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      <title type="html">Mut &amp;ndash; &amp;Uuml;ber eine Ausstellung in der Bielefelder Wissenswerkstadt mit Exponaten aus f&amp;uuml;nf Seminaren der Community of Practice &amp;bdquo;Public Humanities&amp;ldquo;</title>
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          <summary type="html">&lt;p&gt;Was ist Mut? Was bedeutet es, mutig zu sein? Wie wird Mut rezipiert und inszeniert? Mit diesen Fragen haben sich Studierende in fünf verschiedenen geisteswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen, die in Kooperation mit der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Community of Practice (CoP) Public  Humanities&lt;/a&gt; entstanden sind, nicht nur selbst beschäftigt, sondern die Inhalte auch für eine Ausstellung in der &lt;a href=&quot;https://wissenswerkstadt.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bielefelder Wissenswerkstadt&lt;/a&gt; aufbereitet. Entstanden ist eine &lt;a href=&quot;https://wissenswerkstadt.de/mut&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;interdisziplinäre Ausstellung in der Wissenswerkstadt&lt;/a&gt;, die von Juli bis August 2025 interessierten Bielefelder*innen gezeigt hat, wie sich Geisteswissenschaftler*innen solchen Fragen nähern. Kleine und große Besucher*innen konnten Neues über mutige Figuren aus Geschichte und Literatur lernen, beim Spiel gegen Aristoteles ihre philosophischen Fähigkeiten testen und schließlich ihren ganz eigenen Mut-Begriff mit anderen Leuten teilen.&lt;/p&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/be5e4253-0e92-428f-8ffc-89932eb1697d&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/dd89c38b-f52e-488f-a998-d479f438a997&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag von Inga Gostmann (wissenschaftliche Hilfskraft in der CoP Public Humanities)&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was ist Mut? Was bedeutet es, mutig zu sein? Wie wird Mut rezipiert und inszeniert? Mit diesen Fragen haben sich Studierende in fünf verschiedenen geisteswissenschaftlichen Lehrveranstaltungen, die in Kooperation mit der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Community of Practice (CoP) Public  Humanities&lt;/a&gt; entstanden sind, nicht nur selbst beschäftigt, sondern die Inhalte auch für eine Ausstellung in der &lt;a href=&quot;https://wissenswerkstadt.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bielefelder Wissenswerkstadt&lt;/a&gt; aufbereitet. Entstanden ist eine &lt;a href=&quot;https://wissenswerkstadt.de/mut&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;interdisziplinäre Ausstellung in der Wissenswerkstadt&lt;/a&gt;, die von Juli bis August 2025 interessierten Bielefelder*innen gezeigt hat, wie sich Geisteswissenschaftler*innen solchen Fragen nähern. Kleine und große Besucher*innen konnten Neues über mutige Figuren aus Geschichte und Literatur lernen, beim Spiel gegen Aristoteles ihre philosophischen Fähigkeiten testen und schließlich ihren ganz eigenen Mut-Begriff mit anderen Leuten teilen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie hat das funktioniert? Koordiniert von Dr. Almut von Wedelstaedt und Dr. Matthias Buschmeier wurden fünf verschiedene Seminare in vier unterschiedlichen Disziplinen organisiert, gemeinsam das Thema Mut gefunden und mit der Wissenswerkstadt abgesprochen. Gemeinsam wurde ein Zeitplan für alle fünf Seminare entwickelt, der auf die Fertigstellung der Exponate und die Eröffnung der Ausstellung hinauslief. Die Seminare haben dann in der Philosophie (von Dr. Almut von Wedelstaedt &amp;amp; Dr. Anna Welpinghus), der Literaturwissenschaft (von Dr. Nils Rottschäfer), der Kulturvermittlung (von Dr. Heike Thienenkamp &amp;amp; Michael Mienert), und zwei Seminare in den Medienwissenschaften (je ein Seminar von Dr. Petra Pansegrau &amp;amp; Dr. Thomas Walden) stattgefunden. Bei zwei zusätzlichen vorbereitenden Treffen in der Wissenswerkstadt sind alle Studierenden und Lehrenden über ihre Seminare hinaus in den interdisziplinären Austausch gekommen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am 04. Juli 2025 wurde die Ausstellung feierlich eröffnet und die Besuchenden konnten in den nächsten Wochen durch die Exponate der Studierenden aus unterschiedlichen Disziplinen etwas über Mut erfahren. Die Philosophie-Studierenden haben unter anderem ein Brettspiel für die Besuchenden entwickelt, in dem man sich je nach Feld zum Beispiel kleinen Mutproben stellen oder Fragen beantworten muss und dabei gegen eine Statue von Aristoteles antritt, die man langsam aufbaut, wenn man eine Antwort nicht weiß oder sich nicht traut, eine Mutprobe abzulegen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/be5e4253-0e92-428f-8ffc-89932eb1697d&quot;&gt;&lt;img style=&quot;width:50%;&quot; alt=&quot;P1160594.jpg&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/be5e4253-0e92-428f-8ffc-89932eb1697d&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Bild 1 zeigt ein von Philosophie-Studierenden entwickeltes Brettspiel&lt;/i&gt;&amp;nbsp;©Sarah Jonek/Wissenswerkstadt&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Für sehr junge Besuchende gab es aus der Literaturwissenschaft zum Beispiel unterschiedliche Anhörstationen, bei denen Geschichten durch von den Studierenden gemalte Bilder und von ihnen eingesprochene Erzählungen klassischer Kindergeschichten erkundet werden konnten.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/1ce66e38-f3ea-42a4-89c0-a62034f51484&quot;&gt;&lt;img style=&quot;width:50%;&quot; alt=&quot;P1160624 (1).jpg&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/1ce66e38-f3ea-42a4-89c0-a62034f51484&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Bild 2 zeigt Kopfhörer und einen Stift, mit dem Bilder in der Ausstellung angetippt werden können, um passende Geschichten zu hören&amp;nbsp;&lt;/i&gt;©Sarah Jonek/Wissenswerkstadt&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/44d0b2eb-1a1a-4f77-8613-3c6060b95876&quot;&gt;&lt;img style=&quot;width:50%;&quot; alt=&quot;P1160645 (1).jpg&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/44d0b2eb-1a1a-4f77-8613-3c6060b95876&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Bild 3 zeigt Bilder, zu denen sich Besuchende mit Kopfhörern passende Geschichten anhören können&amp;nbsp;&lt;/i&gt;©Sarah Jonek/Wissenswerkstadt&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aus der Kulturvermittlung gab es unter anderem einen Mutautomaten. Dabei wählt man eine Postkarte mit einer Frage oder einer Aufforderung aus, auf die man etwas zu Mut schreibt oder malt. Dann wird sie oben in den Mutautomaten eingeworfen und man nimmt sich unten eine andere Karte heraus, die von einer anderen Person gestaltet und eingeworfen wurde.&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/22dab8c7-5b12-4d46-b567-11c9cde832b6&quot;&gt;&lt;img style=&quot;width:50%;&quot; alt=&quot;P1160599.jpg&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/22dab8c7-5b12-4d46-b567-11c9cde832b6&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Bild 4 zeigt einen von Studierenden gebauten Mut-Automaten, in den Notizen hineingeworfen und entnommen werden können&amp;nbsp;&lt;/i&gt;©Sarah Jonek/Wissenswerkstadt&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch ein digitales Exponat haben die Studierenden entwickelt: Studierende der Medienwissenschaften haben eine digitale Umgebung programmiert, in der Besuchende etwas über mutige Personen lernen konnten, die weniger bekannt sind. Viele dieser Personen kommen selbst auch aus Bielefeld und wurden von den Studierenden eigens befragt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/e9f5f99d-5bc6-4b7a-a7a8-37a387e256e3&quot;&gt;&lt;img style=&quot;width:50%;&quot; alt=&quot;P1160636.jpg&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/e9f5f99d-5bc6-4b7a-a7a8-37a387e256e3&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Bild 5 zeigt einen Bildschirm, auf dem Besuchende interaktiv etwas über mutige Personen lernen können&amp;nbsp;&lt;/i&gt;©Sarah Jonek/Wissenswerkstadt&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Viele weitere Exponate waren in der Ausstellung zu sehen. Die Vielzahl der Ideen der Studierenden und ihre Freude und ihr Engagement bei der Umsetzung haben die Ausstellung nachhaltig geprägt und die Besuchenden zum Mitmachen und Mitdenken angeregt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/2708698c-7e08-4884-93ed-6416c6ed97d0&quot;&gt;&lt;img style=&quot;width:50%;&quot; alt=&quot;P1160649.jpg&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/2708698c-7e08-4884-93ed-6416c6ed97d0&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Bild 6 zeigt eine Girlande, die aus Papier-Buchstaben das Wort „Mut“ bildet&amp;nbsp;&lt;/i&gt;©Sarah Jonek/Wissenswerkstadt&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;</content>
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      <title type="html">BIKI und Literaturwissenschaft - Versuch einer KI-basierten Gedichtanalyse</title>
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      <published>2025-10-17T17:45:30+02:00</published>
      <updated>2025-10-17T17:45:30+02:00</updated>
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          <summary type="html">&lt;p&gt;KI hat mittlerweile einen festen Platz im Alltag vieler Menschen gefunden. Auch im Bildungsbereich – etwa in der Schule oder in der Hochschule – ist der Einsatz von KI kaum mehr wegzudenken. An der Uni Bielefeld gibt es mit BIKI eine entsprechende Plattform. Das &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/bits/services/kuz/biki/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;KI-Portal „BIKI“&lt;/a&gt; dient den Nutzer*innen als anbieterunabhängige Lösung zur Verwendung von KI, basierend auf einem Large Language Model. Im Seminar ‚&lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/kvv_publ/publ/vd?id=498970783&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Lesen, Analysieren, Interpretieren. KI in Literatur- und Sprachwissenschaft&lt;/a&gt;’, das von Prof. Dr. Berenike Herrmann und Prof. Dr. Sina Zarrieß geleitet wurde, bildeten wir Arbeitsgruppen, die kleinere Projekte selbstständig durchführten. Wir nutzten darin BIKI-Sprachmodelle für die formale Analyse von Gedichten&lt;/p&gt; </summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag von Maja Doil, Melike Kalinci, Merve Kalinci, Luca Ridder&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Leben ohne Künstliche Intelligenz (KI)? Obwohl die bekannten Chatbots wie ChatGPT erst seit wenigen Jahren auf dem Markt sind, ist dies für viele Menschen inzwischen schon unvorstellbar. KI hat mittlerweile einen festen Platz im Alltag vieler Menschen gefunden und unterstützt sie bei der Bewältigung alltäglicher Aufgaben und Herausforderungen. Auch im Bildungsbereich – etwa in der Schule oder in der Hochschule – ist der Einsatz von KI kaum mehr wegzudenken und bei der Bearbeitung von Aufgaben in vielerlei Hinsicht Freund und Helfer. Auch die Uni Bielefeld hat das erkannt und stellt mit BIKI eine entsprechende Plattform zur Verfügung. Das &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/bits/services/kuz/biki/&quot;&gt;KI-Portal „BIKI“&lt;/a&gt; dient den Nutzer*innen als anbieterunabhängige Lösung zur Verwendung von KI, basierend auf einem Large Language Model. Doch kann man KI wirklich bedenkenlos nutzen, beispielsweise für die Analyse eines Gedichtes im Rahmen des Germanistikstudiums? Und wie gehen wir als angehende Deutschlehrer*innen mit KI um?&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gedichtanalyse per Prompt? Unser Versuch mit BIKI&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Seminar ‚&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/kvv_publ/publ/vd?id=498970783&quot;&gt;Lesen, Analysieren, Interpretieren. KI in Literatur- und Sprachwissenschaft&lt;/a&gt;’, das von Prof. Dr. Berenike Herrmann und Prof. Dr. Sina Zarrieß geleitet wurde, bildeten wir Arbeitsgruppen, die kleinere Projekte selbstständig durchführten. Das Ziel unseres Projektes bestand darin, vergleichend zu untersuchen, wie verlässlich die unterschiedlichen BIKI-Sprachmodelle in der formalen Analyse von Gedichten sind, also im Hinblick auf das Erkennen der Anzahl von Strophen, Versen und der Reimschemata. Grundlage der Untersuchung waren das Gedicht &lt;i&gt;Städter&lt;/i&gt; (1914) von Alfred Wolfenstein und ein Gedicht, das von einem Sprachmodell generiert wurde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Für unseren Versuch haben wir vier Sprachmodelle der universitären KI-Plattform BIKI ausgewählt: ChatGPT 4o mini, Llama 3.1, Qwen2.5 und Mistral Large. Aus Nutzer*innenperspektive funktionieren sie alle ähnlich. Man formuliert einen textuellen Prompt, also eine Anweisung oder Aufgabe, und erhält daraufhin eine textbasierte Antwort. Uns interessierte dabei weniger die Technik im Hintergrund, sondern vielmehr die Frage, wie zuverlässig diese Modelle Gedichte formal analysieren können. Die Funktionsweise der Large Language Models als neuronale Netzwerke mit ihren hunderten Milliarden Parametern und dem ‚Instruktionstuning‘, mit dessen Hilfe sie „menschlich“ kommunizieren können, haben wir im Seminar auch diskutiert.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als Textgrundlage haben wir zwei unterschiedliche Gedichte eingesetzt. Zum einen Wolfensteins expressionistisches Gedicht &lt;i&gt;Städter &lt;/i&gt;(1914, Erstveröffentlichung in Wolfensteins Gedichtband &lt;i&gt;Die Gottlosen Jahre&lt;/i&gt;), dessen Aufbau mit vier Strophen und einem systematischen Reimschema eine klare Überprüfung erlaubt, und zum anderen ein KI-generiertes Sonett, das wir über den Prompt „Erstelle mir ein Sonett.“ erzeugt haben. So konnten wir vergleichen, ob die Modelle bei einem kanonischen Gedicht, dessen Analyse auch im Netz einsehbar ist, andere Ergebnisse liefern als bei einem neu generierten Gedicht, zu dem für die Sprachmodelle keine Informationen im Netz abgreifbar sind.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Prompts waren für alle Modelle identisch, um die Antworten vergleichbar zu machen. In Abb. 1 sieht man den Prompt; Abb. 2 zeigt das Gedicht, das mit der KI generiert wurde.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/96d9449e-a66e-4970-81c6-e6cbf2846ac0&quot;&gt;&lt;img style=&quot;width:100%;&quot; class=&quot;&quot; alt=&quot;Abb1_Prompt1.png&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/96d9449e-a66e-4970-81c6-e6cbf2846ac0&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Abb. 1:&lt;/b&gt;  Prompt zur Analyse des Gedichts &lt;i&gt;Städter&lt;/i&gt; (1914) von Alfred Wolfenstein&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;In stiller Nacht, wenn Ruhe sanft erwacht,&lt;br&gt;Die Sterne flüstern leis im Himmelszelt, &lt;br&gt;Ein Funkeln, das die Seele tief erhellt,&amp;nbsp;&lt;br&gt;Und Hoffnung in das Herz voll Zuversicht.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Der Mond, er wacht, bewacht die Welt so sacht,&amp;nbsp;&lt;br&gt;Sein Licht durchbricht die Schatten, sanft und mild,&amp;nbsp;&lt;br&gt;Er zeigt uns Wege, still und unverhüllt,&amp;nbsp;&lt;br&gt;Und trägt die Träume in der dunklen Nacht.&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;So lehrt uns Nacht, Geduld und stilles Sein,&amp;nbsp;&lt;br&gt;Im Dunkel wächst die Kraft für neuen Tag,&amp;nbsp;&lt;br&gt;Denn jeder Abschied birgt den Anfang, klein,&amp;nbsp;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Und Hoffnung wächst, wenn keiner sie vermag.&lt;br&gt;Im Wechselspiel von Schatten und Licht,&amp;nbsp;&lt;br&gt;Findet unser Herz sein wahres Ich.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Abb. 2:&lt;/b&gt; Generiertes Sonett&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nachdem die Modelle ihre erste Analyse geliefert hatten und uns Fehler auffielen, baten wir um eine Selbstkorrektur: „Nicht alle Aussagen sind korrekt. Bitte korrigiere dich selbst.“ Damit wollten wir herausfinden, ob die Modelle in der Lage sind, eigene Fehler zu erkennen und zu verbessern – oder ob sie lediglich die erste Antwort wiederholen. Unser Versuch folgte also einem klaren Ablauf. Zuerst erhielten alle vier Modelle denselben Prompt, anschließend stellten wir die Selbstkorrekturfrage und das Ganze wiederholten wir sowohl mit dem Wolfenstein-Gedicht als auch mit dem KI-Sonett.  
Den Abschluss unseres Projektes bildete ein kleiner Ausblick. Wir fragten uns, ob besseres Prompting, in dem wir mehr lyrikologischen Input gaben, nennenswerte Auswirkungen auf unsere Ergebnisse haben könnte. Dies testeten wir aus zeitlichen Gründen lediglich an einem Modell und einem Gedicht: Llama 3.1 (BIKI) und dem oben erwähnten Gedicht Städter (1914). Wir stellten den nachfolgenden Prompt (Abb. 3), in dem wir die verschieden Reimschemata erklärten, in der Hoffnung, dies würde der KI in ihrer Analyse helfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/66fa4b8e-6413-47cb-889a-c392a992167c&quot;&gt;&lt;img style=&quot;width:100%;&quot; alt=&quot;Abb3_Prompt2.png&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/66fa4b8e-6413-47cb-889a-c392a992167c&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Abb. 3:&lt;/b&gt; Modifizierter Prompt zur Analyse des Gedichtes Städter (1914) von Alfred Wolfenstein mit Erläuterungen zu Reimschemata&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Von Versen und Strophen – wo BIKI scheitert&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vorab – keines der untersuchten Sprachmodelle war bei der Analyse unserer Gedichte verlässlich. Die Ergebnisse des ersten Prompting-Durchlaufes zum Gedicht &lt;i&gt;Städter&lt;/i&gt; (1914) waren allesamt falsch oder sehr ungenau. Die einzelnen Sprachmodelle unterschieden sich daher nicht wirklich in der Qualität ihrer Ergebnisse. Mistral Large und Llama 3.1 konnten die Strophenanzahl (vier) erkennen, aber vielleicht war auch das eher zufällig. Auffällig war vor allem, dass sich die Sprachmodelle durchweg einig darin waren, unsere Gedichte hätten vier Verse pro Strophe. Dies scheint also eine sehr übliche und daher für die Sprachmodelle wahrscheinliche Versanzahl zu sein. Dieser Fehler war überraschend, da wir davon ausgingen, der typische Sonett-Aufbau (4-4-3-3) müsste „bekannt“ sein.&amp;nbsp;&lt;b&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Die Sprachmodelle hatten außerdem Schwierigkeiten damit, das Reimschema so zu bestimmen, wie wir es von einer menschlichen Analyse gewohnt sind und die Verse anhand von fortlaufenden Buchstaben zu markieren (z.B. &lt;i&gt;stehn, fassen, Straßen, stehn &lt;/i&gt;= abba). Lediglich ChatGPT 4o mini verwendete diese Notation, allerdings auch nicht in korrekter Art und Weise.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auch die Aufforderung zur Selbstkorrektur half hier nicht. Hier muss jedoch angemerkt werden, dass wir keine spezifischen Fehler erwähnten oder klare Anforderungen an eine Verbesserung stellten. Interessant an diesen Korrekturen war, dass sich die Sprachmodelle meist inhaltlich nicht verbesserten – oder aus falschen Antworten andere falsche Antworten machten. Stattdessen gaben die korrigierten Antworten in gekürzter oder komprimierter Form   inhaltlich die ersten Versionen wieder.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da bereits dieser erste Teil unseres Projektes keine zuversichtlichen Ergebnisse lieferte, war es nicht verwunderlich, dass auch die Analysen zu unserem generierten Gedicht scheiterten. Interessanterweise versuchten in diesem Durchlauf mehr Modelle, das Reimschema anhand der oben benannten Notation zu bestimmen. Eigentlich wollten wir die Ergebnisse mit denen des existierenden Gedichtes noch en détail vergleichen, da wir in den Ergebnissen des zweiten Durchlaufs – im Gegensatz zum ersten Durchlauf – ,Vorwissen‘ der KIs zum formalen Aufbau in ihren Trainingsdaten ausschließen konnten. Aufgrund der durchweg falschen Analysen erübrigte sich dieser Schritt jedoch.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es folgte noch der kleine Versuch mit erweitertem Prompting anhand des Modells Llama 3.1 als Ausblick. Die Antworten (s. Abb. 7) unterschieden sich hier deutlich von denen der ersten Analyse, in der wir mit einem ungenaueren Prompt arbeiteten. So nutzte die KI beispielsweise den Tipp der Buchstabenzählung für Verse und gab Wörter an, die sich reimen sollten. Insgesamt war die Analyse jedoch in vielerlei Hinsicht ebenfalls nicht korrekt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Einige Ergebnisse&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Ergebnis nach dem ersten Prompt zu Städter (Abb.1) zeigen wir in Abb. 4:&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/db19f589-3925-4052-bf5f-053583e0ac58&quot;&gt;&lt;img style=&quot;width:50%;&quot; alt=&quot;Abb4_Ergebnis 1.png&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/db19f589-3925-4052-bf5f-053583e0ac58&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Abb. 4:&lt;/b&gt; Ergebnis der Gedichtanalyse auf der Basis vom ersten Prompt (siehe Abb. 1)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach dem ersten Prompt zum generierten Gedicht erhielten wir den nachfolgenden Output (Abb. 5):&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/61a125a0-f44b-4e3f-bfa2-4b1bac22474f&quot;&gt;&lt;img style=&quot;width:50%;&quot; alt=&quot;Abb5_Ergebnis 2.png&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/61a125a0-f44b-4e3f-bfa2-4b1bac22474f&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Abb. 5:&lt;/b&gt; Ergebnis der Gedichtanalyse eines zuvor generierten Sonetts&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach&amp;nbsp;der Selbstkorrektur zum generierten Gedicht erhielten wir wiederum ein anderes Ergebnis (Abb. 6):&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/b5d943a4-abef-458d-960d-c16d8c7a9fe4&quot;&gt;&lt;img style=&quot;width:50%;&quot; alt=&quot;Abb6_Ergebnis 3.png&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/b5d943a4-abef-458d-960d-c16d8c7a9fe4&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Abb. 6:&lt;/b&gt; Ergebnis der Gedichtanalyse eines zuvor generierten Sonetts nach einem Prompt zur Selbstkorrektur der Analyse&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Vergleich der Ergebnisse des lyrikologischen Prompts (Abb. 3) und des Ursprungsprompts (Abb. 1). zeigen sich ebenfalls unterschiedliche Analysevorschläge für dasselbe Gedicht von Alfred Wolfenstein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/200595f9-bdeb-49a6-bceb-f3eb164b5c40&quot;&gt;&lt;img style=&quot;width:50%;&quot; alt=&quot;Abb7_1_Ergebnis 4.png&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/200595f9-bdeb-49a6-bceb-f3eb164b5c40&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/dd89c38b-f52e-488f-a998-d479f438a997&quot;&gt;&lt;img style=&quot;width:50%;&quot; alt=&quot;Abb7_2_Ergebnis 5.png&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/dd89c38b-f52e-488f-a998-d479f438a997&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Abb. 7:&lt;/b&gt; Vergleich der Ergebnisse für den lyrikologischen Prompt (Abb. 3) und des Ursprungsprompts (Abb. 1)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Lernen aus Grenzen: Kritischer Umgang mit BIKI ist entscheidend&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Letztlich stellt sich die Frage: Warum hat die KI hier so schwach abgeschnitten? Unsere Versuche zeigen, dass die BIKI-Modelle selbst bei einer vermeintlich klaren und regelbasierten Aufgabe – dem Zählen von Strophen und Versen sowie der Bestimmung des Reimschemas – durchgehend fehlerhafte Ergebnisse geliefert haben. Ein Grund dafür könnte in den Lücken der Trainingsdaten liegen. Die Modelle sind in der Regel nicht speziell auf literarische oder gar lyrische Textanalyse trainiert, sondern auf breite Sprachverwendung, also nicht auf Verse, Strophen und Reime. Hinzu kommt ein mangelndes Kontextverständnis. Die KI scheint zwar ein basales ‚Verständnis‘ von formalen Strukturen zu haben, kann diese aber nicht zuverlässig auf Gedichte übertragen, in denen unter anderem Zeilenumbrüche, Enjambements oder typografische Feinheiten eine Rolle spielen. Auch die Selbstkorrektur zeigt, dass die Modelle eher ihre ursprünglichen Fehler in anderem Wortlaut wiederholten, anstatt sie kritisch zu überarbeiten. Keines der Modelle zeigt also ein echtes, dem Menschen vergleichbares Verständnis von Reimen, Versen und Strophen. Stattdessen simulierten sie diskursiv ein solches, indem sie scheinbar ernsthafte Analysen produzierten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unsere Ergebnisse machen deutlich, dass KI im literaturwissenschaftlichen Kontext zwar als Hilfsmittel Potenzial hat, aber ihre Grenzen klar (und fortlaufend) benannt werden müssen. Sie kann derzeit als Impulsgabe oder als erste Strukturierungshilfe dienen, ersetzt jedoch keinesfalls die genaue menschliche Analyse und Interpretation. Zwar können sie, wie im generierten Gedicht deutlich wird, abstraktere und für Menschen eher schwierigere Aufgaben lösen, beispielsweise indem sie oftmals recht treffend allgemeine Aspekte der ‚Bedeutung‘ von Gedichten nennen. Jedoch scheitern sie (derzeit) sichtbar an der formalen Analyse. Unser kleines Projekt zeigt deutlich, dass die LLMs Sprache und Kognition simulieren – sie arbeiten probabilistisch, also nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip, sie denken und analysieren aber nicht selbst. Manchmal fällt das nicht auf – bei der Art der formalen Analyse, die wir in Auftrag gaben, aber eben schon. Gerade im Unterricht könnte die Auseinandersetzung mit fehlerhaften KI-Ergebnissen produktiv sein: Schüler*innen lernen dadurch, kritisch mit maschinellen Antworten umzugehen und die eigenen analytischen Fähigkeiten zu schärfen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Als Studierende haben wir gelernt, dass es wichtig ist, eine kritische Distanz gegenüber KI-Ergebnissen zu bewahren, uns aber auch damit auseinanderzusetzen, wie sie funktionieren (Generieren von wahrscheinlichen Antworten mittels zwei Arten von Modellen: den riesigen Sprachdaten und den Instruktionen, die dafür sorgen, dass sie so ‚menschlich‘ interagieren). Der Schein von Objektivität, Präzision und auch ‚Menschlichkeit‘, den Sprachmodelle erzeugen, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Ergebnisse trotz sprachlicher Richtigkeit oft unzuverlässig sind. Gleichzeitig wurde für uns klar, dass der methodische Umgang mit KI (z. B. präzisere Prompts, gezielte Aufgabenstellungen) entscheidend für die Qualität der Antworten ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Für weitere Versuche wäre es sinnvoll, mit noch spezifischeren Prompts zu arbeiten, die die Modelle stärker anleiten. Auch ein Vergleich mit spezialisierten literaturwissenschaftlichen Annotations-Tools könnte Aufschluss geben, wo generative KI an ihre Grenzen stößt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Arbeit mit den BIKI-Modellen hat uns gezeigt, dass die KI in der Lage ist, neue Perspektiven anzubieten, doch so wie ihre formale Gedichtanalyse unzuverlässig bleibt, verrät sie, dass sie das ‚Denken‘ eben simuliert. Für Forschung und Unterricht bedeutet das: KI ja – aber nie ohne kritisches Gegenlesen auf der Grundlage von echter Beurteilungskompetenz. Gerade darin liegt die Chance. Denn wer sich mit den Fehlern der Maschine auseinandersetzt, schärft den eigenen Blick für Sprache und Literatur.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;</content>
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      <id>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/digitale-unterst-uuml-tzung-im</id>
      <title type="html">Digitale Unterst&amp;uuml;tzung im Laborpraktikum: Projekte, Umsetzung und erste Evaluationen &amp;ndash; Ein Erlebnisbericht aus BiLinked</title>
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      <published>2025-03-31T15:29:19+02:00</published>
      <updated>2025-03-31T15:31:44+02:00</updated>
      <category term="Innovative Lehrprojekte"
                label="Innovative Lehrprojekte"/>
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          <category term="mintconnect" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <summary type="html">Standen Sie schon einmal mit einer Mikropipette in der Hand im Labor und wussten nicht, wohin mit sich? 

In digiPrak können Lehrende für jeden Versuch im Laborpraktikum eine eigene Step-by-Step-Anleitung anlegen, die die Studierenden über ihre digitalen Endgeräte abrufen und durchlaufen können. Zu diesem Zweck wurden die Durchführungsschritte aus Praktikumsskripten für Experimente in biologischen Laborpraktika der Medizin in sinnvolle Abschnitte gebündelt und jeweils als eine Aufgabengruppe im digitalen Assistenzsystem „digiPrak“ eingebunden.  </summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;Ein Beitrag von Lea Zoé Schäfer aus der &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/mint-connect/&quot;&gt;Community of Practice MINTconnect&lt;/a&gt; im Projekt &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/index.xml&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Standen Sie schon einmal mit einer Mikropipette in der Hand im Labor und wussten nicht, wohin mit sich?&lt;/i&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Falls ja, dann geht es Ihnen genauso wie hunderten MINT-Studierenden der Universität Bielefeld jedes Jahr im ersten Semester. Ich bin Lea Zoé Schäfer und war in meinem ersten Semester des Studiums der Molekularbiologie eine von genau diesen Studierenden. Mittlerweile habe ich meinen Master abgeschlossen und stehe nur noch selten planlos im Labor, aber freue mich mit meiner Arbeit seit Ende 2022 im Teilprojekt “DigiPrakMed” der CoP MINTconnect aus dem Projekt BiLinked den Studierenden der Medizin den Einstieg in die Laborarbeit über ein digitales Assistenzsystem (digiPrak) zu erleichtern. Dabei ist das zugrunde liegende Ziel, die Selbstständigkeit und Kompetenzentwicklung im methodischen Bereich der Laborarbeit der Studierenden zu fördern und so den Lehrenden die Möglichkeit zu geben, die inhaltlichen Aspekte der Experimente tiefer zu erklären.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Mit digiPrak leichter durchs Laborpraktikum&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In digiPrak können Lehrende für jeden Versuch im Laborpraktikum eine eigene Step-by-Step-Anleitung anlegen, die die Studierenden über ihre digitalen Endgeräte abrufen und durchlaufen können. Zu dem Zweck haben meine Kolleg*innen und ich die Durchführungsschritte aus den ursprünglichen Praktikumsskripten für die Experimente in sinnvollen Abschnitten gebündelt und sie jeweils als eine Aufgabengruppe im digitalen Assistenzsystem „digiPrak“ eingebunden.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/7b3ef2bf-6eaf-4c82-a1e1-986861a82f1e&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;digiPrak_min.jpg&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/7b3ef2bf-6eaf-4c82-a1e1-986861a82f1e&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Foto zeigt die Bedienoberfläche von digiPrak, die auftaucht, wenn man eins der Skripte als Nutzer*in durchläuft. Foto: ©Annika Zurowietz&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um den Nutzer*innen mehr Sicherheit in der Durchführung der einzelnen Schritte zu geben, werden die Aufgabengruppen zusätzlich mit Erklärvideos, -fotos und/oder Grafiken versehen, die die Studierenden als optionale Hilfsmittel verwenden können. Alle Erklärmedien sind selbst erstellt und reichen inhaltlich von „Wo ist bei einer Platte mit Nährmedium oben und unten und wie beschrifte ich sie am besten?“ über „Wie benutze ich eine Mikropipette?“ bis hin zu „Wie verschließe ich Platten richtig, um nicht versehentlich humanpathologische Bakterien aus Abklatschtests freizusetzen?“. Dafür werden die Versuche exemplarisch in den Praktikumsräumen von uns durchgeführt und gefilmt. Dabei werden die gleichen Materialien genutzt, die auch den Studierenden im Praktikum zur Verfügung stehen, um möglichst viel Wiedererkennungswert in den Erklärvideos zu gewährleisten.&amp;nbsp;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;div style=&quot;--aspect-ratio:16/9;&quot;&gt;

&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Hier ist exemplarisch ein Hilfsvideo zu sehen, das in den Anleitungen verwendet wird. Gezeigt wird, wie man Abklatschplatten richtig mit Parafilm verschließt, um das Austreten von potenziell humanpathologischen Organismen zu verhindern. Video: ©Lea Zoé Schäfer &amp;amp; Annika Zurowietz&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Parallel zur reinen Durchführungsanleitung der praktischen Laborarbeit haben wir auch eine Lernerfolgskontrolle in Form von kurzen Multiple-Choice-Abfragen oder beispielsweise Rechenaufgaben eingebunden. Bei Bedarf sind im Assistenzsystem kleine Hilfestellungen hinterlegt, um die Studierenden beim Bearbeiten der Aufgaben zu unterstützen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bisher haben wir über anonymisierte Evaluationen positives Feedback von den Studierenden zur Nutzung von digiPrak bekommen, die sich teilweise auch eine Nutzung des Programms in anderen Praktika wünschen. (Die anonymisierten Umfragen lassen sich übrigens auch problemlos in digiPrak verlinken, was die Teilnahmewilligkeit an Lehrevaluationen der Studierenden enorm erhöht.) Da ich digiPrak selbst schon als Studierende in einem meiner Masterpraktika nutzen durfte, kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass es mir auf jeden Fall die Berührungsängste mit neuen Methoden nehmen konnte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Weitere digitale Formate in biologischen Laborpraktika der Medizin&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Neben digiPrak haben wir noch weitere Projekte, in denen Digitalisierung zur Lehrunterstützung genutzt wird. So führen wir in einigen Praktika, vor allem in den höheren Semestern, digitale Exkursionen durch. Die Studierendengruppen sind meist zu groß, um sich gemeinsam die Bedienung größerer und komplizierterer Laborgeräte wie Massenspektrometer oder Sequenzierer anzuschauen, die oft in kleinen Laboren untergebracht sind. Deshalb ist es einfacher, die Studierenden durch eine live-Übertragung digital mitzunehmen, während die Expert*innen die Geräte zeigen und erklären.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Außerdem habe ich in Kooperation mit meiner damaligen Kollegin Margit Offermann eine digitale Sicherheitsbelehrung mit Lernerfolgskontrolle in Form eines interaktiven Videos erstellt, um die Auffrischung der Sicherheitsvorschriften nach der initialen Belehrung im ersten Semester zu vereinfachen. Dabei werden generelle Sicherheitsvorgaben in Laboren erläutert, sowie Verhalten im Brandfall und bei Unfällen. Die Belehrung ist modular gehalten, sodass sie für andere Labore mit anderen Vorschriften relativ einfach zu erweitern wäre.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zusammenfassend nutzen wir also digiPrak, um eine bessere methodische Durchführung zu ermöglichen, eine parallele Lernerfolgskontrolle durchzuführen und den Studierenden mehr Selbstsicherheit im Laboralltag mitzugeben, damit niemand mehr planlos mit der Mikropipette in der Hand im ersten Laborpraktikum stehen muss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Da ich keines der Projekte allein hätte durchführen können oder wollen, möchte ich an dieser Stelle kurz alle Personen nennen, die mit mir gemeinsam am Unterprojekt von MINTconnect der Biologie und der Medizin beteiligt sind oder waren: &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=179268&quot;&gt;Dr. Hanna Bednarz&lt;/a&gt;, &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=150176730&quot;&gt;Dr. Judith Martha Neumann&lt;/a&gt;, &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=21913&quot;&gt;Prof. Dr. Karsten Niehaus&lt;/a&gt;, &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=443405171&quot;&gt;Margit Offermann&lt;/a&gt;, Moritz Spallek, Femke van Dijk und &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=109490137&quot;&gt;Annika Zurowietz&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;</content>
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      <id>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/partizipation-von-studierenden-mehr-als</id>
      <title type="html">Partizipation von Studierenden: Mehr als Anwesenheit im Seminar</title>
      <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/partizipation-von-studierenden-mehr-als"/>
      <published>2024-10-24T11:52:46+02:00</published>
      <updated>2024-10-28T10:22:30+01:00</updated>
      <category term="Innovative Lehrprojekte"
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          <summary type="html">Die Seminare und Vorlesungen an der Uni richten sich an Studierende. Aber was denken sie eigentlich selbst über die Angebote und Möglichkeiten in ihrem Studium? Wie passen die Veranstaltungen in ihrem Stundenplan zu den Erwartungen, die sie an ihr Studium haben? Und welche zusätzlichen Gelegenheiten wünschen sie sich, um sich über die Inhalte ihrer Fächer auszutauschen? Fragen wie diese können Studierende authentischer beantworten als Lehrende. </summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;&lt;span style=&quot;font-size:24px;&quot;&gt;&lt;b&gt;Studierende bringen sich in Communities of Practice in die Lehrentwicklung ein
&lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Seminare und Vorlesungen an der Uni richten sich an Studierende. Aber was denken sie eigentlich selbst über die Angebote und Möglichkeiten in ihrem Studium? Wie passen die Veranstaltungen in ihrem Stundenplan zu den Erwartungen, die sie an ihr Studium haben? Und welche zusätzlichen Gelegenheiten wünschen sie sich, um sich über die Inhalte ihrer Fächer auszutauschen? Fragen wie diese können Studierende authentischer beantworten als Lehrende.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aus diesem Grund arbeiten im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt; Studierende in unterschiedlichen &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/#&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Communities of Practice (CoP)&lt;/a&gt; mit und teilen ihre Sichtweise auf Ideen zur Lehre oder entwickeln selbst Formate. Die verschiedenen Communities of Practice in BiLinked sind kleine Arbeitsgruppen von Studierenden und Lehrenden, die sich mittlerweile seit mehreren Jahren regelmäßig im Semester treffen und auch untereinander austauschen. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP „Public Humanities“&lt;/a&gt; beteiligen sich dafür als Studierende unter anderem Annika Eimann (Master Genome Based Systems Biology), Inga Gostmann (Master Gender Studies) und Larissa Mellies (Bachelor Philosophie). Die CoP arbeitet daran, digitale Produkte in den Lehrveranstaltungen geisteswissenschaftlicher Fächer zu erstellen. Dieses Jahr haben sie außerdem erstmals eine studentische Tagung für andere Studierende aus den Geisteswissenschaften organisiert. In diesem Interview berichten sie von der Planung der Tagung und wie Lehrende Studierende dabei unterstützen können, Ideen wie diese umzusetzen. Sie sprechen mit Johanna Springhorn, der Koordinatorin vom BiLinked Projekt.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Johanna Springhorn: &lt;/b&gt;Wie ist es für euch als Studierende, dass ihr in eurer CoP zusammen mit Lehrenden an ihrer Lehre arbeitet? 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Larissa Mellies:&lt;/b&gt; Unser Projekt profitiert besonders von der Zusammenarbeit von Studierenden und Lehrenden. Für mich persönlich war diese Art der Zusammenarbeit zwischen mir als „Studentin“ und den Lehrenden als „Vorgesetzten“ besonders bereichernd während meines ersten Studienjahrs: ich habe die Uni und ihre ganzen Strukturen viel besser kennen lernen können. Man bekommt als Studierende sonst nicht so schnell einen „Blick hinter die Kulissen“. Das ist eine spannende Erfahrung. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
&lt;b&gt;JS:&lt;/b&gt; Wie sieht das dann ganz konkret aus – ist es als Studentin manchmal auch schwierig, Lehrenden Feedback zu geben oder eigene Ideen zu teilen? &lt;/p&gt;&lt;p&gt;

&lt;b&gt;LM:&lt;/b&gt; Im Team besprechen wir Themen, kommende Projekte und Aufgaben auf Augenhöhe zwischen Studierenden und Lehrenden. Die Hierarchie zwischen Studierenden und Lehrenden ist natürlich trotzdem nie ganz abgeflacht. Dennoch wird meine Sicht als Studentin wertgeschätzt und gehört. Besonders bereichernd an der Zusammenarbeit ist, die andere Perspektive kennen zu lernen - ich als Studentin lerne die Sichtweise der Lehrenden kennen und verstehen und andersherum. So lernen beide Seiten, was für die jeweils andere Seite wichtig ist, was mitgedacht werden sollte und wie man sich gegenseitig unterstützen kann. Ein Beispiel für eine Zusammenarbeit, in der wir Studierenden der CoP eine eigene Idee umgesetzt haben und dabei von den Koordinator*innen unterstützt wurden ist unsere studentische Tagung.

&lt;/p&gt;&lt;h6 class=&quot;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=&quot;font-size:36px;&quot;&gt;&amp;quot;Im Team besprechen wir Themen, kommende Projekte und Aufgaben auf Augenhöhe zwischen Studierenden und Lehrenden.&amp;quot;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/h6&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;JS:&lt;/b&gt; Worum ging es bei eurer studentischen Tagung und was war euch dabei besonders wichtig? 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Annika Eimann:&lt;/b&gt; Im Juni diesen Jahres hatten wir als studentische Mitarbeitende der CoP die Gelegenheit eine Tagung zu veranstalten. Unter dem Titel „Mehr als Bücher ohne Bilder: Die Zukunft des Studiums in den Geisteswissenschaften“ wollten wir Studierende zum Nachdenken und Austausch anregen:&lt;i&gt; Was sind die Wünsche und Anforderungen von Studierenden an das Studium der Zukunft? Welche Ideen haben Studierende für die Gestaltung von Hochschulen und Lehrplänen? Was wünschen sich Studierende eigentlich für innovative Lern- und Lehrveranstaltungen?&lt;/i&gt; Unter anderem kamen hier Vorträge über die Analyse multimedialer Phänomene wie Let‘s Play-Videos oder auch über die Relevanz von Inklusion an Hochschulen zusammen. 
Durch unsere studentische Tagung konnten wir die teilnehmenden Studierenden an dem Ziel unserer CoP teilhaben lassen. Neben den inhaltlichen Erarbeitungen wird es immer wichtiger diese im digitalen und öffentlichen Raum präsentieren zu können.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;img alt=&quot;Foto der Tagung&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/680dbfb3-8db8-4000-ad42-d2318d198d70&quot;&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;©Annika Eimann&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;JS:&lt;/b&gt; Wie habt ihr es als Studierende erlebt, erstmalig selbständig eine Tagung zu organisieren?
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;AE:&lt;/b&gt; Als Organisator*innen für diese Tagung haben wir Studierenden aus der CoP viel Verantwortung übernommen. Es war schön zu sehen, dass die Koordinator*innen uns vertraut haben, Ideen angenommen und Unterstützung geboten haben. Auch wir als studentische Mitarbeitende haben durch die Arbeitsaufteilung Vertrauen ineinander gewonnen. Denn auch wenn wir zwischendurch etwas verunsichert waren, haben wir es gemeinsam geschafft. Von Studierenden für Studierende.
&lt;/p&gt;&lt;h6 class=&quot;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=&quot;font-size:36px;&quot;&gt;&amp;quot;Es war schön zu sehen, dass die Koordinator*innen uns vertraut haben, Ideen angenommen und Unterstützung geboten haben.&amp;quot;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/h6&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;JS:&lt;/b&gt; Ihr habt mittlerweile ja ganz unterschiedliche Erfahrungen gesammelt. Was ist aus eurer Sicht wichtig, damit Studierende sich gut einbringen können? 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Inga Gostmann: Damit studentische Ideen wie diese Tagung umgesetzt werden können und Studierende an der Gestaltung ihrer Lehre partizipieren können, sind unterschiedliche Punkte hilfreich. Eine zentrale Voraussetzung für erfolgreiche studentische Partizipation ist eine offene und transparente Kommunikation. Es ist wichtig, dass wir als Studierende verstehen, dass und in welchem Umfang wir Einfluss nehmen und Ideen umsetzen können. Lehrende kennen die Strukturen der Uni und wissen, wer für etwas ansprechbar ist und was zum Beispiel beim Planen von Veranstaltungen wie unserer Tagung zu beachten ist. Für die meisten Studierenden ist die Uni weniger durchsichtig und die verschiedenen Anlaufstellen sind für uns nicht selbstverständlich.&lt;/p&gt;&lt;h6 class=&quot;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=&quot;font-size:36px;&quot;&gt;&amp;quot;Damit studentische Partizipation für alle Studierenden funktionieren kann, braucht es (zeitliche) Freiräume für die Mitgestaltung von Lehre im Curriculum&amp;quot;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/h6&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;JS:&lt;/b&gt; Wie können Lehrende Studierende denn zum Beispiel dabei unterstützen, die Uniabläufe besser zu verstehen?
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;IG:&lt;/b&gt; Es ist immer hilfreich, wenn Lehrende klar kommunizieren, in welchem Umfang Veränderung und Mitwirkung zum Beispiel direkt in ihren Lehrveranstaltungen oder aber auch bei der Planung von anderen Veranstaltungen möglich sind. Bei der Umsetzung unserer studentischen Ideen für die Lehre können Lehrende ihr Wissen über die Strukturen der Uni nutzen und Studierende auf entsprechende Ansprechpartner*innen hinweisen oder ihnen die Kommunikation abnehmen. So haben wir zum Beispiel pragmatisch bei der Planung der Tagung die Suche nach einem passenden Raum an die CoP-Koordinator*innen abgegeben. Wir hätten uns erst mit der Raumbuchung bei uns an der Uni beschäftigen müssen, die Koordination war damit allerdings schon vertraut. Eine pragmatische Aufgabenverteilung nach Interessen und Kompetenzen schont so die Kapazitäten der Studierenden. So haben wir Studierende mehr Zeit, tiefgehend inhaltlich zu arbeiten, was wiederum auch die Kapazitäten der Lehrenden schont.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Kapazitäten von Studierenden zu schonen ist wichtig – immerhin ist unsere Hauptaufgabe unser Studium. Damit studentische Partizipation für alle Studierenden funktionieren kann, braucht es (zeitliche) Freiräume für die Mitgestaltung von Lehre im Curriculum. So haben Studierende, die bereits durch ihr Studium und andere Verpflichtungen stark eingespannt sind, den nötigen Raum und die Kapazitäten, sich in partizipative Prozesse einzubringen, ohne dass dies zu einer zusätzlichen Belastung wird. In der CoP kommunizieren wir unsere Kapazitäten, zum Beispiel beim Schreiben von Abschlussarbeiten, klar und beachten diese bei der Aufgabenverteilung. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;JS: &lt;/b&gt;Gibt es noch weitere Aspekte, die euch als Studierende für die Zusammenarbeit mit Lehrenden wichtig sind?
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;IG:&lt;/b&gt; Wie von Larissa schon angesprochen, ist es neben zeitlichen Ressourcen für Studierende manchmal auch schwierig, keine zu große Hierarchie zu ihren Lehrenden wahrzunehmen. Insbesondere marginalisierte Studierende, deren Ideen zur Gestaltung von Lehre helfen könnten, Lehre zugänglicher zu machen, spüren vielleicht eine zu große Hierarchie zwischen sich und ihren Lehrenden, die schwer zu überwinden ist. So wird es schwer, ehrliches und auch mal kritisches Feedback zu geben und sich zu trauen, eigene Ideen zu äußern. Wenn Statusunterschiede dazu führen, dass sich Studierende eingeschüchtert fühlen, hilft ein wertschätzendes Arbeitsumfeld und die Anerkennung der Expertise der Studierenden.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;JS:&lt;/b&gt; Was könnt ihr mit Blick auf die Gestaltung von Lehre als Studierende besonders gut beisteuern?
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;IG:&lt;/b&gt; Während Lehrende die Strukturen der Uni kennen, wissen Studierende, wie man studiert. Wie schreibt man mit, wie sollte ich meine Prioritäten setzen, wie funktioniert das eKVV, wie erstelle ich mir einen Stundenplan, wo ist der schönste Platz zum Lernen, wann beginne ich mit der Prüfungsvorbereitung, wann habe ich Zeit für weitere Angebote der Uni und wie und wann erreicht man mich und andere Studierende am besten mit solchen Angeboten. Solche Fragen können Studierende authentischer beantworten als Lehrende und in einer engen Zusammenarbeit wie bei uns in der CoP können solche Überlegungen pragmatisch an uns Studierende abgegeben werden. Sich selbst und Studierenden klarzumachen, dass genau dieses Wissen für die Zusammenarbeit mit Studierenden und die Gestaltung von Lehre wichtig ist, macht einen Unterschied. Damit Studierende mitarbeiten und ihre studentische Perspektive auf Lehre einbringen können, müssen sie nicht erst etwas dazu lernen – sie müssen einfach studieren. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wer als Lehrende*r zum Beispiel digitale Angebote für Studierende gestaltet, profitiert von der Zusammenarbeit mit Studierenden und unserer studentischen Expertise durch lebensnahe Beispiele und Fragen, die uns Studierende wirklich beschäftigen. So entsteht ein Lehrangebot, das nah am Leben der Studierenden und an ihren tatsächlichen Sorgen und Fragen ist. Um für möglichst viele Studierende relevant zu sein lohnt es sich, ein diverses Team aus Studierenden mit unterschiedlichen Perspektiven einzubinden. Digitale Plattformen können die Zusammenarbeit mit mehreren Studierenden erleichtern und ein asynchrones Arbeiten je nach Kapazitäten der einzelnen ermöglichen. Bringen Studierende ihre Perspektive in die Gestaltung von Lehre mit ein, so wird die Lehre für sie interessanter, relevanter und angepasster an ihre unterschiedlichen Lebensrealitäten.
&lt;/p&gt;</content>
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      <title type="html">Kanon lesen neu gedacht? Die vielversprechende Verbindung von analog und digital.</title>
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      <published>2024-10-09T10:45:00+02:00</published>
      <updated>2024-10-09T10:45:00+02:00</updated>
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          <summary type="html">Von Louisa-Sophie Wieske &amp; Patricia Schindéle

Kanonische Texte neu lesen? Die Kombination von „klassischer“ Literaturwissenschaft und den Digital Humanities ermöglichten uns und einigen Lehramtsstudierenden im Sommersemester 2024 genau das.

Im Zuge des literaturwissenschaftlichen Seminars Kanonische Texte mit digitalen und analogen Mitteln lesen: Realismus und Naturalismus (230428), konzipiert von Prof. Dr. Berenike Herrmann und Dr. Mareike Gronich, konnten wir kanonische Texte mit innovativen technischen Möglichkeiten neu erleben.

Im Zentrum des Seminars stand die Beschäftigung mit der Lektüre von Texten, die rund um den Epochenumbruch „um 1900“ kanonisch häufig dem bürgerlichen/poetischen Realismus und Naturalismus zugeordnet werden. </summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;Von Louisa-Sophie Wieske &amp;amp; Patricia Schindéle&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kanonische Texte neu lesen? Die Kombination von „klassischer“ Literaturwissenschaft und den Digital Humanities ermöglichten uns und einigen Lehramtsstudierenden im Sommersemester 2024 genau das.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Zuge des literaturwissenschaftlichen Seminars Kanonische Texte mit digitalen und analogen Mitteln lesen: Realismus und Naturalismus (230428), konzipiert von Prof. Dr. Berenike Herrmann und Dr. Mareike Gronich, konnten wir kanonische Texte mit innovativen technischen Möglichkeiten neu erleben.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Zentrum des Seminars stand die Beschäftigung mit der Lektüre von Texten, die rund um den Epochenumbruch „um 1900“ kanonisch häufig dem bürgerlichen/poetischen Realismus und Naturalismus zugeordnet werden. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir empfanden die Seminaratmosphäre als motivierend und angenehm, bedingt auch durch die anhaltend hohe Teilnehmer*innenzahl. Durch stetiges interaktives Arbeiten entwickelte sich über das Semester hin eine angenehme und produktive Arbeitsatmosphäre.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Neben einer Einführung in den Kanonbegriff und einer kritischen Auseinandersetzung mit Epochenbegriffen und Epochenzugängen haben wir uns intensiv mit dem Distant Reading beschäftigt. Während das Close Reading die „klassische Textarbeit“ widerspiegelt, bei der ein Text sorgfältig und präzise ins Zentrum der eigenen Analyse und Interpretation gestellt wird, wird beim Distant Reading mithilfe verschiedener (technischer) Tools und Programme der analytische Zugang zu einem größeren Textkorpus ermöglicht. Wir konnten die Praxis des Distant Readings im Seminar kennenlernen und die Dozierenden ermöglichten uns das eigene Ausprobieren und „Basteln“ mit Tools wie beispielsweise Voyant. Bei Voyant handelt es sich um ein digitales Lese- und Analysetool für Textkorpora. Die Arbeit mit Voyant war dabei ein völlig neuer Zugriff auf Literatur und vor allem Literaturkorpora. Aufgrund dessen stellte diese Arbeit einen spannenden Kontrast zu anderen Seminaren dar, die eher im Sinne einer „klassischen“ Literaturwissenschaft konzipiert waren. Die Zusammenführung von Literaturwissenschaften und Digital Humanities war dabei eine innovative und völlig neue Erfahrung für uns. Zudem ermöglichte der Besuch von Doktorand*innen der Digital Humanities die intensivere Auseinandersetzung mit dieser Fachrichtung und bot die Möglichkeit, konkrete Fragen zu stellen.  
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Interesse an dieser Art von Seminaren wurde durch die Veranstaltung nicht nur bei uns geweckt, was sich wohl auch durch die anhaltend hohe Teilnehmer*innenzahl bestätigen lässt. Gerade auch das Teamteaching war hier besonders gewinnbringend, da die Verbindung der beiden Sphären auch durch Prof. Dr. Berenike Herrmann und Dr. Mareike Gronich verkörpert wurde, die den Inhalt durch Ihre jeweiligen Expertisen in teils dialogischen Gesprächen besonders gut vermitteln konnten. Vor allem, weil sich in diesen Gesprächen Fragen oder Probleme ergeben haben, die so gemeinsam mit allen diskutiert werden konnten. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Für die meisten von uns Studierenden waren die Digital Humanities etwas, mit dem wir bisher kaum oder gar nicht in Berührung gekommen sind. Es war spannend zu erfahren, welche Untersuchungsmöglichkeiten die Tools bieten, die vorher nicht möglich waren, wie Fragestellungen des Close Readings so operationalisiert werden konnten, dass sie für Voyant fruchtbar wurden und wie beide gemeinsam beeindruckend differenzierte und umfangreiche Analyseergebnisse hervorbringen konnten. Dies fand seinen Höhepunkt in den in Partner*innenarbeit erarbeiteten Postern, die das Ergebnis einer solchen Untersuchung und Analyse unterschiedlicher literarischer Werke des Realismus und Naturalismus waren und in einer Art Museumsrundgang im Seminar gemeinsam betrachtet und besprochen werden konnten. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/4d1b7a60-a6e4-4a27-840d-18e4338a439d&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Kanonlesen-Plakat_Immensee_Wieske_Schindéle.jpg&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/4d1b7a60-a6e4-4a27-840d-18e4338a439d&quot; style=&quot;width:712.25px;height:1007.52px;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Insbesondere auch für Lehramtsstudierende und die Perspektive Schule und Unterricht, verspricht diese Verbindung von Distant- und Close Reading wirkungsvoll zu sein. Sie könnte in dem oft festgefahrenen Umgang mit Literatur, genauer gesagt kanonischen Klassikern, an der Schule die Möglichkeit bieten, unterschiedliche und neue Zugänge zu Literatur zu schaffen. Voyant und andere Tools des Distant Readings bieten nicht nur durch die Digitalität eine Verbindung zur Lebenswelt der Schüler*innen, sondern ermöglichen durch ihr strukturiertes System und die mathematischen Hintergründe auch, der heterogenen Klasse gerechter zu werden. Vor allem Schüler*innen, die sich durch das klassische „Besprechen“ von Literatur im Unterricht nicht oder wenig angesprochen und abgeholt fühlen oder ihre Stärken beispielsweise tendenziell in den MINT-Fächern verorten, könnten hier mit ihren Fähigkeiten Erfolgserlebnisse erfahren und so auch Interesse an Literatur gewinnen. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir persönlich würden uns freuen, facettenreiche und verbindende Seminare wie dieses häufiger im Studienangebot zu finden. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Diese Veranstaltung ist im Rahmen vom Projekt &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt; entstanden, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam digitale Lehr-/Lernformate entwickeln und erproben. Bei der Umsetzung stehen die studentische Partizipation und Kollaboration im Fokus.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;</content>
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      <title type="html">R&amp;uuml;ckschau &amp;ndash; Digital Literacy mit ChatGPT: Kompetenzen zum Umgang mit digitalen Texten, 17. Juni 2024</title>
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      <published>2024-10-02T15:34:59+02:00</published>
      <updated>2024-10-02T15:35:00+02:00</updated>
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          <summary type="html">Ein Beitrag von James Wiebe und Helena Stahlschmidt

Es war schon ziemlich bald klar, dass sich der akademische Lehrbetrieb mit dem Aufkommen von ChatGPT im November 2022 in gewisser Weise ändern würde. Während die Süddeutsche Zeitung von einer “gefühlten Revolution” sprach, läutete die Frankfurter Allgemeine Zeitung gar das “Ende der Hausarbeit&amp;quot; ein. Möglichkeiten der Nutzung von künstlicher Intelligenz an Hochschulen, beispielsweise beim Verfassen von Hausarbeiten, wurden – positiv wie negativ – rege diskutiert. </summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag von James Wiebe und Helena Stahlschmidt&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es war schon ziemlich bald klar, dass sich der akademische Lehrbetrieb mit dem Aufkommen von ChatGPT im November 2022 in gewisser Weise ändern würde. Während die Süddeutsche Zeitung von einer &lt;a href=&quot;https://www.sueddeutsche.de/kultur/chatgpt-kuenstliche-intelligenz-1.5708877&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;“gefühlten Revolution”&lt;/a&gt; sprach, läutete die Frankfurter Allgemeine Zeitung gar das &lt;a href=&quot;https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/hoersaal/kuenstliche-intelligenz-und-pruefungen-das-ende-der-hausarbeit-18545759.html&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;“Ende der Hausarbeit&amp;quot;&lt;/a&gt; ein. Möglichkeiten der Nutzung von künstlicher Intelligenz an Hochschulen, beispielsweise beim Verfassen von Hausarbeiten, wurden – positiv wie negativ – rege diskutiert.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am 17. Juni 2024 fand an der Universität Bielefeld eine Lecture mit dazugehörigem Workshop statt, in der Prof. Dr. Andreas Witt einen bewussten Umgang mit ChatGPT thematisierte. Er lehrt an der Universität Mannheim und bietet dort den Kurs “Digital Literacy für die Humanities” an – mit dem Ziel, Geisteswissenschaftler*innen Kompetenzen im Umgang mit digitalen Texten zu vermitteln – denn letztere werden zu einem immer wichtigeren Gegenstand dieser Wissenschaften. “Der Einsatz von Large Language Models, insbesondere ChatGPT, verändert die Lernlandschaft”, betonte der Professor im Rahmen der Veranstaltung. Organisiert wurde der Tag von der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/data-literacy/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked Community of Practice “Data Literacy”&lt;/a&gt; in Kooperation mit dem &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/bicdas/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bielefeld Center for Data Science (BiCDaS)&lt;/a&gt;.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Veranstaltungstag begann in kleinerem Rahmen mit einem Workshop in der Lernwerkstatt, bei dem Andreas Witt mit seinem Input eine vielfältige Diskussion anregte – eine Reihe von Teilthemen und Fragen wurden aufgegriffen. Wenn Data Literacy &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/data-literacy/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;“die Fähigkeit, Daten zu sammeln, zu verwalten, auszuwerten, zu interpretieren und anzuwenden”&lt;/a&gt; beschreibt, welche technischen Vorkenntnisse sind dann für diese Fähigkeit erforderlich? Andreas Witt stellte den Begriff des Datenbewusstseins in den Raum. Ist ein solches Bewusstsein gegeben, wenn man sich grob über die Beschaffenheit von Daten im Klaren ist oder muss man die Operationen der Datenerhebung selbst auf Programmierebene nachvollziehen können?
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In der Diskussion wurde herausgearbeitet, es solle ein Teilziel der Data Literacy sein, Lernenden computational thinking näherzubringen. Ein komplexes Problem in mehrere kleinere Teilprobleme zu zerlegen und systematisch abzuarbeiten, ließe sich bereits mit Schulkindern einüben. Nur so ließe sich das notwendige Vertrauen aufbauen, das für eine datenbasierte Entscheidungsfindung notwendig ist.
Nicht nur mangelndes Vertrauen in Daten ist ein Problem, auch die Bereitstellung von Daten ist oft nur temporär und projektbezogen. Zum Abschluss der Diskussion stellte Andreas Witt die &lt;a href=&quot;https://www.nfdi.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Nationale Forschungsdaten Infrastruktur (NFDI)&lt;/a&gt; vor, die genau an diesem Punkt ansetzt. Ihr Ziel ist es, erschlossene Datenbestände der Wissenschaft dauerhaft und nachhaltig als digitalen Wissensspeicher bereitzustellen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/90565f2e-eec8-4831-9de9-84825c8dc7db&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;IMG_4395_DigitalLiteracymitChatGPT.JPG&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/90565f2e-eec8-4831-9de9-84825c8dc7db&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Rahmen der ‚Lecture Series Data Science‘ vom BiCDaS fand der anschließende Vortrag in etwas größerer Runde im Raum Nordlicht im X-Gebäude der Universität Bielefeld statt. Rund die Hälfte der Teilnehmenden war online zugeschaltet. Essenz der Lecture war ein Überblick über den Inhalt des erwähnten Lehrangebots. Dort werden grundlegende Kenntnisse hinsichtlich Gegenständen vermittelt, mit denen wir tagtäglich – in der Uni, beim Arbeiten und auch in unserer Freizeit – umgehen (müssen): das Internet (nicht zu verwechseln mit dem World Wide Web. Das Internet ist das zugrunde liegende Netzwerk, das verschiedene Kommunikationswege und Dienste ermöglicht, wohingegen das WWW einer dieser Dienste ist, der speziell für den Zugriff auf hypertextuelle Informationen und Multimedia-Inhalte über das Internet entwickelt wurde.), verschiedene Betriebssysteme, Programme, Dateistrukturen… Im Zuge der aktiven Einbindung von ChatGPT gehört auch ein grundlegendes Verständnis davon, wie Large Language Models funktionieren, dazu: Wie funktioniert die Textproduktion bzw. Sprachgenerierung? Was kann ich mir dementsprechend zunutze machen, was kann funktionieren, was nicht? 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Andreas Witt weist darauf hin, dass es heute (selbstverständlich) eine viel größere digitale Kompetenz braucht, um unterschiedlichen alltäglichen Aufgaben zu begegnen. Insbesondere “in der modernen akademischen Ausbildung sind fundierte Computerkenntnisse unverzichtbar” – und die reichen über Microsoft Word, PowerPoint und Excel hinaus.
In seinem Kursangebot wird sich der Frage gewidmet, was digitale Texte sind, was ihren Aufbau kennzeichnet und was es im Umgang mit ihnen zu beachten gibt. Darüber hinaus beinhaltet es die Beschäftigung mit Markup-Sprachen wie HTML und XML und Dateiformaten wie TEI sowie mit digitalen Textkorpora, wie sie das Institut der deutschen Sprache bereitstellt. Der Kurs wird mit einer unter Zuhilfenahme von ChatGPT entstandenen Hausarbeit abgeschlossen. Dabei werden Prompts dokumentiert und der gesamte Schreibprozess abschließend reflektiert.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch nicht nur im Zuge des Verfassens einer Hausarbeit kann ChatGPT als Ressource dienen. Zwar wird der Chatbot einerseits als Tool genutzt, das mittels Zusammenfassungen, (Um-)Formulierungen, Übersetzungen, Literaturvorschlägen oder ähnlichem Schreibprozesse bestenfalls vereinfacht und beschleunigt (nicht jedoch ersetzt!), wodurch ein kritisch-reflektierender Umgang mit digitalen Texten erprobt werden kann. Andererseits kann die KI aber auch dabei unterstützen, eine Programmiersprache zu erlernen und so ein tieferes Verständnis für das Zustandekommen digitaler Texte aufzubauen.
Ein Vorteil von ChatGPT und ähnlichen Chatbots ist dabei, dass die KI rund um die Uhr verfügbar ist und direkt Feedback erteilt – etwas, das insbesondere in den Geisteswissenschaften von Bedeutung ist, da das Programmieren hier nicht Haupt-, sondern allenfalls Nebengeschäft ist. Diese Verfügbarkeit kann jedoch auch kritisch betrachtet werden: Die Bereitstellung von KI, insbesondere das Trainieren von großen Sprachmodellen wie dem, das ChatGPT zugrunde liegt, ist mit immensen CO2-Belastungen verbunden. Es stellt sich demnach die Frage, wie mit derartigen ökologischen Konsequenzen der Verwendung von künstlicher Intelligenz umgegangen werden soll. Ebenfalls anzumerken ist, dass die Option, eine kostenpflichtige Version von ChatGPT zu erwerben, Bildungsungerechtigkeit verstärken könnte. Dies sollten Lehrende, die künstliche Intelligenz in ihre Lehre einbinden möchten, beachten. Möglicherweise wäre die Bereitstellung der kostenpflichtigen Version über die Universität eine geeignete Lösung für diese Problematik.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Aus Studierendensicht erscheint es uns wichtig, kritisch mit ChatGPT u.ä. umzugehen, was nicht bedeutet, entsprechende Ressourcen aus dem Lehrbetrieb zu verbannen, sondern sie aktiv und gegenstandsangemessen zu integrieren. Der Einsatz von KI wird in vielen Lehrveranstaltungen bereits mindestens diskutiert, teilweise auch in Anwendungen eingebunden. Dabei besteht ein starker Fokus auf der textproduzierenden Funktion von ChatGPT. Zielführender wäre jedoch, sich bewusst der Frage zu widmen, was ChatGPT in bestimmten Lern- und Arbeitsprozessen leisten kann bzw. wofür wir es nutzen können und auch, wofür nicht. Die Deutschdidaktik konnte für den Umgang mit Rechtschreibkorrekturhilfen herausarbeiten, dass eine Nutzung dann besonders effektiv ist, wenn die Lernenden mit den internen Abläufen vertraut sind. Gleiches sollte für den Umgang mit ChatGPT und Anwendungen anderer Anbietergelten. Die KI dient demnach als Unterstützung beim Lernen und Arbeiten. Es geht nicht um um einen kompletten Ersatz des kritisch denkenden Menschen, sondern lediglich um seine Entlastung in bewusst ausgewählten Arbeitsteilbereichen. Die Richtigkeit von Informationen muss dabei immer noch überprüft werden und Zeitersparnis und Effizienz abgewägt. Letztlich ist es dafür notwendig, sich zunächst mit der Funktionsweise von ChatGPT auseinanderzusetzen. Nur so kann ein ethischer und sinnvoller Umgang mit künstlicher Intelligenz erlernt werden.

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;James Wiebe studiert Germanistik und Geschichtswissenschaften im 6. Bachelorsemester und arbeitet derzeit mit digitalen Methoden, um seine Abschlussarbeit über deutschsprachige Schauerliteratur zu schreiben.&lt;br&gt;
Helena Stahlschmidt studiert Linguistik mit dem Profil Computerlinguistik im 3. Mastersemester und interessiert sich insbesondere für die Interaktion zwischen Menschen und Maschinen sowie Robotern.
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;BiLinked ist ein hochschulweites Projekt, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam digitale Lehr-/Lernformate entwickeln und erproben. Bei der Umsetzung stehen die studentische Partizipation und Kollaboration im Fokus.&lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/mediaresource/90565f2e-eec8-4831-9de9-84825c8dc7db&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;</content>
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      <title type="html">Podcast: Die CoP-Arbeit der Inklusionssensiblen Lehrer*innenbildung aus dem Projekt BiLinked</title>
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      <published>2024-08-16T10:15:00+02:00</published>
      <updated>2024-08-16T10:15:00+02:00</updated>
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          <summary type="html">Im folgenden Podcast geben wir, Sergej Udarcev und Marlina Hülsmann, einen Einblick in die CoP-Arbeit der Community of Practice Inklusionssensible Lehrerinnenbildung (Gesamtprojekt BiLinked) der letzten zweieinhalb Jahre Projektlaufzeit und den daraus gewonnenen Perspektiven auf Bildung in einer Kultur der Digitalität. Im Fokus standen Fragen nach der Zusammenarbeit innerhalb der beteiligten Fachdidaktiken (wissenschaftliche Mitarbeiter*innen), nach den Auswirkungen der CoP-Arbeit auf die eigene Perspektive hinsichtlich (digitalem) Lehren und Lernen sowie nach neuen Herausforderungen und Chancen für Bildung und Lehre, die sich nach den knapp drei Jahren der Projektlaufzeit ergeben haben. Nachfolgend zu hören sind sowohl Sergej Udarcev und Marlina Hülsmann als auch andere an der CoP-Arbeit beteiligte Personen wie Anne Wernicke, Anne Trapp und Marcel Beyer.
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          <content type="html">&lt;p&gt;Im folgenden Podcast geben wir, Sergej Udarcev und Marlina Hülsmann, einen Einblick in die CoP-Arbeit der Community of Practice Inklusionssensible Lehrerinnenbildung (Gesamtprojekt BiLinked) der letzten zweieinhalb Jahre Projektlaufzeit und den daraus gewonnenen Perspektiven auf Bildung in einer Kultur der Digitalität. Im Fokus standen Fragen nach der Zusammenarbeit innerhalb der beteiligten Fachdidaktiken (wissenschaftliche Mitarbeiter*innen), nach den Auswirkungen der CoP-Arbeit auf die eigene Perspektive hinsichtlich (digitalem) Lehren und Lernen sowie nach neuen Herausforderungen und Chancen für Bildung und Lehre, die sich nach den knapp drei Jahren der Projektlaufzeit ergeben haben. Nachfolgend zu hören sind sowohl Sergej Udarcev und Marlina Hülsmann als auch andere an der CoP-Arbeit beteiligte Personen wie Anne Wernicke, Anne Trapp und Marcel Beyer.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;/p&gt;



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      <title type="html">DigitalChangeMaker in Bielefeld: Studentische Perspektiven und K&amp;uuml;nstliche Intelligenz</title>
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      <published>2024-07-17T14:00:00+02:00</published>
      <updated>2024-07-17T14:29:47+02:00</updated>
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          <summary type="html">Im Dezember 2023 hatten die DigitalChangeMaker (DCMs) des Hochschulforums Digitalisierung die Möglichkeit, Bielefeld zu besuchen. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von engagierten Studierenden aus ganz Deutschland, die sich dafür einsetzen, die Partizipation von Studierenden an der digitalen Transformation deutscher Hochschulen zu stärken und sie als aktive Gestalter*innen einer zukunftsfähigen Hochschullandschaft zu etablieren. Aber wer genau sind die DCMs und warum waren sie in Bielefeld?</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;Im Dezember 2023 hatten die DigitalChangeMaker (DCMs) des Hochschulforums Digitalisierung die Möglichkeit, Bielefeld zu besuchen. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von engagierten Studierenden aus ganz Deutschland, die sich dafür einsetzen, die Partizipation von Studierenden an der digitalen Transformation deutscher Hochschulen zu stärken und sie als aktive Gestalter*innen einer zukunftsfähigen Hochschullandschaft zu etablieren. Aber wer genau sind die DCMs und warum waren sie in Bielefeld?&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die DigitalChangeMaker sind Teil des Hochschulforums Digitalisierung (&lt;a href=&quot;https://hochschulforumdigitalisierung.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;HFD&lt;/a&gt;). Als bundesweiter Think-&amp;amp;-Do-Tank führt das HFD eine breite Community rund um die Digitalisierung in Studium und Lehre zusammen und erprobt innovative Lösungsansätze. Dazu werden Akteur*innen aus Hochschulen, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vernetzt und beraten. Das HFD ist eine gemeinsame Initiative des &lt;a href=&quot;https://www.stifterverband.org/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Stifterverbandes&lt;/a&gt;, des &lt;a href=&quot;https://www.che.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Centrum für Hochschulentwicklung&lt;/a&gt; und der &lt;a href=&quot;https://www.hrk.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hochschulrektorenkonferenz&lt;/a&gt;.&amp;nbsp; Die DCM-Initiative besteht aus Studierenden unterschiedlicher Fachrichtungen, die gemeinsam an Projekten arbeiten, um die Digitalisierung an Hochschulen voranzutreiben. Ziel ist es, die Hochschulbildung zukunftsfähig zu gestalten und die Bedürfnisse der Studierenden in den Fokus zu rücken. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Der Besuch in Bielefeld hatte mehrere Gründe. Wir, Lea Hildermeier und Inga Gostmann, sind Teil der aktuellen DCM-Kohorte, studieren an der Universität Bielefeld und haben daher eine enge Anbindung an den Campus.&amp;nbsp; Zudem bot der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/flexseminarraum/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Flex-Seminarraum&lt;/a&gt;, in dem wir uns getroffen haben, durch seine vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten, optimale Bedingungen für kreative und produktive Zusammenarbeit: von Stuhlkreisen für Diskussionen über Präsentationen bis hin zu VR-Sessions. Mit zahlreichen Pinn- und Magnetwänden konnten Ergebnisse effektiv gesammelt und visualisiert werden. Was wir während dieser zwei Tage im Flex-Seminarraum diskutiert haben und womit sich die DCMs aktuell beschäftigen, möchten wir gerne hier vorstellen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;DCM meets KI: Studentische Sichtweisen und Forderungen&lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein zentrales Thema des Treffens war der Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Hochschulkontext, insbesondere mit ChatGPT. In Bielefeld wurden die Grundsteine für einen Sprint-Prozess gelegt, in welchem sich die Studierenden darüber austauschen, wie KI an ihren jeweiligen Hochschulen genutzt wird, welche Vorteile und Herausforderungen damit verbunden sind und welche Regelungen es gibt. Es wurde deutlich, dass die Debatte um KI-Nutzung an Hochschulen oft auf Prüfungen fokussiert ist, während das Potenzial von KI zur Unterstützung für Lehre und Lernen im universitären Alltag weitgehend unberücksichtigt bleibt. Die DCMs möchten in der Auseinandersetzung zu KI in der Hochschule insbesondere Strategien für unterschiedliche Akteur*innen an Hochschulen entwickeln, die ermöglichen, dass KI für Studierende zugänglich ist und studentische Stimmen aktiv in den Diskurs eingebunden werden. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus den intensiven Diskussionen entstanden konkrete Forderungen und Handlungsempfehlungen, die im Laufe des nächsten Semesters veröffentlicht werden sollen. Diese umfassen sowohl kurzfristige Maßnahmen wie die transparente Kommunikation von KI-Nutzungsrichtlinien in Prüfungen, als auch langfristige Strategien zur Integration von KI in die Lehr- und Lernkultur der Hochschulen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Beim University: Future Festival Anfang Juni konnten einige Digital Change Maker diese Forderungen vorstellen. Die Aufzeichnung dieses Inputs ist &lt;a href=&quot;https://www.youtube.com/watch?v=kB53kPH_rbU&amp;amp;t=2s.&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; zu finden. Wenn Sie Interesse haben, den KI-Sprint weiterhin zu verfolgen, können Sie &lt;a href=&quot;https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSdXoAISmS_vBUInJGC7EAEcV9i9tk0CHreAnT_8P7vOdB1qpQ/viewform&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; Ihre Kontaktdaten hinterlassen. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h3&gt;Lehrende und Studierende aufgepasst: Neue Digital Change Maker gesucht &lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Digital Change Maker Initiative bietet engagierten Studierenden eine tolle Möglichkeit, ihre Stimme wirksam einzubringen und eigene Themen in einem bestehenden Netzwerk zu vertiefen. Machen Sie gerne interessierte Studierende auf diese Initiative aufmerksam und fördern deren Teilnahme. Die aktuelle Bewerbungsphase für die Digital Change Maker Kohorte 24/25 läuft noch bis zum &lt;b&gt;24. Juli&lt;/b&gt;. &lt;a href=&quot;https://hochschulforumdigitalisierung.de/call-for-digitalchangemaker-2024-25/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Hier&lt;/a&gt; geht es zum ausführlichen Call for DigitalChangeMaker.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir hatten ein aufregendes und lehrreiches Jahr, in dem wir zahlreiche Impressionen aus verschiedensten Hochschulen in ganz Deutschland sammeln konnten und freuen uns, wenn Studierende aus Bielefeld unsere Universität weiterhin als DCMs vertreten! Im Rahmen des Projekts &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt; unterstützt &lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=117842599&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Sophia Hohmann&lt;/a&gt; die Initiativen, Projekte und Gremienarbeit von Studierenden an der Universität Bielefeld. Als Koordinatorin vom &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zll/skills/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;SKILLS-Portal&lt;/a&gt; ist sie Ansprechperson im Zentrum für Lehren und Lernen rund um die Kompetenz- und Talententwicklung von Studierenden und auch für Rückfragen zur Bewerbung als Digital Change Maker erreichbar. Wir, &lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=189551610&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Inga Gostmann&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=142758428&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Lea Hildermeier&lt;/a&gt;, erzählen interessierten Studierenden gerne ebenfalls mehr darüber, was sie als DCMs erwartet.&lt;/p&gt;</content>
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      <id>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/digitalistbesser_ph%C3%A4nomene_der_digitalit%C3%A4t_als</id>
      <title type="html">#digitalistbesser?! – Phänomene der Digitalität als Projekte in der Oberstufe</title>
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      <published>2024-02-15T10:30:00+01:00</published>
      <updated>2024-02-15T10:38:00+01:00</updated>
      <category term="Innovative Lehrprojekte"
                label="Innovative Lehrprojekte"/>
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          <summary type="html">&lt;p&gt;&lt;b&gt;Ein BiLinked-Erlebnisbericht&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;Ein Beitrag von Anne Wernicke aus der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/inklusion-lehrer_innen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP Inklusionssensible Lehrer*innenbildung&lt;/a&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/inklusion-lehrer_innen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;Teile der CoP Inklusionssensible Lehrer*innenbildung im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt;
 (gefördert von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre) 
versuchten sich im Sommersemester 2023 im Rahmen der bestehenden 
Kooperation mit der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg an einem 
ungewöhnlichen Lehr-/Lernformat. Anne Wernicke berichtet für die CoP von
 der Planung und Durchführung des Projekts &lt;i&gt;#digitalistbesser?!&lt;/i&gt;.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Die Projektphase am Oberstufen-Kolleg Bielefeld&lt;/b&gt;&lt;br&gt;In den letzten beiden Wochen jedes Schulhalbjahres findet am &lt;a href=&quot;https://oberstufen-kolleg.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Oberstufen-Kolleg&lt;/a&gt;
 (kurz: OS) die Projektphase statt, in der Lehrende (also die 
Lehrkräfte) und Kollegiat*innen (so werden die Schüler*innen am OS 
genannt) jahrgangsübergreifende Projekte durchführen. Das Angebot ist 
dabei sehr breit gefächert und kann von einer Kletterexkursion in den 
Ith bis hin zur Gestaltung von Koffern zur Dokumentation migrantischer 
Biografien reichen. Die Kollegiat*innen wählen interessengeleitet ein 
Projekt, in dessen Rahmen sie – begleitet von ein oder zwei Lehrenden, 
größtenteils aber selbstständig – ein Produkt erstellen. Am Produkttag 
werden die Ergebnisse dieser Arbeit der ganzen Schule vorgestellt.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Planungsphase Fachdidaktiker*innen &amp;amp; Lehrende&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Inspiriert
 von dieser offenen Lernform, entschlossen sich einige von uns aus der 
BiLinked-CoP Inklusionssensible Lehrer*innenbildung, im Juni 2023 ein 
Projekt anzubieten. In dessen Rahmen sollten verschiedene fachliche und 
überfachliche Aspekte von Digitalität bzw. Digitalisierung thematisiert 
und von den Kollegiat*innen ihren Interessen entsprechend vertiefend 
bearbeitet werden. Organisatorisch wurden sie dabei von Mira Thomsen, 
Referentin für Bildung in der digitalen Welt am OS, begleitet. Eine 
fachliche Betreuung erfolgte durch Fachdidaktiker*innen aus der CoP und 
Studierenden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bereits im Februar begannen wir mit der Planung 
mittels einer Brainstorming-Phase. Daraus resultierte, dass Anne Trapp 
und Marcel Beyer zu Künstlicher Intelligenz (KI) in Alltag, Kunst und 
Bildung arbeiten würden, während ich mich mit Aspekten sprachlicher und 
nicht-sprachlicher Kommunikation in Social Media beschäftigen wollte. In
 den nächsten Wochen konkretisierten wir unser Vorgehen immer weiter, 
wobei uns die technischen Möglichkeiten des gemeinsamen Miro-Boards 
zugutekamen. Beispielsweise konnten organisatorische Fragen zur 
Projektphase über die Kommentarfunktion gestellt werden, die Mira 
Thomsen ebenfalls über Kommentare oder das Hochladen von Dokumenten auf 
das Board beantwortete. Zusätzlich trafen wird uns in regelmäßigen 
Abständen, um Ideen auszutauschen und Organisatorisches zu klären.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/digitalistbesser-AnneWernicke_ScreenshotMiro.jpg&quot; alt=&quot;Screenshot des Projekt-Miro-Boards&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun galt es, die Verbindung zum bildungswissenschaftlichen Seminar &lt;i&gt;Diklusiv statt exklusiv – inklusionssensibler Unterricht in einer digitalen Welt&lt;/i&gt;
 zu schaffen, in dessen Rahmen bereits seit dem WiSe 2021/22 
Lehramtsstudierende gemeinsam mit Fachdidaktiker*innen und Lehrkräften 
in sogenannten Tridems Unterricht mit Digitalitätsbezug planen und 
durchführen. Für das Projekt am OS beschlossen wir, dass die beiden 
Themenbereiche KI und Kommunikation in Social Media zu Beginn der 
Projektphase in jeweils 90 Minuten von den Kollegiat*innen anhand von 
offenen ´Schnupperaufgaben` erkundet werden sollten. So sollten die 
Kollegiat*innen Inspiration für ihre eigenen Projekte erhalten, die sie 
während der Projektphase verfolgen würden. Konzeption und Anleitung der 
´Schnupperaufgaben` sollten Aufgabe der Lehramtsstudierenden sein; wir 
Fachdidaktiker*innen und Mira Thomsen boten dabei stets unsere 
Unterstützung an. Die Projektphase des OS stellte uns in ihrer Offenheit
 vor didaktische Herausforderungen, die einerseits spannend, mitunter 
aber auch verunsichernd waren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Planungsphase Studierende&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Die
 Planung der ´Schnupperaufgaben` begann in der sechsten Woche des 
Seminars Diklusiv statt exklusiv. In den Wochen davor waren 
überfachliche Grundlagen digitalisierungsbezogener Bildung thematisiert 
worden, um die Studierenden auf die Unterrichtsplanung vorzubereiten. 
Inhalte der Seminareinheiten waren u.a. Lernen und Lehren in einer 
Kultur der Digitalität, verantwortungsvolle Mediennutzung, rechtliche 
Grundlagen sowie Funktionen digitaler Tools und deren didaktische 
Einbettung in einen inklusionssensiblen Unterricht. Den didaktischen 
Rahmen hierfür lieferte das &lt;a href=&quot;https://mia.phsz.ch/DPACK/WebHome&quot;&gt;DPACK-Modell&lt;/a&gt;,
 das Digitalitätskompetenz, pädagogische und inhaltliche Kompetenz von 
Lehrkräften und deren Schnittmengen beschreibt (Huwer et al. 2019; 
Döbeli Honegger 2021; Trapp/Wernicke 2023). &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sieben Studierende 
ordneten sich einem der Themengebiete – KI oder Kommunikation in Social 
Media – zu. Innerhalb dieser entwickelten sie während der sechswöchigen 
Planungsphase in vier Tridems ihre Schnupperaufgaben zu 
bildgenerierender KI, zur Funktionsweise der textgenerierenden KI 
ChatGPT, zu Memes im historisch-politischen Kontext sowie zur medialen 
Veränderung zwischenmenschlicher Alltagskommunikation.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Die Projektphase am OS&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Am
 ersten Tag der Projektphase fand der inhaltliche Einstieg durch die 
Schnupperaufgaben zum Thema Digitalität statt. Am zweiten Tag bekamen 
die Kollegiat*innen einen Input zu technischen Möglichkeiten für die 
Erstellung ihrer Produkte, indem ihnen das Team Medienpraxis der 
Abteilung eLearning.Medien der Uni &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/bits/elearningmedien/medienraeume-studios/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;das Podcast-Studio, die Sprachkabine, das Vlogging-Studio und das Do-it-Yourself-Studio&lt;/a&gt;
 als Optionen vorstellte. Zudem wurden die Kollegiat*innen von Arash 
Haghani, der als Informatiker in der Fakultät für 
Erziehungswissenschaften tätig ist, über das Thema KI informiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die
 restlichen Tage der Projektphase waren der Arbeit an den individuellen 
Projekten vorbehalten, die allein oder in Teams von zwei bis vier 
Personen stattfand. Durch Check-In bzw. Check-Outs zu Beginn und 
Abschluss jedes Tages war es Mira Thomsen möglich, über den aktuellen 
Stand der Projekte und Produkte auf dem Laufenden zu bleiben und die 
Kollegiat*innen ggf. zu unterstützen. Für fachliche Fragen standen zudem
 Studierende und Fachdidaktiker*innen auf Abruf zur Verfügung. Am 
Produkttag wurden schließlich folgende Produkte vorgestellt:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;ein Audio-Podcast zum Thema Propaganda über Social Media, den zwei Kollegiatinnen im Podcast-Studio aufgenommen hatten&lt;/li&gt;&lt;li&gt;ein Video zum Thema Fake News, das eine Kollegiat*innengruppe im Do-it-Yourself-Studio erstellt hatte&lt;/li&gt;&lt;li&gt;ein Video, in dem sich ein Künstler mit einer KI unterhält&lt;/li&gt;&lt;li&gt;ein Storyboard nebst Teaser des ersten Levels für ein Videospiel zum Thema KI&lt;/li&gt;&lt;li&gt;ein interaktives Poster, das sich mit den Grundlagen zu Künstlicher Intelligenz beschäftigt&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Persönliches Fazit&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Als
 Fachdidaktikerin gefiel mir die Herausforderung der Konzeption eines 
überfachlichen sowohl zeitlich als auch inhaltlich flexiblen 
Lernformates. Die Zusammenarbeit mit Mira Thomsen vom OS in der 
Planungsphase habe ich als inspirierend und unkompliziert erlebt. 
Während der Projektphase war ich sehr froh, dass sie und der zweite 
Lehrende, Gereon Inger, sich um den organisatorischen Ablauf des 
Projektes kümmerten. Die Entwicklung der freien Schnupperaufgaben war 
auch für die Lehramtsstudierenden aufgrund des unbekannten Formates 
anfangs herausfordernd, später konnte ich beobachten, wie die 
Studierenden in ´meinen` Tridems ihre Aufgaben mit großem Enthusiasmus 
erstellten. Die Durchführung der Schnupperaufgaben verlief dann z.T. 
ganz anders als geplant, u.a., weil das Vorwissen der Kollegiat*innen 
zum Thema Memes viel größer war als wir bei der Planung antizipiert 
hatten. Die Rückmeldungen, die wir zum Projekt #digitalistbesser?! von 
Kollegiat*innen erhalten haben, waren erfreulicherweise durchweg 
positiv. Die neu erarbeitete Expertise der Kollegat*innen wurde direkt 
für die weitere Schulentwicklung des Oberstufen-Kollegs genutzt. So 
diskutierte eine der Kollegiatinnen im Rahmen eines internen 
Fortbildungstages mit Lehrenden über den Einsatz von KI am OS. Weitere 
Kollegiat*innen stellten ihre Produkte außerdem bei einem 
BiLinked-Austauschtreffen vor.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt;
 ist ein hochschulweites Projekt, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam digitale 
Lehr-/Lernformate entwickeln und erproben. Bei der Umsetzung stehen die 
studentische Partizipation und Kollaboration im Fokus.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;b&gt;Quellen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Döbeli Honegger, Beat (2021): Covid-19 und die digitale Transformation in der Schweizer Lehrerinnen- und Lehrerbildung. In: &lt;i&gt;Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung 39&lt;/i&gt; (3), S. 412-422&lt;br&gt;Huwer,
 Johannes; Irion, Thomas; Kuntze, Sebastian; Schaal, Steffen; Thyssen, 
Christoph (2019): Von TPaCK zu DPaCK - Digitalisierung im Unterricht 
erfordert mehr als technisches Wissen. In: &lt;i&gt;MNU Journal&lt;/i&gt; (5), S. 358-364.&lt;br&gt;Trapp
 Anne, Wernicke Anne (2023): Unterricht in einer digitalen Welt. 
Phasenverbindende Unterrichtsplanung im Projekt BiLinked. In: &lt;i&gt;Herausforderung Lehrer*innenbildung – Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion (HLZ)&lt;/i&gt;. 6 (6), S. 102-118.</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;&lt;b&gt;Ein BiLinked-Erlebnisbericht&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;Ein Beitrag von Anne Wernicke aus der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/inklusion-lehrer_innen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP Inklusionssensible Lehrer*innenbildung&lt;/a&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/inklusion-lehrer_innen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;b&gt;Teile der CoP Inklusionssensible Lehrer*innenbildung im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt; (gefördert von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre) versuchten sich im Sommersemester 2023 im Rahmen der bestehenden Kooperation mit der Versuchsschule Oberstufen-Kolleg an einem ungewöhnlichen Lehr-/Lernformat. Anne Wernicke berichtet für die CoP von der Planung und Durchführung des Projekts &lt;i&gt;#digitalistbesser?!&lt;/i&gt;.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Die Projektphase am Oberstufen-Kolleg Bielefeld&lt;/b&gt;&lt;br&gt;In den letzten beiden Wochen jedes Schulhalbjahres findet am &lt;a href=&quot;https://oberstufen-kolleg.de/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Oberstufen-Kolleg&lt;/a&gt; (kurz: OS) die Projektphase statt, in der Lehrende (also die Lehrkräfte) und Kollegiat*innen (so werden die Schüler*innen am OS genannt) jahrgangsübergreifende Projekte durchführen. Das Angebot ist dabei sehr breit gefächert und kann von einer Kletterexkursion in den Ith bis hin zur Gestaltung von Koffern zur Dokumentation migrantischer Biografien reichen. Die Kollegiat*innen wählen interessengeleitet ein Projekt, in dessen Rahmen sie – begleitet von ein oder zwei Lehrenden, größtenteils aber selbstständig – ein Produkt erstellen. Am Produkttag werden die Ergebnisse dieser Arbeit der ganzen Schule vorgestellt.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Planungsphase Fachdidaktiker*innen &amp;amp; Lehrende&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Inspiriert von dieser offenen Lernform, entschlossen sich einige von uns aus der BiLinked-CoP Inklusionssensible Lehrer*innenbildung, im Juni 2023 ein Projekt anzubieten. In dessen Rahmen sollten verschiedene fachliche und überfachliche Aspekte von Digitalität bzw. Digitalisierung thematisiert und von den Kollegiat*innen ihren Interessen entsprechend vertiefend bearbeitet werden. Organisatorisch wurden sie dabei von Mira Thomsen, Referentin für Bildung in der digitalen Welt am OS, begleitet. Eine fachliche Betreuung erfolgte durch Fachdidaktiker*innen aus der CoP und Studierenden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bereits im Februar begannen wir mit der Planung mittels einer Brainstorming-Phase. Daraus resultierte, dass Anne Trapp und Marcel Beyer zu Künstlicher Intelligenz (KI) in Alltag, Kunst und Bildung arbeiten würden, während ich mich mit Aspekten sprachlicher und nicht-sprachlicher Kommunikation in Social Media beschäftigen wollte. In den nächsten Wochen konkretisierten wir unser Vorgehen immer weiter, wobei uns die technischen Möglichkeiten des gemeinsamen Miro-Boards zugutekamen. Beispielsweise konnten organisatorische Fragen zur Projektphase über die Kommentarfunktion gestellt werden, die Mira Thomsen ebenfalls über Kommentare oder das Hochladen von Dokumenten auf das Board beantwortete. Zusätzlich trafen wird uns in regelmäßigen Abständen, um Ideen auszutauschen und Organisatorisches zu klären.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/digitalistbesser-AnneWernicke_ScreenshotMiro.jpg&quot; alt=&quot;Screenshot des Projekt-Miro-Boards&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nun galt es, die Verbindung zum bildungswissenschaftlichen Seminar &lt;i&gt;Diklusiv statt exklusiv – inklusionssensibler Unterricht in einer digitalen Welt&lt;/i&gt; zu schaffen, in dessen Rahmen bereits seit dem WiSe 2021/22 Lehramtsstudierende gemeinsam mit Fachdidaktiker*innen und Lehrkräften in sogenannten Tridems Unterricht mit Digitalitätsbezug planen und durchführen. Für das Projekt am OS beschlossen wir, dass die beiden Themenbereiche KI und Kommunikation in Social Media zu Beginn der Projektphase in jeweils 90 Minuten von den Kollegiat*innen anhand von offenen ´Schnupperaufgaben` erkundet werden sollten. So sollten die Kollegiat*innen Inspiration für ihre eigenen Projekte erhalten, die sie während der Projektphase verfolgen würden. Konzeption und Anleitung der ´Schnupperaufgaben` sollten Aufgabe der Lehramtsstudierenden sein; wir Fachdidaktiker*innen und Mira Thomsen boten dabei stets unsere Unterstützung an. Die Projektphase des OS stellte uns in ihrer Offenheit vor didaktische Herausforderungen, die einerseits spannend, mitunter aber auch verunsichernd waren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Planungsphase Studierende&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Die Planung der ´Schnupperaufgaben` begann in der sechsten Woche des Seminars Diklusiv statt exklusiv. In den Wochen davor waren überfachliche Grundlagen digitalisierungsbezogener Bildung thematisiert worden, um die Studierenden auf die Unterrichtsplanung vorzubereiten. Inhalte der Seminareinheiten waren u.a. Lernen und Lehren in einer Kultur der Digitalität, verantwortungsvolle Mediennutzung, rechtliche Grundlagen sowie Funktionen digitaler Tools und deren didaktische Einbettung in einen inklusionssensiblen Unterricht. Den didaktischen Rahmen hierfür lieferte das &lt;a href=&quot;https://mia.phsz.ch/DPACK/WebHome&quot;&gt;DPACK-Modell&lt;/a&gt;, das Digitalitätskompetenz, pädagogische und inhaltliche Kompetenz von Lehrkräften und deren Schnittmengen beschreibt (Huwer et al. 2019; Döbeli Honegger 2021; Trapp/Wernicke 2023). &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sieben Studierende ordneten sich einem der Themengebiete – KI oder Kommunikation in Social Media – zu. Innerhalb dieser entwickelten sie während der sechswöchigen Planungsphase in vier Tridems ihre Schnupperaufgaben zu bildgenerierender KI, zur Funktionsweise der textgenerierenden KI ChatGPT, zu Memes im historisch-politischen Kontext sowie zur medialen Veränderung zwischenmenschlicher Alltagskommunikation.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Die Projektphase am OS&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Am ersten Tag der Projektphase fand der inhaltliche Einstieg durch die Schnupperaufgaben zum Thema Digitalität statt. Am zweiten Tag bekamen die Kollegiat*innen einen Input zu technischen Möglichkeiten für die Erstellung ihrer Produkte, indem ihnen das Team Medienpraxis der Abteilung eLearning.Medien der Uni &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/bits/elearningmedien/medienraeume-studios/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;das Podcast-Studio, die Sprachkabine, das Vlogging-Studio und das Do-it-Yourself-Studio&lt;/a&gt; als Optionen vorstellte. Zudem wurden die Kollegiat*innen von Arash Haghani, der als Informatiker in der Fakultät für Erziehungswissenschaften tätig ist, über das Thema KI informiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die restlichen Tage der Projektphase waren der Arbeit an den individuellen Projekten vorbehalten, die allein oder in Teams von zwei bis vier Personen stattfand. Durch Check-In bzw. Check-Outs zu Beginn und Abschluss jedes Tages war es Mira Thomsen möglich, über den aktuellen Stand der Projekte und Produkte auf dem Laufenden zu bleiben und die Kollegiat*innen ggf. zu unterstützen. Für fachliche Fragen standen zudem Studierende und Fachdidaktiker*innen auf Abruf zur Verfügung. Am Produkttag wurden schließlich folgende Produkte vorgestellt:&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;ein Audio-Podcast zum Thema Propaganda über Social Media, den zwei Kollegiatinnen im Podcast-Studio aufgenommen hatten&lt;/li&gt;&lt;li&gt;ein Video zum Thema Fake News, das eine Kollegiat*innengruppe im Do-it-Yourself-Studio erstellt hatte&lt;/li&gt;&lt;li&gt;ein Video, in dem sich ein Künstler mit einer KI unterhält&lt;/li&gt;&lt;li&gt;ein Storyboard nebst Teaser des ersten Levels für ein Videospiel zum Thema KI&lt;/li&gt;&lt;li&gt;ein interaktives Poster, das sich mit den Grundlagen zu Künstlicher Intelligenz beschäftigt&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Persönliches Fazit&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Als Fachdidaktikerin gefiel mir die Herausforderung der Konzeption eines überfachlichen sowohl zeitlich als auch inhaltlich flexiblen Lernformates. Die Zusammenarbeit mit Mira Thomsen vom OS in der Planungsphase habe ich als inspirierend und unkompliziert erlebt. Während der Projektphase war ich sehr froh, dass sie und der zweite Lehrende, Gereon Inger, sich um den organisatorischen Ablauf des Projektes kümmerten. Die Entwicklung der freien Schnupperaufgaben war auch für die Lehramtsstudierenden aufgrund des unbekannten Formates anfangs herausfordernd, später konnte ich beobachten, wie die Studierenden in ´meinen` Tridems ihre Aufgaben mit großem Enthusiasmus erstellten. Die Durchführung der Schnupperaufgaben verlief dann z.T. ganz anders als geplant, u.a., weil das Vorwissen der Kollegiat*innen zum Thema Memes viel größer war als wir bei der Planung antizipiert hatten. Die Rückmeldungen, die wir zum Projekt #digitalistbesser?! von Kollegiat*innen erhalten haben, waren erfreulicherweise durchweg positiv. Die neu erarbeitete Expertise der Kollegat*innen wurde direkt für die weitere Schulentwicklung des Oberstufen-Kollegs genutzt. So diskutierte eine der Kollegiatinnen im Rahmen eines internen Fortbildungstages mit Lehrenden über den Einsatz von KI am OS. Weitere Kollegiat*innen stellten ihre Produkte außerdem bei einem BiLinked-Austauschtreffen vor.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt;
 ist ein hochschulweites Projekt, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam digitale 
Lehr-/Lernformate entwickeln und erproben. Bei der Umsetzung stehen die 
studentische Partizipation und Kollaboration im Fokus.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;b&gt;Quellen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Döbeli Honegger, Beat (2021): Covid-19 und die digitale Transformation in der Schweizer Lehrerinnen- und Lehrerbildung. In: &lt;i&gt;Beiträge zur Lehrerinnen- und Lehrerbildung 39&lt;/i&gt; (3), S. 412-422&lt;br&gt;Huwer, Johannes; Irion, Thomas; Kuntze, Sebastian; Schaal, Steffen; Thyssen, Christoph (2019): Von TPaCK zu DPaCK - Digitalisierung im Unterricht erfordert mehr als technisches Wissen. In: &lt;i&gt;MNU Journal&lt;/i&gt; (5), S. 358-364.&lt;br&gt;Trapp Anne, Wernicke Anne (2023): Unterricht in einer digitalen Welt. Phasenverbindende Unterrichtsplanung im Projekt BiLinked. In: &lt;i&gt;Herausforderung Lehrer*innenbildung – Zeitschrift zur Konzeption, Gestaltung und Diskussion (HLZ)&lt;/i&gt;. 6 (6), S. 102-118.&lt;br&gt;&lt;/div&gt;</content>
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    <entry>
      <id>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/atommodelle_durch_augmented_reality_darstellen</id>
      <title type="html">Atommodelle durch Augmented Reality darstellen – Ein BiLinked-Erlebnisbericht</title>
      <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/atommodelle_durch_augmented_reality_darstellen"/>
      <published>2023-11-10T10:15:00+01:00</published>
      <updated>2023-11-10T11:56:22+01:00</updated>
      <category term="Innovative Lehrprojekte"
                label="Innovative Lehrprojekte"/>
          <category term="bilinked" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="innovativelehrprojekte" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="mintconnect" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <summary type="html">Ein Beitrag von Marvin Niederlüke, Alexander Schamrin und Cornelius Christof Bitter aus der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/mint-connect/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP MINTconnect&lt;/a&gt;&lt;br&gt;

&lt;p&gt;Das Seminar „Digitalisierung Chemiedidaktik“ wurde im Sommersemester 2023 erstmalig durchgeführt und entstand im Rahmen des &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt;
 Projekts, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam digitale 
Lehr-/Lernformate entwickeln und erproben. Bei der Umsetzung stehen die 
studentische Partizipation und Kollaboration im Fokus. Hier sollte die 
Förderung professionsrelevanter, digitaler Kompetenzen von 
Lehramtsstudierenden entwickelt werden. Als Teilnehmende des Seminars 
war es unsere Aufgabe, im Rahmen des projektbasierten Lernens (Krajcik 
&amp;amp; Blumenfeld), einer didaktischen Problemstellung kollaborativ durch
 einen digitalen Unterrichtsauschnitt zu begegnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Was haben wir gemacht?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;
&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTconnectAtommodelleAR_01.png&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Oben dargestellt ist das dynamische Bohr´sche Wasserstoffatom, wobei der Atomkern pink und das Elektron grün dargestellt wird. Unten dargestellt ist das orange s-Orbital von Wasserstoff., Foto: Marvin Niederlüke&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTconnectAtommodelleAR_01.png&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt;
 Oben dargestellt ist das dynamische Bohr´sche Wasserstoffatom, wobei 
der Atomkern pink und das Elektron grün darge-stellt wird. Unten 
dargestellt ist das orange s-Orbital von Wasserstoff. Foto: Marvin 
Niederlüke&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;
Hybridvorstellungen beschreiben eine Mischform aus bereits vorhandenen 
Vorstellungen und neu erworbenen „wissenschaftlichen“ Vorstellungen 
(Vosniadou &amp;amp; Brewer, 1992). Am Ende der Schulzeit lassen sich 
Hybridvorstellungen, bei denen nicht kompatible Eigenschaften zwi-schen 
dem Bohr´schen Atommodell und dem Orbitalmodell verbunden werden, bei 
Schü-ler*innen nachweisen (Petri &amp;amp; Niederrer, 1998). Jenes kann zu 
fachlich unangemessenen Vor-stellungen führen, welche am Ende der 
Schulzeit bestehen bleiben. Unser Ziel war es, Hybrid-vorstellungen 
zwischen diesen Atommodellen zu vermindern, indem wir mit Augmented 
Reali-ty, kurz AR, eine Marker-abhängige Umgebung entwickeln, in der 
Nutzer*innen ein Wasser-stoffatom als Orbitalmodell und als dynamisches 
Bohr´sches Atommodell betrachten können. Dabei kann jeweils eines der 
beiden Modelle ausgewählt werden. AR stellt dabei eine geeignete Methode
 dar, um kognitive Hürden des Modellwechsels zu minimieren, da durch den
 wieder-holbaren Modellwechsel Modelle eigenaktiv und mehrfach 
reflektiert bearbeitet werden können (Seibert et al., 2021).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Folgenden wollen wir euch unseren Prozess und unser Ergebnis genauer vorstellen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Wie funktioniert das?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In Blender (Grafiksoftware) lassen sich 3D-Modelle mit Animationen 
erstellen. So konnten wir zum Beispiel für das Bohr´sche Atommodell 
eines Wasserstoffatoms eine kleine grüne Kugel (Elektron) erstellen, 
welche sich auf einer Kurve um eine größere pinke Kugel (Atomkern) 
dreht. Indem wir in einer anderen Achse eine weitere Kurve als Bewegung 
für das Elektron festgelegt haben, konnten wir eine dreidimensionale 
Rotation mit gleichbleibendem Abstand zum Atomkern simulieren. Für das 
s-Orbital des Orbitalmodells haben wir in einer neuen Datei eine größere
 orange Kugel in Blender erstellt. &lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTconnectAtommodelleAR_02.png&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Dargestellt ist der Marker unseres Produktes mit den beiden roten Textfeldern., Foto: Marvin Niederlüke&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTconnectAtommodelleAR_02.png&quot; width=&quot;222&quot; height=&quot;125&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt; Dargestellt ist der Marker unseres Produktes mit den beiden roten Textfeldern. Foto: Marvin Niederlüke&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;In einem zweiten Schritt haben wir mit Vuforia (AR-Plattform) in 
Unity (Entwicklungsumge-bung) unsere Modelle inklusive der Animationen 
ins Programm geladen. Zusätzlich mussten wir einen Marker erstellen, 
also ein Bild, welches ähnlich wie ein QR-Code funktioniert. Auf diesem 
Marker haben wir Bereiche ausgewählt. Die Kamera erkennt nun die 
einzelnen Berei-che. Wir haben dabei die Umgebung so programmiert, dass 
kein Modell sichtbar ist, wenn alle Bereiche von der Kamera erkannt 
werden. Wird eines der Marker durch eine Hand verdeckt, wird eines der 
beiden Modelle angezeigt. Damit die Bereiche von unseren Nutzer*innen 
er-kannt werden, haben wir in einem letzten Schritt noch rote Textfelder
 über den Markern einge-fügt, in dem jeweils das Modell benannt wird, 
welches beim Verdecken mit der Hand angezeigt wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Welchen Hindernissen sind wir begegnet?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Für uns war das Erstellen von 3D-Modellen und Animationen in Blender 
vollkommen neuartig. Durch das Making-Media Space hatten wir aber gute 
technische Möglichkeiten und eine gute Beratungsstelle. Im Internet 
finden sich viele Erklärvideos zur Nutzung von Blender, welche uns 
Möglichkeiten für unsere Umsetzung aufgezeigt haben. Viel schwieriger 
war hingegen das Erstellen der AR-Umgebung in Unity/Vuforia. Während wir
 in Blender direkt sehen konnten, welche Auswirkung jeder 
Entwicklungsschritt hatte, konnten wir in Unity/Vuforia immer nur das 
Endprodukt sehen, nachdem wir bereits mehrere Schritte durchlaufen 
hatten. Die meiste Zeit haben wir am Ende damit verbracht, einen 
geeigneten Marker zu finden, der zuverlässig die Bereiche erkennt. 
Zusätzlich mussten wir uns Gedanken über die Veröffentlichung machen. 
Die AR-Umgebung ließ sich nicht einfach auf einer Plattform hochladen. 
Stattdessen mussten wir für die Präsentation unserer Ergebnisse im 
Seminar unsere eigenen Smartphones zur Verfü-gung stellen. Während der 
Präsentation hatte die AR-Umgebung leider Schwierigkeiten die Marker zu 
erkennen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Welche Vor- und Nachteile haben AR-Umgebungen für den Unterricht?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tabelle 1: Gibt eine Übersicht über Vor- und Nachteile von AR-Umgebungen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;table style=&quot;width:100%;&quot; cellspacing=&quot;1&quot; cellpadding=&quot;1&quot; border=&quot;1&quot;&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;Vorteile&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;Nachteile&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Transfer von Modellen in die Realität &lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Marker funktionieren nicht hinreichend &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Dynamik durch Animation&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Frage der Veröffentlichung&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Vervielfältigbarkeit des Produkts&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Zeitaufwendige Erstellung&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Neue Darstellungsmöglichkeiten&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Analoge Methoden sind empirisch besser untersucht&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Veränderbarkeit der Modelle&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Höhere kognitive Belastung&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Interaktivität&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir sehen ein großes Potential für AR-Umgebungen im Unterricht, da 
sie ermöglichen, theoreti-sche Modelle in die Realität zu bringen. Im 
Vergleich zu analogen Modellen haben sie zudem die Möglichkeit dynamisch
 zu sein. Sie können beliebig vervielfältigt und damit für alle 
Ler-nenden gleichzeitig verfügbar gemacht werden, ermöglichen neue 
Darstellungsmöglichkeiten, sind interaktiv und haben eine höhere 
Anpassungsfähigkeit. Dieses Potential kann zum aktuel-len Zeitpunkt 
jedoch nicht ausgeschöpft werden, da die Marker noch nicht so 
funktionieren, wie wir uns das gewünscht haben. Die Erstellung ist zudem
 zeitaufwendig, sodass wir uns fragen, inwiefern die Erstellung von 
AR-Umgebungen für Lehrkräfte in deren Alltag realistisch ist. Zu-dem 
steht die Frage der Veröffentlichung im Raum. Im Gegensatz zu 
Erklärvideos lassen sich diese nicht einfach als MP4 Datei oder auf 
einer Website hochladen. Dass von AR-Umgebungen eine höhere Kognitive 
Belastung ausgehen kann, sollte zudem auch beachtet werden. Zum 
aktuellen Zeitpunkt sind analoge Methoden zudem besser erforscht. 
(Schweiger, et al., 2022).&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;b&gt;Literatur&lt;/b&gt;[1] Krajcik, J. S. &amp;amp; 
Blumenfeld, P. C. (2005). Project-Based Learning. In The Cambridge 
Handbook of the Learning Sciences (S. 317–334). Cambridge University 
Press.[2] Schweiger, M., Wimmer, J., Chaudhry, M., 
Alves Siegle, B., &amp;amp; Xie, D. (2022). Lernerfolg in der Schule durch 
Augmented und Virtual Reality? Eine quantitative Synopse von 
Wirkungs-studien zum Einsatz virtueller Realitäten in Grund-und 
weiterführenden Schulen. MedienPäda-gogik, 47, 1-25.[3]
 Seibert, J., Lang, V., Lauer, L., Eichinger, A., Bach, S., Kelkel, M., 
Perels, F., Peschel, M., Huwer, J. &amp;amp; Kay, C. W (2020). Augmented 
Reality als digitales Lernwerkzeug zur Visualisie-rung 
nicht-beobachtbarer Prozesse. GDCP Tagung in Aachen 2020, 557-560.[4]
 Petri, J., &amp;amp; Niedderer, H. (1998). A learning pathway in 
high‐school level quantum atomic physics. International Journal of 
Science Education, 20(9), 1075-1088.[5] Vosniadou, 
S., &amp;amp; Brewer, W. F. (1992). Mental models of the earth: A study of 
conceptual change in childhood. Cognitive psychology, 24(4), 535-585.</summary>
          <content type="html">Ein Beitrag von Marvin Niederlüke, Alexander Schamrin und Cornelius Christof Bitter aus der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/mint-connect/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP MINTconnect&lt;/a&gt;&lt;br&gt;

&lt;p&gt;Das Seminar „Digitalisierung Chemiedidaktik“ wurde im Sommersemester 2023 erstmalig durchgeführt und entstand im Rahmen des &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt; Projekts, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam digitale Lehr-/Lernformate entwickeln und erproben. Bei der Umsetzung stehen die studentische Partizipation und Kollaboration im Fokus. Hier sollte die Förderung professionsrelevanter, digitaler Kompetenzen von Lehramtsstudierenden entwickelt werden. Als Teilnehmende des Seminars war es unsere Aufgabe, im Rahmen des projektbasierten Lernens (Krajcik &amp;amp; Blumenfeld), einer didaktischen Problemstellung kollaborativ durch einen digitalen Unterrichtsauschnitt zu begegnen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Was haben wir gemacht?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;
&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTconnectAtommodelleAR_01.png&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Oben dargestellt ist das dynamische Bohr´sche Wasserstoffatom, wobei der Atomkern pink und das Elektron grün dargestellt wird. Unten dargestellt ist das orange s-Orbital von Wasserstoff., Foto: Marvin Niederlüke&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTconnectAtommodelleAR_01.png&quot; width=&quot;200&quot; height=&quot;340&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt; Oben dargestellt ist das dynamische Bohr´sche Wasserstoffatom, wobei der Atomkern pink und das Elektron grün darge-stellt wird. Unten dargestellt ist das orange s-Orbital von Wasserstoff. Foto: Marvin Niederlüke&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;
Hybridvorstellungen beschreiben eine Mischform aus bereits vorhandenen Vorstellungen und neu erworbenen „wissenschaftlichen“ Vorstellungen (Vosniadou &amp;amp; Brewer, 1992). Am Ende der Schulzeit lassen sich Hybridvorstellungen, bei denen nicht kompatible Eigenschaften zwi-schen dem Bohr´schen Atommodell und dem Orbitalmodell verbunden werden, bei Schü-ler*innen nachweisen (Petri &amp;amp; Niederrer, 1998). Jenes kann zu fachlich unangemessenen Vor-stellungen führen, welche am Ende der Schulzeit bestehen bleiben. Unser Ziel war es, Hybrid-vorstellungen zwischen diesen Atommodellen zu vermindern, indem wir mit Augmented Reali-ty, kurz AR, eine Marker-abhängige Umgebung entwickeln, in der Nutzer*innen ein Wasser-stoffatom als Orbitalmodell und als dynamisches Bohr´sches Atommodell betrachten können. Dabei kann jeweils eines der beiden Modelle ausgewählt werden. AR stellt dabei eine geeignete Methode dar, um kognitive Hürden des Modellwechsels zu minimieren, da durch den wieder-holbaren Modellwechsel Modelle eigenaktiv und mehrfach reflektiert bearbeitet werden können (Seibert et al., 2021).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Folgenden wollen wir euch unseren Prozess und unser Ergebnis genauer vorstellen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Wie funktioniert das?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
In Blender (Grafiksoftware) lassen sich 3D-Modelle mit Animationen erstellen. So konnten wir zum Beispiel für das Bohr´sche Atommodell eines Wasserstoffatoms eine kleine grüne Kugel (Elektron) erstellen, welche sich auf einer Kurve um eine größere pinke Kugel (Atomkern) dreht. Indem wir in einer anderen Achse eine weitere Kurve als Bewegung für das Elektron festgelegt haben, konnten wir eine dreidimensionale Rotation mit gleichbleibendem Abstand zum Atomkern simulieren. Für das s-Orbital des Orbitalmodells haben wir in einer neuen Datei eine größere orange Kugel in Blender erstellt. &lt;br&gt;&lt;/p&gt;
&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTconnectAtommodelleAR_02.png&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Dargestellt ist der Marker unseres Produktes mit den beiden roten Textfeldern., Foto: Marvin Niederlüke&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTconnectAtommodelleAR_02.png&quot; width=&quot;222&quot; height=&quot;125&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt; Dargestellt ist der Marker unseres Produktes mit den beiden roten Textfeldern. Foto: Marvin Niederlüke&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;In einem zweiten Schritt haben wir mit Vuforia (AR-Plattform) in Unity (Entwicklungsumge-bung) unsere Modelle inklusive der Animationen ins Programm geladen. Zusätzlich mussten wir einen Marker erstellen, also ein Bild, welches ähnlich wie ein QR-Code funktioniert. Auf diesem Marker haben wir Bereiche ausgewählt. Die Kamera erkennt nun die einzelnen Berei-che. Wir haben dabei die Umgebung so programmiert, dass kein Modell sichtbar ist, wenn alle Bereiche von der Kamera erkannt werden. Wird eines der Marker durch eine Hand verdeckt, wird eines der beiden Modelle angezeigt. Damit die Bereiche von unseren Nutzer*innen er-kannt werden, haben wir in einem letzten Schritt noch rote Textfelder über den Markern einge-fügt, in dem jeweils das Modell benannt wird, welches beim Verdecken mit der Hand angezeigt wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Welchen Hindernissen sind wir begegnet?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
Für uns war das Erstellen von 3D-Modellen und Animationen in Blender vollkommen neuartig. Durch das Making-Media Space hatten wir aber gute technische Möglichkeiten und eine gute Beratungsstelle. Im Internet finden sich viele Erklärvideos zur Nutzung von Blender, welche uns Möglichkeiten für unsere Umsetzung aufgezeigt haben. Viel schwieriger war hingegen das Erstellen der AR-Umgebung in Unity/Vuforia. Während wir in Blender direkt sehen konnten, welche Auswirkung jeder Entwicklungsschritt hatte, konnten wir in Unity/Vuforia immer nur das Endprodukt sehen, nachdem wir bereits mehrere Schritte durchlaufen hatten. Die meiste Zeit haben wir am Ende damit verbracht, einen geeigneten Marker zu finden, der zuverlässig die Bereiche erkennt. Zusätzlich mussten wir uns Gedanken über die Veröffentlichung machen. Die AR-Umgebung ließ sich nicht einfach auf einer Plattform hochladen. Stattdessen mussten wir für die Präsentation unserer Ergebnisse im Seminar unsere eigenen Smartphones zur Verfü-gung stellen. Während der Präsentation hatte die AR-Umgebung leider Schwierigkeiten die Marker zu erkennen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Welche Vor- und Nachteile haben AR-Umgebungen für den Unterricht?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Tabelle 1: Gibt eine Übersicht über Vor- und Nachteile von AR-Umgebungen.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;table style=&quot;width:100%;&quot; cellspacing=&quot;1&quot; cellpadding=&quot;1&quot; border=&quot;1&quot;&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;Vorteile&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;Nachteile&lt;/b&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Transfer von Modellen in die Realität &lt;br&gt;&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Marker funktionieren nicht hinreichend &lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Dynamik durch Animation&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Frage der Veröffentlichung&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Vervielfältigbarkeit des Produkts&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Zeitaufwendige Erstellung&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Neue Darstellungsmöglichkeiten&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Analoge Methoden sind empirisch besser untersucht&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Veränderbarkeit der Modelle&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Höhere kognitive Belastung&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;Interaktivität&lt;/td&gt;&lt;td style=&quot;width:50%;&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Wir sehen ein großes Potential für AR-Umgebungen im Unterricht, da sie ermöglichen, theoreti-sche Modelle in die Realität zu bringen. Im Vergleich zu analogen Modellen haben sie zudem die Möglichkeit dynamisch zu sein. Sie können beliebig vervielfältigt und damit für alle Ler-nenden gleichzeitig verfügbar gemacht werden, ermöglichen neue Darstellungsmöglichkeiten, sind interaktiv und haben eine höhere Anpassungsfähigkeit. Dieses Potential kann zum aktuel-len Zeitpunkt jedoch nicht ausgeschöpft werden, da die Marker noch nicht so funktionieren, wie wir uns das gewünscht haben. Die Erstellung ist zudem zeitaufwendig, sodass wir uns fragen, inwiefern die Erstellung von AR-Umgebungen für Lehrkräfte in deren Alltag realistisch ist. Zu-dem steht die Frage der Veröffentlichung im Raum. Im Gegensatz zu Erklärvideos lassen sich diese nicht einfach als MP4 Datei oder auf einer Website hochladen. Dass von AR-Umgebungen eine höhere Kognitive Belastung ausgehen kann, sollte zudem auch beachtet werden. Zum aktuellen Zeitpunkt sind analoge Methoden zudem besser erforscht. (Schweiger, et al., 2022).&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;b&gt;Literatur&lt;/b&gt;[1] Krajcik, J. S. &amp;amp; Blumenfeld, P. C. (2005). Project-Based Learning. In The Cambridge Handbook of the Learning Sciences (S. 317–334). Cambridge University Press.[2] Schweiger, M., Wimmer, J., Chaudhry, M., Alves Siegle, B., &amp;amp; Xie, D. (2022). Lernerfolg in der Schule durch Augmented und Virtual Reality? Eine quantitative Synopse von Wirkungs-studien zum Einsatz virtueller Realitäten in Grund-und weiterführenden Schulen. MedienPäda-gogik, 47, 1-25.[3] Seibert, J., Lang, V., Lauer, L., Eichinger, A., Bach, S., Kelkel, M., Perels, F., Peschel, M., Huwer, J. &amp;amp; Kay, C. W (2020). Augmented Reality als digitales Lernwerkzeug zur Visualisie-rung nicht-beobachtbarer Prozesse. GDCP Tagung in Aachen 2020, 557-560.[4] Petri, J., &amp;amp; Niedderer, H. (1998). A learning pathway in high‐school level quantum atomic physics. International Journal of Science Education, 20(9), 1075-1088.[5] Vosniadou, S., &amp;amp; Brewer, W. F. (1992). Mental models of the earth: A study of conceptual change in childhood. Cognitive psychology, 24(4), 535-585.</content>
    </entry>
    <entry>
      <id>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/humanities_und_digital_geisteswissenschaftler_innen</id>
      <title type="html">„Humanities und digital“ – Geisteswissenschaftler*innen und ihre (digitalen) Berufe</title>
      <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/humanities_und_digital_geisteswissenschaftler_innen"/>
      <published>2023-10-10T11:15:00+02:00</published>
      <updated>2023-10-10T11:37:00+02:00</updated>
      <category term="Innovative Lehrprojekte"
                label="Innovative Lehrprojekte"/>
          <category term="almutvonwedelstaedt" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="berufsorientierung" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
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          <category term="geisteswissenschaften" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="innovativelehrprojekte" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="publichumanities" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <summary type="html">Ein Beitrag von &lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=12780021&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Almut von Wedelstaedt&lt;/a&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was haben ein IT-Projektleiter, eine Mitarbeiterin der Bielefelder 
Wissenswerkstadt, die Leitung der Abteilung Vermittlung des Historischen
 Museums und ein Projektmanager des Transcriptverlags gemeinsam? Sie 
alle haben an der Universität Bielefeld ein geisteswissenschaftliches 
Studium absolviert und bei der Veranstaltung „Humanities und digital?“, 
am 23.6.23 davon sowie von ihren jetzigen Tätigkeiten berichtet. 
Benjamin Birkenhake, Gesa Fischer, Friederike Meißner und Dennis Schmidt
 haben sich zuerst in einer von Matthias Buschmeier moderierten 
Podiumsdiskussion darüber ausgetauscht, welche Veränderungen die 
zunehmende Digitalisierung in ihren unterschiedlichen Berufsfeldern mit 
sich bringt, um anschließend in zwei Workshoprunden Studierenden einen 
tieferen Einblick in die eigene Arbeit zu geben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Sorgen, die Studierende der Geisteswissenschaften mit Blick auf 
ihre berufliche Zukunft beschäftigen, sind oft unabhängig vom studierten
 Fach, sehr ähnlich: Kann man mit so einem Studium überhaupt etwas 
werden? Und dann auch noch etwas, wovon man nicht nur irgendwie leben 
kann? Gibt es Alternativen zum Tätigsein an Schulen? Spielt es eine 
Rolle, wenn ich die Regelstudienzeit überschritten habe? Und natürlich 
gibt es auch Gründe für diese Sorgen, denn selten liest man in 
Stellenanzeigen, dass jemand gesucht wird, der*die Literaturwissenschaft
 oder Philosophie studiert hat. Dass es trotzdem ziemlich viele ziemlich
 gute Berufsaussichten für Absolvent*innen eines 
geisteswissenschaftlichen Studiums gibt, ist so nicht immer leicht zu 
sehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Veranstaltung unserer Community of Practice „Public Humanities“ 
aus dem Projekt BiLinked war deshalb ein Versuch, diesen Sorgen etwas 
entgegenzusetzen. Es gibt kein Patentrezept, um mit einem 
geisteswissenschaftlichen Abschluss einen Job zu finden, aber es gibt 
ziemlich viele Menschen, wie unsere vier Referent*innen, die genau das 
geschafft haben. 30 Studierende aus einem weiten Spektrum 
geisteswissenschaftlicher Studiengänge lauschten denn auch den Beiträgen
 aufmerksam und engagierten sich in den Diskussionen . Auch etliche 
einige Lehramtsstudierende waren unter ihnen, denn manchmal stellen sich
 im Laufe des Studiums Zweifel ein oder es wollen einfach Alternativen 
erkundet werden.&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/HumanitiesuDigital_Standbild007_klein.jpg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Eine Frau hät einen Vortrag vor Studierenden, Perspektive aus Sicht von Studierenden, Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/HumanitiesuDigital_Standbild007_klein.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt;Foto: Universität Bielefeld&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Und wie ist es nun mit der Arbeitswelt da draußen? Ob es darum geht, 
ein Begleitprogramm für Kinder im Historischen Museum zu entwickeln, 
Wissenschaft in der WissensWerkstadt in die Stadt zu holen, neue 
digitale Bücher auf den Markt zu bringen oder Onlineredaktionen zu 
beraten – die Referent*innen waren sich einig, dass 
Geisteswissenschaftler*innen in all diesen unterschiedlichen 
Berufsfeldern mit ihren Kompetenzen gebraucht werden: Weil sie ein 
grundlegendes Verständnis von Kommunikation ebenso mitbringen wie ihre 
analytischen Kompetenzen, die sie befähigen, Problemlagen zu 
durchschauen und Lösungen für sie zu finden. Die Referent*innen waren 
sich darin einig, dass die Entwicklung von Large Language Models wie 
ChatGPT ein Meilenstein in der Entwicklung der Digitalisierung ist, der 
das Arbeiten mit Texten sehr nachhaltig verändern wird. Trotzdem werden 
Absolvent*innen eines geisteswissenschaftlichen Studiums damit nicht 
überflüssig werden, weil es nach wie vor Menschen braucht, die z.B. eine
 Autorität für Wahrheit sein können – das kann eine Maschine (noch) 
nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und was sind die ultimativen Tipps, für alle, die sich Gedanken 
darüber machen, wie ihre berufliche Zukunft nach einem 
geisteswissenschaftlichen Studium aussehen könnte? Der bekannte, aber 
kaum zu überschätzende Tipp heißt die Nähe zur Praxis zu suchen: 
Praktika zu machen, Praktikumsphasen im Studium zu nutzen oder Angebote,
 die Praxis und Theorie verknüpfen, zu belegen sowie auch neben dem 
Studium eigenen Projekten nachzugehen. Außerdem haben alle dazu geraten,
 in einem Praktikum oder einer ersten Berufstätigkeit auf jeden Fall 
immer Fragen zu stellen, nicht zu glauben, dass man irgendetwas wissen 
müsse, sondern einfach nachzufragen. Wer nicht fragt, der nicht gewinnt,
 so der Tenor. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Studierenden waren sich am Ende einig, dass sich der Besuch der 
Veranstaltung gelohnt hatte, allerdings mit vier Stunden fast ein wenig 
kurz war. Wir überlegen schon, wie sich das Ganze für den Sommer 2024 
erneut umsetzen lassen könnte. &lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;i&gt;Diese Veranstaltung ist im Rahmen vom Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt;
 entstanden, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam digitale 
Lehr-/Lernformate entwickeln und erproben. Bei der Umsetzung stehen die 
studentische Partizipation und Kollaboration im Fokus.&lt;/i&gt;&lt;br&gt;</summary>
          <content type="html">Ein Beitrag von &lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/publ/PersonDetail.jsp?personId=12780021&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Almut von Wedelstaedt&lt;/a&gt;&lt;p&gt; &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Was haben ein IT-Projektleiter, eine Mitarbeiterin der Bielefelder Wissenswerkstadt, die Leitung der Abteilung Vermittlung des Historischen Museums und ein Projektmanager des Transcriptverlags gemeinsam? Sie alle haben an der Universität Bielefeld ein geisteswissenschaftliches Studium absolviert und bei der Veranstaltung „Humanities und digital?“, am 23.6.23 davon sowie von ihren jetzigen Tätigkeiten berichtet. Benjamin Birkenhake, Gesa Fischer, Friederike Meißner und Dennis Schmidt haben sich zuerst in einer von Matthias Buschmeier moderierten Podiumsdiskussion darüber ausgetauscht, welche Veränderungen die zunehmende Digitalisierung in ihren unterschiedlichen Berufsfeldern mit sich bringt, um anschließend in zwei Workshoprunden Studierenden einen tieferen Einblick in die eigene Arbeit zu geben.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Sorgen, die Studierende der Geisteswissenschaften mit Blick auf ihre berufliche Zukunft beschäftigen, sind oft unabhängig vom studierten Fach, sehr ähnlich: Kann man mit so einem Studium überhaupt etwas werden? Und dann auch noch etwas, wovon man nicht nur irgendwie leben kann? Gibt es Alternativen zum Tätigsein an Schulen? Spielt es eine Rolle, wenn ich die Regelstudienzeit überschritten habe? Und natürlich gibt es auch Gründe für diese Sorgen, denn selten liest man in Stellenanzeigen, dass jemand gesucht wird, der*die Literaturwissenschaft oder Philosophie studiert hat. Dass es trotzdem ziemlich viele ziemlich gute Berufsaussichten für Absolvent*innen eines geisteswissenschaftlichen Studiums gibt, ist so nicht immer leicht zu sehen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Veranstaltung unserer Community of Practice „Public Humanities“ aus dem Projekt BiLinked war deshalb ein Versuch, diesen Sorgen etwas entgegenzusetzen. Es gibt kein Patentrezept, um mit einem geisteswissenschaftlichen Abschluss einen Job zu finden, aber es gibt ziemlich viele Menschen, wie unsere vier Referent*innen, die genau das geschafft haben. 30 Studierende aus einem weiten Spektrum geisteswissenschaftlicher Studiengänge lauschten denn auch den Beiträgen aufmerksam und engagierten sich in den Diskussionen . Auch etliche einige Lehramtsstudierende waren unter ihnen, denn manchmal stellen sich im Laufe des Studiums Zweifel ein oder es wollen einfach Alternativen erkundet werden.&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/HumanitiesuDigital_Standbild007_klein.jpg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Eine Frau hät einen Vortrag vor Studierenden, Perspektive aus Sicht von Studierenden, Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/HumanitiesuDigital_Standbild007_klein.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt;Foto: Universität Bielefeld&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Und wie ist es nun mit der Arbeitswelt da draußen? Ob es darum geht, ein Begleitprogramm für Kinder im Historischen Museum zu entwickeln, Wissenschaft in der WissensWerkstadt in die Stadt zu holen, neue digitale Bücher auf den Markt zu bringen oder Onlineredaktionen zu beraten – die Referent*innen waren sich einig, dass Geisteswissenschaftler*innen in all diesen unterschiedlichen Berufsfeldern mit ihren Kompetenzen gebraucht werden: Weil sie ein grundlegendes Verständnis von Kommunikation ebenso mitbringen wie ihre analytischen Kompetenzen, die sie befähigen, Problemlagen zu durchschauen und Lösungen für sie zu finden. Die Referent*innen waren sich darin einig, dass die Entwicklung von Large Language Models wie ChatGPT ein Meilenstein in der Entwicklung der Digitalisierung ist, der das Arbeiten mit Texten sehr nachhaltig verändern wird. Trotzdem werden Absolvent*innen eines geisteswissenschaftlichen Studiums damit nicht überflüssig werden, weil es nach wie vor Menschen braucht, die z.B. eine Autorität für Wahrheit sein können – das kann eine Maschine (noch) nicht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Und was sind die ultimativen Tipps, für alle, die sich Gedanken darüber machen, wie ihre berufliche Zukunft nach einem geisteswissenschaftlichen Studium aussehen könnte? Der bekannte, aber kaum zu überschätzende Tipp heißt die Nähe zur Praxis zu suchen: Praktika zu machen, Praktikumsphasen im Studium zu nutzen oder Angebote, die Praxis und Theorie verknüpfen, zu belegen sowie auch neben dem Studium eigenen Projekten nachzugehen. Außerdem haben alle dazu geraten, in einem Praktikum oder einer ersten Berufstätigkeit auf jeden Fall immer Fragen zu stellen, nicht zu glauben, dass man irgendetwas wissen müsse, sondern einfach nachzufragen. Wer nicht fragt, der nicht gewinnt, so der Tenor. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die Studierenden waren sich am Ende einig, dass sich der Besuch der Veranstaltung gelohnt hatte, allerdings mit vier Stunden fast ein wenig kurz war. Wir überlegen schon, wie sich das Ganze für den Sommer 2024 erneut umsetzen lassen könnte. &lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;Diese Veranstaltung ist im Rahmen vom Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt; entstanden, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam digitale Lehr-/Lernformate entwickeln und erproben. Bei der Umsetzung stehen die studentische Partizipation und Kollaboration im Fokus.&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;</content>
    </entry>
    <entry>
      <id>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/im_austausch_bleiben_wie_beteiligen</id>
      <title type="html">Im Austausch bleiben: Wie beteiligen sich Studierende bei der Weiterentwicklung von Lehre? - Zusammenarbeit im Lehrprojekt BiLinked</title>
      <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/im_austausch_bleiben_wie_beteiligen"/>
      <published>2023-08-15T11:00:00+02:00</published>
      <updated>2023-08-15T11:03:00+02:00</updated>
      <category term="Innovative Lehrprojekte"
                label="Innovative Lehrprojekte"/>
          <category term="bilinked" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="innovativelehrprojekte" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="johannaspringhorn" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="leabachus" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="partizipation" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="studentischepartizipation" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="studierende" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="zusammenarbeit" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <summary type="html">Ein Beitrag von Lea Bachus und Johanna Springhorn
&lt;p&gt;&lt;i&gt;„Alle müssen wissen, wer was weiß. Das System Uni kann für 
Studierende sehr diffus sein und man macht sich kaum Gedanken, wie viel 
hinter dem Vorhang abläuft. Gleichzeitig macht es natürlich Sinn 
Studierende zu fragen, wie man das Lehrangebot für Studierende 
verbessern kann.“&lt;/i&gt; (Alex Hallbauer aus der CoP Public Humanities)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An der Universität Bielefeld arbeiten Studierende und Lehrende im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt;
 seit 2021 gemeinsam&amp;nbsp;daran, digitale Lehr-Lernformate zu entwickeln. Die
 Zusammenarbeit findet in vier interdisziplinären Communities of 
Practice (CoPs) statt, die fächerübergreifend verschiedene 
Studienschwerpunkte abbilden. Dadurch entstehen vielfältige und 
innovative Ideen, wie Digitales in der Lehre an unserer Uni gut 
umgesetzt werden kann. Seit Beginn des Projekts beteiligen sich die 
studentischen Mitarbeiter*innen in den unterschiedlichen CoPs aktiv 
daran, diese Formate mitzugestalten. Zum Beispiel entwickeln &lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/datenkompetenz_als_interdisziplin%C3%A4re_f%C3%A4higkeit_die&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Studierende Selbstlerneinheiten zu Data Literacy&lt;/a&gt; mit oder erstellen selbstständig &lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/bilinked_die_cop_mintconnect_berichtet&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Erklärvideos in der Chemiedidaktik&lt;/a&gt;.
 Einen tieferen Einblick in ihre Mitwirkung und die kollaborative 
Zusammenarbeit können aber natürlich am besten die Studierenden selbst 
geben. Deshalb haben wir mal nachgefragt: Wir wollten wissen, wie genau 
die Studierenden in die Arbeit der CoPs eingebunden sind, und was ihnen 
wichtig ist bei der kollaborativen Zusammenarbeit von Studierenden und 
Lehrenden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Daniel Schumann&lt;/i&gt; studiert Erziehungswissenschaften im Master und ist seit 2021 studentischer Mitarbeiter in der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/data-literacy/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP Data Literacy&lt;/a&gt;.
 Studentische Beteiligung wird ihm zufolge in seiner CoP auf zwei Ebenen
 umgesetzt: Zum einen durch die studentischen Mitarbeiter*innen, die von
 der Konzeption bis zur Umsetzung an der Gestaltung der 
Lehrveranstaltungen beteiligt sind. Zum anderen über die studentische 
Beteiligung in den Seminaren selbst, in denen möglichst individuell auf 
die Interessen der Studierenden eingegangen werden soll. Für Daniel sind
 eine gute Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen die Voraussetzung 
für eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Lehrenden 
und Studierenden:&lt;br&gt;&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt; 
        &lt;/p&gt;

&lt;p&gt; &lt;i&gt;Yasmin Echterhoff&lt;/i&gt; ist Lehramtsstudentin und war von Anfang an als studentische Mitarbeiterin in der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/inklusion-lehrer_innen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP Inklusionssensible Lehrer*innenbildung&lt;/a&gt;
 dabei, in der vor allem Seminare im Blended Learning-Format für 
Lehramtsstudierende gestaltet werden. Die studentischen 
Mitarbeiter*innen sind dabei sehr vielfältig eingebunden, weil sie 
sowohl inhaltlich als auch organisatorisch beteiligt sind:&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt; 
        &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Vielfalt in ihren Aufgaben weiß auch &lt;i&gt;Margit Offermann&lt;/i&gt;, die seit letztem Jahr in der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/mint-connect/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP MINTconnect&lt;/a&gt; mitarbeitet, zu schätzen:&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt; 
        &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus ihrer Sicht ist für die Zusammenarbeit hilfreich, dass die 
studentischen Mitarbeiter*innen bei den Projekten der CoP in alle 
Arbeitsschritte und Entscheidungen gleichberechtigt mit den Lehrenden 
eingebunden sind. &lt;i&gt;Alex Hallbauer&lt;/i&gt; aus der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP Public Humanities&lt;/a&gt;
 sieht das ähnlich und hebt noch einmal die Besonderheiten hervor, die 
mit der Rolle als studentische Mitarbeiter*innen einhergehen:&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt; 
        &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In seiner CoP unterstützt er zum Beispiel Studierende in 
Lehrveranstaltungen dabei, digitale Produkte wie Podcasts zu erstellen, 
aber ist auch gemeinsam mit den anderen Studierenden und Lehrenden der 
CoP von Beginn an bei der Organisation von Veranstaltungen mit dabei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Neben
 der kollaborativen Arbeit innerhalb der einzelnen CoPs gibt es auch 
Treffen mit allen beteiligten Studierenden im BiLinked Gesamtprojekt.&amp;nbsp; 
Zusammen mit den Studierenden organisiert und gestaltet Lea Bachus, 
selbst studentische Mitarbeiter*in in der Projektkoordination, diesen 
Austausch. Dabei geht es vor allem darum, gemeinsam darüber zu sprechen,
 wie Studierende sich inhaltlich und organisatorisch gut in ihrer CoP 
einbringen können, um ihre Perspektive auf die Weiterentwicklung von 
Lehre sichtbar zu machen. So haben sich die Studierenden beispielsweise 
in einem World Café Format damit beschäftigt, welche Möglichkeiten der 
(digitalen) kollaborativen Zusammenarbeit in den CoPs gut gelingen oder 
in einem Stationenlauf gesammelt, welche Beispiele für Good Practices 
der studentischen Beteiligung in Lehrveranstaltungen und Projekten es an
 der Uni Bielefeld bereits gibt und was außerdem wünschenswert wäre.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
 Der studentische Austausch dient dabei oftmals auch als Blick über den 
Tellerrand: Wie sieht die Lehre in anderen Fächern aus? Welche 
Möglichkeiten habe ich dort, selbst etwas mitzugestalten? Was finden 
andere Studierende wichtig in der Lehre an unserer Uni? Die Ergebnisse 
nehmen die Studierenden mit in ihre Arbeit in den CoPs. Neben der 
konkreten Erstellung verschiedener digital unterstützter Lehrformate, 
bietet BiLinked als Gesamtprojekt daher auch einen guten Rahmen für 
studentische Beteiligung und die Zusammenarbeit zwischen Studierenden 
und Lehrenden in der Lehrentwicklung. Und einen Anlass, im Austausch zu 
bleiben.</summary>
          <content type="html">Ein Beitrag von Lea Bachus und Johanna Springhorn
&lt;p&gt;&lt;i&gt;„Alle müssen wissen, wer was weiß. Das System Uni kann für Studierende sehr diffus sein und man macht sich kaum Gedanken, wie viel hinter dem Vorhang abläuft. Gleichzeitig macht es natürlich Sinn Studierende zu fragen, wie man das Lehrangebot für Studierende verbessern kann.“&lt;/i&gt; (Alex Hallbauer aus der CoP Public Humanities)&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;An der Universität Bielefeld arbeiten Studierende und Lehrende im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt; seit 2021 gemeinsam&amp;nbsp;daran, digitale Lehr-Lernformate zu entwickeln. Die Zusammenarbeit findet in vier interdisziplinären Communities of Practice (CoPs) statt, die fächerübergreifend verschiedene Studienschwerpunkte abbilden. Dadurch entstehen vielfältige und innovative Ideen, wie Digitales in der Lehre an unserer Uni gut umgesetzt werden kann. Seit Beginn des Projekts beteiligen sich die studentischen Mitarbeiter*innen in den unterschiedlichen CoPs aktiv daran, diese Formate mitzugestalten. Zum Beispiel entwickeln &lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/datenkompetenz_als_interdisziplin%C3%A4re_f%C3%A4higkeit_die&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Studierende Selbstlerneinheiten zu Data Literacy&lt;/a&gt; mit oder erstellen selbstständig &lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/bilinked_die_cop_mintconnect_berichtet&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Erklärvideos in der Chemiedidaktik&lt;/a&gt;. Einen tieferen Einblick in ihre Mitwirkung und die kollaborative Zusammenarbeit können aber natürlich am besten die Studierenden selbst geben. Deshalb haben wir mal nachgefragt: Wir wollten wissen, wie genau die Studierenden in die Arbeit der CoPs eingebunden sind, und was ihnen wichtig ist bei der kollaborativen Zusammenarbeit von Studierenden und Lehrenden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Daniel Schumann&lt;/i&gt; studiert Erziehungswissenschaften im Master und ist seit 2021 studentischer Mitarbeiter in der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/data-literacy/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP Data Literacy&lt;/a&gt;. Studentische Beteiligung wird ihm zufolge in seiner CoP auf zwei Ebenen umgesetzt: Zum einen durch die studentischen Mitarbeiter*innen, die von der Konzeption bis zur Umsetzung an der Gestaltung der Lehrveranstaltungen beteiligt sind. Zum anderen über die studentische Beteiligung in den Seminaren selbst, in denen möglichst individuell auf die Interessen der Studierenden eingegangen werden soll. Für Daniel sind eine gute Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen die Voraussetzung für eine erfolgreiche Zusammenarbeit auf Augenhöhe zwischen Lehrenden und Studierenden:&lt;br&gt;&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt; 
        &lt;/p&gt;

&lt;p&gt; &lt;i&gt;Yasmin Echterhoff&lt;/i&gt; ist Lehramtsstudentin und war von Anfang an als studentische Mitarbeiterin in der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/inklusion-lehrer_innen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP Inklusionssensible Lehrer*innenbildung&lt;/a&gt; dabei, in der vor allem Seminare im Blended Learning-Format für Lehramtsstudierende gestaltet werden. Die studentischen Mitarbeiter*innen sind dabei sehr vielfältig eingebunden, weil sie sowohl inhaltlich als auch organisatorisch beteiligt sind:&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt; 
        &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Diese Vielfalt in ihren Aufgaben weiß auch &lt;i&gt;Margit Offermann&lt;/i&gt;, die seit letztem Jahr in der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/mint-connect/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP MINTconnect&lt;/a&gt; mitarbeitet, zu schätzen:&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt; 
        &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Aus ihrer Sicht ist für die Zusammenarbeit hilfreich, dass die studentischen Mitarbeiter*innen bei den Projekten der CoP in alle Arbeitsschritte und Entscheidungen gleichberechtigt mit den Lehrenden eingebunden sind. &lt;i&gt;Alex Hallbauer&lt;/i&gt; aus der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP Public Humanities&lt;/a&gt; sieht das ähnlich und hebt noch einmal die Besonderheiten hervor, die mit der Rolle als studentische Mitarbeiter*innen einhergehen:&lt;/p&gt;

 &lt;p&gt; 
        &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In seiner CoP unterstützt er zum Beispiel Studierende in Lehrveranstaltungen dabei, digitale Produkte wie Podcasts zu erstellen, aber ist auch gemeinsam mit den anderen Studierenden und Lehrenden der CoP von Beginn an bei der Organisation von Veranstaltungen mit dabei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Neben der kollaborativen Arbeit innerhalb der einzelnen CoPs gibt es auch Treffen mit allen beteiligten Studierenden im BiLinked Gesamtprojekt.&amp;nbsp; Zusammen mit den Studierenden organisiert und gestaltet Lea Bachus, selbst studentische Mitarbeiter*in in der Projektkoordination, diesen Austausch. Dabei geht es vor allem darum, gemeinsam darüber zu sprechen, wie Studierende sich inhaltlich und organisatorisch gut in ihrer CoP einbringen können, um ihre Perspektive auf die Weiterentwicklung von Lehre sichtbar zu machen. So haben sich die Studierenden beispielsweise in einem World Café Format damit beschäftigt, welche Möglichkeiten der (digitalen) kollaborativen Zusammenarbeit in den CoPs gut gelingen oder in einem Stationenlauf gesammelt, welche Beispiele für Good Practices der studentischen Beteiligung in Lehrveranstaltungen und Projekten es an der Uni Bielefeld bereits gibt und was außerdem wünschenswert wäre.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Der studentische Austausch dient dabei oftmals auch als Blick über den Tellerrand: Wie sieht die Lehre in anderen Fächern aus? Welche Möglichkeiten habe ich dort, selbst etwas mitzugestalten? Was finden andere Studierende wichtig in der Lehre an unserer Uni? Die Ergebnisse nehmen die Studierenden mit in ihre Arbeit in den CoPs. Neben der konkreten Erstellung verschiedener digital unterstützter Lehrformate, bietet BiLinked als Gesamtprojekt daher auch einen guten Rahmen für studentische Beteiligung und die Zusammenarbeit zwischen Studierenden und Lehrenden in der Lehrentwicklung. Und einen Anlass, im Austausch zu bleiben.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;</content>
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      <title type="html">Wissen teilen und Stellung beziehen: Studierende der Philosophie schreiben für die Öffentlichkeit</title>
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      <published>2023-05-23T11:20:45+02:00</published>
      <updated>2024-04-10T14:11:47+02:00</updated>
      <category term="Innovative Lehrprojekte"
                label="Innovative Lehrprojekte"/>
          <category term="annawelpinghus" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
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          <summary type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag von&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/philosophie/personen/welpinghus/&quot;&gt;Anna Welpinghus&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;An Philosoph*innen wird – vielleicht mehr als an die Vertreter*innen anderer wissenschaftlicher Disziplinen – der Anspruch heran getragen, sie mögen zu gesellschaftlichen Debatten beitragen. Umso enttäuschender kann es sein, wenn die Philosophie in Universitäten vor allem darin besteht, dass Forschende hochspezialisierte fachliche Diskurse führen. Philosophie für die Öffentlichkeit scheint Figuren überlassen zu bleiben, die sich wenig oder gar nicht in der wissenschaftlichen Disziplin bewegen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch dieser Eindruck täuscht. Wissenschaftlich tätige Philosoph*innen bereichern durchaus öffentliche Debatten. Zwar kommen sie dabei selten zu abschließenden Antworten. Aber sie können hilfreiche Begriffe bekannt machen, Missverständnisse ausräumen oder auf besonders relevante Argumente aufmerksam machen. Für dieses Unterfangen hat sich in den letzten Jahren der Begriff „Öffentliche Philosophie“ eingebürgert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Wintersemester 2022/23 habe ich ein Seminar mit dem Titel „Öffentliche Philosophie und Schreiben für die Öffentlichkeit“, für Master-Studierende der Philosophie angeboten. Unterstützt wurde es von dem Projekt „&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt;“ und der in diesem Projekt angesiedelten Community of Practice (CoP) „&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/&quot;&gt;Public Humanities&lt;/a&gt;“. Ziel der CoP ist es, Studierende sowohl in die Analyse digitaler Medien als auch in die Praxis ihrer Erstellung einzuführen. Genau das passierte in diesem Seminar für schriftliche Beiträge der öffentlichen Philosophie.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In den ersten Wochen stand das Kennenlernen und Reflektieren über öffentliche Philosophie im Vordergrund. Philosophie findet heutzutage in einer Vielzahl an Medien statt, von klassischen Kanälen wie Zeitungen, Radio oder Fernsehen über Blogs oder Podcasts bis hin zu Plattformen der sozialen Medien. Während von Forschenden zunehmend erwartet wird, dass sie ihre Ergebnisse kommunizieren, gibt es auch in der Fachcommunity Bestrebungen, öffentliche Philosophie zu stärken, allen voran das Portal&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.philpublica.de/&quot;&gt;PhilPublica&lt;/a&gt;. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, was genau die Philosophie eigentlich zu gesellschaftlichen Debatten beizutragen hat. Philosoph*innen beginnen gerade erst, sich damit auseinanderzusetzen. Die Studierenden bekamen somit einen Einblick in ein hochaktuelles Thema.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Als Highlight hielt Eva Weber-Guskar, Professorin für Ethik und Philosophie der Emotionen an der Ruhr-Universität Bochum einen Gastvortrag. Sie unterstützt unter anderem PhilPublica und ist selbst seit vielen Jahren journalistisch tätig.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zweitens haben die Teilnehmenden als Studienleistung selbst einen Beitrag in öffentlicher Philosophie verfasst. Dieser konnte dann auf der Webpräsenz der CoP Public Humanities&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/mediathek/oeffentliche-philosophie/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;veröffentlicht&lt;/a&gt;&amp;nbsp;werden. Fast alle, die den Beitrag fertig gestellt haben, nutzten diese Gelegenheit. Die Studierenden haben jeweils zu einem Thema geschrieben, zu dem sie sich bereits auskannten – etwa, weil sie bereits eine Hausarbeit dazu geschrieben hatten. Der Fokus lag also weniger auf der Erarbeitung der Inhalte als auf deren Präsentation.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dazu reichten die Studierenden eine fünfteilige Studienleistung ein: innerhalb der ersten Wochen recherchierten sie Beispiele für öffentliche Philosophie zu ihrem Thema und analysierten anhand eines Arbeitsblatts, wie das Thema dort vermittelt wird. Im Dezember reichten alle ein Arbeitsblatt zur Vorbereitung des eigenen Beitrags ein und erhielten eine Rückmeldung von mir zu ihrem Vorhaben. Zu diesem Zeitpunkt entschieden sich die Verfasser*innen, zu welcher journalistischen Darstellungsform der Beitrag gehören sollte, etwa ob es ein Kommentar, ein Forschungsbericht oder eine Buchrezension werden sollte.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Januar wurde dann ein vollständiger Entwurf des Beitrags eingereicht. Dazu erhielten die Studierenden Feedback von mir und voneinander. Peer Feedback anhand eines Leitfadens zu geben war ein weiterer Teil der Studienleistung. Schließlich stellten die Studierenden zum Ende des Semesters der vollständige Beitrag inklusive Vorschlag für ein Beitragsbild fertig. Dieser sollte den Reaktionsrichtlinien entsprechen, die wir in den vorherigen Sitzungen abgestimmt hatten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einem redaktionellen Prozess mit letzten Abstimmungen konnten wir die Beiträge bereits im Februar veröffentlichen. Hilfreich war dabei nicht nur, dass die CoP dem Projekt Platz auf ihrer Webpräsenz eingeräumt hat, sondern auch die Unterstützung der dort angestellten Hilfskräfte Clemens Litfin und Alexander Hallbauer.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Studium werden zwar häufig schriftliche Arbeiten verlangt, aber diese durchgehen so gut wie nie einen redaktionellen Prozess bis zur Veröffentlichung. Hier konnten die Studierenden einmal erleben, was dazu gehört. Zudem habe ich zu Beginn der Praxisphase in die Grundlagen journalistischen Schreibens eingeführt. Wir haben etwa für die Philosophie bedeutsame journalistische Darstellungsformen besprochen und typische Elemente schriftlicher Online-Publikationen kreiert. Außerdem ging es noch einmal ganz grundlegend um klares, verständliches Schreiben – Ein Thema, das nach der Studieneingangsphase selten explizit gelehrt wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit diesem Fokus sollte das Seminare Kompetenzen für eine Reihe an Berufen vermitteln, die für Philosophie-Studierende interessant sind: Dazu gehören Tätigkeiten in Wissenschaft und Journalismus, aber auch Berufe, zu denen schriftliche Kommunikation und redaktionelle Arbeiten gehören – etwa in der Öffentlichkeitsarbeit.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Einige Studierende berichteten, dass die Möglichkeit zur Veröffentlichung sie motiviert habe, einen wirklich guten Beitrag zu erschaffen – ein Eindruck, den ich teile. So konnten wir einige informative und (sehr) gut geschriebene Texte veröffentlichen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Insgesamt stellte das Seminar eine willkommene Abwechslung zu konventionellen Seminaren dar. Der hier vorgestellte Zuschnitt ist besonders für fortgeschrittene Studierende geeignet, da sie auf eigene fachliche Vorkenntnisse zurückgreifen mussten. Aber auch für Studierende im Bachelor kann eine Verknüpfung von theoretischen und anwendungsbezogenen Inhalten sowie die Arbeit an einem gemeinsamen Produkt wertvoll sein. Ich danke der CoP „Public Humanities“ für das Ermöglichen dieses Seminars.&lt;/p&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;
Ein Beitrag von &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/philosophie/personen/welpinghus/&quot;&gt;Anna Welpinghus&lt;/a&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

An Philosoph*innen wird – vielleicht mehr als an die Vertreter*innen anderer wissenschaftlicher Disziplinen – der Anspruch heran getragen, sie mögen zu gesellschaftlichen Debatten beitragen. Umso enttäuschender kann es sein, wenn die Philosophie in Universitäten vor allem darin besteht, dass Forschende hochspezialisierte fachliche Diskurse führen. Philosophie für die Öffentlichkeit scheint Figuren überlassen zu bleiben, die sich wenig oder gar nicht in der wissenschaftlichen Disziplin bewegen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Doch dieser Eindruck täuscht. Wissenschaftlich tätige Philosoph*innen bereichern durchaus öffentliche Debatten. Zwar kommen sie dabei selten zu abschließenden Antworten. Aber sie können hilfreiche Begriffe bekannt machen, Missverständnisse ausräumen oder auf besonders relevante Argumente aufmerksam machen. Für dieses Unterfangen hat sich in den letzten Jahren der Begriff „Öffentliche Philosophie“ eingebürgert. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Im Wintersemester 2022/23 habe ich ein Seminar mit dem Titel „Öffentliche Philosophie und Schreiben für die Öffentlichkeit“, für Master-Studierende der Philosophie angeboten. Unterstützt wurde es von dem Projekt „&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt;“ und der in diesem Projekt angesiedelten Community of Practice (CoP) „&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/&quot;&gt;Public Humanities&lt;/a&gt;“. Ziel der CoP ist es, Studierende sowohl in die Analyse digitaler Medien als auch in die Praxis ihrer Erstellung einzuführen. Genau das passierte in diesem Seminar für schriftliche Beiträge der öffentlichen Philosophie.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In den ersten Wochen stand das Kennenlernen und Reflektieren über öffentliche Philosophie im Vordergrund. Philosophie findet heutzutage in einer Vielzahl an Medien statt, von klassischen Kanälen wie Zeitungen, Radio oder Fernsehen über Blogs oder Podcasts bis hin zu Plattformen der sozialen Medien. Während von Forschenden zunehmend erwartet wird, dass sie ihre Ergebnisse kommunizieren, gibt es auch in der Fachcommunity Bestrebungen, öffentliche Philosophie zu stärken, allen voran das Portal &lt;a href=&quot;https://www.philpublica.de/&quot;&gt;PhilPublica&lt;/a&gt;. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, was genau die Philosophie eigentlich zu gesellschaftlichen Debatten beizutragen hat. Philosoph*innen beginnen gerade erst, sich damit auseinanderzusetzen. Die Studierenden bekamen somit einen Einblick in ein hochaktuelles Thema. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Als Highlight hielt Eva Weber-Guskar, Professorin für Ethik und Philosophie der Emotionen an der Ruhr-Universität Bochum einen Gastvortrag. Sie unterstützt unter anderem PhilPublica und ist selbst seit vielen Jahren journalistisch tätig.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zweitens haben die Teilnehmenden als Studienleistung selbst einen Beitrag in öffentlicher Philosophie verfasst. Dieser konnte dann auf der Webpräsenz der CoP Public Humanities &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/mediathek/oeffentliche-philosophie/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;veröffentlicht&lt;/a&gt; werden. Fast alle, die den Beitrag fertig gestellt haben, nutzten diese Gelegenheit. Die Studierenden haben jeweils zu einem Thema geschrieben, zu dem sie sich bereits auskannten – etwa, weil sie bereits eine Hausarbeit dazu geschrieben hatten. Der Fokus lag also weniger auf der Erarbeitung der Inhalte als auf deren Präsentation.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dazu reichten die Studierenden eine fünfteilige Studienleistung ein: innerhalb der ersten Wochen recherchierten sie Beispiele für öffentliche Philosophie zu ihrem Thema und analysierten anhand eines Arbeitsblatts, wie das Thema dort vermittelt wird. Im Dezember reichten alle ein Arbeitsblatt zur Vorbereitung des eigenen Beitrags ein und erhielten eine Rückmeldung von mir zu ihrem Vorhaben. Zu diesem Zeitpunkt entschieden sich die Verfasser*innen, zu welcher journalistischen Darstellungsform der Beitrag gehören sollte, etwa ob es ein Kommentar, ein Forschungsbericht oder eine Buchrezension werden sollte.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Im Januar wurde dann ein vollständiger Entwurf des Beitrags eingereicht. Dazu erhielten die Studierenden Feedback von mir und voneinander. Peer Feedback anhand eines Leitfadens zu geben war ein weiterer Teil der Studienleistung. Schließlich stellten die Studierenden zum Ende des Semesters der vollständige Beitrag inklusive Vorschlag für ein Beitragsbild fertig. Dieser sollte den Reaktionsrichtlinien entsprechen, die wir in den vorherigen Sitzungen abgestimmt hatten. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Nach einem redaktionellen Prozess mit letzten Abstimmungen konnten wir die Beiträge bereits im Februar veröffentlichen. Hilfreich war dabei nicht nur, dass die CoP dem Projekt Platz auf ihrer Webpräsenz eingeräumt hat, sondern auch die Unterstützung der dort angestellten Hilfskräfte Clemens Litfin und Alexander Hallbauer.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Studium werden zwar häufig schriftliche Arbeiten verlangt, aber diese durchgehen so gut wie nie einen redaktionellen Prozess bis zur Veröffentlichung. Hier konnten die Studierenden einmal erleben, was dazu gehört. Zudem habe ich zu Beginn der Praxisphase in die Grundlagen journalistischen Schreibens eingeführt. Wir haben etwa für die Philosophie bedeutsame journalistische Darstellungsformen besprochen und typische Elemente schriftlicher Online-Publikationen kreiert. Außerdem ging es noch einmal ganz grundlegend um klares, verständliches Schreiben – Ein Thema, das nach der Studieneingangsphase selten explizit gelehrt wird.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Mit diesem Fokus sollte das Seminare Kompetenzen für eine Reihe an Berufen vermitteln, die für Philosophie-Studierende interessant sind: Dazu gehören Tätigkeiten in Wissenschaft und Journalismus, aber auch Berufe, zu denen schriftliche Kommunikation und redaktionelle Arbeiten gehören – etwa in der Öffentlichkeitsarbeit.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Einige Studierende berichteten, dass die Möglichkeit zur Veröffentlichung sie motiviert habe, einen wirklich guten Beitrag zu erschaffen – ein Eindruck, den ich teile. So konnten wir einige informative und (sehr) gut geschriebene Texte veröffentlichen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Insgesamt stellte das Seminar eine willkommene Abwechslung zu konventionellen Seminaren dar. Der hier vorgestellte Zuschnitt ist besonders für fortgeschrittene Studierende geeignet, da sie auf eigene fachliche Vorkenntnisse zurückgreifen mussten. Aber auch für Studierende im Bachelor kann eine Verknüpfung von theoretischen und anwendungsbezogenen Inhalten sowie die Arbeit an einem gemeinsamen Produkt wertvoll sein. Ich danke der CoP „Public Humanities“ für das Ermöglichen dieses Seminars.
&lt;/p&gt;</content>
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      <title type="html">Interdisziplinäres Arbeiten in einer digitalen Welt: Ein Bericht aus der BiLinked-CoP Inklusionssensible Lehrer*innenbildung</title>
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      <published>2023-04-20T11:30:00+02:00</published>
      <updated>2023-04-20T11:35:00+02:00</updated>
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          <summary type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;
Die Community of Practice „Inklusionssensible Lehrer*innenbildung” stellt ihre Arbeit dar, die besonders auf Interdisziplinarität ausgerichtet ist. Im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt; entwickeln und erproben Studierende und Lehrende gemeinsam digitale Lehr-/Lernformate. Bei der Umsetzung stehen die studentische Partizipation und Kollaboration im Fokus.
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
Ein Beitrag von Duygu Scanzano &amp;amp; Juliane Wefers
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Der Begriff Interdisziplinarität tauchte im deutschsprachigen Raum erstmalig in den 1960er Jahren auf und ist seitdem in aller Munde. Da viele Fragestellungen und Probleme nicht allein aus der Perspektive einer Fachwissenschaft bearbeitet werden können, folgen auch Fachwissenschaftler*innen dem Trend, interdisziplinär zu arbeiten. Gleichzeitig sind dem Terminus vielfältige Interpretationsmöglichkeiten inhärent. So umfasst der Begriff für uns mehr als nur die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen. „Interdisziplinarität ist nichts über den Disziplinen stehendes. Sie belebt ‘disziplinäre Engführungen‘ und ist ‘in Wahrheit Transdisziplinarität‘. Interdisziplinarität bedeutet, konkrete Zusammenarbeit auf Zeit, wohingegen transdisziplinäre ‘Kooperation […] zu einer andauernden, die fachlichen und disziplinären Orientierungen selbst verändernden wissenschaftssystematischen Ordnung führe“ (Mittelstraß 2005, S.19: In: Jungert, Romfeld, Sukopp &amp;amp; Voigt. 2013).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Gesamtprojekt BiLinked strebt an, digitale Lehr-Lernformate in Kooperation von Studierenden und Lehrenden zu entwickeln. Dazu arbeiten vier Communities of Practice (CoP) gemeinsam mit dem Digital Learning Lab. Eine Ebene der interdisziplinären Zusammenarbeit ist dementsprechend der Austausch zwischen den CoPs. Im Zentrum unserer CoP steht u.a. die Förderung medienpädagogischer und mediendidaktischer Kompetenzen bei Lehramtsstudierenden. Der Fokus richtet sich dabei auf die kollaborative Planung und Gestaltung digitaler Unterrichtsmaterialien im Tridem, bestehend aus Studierenden, einer Lehrkraft und einer Person der Fachdidaktik. Innerhalb dieser Tridems werden digitalitätsbezogene Unterrichtseinheiten entwickelt und in der Praxis erprobt. Durch die Beteiligung von den Fachdidaktiken für Biologie, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache/Mehrsprachigkeit, Mathematik, Musik, Sachunterricht Sozialwissenschaften und Sport ist also auch auf der Ebene der CoP selbst interdisziplinäres Arbeiten wichtig. Durch Arbeit an den Unterrichtseinheiten in den einzelnen Tridems ergibt sich unweigerlich eine Trennung der Zusammenarbeit innerhalb der CoP. Um interdisziplinär arbeiten zu können, ist es unser Bestreben, die Trennung der sieben Tridems aufzubrechen. Grund dafür ist zum einen, dass interdisziplinär zu arbeiten die Möglichkeit eröffnet, fächerübergreifende und digitalitätsbezogene Unterrichtseinheiten in unserer CoP zu entwickeln. Der Austausch über die Unterrichtseinheiten bietet uns zum anderen die Möglichkeit, Unterrichtsgegenstände aus den Blickwinkeln der einzelnen Fachdidaktiken betrachten zu können und so eine Mehrperspektivität zu erhalten. Diese Blickwinkel können sich ergänzen, widersprechen oder relativieren, wodurch vielfältige Reflexionsprozesse ausgelöst werden. Im gleichen Atemzug können aber auch Herausforderungen entstehen, die sich aus den unterschiedlichen Zielen, Anforderungen und Ansprüchen an Digitalität und digitale Lehre sowie aus den Arbeits- und Kommunikationsformen der Disziplinen ergeben. Eine wesentliche Herausforderung für unsere CoP besteht in der Einnahme fachfremder Perspektiven. Daher besteht der Ansatz darin, dass jede Fachdidaktik einen Überblick über die Vorstellung von Digitalität der jeweiligen anderen Fachdidaktiken gewinnt, sowie Inhaltsbereiche ihrer Arbeit vorstellt. Gleichzeitig können dadurch Anknüpfungspunkte identifiziert werden sowie ähnliche Ziele in Bezug auf digitale Lehr-/Lernformate bzw. digitalitätsbezogene Unterrichtseinheiten entwickelt werden.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Im Gesamten zeichnen sich für uns Formen der interdisziplinären Zusammenarbeit dadurch aus, dass durch diverse (fachliche) Erfahrungen und Expertisen neue Blickwinkel, Denkweisen-, Arbeits- und Handlungsweisen eröffnet werden, die für alle Akteur*innen nutzbar gemacht werden können. Um künftig interdisziplinär auftreten zu können, bedarf es die Beschäftigung mit der Frage, auf welche Weise wir in diesem Kontext das (Inter)agieren weiterentwickeln können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Literatur: &lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Jungert, M., Romfeld, E., Sukopp, T. &amp;amp; Voigt, U. (2013, S.23 ff.), Interdisziplinarität - Theorie, Praxis, Probleme 2. Auflage. Darmstadt: WBG
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Mittelstraß, J. (2005, S. 18 ff.): Methodische Transdisziplinarität. In: Technikfolgenabschätzung. Theorie und Praxis 14. (2).

&lt;/p&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;
Die Community of Practice „Inklusionssensible Lehrer*innenbildung” stellt ihre Arbeit dar, die besonders auf Interdisziplinarität ausgerichtet ist. Im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/lehre/innovative-lehrprojekte/bilinked/&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt; entwickeln und erproben Studierende und Lehrende gemeinsam digitale Lehr-/Lernformate. Bei der Umsetzung stehen die studentische Partizipation und Kollaboration im Fokus.
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
Ein Beitrag von Duygu Scanzano &amp;amp; Juliane Wefers
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Der Begriff Interdisziplinarität tauchte im deutschsprachigen Raum erstmalig in den 1960er Jahren auf und ist seitdem in aller Munde. Da viele Fragestellungen und Probleme nicht allein aus der Perspektive einer Fachwissenschaft bearbeitet werden können, folgen auch Fachwissenschaftler*innen dem Trend, interdisziplinär zu arbeiten. Gleichzeitig sind dem Terminus vielfältige Interpretationsmöglichkeiten inhärent. So umfasst der Begriff für uns mehr als nur die Zusammenarbeit unterschiedlicher Disziplinen. „Interdisziplinarität ist nichts über den Disziplinen stehendes. Sie belebt ‘disziplinäre Engführungen‘ und ist ‘in Wahrheit Transdisziplinarität‘. Interdisziplinarität bedeutet, konkrete Zusammenarbeit auf Zeit, wohingegen transdisziplinäre ‘Kooperation […] zu einer andauernden, die fachlichen und disziplinären Orientierungen selbst verändernden wissenschaftssystematischen Ordnung führe“ (Mittelstraß 2005, S.19: In: Jungert, Romfeld, Sukopp &amp;amp; Voigt. 2013).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Gesamtprojekt BiLinked strebt an, digitale Lehr-Lernformate in Kooperation von Studierenden und Lehrenden zu entwickeln. Dazu arbeiten vier Communities of Practice (CoP) gemeinsam mit dem Digital Learning Lab. Eine Ebene der interdisziplinären Zusammenarbeit ist dementsprechend der Austausch zwischen den CoPs. Im Zentrum unserer CoP steht u.a. die Förderung medienpädagogischer und mediendidaktischer Kompetenzen bei Lehramtsstudierenden. Der Fokus richtet sich dabei auf die kollaborative Planung und Gestaltung digitaler Unterrichtsmaterialien im Tridem, bestehend aus Studierenden, einer Lehrkraft und einer Person der Fachdidaktik. Innerhalb dieser Tridems werden digitalitätsbezogene Unterrichtseinheiten entwickelt und in der Praxis erprobt. Durch die Beteiligung von den Fachdidaktiken für Biologie, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache/Mehrsprachigkeit, Mathematik, Musik, Sachunterricht Sozialwissenschaften und Sport ist also auch auf der Ebene der CoP selbst interdisziplinäres Arbeiten wichtig. Durch Arbeit an den Unterrichtseinheiten in den einzelnen Tridems ergibt sich unweigerlich eine Trennung der Zusammenarbeit innerhalb der CoP. Um interdisziplinär arbeiten zu können, ist es unser Bestreben, die Trennung der sieben Tridems aufzubrechen. Grund dafür ist zum einen, dass interdisziplinär zu arbeiten die Möglichkeit eröffnet, fächerübergreifende und digitalitätsbezogene Unterrichtseinheiten in unserer CoP zu entwickeln. Der Austausch über die Unterrichtseinheiten bietet uns zum anderen die Möglichkeit, Unterrichtsgegenstände aus den Blickwinkeln der einzelnen Fachdidaktiken betrachten zu können und so eine Mehrperspektivität zu erhalten. Diese Blickwinkel können sich ergänzen, widersprechen oder relativieren, wodurch vielfältige Reflexionsprozesse ausgelöst werden. Im gleichen Atemzug können aber auch Herausforderungen entstehen, die sich aus den unterschiedlichen Zielen, Anforderungen und Ansprüchen an Digitalität und digitale Lehre sowie aus den Arbeits- und Kommunikationsformen der Disziplinen ergeben. Eine wesentliche Herausforderung für unsere CoP besteht in der Einnahme fachfremder Perspektiven. Daher besteht der Ansatz darin, dass jede Fachdidaktik einen Überblick über die Vorstellung von Digitalität der jeweiligen anderen Fachdidaktiken gewinnt, sowie Inhaltsbereiche ihrer Arbeit vorstellt. Gleichzeitig können dadurch Anknüpfungspunkte identifiziert werden sowie ähnliche Ziele in Bezug auf digitale Lehr-/Lernformate bzw. digitalitätsbezogene Unterrichtseinheiten entwickelt werden.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Im Gesamten zeichnen sich für uns Formen der interdisziplinären Zusammenarbeit dadurch aus, dass durch diverse (fachliche) Erfahrungen und Expertisen neue Blickwinkel, Denkweisen-, Arbeits- und Handlungsweisen eröffnet werden, die für alle Akteur*innen nutzbar gemacht werden können. Um künftig interdisziplinär auftreten zu können, bedarf es die Beschäftigung mit der Frage, auf welche Weise wir in diesem Kontext das (Inter)agieren weiterentwickeln können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Literatur: &lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Jungert, M., Romfeld, E., Sukopp, T. &amp;amp; Voigt, U. (2013, S.23 ff.), Interdisziplinarität - Theorie, Praxis, Probleme 2. Auflage. Darmstadt: WBG
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Mittelstraß, J. (2005, S. 18 ff.): Methodische Transdisziplinarität. In: Technikfolgenabschätzung. Theorie und Praxis 14. (2).

&lt;/p&gt;</content>
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      <title type="html">Aus dem Projekt DiViFag: Lehr-/Lernszenario „Blutentnahme“</title>
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      <published>2023-02-09T11:30:00+01:00</published>
      <updated>2023-02-09T11:38:59+01:00</updated>
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          <category term="moodle" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <summary type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag von Miriam Falk-Dulisch, Dr. Anne-Kathrin Eickelmann und Laura Liebau&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes „Digital und virtuell unterstützte Fallarbeit in den Gesundheitsberufen“ (&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/forschung/projekte/divifag/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;DiViFaG&lt;/a&gt;) wurden an der Universität Bielefeld für die Medizinstudierenden verschiedene Lernszenarien entwickelt. Ziel des Projektes DiViFaG ist die Entwicklung, Erprobung und Evaluation digital und virtuell unterstützter Lehr-/Lernszenarien zu Basisfertigkeiten in den Gesundheitsberufen. Die erstellten Materialien werden im Anschluss als Open Educational Ressource zur Verfügung gestellt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Ein interdisziplinäres Team aus Wissenschaftler*innen der Medizinischen Fakultät OWL konzipierte das hier vorgestellte fallbasierte Lernszenario zum Thema „Venöse Blutentnahme“ und erprobte es mit den Studierenden im zweiten Semester des Modellstudiengangs Medizin. Ein hybrider Ansatz aus „flipped classroom“ und „blended learning“ trug dem bereits verdichteten Medizinstudium Rechnung. So erfolgte z.B. die Vor- und Nachbereitung der theoretischen Inhalte für die Präsenzveranstaltungen in einem interaktiv gestalteten LernraumPlus. Zur Aktivierung und Wissensvermittlung wurden dabei verschiedene digitale Medien wie Videos, Audiodateien sowie diverse H5P-Elemente eingesetzt. Die Studierenden konnten sich entsprechend asynchron, zeit- und ortunabhängig sowie selbstständig in das Thema einarbeiten. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Beim Aufbau des LernraumPlus wurde das Grid-Format verwendet, durch welches die Einteilung der Lernabschnitte anhand der hinterlegten, eingängigen Graphiken direkt visuell erfassbar ist. Dadurch entsteht eine strukturierte Übersicht der angebotenen Themenblöcke wie in der folgenden Abbildung dargestellt. 
&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_Kacheln.PNG&quot;&gt;&lt;img alt=&quot; Kacheln mit passenden Grafiken für Aufgaben im Lernraum Plus&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_Kacheln.PNG&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Im Einführungsteil werden die Studierenden begrüßt und bekommen direkt zu Beginn die Lernziele und Kompetenzen erläutert, die mit dem Lernraum und dem Modul vermittelt bzw. angebahnt werden. Darüber hinaus wird ihnen kurz der Modulablauf anhand der bereits bekannten Abschnittsbilder bildlich dargestellt und die Navigation durch den Lernraum anhand eines Screenshots erläutert. &lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_AblaufSzenario.PNG&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Das Lernszenario ist in fünf Abschnitte unterteilt. 1-3 und 5 finden online statt, 4 in Präsenz.&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_AblaufSzenario.PNG&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;


&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_HinweisNavigation.PNG&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Hinweis zur Navigation durch das Lernszenario Blutentnahme&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_HinweisNavigation.PNG&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;


So sollen insbesondere für die Studierenden, die noch nicht geübt im Umgang mit Moodle sind, Verunsicherungen abgebaut werden und die Fokussierung auf die Inhalte des Moduls und des Lernraums erleichtert werden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Um zusätzlich zur Vermittlung von kognitivem Wissen und Handlungswissen die Komplexität des Berufsalltags darzustellen, wird die venöse Blutentnahme durch einen realitätsnahen Patientenfall gerahmt. Die Falldarstellung erfolgt zunächst möglichst realitätsgetreu aus Sicht des Patienten und aus Sicht seines Hausarztes. Hierzu wurde der jeweilige Monolog mithilfe eines gängigen Smartphones mit Aufnahmefunktion eingesprochen und sowohl als Tonspur als auch in ausklappbarer Textform zum Nachlesen im Lernraum platziert. Innerhalb des Lernraums fungiert der Fall wiederholt als roter Faden und Bindeglied entlang der einzelnen Abschnitte und strukturiert für die Studierenden den Lernpfad durch den immer wieder auftauchenden Protagonisten (Patient) und dessen Krankheitsverlauf.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daran schließt sich, wie auch in der Realität, ein Einblick in die Krankenakte mit Befunden des Patienten an. Diese konnte mit dem H5P-Element „Interactive Book“ inhaltlich entsprechend einer physischen Aktenkladde mit Laborbefunden, Röntgenbildern usw. abgebildet werden:
&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_InteractiveBook.PNG&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Interactive Book mit Laborwerten&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_InteractiveBook.PNG&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;

Das „Interactive Book“ kann mit Hilfe der Pfeiltasten der Tastatur durchgeblättert oder die gesuchte Seite mit der Navigationsleiste linksseitig aufgerufen werden. Die einzelnen Inhaltseiten dieses vielseitigen H5P-Elements lassen sich individuell mithilfe anderer H5P-Elemente gestalten, z.B. ein Quiz oder Bilderreihen. Weiterhin können sogenannte „Hotspots“ (im Bild das rote runde Symbol mit dem „?“) genutzt werden, um z.B. Fachbegriffe zu erläutern. Darüber hinaus ist es ebenso denkbar, komplette Lerneinheiten als „Interactive Book“ zu bündeln und zu implementieren.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Studierenden werden im Verlauf des hier beschriebenen Lernszenarios zudem mithilfe regelmäßiger Aktivierungen, beispielsweise durch Wissensfragen oder ein Quiz, zur Reflektion des bereits Gelernten angeregt. Ebenso ist es möglich, dass die Studierenden mithilfe einer digitalen Pinnwand (Einbettung über Padlet, bald TaskCards) kollaborativ und trotzdem asynchron zu bestimmten Themenabschnitten im Vorfeld zum Präsenzteil gemeinsam Ideen sammeln. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Wissensinhalte z.B. zu benötigten Materialien bei einer Blutentnahme wurden spielerisch mittels eines Suchbildes (H5P: „Find the Hotspots“) aufgearbeitet und der Ablauf einer Blutentnahme am lebenden Modell mithilfe eines zweiminütigen Videos dargestellt (hier selbst produziert im Rahmen der OER-Vorgabe des Projekts, problemlos möglich ist aber auch die Einbettung von YouTube-Videos). So können eher eintönige Inhalte, die mitunter seitenlanges Textlesen mit sich bringen, kurzweilig und auf verschiedenen Ebenen (visuell, auditiv und aktiv) vermittelt werden. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Unter dem fünften Abschnitt wird zusätzliches Material für die Studierenden bereitgestellt, das Themen behandelt, die z.T. erst im weiteren Verlauf des Studiums ausführlicher besprochen werden und die hier noch nicht prüfungsrelevant sind (wie z.B. rechtliche Aspekte). Auch der Abschluss des Falls nach der Präsenzveranstaltung mit den praktischen Übungen findet hier statt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Die Evaluation erfolgt durch Feedbackfragen zum Abschluss jedes Abschnitts im Lernraum. Dabei bewerteten die Studierenden realitätsnah und spielerisch dargestellte Inhalte wie z.B. die Falldarstellung und die Patientenakte als für den Lernprozess hilfreich und nutzen diese besonders häufig. Durch die asynchrone und modulare Bearbeitungsmöglichkeit der Inhalte war der Lernraum auch für diejenigen geeignet, die sich aufgrund von Vorausbildungen in einschlägigen Gesundheitsberufen bereits (teilweise) in der Thematik auskannten, da sie die für sie relevanten Inhalte selbstständig auswählen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Alle Projektmitarbeiter*innen standen im Vorfeld vor der Aufgabe, sich mit den Möglichkeiten und Grenzen von Moodle und der damit verbundenen Plugin-Anwendung H5P zum Erstellen und Einbetten der Tools auseinanderzusetzen. Besonders für die Übersetzung rein theoretischer Wissensinhalte in interaktive und innovative Anwendungen bot die H5P-eigene Homepage eine häufig genutzte Hilfestellung (Übersicht siehe hier: &lt;a href=&quot;https://h5p.org/content-types-and-applications&quot;&gt;https://h5p.org/content-types-and-applications&lt;/a&gt;). Die dort bereitgestellte eingängige Übersicht der verschiedenen Tools mit einer kurzen Erklärung zu möglichen Einsatzbereichen des einzelnen Plugins erleichtert die didaktisch sinnvolle Einbettung theoretischer in den verschiedenen Abschnitten des Lernraums. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Eine weitere Herausforderung, die spezifisch für Moodle zu sein scheint, ist die fehlende Möglichkeit zur Einbettung von PDF-Dokumenten als Textseite. PDF können hier entweder als Download mit Verlinkung zum Dokument (öffnet dann in einem neuen Tab) hinterlegt oder müssen vorher in eine Bilddatei konvertiert werden. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Eigene Graphiken, wie z.B. die bereits gezeigten Grid-Bilder, wurden im Rahmen des Forschungsprojekts individuell und somit OER-fähig erstellt. Dafür ist im alltäglichen Lehrbetrieb allerdings selten ausreichend Zeit. Alternativ können lizenzfreie Bilder aus dem Internet verwendet werden, die dann ggf. nur mit der entsprechenden Quellenangabe gekennzeichnet sein müssen. Um Textabschnitte auch graphisch zu gliedern oder bestimmte Textarten und Lernabschnitte zu kennzeichnen, können Piktogramme aus dem MS Office-Portfolio eingefügt und frei verwendet werden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Das Fazit aus Lehrendensicht ist, dass ein gewisser Aufwand im Vorfeld unausweichlich, aber im Sinne jeder guten Vorbereitung im Lehrbetrieb sehr lohnenswert ist. Die Inhalte können auch in Zukunft weiterverwendet werden. Sollten inhaltliche Anpassungen gewünscht oder notwendig sein, können diese jederzeit kurzfristig und mit geringem Aufwand vorgenommen werden. Hybride Unterrichtsformate lassen sich somit aus Lehrenden- und Lernendensicht attraktiv und innovativ umsetzen, wenn man einmal Zeit investiert und sich mit den Herausforderungen und Möglichkeiten des Learning-Management-Systems auseinandersetzt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Weitere Informationen zum Projekt:&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/medizin/fakultaet/arbeitsgruppen/environment/forschung/divifag/&quot;&gt;https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/medizin/fakultaet/arbeitsgruppen/environment/forschung/divifag/
&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt:&lt;/b&gt; &lt;span style=&quot;font-size:11pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;mailto:divifag.medizin@uni-bielefeld.de&quot;&gt;divifag.medizin@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag von Miriam Falk-Dulisch, Dr. Anne-Kathrin Eickelmann und Laura Liebau&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes „Digital und virtuell unterstützte Fallarbeit in den Gesundheitsberufen“ (&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/forschung/projekte/divifag/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;DiViFaG&lt;/a&gt;) wurden an der Universität Bielefeld für die Medizinstudierenden verschiedene Lernszenarien entwickelt. Ziel des Projektes DiViFaG ist die Entwicklung, Erprobung und Evaluation digital und virtuell unterstützter Lehr-/Lernszenarien zu Basisfertigkeiten in den Gesundheitsberufen. Die erstellten Materialien werden im Anschluss als Open Educational Ressource zur Verfügung gestellt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Ein interdisziplinäres Team aus Wissenschaftler*innen der Medizinischen Fakultät OWL konzipierte das hier vorgestellte fallbasierte Lernszenario zum Thema „Venöse Blutentnahme“ und erprobte es mit den Studierenden im zweiten Semester des Modellstudiengangs Medizin. Ein hybrider Ansatz aus „flipped classroom“ und „blended learning“ trug dem bereits verdichteten Medizinstudium Rechnung. So erfolgte z.B. die Vor- und Nachbereitung der theoretischen Inhalte für die Präsenzveranstaltungen in einem interaktiv gestalteten LernraumPlus. Zur Aktivierung und Wissensvermittlung wurden dabei verschiedene digitale Medien wie Videos, Audiodateien sowie diverse H5P-Elemente eingesetzt. Die Studierenden konnten sich entsprechend asynchron, zeit- und ortunabhängig sowie selbstständig in das Thema einarbeiten. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Beim Aufbau des LernraumPlus wurde das Grid-Format verwendet, durch welches die Einteilung der Lernabschnitte anhand der hinterlegten, eingängigen Graphiken direkt visuell erfassbar ist. Dadurch entsteht eine strukturierte Übersicht der angebotenen Themenblöcke wie in der folgenden Abbildung dargestellt. 
&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_Kacheln.PNG&quot;&gt;&lt;img alt=&quot; Kacheln mit passenden Grafiken für Aufgaben im Lernraum Plus&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_Kacheln.PNG&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Im Einführungsteil werden die Studierenden begrüßt und bekommen direkt zu Beginn die Lernziele und Kompetenzen erläutert, die mit dem Lernraum und dem Modul vermittelt bzw. angebahnt werden. Darüber hinaus wird ihnen kurz der Modulablauf anhand der bereits bekannten Abschnittsbilder bildlich dargestellt und die Navigation durch den Lernraum anhand eines Screenshots erläutert. &lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_AblaufSzenario.PNG&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Das Lernszenario ist in fünf Abschnitte unterteilt. 1-3 und 5 finden online statt, 4 in Präsenz.&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_AblaufSzenario.PNG&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;


&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_HinweisNavigation.PNG&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Hinweis zur Navigation durch das Lernszenario Blutentnahme&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_HinweisNavigation.PNG&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;


So sollen insbesondere für die Studierenden, die noch nicht geübt im Umgang mit Moodle sind, Verunsicherungen abgebaut werden und die Fokussierung auf die Inhalte des Moduls und des Lernraums erleichtert werden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Um zusätzlich zur Vermittlung von kognitivem Wissen und Handlungswissen die Komplexität des Berufsalltags darzustellen, wird die venöse Blutentnahme durch einen realitätsnahen Patientenfall gerahmt. Die Falldarstellung erfolgt zunächst möglichst realitätsgetreu aus Sicht des Patienten und aus Sicht seines Hausarztes. Hierzu wurde der jeweilige Monolog mithilfe eines gängigen Smartphones mit Aufnahmefunktion eingesprochen und sowohl als Tonspur als auch in ausklappbarer Textform zum Nachlesen im Lernraum platziert. Innerhalb des Lernraums fungiert der Fall wiederholt als roter Faden und Bindeglied entlang der einzelnen Abschnitte und strukturiert für die Studierenden den Lernpfad durch den immer wieder auftauchenden Protagonisten (Patient) und dessen Krankheitsverlauf.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Daran schließt sich, wie auch in der Realität, ein Einblick in die Krankenakte mit Befunden des Patienten an. Diese konnte mit dem H5P-Element „Interactive Book“ inhaltlich entsprechend einer physischen Aktenkladde mit Laborbefunden, Röntgenbildern usw. abgebildet werden:
&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_InteractiveBook.PNG&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Interactive Book mit Laborwerten&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/DiviFag_InteractiveBook.PNG&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;

Das „Interactive Book“ kann mit Hilfe der Pfeiltasten der Tastatur durchgeblättert oder die gesuchte Seite mit der Navigationsleiste linksseitig aufgerufen werden. Die einzelnen Inhaltseiten dieses vielseitigen H5P-Elements lassen sich individuell mithilfe anderer H5P-Elemente gestalten, z.B. ein Quiz oder Bilderreihen. Weiterhin können sogenannte „Hotspots“ (im Bild das rote runde Symbol mit dem „?“) genutzt werden, um z.B. Fachbegriffe zu erläutern. Darüber hinaus ist es ebenso denkbar, komplette Lerneinheiten als „Interactive Book“ zu bündeln und zu implementieren.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Studierenden werden im Verlauf des hier beschriebenen Lernszenarios zudem mithilfe regelmäßiger Aktivierungen, beispielsweise durch Wissensfragen oder ein Quiz, zur Reflektion des bereits Gelernten angeregt. Ebenso ist es möglich, dass die Studierenden mithilfe einer digitalen Pinnwand (Einbettung über Padlet, bald TaskCards) kollaborativ und trotzdem asynchron zu bestimmten Themenabschnitten im Vorfeld zum Präsenzteil gemeinsam Ideen sammeln. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Wissensinhalte z.B. zu benötigten Materialien bei einer Blutentnahme wurden spielerisch mittels eines Suchbildes (H5P: „Find the Hotspots“) aufgearbeitet und der Ablauf einer Blutentnahme am lebenden Modell mithilfe eines zweiminütigen Videos dargestellt (hier selbst produziert im Rahmen der OER-Vorgabe des Projekts, problemlos möglich ist aber auch die Einbettung von YouTube-Videos). So können eher eintönige Inhalte, die mitunter seitenlanges Textlesen mit sich bringen, kurzweilig und auf verschiedenen Ebenen (visuell, auditiv und aktiv) vermittelt werden. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Unter dem fünften Abschnitt wird zusätzliches Material für die Studierenden bereitgestellt, das Themen behandelt, die z.T. erst im weiteren Verlauf des Studiums ausführlicher besprochen werden und die hier noch nicht prüfungsrelevant sind (wie z.B. rechtliche Aspekte). Auch der Abschluss des Falls nach der Präsenzveranstaltung mit den praktischen Übungen findet hier statt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Die Evaluation erfolgt durch Feedbackfragen zum Abschluss jedes Abschnitts im Lernraum. Dabei bewerteten die Studierenden realitätsnah und spielerisch dargestellte Inhalte wie z.B. die Falldarstellung und die Patientenakte als für den Lernprozess hilfreich und nutzen diese besonders häufig. Durch die asynchrone und modulare Bearbeitungsmöglichkeit der Inhalte war der Lernraum auch für diejenigen geeignet, die sich aufgrund von Vorausbildungen in einschlägigen Gesundheitsberufen bereits (teilweise) in der Thematik auskannten, da sie die für sie relevanten Inhalte selbstständig auswählen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Alle Projektmitarbeiter*innen standen im Vorfeld vor der Aufgabe, sich mit den Möglichkeiten und Grenzen von Moodle und der damit verbundenen Plugin-Anwendung H5P zum Erstellen und Einbetten der Tools auseinanderzusetzen. Besonders für die Übersetzung rein theoretischer Wissensinhalte in interaktive und innovative Anwendungen bot die H5P-eigene Homepage eine häufig genutzte Hilfestellung (Übersicht siehe hier: &lt;a href=&quot;https://h5p.org/content-types-and-applications&quot;&gt;https://h5p.org/content-types-and-applications&lt;/a&gt;). Die dort bereitgestellte eingängige Übersicht der verschiedenen Tools mit einer kurzen Erklärung zu möglichen Einsatzbereichen des einzelnen Plugins erleichtert die didaktisch sinnvolle Einbettung theoretischer in den verschiedenen Abschnitten des Lernraums. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Eine weitere Herausforderung, die spezifisch für Moodle zu sein scheint, ist die fehlende Möglichkeit zur Einbettung von PDF-Dokumenten als Textseite. PDF können hier entweder als Download mit Verlinkung zum Dokument (öffnet dann in einem neuen Tab) hinterlegt oder müssen vorher in eine Bilddatei konvertiert werden. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Eigene Graphiken, wie z.B. die bereits gezeigten Grid-Bilder, wurden im Rahmen des Forschungsprojekts individuell und somit OER-fähig erstellt. Dafür ist im alltäglichen Lehrbetrieb allerdings selten ausreichend Zeit. Alternativ können lizenzfreie Bilder aus dem Internet verwendet werden, die dann ggf. nur mit der entsprechenden Quellenangabe gekennzeichnet sein müssen. Um Textabschnitte auch graphisch zu gliedern oder bestimmte Textarten und Lernabschnitte zu kennzeichnen, können Piktogramme aus dem MS Office-Portfolio eingefügt und frei verwendet werden. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Das Fazit aus Lehrendensicht ist, dass ein gewisser Aufwand im Vorfeld unausweichlich, aber im Sinne jeder guten Vorbereitung im Lehrbetrieb sehr lohnenswert ist. Die Inhalte können auch in Zukunft weiterverwendet werden. Sollten inhaltliche Anpassungen gewünscht oder notwendig sein, können diese jederzeit kurzfristig und mit geringem Aufwand vorgenommen werden. Hybride Unterrichtsformate lassen sich somit aus Lehrenden- und Lernendensicht attraktiv und innovativ umsetzen, wenn man einmal Zeit investiert und sich mit den Herausforderungen und Möglichkeiten des Learning-Management-Systems auseinandersetzt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Weitere Informationen zum Projekt:&lt;/b&gt; &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/medizin/fakultaet/arbeitsgruppen/environment/forschung/divifag/&quot;&gt;https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/medizin/fakultaet/arbeitsgruppen/environment/forschung/divifag/
&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt:&lt;/b&gt; &lt;span style=&quot;font-size:11pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;&lt;a href=&quot;mailto:divifag.medizin@uni-bielefeld.de&quot;&gt;divifag.medizin@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</content>
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      <id>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/bilinked_die_cop_mintconnect_berichtet</id>
      <title type="html">BiLinked – Die CoP MINTconnect berichtet: Digitalkompetenzen anschlussfähig vermitteln – Konzeption eines advance organizer Videos</title>
      <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/bilinked_die_cop_mintconnect_berichtet"/>
      <published>2023-01-12T11:15:00+01:00</published>
      <updated>2023-01-12T11:35:00+01:00</updated>
      <category term="Innovative Lehrprojekte"
                label="Innovative Lehrprojekte"/>
          <category term="advancedorganizer" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
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          <category term="innovativelehrprojekte" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="mintconnect" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <summary type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;Wie kann man sich als Studierender in einem hochschulweiten 
Projekt einbringen? Nachdem uns Sophie Spliethoff und Yasmin Kaspersetz 
aus der CoP Data Literacy ihre studentische Perspektive aufgezeigt 
haben, folgt Josia Hoppmann, der in der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/communities-of-practice/mint-connect/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP MINTconnect&lt;/a&gt; daran arbeitet Digitalkompetenzen anschlussfähig zu vermitteln. Im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt;
 entwickeln und erproben Studierende und Lehrende gemeinsam digitale 
Lehr-/Lernformate. Bei der Umsetzung steht die studentische 
Partizipation und Kollaboration im Fokus.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;


&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTConnect_JosiaHoppmann-Portrait_klein.jpg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Portrait Josia Hoppmann&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTConnect_JosiaHoppmann-Portrait_klein.jpg&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;321&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Josia Hoppmann, Lehramtsstudent. Foto: Josia Hoppmann&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Ich heiße Josia Hoppmann und studiere Chemie &amp;amp; Sport auf Lehramt.
 Über ein Jahr lang habe ich das Projekt „ChemieDidaktikDigital“ (CD&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;)
 als Teil von BiLinked und der Didaktik der Chemie mitgestaltet. Ziel 
des Projektes ist es, die Digitalkompetenzen von Lehramtsstudierenden zu
 fördern. Dies soll durch digitale Lerneinheiten zu den Themen 
„Präsentation“ und „Simulation &amp;amp; Modellierung“ umgesetzt werden. Ich
 habe an der Entwicklung dieser Lerneinheiten von theoretischer 
Konzeption bis zu konkreter technischer Umsetzung umfassend mitgewirkt 
und mitgestaltet. Dabei konnte ich viel Verantwortung übernehmen und 
habe deshalb die Gestaltung der Lerneinheiten zum Thema Präsentation als
 zu fördernde Digitalkompetenz in die Hand genommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein sehr populäres digitales Präsentationsmedium ist das Erklärvideo,
 auf das sich die Lerneinheiten zur Präsentation beziehen sollten. Neben
 einer noch nicht finalisierten Einheit zur technischen Umsetzung von 
Erklärvideos, lag mein Fokus auf einer Lerneinheit zu 
didaktisch-psychologischen Qualitätskriterien von Erklärvideos. In einer
 ersten Pilotierung zur &lt;i&gt;usability&lt;/i&gt; ist diese Lerneinheit dabei gut
 angekommen. Insbesondere die erleichterte Orientierung durch die 
eingebaute Navigationsleiste und das selbstgeleitete Durchführen der 
Lerneinheit wurden sehr positiv aufgenommen. Hinsichtlich des Aufbaus 
bestand die Überlegung, der Lerneinheit eine inhaltliche Einführung 
voranzustellen. Diese Einführung sollte durch einen &lt;i&gt;„advance organizer“&lt;/i&gt;, der durch den Psychologen Diethelm Wahl als „früh im Lernprozess vermittelte Expertenstruktur“ bezeichnet wird, erfolgen. Der &lt;i&gt;advance organizer&lt;/i&gt;
 hat das Ziel, Lernprozesse effektiver zu gestalten, indem er den 
Lernenden die Inhalte der Lerneinheit vorab strukturiert und erklärend 
vermittelt. Um an das Vorwissen anknüpfen zu können, werden die Inhalte 
im &lt;i&gt;advance organizer&lt;/i&gt; auf einem allgemeineren Niveau als in der 
eigentlichen Lerneinheit vermittelt. Da Lehramtsstudierende nachweislich
 eine geringere Affinität für das digitale Arbeiten aufweisen als andere
 Studierende, halten wir die &lt;i&gt;advance organizer&lt;/i&gt;-Struktur im Hinblick auf unsere Ziele für besonders geeignet. Passend zu der Digitalität der Lerneinheiten lag es nahe, diesen &lt;i&gt;advance organizer&lt;/i&gt; in einem Video umzusetzen. Hieraus ergab sich die Frage, der ich mich in meiner Bachelorarbeit widmete:&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;&lt;i&gt;„Inwiefern lassen sich advance organizer und Erklärvideo vereinen 
und welche Qualitätskriterien könnten für ein solches advance 
organizer-Video gelten?“&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Ich habe ein &lt;i&gt;advance organizer&lt;/i&gt;-Video als ein kurzes Video, das
 vor dem Lernmaterial eingeführt wird, definiert. Es soll in Bezug auf 
das Lernmaterial inklusivere und abstraktere Inhalte, Konzepte und 
Zusammenhänge erklären, um die Lücke zwischen dem Vorwissen der 
Lernenden und dem zu erlernenden Wissen zu schließen und ein Verständnis
 bzw. effektiven Lernprozess von neuem Inhalt vorzubereiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bereits während der Bearbeitung der Bachelorarbeit erstellte ich das 
Video für die Lerneinheit zu den Qualitätskriterien des Erklärvideos. 
Dafür nutzte ich das Programm Prezi, welches sich bei der Umsetzung der 
Bildgrundlage für das Video gut eignete.&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTConnect_AO-Video.jpeg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Beispiel eines advance organizer-Videos&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTConnect_AO-Video.jpeg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Zusammenfassungsteil des advance organizer-Videos. Foto: Josia Hoppmann&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vor allem für die schrittweise Entwicklung des &lt;i&gt;advance organizers&lt;/i&gt; ist Prezi vorteilhaft. Kennzeichnend für das &lt;i&gt;advance organizer&lt;/i&gt;-Video
 ist ein übersichtliches und ansprechendes Design. Die Nutzung von Icons
 soll dazu beitragen, möglichst wenig Text in dem Videobild zu 
verwenden. Persönlich hatte ich besonders viel Spaß bei der technischen 
Erstellung der Videos, denn ich konnte dabei selbst etwas dazu lernen 
und meine eigene Kompetenz in diesem Bereich ausbauen. Zusätzlich hat 
mich motiviert, mein bereits vorhandenes Wissen im Bereich der 
Tonaufnahme einbringen zu können. &lt;/p&gt;


&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTConnect_Tonaufnahme.jpeg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Technische Ausstattung der Tonaufnahme. zu sehen ist ein Laptop und Mikro, sowie ein weiterer Bildschirm mit dem Aufnahmeprogramm &quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTConnect_Tonaufnahme.jpeg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Tonaufnahme und Produktion eines Videos. Foto: Josia Hoppmann&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ständig Neues zu lernen, Kompetenzen aufzubauen und 
einzubringen sowie das aktive Mitgestalten und Verantwortung zu 
übernehmen sind Punkte, die ich aus meiner Zeit als Hilfskraft als sehr 
bereichernd mitnehme. Aufgrund meines Praxissemesters werde ich aus 
zeitlichen Gründen im kommenden Jahr leider nicht mehr in dem Projekt 
involviert sein. Zukünftig werden die Lerneinheiten in einem Seminar zur
 Digitalisierung im Chemieunterricht im Rahmen von &lt;i&gt;blended learning&lt;/i&gt;
 eingesetzt. Zusätzlich werden die bereits bestehenden Lerneinheiten zu 
Erklärvideos und Simulationen laufend ergänzt und um zusammenfassende 
Vertiefungsbausteine erweitert.&lt;/p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag von Josia Hoppmann&lt;/i&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;Wie kann man sich als Studierender in einem hochschulweiten Projekt einbringen? Nachdem uns Sophie Spliethoff und Yasmin Kaspersetz aus der CoP Data Literacy ihre studentische Perspektive aufgezeigt haben, folgt Josia Hoppmann, der in der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/communities-of-practice/mint-connect/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;CoP MINTconnect&lt;/a&gt; daran arbeitet Digitalkompetenzen anschlussfähig zu vermitteln. Im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt; entwickeln und erproben Studierende und Lehrende gemeinsam digitale Lehr-/Lernformate. Bei der Umsetzung steht die studentische Partizipation und Kollaboration im Fokus.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;


&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTConnect_JosiaHoppmann-Portrait_klein.jpg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Portrait Josia Hoppmann&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTConnect_JosiaHoppmann-Portrait_klein.jpg&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;321&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Josia Hoppmann, Lehramtsstudent. Foto: Josia Hoppmann&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Ich heiße Josia Hoppmann und studiere Chemie &amp;amp; Sport auf Lehramt. Über ein Jahr lang habe ich das Projekt „ChemieDidaktikDigital“ (CD&lt;sub&gt;2&lt;/sub&gt;) als Teil von BiLinked und der Didaktik der Chemie mitgestaltet. Ziel des Projektes ist es, die Digitalkompetenzen von Lehramtsstudierenden zu fördern. Dies soll durch digitale Lerneinheiten zu den Themen „Präsentation“ und „Simulation &amp;amp; Modellierung“ umgesetzt werden. Ich habe an der Entwicklung dieser Lerneinheiten von theoretischer Konzeption bis zu konkreter technischer Umsetzung umfassend mitgewirkt und mitgestaltet. Dabei konnte ich viel Verantwortung übernehmen und habe deshalb die Gestaltung der Lerneinheiten zum Thema Präsentation als zu fördernde Digitalkompetenz in die Hand genommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein sehr populäres digitales Präsentationsmedium ist das Erklärvideo, auf das sich die Lerneinheiten zur Präsentation beziehen sollten. Neben einer noch nicht finalisierten Einheit zur technischen Umsetzung von Erklärvideos, lag mein Fokus auf einer Lerneinheit zu didaktisch-psychologischen Qualitätskriterien von Erklärvideos. In einer ersten Pilotierung zur &lt;i&gt;usability&lt;/i&gt; ist diese Lerneinheit dabei gut angekommen. Insbesondere die erleichterte Orientierung durch die eingebaute Navigationsleiste und das selbstgeleitete Durchführen der Lerneinheit wurden sehr positiv aufgenommen. Hinsichtlich des Aufbaus bestand die Überlegung, der Lerneinheit eine inhaltliche Einführung voranzustellen. Diese Einführung sollte durch einen &lt;i&gt;„advance organizer“&lt;/i&gt;, der durch den Psychologen Diethelm Wahl als „früh im Lernprozess vermittelte Expertenstruktur“ bezeichnet wird, erfolgen. Der &lt;i&gt;advance organizer&lt;/i&gt; hat das Ziel, Lernprozesse effektiver zu gestalten, indem er den Lernenden die Inhalte der Lerneinheit vorab strukturiert und erklärend vermittelt. Um an das Vorwissen anknüpfen zu können, werden die Inhalte im &lt;i&gt;advance organizer&lt;/i&gt; auf einem allgemeineren Niveau als in der eigentlichen Lerneinheit vermittelt. Da Lehramtsstudierende nachweislich eine geringere Affinität für das digitale Arbeiten aufweisen als andere Studierende, halten wir die &lt;i&gt;advance organizer&lt;/i&gt;-Struktur im Hinblick auf unsere Ziele für besonders geeignet. Passend zu der Digitalität der Lerneinheiten lag es nahe, diesen &lt;i&gt;advance organizer&lt;/i&gt; in einem Video umzusetzen. Hieraus ergab sich die Frage, der ich mich in meiner Bachelorarbeit widmete:&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;&lt;i&gt;„Inwiefern lassen sich advance organizer und Erklärvideo vereinen und welche Qualitätskriterien könnten für ein solches advance organizer-Video gelten?“&lt;/i&gt;&lt;/p&gt; 

&lt;p&gt;Ich habe ein &lt;i&gt;advance organizer&lt;/i&gt;-Video als ein kurzes Video, das vor dem Lernmaterial eingeführt wird, definiert. Es soll in Bezug auf das Lernmaterial inklusivere und abstraktere Inhalte, Konzepte und Zusammenhänge erklären, um die Lücke zwischen dem Vorwissen der Lernenden und dem zu erlernenden Wissen zu schließen und ein Verständnis bzw. effektiven Lernprozess von neuem Inhalt vorzubereiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Bereits während der Bearbeitung der Bachelorarbeit erstellte ich das Video für die Lerneinheit zu den Qualitätskriterien des Erklärvideos. Dafür nutzte ich das Programm Prezi, welches sich bei der Umsetzung der Bildgrundlage für das Video gut eignete.&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTConnect_AO-Video.jpeg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Beispiel eines advance organizer-Videos&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTConnect_AO-Video.jpeg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Zusammenfassungsteil des advance organizer-Videos. Foto: Josia Hoppmann&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vor allem für die schrittweise Entwicklung des &lt;i&gt;advance organizers&lt;/i&gt; ist Prezi vorteilhaft. Kennzeichnend für das &lt;i&gt;advance organizer&lt;/i&gt;-Video ist ein übersichtliches und ansprechendes Design. Die Nutzung von Icons soll dazu beitragen, möglichst wenig Text in dem Videobild zu verwenden. Persönlich hatte ich besonders viel Spaß bei der technischen Erstellung der Videos, denn ich konnte dabei selbst etwas dazu lernen und meine eigene Kompetenz in diesem Bereich ausbauen. Zusätzlich hat mich motiviert, mein bereits vorhandenes Wissen im Bereich der Tonaufnahme einbringen zu können. &lt;/p&gt;


&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTConnect_Tonaufnahme.jpeg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Technische Ausstattung der Tonaufnahme. zu sehen ist ein Laptop und Mikro, sowie ein weiterer Bildschirm mit dem Aufnahmeprogramm &quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/MINTConnect_Tonaufnahme.jpeg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Tonaufnahme und Produktion eines Videos. Foto: Josia Hoppmann&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ständig Neues zu lernen, Kompetenzen aufzubauen und einzubringen sowie das aktive Mitgestalten und Verantwortung zu übernehmen sind Punkte, die ich aus meiner Zeit als Hilfskraft als sehr bereichernd mitnehme. Aufgrund meines Praxissemesters werde ich aus zeitlichen Gründen im kommenden Jahr leider nicht mehr in dem Projekt involviert sein. Zukünftig werden die Lerneinheiten in einem Seminar zur Digitalisierung im Chemieunterricht im Rahmen von &lt;i&gt;blended learning&lt;/i&gt; eingesetzt. Zusätzlich werden die bereits bestehenden Lerneinheiten zu Erklärvideos und Simulationen laufend ergänzt und um zusammenfassende Vertiefungsbausteine erweitert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Ein Beitrag von Josia Hoppmann&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;</content>
    </entry>
    <entry>
      <id>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/datenkompetenz_als_interdisziplin%C3%A4re_f%C3%A4higkeit_die</id>
      <title type="html">Datenkompetenz als interdisziplinäre Fähigkeit – Die CoP Data Literacy von BiLinked berichtet</title>
      <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/datenkompetenz_als_interdisziplin%C3%A4re_f%C3%A4higkeit_die"/>
      <published>2022-11-23T11:13:00+01:00</published>
      <updated>2023-01-17T15:42:20+01:00</updated>
      <category term="Innovative Lehrprojekte"
                label="Innovative Lehrprojekte"/>
          <category term="bilinked" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
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          <category term="kollaboration" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
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          <category term="sophiespliethoff" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <category term="yasminkaspersetz" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <summary type="html">&lt;p&gt;Datenkompetenz ist in der heutigen Zeit eine unumgängliche Fähigkeit. 
Auch in Studiengängen, in denen traditionell nicht so viel mit Daten 
umgegangen wird, ist sie relevant, wird aber nicht immer ausreichend 
vermittelt. Dies will die Community of Practice (CoP) &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/communities-of-practice/data-literacy/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Data Literacy&lt;/a&gt; aus dem Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt; ändern.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sophie Spliethoff studiert Geschichtswissenschaft und Anglistik im Master und Yasmin Kaspersetz Grundschullehramt mit inkludierter Sonderpädagogik. Beide arbeiten als wissenschaftliche Hilfskräfte in der CoP. Von ihnen wollen wir mehr über die CoP und ihre Projekte erfahren, aber auch darüber, wie sie als Studentinnen die Arbeit dort wahrnehmen und mitgestalten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

Birte Stiebing: Was genau kann man sich unter Data Literacy vorstellen und wofür steht der Begriff?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Sophie Spliethoff:&lt;/i&gt; Das ist sozusagen die Kompetenz, mit Daten umzugehen. Dazu gehört zum einen, das Recherchieren, Sammeln und Organisieren von Daten, aber zum anderen auch das Teilen, Bearbeiten und Analysieren. Das beginnt schon dabei, eine Struktur für Dateien und Ordner auf dem eigenen PC zu haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Die Vermittlung solcher Datenkompetenzen soll in alle Studiengänge Einzug halten. Davon profitieren können vor allem die Studiengänge, die klassischerweise als nicht besonders datenaffin angesehen werden, also zum Beispiel die Geschichtswissenschaft, die Germanistik oder auch der Sachunterricht. Besonders im Lehramt kann man davon sehr stark profitieren, weil es immer notwendiger wird, mit Daten umgehen zu können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

Yasmin Kaspersetz:&lt;/i&gt; Es steckt einfach sehr vieles dahinter. Allein hinter dem Begriff „Daten“ steckt schon so viel, dass wir im Projekt erstmal die Theorie klären mussten – beispielsweise wird in verschiedenen Disziplinen unterschiedlich definiert, was unter den Begriff „Daten“ fällt. In Data Literacy sind deshalb sehr viele Kompetenzbereiche und Inhalte vertreten und man kann vieles gar nicht so einfach verallgemeinern.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;

„Die Vermittlung solcher Datenkompetenzen soll in alle Studiengänge Einzug halten. Davon profitieren können vor allem die Studiengänge, die klassischerweise als nicht besonders datenaffin angesehen werden“&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

BS: Also geht es gar nicht nur darum, Datensätze richtig lesen zu können, sondern tatsächlich auch darum, mit Dateien umgehen zu können?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;YK:&lt;/i&gt; Genau, natürlich geht es auch darum, mit Datensätzen umgehen zu können, aber da gehört noch viel mehr dazu: Zum Beispiel, ein eigenes Dateiensystem anlegen zu können oder auch technische Tools im Umgang mit Daten anwenden zu können.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;SSp:&lt;/i&gt; Und sowohl das Wissen über Daten und Datenbegriffe als auch anwendungsorientierte Kompetenzen wie das Nutzen von Tools sollen in den Selbstlerneinheiten, die wir erstellen, vermittelt werden.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

BS:&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Welche Fachbereiche seid ihr in der Data Literacy?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;SSp: &lt;/i&gt;Wir bestehen aus den Fachbereichen Erziehungswissenschaft, Germanistik, Geschichtswissenschaft und Sachunterricht.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS:&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Welche Aufgaben habt ihr jetzt als wissenschaftliche Hilfskräfte und welchen Einfluss habt ihr auf aktuelle Projekte?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;YK:&lt;/i&gt; Wir haben ganz verschiedene Aufgaben, aber das ist glaube ich immer so bei Hilfskräften. Bei uns geht das von organisatorischen Dingen wie Kontaktaufnahmen mit bestimmten Stellen, oder Personen, bis hin zu inhaltlichen Entwicklungen von unseren Lerneinheiten. Wir machen auch einige technische Sachen. Zum Beispiel hatten wir Schulungen zum Umgang mit Moodle (Anm. d.R.: Lernraum Plus) und haben uns da auch in viele technische Sachen selbst eingearbeitet.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;SSp:&lt;/i&gt; Ich finde es sehr gut, dass wir hier selbst so viel lernen und auch an Workshops teilnehmen können. Wir arbeiten generell viel selbstverantwortlich und frei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Ich glaube für das Projekt ist es auch schön, dass wir die studentische Perspektive mit einbringen können, weil die Lerneinheiten für Studierende gemacht werden, so können wir also direkt auch Feedback geben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Wir sind am kompletten Prozess beteiligt. Das heißt, wir bekommen Besprechungen mit und sind aktiv an der Erstellung der Einheiten beteiligt. Somit können wir direkt unsere Ideen und wie gesagt unsere studentische Perspektive mit einbringen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;YK:&lt;/i&gt; Der Umgang der CoP uns gegenüber ist auch sehr wertschätzend und unsere Meinung zu den Projekten wird da immer wieder eingefordert.
&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;

„Wir sind gerade dabei, grundlegende Einheiten zu erstellen, etwa zum Datenbegriff und eine historische Einführung zu Daten.“
&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

BS:&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Ihr habt jetzt von Lerneinheiten gesprochen. Was genau ist damit gemeint?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;SSp:&lt;/i&gt; Das sind Selbstlerneinheiten, die in Moodle erstellt werden und dann von den Studierenden selbst ausgeführt werden können. Wir sind gerade dabei, grundlegende Einheiten zu erstellen, etwa zum Datenbegriff und eine historische Einführung zu Daten. Dann gibt es eine Einheit zum Forschungsdatenmanagement und darauf aufbauend sollen dann weitere Einheiten folgen, zum Beispiel zur Datenvisualisierung.
Die Selbstlerneinheiten sollen dann in Seminare eingebunden werden können. Es soll also einen Pool an kurzen Einheiten geben, aus denen Lehrende sich die raussuchen, die sie gerade brauchen und sie dann für ihre Seminare nutzen können.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS:&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Gibt es denn schon erste Ergebnisse, die man sich anschauen kann?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;SSp:&lt;/i&gt; Die Selbstlerneinheiten sind noch nicht öffentlich. Wir sind jetzt gerade dabei, die ersten fertigen Lerneinheiten in einzelnen Seminaren zu testen. Gerade holen wir also auch Feedback von den Studierenden ein, um die Einheiten vor der Veröffentlichung noch einmal zu überarbeiten. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
BS:&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Auf eurer Webseite steht, dass die Lerneinheiten auch über die Universität Bielefeld hinaus genutzt werden sollen. Habt ihr da schon einen Plan wie ihr das erreichen wollt? Bzw. wie ihr euch eine Anwendung an anderen Unis oder sogar außerhalb von Unis vorstellen könnt?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;YK:&lt;/i&gt; Es ist angedacht die Lerneinheiten über ORCA.nrw zu veröffentlichen und dann können sie eben eigenständig genutzt werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
SSp:&lt;/i&gt; Dann sind sie auch zugänglich für Lehrende und Studierende an anderen Unis.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

BS: Welche Einblicke, Erfahrungen und Kompetenzen konntet ihr durch die Arbeit am Projekt denn schon für euch selbst gewinnen?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;YK:&lt;/i&gt; Wir haben einen Einblick in interdisziplinäre Forschung bekommen und dass diese viele Kompetenzen im Bereich der Kommunikation erfordert. Gerade zu Beginn mussten wir uns erst zu mehreren Themen einigen. Es wurde zum Beispiel viel darüber gesprochen, wie unsere verschiedenen Begrifflichkeiten sind, etwa über Daten. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
SSp:&lt;/i&gt; Wir mussten uns auch darin abstimmen, welche Erwartungen und Anforderungen die verschiedenen Fachbereiche hatten.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;YK:&lt;/i&gt; Auch dass wir diese naturwissenschaftliche Komponente mit drin haben, hat viel Einigung zwischen den verschiedenen Fachbereichen erfordert. Wir mussten viel klären. Das hat auch dazu geführt, dass wir die eigene Kommunikationsfähigkeit schulen konnten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
SSp: &lt;/i&gt;Und auch inhaltlich haben wir sehr viel gelernt. Also ich habe viel für mich über Daten und Datenkompetenzen mitgenommen, was ich ja auch in meinem eigenen Studium anwenden kann.
YK: Diese technischen Kompetenzen, von denen wir eben schon gesprochen hatten, bringen einem ja auch etwas. Selbst zu wissen, wie Forschungsdatenmanagement funktioniert, kann schon sehr hilfreich sein. Und auch über Moodle mehr zu erfahren und über die Lerneinheiten bringt ja gerade auch für uns im Lehramt sehr viel.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;SSp:&lt;/i&gt; Genau, ich bin auch Tutorin und mein Wissen über Moodle kann ich in meinen Tutorien direkt anwenden. Das ist super praktisch.
&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;

„Selbst zu wissen, wie Forschungsdatenmanagement funktioniert, kann schon sehr hilfreich sein.“&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

BS: Gibt es eine Zusammenarbeit von Data Literacy mit anderen CoPs? Und wenn ja, wie sieht diese aus?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
SSp:&lt;/i&gt; Es gibt regelmäßige Austauschtreffen, in denen jede CoP mal den aktuellen Stand bzw. ihre Ziele vorstellt und wir uns dann gegenseitig Feedback geben. Es ist sehr hilfreich, dass man dadurch aus den anderen CoPs verschiedene Erfahrungen und Perspektiven mitnehmen und sich auch durch die anderen Vorträge inspirieren lassen kann.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Und wie funktioniert die interdisziplinäre Arbeit innerhalb eurer CoP? Also habt ihr Arbeitsgruppen immer nur innerhalb der Fachbereiche oder gibt es übergreifende Arbeitsgruppen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
SSp:&lt;/i&gt; Es gibt beides. Wir arbeiten teilweise innerhalb der Fachbereiche, aber es gibt auch Arbeitsgruppen, die übergreifend sind und wir treffen uns auch in der ganzen CoP regelmäßig und tauschen uns da aus. Das funktioniert auch total gut und ist sehr hilfreich. Es ist inhaltlich interessant zu sehen, wo Überschneidungen und Unterschiede der verschiedenen Fächer liegen. Wir geben uns gegenseitiges Feedback und können neue Ideen durch verschiedene Erfahrungshintergründe mitnehmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
BS: Wo kann man sich denn weiter über die Projekte von Data Literacy informieren?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;YK:&lt;/i&gt; Am besten geht das auf unserer Homepage. Da informieren wir regelmäßig über den Stand unserer Arbeit. Man kann uns aber auch per Mail anschreiben. Alle aus der CoP sind sehr hilfsbereit und freuen sich, wenn sie weiteres Interesse anregen können.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;SSp:&lt;/i&gt; Genau, alle Mitarbeiter*innen sind auf der Homepage zu finden. Außerdem sollen die Ergebnisse aus allen CoPs ja auch auf dem Blog erscheinen, das heißt es lohnt sich da nochmal reinzuschauen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;(Verschriftlichung des Interviews: Laura Käppele)

&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;
Datenkompetenz ist in der heutigen Zeit eine unumgängliche Fähigkeit. Auch in Studiengängen, in denen traditionell nicht so viel mit Daten umgegangen wird, ist sie relevant, wird aber nicht immer ausreichend vermittelt. Dies will die Community of Practice (CoP) &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/communities-of-practice/data-literacy/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Data Literacy&lt;/a&gt; aus dem Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt; ändern.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sophie Spliethoff studiert Geschichtswissenschaft und Anglistik im Master und Yasmin Kaspersetz Grundschullehramt mit inkludierter Sonderpädagogik. Beide arbeiten als wissenschaftliche Hilfskräfte in der CoP. Von ihnen wollen wir mehr über die CoP und ihre Projekte erfahren, aber auch darüber, wie sie als Studentinnen die Arbeit dort wahrnehmen und mitgestalten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

Birte Stiebing: Was genau kann man sich unter Data Literacy vorstellen und wofür steht der Begriff?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Sophie Spliethoff:&lt;/i&gt; Das ist sozusagen die Kompetenz, mit Daten umzugehen. Dazu gehört zum einen, das Recherchieren, Sammeln und Organisieren von Daten, aber zum anderen auch das Teilen, Bearbeiten und Analysieren. Das beginnt schon dabei, eine Struktur für Dateien und Ordner auf dem eigenen PC zu haben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Die Vermittlung solcher Datenkompetenzen soll in alle Studiengänge Einzug halten. Davon profitieren können vor allem die Studiengänge, die klassischerweise als nicht besonders datenaffin angesehen werden, also zum Beispiel die Geschichtswissenschaft, die Germanistik oder auch der Sachunterricht. Besonders im Lehramt kann man davon sehr stark profitieren, weil es immer notwendiger wird, mit Daten umgehen zu können.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

Yasmin Kaspersetz:&lt;/i&gt; Es steckt einfach sehr vieles dahinter. Allein hinter dem Begriff „Daten“ steckt schon so viel, dass wir im Projekt erstmal die Theorie klären mussten – beispielsweise wird in verschiedenen Disziplinen unterschiedlich definiert, was unter den Begriff „Daten“ fällt. In Data Literacy sind deshalb sehr viele Kompetenzbereiche und Inhalte vertreten und man kann vieles gar nicht so einfach verallgemeinern.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;

„Die Vermittlung solcher Datenkompetenzen soll in alle Studiengänge Einzug halten. Davon profitieren können vor allem die Studiengänge, die klassischerweise als nicht besonders datenaffin angesehen werden“&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

BS: Also geht es gar nicht nur darum, Datensätze richtig lesen zu können, sondern tatsächlich auch darum, mit Dateien umgehen zu können?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;YK:&lt;/i&gt; Genau, natürlich geht es auch darum, mit Datensätzen umgehen zu können, aber da gehört noch viel mehr dazu: Zum Beispiel, ein eigenes Dateiensystem anlegen zu können oder auch technische Tools im Umgang mit Daten anwenden zu können.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;SSp:&lt;/i&gt; Und sowohl das Wissen über Daten und Datenbegriffe als auch anwendungsorientierte Kompetenzen wie das Nutzen von Tools sollen in den Selbstlerneinheiten, die wir erstellen, vermittelt werden.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

BS:&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Welche Fachbereiche seid ihr in der Data Literacy?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;SSp: &lt;/i&gt;Wir bestehen aus den Fachbereichen Erziehungswissenschaft, Germanistik, Geschichtswissenschaft und Sachunterricht.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS:&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Welche Aufgaben habt ihr jetzt als wissenschaftliche Hilfskräfte und welchen Einfluss habt ihr auf aktuelle Projekte?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;YK:&lt;/i&gt; Wir haben ganz verschiedene Aufgaben, aber das ist glaube ich immer so bei Hilfskräften. Bei uns geht das von organisatorischen Dingen wie Kontaktaufnahmen mit bestimmten Stellen, oder Personen, bis hin zu inhaltlichen Entwicklungen von unseren Lerneinheiten. Wir machen auch einige technische Sachen. Zum Beispiel hatten wir Schulungen zum Umgang mit Moodle (Anm. d.R.: Lernraum Plus) und haben uns da auch in viele technische Sachen selbst eingearbeitet.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;SSp:&lt;/i&gt; Ich finde es sehr gut, dass wir hier selbst so viel lernen und auch an Workshops teilnehmen können. Wir arbeiten generell viel selbstverantwortlich und frei.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Ich glaube für das Projekt ist es auch schön, dass wir die studentische Perspektive mit einbringen können, weil die Lerneinheiten für Studierende gemacht werden, so können wir also direkt auch Feedback geben.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Wir sind am kompletten Prozess beteiligt. Das heißt, wir bekommen Besprechungen mit und sind aktiv an der Erstellung der Einheiten beteiligt. Somit können wir direkt unsere Ideen und wie gesagt unsere studentische Perspektive mit einbringen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;YK:&lt;/i&gt; Der Umgang der CoP uns gegenüber ist auch sehr wertschätzend und unsere Meinung zu den Projekten wird da immer wieder eingefordert.
&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;

„Wir sind gerade dabei, grundlegende Einheiten zu erstellen, etwa zum Datenbegriff und eine historische Einführung zu Daten.“
&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

BS:&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Ihr habt jetzt von Lerneinheiten gesprochen. Was genau ist damit gemeint?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;SSp:&lt;/i&gt; Das sind Selbstlerneinheiten, die in Moodle erstellt werden und dann von den Studierenden selbst ausgeführt werden können. Wir sind gerade dabei, grundlegende Einheiten zu erstellen, etwa zum Datenbegriff und eine historische Einführung zu Daten. Dann gibt es eine Einheit zum Forschungsdatenmanagement und darauf aufbauend sollen dann weitere Einheiten folgen, zum Beispiel zur Datenvisualisierung.
Die Selbstlerneinheiten sollen dann in Seminare eingebunden werden können. Es soll also einen Pool an kurzen Einheiten geben, aus denen Lehrende sich die raussuchen, die sie gerade brauchen und sie dann für ihre Seminare nutzen können.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS:&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Gibt es denn schon erste Ergebnisse, die man sich anschauen kann?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;SSp:&lt;/i&gt; Die Selbstlerneinheiten sind noch nicht öffentlich. Wir sind jetzt gerade dabei, die ersten fertigen Lerneinheiten in einzelnen Seminaren zu testen. Gerade holen wir also auch Feedback von den Studierenden ein, um die Einheiten vor der Veröffentlichung noch einmal zu überarbeiten. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
BS:&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Auf eurer Webseite steht, dass die Lerneinheiten auch über die Universität Bielefeld hinaus genutzt werden sollen. Habt ihr da schon einen Plan wie ihr das erreichen wollt? Bzw. wie ihr euch eine Anwendung an anderen Unis oder sogar außerhalb von Unis vorstellen könnt?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;YK:&lt;/i&gt; Es ist angedacht die Lerneinheiten über ORCA.nrw zu veröffentlichen und dann können sie eben eigenständig genutzt werden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
SSp:&lt;/i&gt; Dann sind sie auch zugänglich für Lehrende und Studierende an anderen Unis.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

BS: Welche Einblicke, Erfahrungen und Kompetenzen konntet ihr durch die Arbeit am Projekt denn schon für euch selbst gewinnen?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;YK:&lt;/i&gt; Wir haben einen Einblick in interdisziplinäre Forschung bekommen und dass diese viele Kompetenzen im Bereich der Kommunikation erfordert. Gerade zu Beginn mussten wir uns erst zu mehreren Themen einigen. Es wurde zum Beispiel viel darüber gesprochen, wie unsere verschiedenen Begrifflichkeiten sind, etwa über Daten. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
SSp:&lt;/i&gt; Wir mussten uns auch darin abstimmen, welche Erwartungen und Anforderungen die verschiedenen Fachbereiche hatten.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;YK:&lt;/i&gt; Auch dass wir diese naturwissenschaftliche Komponente mit drin haben, hat viel Einigung zwischen den verschiedenen Fachbereichen erfordert. Wir mussten viel klären. Das hat auch dazu geführt, dass wir die eigene Kommunikationsfähigkeit schulen konnten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
SSp: &lt;/i&gt;Und auch inhaltlich haben wir sehr viel gelernt. Also ich habe viel für mich über Daten und Datenkompetenzen mitgenommen, was ich ja auch in meinem eigenen Studium anwenden kann.
YK: Diese technischen Kompetenzen, von denen wir eben schon gesprochen hatten, bringen einem ja auch etwas. Selbst zu wissen, wie Forschungsdatenmanagement funktioniert, kann schon sehr hilfreich sein. Und auch über Moodle mehr zu erfahren und über die Lerneinheiten bringt ja gerade auch für uns im Lehramt sehr viel.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;SSp:&lt;/i&gt; Genau, ich bin auch Tutorin und mein Wissen über Moodle kann ich in meinen Tutorien direkt anwenden. Das ist super praktisch.
&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;

„Selbst zu wissen, wie Forschungsdatenmanagement funktioniert, kann schon sehr hilfreich sein.“&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

BS: Gibt es eine Zusammenarbeit von Data Literacy mit anderen CoPs? Und wenn ja, wie sieht diese aus?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
SSp:&lt;/i&gt; Es gibt regelmäßige Austauschtreffen, in denen jede CoP mal den aktuellen Stand bzw. ihre Ziele vorstellt und wir uns dann gegenseitig Feedback geben. Es ist sehr hilfreich, dass man dadurch aus den anderen CoPs verschiedene Erfahrungen und Perspektiven mitnehmen und sich auch durch die anderen Vorträge inspirieren lassen kann.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Und wie funktioniert die interdisziplinäre Arbeit innerhalb eurer CoP? Also habt ihr Arbeitsgruppen immer nur innerhalb der Fachbereiche oder gibt es übergreifende Arbeitsgruppen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
SSp:&lt;/i&gt; Es gibt beides. Wir arbeiten teilweise innerhalb der Fachbereiche, aber es gibt auch Arbeitsgruppen, die übergreifend sind und wir treffen uns auch in der ganzen CoP regelmäßig und tauschen uns da aus. Das funktioniert auch total gut und ist sehr hilfreich. Es ist inhaltlich interessant zu sehen, wo Überschneidungen und Unterschiede der verschiedenen Fächer liegen. Wir geben uns gegenseitiges Feedback und können neue Ideen durch verschiedene Erfahrungshintergründe mitnehmen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
BS: Wo kann man sich denn weiter über die Projekte von Data Literacy informieren?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;YK:&lt;/i&gt; Am besten geht das auf unserer Homepage. Da informieren wir regelmäßig über den Stand unserer Arbeit. Man kann uns aber auch per Mail anschreiben. Alle aus der CoP sind sehr hilfsbereit und freuen sich, wenn sie weiteres Interesse anregen können.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;SSp:&lt;/i&gt; Genau, alle Mitarbeiter*innen sind auf der Homepage zu finden. Außerdem sollen die Ergebnisse aus allen CoPs ja auch auf dem Blog erscheinen, das heißt es lohnt sich da nochmal reinzuschauen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;(Verschriftlichung des Interviews: Laura Käppele)

&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;</content>
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      <title type="html">&amp;quot;Wir machen das digital&amp;quot; genügt uns nicht: Ein Bericht aus der BiLinked-CoP Inklusionssensible Lehrer*innenbildung</title>
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      <published>2022-10-18T13:47:00+02:00</published>
      <updated>2023-01-17T16:25:35+01:00</updated>
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          <summary type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;Im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt;
 entwickeln und erproben Studierende und Lehrende gemeinsam digitale 
Lehr-/Lernformate. Bei der Umsetzung steht die studentische 
Partizipation und Kollaboration im Fokus. Marcel Beyer berichtet aus der CoP &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/communities-of-practice/inklusion-lehrer_innen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;inklusionssensible Lehrer*innenbildung&lt;/a&gt;.&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Von Marcel Beyer (BiLinked – CoP inklusionssensible Lehrer*innenbildung) 
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Auf der technischen Seite erfordert die angestrebte umfassende 
Digitalisierung der Bildung sowohl in Hochschulen als auch in Schulen 
große Anstrengungen. Mit erheblichem finanziellen Aufwand wird der 
Aufbau einer notwendigen technischen Infrastruktur etwa im Rahmen des 
&amp;quot;Digitalpakts Schule&amp;quot; durch Bund und Länder forciert. So werden eifrig 
Tafeln durch Smart-Boards getauscht, digitale Endgeräte angeschafft, 
ISDN-Leitungen weichen einer Breitband-W-LAN-Abdeckung und der gute alte
 Overhead-Projektor wird zu einem Stück Zeitgeschichte. Zugegeben, 
dieses Bild trifft nur bedingt zu; es gibt erhebliche Unterschiede von 
Schule zu Schule und eine Vielzahl an Problemen bei der konkreten 
Anschaffung und dem nachhaltigen Einsatz von Technik und Software. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf der inhaltlichen Seite stellt sich die Frage nach Risiken und
 Potentialen jener Digitalisierung von Bildung. Damit geht es um den 
reflektierten Umgang mit den immer solider ausgebauten technischen 
Voraussetzungen. Wo sind also die Räume in denen (fachdidaktisch) 
reflektiert, solide durchdacht, hinterfragt und (weiter-)entwickelt 
wird, wie Lehren und Lernen in einer Kultur der Digitalität gestaltet 
werden kann und sollte? Wo werden Konzepte erprobt, die 
phasenübergreifend erarbeitet werden? Die CoP Inklusionssensible 
Lehrer*innenbildung des BiLinked-Projekts (weitere Infos in &lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/bilinked_kollaboration_vernetzung_und_das&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;diesem Blogbeitrag&lt;/a&gt;),
 in der Lehramtsstudierende, Fachdidaktiker*innen und Lehrkräfte 
zusammenkommen, ist ein solcher Ort. Nach dem erfolgreichen Bestehen der
 Pilotphase und einer tiefen Einarbeitung der sieben Fachdidaktiken in 
die Materie wurde schnell klar: Die inhaltliche Seite der 
Digitalisierung von Schul- und Hochschulbildung – oder besser einer 
Bildung im Kontext von Digitalität – hinkt der technischen Seite 
deutlich hinterher. 
&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;
Über den Einsatz von Tools hinausgehen 

&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Welchen Mehrwert bietet Technik für Bildung? Wie können Medien als Werkzeuge sinnvoll eingesetzt werden? Dies sind Fragen, die &lt;b&gt;nicht&lt;/b&gt;
 im Zentrum unserer Auseinandersetzung stehen. Auch wenn wir diese 
verhandeln, sind es schlicht nicht die richtigen Fragen für die 
anstehenden Herausforderungen, wie ein Einblick in das letzte 
CoP-Treffen zeigt. Dabei haben wir auf Basis der vorhandenen 
interdisziplinären Expertise (allgemeindidaktisch und auf Basis der 
beteiligten Fachdidaktiken: Biologie, Deutsch als Fremd- und 
Zweitsprache/Mehrsprachigkeit, Mathematik, Musik, Sachunterricht, 
Sozialwissenschaften und Sport) erörtert, welche Fragen überhaupt zu 
stellen sind und welche Konsequenzen das für unsere Arbeit hat. Kritisch
 diskutiert und weitergedacht haben wir hierbei die Argumentationslinie 
Axel Krommers (&lt;a href=&quot;https://axelkrommer.com/2019/04/12/paradigmen-und-palliative-didaktik-oder-wie-medien-wissen-und-lernen-praegen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Link&lt;/a&gt;
 zum Weiterlesen). Mit Bezug auf Felix Stalders Konzept einer Kultur der
 Digitalität skizziert Krommer die Leitmedientransformation vom 
Paradigma der Typografie hin zu einem Paradigma der Digitalität. Knapp 
und unvollständig umrissen fußt jene Digitalität auf: &lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Referentialität
 (Gemeint ist die Beteiligung von immer mehr Menschen an kulturellen 
Prozessen beispielsweise im Internet. Hierbei kommt es zu einer Erosion 
etablierter Ordnungsstrukturen. Eine Vielzahl an Informationen muss vom 
Individuum gefiltert werden: etwa das Wesentliche vom Unwesentlichen, 
das Relevante vom Irrelevanten und Wahres von Falschem.) &lt;br&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Gemeinschaftlichkeit
 (Individuell und in Gemeinschaft geht es darum der Flut an 
Informationen zu begegnen und Orientierung zu stiften. Beispiele hierfür
 sind soziale Netzwerke.) &lt;br&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Algorithmizität (Referentialität 
und Gemeinschaftlichkeit sind auf die Ordnungswirkung von Algorithmen 
angewiesen. Gleichsam gilt es die Grundlagen und die Wirkungsweisen von 
Algorithmen einzuordnen. Ein Beispiel hierfür ist die 
Verkehrsmittelentscheidung anhand von Google-Maps.)&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Von 
Axel Krommers Argumentation ausgehend, sind in einem solchen Sinne 
Medien weniger als neutrale Werkzeuge mit einem Mehrwert für Bildung zu 
betrachten. Vielmehr soll es darum gehen, wie Medien Kultur und 
Gesellschaft prägen. Eine solche Pädagogik mit Technik stellt sich 
zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen und bindet diese in 
Lehr-Lernkontexte ein. Dabei können natürlich Tools wie Kahoot, Padlet 
und Co. eingesetzt und erprobt werden. Deren dienende Wirkung für 
Bildung soll auch gar nicht bestritten werden. 
Das Fazit unserer Runde: Wenn Bildung im Rahmen einer Kultur der 
Digitalität bestehen will, muss ein größeres Bild für die Schul- und 
Hochschulbildung gezeichnet werden. Wir als CoP machen uns auf, daran 
tatkräftig zu arbeiten. Dabei können wir aus einer Vielfalt an 
Perspektiven für bezugswissenschaftliche und fachdidaktische Fragen 
schöpfen. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie sind daran interessiert wie mit dieser Herausforderung in 
unterschiedlichen fachlichen Zugriffen umgegangenen werden kann, welche 
Besonderheiten bestehen und was daraus zu folgern ist? Dann können Sie 
sich auf den nächsten Blog-Beitrag  mit den unterschiedlichen Zugängen 
der CoP-Beteiligten freuen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/&quot;&gt;Hier&lt;/a&gt; geht es zum BiLinked-Projekt.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;Im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt;
 entwickeln und erproben Studierende und Lehrende gemeinsam digitale 
Lehr-/Lernformate. Bei der Umsetzung steht die studentische 
Partizipation und Kollaboration im Fokus. Marcel Beyer berichtet aus der CoP &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/communities-of-practice/inklusion-lehrer_innen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;inklusionssensible Lehrer*innenbildung&lt;/a&gt;.&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Von Marcel Beyer (BiLinked – CoP inklusionssensible Lehrer*innenbildung) 
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Auf der technischen Seite erfordert die angestrebte umfassende Digitalisierung der Bildung sowohl in Hochschulen als auch in Schulen große Anstrengungen. Mit erheblichem finanziellen Aufwand wird der Aufbau einer notwendigen technischen Infrastruktur etwa im Rahmen des &amp;quot;Digitalpakts Schule&amp;quot; durch Bund und Länder forciert. So werden eifrig Tafeln durch Smart-Boards getauscht, digitale Endgeräte angeschafft, ISDN-Leitungen weichen einer Breitband-W-LAN-Abdeckung und der gute alte Overhead-Projektor wird zu einem Stück Zeitgeschichte. Zugegeben, dieses Bild trifft nur bedingt zu; es gibt erhebliche Unterschiede von Schule zu Schule und eine Vielzahl an Problemen bei der konkreten Anschaffung und dem nachhaltigen Einsatz von Technik und Software. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf der inhaltlichen Seite stellt sich die Frage nach Risiken und Potentialen jener Digitalisierung von Bildung. Damit geht es um den reflektierten Umgang mit den immer solider ausgebauten technischen Voraussetzungen. Wo sind also die Räume in denen (fachdidaktisch) reflektiert, solide durchdacht, hinterfragt und (weiter-)entwickelt wird, wie Lehren und Lernen in einer Kultur der Digitalität gestaltet werden kann und sollte? Wo werden Konzepte erprobt, die phasenübergreifend erarbeitet werden? Die CoP Inklusionssensible Lehrer*innenbildung des BiLinked-Projekts (weitere Infos in &lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/bilinked_kollaboration_vernetzung_und_das&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;diesem Blogbeitrag&lt;/a&gt;), in der Lehramtsstudierende, Fachdidaktiker*innen und Lehrkräfte zusammenkommen, ist ein solcher Ort. Nach dem erfolgreichen Bestehen der Pilotphase und einer tiefen Einarbeitung der sieben Fachdidaktiken in die Materie wurde schnell klar: Die inhaltliche Seite der Digitalisierung von Schul- und Hochschulbildung – oder besser einer Bildung im Kontext von Digitalität – hinkt der technischen Seite deutlich hinterher. 
&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;
Über den Einsatz von Tools hinausgehen 

&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Welchen Mehrwert bietet Technik für Bildung? Wie können Medien als Werkzeuge sinnvoll eingesetzt werden? Dies sind Fragen, die &lt;b&gt;nicht&lt;/b&gt; im Zentrum unserer Auseinandersetzung stehen. Auch wenn wir diese verhandeln, sind es schlicht nicht die richtigen Fragen für die anstehenden Herausforderungen, wie ein Einblick in das letzte CoP-Treffen zeigt. Dabei haben wir auf Basis der vorhandenen interdisziplinären Expertise (allgemeindidaktisch und auf Basis der beteiligten Fachdidaktiken: Biologie, Deutsch als Fremd- und Zweitsprache/Mehrsprachigkeit, Mathematik, Musik, Sachunterricht, Sozialwissenschaften und Sport) erörtert, welche Fragen überhaupt zu stellen sind und welche Konsequenzen das für unsere Arbeit hat. Kritisch diskutiert und weitergedacht haben wir hierbei die Argumentationslinie Axel Krommers (&lt;a href=&quot;https://axelkrommer.com/2019/04/12/paradigmen-und-palliative-didaktik-oder-wie-medien-wissen-und-lernen-praegen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Link&lt;/a&gt; zum Weiterlesen). Mit Bezug auf Felix Stalders Konzept einer Kultur der Digitalität skizziert Krommer die Leitmedientransformation vom Paradigma der Typografie hin zu einem Paradigma der Digitalität. Knapp und unvollständig umrissen fußt jene Digitalität auf: &lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Referentialität (Gemeint ist die Beteiligung von immer mehr Menschen an kulturellen Prozessen beispielsweise im Internet. Hierbei kommt es zu einer Erosion etablierter Ordnungsstrukturen. Eine Vielzahl an Informationen muss vom Individuum gefiltert werden: etwa das Wesentliche vom Unwesentlichen, das Relevante vom Irrelevanten und Wahres von Falschem.) &lt;br&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Gemeinschaftlichkeit (Individuell und in Gemeinschaft geht es darum der Flut an Informationen zu begegnen und Orientierung zu stiften. Beispiele hierfür sind soziale Netzwerke.) &lt;br&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Algorithmizität (Referentialität und Gemeinschaftlichkeit sind auf die Ordnungswirkung von Algorithmen angewiesen. Gleichsam gilt es die Grundlagen und die Wirkungsweisen von Algorithmen einzuordnen. Ein Beispiel hierfür ist die Verkehrsmittelentscheidung anhand von Google-Maps.)&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Von Axel Krommers Argumentation ausgehend, sind in einem solchen Sinne Medien weniger als neutrale Werkzeuge mit einem Mehrwert für Bildung zu betrachten. Vielmehr soll es darum gehen, wie Medien Kultur und Gesellschaft prägen. Eine solche Pädagogik mit Technik stellt sich zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen und bindet diese in Lehr-Lernkontexte ein. Dabei können natürlich Tools wie Kahoot, Padlet und Co. eingesetzt und erprobt werden. Deren dienende Wirkung für Bildung soll auch gar nicht bestritten werden. 
Das Fazit unserer Runde: Wenn Bildung im Rahmen einer Kultur der Digitalität bestehen will, muss ein größeres Bild für die Schul- und Hochschulbildung gezeichnet werden. Wir als CoP machen uns auf, daran tatkräftig zu arbeiten. Dabei können wir aus einer Vielfalt an Perspektiven für bezugswissenschaftliche und fachdidaktische Fragen schöpfen. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie sind daran interessiert wie mit dieser Herausforderung in unterschiedlichen fachlichen Zugriffen umgegangenen werden kann, welche Besonderheiten bestehen und was daraus zu folgern ist? Dann können Sie sich auf den nächsten Blog-Beitrag  mit den unterschiedlichen Zugängen der CoP-Beteiligten freuen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/&quot;&gt;Hier&lt;/a&gt; geht es zum BiLinked-Projekt. &lt;br&gt;&lt;/p&gt;</content>
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      <title type="html">How to ... Podcast-Seminar – Von der Idee zur Umsetzung</title>
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      <published>2022-10-11T11:00:00+02:00</published>
      <updated>2023-01-17T15:34:38+01:00</updated>
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          <summary type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;Wie kann eigentlich ein Podcast-Seminar funktionieren? Patricia Bollschweiler hat im Rahmen der CoP &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Public Humanities&lt;/a&gt; des Projekts BiLinked ein Podcast-Seminar umgesetzt. Im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt;
 entwickeln und erproben Studierende und Lehrende gemeinsam digitale 
Lehr-/Lernformate. Bei der Umsetzung steht die studentische 
Partizipation und Kollaboration im Fokus.&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;von Patricia Bollschweiler&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/HowToPodcast_PatriciaBollschweiler.jpg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Patricia Bollschweiler&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/HowToPodcast_PatriciaBollschweiler.jpg&quot; width=&quot;180&quot; height=&quot;257&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Patricia Bollschweiler, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. Foto: privat&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Als ich meine Lehre für das Wintersemester 2021/2022 plante, habe ich mich gefragt, was Germanistik-Studierende hinter ihren schwarzen Zoom-Kästchen hervorlocken könnte. Es war immer noch Pandemie, das Semester sollte weiterhin digital bestritten werden, was auch für uns als Lehrende eine Motivationsherausforderung ist. Ohne direkten Kontakt und Austausch mit der Seminargruppe, fehlt auch uns ein wichtiger Teil der Lehrerfahrung. Die Luft war raus, die Sorge davor, ein weiteres Online-Semester bewältigen zu müssen, auf allen Seiten groß.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Aus diesem Grund sollte das Thema des Seminars etwas sein, was mich selbst sehr interessiert, etwas Neues, was vielleicht auch an der Peripherie der Wissenschaft anzusiedeln ist und nicht unbedingt die klassischen Themen der Germanistik bedient. Denn in diesen fremderen Gefilden, besonders, wenn man sie selbst noch nicht vollständig oder gut kennt, kann man Unbekanntes erkunden, neue Wege beschreiten und auch methodisch-didaktisch Neues und Anderes ausprobieren. Als ich dann nach langem Überlegen einen groben Vorschlag zum Thema True-Crime-Podcasts ausgearbeitet hatte und anbot, war ich sogar überrascht, dass mein Vorschlag auf so positive Resonanz stieß. Es fühlte sich doch zu exotisch und vielleicht sogar unwissenschaftlich an. Doch die Idee wurde angenommen und ich stieg in die Planung ein.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/HowToPodcast_BildAusstattung3_zugeschnitten.jpg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Ein Mikrofon mit Popschutz in Nahaufnahme&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/HowToPodcast_BildAusstattung3_zugeschnitten.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Das Podcast-Equipment. Foto: Christina Knappe&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Als dann Matthias Buschmeier von BiLinked auf mich zukam, weil die Veranstaltung für die Community of Practice „Public Humanities“ spannend klang, fügte sich alles. Plötzlich hatte ich die Möglichkeit, mit einem ganzen Team zusammenzuarbeiten, das die medialen Kompetenzen mitbrachte, um das Thema True Crime und Podcasts nicht nur theoretisch zu bearbeiten – was für sich schon eine tolle Erfahrung gewesen wäre – sondern die Studierenden sogar ganz nah an die Praxis der Podcast-Produktion heranzuführen und sie selbst zu Podcaster*innen werden zu lassen.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Unsere Ansprüche waren hoch: Nicht nur sollte die Kulturgeschichte der Faszination für ‚das Böse‘ aus interdisziplinären Perspektiven theoretisch beleuchtet werden, um die ‚Wurzel‘ des True-Crime-Genres und seiner rasant gestiegenen Popularität zu untersuchen – unter anderem durch den Besuch der bekannten Kriminalpsychologin Lydia Benecke. Es sollten zudem auch verschiedene Formate vor diesem theoretischen Hintergrund betrachtet und eingeordnet werden, ein wissenschaftlicher Zugang zu diesem Hype-Phänomen True Crime geschaffen werden und die Frage diskutiert werden, wieso Podcasts sich für dieses Genre besonders gut eignen. Der (kultur-)theoretische Blick wurde also durch einen medientheoretischen Zugang ergänzt und verfeinert. Und all das mit dem Ziel, die Studierenden möglichst gut auf das große Semesterprojekt vorzubereiten: einen eigenen Podcast aufzunehmen. In Kleingruppen von 4-5 Studierenden sollten die Podcasts von A bis Z entwickelt werden: Fall-Auswahl und -Recherche, Konzeptualisierung, Skript, Cover, Aufnahme und Post-Production, Musik, Einspieler, Reflexion. Die geplante Folge sollte sich zudem in eine (hypothetische) True-Crime-Podcastserie einfügen, die ebenfalls von den Studierenden konzeptualisiert wurde. Aufgenommen wurde in den Räumen der Medienpraxis – mit viel technischer Unterstützung vom Team vor Ort und den studentischen Hilfskräften des Projekts, die die Gruppen bei der Aufnahme begleiteten. Zur technischen Vorbereitung der Podcast-Aufnahmen hatten die Hilfskräfte detaillierte Videos und Anleitungen erstellt, um die Hemmschwelle zur Umsetzung möglichst leicht zu überwinden. Hinzu kam der organisatorische Aufwand, Studierende mitten in der Pandemie in Präsenz und ohne Masken die Aufnahme unter professionellen Bedingungen zu ermöglichen. Viele kleine Rädchen griffen ineinander, viele Köpfe rauchten, viel Geduld und am Ende auch viel Mut wurden gebraucht, um etwas auszuprobieren, was in diesem Rahmen so vorher noch nicht stattgefunden hatte. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es hat sich gelohnt: Nach einem Semester harter Arbeit für die Studierenden mit viel persönlichem Engagement und Einsatz, nach Monaten der Vorbereitung und kleinschrittiger Planung war die Umsetzung gelungen und wir hatten eine Sammlung toller studentischer True-Crime-Podcasts! Ganz unterschiedlich in Stil und Konzept, von lokalen bis zu sehr bekannten internationalen Fällen, mit sehr persönlichen Noten. Der tollste Effekt war, wie stolz die Studierenden auf ihre Produkte waren, in die sie so viel investiert hatten. Dafür brauchte es ein großes genuines Interesse an dem speziellen Thema des Seminars und die Bereitschaft, sich auf dieses unbekannte Lehrformat mit all seinen Unabwägbarkeiten einzulassen. Zum Glück konnten das die meisten aus der Seminargruppe, und man hört es den Podcasts an. Ein paar von ihnen können auf der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/#accordion-comp_000062996b25_0000003468_7139&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Homepage&lt;/a&gt; der CoP „Public Humanities“ von BiLinked angehört werden – und es lohnt sich!&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Damit die intensive Arbeit und Vorbereitung, die wir alle in das Seminar gesteckt haben, nicht einfach versiegt und das Konzept in der Schublade landet, haben wir direkt weiter gemacht. Aus den Fehlern des letzten Semesters lernen und das Seminarkonzept anpassen, das war die Devise. Dazu gehörte, den sehr dichten und anspruchsvollen Seminarplan zu entschlacken, um den Arbeitsaufwand für die Podcasts, die am Ende den Hauptteil der Studienleistung ausmachen sollten, etwas aufzufangen. Das bedeutete: lockerere Seminareinheiten, weniger Input, mehr Gruppenarbeitsphase in die Seminarzeit integrieren, einen stärkeren Fokus auf die medienspezifischen und -strukturellen Aspekte des Mediums Podcasts legen und diese systematisieren, damit die Studierenden über das Semester intensiv verinnerlichen können, was einen (guten) Podcast ausmacht und worauf es besonders ankommt. Dazu wurde auch die Zahl der Podcasts, dieses Mal mit dem Fokus Wissenschaftspodcasts und Wissenschaftskommunikation, die wir im Seminar analysieren wollten, reduziert zugunsten eines eher exemplarischen Blicks. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Nachhinein hätte man den Studierenden im zweiten Durchgang doch ruhig mehr zutrauen können, besonders an Inputmenge. Aus unseren Erfahrungen heraus scheint also der Mittelweg der beste, doch das findet man nur durch (selbst) Ausprobieren heraus. Vielleicht in einem dritten Anlauf… &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/HowToPodcast_BildPodcast5_zugeschnitten.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Foto: Christina Knappe&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Doch auch die Podcast-Produkte aus dem Sommersemester 2022 sind absolut hörenswert! Sie sind mutig, divers, teilweise sehr persönlich, zeigen einen ganz offenen Geist und ganz unterschiedliche Herangehensweisen an Fragen von Wissenschaft, Wissenschaftskommunikation und Uni-Alltag. Die Freiheit und das Vertrauen, das den Studierenden für ihre Podcasts gegeben wurde, hat sich ausgezahlt und zu dieser Varianz der Endprodukte geführt – auch wenn es am Anfang manche verunsichert haben mag, dass es vor allem inhaltlich kaum Vorgaben gab. Das scheint für viele Studierende eine eher unbekannte Seminarerfahrungen gewesen zu sein. Ich kann darum alle Kolleg*innen nur ermutigen, auch einmal andere Formen der und Wege zur Studienleistungen auszuprobieren; es müssen ja nicht gleich Podcasts sein. Aber den Studierenden Raum für eigene Ideen geben, sie zu zwingen, auch mal außerhalb bekannter und starrer Formate zu denken, kann aus meiner Erfahrung nur einen Zugewinn bringen. Wichtig ist, sich selbst zu trauen und genauso den Studierenden zu vertrauen; Schwierigkeiten nicht als Hindernisse, sondern als Anlass für kreative Problemlösungen zu sehen; dafür auch immer im Austausch bleiben und offen sein für Kritik. Wir sind überzeugt, dass sich alle Beteiligten noch lange daran erinnern werden, es hat also einen nachhaltigen Effekt. Ich hoffe, dass unser Beispiel auch andere Kolleg*innen ermutigt, die tollen Möglichkeiten der Kooperation mit der CoP „Public Humanities“ zu nutzen und davon zu profitieren. Wenn nämlich die Ergebnisse auch eine sichtbare Plattform bekommen, so wie auf der Homepage von BiLinked, spornt das zusätzlich an. Auch hier lohnt sich Reinhören in die Podcasts des Sommersemesters!

&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;&lt;i&gt;Wie kann eigentlich ein Podcast-Seminar funktionieren? Patricia Bollschweiler hat im Rahmen der CoP &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Public Humanities&lt;/a&gt; des Projekts BiLinked ein Podcast-Seminar umgesetzt. Im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt;
 entwickeln und erproben Studierende und Lehrende gemeinsam digitale 
Lehr-/Lernformate. Bei der Umsetzung steht die studentische 
Partizipation und Kollaboration im Fokus.&lt;/i&gt; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;von Patricia Bollschweiler&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/HowToPodcast_PatriciaBollschweiler.jpg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Patricia Bollschweiler&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/HowToPodcast_PatriciaBollschweiler.jpg&quot; width=&quot;180&quot; height=&quot;257&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Patricia Bollschweiler, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. Foto: privat&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Als ich meine Lehre für das Wintersemester 2021/2022 plante, habe ich mich gefragt, was Germanistik-Studierende hinter ihren schwarzen Zoom-Kästchen hervorlocken könnte. Es war immer noch Pandemie, das Semester sollte weiterhin digital bestritten werden, was auch für uns als Lehrende eine Motivationsherausforderung ist. Ohne direkten Kontakt und Austausch mit der Seminargruppe, fehlt auch uns ein wichtiger Teil der Lehrerfahrung. Die Luft war raus, die Sorge davor, ein weiteres Online-Semester bewältigen zu müssen, auf allen Seiten groß.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Aus diesem Grund sollte das Thema des Seminars etwas sein, was mich selbst sehr interessiert, etwas Neues, was vielleicht auch an der Peripherie der Wissenschaft anzusiedeln ist und nicht unbedingt die klassischen Themen der Germanistik bedient. Denn in diesen fremderen Gefilden, besonders, wenn man sie selbst noch nicht vollständig oder gut kennt, kann man Unbekanntes erkunden, neue Wege beschreiten und auch methodisch-didaktisch Neues und Anderes ausprobieren. Als ich dann nach langem Überlegen einen groben Vorschlag zum Thema True-Crime-Podcasts ausgearbeitet hatte und anbot, war ich sogar überrascht, dass mein Vorschlag auf so positive Resonanz stieß. Es fühlte sich doch zu exotisch und vielleicht sogar unwissenschaftlich an. Doch die Idee wurde angenommen und ich stieg in die Planung ein.&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/HowToPodcast_BildAusstattung3_zugeschnitten.jpg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Ein Mikrofon mit Popschutz in Nahaufnahme&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/HowToPodcast_BildAusstattung3_zugeschnitten.jpg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Das Podcast-Equipment. Foto: Christina Knappe&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Als dann Matthias Buschmeier von BiLinked auf mich zukam, weil die Veranstaltung für die Community of Practice „Public Humanities“ spannend klang, fügte sich alles. Plötzlich hatte ich die Möglichkeit, mit einem ganzen Team zusammenzuarbeiten, das die medialen Kompetenzen mitbrachte, um das Thema True Crime und Podcasts nicht nur theoretisch zu bearbeiten – was für sich schon eine tolle Erfahrung gewesen wäre – sondern die Studierenden sogar ganz nah an die Praxis der Podcast-Produktion heranzuführen und sie selbst zu Podcaster*innen werden zu lassen.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Unsere Ansprüche waren hoch: Nicht nur sollte die Kulturgeschichte der Faszination für ‚das Böse‘ aus interdisziplinären Perspektiven theoretisch beleuchtet werden, um die ‚Wurzel‘ des True-Crime-Genres und seiner rasant gestiegenen Popularität zu untersuchen – unter anderem durch den Besuch der bekannten Kriminalpsychologin Lydia Benecke. Es sollten zudem auch verschiedene Formate vor diesem theoretischen Hintergrund betrachtet und eingeordnet werden, ein wissenschaftlicher Zugang zu diesem Hype-Phänomen True Crime geschaffen werden und die Frage diskutiert werden, wieso Podcasts sich für dieses Genre besonders gut eignen. Der (kultur-)theoretische Blick wurde also durch einen medientheoretischen Zugang ergänzt und verfeinert. Und all das mit dem Ziel, die Studierenden möglichst gut auf das große Semesterprojekt vorzubereiten: einen eigenen Podcast aufzunehmen. In Kleingruppen von 4-5 Studierenden sollten die Podcasts von A bis Z entwickelt werden: Fall-Auswahl und -Recherche, Konzeptualisierung, Skript, Cover, Aufnahme und Post-Production, Musik, Einspieler, Reflexion. Die geplante Folge sollte sich zudem in eine (hypothetische) True-Crime-Podcastserie einfügen, die ebenfalls von den Studierenden konzeptualisiert wurde. Aufgenommen wurde in den Räumen der Medienpraxis – mit viel technischer Unterstützung vom Team vor Ort und den studentischen Hilfskräften des Projekts, die die Gruppen bei der Aufnahme begleiteten. Zur technischen Vorbereitung der Podcast-Aufnahmen hatten die Hilfskräfte detaillierte Videos und Anleitungen erstellt, um die Hemmschwelle zur Umsetzung möglichst leicht zu überwinden. Hinzu kam der organisatorische Aufwand, Studierende mitten in der Pandemie in Präsenz und ohne Masken die Aufnahme unter professionellen Bedingungen zu ermöglichen. Viele kleine Rädchen griffen ineinander, viele Köpfe rauchten, viel Geduld und am Ende auch viel Mut wurden gebraucht, um etwas auszuprobieren, was in diesem Rahmen so vorher noch nicht stattgefunden hatte. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es hat sich gelohnt: Nach einem Semester harter Arbeit für die Studierenden mit viel persönlichem Engagement und Einsatz, nach Monaten der Vorbereitung und kleinschrittiger Planung war die Umsetzung gelungen und wir hatten eine Sammlung toller studentischer True-Crime-Podcasts! Ganz unterschiedlich in Stil und Konzept, von lokalen bis zu sehr bekannten internationalen Fällen, mit sehr persönlichen Noten. Der tollste Effekt war, wie stolz die Studierenden auf ihre Produkte waren, in die sie so viel investiert hatten. Dafür brauchte es ein großes genuines Interesse an dem speziellen Thema des Seminars und die Bereitschaft, sich auf dieses unbekannte Lehrformat mit all seinen Unabwägbarkeiten einzulassen. Zum Glück konnten das die meisten aus der Seminargruppe, und man hört es den Podcasts an. Ein paar von ihnen können auf der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/#accordion-comp_000062996b25_0000003468_7139&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Homepage&lt;/a&gt; der CoP „Public Humanities“ von BiLinked angehört werden – und es lohnt sich!&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Damit die intensive Arbeit und Vorbereitung, die wir alle in das Seminar gesteckt haben, nicht einfach versiegt und das Konzept in der Schublade landet, haben wir direkt weiter gemacht. Aus den Fehlern des letzten Semesters lernen und das Seminarkonzept anpassen, das war die Devise. Dazu gehörte, den sehr dichten und anspruchsvollen Seminarplan zu entschlacken, um den Arbeitsaufwand für die Podcasts, die am Ende den Hauptteil der Studienleistung ausmachen sollten, etwas aufzufangen. Das bedeutete: lockerere Seminareinheiten, weniger Input, mehr Gruppenarbeitsphase in die Seminarzeit integrieren, einen stärkeren Fokus auf die medienspezifischen und -strukturellen Aspekte des Mediums Podcasts legen und diese systematisieren, damit die Studierenden über das Semester intensiv verinnerlichen können, was einen (guten) Podcast ausmacht und worauf es besonders ankommt. Dazu wurde auch die Zahl der Podcasts, dieses Mal mit dem Fokus Wissenschaftspodcasts und Wissenschaftskommunikation, die wir im Seminar analysieren wollten, reduziert zugunsten eines eher exemplarischen Blicks. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Im Nachhinein hätte man den Studierenden im zweiten Durchgang doch ruhig mehr zutrauen können, besonders an Inputmenge. Aus unseren Erfahrungen heraus scheint also der Mittelweg der beste, doch das findet man nur durch (selbst) Ausprobieren heraus. Vielleicht in einem dritten Anlauf… &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/InnovativeLehrprojekte/HowToPodcast_BildPodcast5_zugeschnitten.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;bottom&quot;&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Foto: Christina Knappe&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;Doch auch die Podcast-Produkte aus dem Sommersemester 2022 sind absolut hörenswert! Sie sind mutig, divers, teilweise sehr persönlich, zeigen einen ganz offenen Geist und ganz unterschiedliche Herangehensweisen an Fragen von Wissenschaft, Wissenschaftskommunikation und Uni-Alltag. Die Freiheit und das Vertrauen, das den Studierenden für ihre Podcasts gegeben wurde, hat sich ausgezahlt und zu dieser Varianz der Endprodukte geführt – auch wenn es am Anfang manche verunsichert haben mag, dass es vor allem inhaltlich kaum Vorgaben gab. Das scheint für viele Studierende eine eher unbekannte Seminarerfahrungen gewesen zu sein. Ich kann darum alle Kolleg*innen nur ermutigen, auch einmal andere Formen der und Wege zur Studienleistungen auszuprobieren; es müssen ja nicht gleich Podcasts sein. Aber den Studierenden Raum für eigene Ideen geben, sie zu zwingen, auch mal außerhalb bekannter und starrer Formate zu denken, kann aus meiner Erfahrung nur einen Zugewinn bringen. Wichtig ist, sich selbst zu trauen und genauso den Studierenden zu vertrauen; Schwierigkeiten nicht als Hindernisse, sondern als Anlass für kreative Problemlösungen zu sehen; dafür auch immer im Austausch bleiben und offen sein für Kritik. Wir sind überzeugt, dass sich alle Beteiligten noch lange daran erinnern werden, es hat also einen nachhaltigen Effekt. Ich hoffe, dass unser Beispiel auch andere Kolleg*innen ermutigt, die tollen Möglichkeiten der Kooperation mit der CoP „Public Humanities“ zu nutzen und davon zu profitieren. Wenn nämlich die Ergebnisse auch eine sichtbare Plattform bekommen, so wie auf der Homepage von BiLinked, spornt das zusätzlich an. Auch hier lohnt sich Reinhören in die Podcasts des Sommersemesters!

&lt;/p&gt;
&lt;/div&gt;</content>
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      <id>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/bilinked_interview_mit_almut_von</id>
      <title type="html">BiLinked – Podcasts, Abschlussarbeiten und Instagram: Public Humanities im Gespräch</title>
      <link rel="alternate" type="text/html" href="https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/bilinked_interview_mit_almut_von"/>
      <published>2022-10-04T16:29:59+02:00</published>
      <updated>2023-01-17T13:44:12+01:00</updated>
      <category term="Innovative Lehrprojekte"
                label="Innovative Lehrprojekte"/>
          <category term="almutvonwedelstaedt" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
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          <category term="lehre" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <summary type="html">&lt;p&gt;
Dass Geisteswissenschaften nur im Elfenbeinturm innerhalb von Universitäten betrieben werden, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Tatsächlich haben sie in vielerlei Hinsicht Bezug zur Alltagswelt. Im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt; gibt es die Community of Practice (CoP)&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt; Public Humanities&lt;/a&gt;, welche sich genau damit auseinandersetzt und bereits mit diversen Projekten den Studierenden einen Blick auf die Möglichkeiten außerhalb der Universität bietet. Geleitet wird die CoP von Almut von Wedelstaedt und Matthias Buschmeier. Almut ist Lehrende an der Abteilung Philosophie im Bereich der praktischen Philosophie und zudem zuständig für Geschäftsführung und Qualitätsmanagement der Abteilung. Ein besonderer Kernpunkt der Public Humanities ist es, die Themen Digitalisierung und Berufsorientierung in der geisteswissenschaftlichen Lehre stärker zu verankern und sichtbar zu machen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In unserem Interview sprechen wir mit Almut darüber, wie dies geschieht und welche Projekte es bisher gab und gibt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;i&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/Interviewgaeste/AlmutvWedelstaedt.jpeg&quot; alt=&quot;Dr. Meike Vogel&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;250&quot;&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt; Dr. Almut von Wedelstaedt. Foto: Katrin Biller&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;i&gt;

Laura Käppele: Was kann man sich unter Public Humanities vorstellen? Wofür steht der Begriff?&lt;/i&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Almut von Wedelstaedt:&lt;/i&gt; Bei den Public Humanities geht es um Geisteswissenschaften in der Öffentlichkeit, also darum, dass geisteswissenschaftliches Arbeiten, Nachdenken und Schreiben nichts ist, was nur im Elfenbeinturm der akademischen Welt passiert, sondern auch Bezug zur Alltagswelt hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das kann man in verschiedenen Weisen betreiben. Zum einen kann man darauf scharfstellen, welche Relevanz eigentlich Geisteswissenschaften für bestimmte alltägliche Themen haben. Ein Beispiel wäre die Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Da ist relativ klar, dass Geisteswissenschaften etwas dazu zu sagen haben, sei es, was überhaupt Intelligenz ist, oder sei es, wie man sich solche Szenarien vorstellen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zum anderen gibt es das, was man unter das große Label Wissenschaftskommunikation fassen kann. Wie kann man das, was man an der Uni macht, so kommunizieren, dass es auch für Leute, die nicht an der Uni sind oder keinen universitären oder fachlichen Hintergrund haben, trotzdem verständlich ist. Dabei geht es dann in der Regel nicht darum, das in der Form von großen Vorlesungen zu machen oder überhaupt in einem Lehrenden-Studierenden-Verhältnis, sondern eher darum, Räume zu öffnen, in denen gemeinsames Nachdenken ermöglicht wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Ganze ist wesentlich interdisziplinär. Die Frage ist nicht, was die Philosophie, die Literaturwissenschaften oder die Geschichte im Einzelnen machen können, sondern es ist Bestandteil, die Geisteswissenschaften insgesamt in den Blick zu nehmen und eine Verbindung zur Öffentlichkeit herzustellen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&amp;quot;Viele Geisteswissenschaften haben ähnliche Studienproblematiken.&amp;quot;&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

LK: Gibt es die Public Humanities als Projekt auch außerhalb von BiLinked?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;AvW:&lt;/i&gt; Bisher gab es das nicht, aber jetzt schon. Wir werden sehen, wie sich das nach BiLinked weiterentwickelt. Das Projekt hat gezeigt, dass es total fruchtbar sein kann, so zusammenzuarbeiten, weil viele Geisteswissenschaften ähnliche Studienproblematiken haben. Das Thema Berufsorientierung ist zum Beispiel für alle geisteswissenschaftlichen Studiengänge ein schwieriges. Auch wenn man sich anschaut, welche Kompetenzen man erwirbt, gibt es Ähnlichkeiten. Natürlich kann und sollte man das auch fachspezifisch aufschlüsseln, aber es bestehen eben Ähnlichkeiten, wie etwa die Erstellung von bestimmten Textarten. Hier zeigt sich, dass eine Zusammenarbeit sinnvoll ist und man wird sehen, wie sich das über BiLinked hinaus fortsetzen lässt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

LK: Welche Projekte gibt es denn im Rahmen von BiLinked in den Public Humanities?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;AvW:&lt;/i&gt; Da gibt es ganz unterschiedliche, aber alle haben irgendwas mit Lehren und Lernen zu tun. Wir handhaben das im Moment so, dass wir feste Kooperationspartner*innen haben, die in jedem Semester Lehrveranstaltungen anbieten, und dann zusätzlich immer eine Ausschreibung machen, bei der Lehrende sich mit eigenen Projekten bewerben können. Fest dazu gehört etwa die Philosophie. Im nächsten Semester gibt es hier zum Beispiel eine Veranstaltung zum Schreiben für die Öffentlichkeit. Da geht es darum, wie Philosoph*innen etwa für Magazine, Zeitungen und Blogs schreiben können. Auch die Literaturwissenschaft ist ein fester Kooperationspartner. Dort gab es jetzt zwei Veranstaltungen zu Podcasts, zuerst zu True Crime und dann zu Wissenschaftskommunikation. Die Kulturvermittlung hat Veranstaltungen zu Musik im virtuellen Raum gemacht. An einzelnen Projekten gab es zum Beispiel eins aus der Geschichtswissenschaft, wo geschaut wurde, wie man Blogs für die Lokalgeschichte einsetzen könnte. Außerdem gibt es eine Kooperation mit den Interdisziplinären Medienwissenschaften, in der in einer Lehrveranstaltung unter anderem die Klimabahn entwickelt wurde. Also eine Straßenbahn, die die Möglichkeit eröffnen soll, sich während der Fahrt über Klimawandel zu informieren. Das ist eine ganz eigene Herausforderung, weil die Zeitabstände zwischen den Haltestellen so kurz sind.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&amp;quot;Für uns stellt sich die Frage, ob es gute Möglichkeiten gibt, digitale Produkte in fachwissenschaftliche Seminare zu integrieren.&amp;quot;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

LK: Gibt es schon erste Ergebnisse, die man sich anschauen oder, im Fall der Podcasts, anhören kann?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;AvW:&lt;/i&gt; Ja, es gibt zum einen unsere Webseite, auf der die Podcasts aus dem letzten Semester gehört werden können. Zum anderen haben wir einen Instagram-Kanal, auf dem wir immer wieder unterschiedliche Dinge hochladen. Dort gibt es zum Beispiel eine Übersicht darüber, wie die Podcasts entstanden sind und eine Reihe, in der Absolvent*innen die Themen ihrer Abschlussarbeit vorstellen können. Wir haben uns gedacht, das ist etwas, was für Studierende oft eine Blackbox und mit vielen Fragen verbunden ist. Was sind mögliche Themen? Wie geht das? Gleichzeitig sind das oft Arbeiten, in die wahnsinnig viel investiert wird und dann werden sie einmal von Prüfer*innen gelesen und verschwinden in einer Schublade, obwohl es oft sehr spannende Themen sind. Durch unsere Interviewreihe haben andere Studierende die Möglichkeit, zu sehen, was da alles möglich ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Instagram-Account ist insgesamt ein Versuch, neben den Lehrveranstaltungen noch einen anderen Kanal aufzumachen, der ebenfalls das Thema Digitalisierung in den Geisteswissenschaften ins Auge fasst. Dort kann man fortlaufend verfolgen, was wir machen. Wir wollen aber auf unserer Webseite zusätzlich eine Art Mediathek aufbauen, in der man hoffentlich alle Produkte, die im Rahmen der Public Humanities entstehen, ansehen kann.

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

LK: Wie sollen die Projekte und die Ergebnisse von den Projekten weiterführend in Lehrveranstaltungen genutzt werden?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
AvW:&lt;/i&gt; Das ist für uns tatsächlich eine große Frage, weil wir im Moment oft projektförmige Lehrveranstaltungen haben, die dann sehr stark darauf fokussiert sind, digitale Produkte zu erstellen, also zum Beispiel so etwas wie die Podcasts oder die Klimabahn. Für uns stellt sich die Frage, ob es gute Möglichkeiten gibt, solche digitalen Produkte und die Erstellung von diesen in ganz normale fachwissenschaftliche Seminare zu integrieren. Würde das etwas dazu beitragen, dass die Lehrveranstaltungen in irgendeiner Weise besser werden? Lernen Studierende dadurch mehr oder anders oder erwerben sie dadurch weitere Kompetenzen, die sie später für die Suche nach Berufen und die Orientierung am Berufsmarkt nutzen können? Und wie kann so etwas in normalen Veranstaltungen gelingen? Diese Fragen sind noch offen und werden uns über das Projekt hinweg begleiten.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&amp;quot;Die größte Herausforderung ist es, herauszukriegen, welche Berührungspunkte es gibt und wo eine Zusammenarbeit sinnvoll ist.&amp;quot;&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;LK: Gibt es denn eine Zusammenarbeit der Public Humanities mit den anderen CoPs und wenn ja, wie sieht die aus?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;AvW:&lt;/i&gt; Es gibt bisher eher eine lose Zusammenarbeit. Wir machen jetzt aber einen gemeinsamen Workshop mit der CoP Data Literacy zum Thema Text Mining.
Die größte Herausforderung ist im Moment noch rauszukriegen, welche Berührungspunkte es gibt und wo eine Zusammenarbeit sinnvoll ist. Da wir sowieso schon so interdisziplinär und heterogen unterwegs sind, ist der Koordinationsaufwand innerhalb der eigenen CoPs manchmal schon relativ hoch. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

Birte Stiebing: Tretet ihr als CoP eigentlich auch schon so an die Öffentlichkeit? Mit der Klimabahn gab es ja etwa eine Kooperation mit Mobiel. Habt ihr Pläne so etwas weiterzuführen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;AvW:&lt;/i&gt; Wir nehmen gerade Kontakt mit der Wissenswerkstatt auf. Wir dachten, dass das ein ausgezeichneter Ort in Bielefeld wäre, um vielleicht ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. Das wird jetzt daran hängen, wie der ganze Bau dieses Ortes weitergeht. Meine Hoffnung ist aber auch, dass man vielleicht nach Corona gar nicht mehr unbedingt einen physischen Ort braucht, sondern auch einfach digital arbeiten kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir planen für unsere Veranstaltung zum Schreiben in der Öffentlichkeit für Philosoph*innen im kommenden Semester auch Kooperationspartner*innen dazu zu holen, die eben in der Öffentlichkeit philosophisch schreibend tätig sind. Das haben wir auch im Bereich der Kulturvermittlung und der Literaturwissenschaft schon gemacht. Ich finde, das ist sehr sinnvoll, um das Thema Digitalisierung mit der Berufsorientierung zu verknüpfen. 
&lt;/p&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;
Dass Geisteswissenschaften nur im Elfenbeinturm innerhalb von Universitäten betrieben werden, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Tatsächlich haben sie in vielerlei Hinsicht Bezug zur Alltagswelt. Im Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;BiLinked&lt;/a&gt; gibt es die Community of Practice (CoP) &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/communities-of-practice/public-humanities/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Public Humanities&lt;/a&gt;, welche sich genau damit auseinandersetzt und bereits mit diversen Projekten den Studierenden einen Blick auf die Möglichkeiten außerhalb der Universität bietet. Geleitet wird die CoP von Almut von Wedelstaedt und Matthias Buschmeier. Almut ist Lehrende an der Abteilung Philosophie im Bereich der praktischen Philosophie und zudem zuständig für Geschäftsführung und Qualitätsmanagement der Abteilung. Ein besonderer Kernpunkt der Public Humanities ist es, die Themen Digitalisierung und Berufsorientierung in der geisteswissenschaftlichen Lehre stärker zu verankern und sichtbar zu machen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In unserem Interview sprechen wir mit Almut darüber, wie dies geschieht und welche Projekte es bisher gab und gibt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;i&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/Interviewgaeste/AlmutvWedelstaedt.jpeg&quot; alt=&quot;Dr. Meike Vogel&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;250&quot;&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;p&gt; Dr. Almut von Wedelstaedt. Foto: Katrin Biller&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;i&gt;

Laura Käppele: Was kann man sich unter Public Humanities vorstellen? Wofür steht der Begriff?&lt;/i&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Almut von Wedelstaedt:&lt;/i&gt; Bei den Public Humanities geht es um Geisteswissenschaften in der Öffentlichkeit, also darum, dass geisteswissenschaftliches Arbeiten, Nachdenken und Schreiben nichts ist, was nur im Elfenbeinturm der akademischen Welt passiert, sondern auch Bezug zur Alltagswelt hat.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das kann man in verschiedenen Weisen betreiben. Zum einen kann man darauf scharfstellen, welche Relevanz eigentlich Geisteswissenschaften für bestimmte alltägliche Themen haben. Ein Beispiel wäre die Entwicklung von künstlicher Intelligenz. Da ist relativ klar, dass Geisteswissenschaften etwas dazu zu sagen haben, sei es, was überhaupt Intelligenz ist, oder sei es, wie man sich solche Szenarien vorstellen kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zum anderen gibt es das, was man unter das große Label Wissenschaftskommunikation fassen kann. Wie kann man das, was man an der Uni macht, so kommunizieren, dass es auch für Leute, die nicht an der Uni sind oder keinen universitären oder fachlichen Hintergrund haben, trotzdem verständlich ist. Dabei geht es dann in der Regel nicht darum, das in der Form von großen Vorlesungen zu machen oder überhaupt in einem Lehrenden-Studierenden-Verhältnis, sondern eher darum, Räume zu öffnen, in denen gemeinsames Nachdenken ermöglicht wird.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Ganze ist wesentlich interdisziplinär. Die Frage ist nicht, was die Philosophie, die Literaturwissenschaften oder die Geschichte im Einzelnen machen können, sondern es ist Bestandteil, die Geisteswissenschaften insgesamt in den Blick zu nehmen und eine Verbindung zur Öffentlichkeit herzustellen.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&amp;quot;Viele Geisteswissenschaften haben ähnliche Studienproblematiken.&amp;quot;&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

LK: Gibt es die Public Humanities als Projekt auch außerhalb von BiLinked?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;AvW:&lt;/i&gt; Bisher gab es das nicht, aber jetzt schon. Wir werden sehen, wie sich das nach BiLinked weiterentwickelt. Das Projekt hat gezeigt, dass es total fruchtbar sein kann, so zusammenzuarbeiten, weil viele Geisteswissenschaften ähnliche Studienproblematiken haben. Das Thema Berufsorientierung ist zum Beispiel für alle geisteswissenschaftlichen Studiengänge ein schwieriges. Auch wenn man sich anschaut, welche Kompetenzen man erwirbt, gibt es Ähnlichkeiten. Natürlich kann und sollte man das auch fachspezifisch aufschlüsseln, aber es bestehen eben Ähnlichkeiten, wie etwa die Erstellung von bestimmten Textarten. Hier zeigt sich, dass eine Zusammenarbeit sinnvoll ist und man wird sehen, wie sich das über BiLinked hinaus fortsetzen lässt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

LK: Welche Projekte gibt es denn im Rahmen von BiLinked in den Public Humanities?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;AvW:&lt;/i&gt; Da gibt es ganz unterschiedliche, aber alle haben irgendwas mit Lehren und Lernen zu tun. Wir handhaben das im Moment so, dass wir feste Kooperationspartner*innen haben, die in jedem Semester Lehrveranstaltungen anbieten, und dann zusätzlich immer eine Ausschreibung machen, bei der Lehrende sich mit eigenen Projekten bewerben können. Fest dazu gehört etwa die Philosophie. Im nächsten Semester gibt es hier zum Beispiel eine Veranstaltung zum Schreiben für die Öffentlichkeit. Da geht es darum, wie Philosoph*innen etwa für Magazine, Zeitungen und Blogs schreiben können. Auch die Literaturwissenschaft ist ein fester Kooperationspartner. Dort gab es jetzt zwei Veranstaltungen zu Podcasts, zuerst zu True Crime und dann zu Wissenschaftskommunikation. Die Kulturvermittlung hat Veranstaltungen zu Musik im virtuellen Raum gemacht. An einzelnen Projekten gab es zum Beispiel eins aus der Geschichtswissenschaft, wo geschaut wurde, wie man Blogs für die Lokalgeschichte einsetzen könnte. Außerdem gibt es eine Kooperation mit den Interdisziplinären Medienwissenschaften, in der in einer Lehrveranstaltung unter anderem die Klimabahn entwickelt wurde. Also eine Straßenbahn, die die Möglichkeit eröffnen soll, sich während der Fahrt über Klimawandel zu informieren. Das ist eine ganz eigene Herausforderung, weil die Zeitabstände zwischen den Haltestellen so kurz sind.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&amp;quot;Für uns stellt sich die Frage, ob es gute Möglichkeiten gibt, digitale Produkte in fachwissenschaftliche Seminare zu integrieren.&amp;quot;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

LK: Gibt es schon erste Ergebnisse, die man sich anschauen oder, im Fall der Podcasts, anhören kann?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;AvW:&lt;/i&gt; Ja, es gibt zum einen unsere Webseite, auf der die Podcasts aus dem letzten Semester gehört werden können. Zum anderen haben wir einen Instagram-Kanal, auf dem wir immer wieder unterschiedliche Dinge hochladen. Dort gibt es zum Beispiel eine Übersicht darüber, wie die Podcasts entstanden sind und eine Reihe, in der Absolvent*innen die Themen ihrer Abschlussarbeit vorstellen können. Wir haben uns gedacht, das ist etwas, was für Studierende oft eine Blackbox und mit vielen Fragen verbunden ist. Was sind mögliche Themen? Wie geht das? Gleichzeitig sind das oft Arbeiten, in die wahnsinnig viel investiert wird und dann werden sie einmal von Prüfer*innen gelesen und verschwinden in einer Schublade, obwohl es oft sehr spannende Themen sind. Durch unsere Interviewreihe haben andere Studierende die Möglichkeit, zu sehen, was da alles möglich ist.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Instagram-Account ist insgesamt ein Versuch, neben den Lehrveranstaltungen noch einen anderen Kanal aufzumachen, der ebenfalls das Thema Digitalisierung in den Geisteswissenschaften ins Auge fasst. Dort kann man fortlaufend verfolgen, was wir machen. Wir wollen aber auf unserer Webseite zusätzlich eine Art Mediathek aufbauen, in der man hoffentlich alle Produkte, die im Rahmen der Public Humanities entstehen, ansehen kann.

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

LK: Wie sollen die Projekte und die Ergebnisse von den Projekten weiterführend in Lehrveranstaltungen genutzt werden?
&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;
AvW:&lt;/i&gt; Das ist für uns tatsächlich eine große Frage, weil wir im Moment oft projektförmige Lehrveranstaltungen haben, die dann sehr stark darauf fokussiert sind, digitale Produkte zu erstellen, also zum Beispiel so etwas wie die Podcasts oder die Klimabahn. Für uns stellt sich die Frage, ob es gute Möglichkeiten gibt, solche digitalen Produkte und die Erstellung von diesen in ganz normale fachwissenschaftliche Seminare zu integrieren. Würde das etwas dazu beitragen, dass die Lehrveranstaltungen in irgendeiner Weise besser werden? Lernen Studierende dadurch mehr oder anders oder erwerben sie dadurch weitere Kompetenzen, die sie später für die Suche nach Berufen und die Orientierung am Berufsmarkt nutzen können? Und wie kann so etwas in normalen Veranstaltungen gelingen? Diese Fragen sind noch offen und werden uns über das Projekt hinweg begleiten.&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;&amp;quot;Die größte Herausforderung ist es, herauszukriegen, welche Berührungspunkte es gibt und wo eine Zusammenarbeit sinnvoll ist.&amp;quot;&amp;nbsp;&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;LK: Gibt es denn eine Zusammenarbeit der Public Humanities mit den anderen CoPs und wenn ja, wie sieht die aus?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;AvW:&lt;/i&gt; Es gibt bisher eher eine lose Zusammenarbeit. Wir machen jetzt aber einen gemeinsamen Workshop mit der CoP Data Literacy zum Thema Text Mining.
Die größte Herausforderung ist im Moment noch rauszukriegen, welche Berührungspunkte es gibt und wo eine Zusammenarbeit sinnvoll ist. Da wir sowieso schon so interdisziplinär und heterogen unterwegs sind, ist der Koordinationsaufwand innerhalb der eigenen CoPs manchmal schon relativ hoch. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;

Birte Stiebing: Tretet ihr als CoP eigentlich auch schon so an die Öffentlichkeit? Mit der Klimabahn gab es ja etwa eine Kooperation mit Mobiel. Habt ihr Pläne so etwas weiterzuführen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;AvW:&lt;/i&gt; Wir nehmen gerade Kontakt mit der Wissenswerkstatt auf. Wir dachten, dass das ein ausgezeichneter Ort in Bielefeld wäre, um vielleicht ein gemeinsames Projekt auf die Beine zu stellen. Das wird jetzt daran hängen, wie der ganze Bau dieses Ortes weitergeht. Meine Hoffnung ist aber auch, dass man vielleicht nach Corona gar nicht mehr unbedingt einen physischen Ort braucht, sondern auch einfach digital arbeiten kann.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wir planen für unsere Veranstaltung zum Schreiben in der Öffentlichkeit für Philosoph*innen im kommenden Semester auch Kooperationspartner*innen dazu zu holen, die eben in der Öffentlichkeit philosophisch schreibend tätig sind. Das haben wir auch im Bereich der Kulturvermittlung und der Literaturwissenschaft schon gemacht. Ich finde, das ist sehr sinnvoll, um das Thema Digitalisierung mit der Berufsorientierung zu verknüpfen. 
&lt;/p&gt;</content>
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      <title type="html">David Barber – Was macht eigentlich ein Justitiar?</title>
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      <published>2022-08-09T11:45:00+02:00</published>
      <updated>2023-01-17T13:37:38+01:00</updated>
      <category term="Innovative Lehrprojekte"
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          <category term="justitiar" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <summary type="html">&lt;p&gt;David Barber ist an der Universität Bielefeld als &lt;b&gt;Justitiar&lt;/b&gt; tätig und berät damit die Uni und ihre Angehörigen in rechtlichen Fragen. Ein besonderer Teil seiner Arbeit ist seine Tätigkeit für das hochschulweite Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;BiLinked&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam digitale Lehr-/Lernformate entwickeln und erproben. Bei der Umsetzung stehen die studentische Partizipation und Kollaboration im Fokus. Das langfristige Ziel des Projekts ist die Verankerung dieser Formate im Curriculum. Studierende und Lehrende aus insgesamt neun Fakultäten vernetzen sich in vier Communities of Practice zur interdisziplinären Zusammenarbeit. David unterstützt dabei Lehrende und Mitarbeitende als rechtlicher Berater bei Rechtsfragen, die mit dem Projekt zusammenhängen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/download/h/d/d/352969973/Original_346096217.jpeg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot; David Timothy Barber, Justitiar Foto: Beate Keuck&quot; src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/download/h/d/d/352969973/Original_346096217.jpeg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; David Barber, Justitiar, Foto: Beate Keuck&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Was genau macht also ein Justitiar besonders für BiLinked? Momentan sind das vor allem die Klärung von Fragen im Bereich Urheberrecht und offene Lizenzen, die Begleitung einer rechtssicheren Veröffentlichung von den im Projekt entstandenen Medien sowie die Beratung hinsichtlich des rechtlichen Schutzes von Forschungsergebnissen.&lt;/p&gt;
 
&lt;p&gt;Schon in der Konzeption und Vorbereitung einer Lehrveranstaltung ist David offen für rechtliche Fragen etwa in Bezug auf die Digitalisierung von Lehre und Prüfungen, den Einsatz bestimmter Lehrmedien oder die spätere Lizensierung von Projektergebnissen, so dass sich die Lehrenden voll und ganz auf die Lehre konzentrieren können und die geplante Lehrveranstaltung auf einer rechtssicheren Grundlage aufbaut.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;David wird aber nicht nur unterstützen, sondern auch dazu beitragen, dass die Projektbeteiligten für das rechtssichere Arbeiten sensibilisiert werden. So können rechtliche Hindernisse von vornherein vermieden werden.&lt;/p&gt;
 
&lt;p&gt;In diesem Zusammenhang wird David anhand häufig gestellter Fragen auch grundlegendere Ausarbeitungen oder Vorträge anbieten. Dabei ist er auch gerne bereit, Vorschläge und Fragen zu rechtlichen Problemen aus dem Alltag der Projektbeteiligten aufzugreifen und freut sich über Anrufe oder E-Mails.&lt;/p&gt;
 
&lt;p&gt;Auch bei Fragen rund um die verschiedenen Möglichkeiten zur Veröffentlichung von offenen Lehr-/Lernmaterialien (OER) ist er zusammen mit der ORCA.nrw Koordination der Universität Bielefeld Frank Homp ein richtiger Ansprechpartner.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;David kann also in vielen rechtlichen Fragen helfen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Weitere Informationen zu David und der rechtlichen Beratung bei BiLinked findet ihr &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/rechtliche-beratung/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;David Barber ist an der Universität Bielefeld als &lt;b&gt;Justitiar&lt;/b&gt; tätig und berät damit die Uni und ihre Angehörigen in rechtlichen Fragen. Ein besonderer Teil seiner Arbeit ist seine Tätigkeit für das hochschulweite Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;&lt;b&gt;BiLinked&lt;/b&gt;&lt;/a&gt;, in dem Studierende und Lehrende gemeinsam digitale Lehr-/Lernformate entwickeln und erproben. Bei der Umsetzung stehen die studentische Partizipation und Kollaboration im Fokus. Das langfristige Ziel des Projekts ist die Verankerung dieser Formate im Curriculum. Studierende und Lehrende aus insgesamt neun Fakultäten vernetzen sich in vier Communities of Practice zur interdisziplinären Zusammenarbeit. David unterstützt dabei Lehrende und Mitarbeitende als rechtlicher Berater bei Rechtsfragen, die mit dem Projekt zusammenhängen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;
&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/download/h/d/d/352969973/Original_346096217.jpeg&quot;&gt;&lt;img alt=&quot; David Timothy Barber, Justitiar Foto: Beate Keuck&quot; src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/pers_publ/download/h/d/d/352969973/Original_346096217.jpeg&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; David Barber, Justitiar, Foto: Beate Keuck&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;Was genau macht also ein Justitiar besonders für BiLinked? Momentan sind das vor allem die Klärung von Fragen im Bereich Urheberrecht und offene Lizenzen, die Begleitung einer rechtssicheren Veröffentlichung von den im Projekt entstandenen Medien sowie die Beratung hinsichtlich des rechtlichen Schutzes von Forschungsergebnissen.&lt;/p&gt;
 
&lt;p&gt;Schon in der Konzeption und Vorbereitung einer Lehrveranstaltung ist David offen für rechtliche Fragen etwa in Bezug auf die Digitalisierung von Lehre und Prüfungen, den Einsatz bestimmter Lehrmedien oder die spätere Lizensierung von Projektergebnissen, so dass sich die Lehrenden voll und ganz auf die Lehre konzentrieren können und die geplante Lehrveranstaltung auf einer rechtssicheren Grundlage aufbaut.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;David wird aber nicht nur unterstützen, sondern auch dazu beitragen, dass die Projektbeteiligten für das rechtssichere Arbeiten sensibilisiert werden. So können rechtliche Hindernisse von vornherein vermieden werden.&lt;/p&gt;
 
&lt;p&gt;In diesem Zusammenhang wird David anhand häufig gestellter Fragen auch grundlegendere Ausarbeitungen oder Vorträge anbieten. Dabei ist er auch gerne bereit, Vorschläge und Fragen zu rechtlichen Problemen aus dem Alltag der Projektbeteiligten aufzugreifen und freut sich über Anrufe oder E-Mails.&lt;/p&gt;
 
&lt;p&gt;Auch bei Fragen rund um die verschiedenen Möglichkeiten zur Veröffentlichung von offenen Lehr-/Lernmaterialien (OER) ist er zusammen mit der ORCA.nrw Koordination der Universität Bielefeld Frank Homp ein richtiger Ansprechpartner.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;David kann also in vielen rechtlichen Fragen helfen und mit Rat und Tat zur Seite stehen. Weitere Informationen zu David und der rechtlichen Beratung bei BiLinked findet ihr &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/bilinked/rechtliche-beratung/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</content>
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      <id>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/entry/bilinked_kollaboration_vernetzung_und_das</id>
      <title type="html">BiLinked – Kollaboration, Vernetzung und das Erarbeiten von Lehr-Lern-Materialien in interdisziplinären Teams</title>
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      <published>2022-06-28T12:10:00+02:00</published>
      <updated>2022-06-28T12:38:00+02:00</updated>
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          <category term="meikevogel" scheme="http://roller.apache.org/ns/tags/"/>
          <summary type="html">&lt;p&gt;Digitale Lehr- /Lernformate werden nicht erst seit Corona stark diskutiert, erforscht und erprobt. Mit BiLinked haben wir an der Universität Bielefeld ein interdisziplinäres Projekt ins Leben gerufen, das die studentische Partizipation und Kollaboration in der Hochschullehre in den Fokus rückt. Studierende und Lehrende aus diversen Disziplinen entwickeln gemeinsam neue Ideen für digitale Lehr- /Lernformate.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heute sprechen wir mit Meike Vogel, die die Projektleitung innehat.&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/Interviewgaeste/MeikeVogel_klein.png&quot; alt=&quot;Dr. Meike Vogel&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;167&quot;&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Dr. Meike Vogel&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;Birte Stiebing: Kannst du uns erst einmal deine Rolle in BiLinked erklären?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;Meike Vogel:&lt;/i&gt; Ich habe gemeinsam mit der Prorektorin Birgit Lütje-Klose die inhaltliche Projektleitung inne. Sie verantwortet das Projekt BiLinked von Seiten des Rektorats und ich bin vor allem für die Verzahnung innerhalb der Universität und für den Ablauf des Projektes verantwortlich. Johanna Springhorn ist auch noch mit im Boot als Koordinatorin für die interdisziplinäre Vernetzung aller Projektbeteiligten und für alle operativen Fragen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;„Die studentische Partizipation ist uns besonders wichtig.“&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Was bedeutet BiLinked und was ist das Ziel des Projekts?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; BiLinked ist das Akronym für Bielefelder Lehrinnovationen für kollaborative Entwicklung digitaler Lehr-/Lern Formate. Wir
wollten damit eine schöne Abkürzung entwickeln, die auch tatsächlich schon für die Ziele des Projekts spricht. Wir möchten mit diesem Projekt einen Link
herstellen, sowohl zwischen Lehrenden und Studierenden, als auch zwischen Studierenden untereinander. Das Ziel des Projekts ist es, digitale
Lehr-Lern-Formate zu entwickeln, die Studierende in ihren Selbstlernphasen begleiten, weil wir in der Corona-Zeit festgestellt haben, dass Studierende
einen Unterstützungsbedarf zur Vorstrukturierung in diesen Phasen haben. Die studentische Partizipation im BiLinked-Projekt ist uns besonders wichtig. Wir wollen, dass sich Studierende aktiv beteiligen an der Erstellung von digitalen Lehr-Lern-Formaten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Also sind auch Studierende direkt am Projekt beteiligt?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; Genau. Wir sind in vier verschiedenen Communities of Practice (CoP) organisiert und dort arbeiten mehrere Studierende als studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskräfte mit. Uns ist wichtig, dass sie nicht nur zur reinen organisatorischen Unterstützung da sind, sondern aktiv inhaltlich mitarbeiten und Lehr-Lern Formate selbst mit entwickeln. Wir haben außerdem noch eine Stelle hier im ZLL (Zentrum für Lehren und Lernen), die sich um diese studentische Partizipation und Kollaboration in der Hochschullehre kümmert, um diese weiter zu stärken. Dabei geht es uns darum, Studierende zu befähigen und ihnen das Rüstzeug zu geben, sich aktiv bei der Gestaltung von Lehr-/Lernszenarien zu beteiligen.&lt;br&gt;
Außerdem wird aktuell im BITS (Bielefelder IT-Servicezentrum) ein Digital Learning Lab eingerichtet, wo Studierenden medienpraktische Aspekte für die Ausbildung digitaler Kompetenzen vermittelt werden. Im Zuge des BiLinked-Projekts wird dieses Digital Learning Lab um weitere Module zur physischen und virtuellen Zusammenarbeit ergänzt.&lt;br&gt;
Wir werden außerdem eine Digital Change Maker Lokalgruppe gründen nach dem Vorbild des Hochschulforums Digitalisierung. In dieser Lokalgruppe engagieren sich Studierende bei Lehrentwicklungsprozessen und digitalen Lehr-Lern-Prozessen. Für uns ist es ein zentrales Ziel, dass Studierende aktiv partizipieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Du hast jetzt schon das ZLL, das BITS und Studierende erwähnt. Wie viele Einrichtungen und Personen sind denn insgesamt am Projekt beteiligt?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;„Involviert sind insgesamt neun Fakultäten und drei zentrale Einrichtungen“&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; Das ist gar nicht so einfach, weil sehr viele Personen involviert sind. Das BiLinked-Projekt ist interdisziplinär angelegt und beinhaltet nicht nur die Entwicklung und Erprobung digitaler Lehr-/Lernformate durch Lehrende und Studierende, sondern es werden zudem unterschiedliche Unterstützungsangebote in der
Zentralverwaltung der Universität bereitgestellt. Im Projekt sind 22 Personen angestellt. Hinzu kommen aber die Koordinator*innen aller vier CoPs und einige Lehrende, die in verschiedener Form in das Projekt eingebunden werden – beispielsweise durch die Durchführung von Lehrveranstaltungen – und externe
Kooperationspartner*innen. Von daher sind es deutlich mehr Personen als die 22, die jetzt explizit über das Projekt eingestellt sind. Involviert sind insgesamt
neun Fakultäten und drei zentrale Einrichtungen: das ZLL zur Förderung studentischer Partizipation und Kollaboration, das BITS mit dem Digital Learning Lab und das Dezernat für Studium und Lehre mit einer rechtlichen Beratung für Lehrende.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: BiLinked ist in vier CoPs unterteilt: Data Literacy, Inklusionssensible Lehrer*innen Bildung, MINTconnect und Public Humanities. Woran arbeiten die vier CoPs hauptsächlich?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; In der CoP Data Literacy – eigentlich Data Literacy Education – geht es darum, eine Sensibilität für den Umgang mit Daten zu entwickeln. Studierende sollen also erlernen, wie Daten generiert, bewertet und dargestellt werden. Zu diesem ganzen Prozess, der im Zusammenhang mit dem Umgang größerer Datenmengen steht, sollen Studierende einen Zugang finden und das ganz konkret ausprobieren in Projekten. In dieser CoP wird aus ganz verschiedenen fachlichen Perspektiven (Erziehungswissenschaften, Geschichte, Linguistik und Literaturwissenschaft und Biologie) der Umgang mit Daten erprobt und Studierende in Projekten mit einbezogen. Zum Beispiel wird mit Daten der Kommune oder zur Corona-Entwicklung gearbeitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die CoP Inklusionssensible Lehrer*innenbildung erprobt in Kooperation mit ausgewählten Schulen mit Lehrkräften, Fachdidaktiker*innen der Universität und Lehramtsstudierenden gemeinsam in Tridems Lehr-Lern-Szenarien, in denen kollaborativ an der Erstellung von Unterrichtsmaterialien gearbeitet wird. Es sind sechs
verschiedene Fachdidaktiken involviert und dadurch entsteht ebenfalls eine sehr interdisziplinäre Herangehensweise.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann gibt es die CoP MINTconnect, das sind die technisch-naturwissenschaftlichen Fächer. Beteiligt sind die Technische Fakultät sowie die Fakultäten für Chemie
und Biologie. Dort geht es vor allem um ein Theorie-Praxis-Konnex und es werden die Praktika in naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen in den Blick
genommen. So wird beispielsweise an der Technischen Fakultät eine App entwickelt, mit der man in Laborpraktika besser Daten aufbereiten und diese in
Ergebnisse umsetzen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schließlich gibt es dann noch die CoP Public Humanities. Dort geht es darum, wie man in den Geisteswissenschaften medienpraktische Formate in der Lehre einsetzen kann, weil das später oft in den Berufsfeldern erforderlich ist. Dazu gehört beispielsweise die Erstellung von Podcasts zur Wissenschaftskommunikation,
3D-Animationen oder Webseiten sowie die Entwicklung zugehöriger Lehr-Lern-Einheiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Wir haben jetzt schon gemerkt, dass die CoPs sehr diverse Felder abdecken. Wie bringt man das wieder unter einen Hut und wie arbeiten diese CoPs dann
zusammen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; Die CoPs sind in sich bereits interdisziplinär angelegt. Das ist erst mal eine Herausforderung und ein großer Mehrwert des Projekts, dass die Lehrenden, die sowieso interdisziplinär unterwegs sind, zusammenarbeiten für die einzelnen thematischen CoPs. In der CoP Data Literacy wird zum Beispiel nach Wegen
gesucht, wie man auch kollaborativ Inhalte entwickeln kann. Einen Austausch über die Communities of Practice hinweg haben wir unter anderem durch thematische Runden, in denen wir uns zweimal im Semester treffen. In diesen Treffen gestaltet jeweils eine CoP einen thematischen Impuls zu den Themen, an den aktuell gearbeitet wird. Beim letzten Mal ging es dabei etwa um das Aufsetzen von digitalen Selbstlerneinheiten. Da haben wir das noch digital gemacht, ich hoffe aber, dass wir uns auch mal wieder in echt bei Kaffee und Kuchen treffen können. Außerdem möchten wir den Austausch über das Projekt in die gesamte Universität anregen. Einmal im Semester veranstalten wir daher eine Sonderausgabe des im Zentrum für Lehren und Lernen etablierten Formats der LehrBar, das insbesondere weitere interessierte Lehrende adressiert. In der letzten „LehrBar BiLinked“ wurde beispielsweise das bereits erwähnte digitale Assistenzsystem aus der CoP MINTconnect vorgestellt und sogar praktisch ausprobiert. Durch diesen projektinternen und übergreifenden Austausch entsteht in den kommenden Jahren ein sich kontinuierlich weiterentwickelndes Netzwerk aus Lehrenden, Studierenden und Mitarbeiter*innen der zentralen Einrichtungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Das Projekt hat eine beschränkte Laufzeit. Wie werden die Ergebnisse, die in den zwei Jahren zusammenkommen, im Unialltag verstetigt?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; Idealerweise sollen jetzt Lehr-Lern-Materialien entstehen, die auch über die Projektlaufzeit hinaus Bestand haben werden. Die Lehrenden arbeiten in ihren unterschiedlichen Fächern an diesen Modellen und Konzepten und die werden ins Curriculum und in die zukünftigen Lehrveranstaltungen einfließen. Es ist schon ein wichtiges Ziel, dass die jetzt entwickelten Materialien und das Netzwerk weiterhin aktiv genutzt werden. Der Aufbau des Digital Learning Labs ist ebenfalls ein sehr zentraler Projektbaustein. Dabei wollen wir ausloten, wie so ein Digital Learning Lab aussehen sollte, welche Unterstützung Lehrende und Studierende dort suchen und was wir für die Zukunft brauchen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Ist das Digital Learning Lab ein tatsächlicher Ort, an dem sich Lehrende und Studierende begegnen können?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; Es wird einen physischen Teil in den Räumlichkeiten bei eLearning.Medien geben. Damit knüpfen wir an die bereits bestehende Medienpraxis an. Und dann wird es aber auch einen virtuellen Teil des Digital Learning Labs geben, in dem verschiedene Tools zur Verfügung stehen, wo Studierende und Lehrende kollaborativ arbeiten können.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;„Ich bin sehr gespannt, wenn wir uns nach diesem Sommersemester treffen und ein Gefühl dafür bekommen, wie die praktische Umsetzung bisher verläuft“&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Gibt es etwas im Projekt, worauf du dich in der näheren Zukunft am meisten freust? Gibt es schon einen geplanten Meilenstein?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; Wir sind letzten Sommer losgelaufen, haben die Stellen besetzt und jetzt sind wir im zweiten Semester, in dem Lehrveranstaltungen und -formate ausprobiert werden. Ich bin sehr gespannt, wenn wir uns nach diesem Sommersemester treffen und ein Gefühl dafür bekommen, wie die praktische Umsetzung bisher verläuft. Das BiLinked-Projekt wird durch eine forschungsorientierte Evaluation begleitet, die von Nele Sonnenschein und Anna-Maria Kamin aus der Erziehungswissenschaft verantwortet wird. Ich bin sehr gespannt auf diese Ergebnisse, die gleichzeitig einen Rückblick und Ausblick im Projektkontext ermöglichen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Wie können wir uns über das Projekt weiter informieren?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; Wir haben eine Webseite: &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/bilinked/&quot;&gt;https://www.uni-bielefeld.de/bilinked/&lt;/a&gt;.
Das ist der beste Weg, sich zu informieren. Außerdem werden im Zuge von BiLinked verschiedene &lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/tags/bilinked&quot;&gt;Blog-Beiträge auf inno.teach&lt;/a&gt; erstellt zu Formaten, Veranstaltungen und Statusberichten im Projekt. Wir versuchen, die Webseite möglichst aktuell zu halten und jedem das zu geben, was ihn interessiert. Die Ansprechpartner*innen für das Projekt sind Birgit Lütje-Klose und ich als Projektleitung oder Johanna Springhorn als
Projektkoordination. An uns kann man sich jederzeit wenden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Außerdem gibt es ein &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/accounts/login/?next=/unibie_public_humanities/&quot;&gt;Profil auf Instagram&lt;/a&gt;, das die Public Humanities aufgesetzt haben und einen &lt;a href=&quot;https://twitter.com/CoP_inklu_LULBi&quot;&gt;Twitter-Kanal&lt;/a&gt; der Inklusionssensiblen Lehrer*innenbildung. Dort informieren diese beiden CoPs über ihre Projekte und Lehrveranstaltungen innerhalb von BiLinked.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;Geschrieben von Laura Käppele &amp;amp; Birte Stiebing&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;</summary>
          <content type="html">&lt;p&gt;Digitale Lehr- /Lernformate werden nicht erst seit Corona stark diskutiert, erforscht und erprobt. Mit BiLinked haben wir an der Universität Bielefeld ein interdisziplinäres Projekt ins Leben gerufen, das die studentische Partizipation und Kollaboration in der Hochschullehre in den Fokus rückt. Studierende und Lehrende aus diversen Disziplinen entwickeln gemeinsam neue Ideen für digitale Lehr- /Lernformate.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Heute sprechen wir mit Meike Vogel, die die Projektleitung innehat.&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/resource/Interviewgaeste/MeikeVogel_klein.png&quot; alt=&quot;Dr. Meike Vogel&quot; width=&quot;250&quot; height=&quot;167&quot;&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; Dr. Meike Vogel&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;Birte Stiebing: Kannst du uns erst einmal deine Rolle in BiLinked erklären?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;Meike Vogel:&lt;/i&gt; Ich habe gemeinsam mit der Prorektorin Birgit Lütje-Klose die inhaltliche Projektleitung inne. Sie verantwortet das Projekt BiLinked von Seiten des Rektorats und ich bin vor allem für die Verzahnung innerhalb der Universität und für den Ablauf des Projektes verantwortlich. Johanna Springhorn ist auch noch mit im Boot als Koordinatorin für die interdisziplinäre Vernetzung aller Projektbeteiligten und für alle operativen Fragen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;„Die studentische Partizipation ist uns besonders wichtig.“&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Was bedeutet BiLinked und was ist das Ziel des Projekts?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; BiLinked ist das Akronym für Bielefelder Lehrinnovationen für kollaborative Entwicklung digitaler Lehr-/Lern Formate. Wir
wollten damit eine schöne Abkürzung entwickeln, die auch tatsächlich schon für die Ziele des Projekts spricht. Wir möchten mit diesem Projekt einen Link
herstellen, sowohl zwischen Lehrenden und Studierenden, als auch zwischen Studierenden untereinander. Das Ziel des Projekts ist es, digitale
Lehr-Lern-Formate zu entwickeln, die Studierende in ihren Selbstlernphasen begleiten, weil wir in der Corona-Zeit festgestellt haben, dass Studierende
einen Unterstützungsbedarf zur Vorstrukturierung in diesen Phasen haben. Die studentische Partizipation im BiLinked-Projekt ist uns besonders wichtig. Wir wollen, dass sich Studierende aktiv beteiligen an der Erstellung von digitalen Lehr-Lern-Formaten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Also sind auch Studierende direkt am Projekt beteiligt?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; Genau. Wir sind in vier verschiedenen Communities of Practice (CoP) organisiert und dort arbeiten mehrere Studierende als studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskräfte mit. Uns ist wichtig, dass sie nicht nur zur reinen organisatorischen Unterstützung da sind, sondern aktiv inhaltlich mitarbeiten und Lehr-Lern Formate selbst mit entwickeln. Wir haben außerdem noch eine Stelle hier im ZLL (Zentrum für Lehren und Lernen), die sich um diese studentische Partizipation und Kollaboration in der Hochschullehre kümmert, um diese weiter zu stärken. Dabei geht es uns darum, Studierende zu befähigen und ihnen das Rüstzeug zu geben, sich aktiv bei der Gestaltung von Lehr-/Lernszenarien zu beteiligen.&lt;br&gt;
Außerdem wird aktuell im BITS (Bielefelder IT-Servicezentrum) ein Digital Learning Lab eingerichtet, wo Studierenden medienpraktische Aspekte für die Ausbildung digitaler Kompetenzen vermittelt werden. Im Zuge des BiLinked-Projekts wird dieses Digital Learning Lab um weitere Module zur physischen und virtuellen Zusammenarbeit ergänzt.&lt;br&gt;
Wir werden außerdem eine Digital Change Maker Lokalgruppe gründen nach dem Vorbild des Hochschulforums Digitalisierung. In dieser Lokalgruppe engagieren sich Studierende bei Lehrentwicklungsprozessen und digitalen Lehr-Lern-Prozessen. Für uns ist es ein zentrales Ziel, dass Studierende aktiv partizipieren.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Du hast jetzt schon das ZLL, das BITS und Studierende erwähnt. Wie viele Einrichtungen und Personen sind denn insgesamt am Projekt beteiligt?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;„Involviert sind insgesamt neun Fakultäten und drei zentrale Einrichtungen“&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; Das ist gar nicht so einfach, weil sehr viele Personen involviert sind. Das BiLinked-Projekt ist interdisziplinär angelegt und beinhaltet nicht nur die Entwicklung und Erprobung digitaler Lehr-/Lernformate durch Lehrende und Studierende, sondern es werden zudem unterschiedliche Unterstützungsangebote in der
Zentralverwaltung der Universität bereitgestellt. Im Projekt sind 22 Personen angestellt. Hinzu kommen aber die Koordinator*innen aller vier CoPs und einige Lehrende, die in verschiedener Form in das Projekt eingebunden werden – beispielsweise durch die Durchführung von Lehrveranstaltungen – und externe
Kooperationspartner*innen. Von daher sind es deutlich mehr Personen als die 22, die jetzt explizit über das Projekt eingestellt sind. Involviert sind insgesamt
neun Fakultäten und drei zentrale Einrichtungen: das ZLL zur Förderung studentischer Partizipation und Kollaboration, das BITS mit dem Digital Learning Lab und das Dezernat für Studium und Lehre mit einer rechtlichen Beratung für Lehrende.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: BiLinked ist in vier CoPs unterteilt: Data Literacy, Inklusionssensible Lehrer*innen Bildung, MINTconnect und Public Humanities. Woran arbeiten die vier CoPs hauptsächlich?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; In der CoP Data Literacy – eigentlich Data Literacy Education – geht es darum, eine Sensibilität für den Umgang mit Daten zu entwickeln. Studierende sollen also erlernen, wie Daten generiert, bewertet und dargestellt werden. Zu diesem ganzen Prozess, der im Zusammenhang mit dem Umgang größerer Datenmengen steht, sollen Studierende einen Zugang finden und das ganz konkret ausprobieren in Projekten. In dieser CoP wird aus ganz verschiedenen fachlichen Perspektiven (Erziehungswissenschaften, Geschichte, Linguistik und Literaturwissenschaft und Biologie) der Umgang mit Daten erprobt und Studierende in Projekten mit einbezogen. Zum Beispiel wird mit Daten der Kommune oder zur Corona-Entwicklung gearbeitet.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Die CoP Inklusionssensible Lehrer*innenbildung erprobt in Kooperation mit ausgewählten Schulen mit Lehrkräften, Fachdidaktiker*innen der Universität und Lehramtsstudierenden gemeinsam in Tridems Lehr-Lern-Szenarien, in denen kollaborativ an der Erstellung von Unterrichtsmaterialien gearbeitet wird. Es sind sechs
verschiedene Fachdidaktiken involviert und dadurch entsteht ebenfalls eine sehr interdisziplinäre Herangehensweise.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dann gibt es die CoP MINTconnect, das sind die technisch-naturwissenschaftlichen Fächer. Beteiligt sind die Technische Fakultät sowie die Fakultäten für Chemie
und Biologie. Dort geht es vor allem um ein Theorie-Praxis-Konnex und es werden die Praktika in naturwissenschaftlich-technischen Studiengängen in den Blick
genommen. So wird beispielsweise an der Technischen Fakultät eine App entwickelt, mit der man in Laborpraktika besser Daten aufbereiten und diese in
Ergebnisse umsetzen kann.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Schließlich gibt es dann noch die CoP Public Humanities. Dort geht es darum, wie man in den Geisteswissenschaften medienpraktische Formate in der Lehre einsetzen kann, weil das später oft in den Berufsfeldern erforderlich ist. Dazu gehört beispielsweise die Erstellung von Podcasts zur Wissenschaftskommunikation,
3D-Animationen oder Webseiten sowie die Entwicklung zugehöriger Lehr-Lern-Einheiten.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Wir haben jetzt schon gemerkt, dass die CoPs sehr diverse Felder abdecken. Wie bringt man das wieder unter einen Hut und wie arbeiten diese CoPs dann
zusammen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; Die CoPs sind in sich bereits interdisziplinär angelegt. Das ist erst mal eine Herausforderung und ein großer Mehrwert des Projekts, dass die Lehrenden, die sowieso interdisziplinär unterwegs sind, zusammenarbeiten für die einzelnen thematischen CoPs. In der CoP Data Literacy wird zum Beispiel nach Wegen
gesucht, wie man auch kollaborativ Inhalte entwickeln kann. Einen Austausch über die Communities of Practice hinweg haben wir unter anderem durch thematische Runden, in denen wir uns zweimal im Semester treffen. In diesen Treffen gestaltet jeweils eine CoP einen thematischen Impuls zu den Themen, an den aktuell gearbeitet wird. Beim letzten Mal ging es dabei etwa um das Aufsetzen von digitalen Selbstlerneinheiten. Da haben wir das noch digital gemacht, ich hoffe aber, dass wir uns auch mal wieder in echt bei Kaffee und Kuchen treffen können. Außerdem möchten wir den Austausch über das Projekt in die gesamte Universität anregen. Einmal im Semester veranstalten wir daher eine Sonderausgabe des im Zentrum für Lehren und Lernen etablierten Formats der LehrBar, das insbesondere weitere interessierte Lehrende adressiert. In der letzten „LehrBar BiLinked“ wurde beispielsweise das bereits erwähnte digitale Assistenzsystem aus der CoP MINTconnect vorgestellt und sogar praktisch ausprobiert. Durch diesen projektinternen und übergreifenden Austausch entsteht in den kommenden Jahren ein sich kontinuierlich weiterentwickelndes Netzwerk aus Lehrenden, Studierenden und Mitarbeiter*innen der zentralen Einrichtungen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Das Projekt hat eine beschränkte Laufzeit. Wie werden die Ergebnisse, die in den zwei Jahren zusammenkommen, im Unialltag verstetigt?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; Idealerweise sollen jetzt Lehr-Lern-Materialien entstehen, die auch über die Projektlaufzeit hinaus Bestand haben werden. Die Lehrenden arbeiten in ihren unterschiedlichen Fächern an diesen Modellen und Konzepten und die werden ins Curriculum und in die zukünftigen Lehrveranstaltungen einfließen. Es ist schon ein wichtiges Ziel, dass die jetzt entwickelten Materialien und das Netzwerk weiterhin aktiv genutzt werden. Der Aufbau des Digital Learning Labs ist ebenfalls ein sehr zentraler Projektbaustein. Dabei wollen wir ausloten, wie so ein Digital Learning Lab aussehen sollte, welche Unterstützung Lehrende und Studierende dort suchen und was wir für die Zukunft brauchen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Ist das Digital Learning Lab ein tatsächlicher Ort, an dem sich Lehrende und Studierende begegnen können?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; Es wird einen physischen Teil in den Räumlichkeiten bei eLearning.Medien geben. Damit knüpfen wir an die bereits bestehende Medienpraxis an. Und dann wird es aber auch einen virtuellen Teil des Digital Learning Labs geben, in dem verschiedene Tools zur Verfügung stehen, wo Studierende und Lehrende kollaborativ arbeiten können.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;„Ich bin sehr gespannt, wenn wir uns nach diesem Sommersemester treffen und ein Gefühl dafür bekommen, wie die praktische Umsetzung bisher verläuft“&lt;/h2&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Gibt es etwas im Projekt, worauf du dich in der näheren Zukunft am meisten freust? Gibt es schon einen geplanten Meilenstein?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; Wir sind letzten Sommer losgelaufen, haben die Stellen besetzt und jetzt sind wir im zweiten Semester, in dem Lehrveranstaltungen und -formate ausprobiert werden. Ich bin sehr gespannt, wenn wir uns nach diesem Sommersemester treffen und ein Gefühl dafür bekommen, wie die praktische Umsetzung bisher verläuft. Das BiLinked-Projekt wird durch eine forschungsorientierte Evaluation begleitet, die von Nele Sonnenschein und Anna-Maria Kamin aus der Erziehungswissenschaft verantwortet wird. Ich bin sehr gespannt auf diese Ergebnisse, die gleichzeitig einen Rückblick und Ausblick im Projektkontext ermöglichen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;BS: Wie können wir uns über das Projekt weiter informieren?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;MV:&lt;/i&gt; Wir haben eine Webseite: &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/bilinked/&quot;&gt;https://www.uni-bielefeld.de/bilinked/&lt;/a&gt;.
Das ist der beste Weg, sich zu informieren. Außerdem werden im Zuge von BiLinked verschiedene &lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/innoteach/tags/bilinked&quot;&gt;Blog-Beiträge auf inno.teach&lt;/a&gt; erstellt zu Formaten, Veranstaltungen und Statusberichten im Projekt. Wir versuchen, die Webseite möglichst aktuell zu halten und jedem das zu geben, was ihn interessiert. Die Ansprechpartner*innen für das Projekt sind Birgit Lütje-Klose und ich als Projektleitung oder Johanna Springhorn als
Projektkoordination. An uns kann man sich jederzeit wenden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Außerdem gibt es ein &lt;a href=&quot;https://www.instagram.com/accounts/login/?next=/unibie_public_humanities/&quot;&gt;Profil auf Instagram&lt;/a&gt;, das die Public Humanities aufgesetzt haben und einen &lt;a href=&quot;https://twitter.com/CoP_inklu_LULBi&quot;&gt;Twitter-Kanal&lt;/a&gt; der Inklusionssensiblen Lehrer*innenbildung. Dort informieren diese beiden CoPs über ihre Projekte und Lehrveranstaltungen innerhalb von BiLinked.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;i&gt;Geschrieben von Laura Käppele &amp;amp; Birte Stiebing&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;</content>
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