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BGHS.AKTUELL

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BGHS-Jahresrückblick 2022

Veröffentlicht am 18. Dezember 2022

BGHS-Jahresrückblick 2022

 

Endlich konnten wir wieder gemeinsam und in Präsenz das fast vergangene Jahr Revue passieren lassen und sogar eine Weihnachtsfeier veranstalten. Am Mittwoch, 14. Dezember fand die BGHS-Mitgliederversammlung mit anschließender Party statt. Alle, die nicht dabei sein konnten oder noch einmal in Ruhe auf das Jahr zurückblicken möchten, finden hier die Präsentation zur Veranstaltung.

Wir wünschen schöne und besinnliche Festtage und ein frohes und gesundes Neues Jahr!

Vom 22. Dezember 2022 bis zum 1. Januar 2023 ist die BGHS-Geschäftsstelle geschlossen. Ab dem 2. Januar sind wir dann wieder für Euch da.

Herzliche Grüße vom BGHS-Team!

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Auszeichnung für BGHS-Mitglied Ngoc Luong

Veröffentlicht am 15. Dezember 2022

Auszeichnung für BGHS-Mitglied Ngoc Luong

Ngoc Luong, BGHS-Mitglied und Promovierende in der Fakultät für Soziologie, ist von der Vietnam Studies Group (VSG) in der Association for Asian Studies mit dem VSG Graduate Essay Prize ausgezeichnet worden. Ihr Beitrag mit dem Titel “Betting on the Future: Financial Activities by Migrant Factory Workers in Vietnam” wurde von der Auswahlkommission in diesem Jahr als bester Text einer jungen Wissenschaftler*in gekürt. Wir gratulieren sehr herzlich!

Ngoc promoviert seit dem Wintersemester 2020/21 zum Thema “Moral Struggles and Politics of Care under Market Socialism: Welfare provision for migrant workers in global factories in Vietnam” in der BGHS und arbeitet im EU-Forschungsprojekt WelfareStruggles von Prof. Minh Nguyen. Auf dem Foto sieht man Ngoc bei der Feldforschung in Vietnam.

(Copyright: Ngoc Luong)

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Praktiker*innen im Gespräch Teil 30

Veröffentlicht am 14. Dezember 2022

 ::Außeruniversitäre Karrieren::

Praktiker*innen im Gespräch Teil 30

Viele Wege führen aus der BGHS. Aber wohin führen Wege nach der Promotion konkret? Wir sprechen mit Historiker*innen und Sozialwissenschaftler*innen, die ihren Beruf außerhalb der Universität ergriffen haben. Andreas Wenninger hat mit uns über seine Tätigkeit für das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt) gesprochen.


[Abbildung 1: Andreas Wenninger © bidt/Klaus D. Wolf]

Andreas, Du hast 2017 in der Soziologie promoviert. Wenn Du Dich an den Einstieg in Deinen Beruf erinnerst: Wie hast Du den Einstieg gefunden?  

Ich bin gelernter Bürokaufmann, habe auf dem zweiten Bildungsweg Abitur gemacht und dann studiert. Relativ bald nach dem Studium habe ich dann als Koordinator des Graduiertenkollegs „Weltgesellschaft“ an der Universität Bielefeld gearbeitet. Das war von 2008 bis 2012. Parallel dazu habe ich damals angefangen, an meiner Dissertation zu arbeiten. Rückblickend würde ich sagen: Damit bin ich in den Beruf eingestiegen, den ich jetzt habe. 2015 bin ich dann an die TU München gewechselt, habe dort meine Dissertation abgeschlossen und hier Lehre und Forschung betrieben. Man muss den akademischen Betrieb auch „von innen“ kennen, um Koordinationsaufgaben in der Wissenschaft erfolgreich zu bewältigen. Auch jetzt habe ich viele forschungsnahe Koordinationsaufgaben. Seit 2019 bin ich allerdings an einem außeruniversitären Institut beschäftigt: dem Bayerischen Forschungsinstitut für Digitale Transformation (bidt), das zur Bayerischen Akademie der Wissenschaften gehört.

Wie bist Du zu Deiner aktuellen Position gekommen? 

Es gab eine Stellenausschreibung, von der ich dachte: Darauf passe ich sowohl mit meiner Berufserfahrung, Forschungsprojekte zu koordinieren, als auch mit dem Thema meiner Dissertation und meiner Postdoc-Projekte: Ich beschäftige mich schon seit meiner Dissertation mit dem Thema „Medien und öffentliche Kommunikation“. Jetzt bin ich hier am bidt Forschungskoordinator für Projekte, die u.a. Veränderungen der digitalen Öffentlichkeit untersuchen.

Du arbeitest für das Bayerische Forschungsinstitut für Digitale Transformation. Wo arbeitest Du genau? 

Das bidt ist eines von mehreren Instituten, die in Deutschland in den letzten Jahren gegründet wurden, um die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Gesellschaft zu untersuchen. Das bidt führt zum einen interdisziplinäre Forschungsprojekte selbst durch. In unserer Abteilung „Think Tank“ werden z.B. seit März 2020 regelmäßig Befragungen zum Thema Home Office vor und während der Coronapandemie durchgeführt, deren Ergebnisse in den Medien eine vergleichsweise große Resonanz hatten. Zum anderen fördert das bidt Forschungsprojekte in Bayern: interdisziplinäre Forschungsprojekte zur digitalen Transformation, in denen sozial- und technikwissenschaftliche Ansätze kombiniert werden. Die Ergebnisse unserer Projekte richten sich an wissenschaftliche Communities, an die interessierte Öffentlichkeit sowie an Politik und Wirtschaft. Gefördert wird das bidt vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

[Abbildung 2: Andreas Wenninger bei der Arbeit © bidt/Klaus D. Wolf]

Du bist Forschungskoordinator am bidt. Was sind Deine wichtigsten Aufgaben? 

Ich bin vor allem im Bereich Forschung tätig. Die Forschungsförderung ist hier bspw. ein Aufgabenbereich, bei dem der Ausschreibungsprozess, die Auswahl von Projekten, der regelkonforme Begutachtungsprozess, durch Hinzuziehung von externen Gutachten zu organisieren sind. Im Anschluss an die Bewilligung der erfolgreichen Projekte, erfolgt ein Onboarding-Prozess, der mit einem sog. Zuwendungsvertrag beginnt. Während die Projekte laufen, organisieren wir sechs bis acht Treffen pro Jahr, um die Akteur*innen miteinander zu vernetzen. Bei diesen „Sprint Reviews“ geben die Projektpartner*innen kurze Vorträge: Was hat man seit dem letzten Treffen gemacht? Wo steht man gerade? Wo möchte man bis zum nächsten Sprint Review hin? Und schließlich unterstütze ich die Projekte dabei, Ergebnisse an die breitere Öffentlichkeit zu richten; etwa im Rahmen eines Beitrags auf unserem Blog oder eines Workshops, den wir gemeinsam mit den Kolleg*innen organisieren. Dabei unterstützt uns tatkräftig unser professionelles Dialog-Team am bidt.

Welche Tipps hast Du für Promovierende aus Soziologie und Geschichtswissenschaft, die sich für Dein Tätigkeitsfeld interessieren?

Kurz bevor ich mich auf meine aktuelle Stelle beworben habe, habe ich überlegt, ob ich mich an der TU München, an der ich damals angestellt war, zu einer Weiterbildung zum Wissenschaftsmanagement anmelde. Und es gibt ja sogar Studiengänge zum Wissenschaftsmanagement. Aber ich denke, dass sich Leute mit Erfahrungen im wissenschaftlichen Arbeiten auch ohne spezielle Weiterbildung oder Studienabschluss zum Wissenschaftsmanagement auf Stellen bewerben können, bei denen es um die Koordination von Forschung geht: in Sonderforschungsbereichen oder in Fakultäten genauso wie an außeruniversitären Instituten oder Akademien.

Andreas, vielen Dank für das Gespräch. 

Das Gespräch führte Ulf Ortmann. Das gesamte Interview findet Ihr hier: pdf.

Weiterführende Informationen zu dem Projekt "Außeruniversitäre Karriere" findet Ihr hier, die vorherigen Interviews der Reihe sind hier verfügbar.  

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Berichte aus der Praxis Teil 9

Veröffentlicht am 7. Dezember 2022

::Außeruniversitäre Karrieren::

Berichte aus der Praxis Teil 9

„Berichte aus der Praxis“ werden von Promovierenden geschrieben, die in Kooperation mit einer außeruniversitären Organisation ein Praxisprojekt konzipiert und durchgeführt haben. Die BGHS fördert diese Vorhaben seit 2020 mit Stipendien. Im neunten Teil der Reihe berichtet Tipu Sultan über zwei Workshops, die er im Rahmen seines Praxisprojekts mit dem District Population Welfare Office in Gujrat (Pakistan) durchgeführt hat.

Geschlechterrollen und Vereinbarkeit von Familie und Beruf bei Doppelverdiener*innen-Paaren in Pakistan

In den letzten zehn Jahren hat der Trend zu Doppelverdiener*innen-Ehepaaren in Pakistan stärker zugenommen als je zuvor. Dieser neue Trend zu Doppelverdiener*innen-Familien hat sich erheblich auf ihr Privatleben ausgewirkt. In der patriarchalischen Gesellschaft Pakistans, in der die Frauen in erster Linie für die Familie und den Haushalt zuständig waren, wurde nur vom Mann erwartet, dass er den Lebensunterhalt bestreitet. Mit der Zunahme der Bildung und der Beschäftigungsmöglichkeiten für Frauen treten immer mehr Frauen in den pakistanischen Arbeitsmarkt ein. Daher haben die Pflichten und Verantwortlichkeiten von Doppelverdiener*innen-Paaren, insbesondere von Frauen, zugenommen. Darüber hinaus ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in der patriarchalischen Gesellschaft Pakistans aufgrund der gesellschaftlichen Erwartungen an die Geschlechterrollen noch komplexer. In der pakistanischen Gesellschaft ist ein zweigeteiltes Verhalten zu beobachten. Die eine Gruppe von Menschen mit einer egalitären Einstellung unterstützt die neuen Geschlechterrollen von Frauen, während die andere Gruppe von Menschen mit einer traditionellen Denkweise immer noch das Patriarchat befürwortet. Daher werden die Geschlechterrollen neu bewertet. Mein Praxispartner, das District Population Welfare Office, ist eine Organisation der Regierung von Punjab, Pakistan, die unter anderem Familienberatungsdienste im Distrikt Gujrat anbietet.


Abbildung 1: Artikel in der pakistanischen Zeitung „Shana Bashana“ über mein Praxisprojekt am 30.11.2022

Bei der Durchführung des Praxisprojekts arbeitete ich mit der Abteilung für Familienwohlfahrt zusammen. Das Projekt war in zwei Phasen unterteilt. In der ersten Phase organisierte ich ein Sensibilisierungsseminar mit Doppelverdiener*innen-Familien im District Population Welfare Office. An dem Workshop nahmen 40 Personen (20 Doppelverdiener*innen-Familien) teil. Unter den Doppelverdiener*innen-Paaren wurden die Anliegen der Familien und mögliche Strategien zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie auf der Grundlage empirischer Erkenntnisse diskutiert, die ich im Verlauf meines Dissertationsprojekts gewonnen habe. In der zweiten Phase veranstaltete ich einen Schulungsworkshop für Familienberater*innen, die im District Population Welfare Office beschäftigt sind. Auch an diesem Workshop nahmen 40 Personen teil. Ich schulte die Mitarbeiter*innen darin, wie sie mit Stereotypen und gesellschaftlichen Tabus umgehen können, die in der pakistanischen Gesellschaft immer noch bestehen. Die Einstellung zu Geschlechterrollen ist einer der Hauptgründe für das Ungleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben bei berufstätigen Paaren. Dies war sowohl für die Teilnehmer*innen als auch für die Organisation von großer Bedeutung. Den Teilnehmern beider Veranstaltungen wurden Zertifikate überreicht. Um die Wirkung des Projekts zu verstärken, wurde über beide Veranstaltungen in den nationalen und lokalen Medien des Distrikts Gujrat berichtet. Zu sehen sind hier im Blog Fotos der Zertifikate, die den Teilnehmer*innenn beider Veranstaltungen verliehen wurden, und ein Ausschnitt eines Artikels, der in der Zeitung „Shana Bashana“ veröffentlicht wurde.

 

Abbildung 2: Teilnahmebescheinigung für Doppelverdiener*innen-Familien, die am Seminar vom 29.11.2022 teilgenommen haben

Die Teilnehmer*innen profitierten direkt von diesem Wissen, um sich zu sensibilisieren und neue Strategien zur Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu entwickeln. Außerdem trugen die auf empirischen Informationen basierenden Workshops zu den bestehenden Zielen der Organisation bei. Denn das Praxisprojekt bot eine neue Perspektive: nämlich auf den Einfluss der Einstellung zu Geschlechterrollen auf die Work-Life-Balance. Ein weiterer großer Vorteil dieses Projekts für die Partnerorganisation war, dass es den Mitarbeiter*innen der Organisation die Möglichkeit bot, ihr Beratungswissen zu erweitern.


Abbildung 3: Teilnahmezertifikat, das den Familienberater*innen für ihre Teilnahme an der Fortbildungsveranstaltung am 10.11.2022 verliehen wurde.

Hier geht es zum district population offices in Punjab/Pakistan zu dem auch der Bezirk Gujrab gehört.

Weitere Informationen über das Projekt „Außeruniversitäre Karriere“ sind auf der BGHS Webseite zu finden.

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Praktiker*innen im Gespräch Teil 29

Veröffentlicht am 1. Dezember 2022

 ::Außeruniversitäre Karrieren::

Praktiker*innen im Gespräch Teil 29

Viele Wege führen aus der BGHS. Aber wohin führen Wege nach der Promotion konkret? Wir sprechen mit Historiker*innen und Sozialwissenschaftler*innen, die ihren Beruf außerhalb der Universität ergriffen haben. Susanne Kill hat mit uns über ihre Tätigkeit für die Deutsche Bahn AG gesprochen.

(Abbildung 1: Susanne Kill, Copyright: Susanne Kill)

Frau Kill, Sie haben 1995 in Geschichte promoviert. Wenn Sie sich an den Einstieg in Ihren Beruf erinnern: Wie haben Sie den Einstieg gefunden? 

Ich bin kurz nach der Bahnreform bei der Bahn eingestiegen. Die Bahnreform, also die Umwandlung von Bundesbahn und Reichsbahn zur privatrechtlich organisierten Deutschen Bahn AG bedeutete, dass die Bahn ab 1994 nicht mehr an das Bundesarchiv abgabepflichtig war. Akten, die vor 1994 entstanden sind, werden dem Bundesarchiv angeboten. Alle Akten ab 1994 werden nach handelsrechtlichen Fristen aufbewahrt. In der Historischen Sammlung werden ausgewählte Dokumente dauerhaft aufbewahrt. Dort arbeite ich seit 1999.

 

(Abbildung 2: Eisenbahnzeitung, Copyright: Deutsche Bahn)

Wie sind sie zu ihrer aktuellen Position gekommen?

Ich habe Mitte der 1990er Jahre bei der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte ein Forschungsprojekt zur Eisenbahn in Deutschland betreut: zur Kultur-, Wirtschafts- und Politikgeschichte der Bahn vom 19. Jahrhundert bis zur Wiedervereinigung. In diesem Zusammenhang bin ich gefragt worden, ob ich mich auf die neu geschaffene Stelle als Leiterin des Konzernarchivs bewerben möchte. Als ich mich bewarb, hatte ich ein Vorstellungsgespräch beim Vorstand der DB in der Ruschestraße in Berlin-Lichtenberg. Dort hatte bis 1990 die Stasi ihren Hauptsitz. Das ist ein Eindruck, der mir für immer im Gedächtnis bleibt: Es roch noch alles nach DDR. Es war eine völlig andere Welt als die Frankfurter Universität oder die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte. Da arbeiteten viele und sehr unterschiedliche Menschen. Das ist auch, glaub ich, etwas, das mich bei der Bahn bis jetzt gehalten hat: Dass die Bahn so vielfältig und immer auch ein Teil der Zeitgeschichte ist.

 

(Abbildung 3: Geschäftsberichte der Bahn, Copyright: Deutsche Bahn)

Sie arbeiten für die Deutsche Bahn. Wo arbeiten Sie genau?

Wir haben hier in Berlin eine Historische Sammlung, in der wir zu dritt arbeiten. Wir versuchen, die Geschichte der Deutschen Bahn seit 1994 in Akten und Publikationen aufzubewahren. Gleichzeitig bieten wir historische Beratung an und sind, weil wir gemeinsam mit dem DB Museum in Nürnberg eine große Archivdatenbank betreiben, auskunftsfähig auch zur Geschichte der Vorläuferorganisationen der Deutschen Bahn AG: also Bundesbahn, Reichsbahn und Länderbahnen. Im Moment arbeite ich zum Beispiel an einer Wanderausstellung zur Eisenbahn im Nationalsozialismus.

 

(Abbildung 4: Negativschrank im Bahnarchiv, Copyright: Deutsche Bahn)

Sie leiten die Konzerngeschichte und die Historische Sammlung bei der Deutschen Bahn. Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben? 

Erstens ist es meine Aufgabe, historische Themen einordnen zu können und auskunftsfähig zu sein, insbesondere zum Thema Nationalsozialismus und Deutsche Teilung. Zweitens betreuen wir die Historische Sammlung und – in Kooperation mit dem DB Museum in Nürnberg – die Archiv- und Museumsoftware. Drittens ist es meine Aufgabe, Anfragen im Bereich historische Öffentlichkeitsarbeit an die richtige Stelle zu bringen, selbst zu beantworten und beispielsweise für den Internetauftritt aufzubereiten.

Welche Tipps haben Sie für Promovierende aus Soziologie und Geschichtswissenschaft, die sich für Ihr Tätigkeitsfeld interessieren?

Mein erster Tipp ist: Pflegen Sie Kontakte! Es bietet sich zum Beispiel an, eine Tagung der Vereinigung der Wirtschaftsarchivarinnen und Wirtschaftsarchivare zu besuchen. Das ist die Kontaktbörse für Unternehmenshistoriker*innen und -archivar*innen. Die Kontaktbörse ist für uns wichtig, denn Sie müssen sich vorstellen: Man ist als Archivar*in bzw. Historikerin*in in einem großen Unternehmen relativ alleine. Umso wichtiger ist es, sich mit anderen Kolleg*innen in anderen Unternehmen zu vernetzen. Zweitens denke ich: Ein wissenschaftliches Interesse widerspricht nicht der Arbeit im Unternehmensarchiv. Wenn man keine Quellenkenntnis hat, kann man auch nicht seriös Unternehmensgeschichte machen. Das ist inzwischen allen klar: Wenn man Quatsch erzählt, fällt einem das in der Öffentlichkeit vor die Füße. Unternehmenshistoriker*innen sollten auch die kritischen Stellen der Unternehmensgeschichte kennen. Dieses Wissen kann auch für die Unternehmensführung wichtig sein. Drittens habe ich festgestellt, dass viele Historiker*innen und Soziolog*innen in Großunternehmen etwa in der Unternehmenskommunikation arbeiten. Zum Beispiel bei der Analyse langfristiger, volkswirtschaftlicher und gesamtgesellschaftlicher Entwicklungen, um für Unternehmensführungen strategische Entscheidungen vorzubereiten. Wer sich dafür interessiert, steht vor der Frage, ob es wirklich die Geschichtswissenschaft oder die Soziologie ist, bei der man thematisch bleiben möchte.

Frau Kill, vielen Dank für das Gespräch.

 

Das Gespräch führte Ulf Ortmann. Das gesamte Interview findet Ihr hier: pdf.

Weiterführende Informationen zu dem Projekt "Außeruniversitäre Karriere" findet Ihr hier, die vorherigen Interviews der Reihe sind hier verfügbar.  

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Vereinbarkeit von Wissenschaft und beruflicher Praxis

Veröffentlicht am 23. November 2022

Die Vereinbarkeit von Wissenschaft und beruflicher Praxis

Praxisprojekte in der BGHS


(Abbildung 1: Poster der Veranstaltung)

80 bis 90 Prozent der promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden auf Dauer nicht in der akademischen Wissenschaft erwerbstätig sein. Diese Tatsache wird seit Jahren skandalisiert und Lösungen werden in erster Linie von den Hochschulen gefordert, zum Beispiel durch die Schaffung von mehr Dauerstellen neben der Professur und planbaren Karrierewegen. So richtig diese Bemühungen sind, werden sie doch an der Tatsache, dass der weit überwiegende Teil der jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über kurz oder lang die akademische Wissenschaft verlässt, nichts Wesentliches ändern. Es hilft wenig, diese Tatsache zu verdrängen, sondern sie muss mehr Aufmerksamkeit bekommen, und zwar sowohl von Promovierenden als auch von Betreuerinnen und Betreuern. Und es müssen Perspektiven entwickelt werden, die akademische Wissenschaft und die außeruniversitäre Welt miteinander verbinden. Dies ist die Quintessenz der Podiumsdiskussion zum Thema „Übergänge zwischen Promotion und Beruf“, die am 10. November 2022 in der BGHS stattfand.

Die BGHS hat sich in den letzten vier Jahren auf einen neuen Weg begeben, der es jungen Geistes- und Sozialwissenschaftler*innen ermöglicht hat, praktische Erfahrungen in der außeruniversitären Berufswelt zu machen und dabei ihre eigenen Interessen und Fähigkeiten in den Vordergrund zu stellen. Im Pilotprojekt „Außeruniversitäre Karriere“, das von 2019 bis 2022 aus dem Strategieetat des Rektorats finanziert wird, konnten Promovierende der BGHS Praxisprojekte in Kooperation mit einem außeruniversitären Praxispartner beantragen, die durch dreimonatige Stipendien finanziert wurden. Insgesamt elf Projekte wurden durchgeführt, die letzten zwei stehen kurz vor dem Abschluss. Bei der Veranstaltung erörterten Marie Kaiser als derzeitige Prorektorin für Personalentwicklung und Gleichstellung und Martin Egelhaaf als ehemaliger Prorektor für Forschung, wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung mit den Promovierenden und Stipendiat*innen des Programms Gladys Vásquez und Yannick Schöpper sowie dem Programmleiter Ulf Ortmann, welche Erfahrungen in dem Programm gewonnen wurden und was das für die Aktivitäten der Uni Bielefeld im Bereich der (außeruniversitären) Karriere bedeutet.

Auf die Frage von Moderator Ulf Ortmann, wie es 2018 zur Bewilligung des Projektantrags der BGHS kam, erinnerte Martin Egelhaaf an das „Tenure-Track-Programm“, das 2016 vom Bund und den Ländern auf den Weg gebracht wurde, um 1.000 zusätzliche Professuren für junge Wissenschaftler*innen zu schaffen. Für die Beantragung dieser Tenure-Track-Professuren musste die Uni Bielefeld ein Personalentwicklungskonzept für die jungen Wissenschaftler*innen erstellen und sich dabei auch der Tatsache widmen, dass nicht alle in der akademischen Wissenschaft bleiben können. Und in dieser Situation fiel der BGHS-Antrag auf „fruchtbaren Boden“, so Martin Egelhaaf.

Yannick Schöpper ist einer der Stipendiaten, die ein Praxisprojekt durchführen konnten. Er kooperierte dabei mit der Agentur für Erneuerbare Energien e.V. (AEE).

 

(Abbildung 2: Ergebnisse der Studie)

Er berichtete lebhaft darüber, wie er sich vor dem Start des Projekts tief in die Theorie seines politikwissenschaftlichen Promotionsprojekts eingegraben hatte und dann im Praxisprojekt mit dem empirischen Feld konfrontiert wurde. Die große Herausforderung bei der Beantragung des Projekts war die Suche nach einem Thema, das anschlussfähig an berufspraktische Perspektiven war und eine nicht nur wissenschaftliche, sondern gesellschaftliche Relevanz hatte. Und seine Wahl fiel auf die Frage, wie es um die lokale Akzeptanz von Windkraftanlagen an Land bestellt ist, die er in einem sehr lesenswerten Hintergrundpapier für die AEE beleuchtete. „Der direkte Kontakt mit der Empirie hat meine Perspektive deutlich geweitet und dadurch hat sich auch das Dissertationsprojekt verändert“, zog er ein durchweg positives Resümee. (Link zum Bericht über das Projekt)

Auch die Historikerin Gladys Vásquez schilderte die positiven Erfahrungen, die sie während ihres Praxisprojektes machen konnte. Als sie das Projekt beantragte, war ihre Promotionsstelle gerade ausgelaufen und sie beschäftigte sich neben ihrer Dissertation auch mit ihrer beruflichen Zukunft. Sie hatte bereits vor der Promotion im Bereich der Public History in Peru gearbeitet und wollte wieder zurück in dieses Berufsfeld. „Über der wissenschaftlichen Arbeit hatte ich einige meiner Qualifikationen vergessen“, erinnerte sich Gladys Vásquez. Ihr fehlte aber auch ein entsprechendes Netzwerk in Deutschland. Während einer wissenschaftlichen Tagung lernte sie dann ihre zukünftigen Projektpartner von „Kuskalla Abya Yala“ kennen, einer NGO, die sich der Wiederbelebung des Quechua, einer verbreiteten indigenen Sprachfamilie in Amerika, widmet.

(Abbildung 3: Meistgesprochene indigene Sprachen, Copyright: Gladys Vasquez)

Dieser Kontakt zu den Wissenschaftler*innen von „Kuskalla Abya Yala“, die zugleich Aktivist*innen sind, machte sie auf die gesellschaftliche Relevanz von deren Arbeit aufmerksam. Und so organisierte sie einen gemeinsamen Workshop zu den Erfahrungen und Praktiken der Bemühungen, Quechua-Sprachen zu verbreiten. Als größte Herausforderung stellte sich dabei die Kommunikation zu den Aktivist*innen vor Ort dar, die nicht immer Zugang zum Internet oder auch nur zum Telefon hatten. Fast unvorstellbar in unserer vermeintlich durchdigitalisierten Welt. Gladys Vásquez sagte, sie sei realistischer geworden durch das Projekt. „Ich möchte einen Job, der mich erfüllt.“ Und den könne sie eher außerhalb der Uni finden, natürlich nach Abschluss ihrer Dissertation. (Link zum Bericht über das Projekt)

Marie Kaiser zeigte sich beeindruckt von den Erzählungen der beiden Promovierenden über die Erfahrungen, die sie in den Praxisprojekten gemacht haben. Die Universität dürfe keine ‚Blase‘ sein, sondern das, was die Wissenschafter*innen täten, müsse eine Relevanz für die Berufsfelder haben, hob sie den Aspekt des Wissenstransfers durch die Praxisprojekte hervor. In der Diskussion mit dem Publikum wurde deutlich, dass es schon viele Angebote an der Uni Bielefeld gibt, etwa vom Career Service und der Personalentwicklung für Wissenschaftler*innen. Aber, so Marie Kaiser, Beratung sei etwas Anderes als Praxiserfahrung. „Darüber müssen wir uns Gedanken machen.“

Dass die Praxisprojekte nicht nur Erfahrungen in Berufsfeldern ermöglichen, sondern auch inhaltlich für die Dissertationen etwas bringen, wie Yannick Schöpper erzählte, war für Martin Egelhaaf eine Überraschung. Es sei aber fraglich, ob das für alle Dissertationsthemen gleichermaßen gelte, etwa auch für sehr theoretische Arbeiten. Außer Frage stand dagegen für ihn, dass das Konzept der Praxisprojekte auf andere Bereiche übertragbar ist, zum Beispiel auf die Naturwissenschaften. Damit könnte es bei Anträgen auf Verbundprojekte, die immer auch die Förderung der außeruniversitären Karriere adressieren müssen, förderlich sein. Offen blieb dabei die Frage, ob und wie sich ein solches Programm uniweit auflegen ließe.

Die Veranstaltung „Übergänge zwischen Promotion und Beruf“ hat gezeigt, in wie vielen Bereichen die Uni Bielefeld schon verschiedenste Unterstützungsformate für junge Wissenschaftler*innen bei der akademischen und außerakademischen Karriere anbietet. Aber sie hat auch gezeigt, dass das spezielle Format der stipendiengeförderten Praxisprojekte, das im Pilotprojekt „Außeruniversitäre Karriere“ in der BGHS entwickelt und erprobt wurde, eine vorhandene Lücke sehr erfolgreich füllt. Die Entwicklung und Durchführung eines mehrmonatigen Projekts in Kooperation mit einem außeruniversitären Partner, das auf den Fähigkeiten und Interessen der jungen Wissenschaftler*innen beruht, ermöglicht berufspraktische Erfahrungen, die in einem engen Zusammenhang mit der eigenen wissenschaftlichen Ausbildung stehen. Zugleich erlaubt es, die gesellschaftliche Relevanz des eigenen Promotionsprojekts zu prüfen und die wissenschaftliche Arbeit entsprechend weiterzuentwickeln. Damit tragen die Praxisprojekte auch in nicht unerheblichem Maße zum gegenseitigen Wissenstransfer zwischen akademischer Wissenschaft und beruflicher Praxis bei. Sie zeigen: Wissenschaft und außeruniversitäre Berufspraxis sind kein Gegensatz, sie sind vereinbar.

Sabine Schäfer

Hier geht es zu weiteren Berichten der Praxisprojekte.

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Berichte aus der Praxis Teil 8

Veröffentlicht am 21. November 2022

::Außeruniversitäre Karrieren::

Berichte aus der Praxis Teil 8

„Berichte aus der Praxis“ werden von Promovierenden geschrieben, die in Kooperation mit einer außeruniversitären Organisation ein Praxisprojekt konzipiert und durchgeführt haben. Die BGHS fördert diese Vorhaben seit 2020 mit Stipendien. Im achten Teil der Reihe berichtet Md. Moynul Haque über die Veranstaltung „Nonviolent Civil Resistance: Insights from Bangladesh and Beyond“, die er im Rahmen seines Praxisprojekts mit dem Forum Ziviler Friedensdienst e.V. (forumZFD) durchgeführt hat.

In den letzten Jahrzehnten sind Proteste unbewaffneter Menschen in vielen Teilen der Welt zu einem häufigen Phänomen geworden. Ein bemerkenswerter Anstieg von gewaltfreien Aktionen ist zu verzeichnen: von zum Bespiel Sit-Ins, Demonstrationen, Gesang, Graffiti, Kunst und medienvermitteltem Aktivismus. Zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts kam es zu vielen unbewaffneten Aufständen, um nur einige zu nennen: der Arabische Frühling im Jahr 2010 in Nordafrika und im Nahen Osten sowie die Occupy-Bewegung in den USA im Jahr 2011. In den darauffolgenden Jahren kam es in ganz Europa und Zentralasien zu einem Aufschwung sozialer Bewegungen, insbesondere der Indignados-Bewegung in Spanien im Jahr 2011, der Gezi-Park-Proteste in der Türkei im Jahr 2013 und der Euromaidan-Proteste in der Ukraine, die 2013 begannen. Die Shahbag-Bewegung von 2013 in Bangladesch ist einer der größten Proteste dieser Art in Südasien.

Wissenschaftler*innen haben bis jetzt allerdings ein größeres Interesse an der Untersuchung politischer Gewalt in Südasien gezeigt. Bangladesch wird häufig als ein Land dargestellt, das durch Gewalt zwischen den Parteien, Rivalität und politische Konfrontation gekennzeichnet ist. Der übermäßige Rückgriff auf eine gewalttätige Perspektive liefert im Wesentlichen eine einseitige Erklärung für die Interaktion zwischen Staat und Gesellschaft in Bangladesch. Damit wird die Kraft der Gewaltlosigkeit, die eine der wichtigsten Kräfte für sozialen und politischen Wandel in der ganzen Welt ist, untergraben.

Ausgehend von meinem laufenden Promotionsprojekt über zivilen Widerstand habe ich das Gespräch gesucht mit verschiedenen Akteur*innen des zivilen Friedensdienstes, die hauptsächlich keinen akademischen Tradition haben, um herauszufinden, wie oder inwieweit sich das theoretische Verständnis von zivilem Widerstand mit praktischen Einsichten überschneidet. Dazu habe ich im Rahmen meines Praxisprojekts eine Diskussionsveranstaltung mit einer außeruniversitären Organisation namens Forum Ziviler Friedensdienst e.V. (forumZFD) in Köln durchgeführt. Das forumZFD wurde 1996 von ehrenamtlichen Friedens- und Menschenrechtsgruppen mit der Vision gegründet, den Frieden weltweit zu fördern. Die Akademie für Konflikttransformation ist ein Lernort des forumZFD, an dem Schulungen, Vorträge und Workshops zu friedens- und konfliktbezogenen Themen angeboten werden.  

Mein Projekt war in das regelmäßige Programm „X-changes“ integriert: eine Serie von Diskussionsveranstaltungen für die Alumni-Mitglieder der Akademie für Konflikttransformation. Die Teilnehmer*innen dieser Veranstaltung hatten vor allem praktische Erfahrung mit gewaltfreiem Handeln für soziale Gerechtigkeit, soziale Menschenrechte und Freiheitsrechte auf verschiedenen Kontinenten.

 

Abbildung 1: Das Emblem des forumZfD und seiner Veranstaltungsreihe "X-change"

Mit der Veranstaltung wollte ich zum einen Einblicke gewinnen, wie der Begriff des zivilen Widerstands in den Gedanken und Praktiken nichtakademischer Akteur*innen artikuliert wird. Zum anderen wollte ich einen Dialog zwischen mir als Promovierendem und Friedenspraktiker*innen initiieren, um bei dieser Gelegenheit offene Fragen zum zivilen Widerstand zu diskutieren.

Die Diskussion dieses X-change begann mit einem kleinen Vortrag, in dem ich kurz die bekannten und unbekannten Fakten des zivilen Widerstands in einem relativ wenig erforschten Land – Bangladesch – darstellte. Danach lud der X-change andere Teilnehmer dazu ein, von ihren länderspezifischen Erfahrungen mit zivilem Widerstand zu berichten. Die X-change-Veranstaltung erwies sich somit als Informationsquelle für bekannte und unbekannte Fälle von zivilem Widerstand – sowohl aus meiner Perspektive als Forscher als auch aus der Perspektive von Praktiker*innen.

 

Hier geht es zum Forum Ziviler Friedensdienst e.V. 

Weitere Informationen über das Projekt „Außeruniversitäre Karriere“ sind auf der BGHS Webseite zu finden.

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Serviceleistungen der Universität Bielefeld für Promovierende

Veröffentlicht am 17. November 2022

Serviceleistungen der Universität Bielefeld für Promovierende

Wie schreibe ich eine Dissertation? Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich ins Ausland gehen möchte? Und kann ich einen Deutschkurs belegen?

Am  Mittwoch, 26. Oktober 2022, hat die BGHS eine Informationsveranstaltung mit dem International Office, dem Schreiblabor und PunktUm, angeboten, um diese ersten Fragen zu klären und die Angebote der Universität Bielefeld zur Unterstützung der Promovierenden bei ihrer Promotion vorzustellen.

Hier findet Ihr die Präsentationsunterlagen mit den wesentlichsten Informationen zu den verfügbaren Angeboten:

Schreiblabor der Uni Bielefeld

PunktUm: Deutsche Sprache lernen

Zeit im Ausland verbringen

Auslandsaufenthalt (Flyer)

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Praktiker*innen im Gespräch Teil 28

Veröffentlicht am 8. November 2022

::Außeruniversitäre Karrieren::

Praktiker*innen im Gespräch Teil 28

 

Viele Wege führen aus der BGHS. Aber wohin führen Wege nach der Promotion konkret? Wir sprechen  mit Historiker*innen und Sozialwissenschaftler*innen, die ihren Beruf außerhalb der Universität ergriffen haben. Stephanie Geissler hat mit uns über ihre Tätigkeit für „Arbeit und Leben VHS/DGB im Kreis Herford e.V.“ gesprochen.

 

Abbildung 1: Stephanie Geissler

Stephanie, Du hast 2016 in der Geschichtswissenschaft promoviert. Wenn Du Dich an den Einstieg in Deinen Beruf erinnerst: Wie hast Du den Einstieg gefunden? 

 

Stephanie Geissler: Ich hatte zu Beginn meiner Promotion ein Stipendium. Aber wie das bei einem Stipendium so ist: Das Stipendium ist nach drei Jahren vorbei; die Promotion aber noch nicht fertig. Ich habe dann parallel zur Promotion angefangen, freiberuflich für Museen Ausstellungskonzepte und Fundraising-Strategien zu entwickeln. Zu dieser Zeit bin ich auch mit „Arbeit und Leben“ in Kontakt gekommen: Dort wurde zufällig zu dem Zeitpunkt eine Verwaltungstelle frei, auf die ich mich beworben habe. Für mich war das eine gute Gelegenheit, um mit einer halben Stelle abgesichert zu sein und mit meiner freiberuflichen Tätigkeit weitermachen zu können. Es hat niemand mehr damit gerechnet, dass ich die Promotion abschließe. Ich auch nicht. (lacht)

 

Wie bist Du zu Deiner aktuellen Position gekommen?

Stephanie Geissler: Die Stelle als Verwaltungsmitarbeiterin hatte ich bei „Arbeit und Leben“ ab 2007. Ein Jahr später bin ich hier auf eine Stelle als Bildungsreferentin gewechselt, und habe vor allem Bildungsurlaube geplant und durchgeführt, mich aber auch um Finanzen und Veranstaltungsplanung gekümmert. Geschäftsführerin bin ich hier seit 2021.

Du arbeitest für „Arbeit und Leben VHS/DGB im Kreis Herford e.V.“. Wo arbeitest Du genau?

Stephanie Geissler: „Arbeit und Leben“ wurde vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und den Volkshochschulen (VHS) unmittelbar nach Ende des Zweiten Weltkriegs zur Demokratieerziehung der Arbeitnehmer*innenschaft gegründet. Heute gibt es „Arbeit und Leben“ in allen Bundesländern und – in unterschiedlicher Dichte – als lokale Arbeitsgemeinschaften. Wir in Herford sind als eingetragener Verein verfasst und bieten Fortbildungen für betriebliche Interessenvertretungen sowie ein Bildungsurlaubsprogramm an. Darüber hinaus laufen bei uns zwei Projekte: die „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus“ für den Regierungsbezirk Detmold und die „Fachstelle NRWeltoffen“, die Antirassismusarbeit im Kreis Herford leistet. Und wir machen politische Bildungsveranstaltungen wie jetzt zum Beispiel zum Ukraine-Krieg.

 

Abbildung 2: Stephanie Geissler während eines Bildungsurlaubs in Prora

Du bist Geschäftsführerin bei „Arbeit und Leben“. Was sind Deine wichtigsten Aufgaben?

Stephanie Geissler: Die letzten beiden Jahre waren sehr stark vom Thema „Finanzen“ geprägt. Wir sind getragen von DGB und VHS, aber wir erwirtschaften unsere Gehälter zum größten Teil durch die Seminareinnahmen. Unter Coronabedingungen konnten unsere Seminare, bei denen der Austausch und die Vernetzung unter den Teilnehmer*innen ganz zentral sind, allerdings kaum in Präsenz angeboten werden. Und so sind wir in einen finanziellen Engpass geraten. Also, um es kurz zu sagen: In den beiden letzten Jahren war es meine Hauptaufgabe, mich um die Finanzdramatik zu kümmern. Neben den Finanzen ist Personalführung ein wesentlicher Aspekt meiner Arbeit: Hier im Verein sind mittlerweile elf Leute beschäftigt. Und schließlich habe ich noch Aufgaben in unserem Bildungsurlaubsprogramm. Meine Aufgaben im Bereich „Bildungsurlaub“ gehören allerdings nicht zum Aufgabenbereich als Geschäftsführerin, sondern zum operativen Geschäft.

Welche Tipps hast Du für Promovierende aus Soziologie und Geschichtswissenschaft, die sich für Dein Tätigkeitsfeld interessieren?

Stephanie Geissler: Ich würde sagen: Probiert es aus! Also, wenn jetzt jemand bei uns anrufen und zum Beispiel sagen würde: „Ich habe mich mit einem regionalgeschichtlichen, einem sozialpolitischen oder gewerkschaftlichen Thema beschäftigt. Können wir was zusammen machen?“ Dann würde ich darüber nachdenken und ausloten: Was können wir zusammen machen?

Stephanie, vielen Dank für das Gespräch. 

 

Das Gespräch führte Ulf Ortmann. Das gesamte Interview findet Ihr hier.

Weiterführende Informationen zu dem Projekt "Außeruniversitäre Karriere" findet Ihr hier, die vorherigen Interviews der Reihe sind hier verfügbar.

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Buchpreis für BGHS-Alumna Mahshid Mayar

Veröffentlicht am 8. November 2022

 Buchpreis für BGHS-Alumna Mahshid Mayar

 

BGHS-Alumna Mahshid Mayar wird am 11. November den “Shelley Fisher Fishkin Prize for International Scholarship in Transnational American Studies" für ihr Buch Citizens and Rulers of the World: The American Child and the Cartographic Pedagogies of Empire verliehen bekommen. Der Preis wird jährlich von der American Studies Association für originelle Forschung im Bereich der transnationalen Amerikastudien verliehen.

Wir gratulieren sehr herzlich zu diesem Erfolg!

 

Mashid Mayar)

Mahshid hat ihre Promotion 2016 in der Geschichtswissenschaft mit der Dissertation “Citizens and Rulers of the World: American Children and World Geography at the Turn of the Twentieth Century” abgeschlossen.

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Welcome Day Wintersemester 2022/2023

Veröffentlicht am 20. Oktober 2022

Welcome Day Wintersemester 2022/2023

 

:: 20 neue Promovierende an der BGHS ::

Am Dienstag, den 11. Oktober, fand der BGHS-Welcome Day im Wintersemester 2022/23 statt, diesmal wieder persönlich in der BGHS. Die BGHS-Direktor*innen Klaus Weinhauer und Ruth Ayaß begrüßten die neuen Promovierenden, die dann Gelegenheit hatten, sich selbst vorzustellen und die Promovierendenvertreter*innen und die Mitarbeiter*innen der BGHS-Geschäftsstelle kennenzulernen. Anschließend führte Sabine Schäfer in das Ausbildungs- und Studienprogramm der BGHS ein. Wir wünschen allen neuen Mitgliedern einen schönen Anfang der Promotion an der BGHS.

Neue BGHS Promovierende und ihre Forschungsprojekte:

Jasper Bendler (Soziologie): Die Entwicklung von Normakzeptanz. Eine Untersuchung der Entwicklungsverläufe, Einflussfaktoren und Wechselwirkungen der Akzeptanz von Rechtsnormen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Felix Bitterer (Soziologie): The importance of political attitudes for occupational choices and careers in public service

Melina Bonerz (Soziologie): Why are we not flooding the streets? A case study of the diffusion of and coalition-building around anti-femi(ni)cide activism in Germany

Felix Gumbert (Soziologie): How to Build an Echo Chamber. Virtuelle Ethnographie zur Genese von Kommunikationsräumen in sozialen Medien

Svenja Holste (Soziologie): ‘The Arctic We Know?!’ Arctic knowledge, natural scientists’ worldviews and the framing of research agendas

Ricardo Kelm (Soziologie): Constructing Identity, Challenging Representations: Hegemonic Struggles in Discourses on ‘European Security Identity’

Stefan Knauff (Soziologie): Regionalization of Stereotyping in Online Spaces using Text Based Computational Sociology Methods

Jonas Kramer (Soziologie): Das alltägliche Planungsgespräch. Die Herstellung von Zukunft in projektiven Gattungen

Jakob Krusche (Geschichte): Gruppen bewaffneter Zivilisten in Mexiko. Historische Einordnung eines Phänomens unter Bezugnahme auf aktuelle Entwicklungen

Talha Minhas (Geschichte): Practices of Comparing in late colonial and Modern Nationalist Historiography in Pakistan (1850-1980). Calling for a Global History in Pakistan through a Practice-theoretical Approach to Anti-Nationalist Historiography

Cristóbal Moya (Soziologie): The force of injustice and the legitimation of social inequalities

Amelie Nickel (Soziologie): Marketization, institutional anomie, and societal consequences

Hoang Long Nguyen (Soziologie): Big Spatial Data: Potentials and Limitations for Empirical Social Research

Ingo Pätzold (Geschichte): „Wann fangen wie endlich an, nicht nur nachts homosexuell zu sein?“ Die diskursive Verortung der Theatergruppe „Brühwarm“ in der politischen Schwulenbewegung der 1970er Jahre in der BRD. Ein digitales Close Reading ihrer Auftritte

Stefan Rohrhirsch (Soziologie): Environmentality. On the Critique of Environmental Reason

Ilgım Şimşek (Soziologie): Queer Narratives Throughout Generations in Turkey

Stephan Skolarski (Soziologie): Institutional racism in Germany. Intergroup contacts and ethnic prejudices among employees in public institutions

Can David Tobias (Soziologie): Nationalstaatenindikatoren in the making – Die Herstellung quantitativer Leistungsvergleiche im Kontext globaler Politik am Beispiel des Financial Secrecy Index

Ragna Verhoeven (Soziologie): On Unifying, Communal and Consensual Aspects of Democracy — An Analysis of Potential of the Radical Theory of Democracy

Mikko von Bremen (Soziologie): Funding Priorities in Arctic Research – Institutional Structures and Consultation Processes at the Science-Policy Interface

Die Präsentation des Welcome Days ist hier zu finden:

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Auszeichnungen für BGHS Alumnus Edvaldo Moita

Veröffentlicht am 12. Oktober 2022

Auszeichnungen für BGHS Alumnus Edvaldo Moita

 

Edvaldo Moita wurde dieses Jahr mit gleich zwei Preisen für seine 2021 erfolgreich verteidigte Dissertation ausgezeichnet. Zuerst verlieh die Brasilianische Vereinigung für Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie (ABRAFI), eine nationale Sektion der Internationalen Vereinigung für Rechts- und Sozialphilosophie (IVR), ihm den Preis für die beste Dissertation im Jahr 2021. Im September bekam er außerdem den „European Award for Legal Theory“, ein Preis, der von der European Academy of Legal Theory (EALT) verliehen wird. Die Preisverleihung findet am 24. November an der Goethe-Universität Frankfurt am Main statt.

Edvaldo Moita konnte sich ebenfalls gegen die Konkurrenz durchsetzen und wurde letztes Jahr Professor für Rechtstheorie und Rechtsphilosophie an der Fluminense Federal University (UFF), Brasiliens größte Universität.

Wir gratulieren sehr herzlich zu diesen Erfolgen!

(©Edvaldo Moita)

Edvaldo Moita hat seine Promotion 2021 in der Soziologie mit seiner Dissertation „On the Nature and Impacts of Noncompliance: With a Study of Informality and Street Vending in Brazil” abgeschlossen.

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Buchpreis für BGHS-Alumnus Zoltán Simon

Veröffentlicht am 21. September 2022

Buchpreis für BGHS-Alumnus Zoltán Simon

BGHS-Alumnus Zoltán Simon hat ex-aequo für sein Buch „History in Times of Unprecedented Change: A Theory for the 21st Century“ (2019 erschienen bei Bloomsbury) den Buchpreis 2022 der International Commission for the History and Theory of Historiography (ICHTH) und des International Network for Theory of History (INTH) erhalten. Der Buchpreis wurde für das beste Buch, dass sich mit Aspekten der Geschichte und Theorie der Historiographie beschäftigt hat und zwischen 2016 und 2020 erschienen ist, verliehen. Wir gratulieren sehr herzlich zu diesem Erfolg!

(Links nach rechts: Edoardo Tortarolo, Zoltán Simon, Ewa Domanska, fotografiert von Marek Tamm)

Zoltán hat seine Promotion Anfang 2018 in der Geschichtswissenschaft abgeschlossen und forscht derzeit zum Projekt „The End of History and the End of the World“, das von der Gerda-Henkel-Stiftung finanziert wird.

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Podiumsdiskussion: Gesellschaft in der Dauerkrise?

Veröffentlicht am 14. September 2022

::Gesellschaft in der Dauerkrise?::

Anlässlich des 41. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), der in Bielefeld stattfindet, veranstaltet die Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS) in Kooperation mit der Volkshochschule Bielefeld eine Podiumsdiskussion am 27.09.2022, 18 bis 20 Uhr, im Historischen Saal der Volkshochschule Bielefeld.


Wenn Krisen oder Katastrophen auftreten, müssen sie beantwortet und bewältigt werden. Wir erwarten von der Politik, der Wissenschaft und anderen verantwortlichen Akteuren (auch von uns selbst), dass Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Schon hier finden Auseinandersetzungen statt: Was gilt als Krise? Was ist die geeignete Gegenmaßnahme? Welche Mittel sollen oder müssen aufgewendet werden? Können Lehren aus dem Umgang mit früheren Krisen gezogen werden?

Gegenwärtig überlagern sich vielfältige Krisenerfahrungen und Krisendiskurse. Klimakrise, Corona-Pandemie und Krieg in der Ukraine verschieben die Aufmerksamkeit der Politik, der Medien und der Wissenschaft immer wieder. Die verschiedenen Krisenszenarien und Krisenwahrnehmungen konkurrieren miteinander, sie überlagern sich und sie werden gegeneinander ausgespielt. Was bedeutet dies aber für den Umgang mit Krisen? Werden Maßnahmen oder Reformen durch dieses Gegeneinander verhindert oder erschwert? Was bedeutet es für unsere eigene Aufmerksamkeit und Wahrnehmung von Krisen, wenn der Krisenmodus zum Dauerzustand wird?

In einem interdisziplinären Dialog zwischen Soziologen und Historikerinnen werden die Mechanismen gesellschaftlicher Krisenwahrnehmungen, Krisenbearbeitung und deren Wandlungen diskutiert.

Mit:

Oliver Dimbath (Professor für Soziologie, Universität Koblenz-Landau)

Eleonora Rohland (Professorin für Umweltgeschichte, Universität Bielefeld),

Markus Schroer (Professor für Soziologie, Universität Marburg) und

Silke Schwandt (Professorin für Digital History, Universität Bielefeld).

Einführung und Moderation: Sabine Schäfer (BGHS) und Dr. Klaus Weinhauer (BGHS)

Der Eintritt ist frei.

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Berichte aus der Praxis Teil 7

Veröffentlicht am 5. September 2022

:: Außeruniversitäre Karrieren ::

Berichte aus der Praxis #Teil 7

„Berichte aus der Praxis“ werden von Promovierenden geschrieben, die in Kooperation mit einer außeruniversitären Organisation ein Praxisprojekt konzipiert und durchgeführt haben. Die BGHS fördert diese Vorhaben seit 2020 mit Stipendien. Im siebenten Teil der Reihe berichtet Gladys Vasquez Zevallos über ihr Praxisprojekt mit Kuskalla Abya Yala.

Wie das Ständige Forum für indigene Angelegenheiten der Vereinten Nationen feststellt, sprechen indigene Völker, obwohl sie weniger als 6 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, mehr als 4.000 der rund 6.700 Sprachen der Welt. Diese Statistik zeigt, dass die meisten indigenen Sprachen vom Sprachverlust bedroht sind. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass Staaten eine Integrationspolitik betrieben haben, insbesondere im Bildungswesen, die letztendlich in eine Assimilationspolitik mündete. Diese Politik bedeutete die Auferlegung westlicher Werte: vor allem die Auferlegung einer Einheitssprache, die die Diskriminierung indigener Völker, ihrer Kultur und Sprachen verstärkte. In den letzten Jahren gibt es jedoch eine wachsende Bewegung zur Wiederbelebung indigener Sprachen. Vor diesem Hintergrund habe ich in Zusammenarbeit mit Kuskalla Abya Yala einen Workshop organisiert, der sich mit den Praktiken der Wiederbelebung einheimischer Sprachen am Beispiel der Sprache Quechua beschäftigte. Kuskalla Abya Yala ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich in erster Linie der Wiederbelebung von Quechua widmet. Quechua ist in der Tat die am weitesten verbreitete indigene Sprachfamilie in Amerika; 7 bis 9 Millionen Menschen sprechen sie.

 

Abbildung 1: Meistgesprochene indigene Sprachen © Gladys Vasquez

 

Kuskalla hat mit Hilfe technologischer Möglichkeiten kostenlose Bildungsprogramme durchgeführt und gleichzeitig internationale Solidaritätsnetzwerke aufgebaut. Ziel des Workshops war es daher, die Erfahrungen verschiedener Akteur*innen mit unterschiedlichem intellektuellem Hintergrund bei der Verbreitung der Quechua-Sprache in zwei Hauptaspekten zu teilen:  Zum einen die Reflexion über postkoloniale Strukturen bei der Produktion von indigenem Wissen; zum anderen alternative Erfahrungen bei der Visualisierung und Verbreitung der Quechua-Sprache. Der Workshop war auf zwei Tage aufgeteilt, und die Ergebnisse standen in direktem Zusammenhang mit Strategien zur Verbreitung indigenen Wissens außerhalb der Bildungsräume, die historisch die sprachliche Diskriminierung gefördert haben.

Eine der wichtigsten Überlegungen betraf die Stereotypen, die indigene Sprachen umgeben. Indigene Gemeinschaften werden als zeitlos wahrgenommen, obwohl Anpassung und Migration ihr ständiges Merkmal sind. Eine weitere Überlegung betraf die Tatsache, dass indigene Sprachen nicht nur zur Kommunikation, sondern auch als Wissens-, Geschichts-, Erinnerungs- und Identitätssystem genutzt werden. Ein Großteil der Diskussion drehte sich darum, wie das Volk der Quechua seine Sprache wiederbelebt und gleichzeitig seine Identität zurückgewinnt.

All dies ist den verschiedenen Praktiken in ländlichen und städtischen Gebieten zu verdanken, die sich auf pädagogische Maßnahmen, Musik, künstlerische Darstellungen und Medien stützen. Viele dieser Initiativen begannen vor allem in den Anden, doch auch in den Vereinigten Staaten fördern viele indigene Einwanderer*innen die Quechua-Sprache in der akademischen Welt und in Gemeindegruppen. In den Vereinigten Staaten ist Quechua die am häufigsten unterrichtete indigene Sprache an den Universitäten mit etwa fünfzehn Programmen. Die Grundlage für diese Programme sind Partnerschaften mit indigenen Organisationen. In diesem Sinne förderte der Workshop die Schaffung und Stärkung von Netzwerken zwischen Akteur*innen, die das Wissen über die indigene Welt verbreiten.

Hier geht es zu Kuskalla Abya Yala.

Weitere Informationen über das Projekt „Außeruniversitäre Karriere“ sind auf der BGHS Webseite zu finden.

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