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Praktiker*innen im Gespräch Teil 27

Veröffentlicht am 26. Juli 2022

 ::Außeruniversitäre Karrieren::

Praktiker*innen im Gespräch Teil 27

 

Viele Wege führen aus der BGHS. Aber wohin führen Wege nach der Promotion konkret? Wir sprechen mit Historiker*innen und Sozialwissenschaftler*innen, die ihren Beruf außerhalb der Universität ergriffen haben. Andrea Schneider-Braunberger hat mit uns über ihre Tätigkeit für die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. und die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte mbH gesprochen.

 

[Abbildung 1: Andrea Schneider-Braunberger]

 

Frau Schneider-Braunberger, Sie haben 1996 in Geschichte promoviert. Wenn Sie sich an den Einstieg in Ihren Beruf erinnern: Wie haben Sie den Einstieg gefunden? 

Andrea Schneider-Braunberger: Mein Einstieg war, glaube ich, unüblich. Am Tag nach der Disputation meiner Doktorarbeit habe ich einen amüsanten Anruf bekommen von meinem Doktorvater. Er hat mir davon erzählt, dass bei der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (GUG) die Position der Geschäftsführung zu besetzen ist, und mich gefragt, ob ich in der Lage bin, auf Englisch Geschäftsbriefe zu formulieren. Das konnte ich tatsächlich sehr gut, weil ich während meines Studiums in einem Schreibbüro gearbeitet habe. Dann habe ich mich noch am selben Tag hier beworben, wurde am zweiten Tag nach meiner Disputation zum Vorstellungsgespräch eingeladen, und bekam den Job. Ich hatte mich damals auch beim Deutschen Historischen Museum auf eine Volontariatsstelle und auf eine Stelle als Referentin beim Deutschen Bundestag beworben. Es hätte also auch ganz anders kommen können. – Aber so bin ich, ohne dass ich das Ziel gehabt hätte, auf die Position geraten, auf der ich bis heute arbeite.

 

Wenige Tage nach der Disputation Geschäftsführerin zu sein: Wie haben Sie das erlebt?

Andrea Schneider-Braunberger: Ich fand es reizvoll, einen Beruf zu finden, in dem ich das im Geschichtsstudium erworbene Wissen anwenden kann. Gleichzeitig muss ich sagen: Ich habe Neuere Geschichte studiert und dort promoviert, aber über Unternehmensgeschichte wusste ich nichts. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Es war eine meiner ersten Aufgaben in meinem ersten Jahr hier bei der GUG, ein Symposium zu organisieren. Das war 1996. Ich habe damals die Liste der Themen der GUG-Symposien seit ihrer Gründung 1976 durchgesehen. Und da ist mir aufgefallen: Nationalsozialismus war nicht auf dieser Liste. Das wäre ein spannendes Thema! Das Symposium zum Nationalsozialismus hat dann Anfang 1997 tatsächlich hier stattgefunden. Zur gleichen Zeit wurde in den USA Druck auf die Deutsche Bank und die Allianz AG ausgeübt, die eigene NS-Geschichte aufzuarbeiten. Und erst nach dem Symposium war auch in Deutschland klar: Man muss Unternehmensgeschichte im NS aufarbeiten. Also, rückblickend würde ich sagen: Dieses Symposium zum Nationalsozialismus hat auch stattgefunden, weil ich ein bisschen naiv war.

 

Sie arbeiten für die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte. Wo arbeiten Sie genau? 

Andrea Schneider-Braunberger: Als die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V.1976 gegründet wurde, hatte sie die Aufgabe, als außeruniversitäre Institution das Thema Unternehmensgeschichte zu stärken: einerseits durch die Organisation wissenschaftlicher Tagungen, Symposien und Arbeitskreise, andererseits durch die Herausgabe der „Zeitschrift für Unternehmensgeschichte“. Diese Aufgaben haben wir als Gesellschaft für Unternehmensgeschichte bis heute. Darüber hinaus führen wir als gemeinnütziger Verein auch zum Beispiel ein Projekt durch, in dem wir Material zur Unternehmensgeschichte für den Schulunterricht entwickeln. Neben diesen gemeinnützigen Aktivitäten sind wir wirtschaftlich tätig: Seit den 1980er Jahren wird die GUG von Unternehmen beauftragt, entweder ein Unternehmensarchiv aufzubauen oder eine Studie durchzuführen; sei es zu einer speziellen Frage, sei es zur gesamten Unternehmensgeschichte. Dadurch, dass wir immer mehr Aufträge von Unternehmen bekommen haben, kamen wir vor gut zehn Jahren an eine Grenze, die wir als gemeinnütziger Verein nicht überschreiten dürfen: mehr als die Hälfte unserer Umsätze im wirtschaftlichen Bereich zu erzeugen. Deshalb haben wir 2012 die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte mbH gegründet.

 

Sie leiten die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte. Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben? 

Andrea Schneider-Braunberger: Erstens konzipiere ich unsere wissenschaftlichen Projekte: im Hinblick auf ihren Inhalt und auf ihr Budget. Zweitens habe ich die Rolle einer Vermittlerin zwischen verschiedenen Akteur*innen: Auf der einen Seite ist es in den Unternehmen meine Aufgabe, zu erklären, warum es wichtig ist, Unternehmensgeschichte wissenschaftlich aufzuarbeiten, und was wissenschaftliches Arbeiten in diesem Zusammenhang bedeutet. Auf der anderen Seite ist es meine Aufgabe, gegenüber unseren auf Honorarbasis beschäftigten Autor*innen für das Vertrauen zu sorgen, dass es bei uns keine Schönschreibereien gibt; und dass die wissenschaftliche Freiheit der Autor*innen gewährleistet ist. Manchmal kommt auch die Presse als Stakeholder dazu. Es ist also eine Übersetzungsarbeit, die ich zwischen verschiedenen sozialen Welten habe. Drittens habe ich als Geschäftsführerin kaufmännische Aufgaben, Vertragsangelegenheiten zu erledigen oder auch strategische Planungen voranzutreiben.

 

Welche Tipps haben Sie für Promovierende aus Soziologie und Geschichtswissenschaft, die sich für Ihr Tätigkeitsfeld interessieren?

Andrea Schneider-Braunberger: Sammeln Sie praktische Erfahrungen, um herauszufinden, wo die eigenen Leidenschaften, Stärken oder auch Schwächen liegen! Zum einen sind die Arbeitswelten, in denen Historiker*innen oder Soziolog*innen arbeiten, ja sehr verschieden. Zum anderen lernen wir in diesen Arbeitswelten auch über uns selbst: Für manche Menschen ist es großartig, mit vielen Menschen zu tun zu haben oder in der Gruppe zu arbeiten. Und andere finden sich als Einzelkämpfer*innen, etwa im Keller eines Archivs, gut zurecht.

 

Frau Schneider-Braunberger, vielen Dank für das Gespräch.


Das Gespräch führte Ulf Ortmann.

Das gesamte Interview findet Ihr hier: pdf.

Weiterführende Informationen zu dem Projekt "Außeruniversitäre Karriere" findet Ihr hier, die vorherigen Interviews der Reihe sind hier verfügbar. 

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Gute Nachrichten

Veröffentlicht am 19. Juli 2022

Rechtzeitig zur Sommerpause gibt es Erfreuliches aus der BGHS zu berichten.

Erstens ist es uns gelungen, die Stelle unserer Koordinatorin für Internationalisierung, Clara Buitrago, um ein Jahr zu verlängern. Clara bleibt uns also noch bis Ende Juni 2024 erhalten. Darüber freuen wir uns sehr!

Zweitens haben wir drei neue Promovierende für die im Frühjahr ausgeschriebenen BGHS-Stellen gewinnen können. Uns erwarten spannende Promotionsprojekte in der Fakultät für Soziologie, die hervorragende Anknüpfungsmöglichkeiten in die Geschichtswissenschaft bieten.

Und drittens waren wir mit unserem Antrag im Graduate School Scholarship Programme des DAAD erfolgreich, das nicht von den derzeit diskutierten Sparmaßnahmen betroffen ist. Wir können also Ende August zwei DAAD-Promotionsstipendien für internationale Kandidat*innen insbesondere aus Entwicklungs- und Schwellenländern ausschreiben (Stipendienbeginn: Oktober 2023).

Und dann freuen wir uns noch ganz besonders mit unseren BGHS-Mitgliedern, die in diesem Jahr ihre Promotionen abschließen konnten:

Lasse Bjoern Lassen (Geschichtswissenschaft): The “Castro Doctrine”: Cuban Diplomacy in Global Solidarity Organizations 1959-1967. Propagating Democracy of the Marginalized and Defending National Sovereignty in a Hostile World (10.01.2022)

Georg Kessler (Soziologie): Kriminalität im jungen Erwachsenenalter - Bedeutung für kriminologische Theoriebildung und Methodologie (09.02.2022)

Laura Lükemann (Soziologie): Gender inequalities in German work organizations: differences in claims-making for career progress and working time adjustment (14.02.2022)

Torben Möbius (Geschichtswissenschaft): Das Management ständigen Wandels: konkurrenzförmige Vergleichspraktiken der deutschen und der US-amerikanischen Eisen- und Stahlindustrie (1870–1940) (16.02.2022)

Jan-Holm Sussieck (Soziologie): Populismus. Die Zuschreibung illegitimer Volksorientierung in der Bundesrepublik Deutschland (03.03.2022)

Isabell Diekmann (Soziologie): Good Muslims, bad Islam? Zur differenzierten Betrachtung feindlicher Einstellungen gegenüber Menschen und Religion (14.03.2022)

Eileen Peters (Soziologie): Relational inequalities at work: How are social inequalities between cate-gorically different groups (re-) produces in local workplace contexts? (15.03.2022)

Ayomide Kolawole (Soziologie): The Ideas and Politics of Universal Social Pensions in the Global South: A Comparative Analysis (07.04.2022)

Katrin Weible (Soziologie): Social citizenship for “the poor”? Large N data construction, conceptualization, and comparative analysis of social cash transfers across the global South (04.05.2022)

Karsten Pieper (Soziologie): Publikumsbeobachtung im digitalen Wandel. Massen und Verdatung am Beispiel publizistischer Printmedien (11.05.2022)

Paul-Matthias Tyrell (Geschichtswissenschaft): „Only a stream between…“ Lokale Strategien im Umgang mit der „Filterfunktion“ der Grenze am Detroit River in den 1920er Jahren (01.06.2022)

Bastian Bredenkötter (Soziologie): Mobile Manager als Boundary Spanner. Eine Untersuchung der Grenzstellenarbeit in multinationalen Unternehmen (21.06.2022)

Marcus B. Carrier (Geschichtswissenschaft): Der Wert von Methoden - Methodenwahl in der forensischen Toxikologie des 19. Jahrhunderts im deutsch-französischen Vergleich (21.07.2022)

Lili Zhu (Geschichtswissenschaft): Deutsch-chinesischer Waffenhandel (1922-1941). Eine Verflechtungsgeschichte (06.07.2022)

Jan Handelmann (Soziologie): (Zwischen) Wissen und Nichtwissen: Vorstellungen von Fachleitungen zur Professionalität sozialwissenschaftlicher Lehrkräfte (07.07.2022)

Johannes Nagel (Geschichtswissenschaft): U.S. Military Reform and the Observation of the World, 1865–1905 (18.07.2022)

Wir gratulieren sehr herzlich und wünschen weiterhin viel Erfolg!

Last but not least noch eine Mitteilung in eigener Sache: Vom 08. bis 28. August geht die BGHS-Geschäftsstelle in die Sommerpause. Wir sind dann nicht zu erreichen. Dringende Angelegenheiten sollten also am besten sofort erledigt werden.

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Ausgezeichnete Doktorarbeiten

Veröffentlicht am 30. Juni 2022

Ausgezeichnete Doktorarbeiten

Die Universitätsgesellschaft Bielefeld (UGBi) hat am 29. Juni die Preise für die besten Doktorarbeiten der Universität Bielefeld verliehen. Auch zwei Absolvent*innen der BGHS wurden für ihre Abschlussarbeiten ausgezeichnet:

Stefan Laffin befasste sich in seiner Dissertation „Ein „Befreier“, der nicht mehr geht? Die alliierte Besatzung Süditaliens, 1943-1947“ mit dem von Konfliktlinien geprägten Konstrukt dieser alliierten Besatzung, die gekennzeichnet war von inneren Widersprüchen zwischen militärischen und politischen Funktionslogiken, Spannungen im alliierten Binnenverhältnis und von den Interaktionen zwischen Besatzern und Besetzten. Im Moment lehrt und forscht Stefan am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover.

Abb. 1: Stefan Laffin (©Lena Wöhler/ Universität Hannover)

Vera Linke zeigt in ihrer Arbeit „Common Grounds. A Study of the Shared Foundations of Today’s Separate Spheres of Insurance“, dass die Privat- und Sozialversicherung aus einem gemeinsamen fachlichen Diskurs im 19. Jahrhundert hervorging, anders als die Forschung vermuten lassen würde, die beide als getrennte Sphären betrachtet: Darin konstituierte sich das gegenwärtige Verständnis von Versicherung als Vergesellschaftung von Risiken durch Organisation. Vera arbeitet zurzeit am Institut für Controlling und Unternehmensrechnung an der Helmut-Schmidt Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.

Abb. 2: Dr. Vera Linke (© Vera Linke)

Die BGHS gratuliert den beiden Alumni sehr herzlich zu ihrer Auszeichnung!

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Linie 4: Der Erbstreit der Hohenzollern und die ‚Wahrheiten‘ der Geschichtswissenschaft

Veröffentlicht am 13. Juni 2022

Linie 4: Der Erbstreit der Hohenzollern und die ‚Wahrheiten‘ der Geschichtswissenschaft

Stellt die Geschichtswissenschaft ein authentisches Bild der Vergangenheit bereit oder bietet sie unterschiedliche Erzählungen von Geschichte an, angesiedelt irgendwo zwischen Fiktion und Faktizität? Dieser Frage widmet sich Jan Gräber in der öffentlichen Vortragsreihe Linie 4, die die BGHS gemeinsam mit der vhs Bielefeld veranstaltet. In seinem Vortrag „Welche Gegenwart erzeugt eigentlich die Geschichtswissenschaft? Eine Auseinandersetzung mit dem hohenzollerschen Erbstreit“ setzt er sich mit dem Beispiel des Erbstreits der Hohenzollern mit dem Land Brandenburg auseinander, in dem es um Schlösser, Kulturgüter, Geld und nicht zuletzt auch um Ansehen geht. In den Diskussionen um den Erbstreit steht neben den juristischen und politischen Fragestellungen besonders prominent der Umstand des „erheblichen Vorschubs“ im Mittelpunkt, also die Frage, ob die Hohenzollern wesentlichen Anteil am Aufstieg und Machterhalt des Nationalsozialismus hatten. Bei diesem Streitpunkt liefert die Geschichtswissenschaft die wesentliche und wissenschaftliche Expertise und entscheidet dementsprechend mit über die Erbberechtigung der Hohenzollern. Der Streitfall macht aber auch klar, dass es nicht um eine schnelle oder gar richtige Antwort auf historische Fragen geht. Vielmehr erweist er sich als Ringen um historische Wahrheit und ihre Konsequenzen für die Gegenwart. Dies führt schließlich zur Frage, welche Gegenwart die Geschichtswissenschaft mit ihren Geschichtsdeutungen eigentlich erzeugt.

Jan Gräber hat Geschichts- und Politikwissenschaften an der Universität Tübingen studiert und promoviert in der BGHS in Geschichtswissenschaft zum Thema „Die Widersprüchlichkeit einer eingreifenden Geschichte“.

Der Vortrag findet am Montag, 20. Juni 2022 um 18.15 Uhr im Murnau-Saal in der vhs Bielefeld, Ravensberger Park 1, statt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Hier findet Ihr Informationen über die Linie 4 und die Vorträge der Reihe.

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Linie 4: Algorithmen in der Arbeitswelt

Veröffentlicht am 1. Juni 2022

Linie 4: Algorithmen in der Arbeitswelt

 

Die Vergabe von Krediten, die Belegung von Maschinen oder die Personalauswahl – immer häufiger setzen Unternehmen und andere Arbeitsorganisationen digitale Techniken ein, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Grundlegend dafür sind Algorithmen, das heißt eindeutige Handlungsvorschriften, die mathematische Probleme lösen. In der öffentlichen Vortragsreihe Linie 4, die die BGHS gemeinsam mit der vhs Bielefeld veranstaltet, beschäftigt sich Elisa Gensler mit den Herausforderungen und Chancen, die der Einsatz von Algorithmen in der Arbeitswelt auf die Beschäftigten haben kann. In ihrem Vortrag „Ich bin kein Roboter“ – Wenn Algorithmen Entscheidungsprozesse in der Arbeitswelt übernehmen“ fragt sie nach der Bedeutung, die Algorithmen jetzt schon für Arbeitsprozesse haben, und den Auswirkungen auf die Selbstbestimmung von Beschäftigten, wenn Algorithmen die Entscheidungen prägen oder sie ihnen sogar vollständig abnehmen.

Elisa Gensler arbeitet seit 2019 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut für Kognition und Robotik (CoR-Lab) und im Arbeitsbereich „Technischer und Sozialer Wandel“ an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Seit 2019 ist sie auch Doktorandin im interdisziplinären NRW-Forschungskolleg „Gestaltung von flexiblen Arbeitswelten (Arbeit 4.0)“ und in der BGHS. Sie promoviert zum Thema „Die Gestaltung und Bewertung algorithmischer Steuerung und Kontrolle in Arbeitsorganisationen und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsautonomie von Beschäftigten“. Sie hat Soziologie an den Universitäten Bamberg und Bielefeld studiert.

Der Vortrag findet am Montag, 13. Juni 2022 um 18.15 Uhr im Murnau-Saal in der vhs Bielefeld, Ravensberger Park 1, statt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Hier findet Ihr Informationen über die Linie 4 und die Vorträge der Reihe.

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Praktiker*innen im Gespräch Teil #26

Veröffentlicht am 31. Mai 2022

::Außeruniversitäre Karrieren::

Praktiker*innen im Gespräch #Teil 26

Viele Wege führen aus der BGHS. Aber wohin führen Wege nach der Promotion konkret? Wir sprechen im Sommersemester mit Historiker*innen und Sozialwissenschaftler*innen, die ihren Beruf außerhalb der Universität ergriffen haben. Urs Ruf hat mit uns über seine Tätigkeit bei der Technologieberatungsstelle NRW beim DGB NRW e.V. (TBS NRW) gesprochen.


Abbildung 1: Urs Ruf

Herr Ruf, Sie haben 1999 an der Fakultät für Soziologie promoviert. Wenn Sie sich an den Einstieg in Ihren Beruf erinnern: Wie haben Sie den Einstieg gefunden?

Urs Ruf: Nach der Promotion war meine Jobsuche nicht einfach. Das war im Jahr 2000: Als die erste große Internetblase auf ihren Höhepunkt zusteuerte und wenig später platzte. Ich hatte eine Affinität zur IT und meine Theorie war: Wenn man lesen und schreiben kann, findet man im wachsenden IT-Sektor einen Job. Über Bekannte bin ich dann ins Gespräch gekommen mit einer IT-Firma, die schon länger als SAP-Beratung tätig war und damals ins Internetgeschäft einstieg. Ich wurde dort angestellt und habe mich dann ins IT-Geschäft reingefuchst. Also, ich habe mich nach der Promotion um 180 Grad gedreht, um in Lohn und Brot zu kommen.

Wie sind Sie zu Ihrer aktuellen Position gekommen?

Urs Ruf: Über eine Stellenanzeige in der Zeitung. Die TBS NRW hatte 2003 an ihrem Standort Bielefeld eine Position als Technologieberater für Betriebsräte ausgeschrieben. Da hab ich mich beworben und gesagt: Wenn die mich nicht nehmen, dann haben die den Schuss nicht gehört. Denn ich hatte mittlerweile gute IT-Beratungskenntnisse, einen sozialwissenschaftlichen Hintergrund, eine Berufsausbildung als Werkzeugmacher, Erfahrung bei der Arbeit in betrieblichen Interessenvertretungen und war Gewerkschaftsmitglied. Die Stelle wurde mir tatsächlich angeboten, und so bin ich zur TBS gekommen

Sie arbeiten für die Technologieberatungsstelle NRW beim DGB NRW. Wo arbeiten Sie genau?


Abbildung 2: Logo der TBS NRW

 

Urs Ruf: Die TBS NRW ist ein eingetragener Verein, der vom Arbeitsministerium NRW und vom DGB NRW getragen wird. Wir beraten betriebliche Interessenvertretungen: Betriebsräte, Personalräte oder – im kirchlichen Bereich – Mitarbeiter*innenvertretungen. Eine Angelegenheit, bei der ein Betriebsrat mitzubestimmen hat, ist die Einführung von IT-Systemen, die Verhaltens- und Leistungskontrolle von Arbeitnehmer*innen ermöglichen. Deshalb heißen wir Technologieberatungsstelle. Wir unterstützen Interessenvertretungen zum Beispiel dabei, herauszufinden: Wo ist Verhaltens- und Leistungskontrolle mithilfe des neuen technischen Systems möglich? Wie kann die Verhaltens- und Leistungskontrolle technisch oder organisatorisch so gestaltet werden, dass die Kontrolle nicht übermäßig ist? Und wie können Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite in dieser Sache Kompromisse miteinander finden? Andere Angelegenheiten betrieblicher Mitbestimmung sind zum Beispiel Arbeitszeit und Gesundheit. Wir beraten also auf der betrieblichen Ebene, insbesondere bei Konflikten zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite. Darüber hinaus organisieren wir Fachtagungen zu Themen wie psychische Belastung am Arbeitsplatz; oder auch Arbeitskreise, in denen Vertreter*innen aus verschiedenen Unternehmen derselben Branche zusammenkommen.

Sie leiten die Technologieberatungsstelle NRW. Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben?

Abbildung 3: Urs Ruf bei der Arbeit

Urs Ruf: Das kann ich mich jeden Morgen fragen. Wichtig ist vor allem, dass wir mit unseren Angeboten aktuelle Themen ansprechen, fachlich qualifiziert sind und das Ohr am Bedarf unserer Kund*innen haben. Dafür sind unsere Beschäftigten der entscheidende Faktor: Es ist wichtig, dass unsere Leute eine gute Arbeit haben; dass sie für ihre Arbeit gut qualifiziert sind; und dass das Betriebsklima gut ist. Als Leitung organisiere ich die internen Prozesse, mit denen an diesen Themen gearbeitet wird. Schließlich ist es eine meiner Aufgaben, die Vernetzung mit unseren Trägern und Partnern zu stärken. Das sind vor allem das Arbeitsministerium und die Gewerkschaften, aber auch Arbeitgeberverbände oder Forschungseinrichtungen, um nur einige zu nennen.

Welche Tipps haben Sie für Promovierende aus Soziologie und Geschichtswissenschaft, die sich für Ihr Tätigkeitsfeld interessieren?

Urs Ruf: Mein erster Tipp ist: Nehmen Sie Kontakt mit Leuten auf, die in der Beratung tätig sind! Der Kontakt mit den Leuten bietet zum Beispiel Gelegenheit, um herauszufinden, was mir an meiner beruflichen Tätigkeit wichtig ist: Der Kontakt mit Menschen? Oder vielleicht, dass ich etwas herstelle? Mein zweiter Tipp ist: Wenn man ein Faible dafür hat, in wechselnden Konstellationen unterwegs zu sein, dann kann Beratung das passende Tätigkeitsfeld sein. Man muss das mögen: Jeder Tag kann zu einer anderen Uhrzeit starten, führt an andere Orte. Und wenn man denkt: Jetzt haben wir hier ein längeres Projekt, dann kann es morgen auch schon wieder vorbei sein. Weil die Auftraggeber*innen sagen: Wir haben die Prioritäten geändert. Drittens will ich noch eine Erfahrung aus der Zeit kurz nach meiner Promotion teilen: Ich habe über Nomaden in Westafrika promoviert, um dann anschließend in einer ostwestfälischen Internetfirma zu arbeiten. Dort hatte ich Kolleg*innen mit Abschlüssen in Biologie, Theologie oder Physik. Also, ich würde sagen: Wenn man an der Uni gelernt hat, sich in Themen einzuarbeiten, dann kann man sich auch neue Tätigkeitsfelder erschließen. Vorausgesetzt, man erlaubt sich, zu sagen: Das war ein schöner Lebensabschnitt – und jetzt mach ich was Neues.

Herr Ruf, vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Ulf Ortmann.

Das gesamte Interview findet Ihr hier:

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Weiterführende Informationen zu dem Projekt "Außeruniversitäre Karriere" findet Ihr hier, die vorherigen Interviews der Reihe sind hier verfügbar.

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Linie 4: Solidarität unter Nachbar*innen

Veröffentlicht am 17. Mai 2022

Linie 4: Solidarität unter Nachbar*innen

Nachbar*innen organisieren, gesellschaftliche Vereinsamung überwinden, Solidarität aufbauen und gemeinsam gegen Unrecht kämpfen. Diesen und ähnlichen Themen widmen sich Stadtteilbasisgruppen in Deutschland, die in jüngster Vergangenheit versuchen, eine lebendige Politik von unten in ihrem Stadtteil zu initiieren. Mit der Arbeit von Stadtteilbasisgruppen beschäftigt sich Marie-Sophie Borchelt in der öffentlichen Vortragsreihe Linie 4, die die BGHS gemeinsam mit der vhs Bielefeld veranstaltet. In ihrem Vortrag „Solidarität unter Nachbar*innen – politisches Handeln von unten erläutert sie, was Stadtteilbasisarbeit eigentlich ist und wie das geht. Informationen aus erster Hand liefert dabei ein Aktivist aus einer Stadtteilbasisgruppe, der darüber berichtet, wie es gelingen kann, Nachbar*innen zum politischen Handeln zu motivieren.

Marie-Sophie Borchelt arbeitet seit 2019 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Politik und Gesellschaft der Universität Bielefeld und promoviert seit 2020 an der BGHS zum Thema „Raus aus der Subkultur – Rein in die Gesellschaft: Perspektiven zur Überwindung gesellschaftlicher Marginalität am Beispiel von Stadtteil(basis)arbeit in außerparlamentarischen linken Kontexten in der Bundesrepublik“. Sie hat in Bielefeld Gender Studies, Deutsch als Fremdsprache und Germanistik sowie Spanisch studiert.

Der Vortrag findet am Montag, 30. Mai 2022 um 18.15 Uhr im Murnau-Saal in der vhs Bielefeld, Ravensberger Park 1, statt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Hier findet Ihr Informationen über die Linie 4 und die Vorträge der Reihe.

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Praktiker*innen im Gespräch Teil #25

Veröffentlicht am 10. Mai 2022

::Außeruniversitäre Karrieren::

Praktiker*innen im Gespräch #Teil 25

Viele Wege führen aus der BGHS. Aber wohin führen Wege nach der Promotion konkret? Wir sprechen im Sommersemester mit Historiker*innen und Sozialwissenschaftler*innen, die ihren Beruf außerhalb der Universität ergriffen haben. Nicole Zielke hat mit uns über ihre Tätigkeit bei der Theaterwerkstatt Bethel gesprochen.


Abbildung 1: Nicole Zielke

Nicole, Du hast 2019 an der Fakultät für Soziologie promoviert. Wenn Du Dich an den Einstieg in Deinen Beruf erinnerst: Wie hast Du den Einstieg gefunden?

Nicole Zielke: Ich habe während meines Studiums hier in der Theaterwerkstatt Bethel ein Praktikum gemacht. Das war 2008. Und ich bin geblieben – in unterschiedlichsten Anstellungsverhältnissen: von freiberuflicher Arbeit über drittmittelfinanzierte Projektstellen bis zu meiner aktuellen Stelle, die immerhin zu 17 Prozent entfristet ist. Also, ich habe hier schon während des Studiums und während der Promotion gearbeitet. Die Tätigkeiten waren sehr verschieden: Ich hatte zum Beispiel eine Stelle, um die Theaterwerkstatt konzeptionell weiterzuentwickeln. Dann hatte ich eine Stelle, um mit der Theaterwerkstatt Quartiersarbeit für Menschen unter anderem mit Unterstützungsbedarfen zu machen – in Bethel, in anderen Stadtteilen aber auch im ländlichen Raum. Und ich hatte freiberuflich Aufträge, bei Theaterproduktionen als Dramaturgin zu arbeiten oder Ensembles anzuleiten.

Wie bist Du zu Deiner aktuellen Position gekommen?

Nicole Zielke: Indem ich über die Theaterwerkstatt Bethel einen Projektantrag an die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur geschrieben habe. Der Antrag wurde genehmigt, und das Projekt hat zum Ziel, unser künstlerisches Arbeiten zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Die Methode, die wir hier seit 2005 für die künstlerische Praxis in heterogenen Gruppen entwickelt haben, nennt sich „Volxtheater“. Bei der Entstehung unserer Theaterstücke kooperieren erfahrene und weniger erfahrene Theaterspieler*innen miteinander. Dieses Zusammenspiel von Menschen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen, mit und ohne Beeinträchtigung nehmen wir in diesem Projekt unter die Lupe und erweitern unsere Konzepte insbesondere um die Theaterarbeit mit digitalen Mitteln.

Du arbeitest für die Theaterwerkstatt Bethel. Wo arbeitest Du genau?

Nicole Zielke: Die Theaterwerkstatt Bethel ist ein kleines soziokulturelles Zentrum und freies Theater, das durch die von Bodelschwinghschen Stiftungen grundfinanziert ist. Wir sind drei Mitarbeiter*innen, die hier angestellt sind. Zudem haben wir freie Mitarbeitende. Und es gibt Mitspieler*innen, die hier in ihrer Freizeit Theater machen. Das können Theaterproduktionen mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen sein. Die Mitspieler*innen in unseren Ensembles sind Schüler*innen, Senior*innen, Berufstätige, Studierende, Theaterinteressierte oder Menschen, die ambulant oder stationär in Bethel oder anderen Stadtteilen betreut werden. Neben den Theaterproduktionen haben wir noch eine Reihe weiterer Arbeitsbereiche, wie zum Beispiel den „Fachdienst Darstellende Künste“. Hier arbeiten wir eng mit stationären und ambulanten Institutionen in Bethel zusammen und unterstützen Klient*innen mit hohem Unterstützungsbedarf dabei, sich mit künstlerischen Mitteln auszudrücken, um selbstbestimmter leben zu können. Zweitens organisieren wir Workshops und Konferenzen zu den Themen Inklusion und Diversität. Und drittens moderieren wir Kommunikations- und Netzwerkprozesse wie jetzt zum Beispiel zu den Rochedale-Kasernen im Bielefelder Osten. Die Kasernen wurden bis 2020 von der britischen Armee genutzt, und wir werden zusammen mit der NRW-weiten Plattform TRANSURBAN einen Prozess moderieren, um Bürger*innen an diesem Stadtplanungsprojekt zu beteiligen: Welche Vorstellungen haben Anwohner*innen von der zukünftigen Nutzung der Kaserne? Und wie sollte das Gelände gestaltet werden?

Abbildung 2a und 2b: Nicole Zielke bei der Arbeit

Du bist Projektkoordinatorin und künstlerische Leitung. Was sind Deine – vielleicht: drei – wichtigsten Aufgaben?

Nicole Zielke: Das ist erstens das Ensemblemanagement. Also, ich moderiere die Theaterproduktionen und halte das Ensemble zusammen. Zweitens akquiriere ich die Auftritte, bin in Kommunikation mit den Veranstalter*innen und verantwortlich für die Logistik. Drittens habe ich viel mit der inhaltlichen Entwicklung der Theaterstücke zu tun. Viertens spiele ich bei den Theaterstücken auch mit. Das sind meine Aufgaben als künstlerische Leitung. Gleichzeitig bin ich aber auch mit der Akquise von Projektmitteln, der Öffentlichkeitsarbeit oder der Koordination des Netzwerks von freien Mitarbeitenden beschäftigt. Aber Du hast ja nach den wichtigsten drei Aufgaben gefragt. (lacht)

Welche Tipps hast Du für Promovierende aus Soziologie und Geschichtswissenschaft, die sich für Dein Tätigkeitsfeld interessieren?

Nicole Zielke: Für mich war es damals wichtig, Praxiserfahrung hier im Kunst- und Kulturbetrieb zu sammeln. Um nur einen Aspekt zu nennen: Künstlerische Praxis in sehr vielen, wechselnden Gruppenkonstellationen kann sehr anregend, aber auch sehr herausfordernd sein. Das musste ich für mich klären, ob ich mich darauf einlassen will. Und dann habe ich gute Erfahrungen mit Karriereplangesprächen beim Career Service gemacht. Dort habe ich nämlich über mich gelernt: Ich werde nicht mein Geld mit Wissenschaft verdienen, aber ich will damit in Kontakt bleiben. Ich nehme bis heute Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen an, um Seminare zu qualitativen Methoden oder im Bereich der Alternsforschung zu geben.

Nicole, vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Ulf Ortmann.

Das gesamte Interview findet Ihr hier:

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Linie 4: Die Gedenkstätte Buchenwald im Wandel politischer Interessen

Veröffentlicht am 3. Mai 2022

Linie 4: Die Gedenkstätte Buchenwald im Wandel politischer Interessen

Wie wird Geschichte für politische Zwecke benutzt und instrumentalisiert? Dieser Frage widmet sich Christoph Herkströter in der öffentlichen Vortragsreihe Linie 4, die die BGHS gemeinsam mit der vhs Bielefeld veranstaltet. In seinem Vortrag „Erinnerung als politisches Mittel. Die Gedenkstätte Buchenwald zwischen Antifaschismus der DDR und Opfergedenken der BRD“ betrachtet er am Beispiel der Gedenkstätte Buchenwald, wie unterschiedlich die Vergangenheit gedeutet werden kann und wie die Geschichte und das Gedenken dabei in Anspruch genommen werden. Nachdem Buchenwald während des Nationalsozialismus als Konzentrationslager und in der Nachkriegszeit als sowjetisches Speziallager genutzt worden war, wurde es später von der SED-Führung zu einer „Nationalen Mahn- und Gedenkstätte“ ausgebaut, um an die antifaschistischen Widerstandskämpfer*innen zu erinnern. Nach der Wende 1989/90 löste man sich von der Vermittlung des sozialistischen Antifaschismus und wandte sich dem Gedenken der Opfer zu. Im Vortrag geht es aber nicht nur um die politische Instrumentalisierung der Geschichte Buchenwalds, Christoph Herkströter wird einen Einblick geben, wie er als Geschichtswissenschaftler ein solch komplexes Thema erforscht.

Christoph Herkströter arbeitet seit 2020 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Zeitgeschichte der Universität Bielefeld und promoviert seitdem an der BGHS zum Thema „Geschichtsräume im Wandel. Die museale Vermittlung der deutschen Zeitgeschichte in Ost- und Westdeutschland seit 1958“. Er hat in Bielefeld Geschichtswissenschaft und Germanistik studiert und war von 2015 bis 2020 als wissenschaftliche Hilfskraft im Arbeitsbereich „Geschichte als Beruf“ tätig. Während seines Studiums wirkte er zudem an einigen Ausstellungen mit und bringt diese praktische Erfahrung in den Vortrag ein.

Der Vortrag findet am Montag, 16. Mai 2022 um 18.15 Uhr im Murnau-Saal in der vhs Bielefeld, Ravensberger Park 1, statt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Hier findet Ihr Informationen über die Linie 4 und die Vorträge der Reihe.

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Linie 4: Ein Büro in den Tropen

Veröffentlicht am 26. April 2022

Linie 4: Ein Büro in den Tropen

Was haben eigentlich deutsche Konsuln im 19. Jahrhundert in Südamerika gemacht? Und wie kann man das erforschen? Diesen Fragen geht Tim Rieke in der öffentlichen Vortragsreihe Linie 4 nach, die die BGHS gemeinsam mit der vhs Bielefeld veranstaltet. In seinem Vortrag „Deutsche Bürokratie in tropischen Gefilden – Wie können Historiker*innen zu deutschen Konsuln in Südamerika im 19. Jahrhundert forschen?“ begleitet er anhand von unterschiedlichen Quellendokumenten deutsche Staatsvertreter des 19. Jahrhunderts in Übersee. Die Dokumente zeigen die vielfältigen Tätigkeiten der Konsuln, die Informationen an Behörden und Firmen vermittelten, den Handel fördern sollten und Ansprechpartner für ihre Landsleute im Ausland waren. Wie bei einem Puzzle geht es darum, diese Quellen zusammenzusetzen. Der Vortrag gibt aber nicht nur Einblicke in die Tätigkeiten der Konsuln, sondern auch in die Arbeitsweise eines Historikers im Bereich der transnationalen Geschichte.

Tim Rieke hat in Bielefeld und Bologna Geschichtswissenschaft und Germanistik studiert und promoviert seit 2021 in der Geschichtswissenschaft an der BGHS zum Thema „The socio-cultural role of German consuls in 19th century South America“. Er ist Promotionsstipendiat der Gerda-Henkel-Stiftung und ganz unbürokratisch durch den zufälligen Fund eines Quellentextes zu seinem Thema gekommen.

Der Vortrag findet am Montag, 02. Mai 2022 um 18.15 Uhr im Murnau-Saal in der vhs Bielefeld, Ravensberger Park 1, statt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Hier findet Ihr Informationen über die Linie 4 und die Vorträge der Reihe.

Gesendet von NKäufler in Allgemein

BGHS-International Workshop

Veröffentlicht am 19. April 2022

BGHS-International Workshop "Social Movements on the Move: Interdisciplinary perspectives on global and local practices of street action, identity politics and remembrance." (19.-20. Mai 2022)

Die BGHS veranstaltet am 19. und 20. Mai den internationalen Workshop "Social Movements on the Move: Interdisciplinary perspectives on global and local practices of street action, identity politics and remembrance". Es handelt sich um die erste BGHS-Veranstaltung vor Ort nach mehr als zwei Jahren, die durch die Einschränkungen als Folge der Corona-Pandemie geprägt waren. Das Konzept des Workshops folgt den Grundprinzipien der BGHS von Interdisziplinarität, Internationalität und der Förderung der Eigeninitiative von Promovierenden auf dem Weg zur „Forscher*innenpersönlichkeit“. Gemäß dieser Prinzipien soll der Austausch, die Vernetzung und die Zusammenarbeit zwischen Promovierenden und erfahrenen Wissenschaftler*innen gefördert werden. Als erfahrene Wissenschaftler*innen nehmen Professor*innen der BGHS, des internationalen NEOLAiA-Netzwerks und der strategischen Partneruniversitäten der Universität Bielefeld teil.

Der Workshop bringt Expert*innen für soziale Frauenbewegungen, Arbeiter*innenbewegungen, Straßenaktionen innerhalb demokratischer Regime in Europa, neuere soziale und Volksbewegungen in Lateinamerika und Gedenkpraktiken zusammen. Die folgenden Gastdozent*innen haben ihre Teilnahme bestätigt:

  • Prof. Izabela Dahl - Universität Örebro / Gastdozentin am Institut für Geschichte
  • Prof. Natalia Krzyzanowska - Universität Örebro
  • Prof. Nicole Horáková - Universität Ostrava
  • Prof. Marica Tolomelli - Universität Bologna
  • Prof. Geoff Cubitt - Universität von York
  • Prof. Miguel Urrego - Universität Guadalajara/ CALAS Gast

 

Am ersten Tag des Workshops am Donnerstag, den 19. Mai, werden 13 Doktorand*innen, die im Rahmen des Calls ausgewählt wurden, in vier Gruppen Kurzvorträge halten. Die Vorträge basieren auf ihren Promotionsprojekten, die sie mit renommierten Expert*innen unserer internationalen Partneruniversitäten diskutieren werden. Dieses Format basiert auf unseren Erfahrungen mit dem BGHS Research Retreat. Darüber hinaus werden am Freitag, den 20. Mai, sechs Professor*innen der Universität Bielefeld und Gastdozent*innen unserer Partneruniversitäten in zwei Gesprächsrunden relevante Fragen zu sozialen Bewegungen und den Herausforderungen einer globalen Gesellschaft diskutieren. Ferner werden verschiedene soziale Aktivitäten und Informationsveranstaltungen den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, Ideen und Erfahrungen auszutauschen. Die sozialen Aktivitäten stehen der gesamten BGHS-Community offen. Hier gibt es das Programm.

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Welcome Day Sommersemester 2022

Veröffentlicht am 14. April 2022

Welcome Day Sommersemester 2022

:: 10 neue Doktorand:innen an der BGHS ::

Am Dienstag, den 12. April, fand der BGHS-Welcome Day im Sommersemester 2022 statt, aufgrund der aktuellen unsicheren Coronalage über Zoom. Die BGHS-Direktor:innen Klaus Weinhauer und Ruth Ayaß begrüßten die neuen Promovierenden, die dann Gelegenheit hatten, sich selbst vorzustellen und die Promovierendenvertreter:innen und die Mitarbeitenden der BGHS-Geschäftsstelle kennenzulernen. Anschließend führte Sabine Schäfer in das Ausbildungs- und Studienprogramm der BGHS ein. Wir wünschen allen neuen Mitgliedern einen schönen Anfang der Promotion an der BGHS.

Neue BGHS Promovierende und ihre Forschungsprojekte:

  • Iris Bartelt (Soziologie): Reconstructing the International Labour Organization’s embeddedness in its inter-organizational environment
  • Sarah Brunsmeier (Soziologie): Social integration at the digitalized workplace: Investigating direct and indirect effects of digital assistance systems on workplace relationships
  • Kai-Sören Falkenhain (Soziologie): Zivilgesellschaftliche Integration durch Konflikt? Funktionen, Verläufe und Folgen migrantischer und nichtmigrantischer Konflikte in Duisburg
  • Michael Götzelmann (Geschichtswissenschaft): Vergleichen in alternativen Weltentwürfen vergangener Gegenwarten
  • Dorothée Grünholz (Soziologie): Vom Sinn und Unsinn der ökonomischen Sicherheit – Machtvergleiche in Deutschland, Frankreich und Großbritannien
  • Meng-Hsi Pan (Soziologie): Chinese Diaspora in Germany and their “Chinese Dream”: An Analysis of Chinese Nationalism through the Lens of Migration
  • Katrin Rickmeier (Soziologie): Effects of Local Labour Market Conditions on Individual Labour Market Behaviour in Germany
  • Stephan Schütze (Soziologie): Internal Migration and the Transformation of Regional Electorates
  • Phanmika Sua-Ngam-Iam (Soziologie): Dienstwege in der öffentlichen Verwaltung - Empirische Fallstudie eines zugelassenen kommunalen Kreis-Jobcenters
  • Natia Tsaritova (Soziologie): The Role of Inter-Organizational Cooperation for the Arctic Council and the Advancement of Sustainable Development in the Arctic
  • Die Präsentation des Welcome Days ist hier zu finden:

    Komplettversion als PDF

     

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„Linie 4“ – Neues aus der Forschung von Algorithmen bis zu den Hohenzollern

Veröffentlicht am 24. März 2022

„Linie 4“ – Neues aus der Forschung von Algorithmen bis zu den Hohenzollern

Im Mai und Juni 2022 findet zum sechsten Mal die öffentliche Vortragsreihe „Linie 4 – Neues aus der sozialwissenschaftlichen und historischen Forschung“ statt, die von der Bielefelder Graduiertenschule für Geschichtswissenschaft und Soziologie (BGHS) in Kooperation mit der vhs Bielefeld organisiert wird. Fünf Doktorandinnen und Doktoranden der BGHS stellen anschaulich und verständlich ihre aktuellen Forschungsarbeiten vor und diskutieren sie mit Besucherinnen und Besuchern der vhs. Die Vorträge finden immer montags von 18.15-20 Uhr im Murnau-Saal der vhs Bielefeld im Ravensberger Park statt.

Den Anfang macht am 2. Mai der Historiker Tim Rieke mit einem Vortrag über deutsche Konsuln in Südamerika im 19. Jahrhundert. Dabei geht es nicht nur um die Tätigkeiten der Konsuln, sondern auch um die Frage, wie ein Historiker das Puzzle der unterschiedlichen Quellen zusammensetzt und daraus schlau wird. Christoph Herkströter, ebenfalls Historiker, widmet sich dann am 16. Mai der Gedenkstätte Buchenwald und fragt danach, wie Erinnerung als politisches Mittel genutzt wird. Er vergleicht dazu die Perspektive der DDR, die den Antifaschismus in den Vordergrund stellte, mit der Sichtweise der BRD, in der es vor allem um das Opfergedenken ging. Nach diesen Vorträgen, die sich mit offizieller Politik beschäftigen, erforscht die Sozialwissenschaftlerin Marie-Sophie Borchelt am 30. Mai die Möglichkeiten, durch „Politik von unten“ Solidarität unter Nachbarn zu stiften. Sie lädt dazu einen Aktivisten ein, der im Gespräch mit ihr sein Engagement in der Stadtteilbasisarbeit vorstellt. Am 13. Juni geht es dann um ein aktuelles Thema aus der Arbeitswelt. Die Sozialwissenschaftlerin Elisa Gensler schaut sich den Einsatz von Algorithmen in verschiedenen Arbeitsbereichen an und fragt nach den Chancen und Risiken, die sich für die Beschäftigten daraus ergeben. Den Abschluss der Reihe bildet der Historiker Jan Gräber am 20. Juni mit seinem Beitrag über den Erbstreit des Landes Brandenburg mit den Hohenzollern. Dabei stellt er die wichtige Frage: Welche Gegenwart erzeugt eigentlich die Geschichtswissenschaft?

Die fünf Vorträge bieten einen kleinen Einblick in die Breite der wissenschaftlichen Forschung, die an der BGHS betrieben wird. Wie in den Vorjahren soll es aber vor allem um den Austausch der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Publikum in der vhs Bielefeld gehen. Anschauliche Vorträge, kluge Nachfragen und spannende Diskussionen sollen die Universität und die Stadt Bielefeld einander noch ein Stückchen näherbringen.

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Praktiker*innen im Gespräch Teil #24

Veröffentlicht am 10. März 2022

::Außeruniversitäre Karrieren::

Praktiker*innen im Gespräch #Teil 24

Viele Wege führen aus der BGHS. Aber wohin führen Wege nach der Promotion konkret? Wir sprechen im Wintersemester mit Historiker*innen und Sozialwissenschaftler*innen, die ihren Beruf außerhalb der Universität ergriffen haben. Christian Ulbricht hat mit uns über seine Tätigkeit als Leiter des Welcome Centers Greifswald gesprochen.


Abbildung 1: Christian Ulbricht

Christian, Du hast 2017 an der Fakultät für Soziologie promoviert. Wenn Du Dich an den Einstieg in Deinen Beruf erinnerst: Wie hast Du den Einstieg gefunden?

Christian Ulbricht: Ich habe nach der Promotion noch drei Jahre als Postdoc an der Uni gearbeitet, und muss rückblickend sagen: Für mich war die „Bayreuther Erklärung zu befristeten Beschäftigungsverhältnissen mit wissenschaftlichem Personal“ wegweisend. Diese Erklärung haben die Kanzler*innen der Universitäten Deutschlands im September 2019 veröffentlicht. Dass befristete Qualifizierungsphasen eine unverzichtbare Voraussetzung für die Universitäten sind, um für die Gesellschaft Hochqualifizierte zu produzieren, habe ich als Beleidigung empfunden, weil die Kanzler*innen damit den Anliegen von Promovierenden und Post-Docs überhaupt nicht entgegengekommen sind. Das war der Zeitpunkt, zu dem ich entschieden hab: Okay, ich muss hier weg. Wo geh ich hin? Ich geh nach Hause. In der Region, in der meine Eltern leben, habe ich mich für die demokratische Entwicklung eingesetzt. So habe ich im September 2020 angefangen, zunächst für eine zivilgesellschaftliche Organisation zu arbeiten, die sich hier in Vorpommern gegen Rechtsextremismus und Rechtspopulismus engagiert.

Wie bist Du zu Deiner aktuellen Position gekommen?

Christian Ulbricht: Ich habe mich auf eine Ausschreibung beworben: auf die Stelle als Leiter im Welcome Center. Auf dieser Stelle arbeite ich jetzt seit März 2021.

Jetzt arbeitest Du für das Welcome Center Greifswald. Wo arbeitest Du genau?

Christian Ulbricht: Das Welcome Center ist Teil der „Gemeinnützigen Gesellschaft für Arbeitsförderung, Beschäftigung und Strukturentwicklung“ (ABS). Die ABS bietet zum Beispiel Qualifizierungsmaßnahmen für Geringqualifizierte an, arbeitet aber auch für qualifizierte und hochqualifizierte Beschäftigte. Die Aufgabe des Welcome Centers ist es, bei der Anwerbung von Fachkräften und Hochqualifizierten Unterstützung zu leisten. Finanziert wird das Welcome Center über die Stadt und den Landkreis Greifswald, über Unternehmenskooperationen und über Drittmittel, die wir für Projekte zusätzlich einwerben.

Du leitest das Welcome Center. Was sind Deine wichtigsten Aufgaben?

Christian Ulbricht: Wir unterstützen Unternehmen dabei, Fachkräfte und Hochqualifizierte in die Region zu holen: ein Drittel davon sind Leute, die hierhin zurückkehren; ein Viertel sind Internationale; und gut 40 Prozent kommen aus anderen Regionen Deutschlands her, auch aus Großstädten wie Hamburg oder Berlin. Meine erste Aufgabe ist es, gleichermaßen Personal- und Standortmarketing zu betreiben. Ich entwickle gerade ein Regiobranding für den Raum Vorpommern und Pommern, also für einen deutsch-polnischen Raum. Dazu veranstalte ich zusammen mit Kolleg*innen aus Stettin zum Beispiel eine digitale Jobmesse. Da präsentieren wir die Region, und Unternehmen präsentieren sich als potentielle Arbeitgeber. Meine zweite Aufgabe ist die Leitung des Teams: Meine Kolleg*innen bauen Kontakte zu Wohnungsbaugesellschaften, Botschaften und allen möglichen gesellschaftlichen Institutionen auf, um den Ankommenden das heimisch Werden zu erleichtern. Meine dritte Aufgabe ist, das Budget des Welcome Centers zu verantworten.

Welche Tipps hast Du für Promovierende aus Soziologie und Geschichtswissenschaft, die sich für Dein Tätigkeitsfeld interessieren?

Christian Ulbricht: Auf der einen Seite sage ich rückblickend: Auf das, was ich beim Promovieren gelernt habe, konnte ich beim Berufseinstieg vertrauen. Auf der anderen Seite erinnere mich noch gut daran, dass ich Angst hatte, als ich noch in der Uni beschäftigt war: Oh, hoffentlich finde ich überhaupt einen Job. Erst als mir klar war, dass ich aus der Uni raus wollte, tat sich ein riesiger Horizont auf: Wir haben in vielen Bereichen einen Fachkräfteengpass – und auch Hochqualifizierte sind knapp. Das habe ich erst erkannt, als ich mit meiner Unikarriere abgeschlossen hatte: Dass ich außerhalb der Uni gesucht werde. Und dann hatte ich auch keine Angst mehr. Ich kriege es jetzt auch hier im Welcome Center mit: Unternehmen bieten sehr viel, um gute Leute zu bekommen. Also, Greifswald zum Beispiel hat zurzeit eine Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit der Wende. Als ich vor 17 Jahren hier weggezogen bin, um zu studieren, war die Lage auf dem Arbeitsmarkt ganz anders.

Christian, vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Ulf Ortmann.


Das komplette Gespräch als PDF findet ihr hier:

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Weiterführende Informationen zu dem Projekt "Außeruniversitäre Karriere" sind (hier), die vorherigen Interviews der Reihe (hier) verfügbar.

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Stipendien für Praxisprojekte

Veröffentlicht am 7. März 2022

Die BGHS stärkt promovierende Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen bei der je eigenen Karriereplanung und vergibt zum 1. September 2022 bis zu drei Stipendien für Praxisprojekte. Die Stipendien für Praxisprojekte haben eine Laufzeit von drei Monaten. Bewerbungsschluss für Stipendien ist der 31. Mai 2022.

Stipendien für Praxisprojekte richten sich an Promovierende der BGHS und bieten die Gelegenheit, den je eigenen beruflichen Werdegang im Austausch mit Kolleg*innen zu diskutieren und zu planen – im Austausch sowohl mit Kolleg*innen aus der Universität als auch mit Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen, die einen Beruf außerhalb der Universität ergriffen haben.

Die Ausschreibungen zu Stipendien für Praxisprojekte findet Ihr hier. Informationen zu Praxisprojekten und Mentoring findet Ihr auch unter: uni-bielefeld.de/bghs/Ausseruniversitaere_Karriere

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