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BGHS.AKTUELL

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Buchpreis für BGHS-Alumnus Zoltán Simon

Veröffentlicht am 21. September 2022

Buchpreis für BGHS-Alumnus Zoltán Simon

BGHS-Alumnus Zoltán Simon hat ex-aequo für sein Buch „History in Times of Unprecedented Change: A Theory for the 21st Century“ (2019 erschienen bei Bloomsbury) den Buchpreis 2022 der International Commission for the History and Theory of Historiography (ICHTH) und des International Network for Theory of History (INTH) erhalten. Der Buchpreis wurde für das beste Buch, dass sich mit Aspekten der Geschichte und Theorie der Historiographie beschäftigt hat und zwischen 2016 und 2020 erschienen ist, verliehen. Wir gratulieren sehr herzlich zu diesem Erfolg!

(Links nach rechts: Edoardo Tortarolo, Zoltán Simon, Ewa Domanska, fotografiert von Marek Tamm)

Zoltán hat seine Promotion Anfang 2018 in der Geschichtswissenschaft abgeschlossen und forscht derzeit zum Projekt „The End of History and the End of the World“, das von der Gerda-Henkel-Stiftung finanziert wird.

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Podiumsdiskussion: Gesellschaft in der Dauerkrise?

Veröffentlicht am 14. September 2022

::Gesellschaft in der Dauerkrise?::

Anlässlich des 41. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS), der in Bielefeld stattfindet, veranstaltet die Bielefeld Graduate School in History and Sociology (BGHS) in Kooperation mit der Volkshochschule Bielefeld eine Podiumsdiskussion am 27.09.2022, 18 bis 20 Uhr, im Historischen Saal der Volkshochschule Bielefeld.


Wenn Krisen oder Katastrophen auftreten, müssen sie beantwortet und bewältigt werden. Wir erwarten von der Politik, der Wissenschaft und anderen verantwortlichen Akteuren (auch von uns selbst), dass Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Schon hier finden Auseinandersetzungen statt: Was gilt als Krise? Was ist die geeignete Gegenmaßnahme? Welche Mittel sollen oder müssen aufgewendet werden? Können Lehren aus dem Umgang mit früheren Krisen gezogen werden?

Gegenwärtig überlagern sich vielfältige Krisenerfahrungen und Krisendiskurse. Klimakrise, Corona-Pandemie und Krieg in der Ukraine verschieben die Aufmerksamkeit der Politik, der Medien und der Wissenschaft immer wieder. Die verschiedenen Krisenszenarien und Krisenwahrnehmungen konkurrieren miteinander, sie überlagern sich und sie werden gegeneinander ausgespielt. Was bedeutet dies aber für den Umgang mit Krisen? Werden Maßnahmen oder Reformen durch dieses Gegeneinander verhindert oder erschwert? Was bedeutet es für unsere eigene Aufmerksamkeit und Wahrnehmung von Krisen, wenn der Krisenmodus zum Dauerzustand wird?

In einem interdisziplinären Dialog zwischen Soziologen und Historikerinnen werden die Mechanismen gesellschaftlicher Krisenwahrnehmungen, Krisenbearbeitung und deren Wandlungen diskutiert.

Mit:

Oliver Dimbath (Professor für Soziologie, Universität Koblenz-Landau)

Eleonora Rohland (Professorin für Umweltgeschichte, Universität Bielefeld),

Markus Schroer (Professor für Soziologie, Universität Marburg) und

Silke Schwandt (Professorin für Digital History, Universität Bielefeld).

Einführung und Moderation: Sabine Schäfer (BGHS) und Dr. Klaus Weinhauer (BGHS)

Der Eintritt ist frei.

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Berichte aus der Praxis Teil 7

Veröffentlicht am 5. September 2022

:: Außeruniversitäre Karrieren ::

Berichte aus der Praxis #Teil 7

„Berichte aus der Praxis“ werden von Promovierenden geschrieben, die in Kooperation mit einer außeruniversitären Organisation ein Praxisprojekt konzipiert und durchgeführt haben. Die BGHS fördert diese Vorhaben seit 2020 mit Stipendien. Im siebenten Teil der Reihe berichtet Gladys Vasquez Zevallos über ihr Praxisprojekt mit Kuskalla Abya Yala.

Wie das Ständige Forum für indigene Angelegenheiten der Vereinten Nationen feststellt, sprechen indigene Völker, obwohl sie weniger als 6 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, mehr als 4.000 der rund 6.700 Sprachen der Welt. Diese Statistik zeigt, dass die meisten indigenen Sprachen vom Sprachverlust bedroht sind. Einer der Hauptgründe dafür ist, dass Staaten eine Integrationspolitik betrieben haben, insbesondere im Bildungswesen, die letztendlich in eine Assimilationspolitik mündete. Diese Politik bedeutete die Auferlegung westlicher Werte: vor allem die Auferlegung einer Einheitssprache, die die Diskriminierung indigener Völker, ihrer Kultur und Sprachen verstärkte. In den letzten Jahren gibt es jedoch eine wachsende Bewegung zur Wiederbelebung indigener Sprachen. Vor diesem Hintergrund habe ich in Zusammenarbeit mit Kuskalla Abya Yala einen Workshop organisiert, der sich mit den Praktiken der Wiederbelebung einheimischer Sprachen am Beispiel der Sprache Quechua beschäftigte. Kuskalla Abya Yala ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich in erster Linie der Wiederbelebung von Quechua widmet. Quechua ist in der Tat die am weitesten verbreitete indigene Sprachfamilie in Amerika; 7 bis 9 Millionen Menschen sprechen sie.

 

Abbildung 1: Meistgesprochene indigene Sprachen © Gladys Vasquez

 

Kuskalla hat mit Hilfe technologischer Möglichkeiten kostenlose Bildungsprogramme durchgeführt und gleichzeitig internationale Solidaritätsnetzwerke aufgebaut. Ziel des Workshops war es daher, die Erfahrungen verschiedener Akteur*innen mit unterschiedlichem intellektuellem Hintergrund bei der Verbreitung der Quechua-Sprache in zwei Hauptaspekten zu teilen:  Zum einen die Reflexion über postkoloniale Strukturen bei der Produktion von indigenem Wissen; zum anderen alternative Erfahrungen bei der Visualisierung und Verbreitung der Quechua-Sprache. Der Workshop war auf zwei Tage aufgeteilt, und die Ergebnisse standen in direktem Zusammenhang mit Strategien zur Verbreitung indigenen Wissens außerhalb der Bildungsräume, die historisch die sprachliche Diskriminierung gefördert haben.

Eine der wichtigsten Überlegungen betraf die Stereotypen, die indigene Sprachen umgeben. Indigene Gemeinschaften werden als zeitlos wahrgenommen, obwohl Anpassung und Migration ihr ständiges Merkmal sind. Eine weitere Überlegung betraf die Tatsache, dass indigene Sprachen nicht nur zur Kommunikation, sondern auch als Wissens-, Geschichts-, Erinnerungs- und Identitätssystem genutzt werden. Ein Großteil der Diskussion drehte sich darum, wie das Volk der Quechua seine Sprache wiederbelebt und gleichzeitig seine Identität zurückgewinnt.

All dies ist den verschiedenen Praktiken in ländlichen und städtischen Gebieten zu verdanken, die sich auf pädagogische Maßnahmen, Musik, künstlerische Darstellungen und Medien stützen. Viele dieser Initiativen begannen vor allem in den Anden, doch auch in den Vereinigten Staaten fördern viele indigene Einwanderer*innen die Quechua-Sprache in der akademischen Welt und in Gemeindegruppen. In den Vereinigten Staaten ist Quechua die am häufigsten unterrichtete indigene Sprache an den Universitäten mit etwa fünfzehn Programmen. Die Grundlage für diese Programme sind Partnerschaften mit indigenen Organisationen. In diesem Sinne förderte der Workshop die Schaffung und Stärkung von Netzwerken zwischen Akteur*innen, die das Wissen über die indigene Welt verbreiten.

Hier geht es zu Kuskalla Abya Yala.

Weitere Informationen über das Projekt „Außeruniversitäre Karriere“ sind auf der BGHS Webseite zu finden.

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Berichte aus der Praxis Teil 6

Veröffentlicht am 31. August 2022

:: Außeruniversitäre Karrieren ::

Berichte aus der Praxis #Teil 6

„Berichte aus der Praxis“ werden von Promovierenden geschrieben, die in Kooperation mit einer außeruniversitären Organisation ein Praxisprojekt konzipiert und durchgeführt haben. Die BGHS fördert diese Vorhaben seit 2020 mit Stipendien. Im sechsten Teil der Reihe berichtet Sinmi Akin-Aina über ihr Praxisprojekt mit dem Mathare Social Justice Centre.

Mathare ist eine der ältesten und größten informellen Siedlungen in Nairobi, Kenia, mit einer Bevölkerung von 500.000 Menschen. Mathare ist reich an Geschichte und war Schauplatz zahlreicher Kämpfe für Demokratie, soziale Gerechtigkeit und Menschenrechte. Das Mathare Social Justice Centre ist eine Initiative, die 2014 von jungen Gemeindemitgliedern in Mathare ins Leben gerufen wurde, um soziale Gerechtigkeit zu fördern und die außergerichtlichen Tötungen junger Männer durch die Polizei in der Gemeinde zu bekämpfen. Mathare ist ein Ort, an dem tagtäglich Formen physischer und struktureller Gewalt ungestraft zugelassen werden, ohne dass es für die Menschen in der Gemeinde Hoffnung auf Wiedergutmachung und Gerechtigkeit gibt. Zu diesen Formen der Gewalt gehören Zwangsräumungen, Landraub, polizeilicher Machtmissbrauch und außergerichtliche Tötungen, politische Gewalt und andere Formen der wirtschaftlichen, sozialen und psychologischen Marginalisierung. Angesichts dieser Missstände machte sich eine Gruppe junger Aktivist*innen aus der Gemeinde daran, ein Zentrum zu gründen, das sich auf die Förderung verschiedener Formen partizipativer Gerechtigkeit konzentriert. Dies führte zur Gründung der Kampagne Extrajudicial Killings and Police Abuse of Power, die außergerichtliche Tötungen und staatlich geförderte Gewalt dokumentiert. Der Participatory Action Report 2017: Who is Next? A Participatory Action Report Against the Normalization of Extrajudicial Killings in Mathare wurde drei Jahre nach der Gründung des Zentrums veröffentlicht und ist einer der Ersten, der die Menschenrechtsverletzungen durch den Staat in der informellen Siedlung von Nairobi detailliert aufzeigt. Der Bericht wurde von Akteur*innen aus der Community des Mathare Social Justice Center zusammengestellt, geleitet und geschrieben.

Abbildung 1: Das Emblem des Mathare Social Justice Centre

 

Im Rahmen des Praxisprojekts bestand mein Ziel darin, meine Fähigkeiten in den Bereichen Forschung, Politik, Monitoring oder Evaluierung einzusetzen, insbesondere in Zusammenarbeit mit Graswurzel- und Gemeinschaftsorganisationen, die sich im globalen Süden für sozialen Wandel engagieren. Dazu beantragte ich bei der BGHS ein Praxisstipendium zur Durchführung einer Programmevaluierung der grundlegenden Kampagne des Mathare Social Justice Centre zu Extrajudicial Killings and Police Abuse of Power.

In der internationalen Entwicklungsliteratur wird häufig von einem Kapazitätsgefälle zwischen der Arbeit von Graswurzelorganisationen und der Arbeit und dem Zeitaufwand gesprochen, die für die Berichterstattung und die Rechenschaft gegenüber Geldgebern erforderlich sind. Die Organisationen verfügen unter Umständen über wenig materielle Ressourcen und haben wenig Zeit, um sich an Projekten zu beteiligen, die – wie ein Großteil der für die Evaluation erforderlichen Arbeit – nicht zu den primären Aufgaben der Organisation gehören. Mein Praxisprojekt zielte daher darauf ab, diese Lücke, wenn möglich, zu schließen.

Die Informationen für die Evaluation habe ich hauptsächlich durch Interviews, eine Fokusgruppe und eine Dokumentenanalyse gesammelt. Dazu gehörten drei Interviews mit Gemeindemitgliedern, Programmmitarbeiter*innen und einem Vorstandsmitglied/Gründer der Organisation. An den Fokusgruppen nahmen sechs Personen teil, darunter Menschenrechtsbeobachter*innen der Gemeinde, Aktivist*innen und Programmmitarbeiter*innen.  Die Interviews und die Fokusgruppe dauerten zwischen 30 und 90 Minuten.

Die Hauptstärken der Kampagne Extrajudicial Killings and Police Abuse of Power liegen in ihrer Fähigkeit, Bewegungen aufzubauen und zu mobilisieren, sowie in ihrer anpassungsfähigen und vernetzten Programmgestaltung, die auf die Bedürfnisse der Gemeinschaft eingeht. Trotzdem gibt es nach wie vor bestimmte strukturelle Herausforderungen, die jedoch mit dem kenianischen Justiz- und Polizeisystem und einer Kultur zusammenhängen, die die straffreie Tötung armer, meist männlicher Jugendlicher zulässt.


Hier geht es zum Mathare Social Justice Centre.

Weitere Informationen über das Projekt „Außeruniversitäre Karriere“ sind auf der BGHS Webseite zu finden.

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Praktiker*innen im Gespräch Teil 27

Veröffentlicht am 26. Juli 2022

 ::Außeruniversitäre Karrieren::

Praktiker*innen im Gespräch Teil 27

 

Viele Wege führen aus der BGHS. Aber wohin führen Wege nach der Promotion konkret? Wir sprechen mit Historiker*innen und Sozialwissenschaftler*innen, die ihren Beruf außerhalb der Universität ergriffen haben. Andrea Schneider-Braunberger hat mit uns über ihre Tätigkeit für die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V. und die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte mbH gesprochen.

 

[Abbildung 1: Andrea Schneider-Braunberger]

 

Frau Schneider-Braunberger, Sie haben 1996 in Geschichte promoviert. Wenn Sie sich an den Einstieg in Ihren Beruf erinnern: Wie haben Sie den Einstieg gefunden? 

Andrea Schneider-Braunberger: Mein Einstieg war, glaube ich, unüblich. Am Tag nach der Disputation meiner Doktorarbeit habe ich einen amüsanten Anruf bekommen von meinem Doktorvater. Er hat mir davon erzählt, dass bei der Gesellschaft für Unternehmensgeschichte (GUG) die Position der Geschäftsführung zu besetzen ist, und mich gefragt, ob ich in der Lage bin, auf Englisch Geschäftsbriefe zu formulieren. Das konnte ich tatsächlich sehr gut, weil ich während meines Studiums in einem Schreibbüro gearbeitet habe. Dann habe ich mich noch am selben Tag hier beworben, wurde am zweiten Tag nach meiner Disputation zum Vorstellungsgespräch eingeladen, und bekam den Job. Ich hatte mich damals auch beim Deutschen Historischen Museum auf eine Volontariatsstelle und auf eine Stelle als Referentin beim Deutschen Bundestag beworben. Es hätte also auch ganz anders kommen können. – Aber so bin ich, ohne dass ich das Ziel gehabt hätte, auf die Position geraten, auf der ich bis heute arbeite.

 

Wenige Tage nach der Disputation Geschäftsführerin zu sein: Wie haben Sie das erlebt?

Andrea Schneider-Braunberger: Ich fand es reizvoll, einen Beruf zu finden, in dem ich das im Geschichtsstudium erworbene Wissen anwenden kann. Gleichzeitig muss ich sagen: Ich habe Neuere Geschichte studiert und dort promoviert, aber über Unternehmensgeschichte wusste ich nichts. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Es war eine meiner ersten Aufgaben in meinem ersten Jahr hier bei der GUG, ein Symposium zu organisieren. Das war 1996. Ich habe damals die Liste der Themen der GUG-Symposien seit ihrer Gründung 1976 durchgesehen. Und da ist mir aufgefallen: Nationalsozialismus war nicht auf dieser Liste. Das wäre ein spannendes Thema! Das Symposium zum Nationalsozialismus hat dann Anfang 1997 tatsächlich hier stattgefunden. Zur gleichen Zeit wurde in den USA Druck auf die Deutsche Bank und die Allianz AG ausgeübt, die eigene NS-Geschichte aufzuarbeiten. Und erst nach dem Symposium war auch in Deutschland klar: Man muss Unternehmensgeschichte im NS aufarbeiten. Also, rückblickend würde ich sagen: Dieses Symposium zum Nationalsozialismus hat auch stattgefunden, weil ich ein bisschen naiv war.

 

Sie arbeiten für die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte. Wo arbeiten Sie genau? 

Andrea Schneider-Braunberger: Als die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte e.V.1976 gegründet wurde, hatte sie die Aufgabe, als außeruniversitäre Institution das Thema Unternehmensgeschichte zu stärken: einerseits durch die Organisation wissenschaftlicher Tagungen, Symposien und Arbeitskreise, andererseits durch die Herausgabe der „Zeitschrift für Unternehmensgeschichte“. Diese Aufgaben haben wir als Gesellschaft für Unternehmensgeschichte bis heute. Darüber hinaus führen wir als gemeinnütziger Verein auch zum Beispiel ein Projekt durch, in dem wir Material zur Unternehmensgeschichte für den Schulunterricht entwickeln. Neben diesen gemeinnützigen Aktivitäten sind wir wirtschaftlich tätig: Seit den 1980er Jahren wird die GUG von Unternehmen beauftragt, entweder ein Unternehmensarchiv aufzubauen oder eine Studie durchzuführen; sei es zu einer speziellen Frage, sei es zur gesamten Unternehmensgeschichte. Dadurch, dass wir immer mehr Aufträge von Unternehmen bekommen haben, kamen wir vor gut zehn Jahren an eine Grenze, die wir als gemeinnütziger Verein nicht überschreiten dürfen: mehr als die Hälfte unserer Umsätze im wirtschaftlichen Bereich zu erzeugen. Deshalb haben wir 2012 die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte mbH gegründet.

 

Sie leiten die Gesellschaft für Unternehmensgeschichte. Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben? 

Andrea Schneider-Braunberger: Erstens konzipiere ich unsere wissenschaftlichen Projekte: im Hinblick auf ihren Inhalt und auf ihr Budget. Zweitens habe ich die Rolle einer Vermittlerin zwischen verschiedenen Akteur*innen: Auf der einen Seite ist es in den Unternehmen meine Aufgabe, zu erklären, warum es wichtig ist, Unternehmensgeschichte wissenschaftlich aufzuarbeiten, und was wissenschaftliches Arbeiten in diesem Zusammenhang bedeutet. Auf der anderen Seite ist es meine Aufgabe, gegenüber unseren auf Honorarbasis beschäftigten Autor*innen für das Vertrauen zu sorgen, dass es bei uns keine Schönschreibereien gibt; und dass die wissenschaftliche Freiheit der Autor*innen gewährleistet ist. Manchmal kommt auch die Presse als Stakeholder dazu. Es ist also eine Übersetzungsarbeit, die ich zwischen verschiedenen sozialen Welten habe. Drittens habe ich als Geschäftsführerin kaufmännische Aufgaben, Vertragsangelegenheiten zu erledigen oder auch strategische Planungen voranzutreiben.

 

Welche Tipps haben Sie für Promovierende aus Soziologie und Geschichtswissenschaft, die sich für Ihr Tätigkeitsfeld interessieren?

Andrea Schneider-Braunberger: Sammeln Sie praktische Erfahrungen, um herauszufinden, wo die eigenen Leidenschaften, Stärken oder auch Schwächen liegen! Zum einen sind die Arbeitswelten, in denen Historiker*innen oder Soziolog*innen arbeiten, ja sehr verschieden. Zum anderen lernen wir in diesen Arbeitswelten auch über uns selbst: Für manche Menschen ist es großartig, mit vielen Menschen zu tun zu haben oder in der Gruppe zu arbeiten. Und andere finden sich als Einzelkämpfer*innen, etwa im Keller eines Archivs, gut zurecht.

 

Frau Schneider-Braunberger, vielen Dank für das Gespräch.


Das Gespräch führte Ulf Ortmann.

Das gesamte Interview findet Ihr hier: pdf.

Weiterführende Informationen zu dem Projekt "Außeruniversitäre Karriere" findet Ihr hier, die vorherigen Interviews der Reihe sind hier verfügbar. 

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Gute Nachrichten

Veröffentlicht am 19. Juli 2022

Rechtzeitig zur Sommerpause gibt es Erfreuliches aus der BGHS zu berichten.

Erstens ist es uns gelungen, die Stelle unserer Koordinatorin für Internationalisierung, Clara Buitrago, um ein Jahr zu verlängern. Clara bleibt uns also noch bis Ende Juni 2024 erhalten. Darüber freuen wir uns sehr!

Zweitens haben wir drei neue Promovierende für die im Frühjahr ausgeschriebenen BGHS-Stellen gewinnen können. Uns erwarten spannende Promotionsprojekte in der Fakultät für Soziologie, die hervorragende Anknüpfungsmöglichkeiten in die Geschichtswissenschaft bieten.

Und drittens waren wir mit unserem Antrag im Graduate School Scholarship Programme des DAAD erfolgreich, das nicht von den derzeit diskutierten Sparmaßnahmen betroffen ist. Wir können also Ende August zwei DAAD-Promotionsstipendien für internationale Kandidat*innen insbesondere aus Entwicklungs- und Schwellenländern ausschreiben (Stipendienbeginn: Oktober 2023).

Und dann freuen wir uns noch ganz besonders mit unseren BGHS-Mitgliedern, die in diesem Jahr ihre Promotionen abschließen konnten:

Lasse Bjoern Lassen (Geschichtswissenschaft): The “Castro Doctrine”: Cuban Diplomacy in Global Solidarity Organizations 1959-1967. Propagating Democracy of the Marginalized and Defending National Sovereignty in a Hostile World (10.01.2022)

Georg Kessler (Soziologie): Kriminalität im jungen Erwachsenenalter - Bedeutung für kriminologische Theoriebildung und Methodologie (09.02.2022)

Laura Lükemann (Soziologie): Gender inequalities in German work organizations: differences in claims-making for career progress and working time adjustment (14.02.2022)

Torben Möbius (Geschichtswissenschaft): Das Management ständigen Wandels: konkurrenzförmige Vergleichspraktiken der deutschen und der US-amerikanischen Eisen- und Stahlindustrie (1870–1940) (16.02.2022)

Jan-Holm Sussieck (Soziologie): Populismus. Die Zuschreibung illegitimer Volksorientierung in der Bundesrepublik Deutschland (03.03.2022)

Isabell Diekmann (Soziologie): Good Muslims, bad Islam? Zur differenzierten Betrachtung feindlicher Einstellungen gegenüber Menschen und Religion (14.03.2022)

Eileen Peters (Soziologie): Relational inequalities at work: How are social inequalities between cate-gorically different groups (re-) produces in local workplace contexts? (15.03.2022)

Ayomide Kolawole (Soziologie): The Ideas and Politics of Universal Social Pensions in the Global South: A Comparative Analysis (07.04.2022)

Katrin Weible (Soziologie): Social citizenship for “the poor”? Large N data construction, conceptualization, and comparative analysis of social cash transfers across the global South (04.05.2022)

Karsten Pieper (Soziologie): Publikumsbeobachtung im digitalen Wandel. Massen und Verdatung am Beispiel publizistischer Printmedien (11.05.2022)

Paul-Matthias Tyrell (Geschichtswissenschaft): „Only a stream between…“ Lokale Strategien im Umgang mit der „Filterfunktion“ der Grenze am Detroit River in den 1920er Jahren (01.06.2022)

Bastian Bredenkötter (Soziologie): Mobile Manager als Boundary Spanner. Eine Untersuchung der Grenzstellenarbeit in multinationalen Unternehmen (21.06.2022)

Marcus B. Carrier (Geschichtswissenschaft): Der Wert von Methoden - Methodenwahl in der forensischen Toxikologie des 19. Jahrhunderts im deutsch-französischen Vergleich (21.07.2022)

Lili Zhu (Geschichtswissenschaft): Deutsch-chinesischer Waffenhandel (1922-1941). Eine Verflechtungsgeschichte (06.07.2022)

Jan Handelmann (Soziologie): (Zwischen) Wissen und Nichtwissen: Vorstellungen von Fachleitungen zur Professionalität sozialwissenschaftlicher Lehrkräfte (07.07.2022)

Johannes Nagel (Geschichtswissenschaft): U.S. Military Reform and the Observation of the World, 1865–1905 (18.07.2022)

Wir gratulieren sehr herzlich und wünschen weiterhin viel Erfolg!

Last but not least noch eine Mitteilung in eigener Sache: Vom 08. bis 28. August geht die BGHS-Geschäftsstelle in die Sommerpause. Wir sind dann nicht zu erreichen. Dringende Angelegenheiten sollten also am besten sofort erledigt werden.

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Ausgezeichnete Doktorarbeiten

Veröffentlicht am 30. Juni 2022

Ausgezeichnete Doktorarbeiten

Die Universitätsgesellschaft Bielefeld (UGBi) hat am 29. Juni die Preise für die besten Doktorarbeiten der Universität Bielefeld verliehen. Auch zwei Absolvent*innen der BGHS wurden für ihre Abschlussarbeiten ausgezeichnet:

Stefan Laffin befasste sich in seiner Dissertation „Ein „Befreier“, der nicht mehr geht? Die alliierte Besatzung Süditaliens, 1943-1947“ mit dem von Konfliktlinien geprägten Konstrukt dieser alliierten Besatzung, die gekennzeichnet war von inneren Widersprüchen zwischen militärischen und politischen Funktionslogiken, Spannungen im alliierten Binnenverhältnis und von den Interaktionen zwischen Besatzern und Besetzten. Im Moment lehrt und forscht Stefan am Historischen Seminar der Leibniz Universität Hannover.

Abb. 1: Stefan Laffin (©Lena Wöhler/ Universität Hannover)

Vera Linke zeigt in ihrer Arbeit „Common Grounds. A Study of the Shared Foundations of Today’s Separate Spheres of Insurance“, dass die Privat- und Sozialversicherung aus einem gemeinsamen fachlichen Diskurs im 19. Jahrhundert hervorging, anders als die Forschung vermuten lassen würde, die beide als getrennte Sphären betrachtet: Darin konstituierte sich das gegenwärtige Verständnis von Versicherung als Vergesellschaftung von Risiken durch Organisation. Vera arbeitet zurzeit am Institut für Controlling und Unternehmensrechnung an der Helmut-Schmidt Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg.

Abb. 2: Dr. Vera Linke (© Vera Linke)

Die BGHS gratuliert den beiden Alumni sehr herzlich zu ihrer Auszeichnung!

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Linie 4: Der Erbstreit der Hohenzollern und die ‚Wahrheiten‘ der Geschichtswissenschaft

Veröffentlicht am 13. Juni 2022

Linie 4: Der Erbstreit der Hohenzollern und die ‚Wahrheiten‘ der Geschichtswissenschaft

Stellt die Geschichtswissenschaft ein authentisches Bild der Vergangenheit bereit oder bietet sie unterschiedliche Erzählungen von Geschichte an, angesiedelt irgendwo zwischen Fiktion und Faktizität? Dieser Frage widmet sich Jan Gräber in der öffentlichen Vortragsreihe Linie 4, die die BGHS gemeinsam mit der vhs Bielefeld veranstaltet. In seinem Vortrag „Welche Gegenwart erzeugt eigentlich die Geschichtswissenschaft? Eine Auseinandersetzung mit dem hohenzollerschen Erbstreit“ setzt er sich mit dem Beispiel des Erbstreits der Hohenzollern mit dem Land Brandenburg auseinander, in dem es um Schlösser, Kulturgüter, Geld und nicht zuletzt auch um Ansehen geht. In den Diskussionen um den Erbstreit steht neben den juristischen und politischen Fragestellungen besonders prominent der Umstand des „erheblichen Vorschubs“ im Mittelpunkt, also die Frage, ob die Hohenzollern wesentlichen Anteil am Aufstieg und Machterhalt des Nationalsozialismus hatten. Bei diesem Streitpunkt liefert die Geschichtswissenschaft die wesentliche und wissenschaftliche Expertise und entscheidet dementsprechend mit über die Erbberechtigung der Hohenzollern. Der Streitfall macht aber auch klar, dass es nicht um eine schnelle oder gar richtige Antwort auf historische Fragen geht. Vielmehr erweist er sich als Ringen um historische Wahrheit und ihre Konsequenzen für die Gegenwart. Dies führt schließlich zur Frage, welche Gegenwart die Geschichtswissenschaft mit ihren Geschichtsdeutungen eigentlich erzeugt.

Jan Gräber hat Geschichts- und Politikwissenschaften an der Universität Tübingen studiert und promoviert in der BGHS in Geschichtswissenschaft zum Thema „Die Widersprüchlichkeit einer eingreifenden Geschichte“.

Der Vortrag findet am Montag, 20. Juni 2022 um 18.15 Uhr im Murnau-Saal in der vhs Bielefeld, Ravensberger Park 1, statt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Hier findet Ihr Informationen über die Linie 4 und die Vorträge der Reihe.

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Linie 4: Algorithmen in der Arbeitswelt

Veröffentlicht am 1. Juni 2022

Linie 4: Algorithmen in der Arbeitswelt

 

Die Vergabe von Krediten, die Belegung von Maschinen oder die Personalauswahl – immer häufiger setzen Unternehmen und andere Arbeitsorganisationen digitale Techniken ein, wenn es darum geht, Entscheidungen zu treffen. Grundlegend dafür sind Algorithmen, das heißt eindeutige Handlungsvorschriften, die mathematische Probleme lösen. In der öffentlichen Vortragsreihe Linie 4, die die BGHS gemeinsam mit der vhs Bielefeld veranstaltet, beschäftigt sich Elisa Gensler mit den Herausforderungen und Chancen, die der Einsatz von Algorithmen in der Arbeitswelt auf die Beschäftigten haben kann. In ihrem Vortrag „Ich bin kein Roboter“ – Wenn Algorithmen Entscheidungsprozesse in der Arbeitswelt übernehmen“ fragt sie nach der Bedeutung, die Algorithmen jetzt schon für Arbeitsprozesse haben, und den Auswirkungen auf die Selbstbestimmung von Beschäftigten, wenn Algorithmen die Entscheidungen prägen oder sie ihnen sogar vollständig abnehmen.

Elisa Gensler arbeitet seit 2019 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Forschungsinstitut für Kognition und Robotik (CoR-Lab) und im Arbeitsbereich „Technischer und Sozialer Wandel“ an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Seit 2019 ist sie auch Doktorandin im interdisziplinären NRW-Forschungskolleg „Gestaltung von flexiblen Arbeitswelten (Arbeit 4.0)“ und in der BGHS. Sie promoviert zum Thema „Die Gestaltung und Bewertung algorithmischer Steuerung und Kontrolle in Arbeitsorganisationen und ihre Auswirkungen auf die Arbeitsautonomie von Beschäftigten“. Sie hat Soziologie an den Universitäten Bamberg und Bielefeld studiert.

Der Vortrag findet am Montag, 13. Juni 2022 um 18.15 Uhr im Murnau-Saal in der vhs Bielefeld, Ravensberger Park 1, statt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Hier findet Ihr Informationen über die Linie 4 und die Vorträge der Reihe.

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Praktiker*innen im Gespräch Teil #26

Veröffentlicht am 31. Mai 2022

::Außeruniversitäre Karrieren::

Praktiker*innen im Gespräch #Teil 26

Viele Wege führen aus der BGHS. Aber wohin führen Wege nach der Promotion konkret? Wir sprechen im Sommersemester mit Historiker*innen und Sozialwissenschaftler*innen, die ihren Beruf außerhalb der Universität ergriffen haben. Urs Ruf hat mit uns über seine Tätigkeit bei der Technologieberatungsstelle NRW beim DGB NRW e.V. (TBS NRW) gesprochen.


Abbildung 1: Urs Ruf

Herr Ruf, Sie haben 1999 an der Fakultät für Soziologie promoviert. Wenn Sie sich an den Einstieg in Ihren Beruf erinnern: Wie haben Sie den Einstieg gefunden?

Urs Ruf: Nach der Promotion war meine Jobsuche nicht einfach. Das war im Jahr 2000: Als die erste große Internetblase auf ihren Höhepunkt zusteuerte und wenig später platzte. Ich hatte eine Affinität zur IT und meine Theorie war: Wenn man lesen und schreiben kann, findet man im wachsenden IT-Sektor einen Job. Über Bekannte bin ich dann ins Gespräch gekommen mit einer IT-Firma, die schon länger als SAP-Beratung tätig war und damals ins Internetgeschäft einstieg. Ich wurde dort angestellt und habe mich dann ins IT-Geschäft reingefuchst. Also, ich habe mich nach der Promotion um 180 Grad gedreht, um in Lohn und Brot zu kommen.

Wie sind Sie zu Ihrer aktuellen Position gekommen?

Urs Ruf: Über eine Stellenanzeige in der Zeitung. Die TBS NRW hatte 2003 an ihrem Standort Bielefeld eine Position als Technologieberater für Betriebsräte ausgeschrieben. Da hab ich mich beworben und gesagt: Wenn die mich nicht nehmen, dann haben die den Schuss nicht gehört. Denn ich hatte mittlerweile gute IT-Beratungskenntnisse, einen sozialwissenschaftlichen Hintergrund, eine Berufsausbildung als Werkzeugmacher, Erfahrung bei der Arbeit in betrieblichen Interessenvertretungen und war Gewerkschaftsmitglied. Die Stelle wurde mir tatsächlich angeboten, und so bin ich zur TBS gekommen

Sie arbeiten für die Technologieberatungsstelle NRW beim DGB NRW. Wo arbeiten Sie genau?


Abbildung 2: Logo der TBS NRW

 

Urs Ruf: Die TBS NRW ist ein eingetragener Verein, der vom Arbeitsministerium NRW und vom DGB NRW getragen wird. Wir beraten betriebliche Interessenvertretungen: Betriebsräte, Personalräte oder – im kirchlichen Bereich – Mitarbeiter*innenvertretungen. Eine Angelegenheit, bei der ein Betriebsrat mitzubestimmen hat, ist die Einführung von IT-Systemen, die Verhaltens- und Leistungskontrolle von Arbeitnehmer*innen ermöglichen. Deshalb heißen wir Technologieberatungsstelle. Wir unterstützen Interessenvertretungen zum Beispiel dabei, herauszufinden: Wo ist Verhaltens- und Leistungskontrolle mithilfe des neuen technischen Systems möglich? Wie kann die Verhaltens- und Leistungskontrolle technisch oder organisatorisch so gestaltet werden, dass die Kontrolle nicht übermäßig ist? Und wie können Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite in dieser Sache Kompromisse miteinander finden? Andere Angelegenheiten betrieblicher Mitbestimmung sind zum Beispiel Arbeitszeit und Gesundheit. Wir beraten also auf der betrieblichen Ebene, insbesondere bei Konflikten zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite. Darüber hinaus organisieren wir Fachtagungen zu Themen wie psychische Belastung am Arbeitsplatz; oder auch Arbeitskreise, in denen Vertreter*innen aus verschiedenen Unternehmen derselben Branche zusammenkommen.

Sie leiten die Technologieberatungsstelle NRW. Was sind Ihre wichtigsten Aufgaben?

Abbildung 3: Urs Ruf bei der Arbeit

Urs Ruf: Das kann ich mich jeden Morgen fragen. Wichtig ist vor allem, dass wir mit unseren Angeboten aktuelle Themen ansprechen, fachlich qualifiziert sind und das Ohr am Bedarf unserer Kund*innen haben. Dafür sind unsere Beschäftigten der entscheidende Faktor: Es ist wichtig, dass unsere Leute eine gute Arbeit haben; dass sie für ihre Arbeit gut qualifiziert sind; und dass das Betriebsklima gut ist. Als Leitung organisiere ich die internen Prozesse, mit denen an diesen Themen gearbeitet wird. Schließlich ist es eine meiner Aufgaben, die Vernetzung mit unseren Trägern und Partnern zu stärken. Das sind vor allem das Arbeitsministerium und die Gewerkschaften, aber auch Arbeitgeberverbände oder Forschungseinrichtungen, um nur einige zu nennen.

Welche Tipps haben Sie für Promovierende aus Soziologie und Geschichtswissenschaft, die sich für Ihr Tätigkeitsfeld interessieren?

Urs Ruf: Mein erster Tipp ist: Nehmen Sie Kontakt mit Leuten auf, die in der Beratung tätig sind! Der Kontakt mit den Leuten bietet zum Beispiel Gelegenheit, um herauszufinden, was mir an meiner beruflichen Tätigkeit wichtig ist: Der Kontakt mit Menschen? Oder vielleicht, dass ich etwas herstelle? Mein zweiter Tipp ist: Wenn man ein Faible dafür hat, in wechselnden Konstellationen unterwegs zu sein, dann kann Beratung das passende Tätigkeitsfeld sein. Man muss das mögen: Jeder Tag kann zu einer anderen Uhrzeit starten, führt an andere Orte. Und wenn man denkt: Jetzt haben wir hier ein längeres Projekt, dann kann es morgen auch schon wieder vorbei sein. Weil die Auftraggeber*innen sagen: Wir haben die Prioritäten geändert. Drittens will ich noch eine Erfahrung aus der Zeit kurz nach meiner Promotion teilen: Ich habe über Nomaden in Westafrika promoviert, um dann anschließend in einer ostwestfälischen Internetfirma zu arbeiten. Dort hatte ich Kolleg*innen mit Abschlüssen in Biologie, Theologie oder Physik. Also, ich würde sagen: Wenn man an der Uni gelernt hat, sich in Themen einzuarbeiten, dann kann man sich auch neue Tätigkeitsfelder erschließen. Vorausgesetzt, man erlaubt sich, zu sagen: Das war ein schöner Lebensabschnitt – und jetzt mach ich was Neues.

Herr Ruf, vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Ulf Ortmann.

Das gesamte Interview findet Ihr hier:

Komplettversion als PDF

Weiterführende Informationen zu dem Projekt "Außeruniversitäre Karriere" findet Ihr hier, die vorherigen Interviews der Reihe sind hier verfügbar.

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Linie 4: Solidarität unter Nachbar*innen

Veröffentlicht am 17. Mai 2022

Linie 4: Solidarität unter Nachbar*innen

Nachbar*innen organisieren, gesellschaftliche Vereinsamung überwinden, Solidarität aufbauen und gemeinsam gegen Unrecht kämpfen. Diesen und ähnlichen Themen widmen sich Stadtteilbasisgruppen in Deutschland, die in jüngster Vergangenheit versuchen, eine lebendige Politik von unten in ihrem Stadtteil zu initiieren. Mit der Arbeit von Stadtteilbasisgruppen beschäftigt sich Marie-Sophie Borchelt in der öffentlichen Vortragsreihe Linie 4, die die BGHS gemeinsam mit der vhs Bielefeld veranstaltet. In ihrem Vortrag „Solidarität unter Nachbar*innen – politisches Handeln von unten erläutert sie, was Stadtteilbasisarbeit eigentlich ist und wie das geht. Informationen aus erster Hand liefert dabei ein Aktivist aus einer Stadtteilbasisgruppe, der darüber berichtet, wie es gelingen kann, Nachbar*innen zum politischen Handeln zu motivieren.

Marie-Sophie Borchelt arbeitet seit 2019 als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Politik und Gesellschaft der Universität Bielefeld und promoviert seit 2020 an der BGHS zum Thema „Raus aus der Subkultur – Rein in die Gesellschaft: Perspektiven zur Überwindung gesellschaftlicher Marginalität am Beispiel von Stadtteil(basis)arbeit in außerparlamentarischen linken Kontexten in der Bundesrepublik“. Sie hat in Bielefeld Gender Studies, Deutsch als Fremdsprache und Germanistik sowie Spanisch studiert.

Der Vortrag findet am Montag, 30. Mai 2022 um 18.15 Uhr im Murnau-Saal in der vhs Bielefeld, Ravensberger Park 1, statt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Hier findet Ihr Informationen über die Linie 4 und die Vorträge der Reihe.

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Praktiker*innen im Gespräch Teil #25

Veröffentlicht am 10. Mai 2022

::Außeruniversitäre Karrieren::

Praktiker*innen im Gespräch #Teil 25

Viele Wege führen aus der BGHS. Aber wohin führen Wege nach der Promotion konkret? Wir sprechen im Sommersemester mit Historiker*innen und Sozialwissenschaftler*innen, die ihren Beruf außerhalb der Universität ergriffen haben. Nicole Zielke hat mit uns über ihre Tätigkeit bei der Theaterwerkstatt Bethel gesprochen.


Abbildung 1: Nicole Zielke

Nicole, Du hast 2019 an der Fakultät für Soziologie promoviert. Wenn Du Dich an den Einstieg in Deinen Beruf erinnerst: Wie hast Du den Einstieg gefunden?

Nicole Zielke: Ich habe während meines Studiums hier in der Theaterwerkstatt Bethel ein Praktikum gemacht. Das war 2008. Und ich bin geblieben – in unterschiedlichsten Anstellungsverhältnissen: von freiberuflicher Arbeit über drittmittelfinanzierte Projektstellen bis zu meiner aktuellen Stelle, die immerhin zu 17 Prozent entfristet ist. Also, ich habe hier schon während des Studiums und während der Promotion gearbeitet. Die Tätigkeiten waren sehr verschieden: Ich hatte zum Beispiel eine Stelle, um die Theaterwerkstatt konzeptionell weiterzuentwickeln. Dann hatte ich eine Stelle, um mit der Theaterwerkstatt Quartiersarbeit für Menschen unter anderem mit Unterstützungsbedarfen zu machen – in Bethel, in anderen Stadtteilen aber auch im ländlichen Raum. Und ich hatte freiberuflich Aufträge, bei Theaterproduktionen als Dramaturgin zu arbeiten oder Ensembles anzuleiten.

Wie bist Du zu Deiner aktuellen Position gekommen?

Nicole Zielke: Indem ich über die Theaterwerkstatt Bethel einen Projektantrag an die Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur geschrieben habe. Der Antrag wurde genehmigt, und das Projekt hat zum Ziel, unser künstlerisches Arbeiten zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Die Methode, die wir hier seit 2005 für die künstlerische Praxis in heterogenen Gruppen entwickelt haben, nennt sich „Volxtheater“. Bei der Entstehung unserer Theaterstücke kooperieren erfahrene und weniger erfahrene Theaterspieler*innen miteinander. Dieses Zusammenspiel von Menschen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen, mit und ohne Beeinträchtigung nehmen wir in diesem Projekt unter die Lupe und erweitern unsere Konzepte insbesondere um die Theaterarbeit mit digitalen Mitteln.

Du arbeitest für die Theaterwerkstatt Bethel. Wo arbeitest Du genau?

Nicole Zielke: Die Theaterwerkstatt Bethel ist ein kleines soziokulturelles Zentrum und freies Theater, das durch die von Bodelschwinghschen Stiftungen grundfinanziert ist. Wir sind drei Mitarbeiter*innen, die hier angestellt sind. Zudem haben wir freie Mitarbeitende. Und es gibt Mitspieler*innen, die hier in ihrer Freizeit Theater machen. Das können Theaterproduktionen mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen sein. Die Mitspieler*innen in unseren Ensembles sind Schüler*innen, Senior*innen, Berufstätige, Studierende, Theaterinteressierte oder Menschen, die ambulant oder stationär in Bethel oder anderen Stadtteilen betreut werden. Neben den Theaterproduktionen haben wir noch eine Reihe weiterer Arbeitsbereiche, wie zum Beispiel den „Fachdienst Darstellende Künste“. Hier arbeiten wir eng mit stationären und ambulanten Institutionen in Bethel zusammen und unterstützen Klient*innen mit hohem Unterstützungsbedarf dabei, sich mit künstlerischen Mitteln auszudrücken, um selbstbestimmter leben zu können. Zweitens organisieren wir Workshops und Konferenzen zu den Themen Inklusion und Diversität. Und drittens moderieren wir Kommunikations- und Netzwerkprozesse wie jetzt zum Beispiel zu den Rochedale-Kasernen im Bielefelder Osten. Die Kasernen wurden bis 2020 von der britischen Armee genutzt, und wir werden zusammen mit der NRW-weiten Plattform TRANSURBAN einen Prozess moderieren, um Bürger*innen an diesem Stadtplanungsprojekt zu beteiligen: Welche Vorstellungen haben Anwohner*innen von der zukünftigen Nutzung der Kaserne? Und wie sollte das Gelände gestaltet werden?

Abbildung 2a und 2b: Nicole Zielke bei der Arbeit

Du bist Projektkoordinatorin und künstlerische Leitung. Was sind Deine – vielleicht: drei – wichtigsten Aufgaben?

Nicole Zielke: Das ist erstens das Ensemblemanagement. Also, ich moderiere die Theaterproduktionen und halte das Ensemble zusammen. Zweitens akquiriere ich die Auftritte, bin in Kommunikation mit den Veranstalter*innen und verantwortlich für die Logistik. Drittens habe ich viel mit der inhaltlichen Entwicklung der Theaterstücke zu tun. Viertens spiele ich bei den Theaterstücken auch mit. Das sind meine Aufgaben als künstlerische Leitung. Gleichzeitig bin ich aber auch mit der Akquise von Projektmitteln, der Öffentlichkeitsarbeit oder der Koordination des Netzwerks von freien Mitarbeitenden beschäftigt. Aber Du hast ja nach den wichtigsten drei Aufgaben gefragt. (lacht)

Welche Tipps hast Du für Promovierende aus Soziologie und Geschichtswissenschaft, die sich für Dein Tätigkeitsfeld interessieren?

Nicole Zielke: Für mich war es damals wichtig, Praxiserfahrung hier im Kunst- und Kulturbetrieb zu sammeln. Um nur einen Aspekt zu nennen: Künstlerische Praxis in sehr vielen, wechselnden Gruppenkonstellationen kann sehr anregend, aber auch sehr herausfordernd sein. Das musste ich für mich klären, ob ich mich darauf einlassen will. Und dann habe ich gute Erfahrungen mit Karriereplangesprächen beim Career Service gemacht. Dort habe ich nämlich über mich gelernt: Ich werde nicht mein Geld mit Wissenschaft verdienen, aber ich will damit in Kontakt bleiben. Ich nehme bis heute Lehraufträge an verschiedenen Hochschulen an, um Seminare zu qualitativen Methoden oder im Bereich der Alternsforschung zu geben.

Nicole, vielen Dank für das Gespräch.

Das Gespräch führte Ulf Ortmann.

Das gesamte Interview findet Ihr hier:

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Weiterführende Informationen zu dem Projekt "Außeruniversitäre Karriere" findet Ihr hier, die vorherigen Interviews der Reihe sind hier verfügbar.

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Linie 4: Die Gedenkstätte Buchenwald im Wandel politischer Interessen

Veröffentlicht am 3. Mai 2022

Linie 4: Die Gedenkstätte Buchenwald im Wandel politischer Interessen

Wie wird Geschichte für politische Zwecke benutzt und instrumentalisiert? Dieser Frage widmet sich Christoph Herkströter in der öffentlichen Vortragsreihe Linie 4, die die BGHS gemeinsam mit der vhs Bielefeld veranstaltet. In seinem Vortrag „Erinnerung als politisches Mittel. Die Gedenkstätte Buchenwald zwischen Antifaschismus der DDR und Opfergedenken der BRD“ betrachtet er am Beispiel der Gedenkstätte Buchenwald, wie unterschiedlich die Vergangenheit gedeutet werden kann und wie die Geschichte und das Gedenken dabei in Anspruch genommen werden. Nachdem Buchenwald während des Nationalsozialismus als Konzentrationslager und in der Nachkriegszeit als sowjetisches Speziallager genutzt worden war, wurde es später von der SED-Führung zu einer „Nationalen Mahn- und Gedenkstätte“ ausgebaut, um an die antifaschistischen Widerstandskämpfer*innen zu erinnern. Nach der Wende 1989/90 löste man sich von der Vermittlung des sozialistischen Antifaschismus und wandte sich dem Gedenken der Opfer zu. Im Vortrag geht es aber nicht nur um die politische Instrumentalisierung der Geschichte Buchenwalds, Christoph Herkströter wird einen Einblick geben, wie er als Geschichtswissenschaftler ein solch komplexes Thema erforscht.

Christoph Herkströter arbeitet seit 2020 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Arbeitsbereich Zeitgeschichte der Universität Bielefeld und promoviert seitdem an der BGHS zum Thema „Geschichtsräume im Wandel. Die museale Vermittlung der deutschen Zeitgeschichte in Ost- und Westdeutschland seit 1958“. Er hat in Bielefeld Geschichtswissenschaft und Germanistik studiert und war von 2015 bis 2020 als wissenschaftliche Hilfskraft im Arbeitsbereich „Geschichte als Beruf“ tätig. Während seines Studiums wirkte er zudem an einigen Ausstellungen mit und bringt diese praktische Erfahrung in den Vortrag ein.

Der Vortrag findet am Montag, 16. Mai 2022 um 18.15 Uhr im Murnau-Saal in der vhs Bielefeld, Ravensberger Park 1, statt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Hier findet Ihr Informationen über die Linie 4 und die Vorträge der Reihe.

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Linie 4: Ein Büro in den Tropen

Veröffentlicht am 26. April 2022

Linie 4: Ein Büro in den Tropen

Was haben eigentlich deutsche Konsuln im 19. Jahrhundert in Südamerika gemacht? Und wie kann man das erforschen? Diesen Fragen geht Tim Rieke in der öffentlichen Vortragsreihe Linie 4 nach, die die BGHS gemeinsam mit der vhs Bielefeld veranstaltet. In seinem Vortrag „Deutsche Bürokratie in tropischen Gefilden – Wie können Historiker*innen zu deutschen Konsuln in Südamerika im 19. Jahrhundert forschen?“ begleitet er anhand von unterschiedlichen Quellendokumenten deutsche Staatsvertreter des 19. Jahrhunderts in Übersee. Die Dokumente zeigen die vielfältigen Tätigkeiten der Konsuln, die Informationen an Behörden und Firmen vermittelten, den Handel fördern sollten und Ansprechpartner für ihre Landsleute im Ausland waren. Wie bei einem Puzzle geht es darum, diese Quellen zusammenzusetzen. Der Vortrag gibt aber nicht nur Einblicke in die Tätigkeiten der Konsuln, sondern auch in die Arbeitsweise eines Historikers im Bereich der transnationalen Geschichte.

Tim Rieke hat in Bielefeld und Bologna Geschichtswissenschaft und Germanistik studiert und promoviert seit 2021 in der Geschichtswissenschaft an der BGHS zum Thema „The socio-cultural role of German consuls in 19th century South America“. Er ist Promotionsstipendiat der Gerda-Henkel-Stiftung und ganz unbürokratisch durch den zufälligen Fund eines Quellentextes zu seinem Thema gekommen.

Der Vortrag findet am Montag, 02. Mai 2022 um 18.15 Uhr im Murnau-Saal in der vhs Bielefeld, Ravensberger Park 1, statt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Hier findet Ihr Informationen über die Linie 4 und die Vorträge der Reihe.

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BGHS-International Workshop

Veröffentlicht am 19. April 2022

BGHS-International Workshop "Social Movements on the Move: Interdisciplinary perspectives on global and local practices of street action, identity politics and remembrance." (19.-20. Mai 2022)

Die BGHS veranstaltet am 19. und 20. Mai den internationalen Workshop "Social Movements on the Move: Interdisciplinary perspectives on global and local practices of street action, identity politics and remembrance". Es handelt sich um die erste BGHS-Veranstaltung vor Ort nach mehr als zwei Jahren, die durch die Einschränkungen als Folge der Corona-Pandemie geprägt waren. Das Konzept des Workshops folgt den Grundprinzipien der BGHS von Interdisziplinarität, Internationalität und der Förderung der Eigeninitiative von Promovierenden auf dem Weg zur „Forscher*innenpersönlichkeit“. Gemäß dieser Prinzipien soll der Austausch, die Vernetzung und die Zusammenarbeit zwischen Promovierenden und erfahrenen Wissenschaftler*innen gefördert werden. Als erfahrene Wissenschaftler*innen nehmen Professor*innen der BGHS, des internationalen NEOLAiA-Netzwerks und der strategischen Partneruniversitäten der Universität Bielefeld teil.

Der Workshop bringt Expert*innen für soziale Frauenbewegungen, Arbeiter*innenbewegungen, Straßenaktionen innerhalb demokratischer Regime in Europa, neuere soziale und Volksbewegungen in Lateinamerika und Gedenkpraktiken zusammen. Die folgenden Gastdozent*innen haben ihre Teilnahme bestätigt:

  • Prof. Izabela Dahl - Universität Örebro / Gastdozentin am Institut für Geschichte
  • Prof. Natalia Krzyzanowska - Universität Örebro
  • Prof. Nicole Horáková - Universität Ostrava
  • Prof. Marica Tolomelli - Universität Bologna
  • Prof. Geoff Cubitt - Universität von York
  • Prof. Miguel Urrego - Universität Guadalajara/ CALAS Gast

 

Am ersten Tag des Workshops am Donnerstag, den 19. Mai, werden 13 Doktorand*innen, die im Rahmen des Calls ausgewählt wurden, in vier Gruppen Kurzvorträge halten. Die Vorträge basieren auf ihren Promotionsprojekten, die sie mit renommierten Expert*innen unserer internationalen Partneruniversitäten diskutieren werden. Dieses Format basiert auf unseren Erfahrungen mit dem BGHS Research Retreat. Darüber hinaus werden am Freitag, den 20. Mai, sechs Professor*innen der Universität Bielefeld und Gastdozent*innen unserer Partneruniversitäten in zwei Gesprächsrunden relevante Fragen zu sozialen Bewegungen und den Herausforderungen einer globalen Gesellschaft diskutieren. Ferner werden verschiedene soziale Aktivitäten und Informationsveranstaltungen den Teilnehmenden die Möglichkeit geben, Ideen und Erfahrungen auszutauschen. Die sozialen Aktivitäten stehen der gesamten BGHS-Community offen. Hier gibt es das Programm.

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