche Fragen.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt;&amp;nbsp;BGH, GRUR 2011, 134, BeckOnline Rn, 36 m.w.N.</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;
Ein Beitrag von &lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=346096217&quot;&gt;David Barber
&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=346096217&quot;&gt;&lt;/a&gt;

Die Universität als Ort des Denkens, der Wissenschaft und des Austausches eröffnet häufig auch die Frage, inwiefern Erkenntnisse in Form von Materialen oder Medien Anderer für die eigene Tätigkeit in Forschung und Lehre (weiter)verwendet werden dürfen. Darüber hinaus besteht häufig ein Interesse daran, eigene Beiträge zum Diskurs in einer Art und Weise zu veröffentlichen, die den zur Nutzung berechtigten Personenkreis und/oder die Bedingungen der weiteren Nutzung möglichst passgenau festlegt. Da dem deutschen Urheberrecht zufolge, der gesetzliche Schutz erschaffener Medien vor unberechtigter Nutzung durch andere automatisch eintritt, kann es schwierig sein, zu überblicken, welche rechtlichen Aspekte bei der Nutzung und Veröffentlichung urheberrechtlich geschützter Materialien beachtet werden müssen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;

I.	Grundlagen des Urheberrechts
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Als Einstieg in diese rechtliche Materie geben die §§ 12 und 15 UrhG (Urheberrechtsgesetz) wichtige Weichenstellungen vor. Der „Urheber“ darf zunächst alleine darüber entscheiden, ob und wie eine Veröffentlichung seines „Werks“ erfolgt. Daraus folgt auch, dass der*die Urheber*in bei einer (öffentlichen) Nutzung gegen seinen*ihren Willen Unterlassungs- oder Schadensersatzansprüche geltend machen kann. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Wichtige Begriffe für die Prüfung, ob (diese und andere) Regelungen des UrhG zur Anwendung kommen sind also der „Urheber“ und das „Werk“. Beim Begriff des „Werks“ handelt es sich um eine zusammenfassende Beschreibung von Manifestationen kreativer Betätigungen wie z.B. Zeitschriftenaufsätzen, Büchern, Kunstwerken oder Kompositionen. § 2 Abs. 1 UrhG nennt weitere Arten von Medien, die aber im Sinne eines „Regelbeispiels“ nicht abschließend sind. Das bedeutet, dass auch andere oder noch unbekannte Arten von Medien geeignet sein können, urheberrechtlichen Schutz zu erlangen, wenn eine Vergleichbarkeit zu den bereits benannten Werkarten besteht.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Darüber hinaus ist für das Vorliegen eines Werks im Sinne des Urheberrechts Voraussetzung, dass es sich bei dem Werk um eine „persönliche geistige Schöpfung“ handelt. 
Damit ist zunächst gemeint, dass das Werk von Menschenhand erschaffen sein muss und nicht lediglich Ausdruck eines technischen Automatismus ist. 
Ebenfalls wird als persönliche geistige Schöpfung nur ein Werk angesehen, welches einen bestimmten Grad an Authentizität, Einzigartigkeit und Kreativität aufweist und durch die verwendeten Elemente einen merklichen Eindruck von Originalität und/oder Ästhetik vermittelt. Dabei wurden aufgrund der Unbestimmtheit des Rechtsbegriffs der „persönlichen geistigen Schöpfung“ neben den genannten allgemeinen Auslegungsmaßstäben auch bezgl. der einzelnen Kategorien von Werken durch die Rechtsprechung weitere Konkretisierungen entwickelt. So führt etwa der Bundesgerichtshof auf, bei einem Schriftwerk könne „die urheberrechtlich geschützte, individuelle geistige Schöpfung sowohl in der von der Gedankenführung geprägten Gestaltung der Sprache als auch in der Sammlung, Auswahl, Einteilung und Anordnung des Stoffs zum Ausdruck kommen“.&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt;&amp;nbsp; Es kann also in Einzelfällen schwierig sein, zu ermitteln, ob die sog. „Schöpfungshöhe“ eines Werks vorliegt.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Den Begriff des „Urhebers“ fasst § 7 UrhG so zusammen: „Urheber ist der Schöpfer des Werkes“, also beispielweise der*die Autor*in, Maler*in oder Komponist*in. Für den Fall einer gemeinsamen kreativen Betätigung sind im UrhG Regelungen enthalten, welche die Aufteilung oder gemeinsame Ausübung der erworbenen Urheberrechte festlegen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Ein urheberrechtlicher Schutz von Medien erfolgt also (gem. § 15 UrhG) dann, wenn das persönlich geschaffene Medium einer typischen Art künstlerischen-kreativen Ausdrucks zugeordnet werden kann (§ 2 Abs. 1 UrhG) und den oben genannten Maßstäben zu Individualität und Ausdruck („persönliche geistige Schöpfung, § 2 Abs. 2 UrhG) entspricht.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Hierbei ist von großer Bedeutung, dass das Urheberrecht an einem Werk unmittelbar mit der Schöpfung entsteht und nicht, etwa wie bei Patenten, zunächst angemeldet oder eingetragen werden muss. Die Reichweite des urheberrechtlichen Schutzes umfasst dabei auch automatisch alle gesetzlich exklusiv den Urheber*innen zugewiesenen Rechte („alle Rechte vorbehalten“). 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Wichtig ist auch, dass durch das Urheberrecht nicht die Idee zu einer kreativen Tätigkeit geschützt wird, sondern nur das konkrete „Werk“, also die Ausführung der Idee in einer bestimmten Form. 
Dem Urheber werden zwar umfangreiche Rechte eingeräumt (z.B. das Recht der Vervielfältigung oder das Recht der öffentlichen Widergabe des Werkes), jedoch kein rechtlicher Schutz dahingehend, dass die in dem Werk enthaltenen Informationen exklusiv durch den Urheber verwendet werden dürfen. Somit kann der Urheber beispielsweise verhindern, dass Kopien oder Bearbeitungen seines Artikels / seiner Monographie in der konkreten Form als Schriftwerk verbreitet werden, in dem Text vermittelte Ideen, Informationen und Erkenntnisse unabhängig von ihrer individuellen Darstellung (z.B. neue wissenschaftliche Erkenntnisse über Wirkzusammenhänge oder Ideen zur Lösung eines theoretischen oder praktischen Problems) bleiben allerdings frei von einem urheberrechtlichen Schutz. Für den abstrakten Schutz von Ideen können durch die Anmeldung von Designs (bestimmte äußere Eigenschaften von Gegenständen/Produkten) oder Patenten (technische Innovationen) Andere von einer Nutzung ausgeschlossen werden.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
II.	Verwendung von urheberrechtlich geschützten Werken im Rahmen von Lizenzen und Schrankenbestimmungen
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Ist also beabsichtigt, ein urheberrechtlich geschütztes Werk (z.B. im Rahmen einer eigenen Veröffentlichung) wiederzugeben, kann sich zunächst mit dem*der Urheber*in darauf verständigt werden, dass durch individuelle Regelung Nutzungsrechte an dem urheberrechtlich geschützten Werk eingeräumt werden (bei dieser Art von Vereinbarung handelt es sich um die sog. „Lizenz“). Es kann auch vorkommen, dass der*die Urheber*in ihre Nutzungsrechte bereits exklusiv auf Dritte übertragen hat, in diesem Fall wäre der*die entsprechende Rechteinhaber*in Verhandlungspartner. Die konkrete Ausgestaltung obliegt dabei den Parteien und enthält üblicherweise Regelungen zum Gegenstand der Rechteeinräumung, zur (Nicht-)Exklusivität der Nutzung und dem räumlichen, sachlichen und zeitlichen Umfang der Nutzung sowie zu Fragen der Haftung. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Das Recht der Entscheidung über die Veröffentlichung, das Recht der Entscheidung über die namentliche Nennung als Urheber*in und das Recht des Wehrens gegen Entstellung des Werkes (Urheberpersönlichkeitsrechte) verbleiben immer bei den Urheber*innen und sind einer Übertragung an Dritte entzogen. Dies liegt an der gesetzlich angenommenen Verbindung des Werkes mit der künstlerischen Persönlichkeit des*der Urheber*in. Deshalb kommt es gerade im gewerblichen Bereich häufig vor (z.B. bei Werbebildern), dass Urheber*in und Inhaber*in ausschließlicher Nutzungsrechte auseinanderfallen. Es sollte dann genau darauf geachtet werden, wer im Einzelfall verbindlich die Einräumung von Nutzungsrechten erklären darf. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Neben einer individuell vereinbarten Rechteeinräumung haben Urheber*innen auch die Möglichkeit, im Voraus allgemeine Nutzungsbedingungen zu bestimmen und dadurch die erlaubte Nutzung zu regeln. Dies kann attraktiv sein, da ohne eine entsprechende Regelung potentielle Nutzer*innen des Werkes davon ausgehen müssen, dass nach der zugrundeliegenden Konzeption des UrhG nach dem Willen der Urheber*innen „alle Rechte vorbehalten“ sind, also kein Spielraum bei den Modalitäten der erlaubten und vorbehaltenen Nutzung mitgeregelt wird. Nutzer*innen werden dann durch das Akzeptieren der Bedingungen und das Nutzen der Medien dazu verpflichtet, die entsprechenden Regularien einzuhalten. Dieses Modell liegt z.B. den sogenannten „CC-Lizenzen“ der Creative Commons Stiftung zugrunde. Bei diesen rechtlichen Bausteinen handelt es sich um vorformulierte Lizenztexte, die Urheber*innen zur Regelung der Bedingungen für die Nutzung Ihrer Werke durch das Anbringen eines entsprechenden Lizenzhinweises ggü. jedermann für verbindlich erklären können. Dabei erfolgt im Rahmen der verfügbaren Lizenzbausteine eine rechtliche Abstufung der zu berücksichtigenden Nutzungsbedingungen, sodass durch die Urheber*innen auf flexible Art und Weise sowohl ein sehr liberaler Umgang mit dem Urheberrecht als auch eine engere Orientierung an typischen urheberrechtlichen Pflichten für Nutzer*innen festgelegt werden kann. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Auch wenn es im Rahmen der Verwendung solcher Lizenzbausteine praktisch sein kann, im Internet Medien mit vorformulierten, allgemeingültigen Lizenztexten vorzufinden, welche die Bedingungen der Nachnutzung transparent machen, besteht leider weiterhin das Risiko, dass der*die vermeintliche Rechteinhaber*in solcher angebotenen Medien (z.B. bei Pixabay oder im Rahmen von OER-Plattformen) rechtlich gar nicht dazu befugt war, die entsprechenden Nutzungsrechte einzuräumen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Anders als etwa bei den Regelungen zum Eigentum im bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) gibt es im Urheberrecht nämlich nicht den sog. „gutgläubigen Erwerb“. Nutzer*innen von urheberechtlich geschützten Werken können sich also nicht darauf berufen, dem Anschein vertraut zu haben, die Nutzungsrechteeinräumung sei durch eine berechtigte Person erfolgt. Hier wird durch die Rechtsprechung häufig das Argument angeführt, Nutzer*innen von kostenlosen Materialien seien diesbezüglich zu besonderer Vorsicht verpflichtet. 

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Über die vertragliche Einräumung von Nutzungsrechten hinaus gewährt das UrhG in bestimmten Fällen auch ohne Einverständnis der Urheber*innen eine privilegierte Nutzung geschützter Werke. 
Im Rahmen dieser „Schrankenbestimmungen“ (da sie die Rechte der Urheber*innen einschränken) werden typische Fälle geregelt, in denen das gesellschaftliche Interesse am Zugang zu bestimmten Medien das Interesse der Urheber*innen am Schutz ihrer geistig-kreativen Betätigung überwiegt. 
Klassische Anwendungsbereiche sind hier etwa Rechtspflege und öffentliche Sicherheit (§ 45 UrhG), Zitate (§ 51) oder die Verwendung von Werken in Forschung und Lehre (§§ 60a ff.)
Eine Urhebernennung nach § 13 UrhG bleibt auch in diesen Fällen weiterhin erforderlich. Teilweise wird auch die Pflicht zu einer pauschalierten Entlohnung der Urheber*innen geregelt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;

III.	Lizensierung eigener Werke
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Dementsprechend kann auch bei der Veröffentlichung eigener Werke ausgewählt werden, ob der volle Schutz des Urheberrechts gelten soll („alle Rechte vorbehalten“) oder eine (offene) Lizenz, z.B. eine CC-Lizenz, besser die mit der Veröffentlichung beabsichtigten Ziele berücksichtigt. 
Beachtet werden sollten im Rahmen der Lizensierung von Werken noch zwei Sonderfälle: 
Studien- und Prüfungsleistungen von Studierenden unterliegen in vielen Fällen ebenfalls urheberrechtlichem Schutz. Vor einer Veröffentlichung entsprechender Inhalte durch Stellen der Universität muss also auf jeden Fall eine entsprechende Nutzungsrechteeinräumung eingeholt werden (alternativ können die Studierenden nach entsprechenden Erklärungen zu den Chancen und Risiken auch darum gebeten werden, ihre Medien selbst mit einer offenen Lizenz zu versehen, um eine legale Nachnutzung zu ermöglichen). &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Urheber*innen in Arbeits- und Dienstverhältnissen (im Universitätskontext z.B. wissenschaftliche oder studentische Mitarbeiter*innen) unterliegen bezgl. ihrer Urheberrechte an erschaffenen Werken im Rahmen Ihrer Tätigkeit besonderen Einschränkungen. Da sie bereits durch Ihre Gehaltszahlungen eine entsprechende Gegenleistung erhalten und der Arbeitgeber so gesehen eine Investition getätigt hat, werden dem Arbeitgeber im Regelfall exklusive Nutzungsrechte an den im Rahmen der arbeitsvertraglichen Pflichten entstandenen Werke eingeräumt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;

IV.	Und jetzt? &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Dieser kurze Einblick in das Urheberrecht kann nur einen Überblick über die Thematik geben und soll auch eine persönliche rechtliche Beratung nicht ersetzen. Bei allgemeinen Rückfragen oder konkreten urheberrechtlichen Anliegen können Sie sich gerne bei mir (&lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=346096217&quot;&gt;David Barber&lt;/a&gt; , Justiziar Dez. Studium und Lehre, david.barber@uni-bielefeld.de) melden. Im Rahmen des hochschulweiten Lehrprojekts BiLinked ist er &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/rechtliche-beratung/&quot;&gt;Ansprechperson für rechtliche Fragen.&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; BGH, GRUR 2011, 134, BeckOnline Rn, 36 m.w.N.</content>
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      <title type="html">Let’s Talk:Campus 2022 – Und alle sprechen mit</title>
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      <published>2022-11-17T11:30:00+01:00</published>
      <updated>2022-11-17T11:32:39+01:00</updated>
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          <summary type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;von &lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=138242055&quot;&gt;Lea Bachus&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Was ist bitte ein LT:C?&lt;/h5&gt;&lt;p&gt;Was passiert, wenn sich über 800 
Hochschulangehörige, Bildungsbegeisterte und politisch interessierte 
Menschen zusammenfinden? Dann heißt es: Let’s Talk:Campus 2022. Am 20. 
Oktober fand zum ersten Mal das eintägige Hybrid-Event zur Zukunft des 
Campuslebens an deutschen Hochschulen in Berlin und im digitalen Raum 
statt. Das Event ist ein Ableger des University:Future Festivals (U:FF),
 das in den vergangenen Jahren bereits mehrfach erfolgreich 
stattgefunden hat. Das Besondere am LT:C: Hier sollte nicht nur über die
 Bedarfe und Ideen von Studierenden als größte Gruppe der 
Hochschulangehörigen gesprochen werden, sondern ihnen sollte auch der 
Raum gegeben werden, mitzusprechen. Dafür wurde bereits im Vorfeld ein 
Student Advisory Board gegründet, an welchem ich in den vergangenen 
sechs Monaten mitarbeiten durfte. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Nach fast zwei Jahren Online-Lehre hat sich in der deutschsprachigen 
Hochschullandschaft viel verändert. Wir Studierende haben viele Stunden 
in Zoom-Vorlesungen verbracht, uns durch asynchrone Lerneinheiten im 
LernraumPlus geklickt und Prüfungen in den eigenen vier Wänden 
absolviert. Jetzt sind die meisten von uns wieder an die Hochschulen 
zurückgekehrt. Aber wie soll das Zusammenleben, -lernen und -arbeiten 
auf dem Campus eigentlich in Zukunft aussehen? LT:C sollte einen Raum 
schaffen, um Studierende, Lehrende, Hochschulmitarbeitende und 
Politiker:innen zusammenzubringen, um diese Frage gemeinsam zu 
verhandeln.&lt;/p&gt;&lt;h5&gt;

Ein Donnerstag in Berlin (und am Laptop)
&lt;/h5&gt;&lt;p&gt;Nach Berlin brachte mich dann zwar mit einiger Verspätung der 
ICE, aber vor allem auch meine Arbeit. Als Peer-Tutorin im Peer 
Learning-Team der Uni Bielefeld am Zentrum für Lehren und Lernen habe 
ich 2021 begonnen mich für Themen wie studentische Partizipation und 
Hochschulentwicklung zu interessieren: Was brauchen Studierende 
überhaupt, um sich erfolgreich zu beteiligen? Wie sieht richtig gute 
digitale Lehre aus? Und was muss mir der Campus im Jahr 2030 bieten? 
Seit Anfang 2022 bin ich Teil des diesjährigen Jahrgangs der 
DigitalChangeMaker-Initiative, einem Projekt des HFD (Hochschulforum 
Digitaliserung), das engagierte Studierende verschiedenster 
Fachrichtungen mit einem Interesse an Themen rund um die digitale 
Hochschultransformation zusammenbringt, um ein Jahr gemeinsam an genau 
solchen Fragen zu arbeiten. An der Uni Bielefeld gibt es dafür auch seit
 Sommer eine Lokalgruppe, in der man sich engagieren kann.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; 
Und so bin ich auch im Student Advisory Board von LT:C gelandet. Als 
Sebastian Horndasch, Leiter des U:FF, bei einem unserer 
Workshopwochenenden nach interessierten ChangeMakern für das Student 
Advisory Board fragte, war ich von dem Konzept direkt begeistert. 
Insgesamt vier Studierende und zwei Expert*innen für studentische 
Partizipation haben das Festival-Team bei der inhaltlichen Ausrichtung 
des Events beraten.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Los ging es nach dem ersten Kaffee früh um neun mit der Eröffnung
 auf der Hauptbühne, gefolgt von einem Panel zu studentischer 
Partizipation. Aber nicht nur das Thema „Partizipation stärken“ war 
vertreten. Auch in den Bereichen „Hochschule for Future“ und „(Digitale)
 Räume öffnen“ wurde einiges geboten. Die Beiträge waren dabei so 
vielfältig wie das Leben auf Campus selbst: Es ging um Forderungen für 
klimagerechte Hochschulen, innovative Raumarchitekturen, Künstliche 
Intelligenz und ko-kreative Lehrentwicklung, aber auch den Umgang mit 
sexualisierter Gewalt auf dem (digitalen) Campus. Ein Slogan des Events 
war „digital first“. Die wahrscheinlich umfassendste und entspannteste 
Erfahrung bei LT:C hatten diejenigen Teilnehmenden, die sich von zu 
Hause online zugeschaltet haben. Denn: Es wurden nicht nur alle Talks 
online gestreamt, auch Workshops, Mikro-Fortbildungen und 
Vernetzungsmöglichkeiten gab es auf der Event-Plattform zu entdecken. 
Alle Beiträge kamen dabei über einen offenen Call aus der Community und 
wurde von einer Fachjury, in der auch Studierende vertreten waren, 
ausgewählt. Beiträge mit studentischer Beteiligung waren explizit 
erwünscht (und am Veranstaltungstag dann auch bei über der Hälfte der 
Beiträge auf den Bühnen vertreten).
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Abend wurde die Bühne dann für den politischen Abend 
freigegeben, bei dem Studi-Tandems Fachpolitiker*innen zu verschiedenen 
Themen rund um Student Wellbeing, BAföG-Reform, digitale 
Bildungstransformation und die Förderung studentischen Engagements 
befragen konnten.&lt;/p&gt;&lt;h5&gt;

Und jetzt? &lt;/h5&gt;&lt;p&gt;
Jetzt bleibt mir hauptsächlich, mich auf die nächste 
Austauschveranstaltung zur Zukunft des Campus zu freuen. Denn, was ich 
und alle anderen Studierenden, mit denen ich während und nach LT:C 
sprechen konnte, bemerkt haben: Auf diesem Event wurde uns zugehört, auf
 und abseits der Bühne. Egal ob in den Kaffeepausen, am Mittagsbüffet 
oder am digitalen Vernetzungstisch: Hochschulangehörige mit 
verschiedenen Aufgaben sind auf Augenhöhe ins Gespräch gekommen. In 
allen Räumen, online und vor Ort, war Begeisterung und Tatendrang zu 
spüren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; 
Glücklicherweise findet vom 26. bis zum 28. April 2023 bereits die 
nächste Ausgabe des U:FF unter dem Motto „Heads up!“ statt, bei dem 
sicherlich viele Gespräch von LT:C weitergeführt und vertieft, aber auch
 neue Themenwelten entdeckt werden können. 
Und für diejenigen unter uns, die solange nicht warten wollen: Fast alle
 Beiträge von Let’s Talk:Campus kann man bereits jetzt (nochmal) auf &lt;a href=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=ZpepS2Tqbls&amp;amp;list=PLDE3NyZgHoK5vlMhmXhN7-dMJ7Fhx1Fxi&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;YouTube&lt;/a&gt; anschauen.

&lt;/p&gt;&lt;i&gt;Du hast auch Lust, dich zu beteiligen? Eine Möglichkeit für 
Studierende besteht über die Lokalgruppe der Digital Change Maker. Melde
 dich einfach bei &lt;a href=&quot;mailto:dcm-bielefeld@posteo.de&quot;&gt;dcm-bielefeld@posteo.de&lt;/a&gt; oder schau mal auf dem &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/dcm_unibielefeld/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Instagram-Kanal&lt;/a&gt; vorbei.&lt;/i&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;von &lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=138242055&quot;&gt;Lea Bachus&lt;/a&gt;&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h5&gt;Was ist bitte ein LT:C?&lt;/h5&gt;&lt;p&gt;Was passiert, wenn sich über 800 Hochschulangehörige, Bildungsbegeisterte und politisch interessierte Menschen zusammenfinden? Dann heißt es: Let’s Talk:Campus 2022. Am 20. Oktober fand zum ersten Mal das eintägige Hybrid-Event zur Zukunft des Campuslebens an deutschen Hochschulen in Berlin und im digitalen Raum statt. Das Event ist ein Ableger des University:Future Festivals (U:FF), das in den vergangenen Jahren bereits mehrfach erfolgreich stattgefunden hat. Das Besondere am LT:C: Hier sollte nicht nur über die Bedarfe und Ideen von Studierenden als größte Gruppe der Hochschulangehörigen gesprochen werden, sondern ihnen sollte auch der Raum gegeben werden, mitzusprechen. Dafür wurde bereits im Vorfeld ein Student Advisory Board gegründet, an welchem ich in den vergangenen sechs Monaten mitarbeiten durfte. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Nach fast zwei Jahren Online-Lehre hat sich in der deutschsprachigen Hochschullandschaft viel verändert. Wir Studierende haben viele Stunden in Zoom-Vorlesungen verbracht, uns durch asynchrone Lerneinheiten im LernraumPlus geklickt und Prüfungen in den eigenen vier Wänden absolviert. Jetzt sind die meisten von uns wieder an die Hochschulen zurückgekehrt. Aber wie soll das Zusammenleben, -lernen und -arbeiten auf dem Campus eigentlich in Zukunft aussehen? LT:C sollte einen Raum schaffen, um Studierende, Lehrende, Hochschulmitarbeitende und Politiker:innen zusammenzubringen, um diese Frage gemeinsam zu verhandeln.&lt;/p&gt;&lt;h5&gt;

Ein Donnerstag in Berlin (und am Laptop)
&lt;/h5&gt;&lt;p&gt;Nach Berlin brachte mich dann zwar mit einiger Verspätung der ICE, aber vor allem auch meine Arbeit. Als Peer-Tutorin im Peer Learning-Team der Uni Bielefeld am Zentrum für Lehren und Lernen habe ich 2021 begonnen mich für Themen wie studentische Partizipation und Hochschulentwicklung zu interessieren: Was brauchen Studierende überhaupt, um sich erfolgreich zu beteiligen? Wie sieht richtig gute digitale Lehre aus? Und was muss mir der Campus im Jahr 2030 bieten? Seit Anfang 2022 bin ich Teil des diesjährigen Jahrgangs der DigitalChangeMaker-Initiative, einem Projekt des HFD (Hochschulforum Digitaliserung), das engagierte Studierende verschiedenster Fachrichtungen mit einem Interesse an Themen rund um die digitale Hochschultransformation zusammenbringt, um ein Jahr gemeinsam an genau solchen Fragen zu arbeiten. An der Uni Bielefeld gibt es dafür auch seit Sommer eine Lokalgruppe, in der man sich engagieren kann.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; 
Und so bin ich auch im Student Advisory Board von LT:C gelandet. Als Sebastian Horndasch, Leiter des U:FF, bei einem unserer Workshopwochenenden nach interessierten ChangeMakern für das Student Advisory Board fragte, war ich von dem Konzept direkt begeistert. Insgesamt vier Studierende und zwei Expert*innen für studentische Partizipation haben das Festival-Team bei der inhaltlichen Ausrichtung des Events beraten.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Los ging es nach dem ersten Kaffee früh um neun mit der Eröffnung auf der Hauptbühne, gefolgt von einem Panel zu studentischer Partizipation. Aber nicht nur das Thema „Partizipation stärken“ war vertreten. Auch in den Bereichen „Hochschule for Future“ und „(Digitale) Räume öffnen“ wurde einiges geboten. Die Beiträge waren dabei so vielfältig wie das Leben auf Campus selbst: Es ging um Forderungen für klimagerechte Hochschulen, innovative Raumarchitekturen, Künstliche Intelligenz und ko-kreative Lehrentwicklung, aber auch den Umgang mit sexualisierter Gewalt auf dem (digitalen) Campus. Ein Slogan des Events war „digital first“. Die wahrscheinlich umfassendste und entspannteste Erfahrung bei LT:C hatten diejenigen Teilnehmenden, die sich von zu Hause online zugeschaltet haben. Denn: Es wurden nicht nur alle Talks online gestreamt, auch Workshops, Mikro-Fortbildungen und Vernetzungsmöglichkeiten gab es auf der Event-Plattform zu entdecken. Alle Beiträge kamen dabei über einen offenen Call aus der Community und wurde von einer Fachjury, in der auch Studierende vertreten waren, ausgewählt. Beiträge mit studentischer Beteiligung waren explizit erwünscht (und am Veranstaltungstag dann auch bei über der Hälfte der Beiträge auf den Bühnen vertreten).
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Abend wurde die Bühne dann für den politischen Abend freigegeben, bei dem Studi-Tandems Fachpolitiker*innen zu verschiedenen Themen rund um Student Wellbeing, BAföG-Reform, digitale Bildungstransformation und die Förderung studentischen Engagements befragen konnten.&lt;/p&gt;&lt;h5&gt;

Und jetzt? &lt;/h5&gt;&lt;p&gt;
Jetzt bleibt mir hauptsächlich, mich auf die nächste Austauschveranstaltung zur Zukunft des Campus zu freuen. Denn, was ich und alle anderen Studierenden, mit denen ich während und nach LT:C sprechen konnte, bemerkt haben: Auf diesem Event wurde uns zugehört, auf und abseits der Bühne. Egal ob in den Kaffeepausen, am Mittagsbüffet oder am digitalen Vernetzungstisch: Hochschulangehörige mit verschiedenen Aufgaben sind auf Augenhöhe ins Gespräch gekommen. In allen Räumen, online und vor Ort, war Begeisterung und Tatendrang zu spüren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; 
Glücklicherweise findet vom 26. bis zum 28. April 2023 bereits die nächste Ausgabe des U:FF unter dem Motto „Heads up!“ statt, bei dem sicherlich viele Gespräch von LT:C weitergeführt und vertieft, aber auch neue Themenwelten entdeckt werden können. 
Und für diejenigen unter uns, die solange nicht warten wollen: Fast alle Beiträge von Let’s Talk:Campus kann man bereits jetzt (nochmal) auf &lt;a href=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=ZpepS2Tqbls&amp;amp;list=PLDE3NyZgHoK5vlMhmXhN7-dMJ7Fhx1Fxi&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;YouTube&lt;/a&gt; anschauen.

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Du hast auch Lust, dich zu beteiligen? Eine Möglichkeit für Studierende besteht über die Lokalgruppe der Digital Change Maker. Melde dich einfach bei &lt;a href=&quot;mailto:dcm-bielefeld@posteo.de&quot;&gt;dcm-bielefeld@posteo.de&lt;/a&gt; oder schau mal auf dem &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/dcm_unibielefeld/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Instagram-Kanal&lt;/a&gt; vorbei.&lt;br&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;</content>
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      <id>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/bi_teach_2022_das_podium</id>
      <title type="html">BI.teach 2022 – Das Podium stellt sich vor</title>
      <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/bi_teach_2022_das_podium"/>
      <published>2022-11-04T11:15:00+01:00</published>
      <updated>2022-11-16T12:31:05+01:00</updated>
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                label="Lehren vom Campus"/>
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          <summary type="html">&lt;p&gt;
Am 23. November steht der Tag der Lehre &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/biteach/biteach2022/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;BI.teach&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; bei uns vor der Tür und die &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/biteach/biteach2022/anmeldung/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Anmeldephase&lt;/a&gt; läuft. Mit dem Thema &lt;b&gt;&amp;quot;Nachhaltig(-keit) lehren und lernen – Lehre zukunftsfähig gestalten&amp;quot;&lt;/b&gt;
 greifen wir ein sehr aktuelles Thema auf, mit dem wir auch direkt an 
den universitären Partizipationsprozess zum Thema Nachhaltigkeit 
anschließen. Auf unserem Podium begrüßen wir nach der Keynote mit Prof. 
Dr. Annette Kehnel weitere spannende Diskutant*innen. Wir haben ihnen 
vorab zwei Fragen gestellt, hier sind ihre Antworten!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Prof. Dr. Annette Kehnel&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Prorektorin für Studium und Lehre Uni Mannheim &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/BI.teach/Foto_Kehnel_klein.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;i&gt;Nachhaltigkeit in der Lehre bedeutet für mich…die Lust am Tun zu wecken, zu zeigen, dass das was ist auch anders sein kann&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;i&gt;Diesen
 Schritt habe ich zuletzt dafür unternommen ... In der Vorlesungsreihe 
Science4Future, die ich mit meiner Kollegin Laura Edinger Schons, LS 
Sustainable Management gegründet haben, kommen WissenschaftlerInnen 
aller Disziplinen zu Wort mit aktuellen Befunden aus der 
Nachhaltigkeistforschung. Da kriegt man richtig Lust auf Zukunft!&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Prof. Dr. Alexandra Kaasch&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Prorektorin für Wissenschaft und Gesellschaft &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/BI.teach/Foto_Kaasch_klein.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&amp;nbsp;&lt;i&gt;Nachhaltigkeit in der Lehre bedeutet für mich… unsere Universität als
 System in den Blick zu nehmen und Nachhaltigkeit in den Bereichen 
Studium &amp;amp; Lehre, Forschung und Betrieb sinnvoll zu verzahnen.&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &lt;i&gt;Diesen Schritt habe ich zuletzt dafür unternommen… einen 
partizipativen Prozess zur Entwicklung unseres Nachhaltigkeitsleitbilds 
auf den Weg gebracht.&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt; Prof. Dr. Walter Pfeiffer&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fakultät für Physik &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/BI.teach/Foto_Pfeiffer.png&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;i&gt;&amp;nbsp;Nachhaltigkeit in der Lehre bedeutet für mich… eine Herausforderung 
weit über die Fachgrenzen hinausreichende interdisziplinäre Inhalte 
einzubeziehen.&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &lt;i&gt;Diesen Schritt habe ich zuletzt dafür unternommen... Im Rahmen der 
Lectures for Future erproben wir im Moment ein neues Lehrformat das 
naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Inhalte vereint sowie
 Veranstaltungen mit Außenwirkung in die Gesellschaft umfasst.&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dr. Franz Mauelshagen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Abteilung Geschichte&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/BI.teach/Mauelshagen_PEVZ.jpeg&quot; alt=&quot;Dr. Franz Mauelshagen&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nachhaltigkeit in der Lehre bedeutet für mich… Ständig 
umweltgeschichtliche Themen in die Lehre einzubringen und das 
historische Wissen für aktuelle Nachhaltigkeitsfragen fruchtbar zu 
machen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Diesen Schritt habe ich zuletzt dafür unternommen…&lt;/em&gt;&amp;nbsp;&lt;em&gt;Ich 
bin an den Lectures for Future beteiligt und setze mich für eine 
breitenwirksame “climate literacy” in Video- und anderen 
Wissensvermittlungsformaten ein.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt; Dr. Christina Beckord&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fakultät für Soziologie, Grotemeyer-Preisträgerin 2022 &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/BI.teach/2022-07-21-Christina_Beckord_1_klein.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&amp;nbsp;&lt;i&gt;Nachhaltigkeit in der Lehre bedeutet für mich… in der Soziologie, 
also einem Fach in dem es weniger um die physische Reduktion der 
Ressourcennutzung geht, meinen Studierenden einen kritischen Umgang mit 
Darstellungen von Zahlen und Statistiken unterschiedlichster 
Themenbereiche zu vermitteln und immer wieder Beispiele z.B. auch zum 
Thema Nachhaltigkeit einfließen zu lassen. Darüberhinaus ist es unsere 
Aufgabe, gesellschaftliche Prozesse verstehen, erklären und 
gegebenenfalls beeinflussen zu können - eine spannende Frage wäre hier: 
warum halten viele Menschen Nachhaltigkeit für ein sehr wichtiges Thema,
 handeln jedoch selbst nicht entsprechen?&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &lt;i&gt;Diesen Schritt habe ich zuletzt dafür unternommen… Wir hatten ein 
Seminar &amp;quot;Statistiken in der medialen Darstellung&amp;quot; zwar mit dem 
Schwerpunkt der Corona-Berichterstattung, aber Vermittlungsgegenstand 
war der sorgsame Umgang mit Informationsquellen, Aussagefähigkeit der 
Datengrundlage und die Validität der getroffenen Schlüsse. Diese 
Kernkompetenz ist auch für die Bewertung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen 
unabdingbar.&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Elsa Mauruschat&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Studierende, AG Studium und Lehre Nachhaltigkeitsleitbild&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/BI.teach/Mauruschat_zugeschnitten_klein.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&amp;nbsp;&lt;i&gt;Nachhaltigkeit in der Lehre bedeutet für mich... Das&amp;nbsp;Thema 
Nachhaltigkeit sollte&amp;nbsp;als fester Bestandteil in die&amp;nbsp;Lehrpläne&amp;nbsp;aller 
Fakultäten integriert werden&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &lt;i&gt;Diesen Schritt habe ich zuletzt dafür unternommen… Ich habe in den 
letzten Monaten im Rahmen der Ausarbeitung des Nachhaltigkeitsleitbildes in der AG &amp;quot;Studium und Lehre&amp;quot; mitgearbeitet.&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Johanna Weidelt&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Studierende, StudentsforFuture&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/BI.teach/Weidelt_Bild.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&amp;nbsp;&lt;i&gt;Nachhaltigkeit in der Lehre bedeutet für mich&lt;i&gt;… Sensibilisierung 
auf ökologische und soziale Aspekte im Zusammenhang mit den Lehrinhalten
 als fester Bestandteil des Lehrplans. Außerdem sollte die Lehre 
nachhaltig gestaltet sein, also so, dass die Lernenden langfristig 
möglichst viel mitnehmen können.&lt;/i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;li value=&quot;2&quot;&gt;&lt;i&gt;Diesen Schritt habe ich zuletzt dafür unternommen…&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Ich
 engagiere mich bei den Students for Future und vertrete diese im Senat.
 Außerdem nehme ich am partizipativen Prozess zur Ausgestaltung des 
Nachhaltigkeitsleitbildes teil, wobei ich dort in der AG Betrieb bin.&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;
Am 23. November steht der Tag der Lehre &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/biteach/biteach2022/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;BI.teach&lt;/b&gt;&lt;/a&gt; bei uns vor der Tür und die &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/biteach/biteach2022/anmeldung/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Anmeldephase&lt;/a&gt; läuft. Mit dem Thema &lt;b&gt;&amp;quot;Nachhaltig(-keit) lehren und lernen – Lehre zukunftsfähig gestalten&amp;quot;&lt;/b&gt; greifen wir ein sehr aktuelles Thema auf, mit dem wir auch direkt an den universitären Partizipationsprozess zum Thema Nachhaltigkeit anschließen. Auf unserem Podium begrüßen wir nach der Keynote mit Prof. Dr. Annette Kehnel weitere spannende Diskutant*innen. Wir haben ihnen vorab zwei Fragen gestellt, hier sind ihre Antworten!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Prof. Dr. Annette Kehnel&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Prorektorin für Studium und Lehre Uni Mannheim &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/BI.teach/Foto_Kehnel_klein.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;i&gt;Nachhaltigkeit in der Lehre bedeutet für mich…die Lust am Tun zu wecken, zu zeigen, dass das was ist auch anders sein kann&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;i&gt;Diesen Schritt habe ich zuletzt dafür unternommen ... In der Vorlesungsreihe Science4Future, die ich mit meiner Kollegin Laura Edinger Schons, LS Sustainable Management gegründet haben, kommen WissenschaftlerInnen aller Disziplinen zu Wort mit aktuellen Befunden aus der Nachhaltigkeistforschung. Da kriegt man richtig Lust auf Zukunft!&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Prof. Dr. Alexandra Kaasch&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Prorektorin für Wissenschaft und Gesellschaft &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/BI.teach/Foto_Kaasch_klein.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&amp;nbsp;&lt;i&gt;Nachhaltigkeit in der Lehre bedeutet für mich… unsere Universität als
 System in den Blick zu nehmen und Nachhaltigkeit in den Bereichen 
Studium &amp;amp; Lehre, Forschung und Betrieb sinnvoll zu verzahnen.&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &lt;i&gt;Diesen Schritt habe ich zuletzt dafür unternommen… einen 
partizipativen Prozess zur Entwicklung unseres Nachhaltigkeitsleitbilds 
auf den Weg gebracht.&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt; Prof. Dr. Walter Pfeiffer&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fakultät für Physik &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/BI.teach/Foto_Pfeiffer.png&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;i&gt;&amp;nbsp;Nachhaltigkeit in der Lehre bedeutet für mich… eine Herausforderung 
weit über die Fachgrenzen hinausreichende interdisziplinäre Inhalte 
einzubeziehen.&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &lt;i&gt;Diesen Schritt habe ich zuletzt dafür unternommen... Im Rahmen der 
Lectures for Future erproben wir im Moment ein neues Lehrformat das 
naturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Inhalte vereint sowie
 Veranstaltungen mit Außenwirkung in die Gesellschaft umfasst.&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Dr. Franz Mauelshagen&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;



&lt;p&gt;Abteilung Geschichte&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/BI.teach/Mauelshagen_PEVZ.jpeg&quot; alt=&quot;Dr. Franz Mauelshagen&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Nachhaltigkeit in der Lehre bedeutet für mich… Ständig 
umweltgeschichtliche Themen in die Lehre einzubringen und das 
historische Wissen für aktuelle Nachhaltigkeitsfragen fruchtbar zu 
machen.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;em&gt;Diesen Schritt habe ich zuletzt dafür unternommen…&lt;/em&gt;&amp;nbsp;&lt;em&gt;Ich 
bin an den Lectures for Future beteiligt und setze mich für eine 
breitenwirksame “climate literacy” in Video- und anderen 
Wissensvermittlungsformaten ein.&lt;/em&gt;&lt;/li&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Dr. Christina Beckord&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fakultät für Soziologie, Grotemeyer-Preisträgerin 2022 &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/BI.teach/2022-07-21-Christina_Beckord_1_klein.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&amp;nbsp;&lt;i&gt;Nachhaltigkeit in der Lehre bedeutet für mich… in der Soziologie, 
also einem Fach in dem es weniger um die physische Reduktion der 
Ressourcennutzung geht, meinen Studierenden einen kritischen Umgang mit 
Darstellungen von Zahlen und Statistiken unterschiedlichster 
Themenbereiche zu vermitteln und immer wieder Beispiele z.B. auch zum 
Thema Nachhaltigkeit einfließen zu lassen. Darüberhinaus ist es unsere 
Aufgabe, gesellschaftliche Prozesse verstehen, erklären und 
gegebenenfalls beeinflussen zu können - eine spannende Frage wäre hier: 
warum halten viele Menschen Nachhaltigkeit für ein sehr wichtiges Thema,
 handeln jedoch selbst nicht entsprechen?&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &lt;i&gt;Diesen Schritt habe ich zuletzt dafür unternommen… Wir hatten ein 
Seminar &amp;quot;Statistiken in der medialen Darstellung&amp;quot; zwar mit dem 
Schwerpunkt der Corona-Berichterstattung, aber Vermittlungsgegenstand 
war der sorgsame Umgang mit Informationsquellen, Aussagefähigkeit der 
Datengrundlage und die Validität der getroffenen Schlüsse. Diese 
Kernkompetenz ist auch für die Bewertung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen 
unabdingbar.&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Elsa Mauruschat&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Studierende, AG Studium und Lehre Nachhaltigkeitsleitbild&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/BI.teach/Mauruschat_zugeschnitten_klein.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&amp;nbsp;&lt;i&gt;Nachhaltigkeit in der Lehre bedeutet für mich... Das&amp;nbsp;Thema 
Nachhaltigkeit sollte&amp;nbsp;als fester Bestandteil in die&amp;nbsp;Lehrpläne&amp;nbsp;aller 
Fakultäten integriert werden&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt; &lt;i&gt;Diesen Schritt habe ich zuletzt dafür unternommen… Ich habe in den 
letzten Monaten im Rahmen der Ausarbeitung des Nachhaltigkeitsleitbildes in der AG &amp;quot;Studium und Lehre&amp;quot; mitgearbeitet.&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Johanna Weidelt&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Studierende, StudentsforFuture&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/BI.teach/Weidelt_Bild.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&amp;nbsp;&lt;i&gt;Nachhaltigkeit in der Lehre bedeutet für mich&lt;i&gt;… Sensibilisierung 
auf ökologische und soziale Aspekte im Zusammenhang mit den Lehrinhalten
 als fester Bestandteil des Lehrplans. Außerdem sollte die Lehre 
nachhaltig gestaltet sein, also so, dass die Lernenden langfristig 
möglichst viel mitnehmen können.&lt;/i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;li value=&quot;2&quot;&gt;&lt;i&gt;Diesen Schritt habe ich zuletzt dafür unternommen…&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Ich
 engagiere mich bei den Students for Future und vertrete diese im Senat.
 Außerdem nehme ich am partizipativen Prozess zur Ausgestaltung des 
Nachhaltigkeitsleitbildes teil, wobei ich dort in der AG Betrieb bin.&lt;/i&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;</content>
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      <title type="html">„Bildung ist mein Steckenpferd!“ – ORCA-Koordinator der Uni Bielefeld Frank Homp im Gespräch</title>
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      <published>2022-07-27T13:15:00+02:00</published>
      <updated>2022-07-27T14:34:39+02:00</updated>
      <category term="Lehren vom Campus"
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          <summary type="html">&lt;p&gt;Schon von ORCA.nrw gehört? Die Abkürzung für Open Resources Campus
NRW sollte schon vielen bekannt sein, aber was genau hat es mit dem NRW-weiten
Netzwerk auf sich? Mein Kollege Frank Homp hat da die Antworten, denn er ist an
der Universität Bielefeld ORCA-Koordinator. Was ORCA ist, was Frank bei uns an
der Uni macht und wie er auch mal abschaltet, erzählt er uns am besten selbst!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/Interviewgaeste/FrankHomp_bearb_fav.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;Birte Stiebing: Hallo
Frank! Das Wichtigste zuerst: Wer bist du und wie bist du an die Universität
Bielefeld gekommen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Frank Homp: Ich habe bis zur Uni Bielefeld schon ein paar Stationen
hinter mir. Meine
akademische Laufbahn ging los, nachdem ich bei der Marine war. Nach meinem
Grundwehrdienst war ich zwei Jahre Reserveoffizier. Ich wollte damals schon so
viel wie möglich lernen und alles aufnehmen. Was mir noch mehr Spaß gemacht
hat, war aber anderen Soldat*innen was beizubringen. Deswegen wollte ich es dann noch mit
einem Lehramtsstudium versuchen, Biologie und Englisch. Damals als junger
Student hatte ich aber noch extreme Probleme, Hausarbeiten zu schreiben und
habe leider auch keine Unterstützungsangebote genutzt. So habe ich nach gut
zwei Jahren abgebrochen und eine Ausbildung zum Physiotherapeuten gemacht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Das ist ja was komplett anderes!&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: Das stimmt, aber Sport ist meine zweite große
Leidenschaft neben Lehren und Lernen und so war das für mich trotzdem
naheliegend. So langsam kommen wir auch dazu, wie ich nach Bielefeld gekommen
bin, das war ja die Ausgangsfrage, oder? (lacht) Mir bot sich die Möglichkeit,
hier an der FH einen Studiengang wahrzunehmen, der damals einfach noch Bachelor
Berufliche Bildung Therapie hieß, jetzt heißt er „&lt;a href=&quot;https://www.fh-bielefeld.de/studiengaenge/gesundheit&quot;&gt;Gesundheit&lt;/a&gt;“ und
der Master ist „Berufspädagogik &lt;a href=&quot;https://www.fh-bielefeld.de/studiengaenge/berufspaedagogik-pflege-und-therapie-master&quot;&gt;Pflege
und Therapie&lt;/a&gt;“. Ich habe also an der FH meinen Bachelor und meinen Master gemacht, dann gab es ein Projekt „Digitale und Virtuell unterstützte Fallarbeit in den Gesundheitsberufen“ an der medizinischen Fakultät, &lt;a href=&quot;https://aktuell.uni-bielefeld.de/2021/11/24/medizinische-fakultaet-vr-simulation-geht-in-den-praxistest/&quot;&gt;bei dem ich beteiligt war&lt;/a&gt; und so kam ich an die Universität Bielefeld. Als ich dann von der offenen Stelle als ORCA-Koordinator hörte, hat es mich in das ZLL verschlagen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Und wieso hast du
dich für die ORCA-Koordination an der Universität Bielefeld beworben?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: Lehren und Lernen und digitale Medien gehörten für mich
schon immer zusammen. Für digitale Medien konnte ich mich schon sehr früh
begeistern. Als Kind habe ich immer Ärger bekommen, weil ich mehrere Male den
Computer meiner Mutter kaputt gemacht habe, weil ich irgendwas umgeschrieben
habe (lacht). Also die Affinität war schon vorher da und während meines
Studiums an der FH, das war dann 2013, da war es tatsächlich so, dass digitale
Medien in meinem Studiengang beziehungsweise in meinem Fachbereich noch nicht
so unbedingt flächendeckend angekommen waren. Meine Masterarbeit habe ich dann
schon zu digitalen Medien in der Physiotherapie geschrieben. So kam ich auch in
mein erstes Projekt, bei dem es um digitale Medien in der Hochschulbildung ging
und wie man das Lernen mithilfe von Wikis verbessern kann. Nach diesem Projekt
ging es mit dem Projekt an der medizinischen Fakultät weiter, wo ich dann auch
zunehmend mit OER (Open Educational Resources) in Kontakt gekommen bin. Ich habe
den „Hype“ um OER zuerst nicht verstanden, weil ich es als gegeben angesehen
habe, seine Forschung und Lehre zu öffnen und mit anderen zu teilen, aber jetzt
hatte ich auch einen Namen dafür, was ich sowieso immer als Mindset hatte. Und
dieses Mindset war es dann auch, was mich zu der Entscheidung geführt hat, die
Stelle als ORCA-Koordinator anzutreten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Wofür steht ORCA
denn?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: ORCA.nrw ist zunächst einmal eine Internet-Domain,
auf der man dann diverse Inhalte zu digital gestützter Lehre finden kann.
Prinzipiell wird ORCA gerne direkt mit OER in Verbindung gesetzt, das ist aber
nicht ganz richtig. Ich zitiere von unserer Startseite: „ORCA ist ein
kostenfreies Online-Portal rund um digital gestütztes Lehren und Lernen an
Hochschulen.“ Das heißt, auf dieser Seite soll man und findet man jetzt schon
alles Mögliche zum Thema digital gestütztes Lehren und Lernen. Von OER ist da
also erstmal nichts zu sehen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das liegt zunächst daran, dass es zum jetzigen Zeitpunkt
noch keinen originären ORCA-Content gibt, weil viele Projekte, die extra für
ORCA ins Leben gerufen wurden, momentan noch in Bearbeitung sind oder noch
beginnen. So wird aus den Projekten heraus (hoffentlich) noch sehr viel Inhalt
für ORCA entstehen. Momentan verweist ORCA noch auf viele bereits bestehende
OER-Materialien und verweist auf weitere Portale, so dass du dort momentan auch
Materialien findest, die nicht prinzipiell OER sind, aber das ist auf jeden
Fall das Ziel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Kannst du auf den
Unterschied zwischen OER und „traditionellen“ Lernmaterialien näher eingehen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: Der Unterschied zwischen OER und „traditionellen“
Lernmaterialien ist, dass die Inhalte unter einer offenen Lizenz weitergegeben
werden, das ist meistens eine Creative Commons oder kurz CC-Lizenz, die es in
unterschiedlichen Abstufungen gibt. Der „Goldstandard“ unter OER ist CC 0 (gesprochen
CC „zero“), mit der Lizenz darf man also machen, was man will: man kann es
verändern, unter eigenem Namen weitergeben oder sogar selbst
kommerzialisieren. Eine Stufe darunter nennt sich dann CC BY. Damit darf man
auch machen, was man will, aber man muss kennzeichnen, wo man es herhat. Wenn man also von mir Material verwendet, muss irgendwo gekennzeichnet sein: „Das
ist von Frank“. Dann gibt es noch CC BY SA. Hier gelten die Einschränkungen wie
bei CC BY, aber man hat auch die Auflage, dass das Material, was dadurch
entsteht, auch wieder unter der gleichen Lizenz weitergegeben wird. Alles was
unter einer dieser drei Lizenzen veröffentlicht wird kann also als OER
bezeichnet werden. Es gibt noch weitere CC-Lizenzen, die es noch weiter einschränken.
Wir halten fest: Nicht alle CC-Lizenzen sind streng genommen OER, aber OER sind
definitiv Materialien, die auf einer der genannten CC-Lizenzen basieren. Du
musst nur schauen, auf welcher.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/cc-lizenzen_UniDue.jpg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Übersicht der CC-Lizenzen&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/cc-lizenzen_UniDue.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&amp;quot;&quot;&gt; Übersicht der CC-Lizenzen&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;br&gt;

&lt;h2&gt;&lt;b&gt;„Wir machen Lehre und wir sprechen
darüber, das ist der Spirit von OER“&lt;/b&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Was hat dich denn
dazu bewogen, die Koordination von ORCA an der Universität Bielefeld zu übernehmen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: Prinzipiell treibt mich der Wunsch an, möglichst viel
Transparenz zu schaffen in der Lehre. „Wir machen Lehre und wir sprechen
darüber“, das ist der Spirit von OER. Da gehören möglichst viel Transparenz und
ein großes Netzwerk dazu, denn je mehr Leute sich mit Lehre beschäftigen, umso
besser kann es werden. Das ist für mich der OER-Antrieb und so ist eine
Netzwerk-Stelle für mich ideal. Und jetzt kommen die digitalen Medien dazu, die
vieles in Hinsicht auf Transparenz und Netzwerken vereinfachen können. Die
Distribution von Inhalten war nie einfacher. Bei ORCA kommen also zwei Dinge
zusammen: Wir sprechen viel, teilen viel, schaffen Transparenz und wir arbeiten
dafür mit digitalen Medien. Beides liegt mir gut!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Außerdem glaube ich, dass ich auf dieser Stelle sinnvolle Entwicklungen vorantreiben kann. Auch mit meinem pädagogisch- erziehungswissenschaftlichem Hintergrund. Ich kann den Expert*innen in ihren Fächern, die OER schaffen wollen, also die Unterstützung anbieten, ihre Materialien so zu erstellen, dass andere den bestmöglichen Nutzen daraus ziehen.&lt;/p&gt;


&lt;h2&gt;&lt;b&gt;„Ich möchte für Lehrende da sein,
die bei ihrer Lehre Unterstützung wollen.“&lt;/b&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Da bist du am ZLL ja genau richtig aufgehoben!&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: Stimmt! Ich möchte für Lehrende da sein, die bei ihrer Lehre Unterstützung &lt;i&gt;wollen&lt;/i&gt;. Ideal ist es natürlich, wenn Lehrende selbst anzeigen, dass sie Hilfe möchten. Wenn diese dann recherchieren, wie sie unterstützt werden können an der Uni Bielefeld, hoffe ich natürlich, dass sie auf das ZLL und oder mich stoßen und dass wir immer mehr die Anlaufstelle für Lehrende sind, die ihre Lehre verbessern oder sich zumindest damit auseinandersetzen möchten. Das sind wir schon, aber wir wollen ja auch immer besser werden und von den Lehrenden auch dazulernen, wie wir sie wiederum besser unterstützen können. OER ist genau dafür wieder ein Vehikel, Lehre kontinuierlich zu fördern und zu verbessern und mit Lehrenden auf Augenhöhe über Lehre sprechen zu können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Letzte Frage: Was
machst du, um einfach mal abzuschalten und Kraft zu tanken für die neuen
Aufgaben, die da auf dich warten?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: Früh aufstehen und laufen! Aber nicht unbedingt beides zusammen &lt;i&gt;(lacht)&lt;/i&gt;. Ich mache aber viel Sport und das ist für mich der Katalysator, wo man alles vergessen kann. Ich laufe schon seit ich bei der Marine angefangen habe, weil du das immer machen kannst, egal wo du grad bist. 2017 habe ich meinen ersten Hermannslauf gemacht und dann habe ich Blut geleckt und wollte mich beim Laufen verbessern. Beim Laufen kommen mir so auch häufig ganz tolle Ideen! Die Herausforderung ist dann, sich diese bis zum Ende des Laufes zu merken  &lt;i&gt;(lacht).&lt;/i&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Warst du beim letzten Hermann dabei?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: Ja! Letztes Jahr hatte ich leider eine fiese Erkältung und musste passen. Aber dieses Jahr hat es geklappt und das beim Jubiläum, das war super!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Danke dir für das
Gespräch!&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gut zu wissen: &lt;/b&gt;Sie können sich ab sofort für die Ausschreibung OERContent.nrw bewerben. Weitere Informationen erhalten Sie &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zll/hdle/ausschreibungen-foerdermo/oercontentnrw/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.
&lt;/p&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;Schon von ORCA.nrw gehört? Die Abkürzung für Open Resources Campus
NRW sollte schon vielen bekannt sein, aber was genau hat es mit dem NRW-weiten
Netzwerk auf sich? Mein Kollege Frank Homp hat da die Antworten, denn er ist an
der Universität Bielefeld ORCA-Koordinator. Was ORCA ist, was Frank bei uns an
der Uni macht und wie er auch mal abschaltet, erzählt er uns am besten selbst!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/Interviewgaeste/FrankHomp_bearb_fav.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;Birte Stiebing: Hallo
Frank! Das Wichtigste zuerst: Wer bist du und wie bist du an die Universität
Bielefeld gekommen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Frank Homp: Ich habe bis zur Uni Bielefeld schon ein paar Stationen
hinter mir. Meine
akademische Laufbahn ging los, nachdem ich bei der Marine war. Nach meinem
Grundwehrdienst war ich zwei Jahre Reserveoffizier. Ich wollte damals schon so
viel wie möglich lernen und alles aufnehmen. Was mir noch mehr Spaß gemacht
hat, war aber anderen Soldat*innen was beizubringen. Deswegen wollte ich es dann noch mit
einem Lehramtsstudium versuchen, Biologie und Englisch. Damals als junger
Student hatte ich aber noch extreme Probleme, Hausarbeiten zu schreiben und
habe leider auch keine Unterstützungsangebote genutzt. So habe ich nach gut
zwei Jahren abgebrochen und eine Ausbildung zum Physiotherapeuten gemacht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Das ist ja was komplett anderes!&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: Das stimmt, aber Sport ist meine zweite große
Leidenschaft neben Lehren und Lernen und so war das für mich trotzdem
naheliegend. So langsam kommen wir auch dazu, wie ich nach Bielefeld gekommen
bin, das war ja die Ausgangsfrage, oder? (lacht) Mir bot sich die Möglichkeit,
hier an der FH einen Studiengang wahrzunehmen, der damals einfach noch Bachelor
Berufliche Bildung Therapie hieß, jetzt heißt er „&lt;a href=&quot;https://www.fh-bielefeld.de/studiengaenge/gesundheit&quot;&gt;Gesundheit&lt;/a&gt;“ und
der Master ist „Berufspädagogik &lt;a href=&quot;https://www.fh-bielefeld.de/studiengaenge/berufspaedagogik-pflege-und-therapie-master&quot;&gt;Pflege
und Therapie&lt;/a&gt;“. Ich habe also an der FH meinen Bachelor und meinen Master gemacht, dann gab es ein Projekt „Digitale und Virtuell unterstützte Fallarbeit in den Gesundheitsberufen“ an der medizinischen Fakultät, &lt;a href=&quot;https://aktuell.uni-bielefeld.de/2021/11/24/medizinische-fakultaet-vr-simulation-geht-in-den-praxistest/&quot;&gt;bei dem ich beteiligt war&lt;/a&gt; und so kam ich an die Universität Bielefeld. Als ich dann von der offenen Stelle als ORCA-Koordinator hörte, hat es mich in das ZLL verschlagen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Und wieso hast du
dich für die ORCA-Koordination an der Universität Bielefeld beworben?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: Lehren und Lernen und digitale Medien gehörten für mich
schon immer zusammen. Für digitale Medien konnte ich mich schon sehr früh
begeistern. Als Kind habe ich immer Ärger bekommen, weil ich mehrere Male den
Computer meiner Mutter kaputt gemacht habe, weil ich irgendwas umgeschrieben
habe (lacht). Also die Affinität war schon vorher da und während meines
Studiums an der FH, das war dann 2013, da war es tatsächlich so, dass digitale
Medien in meinem Studiengang beziehungsweise in meinem Fachbereich noch nicht
so unbedingt flächendeckend angekommen waren. Meine Masterarbeit habe ich dann
schon zu digitalen Medien in der Physiotherapie geschrieben. So kam ich auch in
mein erstes Projekt, bei dem es um digitale Medien in der Hochschulbildung ging
und wie man das Lernen mithilfe von Wikis verbessern kann. Nach diesem Projekt
ging es mit dem Projekt an der medizinischen Fakultät weiter, wo ich dann auch
zunehmend mit OER (Open Educational Resources) in Kontakt gekommen bin. Ich habe
den „Hype“ um OER zuerst nicht verstanden, weil ich es als gegeben angesehen
habe, seine Forschung und Lehre zu öffnen und mit anderen zu teilen, aber jetzt
hatte ich auch einen Namen dafür, was ich sowieso immer als Mindset hatte. Und
dieses Mindset war es dann auch, was mich zu der Entscheidung geführt hat, die
Stelle als ORCA-Koordinator anzutreten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Wofür steht ORCA
denn?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: ORCA.nrw ist zunächst einmal eine Internet-Domain,
auf der man dann diverse Inhalte zu digital gestützter Lehre finden kann.
Prinzipiell wird ORCA gerne direkt mit OER in Verbindung gesetzt, das ist aber
nicht ganz richtig. Ich zitiere von unserer Startseite: „ORCA ist ein
kostenfreies Online-Portal rund um digital gestütztes Lehren und Lernen an
Hochschulen.“ Das heißt, auf dieser Seite soll man und findet man jetzt schon
alles Mögliche zum Thema digital gestütztes Lehren und Lernen. Von OER ist da
also erstmal nichts zu sehen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Das liegt zunächst daran, dass es zum jetzigen Zeitpunkt
noch keinen originären ORCA-Content gibt, weil viele Projekte, die extra für
ORCA ins Leben gerufen wurden, momentan noch in Bearbeitung sind oder noch
beginnen. So wird aus den Projekten heraus (hoffentlich) noch sehr viel Inhalt
für ORCA entstehen. Momentan verweist ORCA noch auf viele bereits bestehende
OER-Materialien und verweist auf weitere Portale, so dass du dort momentan auch
Materialien findest, die nicht prinzipiell OER sind, aber das ist auf jeden
Fall das Ziel.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Kannst du auf den
Unterschied zwischen OER und „traditionellen“ Lernmaterialien näher eingehen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: Der Unterschied zwischen OER und „traditionellen“
Lernmaterialien ist, dass die Inhalte unter einer offenen Lizenz weitergegeben
werden, das ist meistens eine Creative Commons oder kurz CC-Lizenz, die es in
unterschiedlichen Abstufungen gibt. Der „Goldstandard“ unter OER ist CC 0 (gesprochen
CC „zero“), mit der Lizenz darf man also machen, was man will: man kann es
verändern, unter eigenem Namen weitergeben oder sogar selbst
kommerzialisieren. Eine Stufe darunter nennt sich dann CC BY. Damit darf man
auch machen, was man will, aber man muss kennzeichnen, wo man es herhat. Wenn man also von mir Material verwendet, muss irgendwo gekennzeichnet sein: „Das
ist von Frank“. Dann gibt es noch CC BY SA. Hier gelten die Einschränkungen wie
bei CC BY, aber man hat auch die Auflage, dass das Material, was dadurch
entsteht, auch wieder unter der gleichen Lizenz weitergegeben wird. Alles was
unter einer dieser drei Lizenzen veröffentlicht wird kann also als OER
bezeichnet werden. Es gibt noch weitere CC-Lizenzen, die es noch weiter einschränken.
Wir halten fest: Nicht alle CC-Lizenzen sind streng genommen OER, aber OER sind
definitiv Materialien, die auf einer der genannten CC-Lizenzen basieren. Du
musst nur schauen, auf welcher.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/cc-lizenzen_UniDue.jpg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Übersicht der CC-Lizenzen&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/cc-lizenzen_UniDue.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&amp;quot;&quot;&gt; Übersicht der CC-Lizenzen&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;



&lt;h2&gt;&lt;b&gt;„Wir machen Lehre und wir sprechen
darüber, das ist der Spirit von OER“&lt;/b&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Was hat dich denn
dazu bewogen, die Koordination von ORCA an der Universität Bielefeld zu übernehmen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: Prinzipiell treibt mich der Wunsch an, möglichst viel
Transparenz zu schaffen in der Lehre. „Wir machen Lehre und wir sprechen
darüber“, das ist der Spirit von OER. Da gehören möglichst viel Transparenz und
ein großes Netzwerk dazu, denn je mehr Leute sich mit Lehre beschäftigen, umso
besser kann es werden. Das ist für mich der OER-Antrieb und so ist eine
Netzwerk-Stelle für mich ideal. Und jetzt kommen die digitalen Medien dazu, die
vieles in Hinsicht auf Transparenz und Netzwerken vereinfachen können. Die
Distribution von Inhalten war nie einfacher. Bei ORCA kommen also zwei Dinge
zusammen: Wir sprechen viel, teilen viel, schaffen Transparenz und wir arbeiten
dafür mit digitalen Medien. Beides liegt mir gut!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Außerdem glaube ich, dass ich auf dieser Stelle sinnvolle Entwicklungen vorantreiben kann. Auch mit meinem pädagogisch- erziehungswissenschaftlichem Hintergrund. Ich kann den Expert*innen in ihren Fächern, die OER schaffen wollen, also die Unterstützung anbieten, ihre Materialien so zu erstellen, dass andere den bestmöglichen Nutzen daraus ziehen.&lt;/p&gt;


&lt;h2&gt;&lt;b&gt;„Ich möchte für Lehrende da sein,
die bei ihrer Lehre Unterstützung wollen.“&lt;/b&gt;&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Da bist du am ZLL ja genau richtig aufgehoben!&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: Stimmt! Ich möchte für Lehrende da sein, die bei ihrer Lehre Unterstützung &lt;i&gt;wollen&lt;/i&gt;. Ideal ist es natürlich, wenn Lehrende selbst anzeigen, dass sie Hilfe möchten. Wenn diese dann recherchieren, wie sie unterstützt werden können an der Uni Bielefeld, hoffe ich natürlich, dass sie auf das ZLL und oder mich stoßen und dass wir immer mehr die Anlaufstelle für Lehrende sind, die ihre Lehre verbessern oder sich zumindest damit auseinandersetzen möchten. Das sind wir schon, aber wir wollen ja auch immer besser werden und von den Lehrenden auch dazulernen, wie wir sie wiederum besser unterstützen können. OER ist genau dafür wieder ein Vehikel, Lehre kontinuierlich zu fördern und zu verbessern und mit Lehrenden auf Augenhöhe über Lehre sprechen zu können.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Letzte Frage: Was
machst du, um einfach mal abzuschalten und Kraft zu tanken für die neuen
Aufgaben, die da auf dich warten?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: Früh aufstehen und laufen! Aber nicht unbedingt beides zusammen &lt;i&gt;(lacht)&lt;/i&gt;. Ich mache aber viel Sport und das ist für mich der Katalysator, wo man alles vergessen kann. Ich laufe schon seit ich bei der Marine angefangen habe, weil du das immer machen kannst, egal wo du grad bist. 2017 habe ich meinen ersten Hermannslauf gemacht und dann habe ich Blut geleckt und wollte mich beim Laufen verbessern. Beim Laufen kommen mir so auch häufig ganz tolle Ideen! Die Herausforderung ist dann, sich diese bis zum Ende des Laufes zu merken  &lt;i&gt;(lacht).&lt;/i&gt;
&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Warst du beim letzten Hermann dabei?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;FH: Ja! Letztes Jahr hatte ich leider eine fiese Erkältung und musste passen. Aber dieses Jahr hat es geklappt und das beim Jubiläum, das war super!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Danke dir für das
Gespräch!&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gut zu wissen: &lt;/b&gt;Sie können sich ab sofort für die Ausschreibung OERContent.nrw bewerben. Weitere Informationen erhalten Sie &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zll/hdle/ausschreibungen-foerdermo/oercontentnrw/&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.
&lt;/p&gt;</content>
    </entry>
    <entry>
      <id>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/prof_dr_maximilian_benz_dein</id>
      <title type="html">Prof. Dr. Maximilian Benz – Dein Weg zu hybrider Lehre</title>
      <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/prof_dr_maximilian_benz_dein"/>
      <published>2022-04-29T10:10:13+02:00</published>
      <updated>2023-01-04T15:17:35+01:00</updated>
      <category term="Lehren vom Campus"
                label="Lehren vom Campus"/>
          <category term="inno.teach" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="lehrenvomcampus" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="maximilianbenz" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="qualitätsfonds" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <summary type="html">&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/Interviewgaeste/MaximilianBenz_1_klein.jpg&quot; alt=&quot; Professor Dr. Maximilian Benz&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;343&quot;&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Professor Dr. Maximilian Benz&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Ich hatte das Vergnügen mit Prof. Dr. Maximilian Benz zu sprechen. Wir reden über die Umstellung zu digitaler und hybrider Lehre, wie
der Sprung ins kalte Wasser gelungen ist und was der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zll/hdle/qualitaetsfonds/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Qualitätsfonds&lt;/a&gt; der
Universität Bielefeld damit zu tun hat.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;Birte Stiebing: Hallo!
Wir fangen einfach an: Wer bist du und was machst du an der Universität
Bielefeld?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;Maximilian Benz:&lt;/i&gt;
Mein Name ist Maximilian Benz. Ich bin Professor für Deutsche Literatur des
Mittelalters und der frühen Neuzeit und ich bin seit 2020 an der Universität
Bielefeld. Mein Fach ist eingebunden in die Germanistik und dort der dritte
Fachteil neben der neueren deutschen Literaturwissenschaft und der
Sprachwissenschaft. In der Lehre beschäftige ich mich vor allem mit
Bachelor-Veranstaltungen, aber auch mit einigen Veranstaltungen im Master und
ich biete auch ein Forschungskolloquium an.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Wie bereitest du dich
klassischerweise auf eine Lehrveranstaltung vor?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Das hängt sehr
stark vom Format ab. Bei Seminaren kommt es eher darauf an, dass man einen
groben Fahrplan hat, der einem hilft, die 90 Minuten so zu strukturieren, dass
einerseits eine Diskussion in Gang kommen kann, andererseits aber auch auf ein
Ergebnis hingearbeitet wird. Der Wechsel zwischen Stimulieren einer Diskussion
und Ergebnissicherung ist also ausschlaggebend.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei einer Vorlesung ist es etwas anders. Da kommt es darauf
an, 90 Minuten mehr oder weniger frei einen Inhalt zu referieren –&amp;nbsp;und das
möglichst klar. Da steht dann erst einmal die Aufteilung des zu vermittelnden
Stoffs im Vordergrund, dann die Gestaltung der Folien und das Suchen von
konkreten Beispielen. Die Interaktion, die für die Seminargestaltung wichtig
ist, fällt also weitestgehend weg. Dafür hat man bei der Vorlesung dann eben
andere Formate, die zur Aktivierung der Studierenden beitragen sollen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;„Die Umstellung auf digitale Lehre kam wirklich über Nacht. Das war eine ziemlich kalte Dusche“&lt;/h2&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Auch du musstest
2020 auf digitale Lehre umstellen, was waren deine ersten Erfahrungen damit?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Es hat mich
sogar besonders hart getroffen! Als das losging im Frühjahr 2020, war ich noch
an der Universität Zürich in der Schweiz und dort hatten wir andere
Semesterzeiten. Das heißt, das Semester begann im Februar in Präsenz, noch ohne
Einschränkungen. Die Umstellung auf digitale Lehre kam wirklich über Nacht. Das
war eine ziemlich kalte Dusche, hat aber insofern ganz gut funktioniert, als
ich von Anfang an nicht das Gefühl hatte, jetzt 90 Minuten einfach in den
digitalen Raum verschieben zu müssen, sondern das aufbrechen zu können und zu
müssen. Ich habe dann selbst Podcasts aufgenommen. Das war am Anfang technisch
schwierig für mich, das muss ich zugeben. Es ging aber immer besser und
schneller mit der Zeit. Damit konnte ich die 90 Minuten so aufteilen, dass sich
die tatsächliche Diskussion in der Gruppe auf 45 Minuten beschränkt hat. Die
Studierenden konnten einen Teil asynchron selbst machen.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Das hast du direkt so umsetzen können?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Ja, also am
Anfang dauerte die Erstellung eines 15-minütigen Podcast schon mehrere Stunden.
Ich musste das auch erst mal lernen. Das Einsprechen der Tonspur ist, wenn man
das gar nicht gewohnt ist, schwierig. Dann verspricht man sich, nimmt das noch
mal auf, dann passt das auf einmal alles nicht mehr zusammen. Das war schon
ziemlich hart.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Aber das wurde im Verlauf des Semesters besser, und es war
in der Retrospektive vielleicht auch ein Segen, dass das so über Nacht ging,
denn dadurch war sofort klar, man muss jetzt hier diversifizieren. Es war
gezwungenermaßen ein Fahren auf Sicht, aber dafür war die Rückmeldung auch
unmittelbar.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Wie konntest du deine
Studierenden in so einer Situation wieder aktivieren?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Das war in dem
ersten Semester insofern kein Problem, als ich sie alle noch aus der
Präsenzlehre kannte. Wir waren uns also alle in Zürich im Hörsaal schon
begegnet und kannten uns mit Namen – das ist eine ganz andere Voraussetzung,
als ich sie dann in Deutschland hatte. Auch wenn ich fairerweise sagen muss,
dass es ja im Wintersemester 2020 / 21 zuerst noch mit hybrider Lehre losging,
die dann aber doch sehr schnell eingestellt wurde wegen der Infektionsrate zu
der Zeit. &lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Die Voraussetzung ist einfach eine andere, wenn man die
Gruppe schon persönlich kennt, und das würde ich – wenn möglich – immer
mitnehmen, dass man sich auch schon mal direkt im Hörsaal getroffen hat. Dann
digital weiter zu arbeiten ist eine andere Situation als direkt digital zu
starten. Dann kennt sich eigentlich niemand so richtig in dieser
„Kachelkommunikation“. &lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;„Eine meiner ersten Amtshandlungen war ein Antrag beim Qualitätsfonds“&lt;/h2&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Seit dem
Wintersemester 2020 / 21 bist du nun an der Universität Bielefeld, richtig?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Genau und eine
meiner ersten Amtshandlungen war ein Antrag beim Qualitätsfonds &lt;i&gt;(lacht)&lt;/i&gt;. Die Einführungsvorlesung in die
Mediävistik, die ich übernommen habe, war schon vor der Umstellung auf digitale
und hybride Lehre schwierig, weil wir hier von einer Gruppe von meist über 200
Leuten im Wintersemester reden. Da war die Aktivierung der Studierenden im
alten Modus schwierig genug, wie ich von meinem Vorgänger weiß und selbst auch
schon erlebt habe, als ich die Vorlesung vertretungsweise 2018 / 19 gemacht
hatte. Das Problem der Studierendenaktivierung war also schon immer da und
wurde durch die Digitalität noch mal verschärft. &lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Du hast den Qualitätsfonds grad angesprochen. War das deine erste Lehrveranstaltung, für
die du dich dort beworben hast?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Ja, genau. Als
ich gehört habe, dass sich die Problematik durch die Digitalität verstärkt hat,
habe ich diesen Antrag an den Qualitätsfonds gestellt, auch mit Blick darauf,
dass mir die Studienleistungen noch in sehr negativer Erinnerung waren. Das war
einfach sehr viel Korrekturarbeit mit wenig Ertrag und auch für die
Studierenden wenig hilfreich. Da kam ich dann auf die Idee, das Format der
Studienleistung zu nutzen, um die Studierenden auch zu aktivieren. Eben mit
Podcasts. Die Studierenden haben in Gruppenarbeit Folien erstellt und einen
Podcast dazu produziert. &lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Würdest du das
Prinzip so weiterführen, wenn die Vorlesung in Präsenz stattfindet?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Das würde ich
auch so weiterführen, wenn die Lehrveranstaltung in Präsenz stattfindet, was
ich jetzt im Sommersemester ja tun werde, obwohl wir gerade atemberaubende
Infektionszahlen sehen. Wie wir damit dann umgehen, sind dann die praktischen
Probleme des Sommersemesters, die wir angehen werden. Aber grundsätzlich finde
ich das sehr gut, die Vorlesung in Präsenz zu halten, aber digitale Elemente
als Unterstützung zu nutzen. Ein großer Vorteil ist zum Beispiel, dass
Studierende als Gruppen mithilfe von Zoom einfacher zusammenarbeiten können.
Bei studentischen Arbeitsgruppen, die für Lehrveranstaltungen gebildet werden,
war die Terminfindung früher immer sehr schwierig. Zum Teil kamen dann nur
manche, andere wieder nicht. Ich glaube, gerade da kann man auch dazu
beitragen, dass solche Diskussionsgruppen, die neben einer Präsenzveranstaltung
stattfinden, einfacher organisiert werden können. &lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Was nimmst du noch
mit von den Erfahrungen, die du in den letzten Semestern gemacht hast? Lässt
sich da noch mehr auf die Präsenzlehre übertragen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Für mich war
ganz wichtig, dass man Studierende dazu bringt, dass sie in Kleingruppen miteinander
arbeiten. Und dazu braucht es Formate, die dann auch eine Verbindlichkeit mit
einbeziehen. Wenn man sagt „Setzt euch zusammen und tauscht euch aus“, dann
machen das manche, manche aber auch nicht. Die Struktur und die Sicherung des
Austausches sind wichtig. Das darf sich aber nicht negativ auf die Durchführung
der Vorlesung auswirken. Das muss also ordentlich geplant werden und die
Studierenden brauchen natürlich auch genügend Feedback. Damit das Ganze nicht
zerfasert und sich zu lang hinzieht, ist eine Zeit von gut zwei Wochen meiner
Meinung nach ein reeller Rahmen. In unserem Fall haben wir in der Zeit zwei
Feedbackschleifen eingebaut – einmal von der Dozierendenseite und einmal
bekommen die Studierenden durch ihre Kommiliton*innen Feedback. Das ist ein
System, das sich auch in Präsenz bewähren wird.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Haben sich deine
Erwartungen an den Qualitätsfonds in der Hinsicht erfüllt?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Ich finde den
Qualitätsfonds sehr gut, weil es eine niedrigschwellige Fördermaßnahme ist.
Außerdem gibt es einen Austausch mit anderen Dozierenden, sodass man
voneinander lernen kann. Man muss in der Lehre ja nicht jedes Mal das Rad neu
erfinden, je nach Problemlage lassen sich bestimmte Kniffe anderer Lehrpersonen
einfach übernehmen und dafür ist der Qualitätsfonds mit dem Austausch ja auch
da. &lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Perspektivisch könnte ich mir noch gut vorstellen, dass man
eine Datenbank hat, die die Ergebnisse aufbereitet, sodass man auch im
Nachhinein alles zur Verfügung hat und sich einen kleinen Schatz aufbaut, auf
den auch andere an der Universität zugreifen können.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Was rätst du
Studierenden, die an einer hybriden Lehrveranstaltung teilnehmen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Sie sollten,
wenn möglich, den Präsenzanteil, den es gibt, auch nutzen. Ich bin kein
„Präsenz-Fetischist“, gerade in der Forschung und bei Forschungskolloquien ist
die Digitalität ein Segen, wenn Leute von überall her einen Vortrag diskutieren
können, ohne groß reisen zu müssen. Da finde ich das hybride Format auch dank
der technischen Ausstattung, die in Bielefeld ja mit den Geräten mustergültig
vorhanden ist, wirklich zielführend.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Bei Studierenden kommt es dann darauf an. Hybrid kann
wirklich nützlich sein für Personen, die aufgrund einer Isolation nicht an die
Uni gehen können oder durch andere Verpflichtungen den Weg nicht auf sich
nehmen können. Es gibt dann aber diese Teilung der Kohorte, die für Studierende
und Lehrende schwierig ist. Das kann manchmal wie ein „digitaler Katzentisch“
sein. Wenn man allein vor Zoom sitzt, ist man auf sich selbst zurückgeworfen
und die Überwindung ist größer, sich zu melden, wenn man mal was nicht
versteht. Das Entlastende der Gemeinschaft fehlt. Gerade jungen Studierenden
würde ich raten, so viele Präsenzangebote wie möglich wahrzunehmen und das
Digitale als tolle Ergänzung zu nutzen, für zusätzliche Gruppentreffen, als
Rekapitulation oder als Lösung, wenn man sonst gar nicht teilnehmen könnte.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Weiter fortgeschrittene Studierende im Master haben da schon
wieder ganz andere Voraussetzungen. Wenn man dann schon in eingespielten Teams
arbeitet und sich untereinander gut kennt, ist es unproblematischer, in den
digitalen Raum zu wechseln. &lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Also: gerade am Anfang, um ein Gefühl für das Studium zu
bekommen, auch für die Interaktion mit anderen Studierenden ist es meiner
Meinung nach wichtig, die Präsenzangebote wahrzunehmen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;„Gerade jungen Studierenden würde ich raten, so viele Präsenzangebote wie möglich wahrzunehmen“&lt;/h2&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Was rätst du
Lehrkolleg*innen, die ebenfalls hybride Lehrveranstaltungen planen oder
digitale Elemente in ihrer Lehrveranstaltung einbinden wollen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Also digitale
Elemente im Sinne der Aktivierung würde ich unbedingt einbinden, wo es geht und
didaktisch sinnvoll ist. Die Studienleistung bietet sich dafür einfach sehr an.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Außerdem würde ich versuchen, irgendwie auf dieses Gefälle
zwischen Präsenzkohorte und Digitalkohorte zu antworten. Die Digitalkohorte
muss anders aktiviert werden, weil die nicht im Hörsaal sitzt. Da muss man sich
eine didaktische Herangehensweise überlegen. Man kann es beispielsweise so
machen, dass die per Zoom zugeschalteten Studierenden eine extra Begrüßung
bekommen, bevor die Vorlesung offiziell beginnt. Dann kann man sie bitten, die
Kameras auch kurz anzumachen, was während der Vorlesung nicht bei allen so
praktikabel ist. So hat man die Digitalgruppe am Anfang direkt angesprochen und
integriert.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Das ist ja direkt
ein guter Tipp, den du lieferst! Letzte Frage: Was machst du, um für die Lehre
wieder Kraft zu tanken?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Zwei Sachen.
Ich koche sehr gerne und das hat für mich auch was mit Wissenschaft zu tun.
Wissenschaft ist eigentlich eine Kunst (im Sinne der lateinischen &lt;i&gt;ars&lt;/i&gt;).
Also jedenfalls die Geisteswissenschaft ist eine Kunst. Die lernt man nicht,
indem man bestimmte Techniken und Tools beherrscht und die dann bedienen kann,
vielmehr schaut man sich eine fallbezogene Auseinandersetzung mit einem Problem
von einem/einer „Meister*in“ an und versucht, das zu adaptieren. Und genauso
ist es beim Kochen ja auch, aber es ist ein ganz anderes Feld. Es ist aber sehr
viel sinnlicher, man hat das Ergebnis auch viel schneller und es spricht einen
dann auch ganz anders an als ein gedruckter Text. Insofern, finde ich, ist
Kochen ein sehr, sehr guter Ausgleich. Genauso wie Sport. Ich mache Kraftsport
und da denke ich auch oft an die Aufgaben der Studierenden, denn beim Kraftsport
gilt die Regel „Progression vor Perfektion“. Man versucht also immer ein Stück
weiter zu kommen, ein bisschen mehr Gewicht zu schaffen oder den
Bewegungsablauf ein bisschen besser zu koordinieren. Dieses Ethos, dass man die
beständige Progression wertschätzen lernt, das möchte ich meinen Studierenden
immer wieder vermitteln.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Danke für deine
Zeit!&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB&lt;/i&gt;: Sehr gerne!&lt;/p&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/Interviewgaeste/MaximilianBenz_1_klein.jpg&quot; alt=&quot; Professor Dr. Maximilian Benz&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;343&quot;&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Professor Dr. Maximilian Benz&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Ich hatte das Vergnügen mit Prof. Dr. Maximilian Benz zu sprechen. Wir reden über die Umstellung zu digitaler und hybrider Lehre, wie
der Sprung ins kalte Wasser gelungen ist und was der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zll/hdle/qualitaetsfonds/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Qualitätsfonds&lt;/a&gt; der
Universität Bielefeld damit zu tun hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;Birte Stiebing: Hallo!
Wir fangen einfach an: Wer bist du und was machst du an der Universität
Bielefeld?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;Maximilian Benz:&lt;/i&gt;
Mein Name ist Maximilian Benz. Ich bin Professor für Deutsche Literatur des
Mittelalters und der frühen Neuzeit und ich bin seit 2020 an der Universität
Bielefeld. Mein Fach ist eingebunden in die Germanistik und dort der dritte
Fachteil neben der neueren deutschen Literaturwissenschaft und der
Sprachwissenschaft. In der Lehre beschäftige ich mich vor allem mit
Bachelor-Veranstaltungen, aber auch mit einigen Veranstaltungen im Master und
ich biete auch ein Forschungskolloquium an.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Wie bereitest du dich
klassischerweise auf eine Lehrveranstaltung vor?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Das hängt sehr
stark vom Format ab. Bei Seminaren kommt es eher darauf an, dass man einen
groben Fahrplan hat, der einem hilft, die 90 Minuten so zu strukturieren, dass
einerseits eine Diskussion in Gang kommen kann, andererseits aber auch auf ein
Ergebnis hingearbeitet wird. Der Wechsel zwischen Stimulieren einer Diskussion
und Ergebnissicherung ist also ausschlaggebend.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bei einer Vorlesung ist es etwas anders. Da kommt es darauf
an, 90 Minuten mehr oder weniger frei einen Inhalt zu referieren –&amp;nbsp;und das
möglichst klar. Da steht dann erst einmal die Aufteilung des zu vermittelnden
Stoffs im Vordergrund, dann die Gestaltung der Folien und das Suchen von
konkreten Beispielen. Die Interaktion, die für die Seminargestaltung wichtig
ist, fällt also weitestgehend weg. Dafür hat man bei der Vorlesung dann eben
andere Formate, die zur Aktivierung der Studierenden beitragen sollen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;„Die Umstellung auf digitale Lehre kam wirklich über Nacht. Das war eine ziemlich kalte Dusche“&lt;/h2&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Auch du musstest
2020 auf digitale Lehre umstellen, was waren deine ersten Erfahrungen damit?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Es hat mich
sogar besonders hart getroffen! Als das losging im Frühjahr 2020, war ich noch
an der Universität Zürich in der Schweiz und dort hatten wir andere
Semesterzeiten. Das heißt, das Semester begann im Februar in Präsenz, noch ohne
Einschränkungen. Die Umstellung auf digitale Lehre kam wirklich über Nacht. Das
war eine ziemlich kalte Dusche, hat aber insofern ganz gut funktioniert, als
ich von Anfang an nicht das Gefühl hatte, jetzt 90 Minuten einfach in den
digitalen Raum verschieben zu müssen, sondern das aufbrechen zu können und zu
müssen. Ich habe dann selbst Podcasts aufgenommen. Das war am Anfang technisch
schwierig für mich, das muss ich zugeben. Es ging aber immer besser und
schneller mit der Zeit. Damit konnte ich die 90 Minuten so aufteilen, dass sich
die tatsächliche Diskussion in der Gruppe auf 45 Minuten beschränkt hat. Die
Studierenden konnten einen Teil asynchron selbst machen.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Das hast du direkt so umsetzen können?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Ja, also am
Anfang dauerte die Erstellung eines 15-minütigen Podcast schon mehrere Stunden.
Ich musste das auch erst mal lernen. Das Einsprechen der Tonspur ist, wenn man
das gar nicht gewohnt ist, schwierig. Dann verspricht man sich, nimmt das noch
mal auf, dann passt das auf einmal alles nicht mehr zusammen. Das war schon
ziemlich hart.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Aber das wurde im Verlauf des Semesters besser, und es war
in der Retrospektive vielleicht auch ein Segen, dass das so über Nacht ging,
denn dadurch war sofort klar, man muss jetzt hier diversifizieren. Es war
gezwungenermaßen ein Fahren auf Sicht, aber dafür war die Rückmeldung auch
unmittelbar.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Wie konntest du deine
Studierenden in so einer Situation wieder aktivieren?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Das war in dem
ersten Semester insofern kein Problem, als ich sie alle noch aus der
Präsenzlehre kannte. Wir waren uns also alle in Zürich im Hörsaal schon
begegnet und kannten uns mit Namen – das ist eine ganz andere Voraussetzung,
als ich sie dann in Deutschland hatte. Auch wenn ich fairerweise sagen muss,
dass es ja im Wintersemester 2020 / 21 zuerst noch mit hybrider Lehre losging,
die dann aber doch sehr schnell eingestellt wurde wegen der Infektionsrate zu
der Zeit. &lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Die Voraussetzung ist einfach eine andere, wenn man die
Gruppe schon persönlich kennt, und das würde ich – wenn möglich – immer
mitnehmen, dass man sich auch schon mal direkt im Hörsaal getroffen hat. Dann
digital weiter zu arbeiten ist eine andere Situation als direkt digital zu
starten. Dann kennt sich eigentlich niemand so richtig in dieser
„Kachelkommunikation“. &lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;„Eine meiner ersten Amtshandlungen war ein Antrag beim Qualitätsfonds“&lt;/h2&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Seit dem
Wintersemester 2020 / 21 bist du nun an der Universität Bielefeld, richtig?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Genau und eine
meiner ersten Amtshandlungen war ein Antrag beim Qualitätsfonds &lt;i&gt;(lacht)&lt;/i&gt;. Die Einführungsvorlesung in die
Mediävistik, die ich übernommen habe, war schon vor der Umstellung auf digitale
und hybride Lehre schwierig, weil wir hier von einer Gruppe von meist über 200
Leuten im Wintersemester reden. Da war die Aktivierung der Studierenden im
alten Modus schwierig genug, wie ich von meinem Vorgänger weiß und selbst auch
schon erlebt habe, als ich die Vorlesung vertretungsweise 2018 / 19 gemacht
hatte. Das Problem der Studierendenaktivierung war also schon immer da und
wurde durch die Digitalität noch mal verschärft. &lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Du hast den Qualitätsfonds grad angesprochen. War das deine erste Lehrveranstaltung, für
die du dich dort beworben hast?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Ja, genau. Als
ich gehört habe, dass sich die Problematik durch die Digitalität verstärkt hat,
habe ich diesen Antrag an den Qualitätsfonds gestellt, auch mit Blick darauf,
dass mir die Studienleistungen noch in sehr negativer Erinnerung waren. Das war
einfach sehr viel Korrekturarbeit mit wenig Ertrag und auch für die
Studierenden wenig hilfreich. Da kam ich dann auf die Idee, das Format der
Studienleistung zu nutzen, um die Studierenden auch zu aktivieren. Eben mit
Podcasts. Die Studierenden haben in Gruppenarbeit Folien erstellt und einen
Podcast dazu produziert. &lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Würdest du das
Prinzip so weiterführen, wenn die Vorlesung in Präsenz stattfindet?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Das würde ich
auch so weiterführen, wenn die Lehrveranstaltung in Präsenz stattfindet, was
ich jetzt im Sommersemester ja tun werde, obwohl wir gerade atemberaubende
Infektionszahlen sehen. Wie wir damit dann umgehen, sind dann die praktischen
Probleme des Sommersemesters, die wir angehen werden. Aber grundsätzlich finde
ich das sehr gut, die Vorlesung in Präsenz zu halten, aber digitale Elemente
als Unterstützung zu nutzen. Ein großer Vorteil ist zum Beispiel, dass
Studierende als Gruppen mithilfe von Zoom einfacher zusammenarbeiten können.
Bei studentischen Arbeitsgruppen, die für Lehrveranstaltungen gebildet werden,
war die Terminfindung früher immer sehr schwierig. Zum Teil kamen dann nur
manche, andere wieder nicht. Ich glaube, gerade da kann man auch dazu
beitragen, dass solche Diskussionsgruppen, die neben einer Präsenzveranstaltung
stattfinden, einfacher organisiert werden können. &lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Was nimmst du noch
mit von den Erfahrungen, die du in den letzten Semestern gemacht hast? Lässt
sich da noch mehr auf die Präsenzlehre übertragen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Für mich war
ganz wichtig, dass man Studierende dazu bringt, dass sie in Kleingruppen miteinander
arbeiten. Und dazu braucht es Formate, die dann auch eine Verbindlichkeit mit
einbeziehen. Wenn man sagt „Setzt euch zusammen und tauscht euch aus“, dann
machen das manche, manche aber auch nicht. Die Struktur und die Sicherung des
Austausches sind wichtig. Das darf sich aber nicht negativ auf die Durchführung
der Vorlesung auswirken. Das muss also ordentlich geplant werden und die
Studierenden brauchen natürlich auch genügend Feedback. Damit das Ganze nicht
zerfasert und sich zu lang hinzieht, ist eine Zeit von gut zwei Wochen meiner
Meinung nach ein reeller Rahmen. In unserem Fall haben wir in der Zeit zwei
Feedbackschleifen eingebaut – einmal von der Dozierendenseite und einmal
bekommen die Studierenden durch ihre Kommiliton*innen Feedback. Das ist ein
System, das sich auch in Präsenz bewähren wird.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Haben sich deine
Erwartungen an den Qualitätsfonds in der Hinsicht erfüllt?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Ich finde den
Qualitätsfonds sehr gut, weil es eine niedrigschwellige Fördermaßnahme ist.
Außerdem gibt es einen Austausch mit anderen Dozierenden, sodass man
voneinander lernen kann. Man muss in der Lehre ja nicht jedes Mal das Rad neu
erfinden, je nach Problemlage lassen sich bestimmte Kniffe anderer Lehrpersonen
einfach übernehmen und dafür ist der Qualitätsfonds mit dem Austausch ja auch
da. &lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Perspektivisch könnte ich mir noch gut vorstellen, dass man
eine Datenbank hat, die die Ergebnisse aufbereitet, sodass man auch im
Nachhinein alles zur Verfügung hat und sich einen kleinen Schatz aufbaut, auf
den auch andere an der Universität zugreifen können.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Was rätst du
Studierenden, die an einer hybriden Lehrveranstaltung teilnehmen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Sie sollten,
wenn möglich, den Präsenzanteil, den es gibt, auch nutzen. Ich bin kein
„Präsenz-Fetischist“, gerade in der Forschung und bei Forschungskolloquien ist
die Digitalität ein Segen, wenn Leute von überall her einen Vortrag diskutieren
können, ohne groß reisen zu müssen. Da finde ich das hybride Format auch dank
der technischen Ausstattung, die in Bielefeld ja mit den Geräten mustergültig
vorhanden ist, wirklich zielführend.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Bei Studierenden kommt es dann darauf an. Hybrid kann
wirklich nützlich sein für Personen, die aufgrund einer Isolation nicht an die
Uni gehen können oder durch andere Verpflichtungen den Weg nicht auf sich
nehmen können. Es gibt dann aber diese Teilung der Kohorte, die für Studierende
und Lehrende schwierig ist. Das kann manchmal wie ein „digitaler Katzentisch“
sein. Wenn man allein vor Zoom sitzt, ist man auf sich selbst zurückgeworfen
und die Überwindung ist größer, sich zu melden, wenn man mal was nicht
versteht. Das Entlastende der Gemeinschaft fehlt. Gerade jungen Studierenden
würde ich raten, so viele Präsenzangebote wie möglich wahrzunehmen und das
Digitale als tolle Ergänzung zu nutzen, für zusätzliche Gruppentreffen, als
Rekapitulation oder als Lösung, wenn man sonst gar nicht teilnehmen könnte.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Weiter fortgeschrittene Studierende im Master haben da schon
wieder ganz andere Voraussetzungen. Wenn man dann schon in eingespielten Teams
arbeitet und sich untereinander gut kennt, ist es unproblematischer, in den
digitalen Raum zu wechseln. &lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Also: gerade am Anfang, um ein Gefühl für das Studium zu
bekommen, auch für die Interaktion mit anderen Studierenden ist es meiner
Meinung nach wichtig, die Präsenzangebote wahrzunehmen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;„Gerade jungen Studierenden würde ich raten, so viele Präsenzangebote wie möglich wahrzunehmen“&lt;/h2&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Was rätst du
Lehrkolleg*innen, die ebenfalls hybride Lehrveranstaltungen planen oder
digitale Elemente in ihrer Lehrveranstaltung einbinden wollen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Also digitale
Elemente im Sinne der Aktivierung würde ich unbedingt einbinden, wo es geht und
didaktisch sinnvoll ist. Die Studienleistung bietet sich dafür einfach sehr an.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Außerdem würde ich versuchen, irgendwie auf dieses Gefälle
zwischen Präsenzkohorte und Digitalkohorte zu antworten. Die Digitalkohorte
muss anders aktiviert werden, weil die nicht im Hörsaal sitzt. Da muss man sich
eine didaktische Herangehensweise überlegen. Man kann es beispielsweise so
machen, dass die per Zoom zugeschalteten Studierenden eine extra Begrüßung
bekommen, bevor die Vorlesung offiziell beginnt. Dann kann man sie bitten, die
Kameras auch kurz anzumachen, was während der Vorlesung nicht bei allen so
praktikabel ist. So hat man die Digitalgruppe am Anfang direkt angesprochen und
integriert.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Das ist ja direkt
ein guter Tipp, den du lieferst! Letzte Frage: Was machst du, um für die Lehre
wieder Kraft zu tanken?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB: &lt;/i&gt;Zwei Sachen.
Ich koche sehr gerne und das hat für mich auch was mit Wissenschaft zu tun.
Wissenschaft ist eigentlich eine Kunst (im Sinne der lateinischen &lt;i&gt;ars&lt;/i&gt;).
Also jedenfalls die Geisteswissenschaft ist eine Kunst. Die lernt man nicht,
indem man bestimmte Techniken und Tools beherrscht und die dann bedienen kann,
vielmehr schaut man sich eine fallbezogene Auseinandersetzung mit einem Problem
von einem/einer „Meister*in“ an und versucht, das zu adaptieren. Und genauso
ist es beim Kochen ja auch, aber es ist ein ganz anderes Feld. Es ist aber sehr
viel sinnlicher, man hat das Ergebnis auch viel schneller und es spricht einen
dann auch ganz anders an als ein gedruckter Text. Insofern, finde ich, ist
Kochen ein sehr, sehr guter Ausgleich. Genauso wie Sport. Ich mache Kraftsport
und da denke ich auch oft an die Aufgaben der Studierenden, denn beim Kraftsport
gilt die Regel „Progression vor Perfektion“. Man versucht also immer ein Stück
weiter zu kommen, ein bisschen mehr Gewicht zu schaffen oder den
Bewegungsablauf ein bisschen besser zu koordinieren. Dieses Ethos, dass man die
beständige Progression wertschätzen lernt, das möchte ich meinen Studierenden
immer wieder vermitteln.&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;BS: Danke für deine
Zeit!&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;&lt;i&gt;MB&lt;/i&gt;: Sehr gerne!&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Autorin: Birte Stiebing &lt;br&gt;&lt;/p&gt;</content>
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