© Universität Bielefeld

uni.intern

uni.intern

Siggi-Räder stehen nicht mehr kostenfrei zur Verfügung

Veröffentlicht am 5. Januar 2024
Die Siggi-Leihfahrräder stehen den Mitarbeiter*innen der Universität seit Jahresbeginn stehen nicht mehr kostenfrei zur Verfügung. Der Vertrag mit den Sonderkonditionen ist zum 31.12.2023 ausgelaufen und konnte aus steuerrechtlichen Gründen nicht wieder verlängert werden.

Grußkartengenerator steht bereit

Veröffentlicht am 6. Dezember 2023

Update: Grußkarten können ab sofort online erstellt und versendet werden! 

Wie im vergangenen Jahr stellt die Universität Bielefeld im Beschäftigtenportal ab 6. Dezember den Grußkarten-Generator zur Verfügung. Mit diesem Generator können Beschäftigte der Universität ihre persönlichen Grüße zu Weihnachten oder zum Jahresende selbst erstellen und über die eigene E-Mail-Adresse digital an beliebig viele Empfänger*innen versenden.

Das Referat für Kommunikation stellt als Service einen digitalen Grußkarten-Generator zur Verfügung

Für die Gestaltung der Grußkarte stehen vier unterschiedliche Designs zur Verfügung. Neben der Option, den vorgegebenen Standardtext zu nutzen, kann der Text auch individuell verändert werden. Optional enthält der Gruß den Link zum Jahresrückblick 2023 in Bildern.

Die digitale Grußkarte ist nachhaltig, ressourcenschonend und mit dem Generator in drei Schritten ganz einfach erzeugt. Sollten bei der Anwendung des Generators dennoch Fragen offenbleiben, können diese an webredaktion@uni-bielefeld.de gestellt werden.

Sprachliche Kreativität in der Kommunikation

Veröffentlicht am 24. November 2023
Neuer Sonderforschungsbereich an der Universität Bielefeld

Unser wichtigstes Kommunikationsmittel, die Sprache, verändern wir stetig und passen sie aktuellen Gegebenheiten und Neuerungen an. In dem neuen Sonderforschungsbereich „Sprachliche Kreativität in der Kommunikation“ (SFB 1646) der Universität Bielefeld untersuchen Linguist*innen mit Kolleg*innen aus anderen Disziplinen den kreativen Prozess der sprachlichen Anpassung und Neuschöpfung. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat heute (24.11.2023) die Bewilligung des SFB bekannt gegeben. Gefördert wird der neue SFB zunächst rund vier Jahre von der DFG. In einem Zeitraum von bis zu zwölf Jahren werden in dem Verbund Phänomene der sprachlichen Kreativität ermittelt, analysiert und in einen umfangreicheren Diskurs gestellt. Die Fördersumme für den SFB beträgt bis zu zwölf Millionen Euro.
[Weiterlesen]

DFG-Fachkollegienwahl 2023: Vorläufiges Ergebnis steht fest

Veröffentlicht am 24. November 2023

Mehr als 54 000 Wissenschaftler*innen haben gewählt. 1631 Kandidierende hatten sich für die 649 Plätze in den 49 Fachkollegien zur Verfügung gestellt. Die Fachkollegien übernehmen im dreistufigen Verfahren aus Begutachtung, Bewertung und Entscheidung die Bewertung von Förderanträgen an die DFG und damit die fachliche Qualitätssicherung der Begutachtung.

Von der Universität Bielefeld wurden die folgenden Wissenschaftler*innen gewählt:

  • Professorin Dr. Silke Schwandt für das Fachkollegium Geschichtswissenschaften, Fach: Mittelalterliche Geschichte
  • Professorin Dr. Nina Heinrichs für das Fachkollegium Psychologie, Fach: Persönlichkeitspsychologie, Klinische und Medizinische Psychologie, Methoden
  • Professor Dr. Thomas Hellweg für das Fachkollegium Polymerforschung, Fach: Präparative und Physikalische Chemie von Polymeren
  • Professorin Dr. Barbara Hammer für das Fachkollegium Informatik, Fach: Künstliche Intelligenz und Maschinelle Lernverfahren

Ein Ergebnis der Wahl ist der erneut gestiegene Frauenanteil: Der Prozentsatz der gewählten Fachkollegiatinnen liegt bei 37,9. Bei der Wahl 2019 waren es 32,1 Prozent.

Mehr Informationen auf dem Wahlportal der DFG.

ERC-Spitzenförderung in Millionenhöhe für vier Forschende

Veröffentlicht am 23. November 2023

Bekanntgabe der Consolidator Grants des Europäischen Forschungsrats

Erstmals hat die Universität Bielefeld gleichzeitig vier Consolidator Grants des Europäischen Forschungsrats (ERC) eingeworben. Die prestigeträchtige Förderung geht jeweils an die Gesundheitswissenschaftler*innen Professorin Dr. Anna Oksuzyan und Professor Dr. med. Kayvan Bozorgmehr, den Physiker Professor Dr. Gergely Endrödi und die Sozialanthropologin Dr. Megha Amrith. Die Grants werden insgesamt mit mehr als 8 Millionen Euro gefördert, von denen 7,3 Millionen Euro an die Universität Bielefeld gehen. Die vier Forschungsprojekte sollen im Lauf des Jahres 2024 starten. Der ERC Consolidator Grant ist begehrt – diesmal wurden nur 14,5 Prozent der Anträge bewilligt. In Deutschland ist die Universität Bielefeld nach der Ludwig-Maximilians-Universität München in dieser Runde am stärksten in der Einwerbung von Consolidator Grants.

„Dass in derselben Förderrunde gleich vier mit der Universität verbundene Wissenschaftler*innen den Consolidator Grants erhalten, ist ein riesiger Erfolg. Ich gratuliere allen vier Forschenden herzlich dazu“, sagt Professorin Dr. Angelika Epple, Rektorin der Universität Bielefeld. „Sie alle haben durch herausragende Publikationsleistungen und internationale Forschungskooperationen auf sich aufmerksam gemacht. Mit den nun geförderten Forschungsprojekten gehen sie den nächsten Karriereschritt und bringen neue, zukunftsweisende Impulse in ihre Forschungsgebiete.“

Wie sich passives Pendeln auf die Familiengesundheit auswirkt 
Der ERC fördert Professorin Dr. Anna Oksuzyan mit dem Projekt COMFAM (Fördersumme: rund 2,2 Millionen Euro). Oksuzyan leitet die Arbeitsgruppe „Demografie und Gesundheit“ der Fakultät für Gesundheitswissenschaften. Ihr Projekt COMFAM soll sich mit den Effekten von passivem Pendeln befassen – regelmäßige Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz mit einem Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Eine zentrale Frage: Welche Folgen hat passives Pendeln auf Gesundheit und Wohlbefinden der Pendler*innen und ihrer Familienmitglieder? Dabei wird erfasst, wie sich die Effekte auf bestimmte soziale Gruppen voneinander abheben. Unterschieden wird etwa nach Geschlecht, sozioökonomischer Status oder Migrationshintergrund. Das Projekt nutzt Registerdaten aus Dänemark und Finnland und Umfragedaten aus Deutschland, dem Vereinigten Königreich und den USA. Anna Oksuzyan: „Wir werden die Pandemie als natürliches Experiment nutzen, um Effekte durch Veränderungen beim Pendeln während und nach der Pandemie zu untersuchen.“

Anna Oksuzyan wechselte 2021 an die Universität Bielefeld. Sie gebürtige Armenierin studierte Medizin und Public Health. Sie promovierte in Gesundheitswissenschaften an der Syddansk Universitet in Odense, Dänemark, wo sie von 2013 bis 2014 als Assistenzprofessorin tätig war. Zwischen 2014 und 2020 leitete Anna Oksuzyan eine Max-Planck-Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut für demografische Forschung in Rostock.

Welchen gesundheitlichen Einfluss die Lebensumgebung ausübt
Professor Dr. med. Kayvan Bozorgmehr erhält den Consolidator Grant für sein Projekt INTERSECT (Fördersumme: rund 2 Millionen Euro). Bozorgmehr leitet die Arbeitsgruppe „Bevölkerungsmedizin und Versorgungsforschung“ der Fakultät für Gesundheitswissenschaften. In INTERSECT untersuchen er und sein Team den Einfluss der Lebensumgebung von Menschen auf ihre Gesundheit und Sterblichkeit. „Eine Herausforderung ist, dass Menschen in der Regel ihren Wohnort selbst aussuchen und somit beeinflussen, wo sie leben“, sagt Bozorgmehr. Das schränke Aussagen zu Ursache und Wirkung stark ein. Das Projekt greift daher auf die Situation von Kontingentflüchtlingen zurück. Sie erhalten ihren Wohnort von Behörden zugewiesen, was die Studie als natürliches Experiment nutzt. Zudem liegen umfassende Daten zu ihrem Gesundheitszustand vor der Einreise vor. Das erlaubt, unter Verwendung innovativer Datenverknüpfungen, gesundheitliche Veränderungen in Abhängigkeit des zugewiesenen Wohnorts zu untersuchen. Bozorgmehr kooperiert dabei mit der Internationalen Organisation für Migration der Vereinten Nationen, dem Forschungsdatenzentrum am Bundesamt für Migration und Flüchtlinge sowie der Technologie- und Methodenplattform für die vernetzte medizinische Forschung. 

Kayvan Bozorgmehr wurde 2019 an die Universität Bielefeld berufen. Er studierte Humanmedizin in Frankfurt am Main und erhielt den Master of Science in Public Health an Universität Umeå in Schweden. 2012 promovierte er an der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Parallel zu seiner Bielefelder Arbeitsgruppe leitet er seit 2020 die Sektion „Health Equity Studies & Migration“ am Universitätsklinikum Heidelberg.

Welche Phasenübergänge das heiße kosmische Plasma seit dem Urknall durchlaufen hat
Professor Dr. Gergely Endrödi von der Fakultät für Physik wird mit dem Projekt CoStaMM durch den ERC gefördert (Fördersumme: rund 1,9 Millionen Euro). In dem Projekt geht es um die Phasenübergänge, die in der ersten Sekunde des Universums stattgefunden haben, und die dadurch erzeugten Gravitationswellen. Nach dem Urknall vor fast vierzehn Milliarden Jahren befand sich das Universum in einem heißen, dichten Zustand. Seitdem kühlt es sich ab und dehnt sich aus. „Wie diese Ausdehnung abläuft, wird durch die Bausteine der Materie bestimmt, Elementarteilchen wie Quarks und Gluonen“, erklärt Gergely Endrödi. Sein Projekt untersucht, welche Phasenübergänge das heiße kosmische Plasma in diesem Prozess durchlaufen hat. „In bestimmten Fällen passiert hierbei Ähnliches wie beim Kochen von Wasser, bei dem sich Blasen bilden. Die Kollision der entsprechenden Blasen der kosmischen Materie könnte Gravitationswellen erzeugt haben – ein Echo des Phasenübergangs, das wir heute noch entdecken können.“ Ein Fokus des Projekts liegt auf der erstmaligen Untersuchung der Thermodynamik von Quarks und Gluonen unter Berücksichtigung der elektromagnetischen Wechselwirkung. Um die zugrundeliegenden Gleichungen zu lösen, werden einige der weltweit leistungsstärksten Großrechner eingesetzt.

Gergely Endrödi wurde 2020 als Professor für Theoretische Physik an die Universität Bielefeld berufen. Er studierte Physik an der Eötvös Universität Budapest Ungarn, wo er ebenfalls promovierte. Von 2010 bis 2015 war er als Postdoktorand an der Universität Regensburg und von 2016 bis 2020 als Emmy Noether-Nachwuchsgruppenleiter an der Goethe-Universität Frankfurt tätig.

Wie die Wellness-Ökonomie zu neuen Formen der Ungleichheit führt
Der ERC fördert Dr. Megha Amrith mit dem Projekt WELL-ASIA (Fördersumme: rund 2 Millionen Euro). Die Sozialanthropologin leitet eine Max-Planck-Forschungsgruppe am Max-Planck-Institut zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften (MPI-MMG) in Göttingen. WELL-ASIA wurde über die Universität Bielefeld eingeworben. Das Projekt beschäftigt sich mit der Kommerzialisierung von Wohlbefinden als „Wellness“ in Südostasien – einem globalen Knotenpunkt der Wellness-Ökonomie. „Menschen reisen mehr denn je auf der Suche nach Erlebnissen, die ihr Wohlbefinden in einer Zeit gefühlter Unsicherheit fördern“, sagt Amrith. In Südostasien suchen sie Yoga-, Meditations- sowie Spa-Retreats auf und machen entgiftende Diäten oder Anti-Aging-Therapien. Über die Auswirkungen der Wellness-Ökonomie ist jedoch wenig bekannt. „Wellnessangebote hängen von der Leistung anderer Menschen ab, die oft wenig verdienen und deren Arbeit schlecht geschützt ist – zum Beispiel Wanderarbeiter*innen“, sagt Amrith. Ihre ethnografische Studie widmet sich der Frage: Welche sozialen, wirtschaftlichen und moralischen Veränderungen bringt das Streben nach Wellness mit sich und welche neuen Formen der Ungleichheit sind damit verbunden?

Megha Amrith leitet ihre Max-Planck-Forschungsgruppe „Ageing in a Time of Mobility“ (Altern in einer Zeit der Mobilität) am MPI-MMG seit 2017. Sie promovierte 2012 in Sozialanthropologie an der Universität Cambridge, Großbritannien. Von 2012 bis 2013 forschte sie am Centre for Metropolitan Studies der Universität von São Paulo in Brasilien sowie von 2014 bis 2017 am United Nations University Institute for Globalization, Culture and Mobility in Barcelona, Spanien.

Forschungsrat fördert exzellente Pionierforschung
Die ERC Consolidator Grants (CoG) richten sich an herausragende Wissenschaftler*innen aller Fachbereiche, deren eigene unabhängige Arbeitsgruppe sich in der Konsolidierungsphase befindet. Vor den jetzt mit der Förderung bedachten vier Wissenschaftler*innen erhielten drei weitere Forschende mit Bielefelder Verbindung die Förderung. Anfang 2023 bekam der Mathematiker Professor Dr. Benjamin Gess den CoG. Die Physikerin Professorin Dr. Gabi Schierning wechselte 2019, ausgezeichnet mit einem CoG, nach Bielefeld. Der Kognitionswissenschaftler Professor Dr. Christoph Kayser kam 2017 an die Universität, ebenfalls nachdem er einen CoG erhalten hatte.

Der Europäische Forschungsrat, 2007 von der Europäischen Union gegründet, ist die wichtigste europäische Förderorganisation für exzellente Pionierforschung. Er fördert herausragende Forschende aller Nationalitäten und jeden Alters, die Projekte in ganz Europa umsetzen.

Weitere Informationen:
Mitteilung des Europäischen Forschungsrats

Das Bildmaterial ist hier abrufbar.

Aktion Wunschstern in der Universität gestartet

Veröffentlicht am 23. November 2023

Weihnachtsgeschenke für die Menschen in Bethel

Seit mehr als 15 Jahren erfüllen Beschäftigte, Studierende und Gäste der Universität bei der Aktion „Wunschstern“ Wünsche von Menschen aus Bethel. Am Wunschbaum in der Universitätshalle hängen in diesem Jahr viele reale Wunschsterne, die vor Ort gepflückt und erfüllt werden können. Die meisten der knapp 2.000 Wünsche hängen jedoch im digitalen Sternenhimmel. Rektorin Professorin Dr. Angelika Epple und Pastor Ulrich Pohl, Vorstands-vorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, eröffneten die Wunschstern-Aktion am heutigen Donnerstag (23. 11. 2023). Die Tanzgruppe aus Bethel zeigte zum Start ihre aktuelle Performance. Ab jetzt können die Sterne gepflückt werden – in der Halle oder digital.

Die Wünsche in diesem Jahr sind wieder sehr vielfältig: Ein 33-jähriger Mann wünscht sich ein Box-Training in einem Ring (für Anfänger) in Bielefeld. Eine Gruppe älterer Menschen würde sich über eine Waffelbackaktion für die schwer an Depression Erkrankten freuen, um ihnen damit etwas Lebensfreude zu schenken. Ein Jugendlicher (13, Rollstuhl) wünscht sich einen Besuch bei der Feuerwehr oder der Polizei. Er möchte dort ein Fahrzeug gezeigt bekommen. Eine ältere Frau mit Rollator würde gern mit jemandem gemeinsam Essen gehen: Tintenfisch-ringe mit Pommes Frites.

Viele weitere freuen sich über kleine Päckchen mit Geschenken. Gewünscht werden außerdem Fan-Artikel von Arminia Bielefeld, Überraschungspakete und vieles mehr.

Geschenkpäckchen können bis zum 6. Dezember in der Poststelle der Universität Bielefeld abgegeben oder auch direkt zur Neuen Schmiede gebracht werden. Die Geschenke werden dann an die richtigen Empfänger*innen weitergeleitet.



Weitere Informationen und der Link zum virtuellen Sternenhimmel sind unter www.uni-bielefeld.de/wunschstern zu finden. Die Aktion Wunschstern existiert seit 2008 als eine Initiative der Universität Bielefeld in Kooperation mit den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. In den über 15 Jahren wurden mehr als 15.000 Wünsche erfüllt.


Die Tanzgruppe aus Bethel zeigte zum Start ihre aktuelle Performance.



Zum dritten Mal Humboldt-Professur für Universität Bielefeld

Veröffentlicht am 23. November 2023
Mathematiker David Damanik erhält höchstdotierten deutschen Wissenschaftspreis

Einzelne mathematische Gebiete in einen größeren fachlichen Zusammenhang zu stellen und miteinander zu verbinden, ist eine Kernkompetenz von Professor Dr. David Damanik von der Rice University (Houston, USA). Nun erhält er eine Humboldt-Professur an der Universität Bielefeld. Das gab die Alexander von Humboldt-Stiftung heute (23.11.2023) bekannt. Eine Humboldt-Professur wird über fünf Jahre mit bis zu fünf Millionen Euro gefördert. Finanziert wird der höchstdotierte internationale Forschungspreis Deutschlands vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

Mit seiner Humboldt-Professur wird David Damanik in der Fakultät für Mathematik den Bereich Dynamische Systeme und Mathematische Physik verstärken. Für Bielefeld handelt es sich um die dritte Humboldt-Professur, davon die zweite an der Fakultät für Mathematik. Jährlich ermöglicht die Alexander von Humboldt-Stiftung über 2.000 Forscher*innen aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. In weltweit über 140 Ländern pflegt die Stiftung ein fächerübergreifendes Netzwerk, darunter 61 Nobelpreisträger*innen.

„Wir heißen die Entscheidung der Alexander-von-Humboldt-Stiftung außerordentlich willkommen und freuen uns, Professor Damanik an unserer Universität zu begrüßen“, sagt Professorin Dr. Angelika Epple, Rektorin der Universität Bielefeld. „David Damanik setzt in seiner Forschung auf die Vernetzung von Mathematik und Physik. Damit passt er hervorragend zur gelebten Interdisziplinarität unserer Universität.“

Fokus auf ein bisher wenig repräsentiertes Forschungsfeld

„Als herausragender Mathematiker mit einem Schwerpunkt im Bereich der Dynamischen Systeme und der Mathematischen Physik soll David Damanik das Profil der Universität Bielefeld in diesem Bereich weiter schärfen und damit bisher in Deutschland unterrepräsentierte Themenfelder vertreten. Langfristiges Ziel ist es, die Universität Bielefeld als ein international sichtbares Zentrum für Dynamische Systeme und Mathematische Physik zu etablieren“, erklärt Professor Dr. Moritz Kaßmann, Dekan der mathematischen Fakultät der Universität Bielefeld. Maßgeblich vorbereitet wurde die Nominierung von Damanik vom Bielefelder Mathematiker Professor Dr. Sebastian Herr. „Die Beiträge von David Damanik zur Theorie der quasiperiodischen Schrödinger-Operatoren und der damit verbundenen dynamischen Systeme waren bahnbrechend“, erklärt Sebastian Herr, der bereits in der Vergangenheit mit Damanik zusammengearbeitet hat.

Mit Wissenschaftler*innen an der Universität Bielefeld kooperiert David Damanik seit mehr als 20 Jahren. 2018 wurde er mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet, der ihm erneut mehrere Gastaufenthalte in Bielefeld ermöglichte.

Langjährige Wissenschaftskarriere in den USA

David Damanik studierte Mathematik und Informatik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, wo er 1998 in Mathematik promovierte. Er setzte seine Karriere in den USA fort, in verschiedenen Positionen an der University of California, Irvine (2000-2001) und am California Institute of Technology, Pasadena (1999-2000 und 2001-2006). 2006 wechselte er als Associate Professor an die Rice University in Houston, Texas, USA. Dort wurde er 2009 ordentlicher Professor, 2011 Lehrstuhlinhaber und ist seit 2015 Robert L. Moody Sr. Professor.

Der Mathematiker ist Fellow der American Mathematical Society. 2020 und 2012 war Damanik Fellow der Simons Foundation, deren Ziel es ist, die Grenzen in mathematischer und Grundlagenforschung zu erweitern. 2018 wurde David Damanik studierte mit dem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet. Im Jahr 2014 erhielt er für einen Forschungsartikel in der Fachzeitschrift Annales Henri Poincaré den Preis für die herausragendste Publikation des Jahres in dem Magazin.

Forschungspreis unterstützt Gewinnung internationaler Spitzenkräfte

Die Alexander von Humboldt-Professur wird seit 2008 ausgeschrieben.  Sie ist der höchst dotierte Forschungspreis Deutschlands – das Preisgeld beträgt fünf Millionen Euro für experimentell arbeitende und 3,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende Wissenschaftler*innen. Die Auszeichnung wird von der Alexander von Humboldt-Stiftung vergeben und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Mit der Humboldt-Professur möchte die Stiftung deutschen Hochschulen ermöglichen, ihr eigenes Profil im weltweiten Wettbewerb zu schärfen. Dadurch geben sie Universitäten die Chance, Spitzenkräften aus der Forschung international konkurrenzfähige Rahmenbedingungen zu bieten. Der Preis beinhaltet zugleich die Verpflichtung, den neuen Humboldt-Professoren eine langfristige Perspektive für ihre Forschungen in Deutschland zu bieten.

Die erste Humboldt-Professur der Universität Bielefeld ging 2016 an den Mathematiker Professor Dr. William Crawley-Boevey. Der Wissenschaftler wechselte von der Universität Leeds (Großbritannien) nach Bielefeld. Die zweite Humboldt-Professur der Universität Bielefeld wurde 2021 an den Informatiker Professor Dr.-Ing. Yaochu Jin verliehen. Er kam von der University of Surrey (Großbritannien) nach Bielefeld.

Weitere Informationen:
Pressemitteilung der Alexander von Humboldt-Stiftung 

Kontakt:
Prof. Dr. Sebastian Herr, Universität Bielefeld 
Fakultät für Mathematik
Telefon 0521 106-4989
E-Mail: herr@math.uni-bielefeld.de

Das Bildmaterial ist hier abrufbar.

Neuer Sportkursraum mit Wohlfühlatmosphäre

Veröffentlicht am 21. November 2023

Arbeiten für den HSP-Place gestartet

Der Hochschulsport kann voraussichtlich im Frühsommer 2024 einen neuen Raum für Sportkurse anbieten. Im direkten Anschluss an den Gebäudeteil P entsteht auf der Ebene 0 ein 100 Quadratmeter großer Kursraum, der eine Wohlfühlatmosphäre verspricht. Besonders geeignet für Yoga- und Entspannungsübungen, wird er mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Die gesamte Innengestaltung soll nicht den Charme einer klassischen Sporthalle haben, sondern für die Nutzer*innen eher Gemütlichkeit und Ruhe ausstrahlen.

„Er ist auch für andere geeignete Sportkurse gedacht und wird als Multifunktionsraum genutzt“, erläutert der Leiter des Hochschulsports Marc Samson-Baudisch, der dankbar für die Erweiterung der Fläche für den Hochschulsport ist. „Ein Highlight ist die Möglichkeit, in dem Raum „Bungee Fitness“ anzubieten. Der Neubau ermöglicht durch eine verstärkte Decke die Verankerung der elastischen Seile“.

Von dem neuen Raum erhofft sich Samson-Baudisch auch etwas Entlastung für das sehr stark nachgefragte Hochschulsportprogramm. Pro Jahr nutzen 30.000 Kursteilnehmer*innen das Hochschulsportprogramm.

Das neue Gebäude hat eine reine Nutzfläche von 100 Quadratmetern, dazu kommt eine Fläche von 14 m2 für einen Geräteraum. Er ist durch die direkte Anbindung an den Sportbereich der Universität barrierefrei erreichbar. Umkleideräume und Duschen können im Sportbereich genutzt werden.

Der Neubau HSP-Place ist ein gutes Beispiel für nachhaltiges Bauen in der heutigen Zeit: Das Gebäude wird energieeffizient, klimaneutral und ressourcenschonend gebaut. Die Energie wird durch eine Wärmepumpe erzeugt. Eine Lüftungsanlage klimatisiert das Gebäude und die Räumlichkeiten und kühlt im Sommer das Gebäude über Deckenstrahlplatten. Die genutzten Bau- und Dämmstoffe lassen sich sehr gut recyceln und das Gebäude verbraucht keinen weiteren Boden, da es auf einer bereits vorhandenen Gebäudefläche entsteht.


Hier entsteht das neue Gebäude mit direktem Anschluss an den Sportbereich und so soll der geplante HSP-Place aussehen. Ein begrüntes Dach lässt die Statik leider nicht zu.

Aktion Wunschstern in der Universität

Veröffentlicht am 16. November 2023
Ab dem 23. November können Menschen aus der Universität Bielefeld den Menschen in Bethel zu Weihnachten eine Freude bereiten. Um 12 Uhr startet die Aktion Wunschstern digital und vor Ort in der Universität. In der Universitätshalle wird ein Weihnachtsbaum mit goldenen Wunschsternen geschmückt sein – vorbereitet von der Auszubildenden der Universität. Die knapp 2.000 Wünsche kommen von Jugendlichen und Erwachsenen der unterschiedlichen Einrichtungen in Bethel. Studierende, Beschäftigte der Universität sowie Besucher*innen können die Sterne vor Ort oder digital aussuchen und die Wünsche erfüllen. Rektorin Professorin Dr. Angelika Epple und Pastor Ulrich Pohl, Vorstandsvorsitzender der v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, eröffnen die Aktion um 12 Uhr gemeinsam am Weihnachtsbaum in der Universitätshalle. Die Tanzgruppe aus Bethel begleitet die Eröffnung mit einer Tanzperformance.

Universitätschor präsentiert Bachs Weihnachtsoratorium

Veröffentlicht am 16. November 2023

Konzert am 15. Dezember in der Oetker-Halle

Der Universitätschor Bielefeld und die Ev. Kantorei Sennestadt führen gemeinsam unter der Leitung von Dorothea Schenk das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in der Rudolf-Oetker-Halle auf. Konzerttermin ist der 15. Dezember, 20 Uhr. Der Vorverkauf der Karten ist gestartet.

„Jauchzet, frohlocket!“, so erklingt es zu Beginn des 1734 uraufgeführten Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach. Unter der Leitung von Dorothea Schenk werden am 15. De-zember in der Rudolf-Oetker-Halle die Teile I-III +V aufgeführt. Gemeinsam mit dem Universitätschor Bielefeld und der Ev. Kantorei Sennestadt sind vier renommierte Solist*innen zu hören: Anna-Sophie Brosig (Sopran), Sarah Romberger (Alt), Benjamin Glaubitz (Tenor) und Konstantin Ingenpaß (Bass). Die Begleitung übernimmt das Barockorchester L´Arco aus Hannover.

Der Kartenvorverkauf ist hier gestartet: Tourist-Information, Niederwall 23, Paper Shop, Universität, Neue Westfälische, Niedernstraße 21, Buchhandlung Kutzner, Reichowplatz 17 und Gemeindebüro Sennestadt, Fuldaweg 5. Restkarten gibt es ab 19 Uhr an der Abendkasse.

Universitätschor
Der Universitätschor präsentiert das Weihnachtoratorium von Bach erneut in der Rudolf-Oetker-Halle.  Foto: Universitätschor

Roboter mit „gesundem Menschenverstand

Veröffentlicht am 14. November 2023
Eine Story von Axel Kölling

Eine langfristig angelegte Kooperation zwischen Professor Dr. Philipp Cimiano von der Universität Bielefeld und Professor Dr. Michael Beetz von der Universität Bremen zielt darauf ab, Wissen aus unterschiedlichsten Quellen in maschinenlesbarer Form zugänglich zu machen. Diese Informationen können Robotern helfen, das nötige Wissen für die Bewältigung von Alltagsaufgaben zu erwerben.

Bei der Bewältigung des täglichen Lebens nutzen wir Menschen umfassendes Allgemeinwissen, ohne uns dessen bewusst zu sein. Wenn wir beispielsweise Obst schneiden wollen, wissen wir, welches Messer wir benutzen und wieviel Druck wir anwenden sollten. Falls wir auf Schwierigkeiten stoßen, können wir in Ratgebern nachlesen oder ein Erklärvideo auf YouTube ansehen. Dann verknüpfen wir die neuen Informationen mit unserem Manipulationswissen und unserem „gesunden Menschenverstand“, um die Aufgabe zu erledigen.

Im Rahmen einer Forschungskooperation gehen Professor Michael Beetz von der Universität Bremen und Professor Philipp Cimiano von der Universität Bielefeld jetzt der Frage nach, ob die menschliche Vorgehensweise bei der Lösung von neuen Aufgabenstellungen auch auf Roboter übertragen werden kann. Cimiano leitet in Bielefeld die Arbeitsgruppe semantische Datenbanken und ist Koordinator sowie Vorstandsmitglied des Center for Cognitive Interaction Technology (CITEC) , Beetz leitet in Bremen das Institut für Künstliche Intelligenz (IAI) und den Sonderforschungsbereich EASE (Everyday Activity Science and Engineering).

Wie Roboter eigene Wissenslücken schließen sollen

Das Detailwissen, das ein Roboter für eine scheinbar einfache Tätigkeit wie das Schneiden von Obst benötigt, ist sehr umfangreich, sofern die Aufgabe nicht jedes Mal unter komplett standardisierten Bedingungen bewältigt werden kann. Würde ein futuristischer Haushaltsroboter in der Küche stehen und von jemandem die Aufforderung bekommen, ein paar Äpfel zu schneiden, müsste er zunächst die passenden Objekte wählen und erkennen (Äpfel, Messer, Unterlage), sie dann korrekt greifen und positionieren, eine Strategie für das Schneiden wählen und schließlich die Äpfel in angemessen große Stücke zerteilen – und jeder dieser Prozesse muss in eine Vielzahl weiterer Teilaufgaben heruntergebrochen werden.

  Portraitfoto Professor Dr. Philipp Cimiano.
„Eine Herausforderung ist es, den Robotern beizubringen, Internetquellen zu lesen und zu interpretieren, Schlussfolgerungen daraus zu ziehen und in ihre Planungsprozesse einzubeziehen, um die besten Handlungen in einem gegebenen Kontext auszuwählen“, sagt Prof. Dr. Philipp Cimiano.  Foto: Universität Bielefeld/ Michael Adamski

Der zukünftige Roboter wird im ersten Moment vielleicht keine Ahnung haben, was mit dem Satz „Schneide ein paar Äpfel“ von ihm verlangt wird. Er wird aber in der Lage sein, seine Wissenslücken zügig zu schließen. Wichtige Grundlagen dafür legen die Professoren Beetz und Cimiano in ihrem Projekt, das als Auftakt für eine umfassendere Kooperation dienen soll. Vereinfacht gesagt wollen sie Roboter befähigen, sich selbstständig das benötigte Wissen aus unterschiedlichsten Quellen – beispielsweise Kochbüchern oder YouTube-Videos – anzueignen und es in detaillierte, maschinenverständliche Handlungsanweisungen zu übersetzen. Da auch ein Ratgeber wie ein Kochbuch noch vielfältiges Grundwissen voraussetzt, müssen die Roboter zusätzlich „common sense“ erwerben können – also eine Art gesunden Menschenverstand.

Um dies zu ermöglichen, müssen drei wesentliche Elemente ineinandergreifen: erstens Ontologien (maschinenlesbare Wörterbücher, zum Beispiel: Woran erkenne ich einen Apfel und welche konkreten Eigenschaften hat er?), zweitens sogenannte knowledge graphs, in denen das Wissen über die Beziehungen zwischen Objekten hinterlegt ist (zum Beispiel: die Äpfel liegen in der Schale), und drittens die Steuerungsprogramme der Roboter.


Wie Forschende aus Bremen, Bielefeld und Paderborn kooperieren


Die Kooperation zwischen den Universitäten Bremen und Bielefeld vereint umfassende Expertise, die für ein reibungsloses Zusammenspiel der drei Elemente notwendig ist. Professor Cimiano und das CITEC bringen wichtige Erfahrungen bei der Erforschung von KI-Systemen ein, die mit verschiedenen Umgebungen interagieren und daraus lernen – beispielsweise aus textbasierten Quellen. „Es gibt eine stetig wachsende Anzahl von Ressourcen und Quellen im Internet mit Common Sense Knowledge“, erläutert Cimiano. „Eine Herausforderung ist es, den Robotern beizubringen, diese Quellen zu lesen und zu interpretieren, Schlussfolgerungen daraus zu ziehen und in ihre Planungsprozesse einzubeziehen, um die besten Handlungen in einem gegebenen Kontext auszuwählen.“
Die Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Professor Beetz arbeiten bereits seit vielen Jahren an der Integration vielfältiger KI- und Roboterkomponenten in ganzheitliche Systeme. Ein Teilaspekt ist dabei auch die maschinelle Auswertung von Videos, um nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch Bewegungsmuster abzuleiten.

Michael Beetz interagiert mit Roboter in Küche
Prof. Dr. Michael Beetz leitet in Bremen das Institut für Künstliche Intelligenz (IAI) und den Sonderforschungsbereich EASE (Everyday Activity Science and Engineering).  Foto: Universität Bremen/Patrick Pollmeier

Eine wesentliche Grundlage der Kooperation ist die Offenheit für die Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftler*innen, die diese Infrastrukturen und Ergebnisse nutzen und erweitern möchten – auch als „Open Research“ oder „Open Science“ bezeichnet. Gemeinsam mit der Universität Paderborn haben die Universitäten Bielefeld und Bremen und daher das Joint Research Center on Cooperative and Cognition-enabled AI (CoAI JRC) gegründet („gemeinsames Forschungszentrum für kooperative und kognitionsgestützte Künstliche Intelligenz“). Dessen Herzstück ist das Virtual Research and Training Building (virtuelles Forschungs- und Schulungsgebäude). Nicht nur die Wissenschaftler*innen der drei direkt beteiligten Universitäten können dort ihre virtuellen Labore einbauen, sondern auch die weltweite KI-Community kann sich beteiligen – sowohl als Nutzer*innen der Infrastruktur als auch als Anbieter*innen von eigenen Ressourcen.

Ein virtuelles Forschungsgebäude für Interessierte aus aller Welt

Das virtuelle Gebäude befindet sich noch im Aufbau, beherbergt aber schon jetzt mehrere Labore, in denen Roboter unter realen Bedingungen nutzbar sind, als seien die Forschenden vor Ort an der jeweiligen Universität. Dazu zählt beispielsweise eine fast vollständig ausgestattete Wohnung samt Küche und ein Einzelhandelsgeschäft mit Regalen und Produkten. Verschiedene Robotertypen stehen für die Experimente zur Verfügung. Die realen Labore vor Ort am Institut für Künstliche Intelligenz können somit als realitätsgetreue semantische Zwillinge von anderen Forschenden weltweit genutzt werden, ohne dass letztere nach Bremen reisen müssen.

Darüber hinaus stehen im virtuellen Gebäude auch zahlreiche Lehr- und Lernmaterialien für den Bereich der Künstlichen Intelligenz und Robotik zur Verfügung. „Die Komponenten sollen als Keimzellen eines Ökosystems dienen, das mit der Zeit immer stärker wächst und auch EU-weit eine Vorbildfunktion übernimmt“, erläutert Professor Beetz.

Die beiden Professoren haben gemeinsam mit ihren Partner*innen aus Paderborn bereits ein weiteres Ziel im Blick: Sie wollen die Roboter in die Lage versetzen, interaktiv mit Menschen zu lernen und gemeinsam Aufgaben zu bewältigen. „Es geht darum, nicht einfach nur Tätigkeiten auszuführen, sondern sie auch so auszuführen, dass es die Partner unterstützt und sie zufrieden sind“, erklärt Beetz. „Dafür muss man ein gemeinsames Verständnis von der Aktivität entwickeln und in der Lage sein, zu interagieren und seine Handlungen dynamisch anzupassen.“ Am Ende der Entwicklung können Roboter stehen, die nicht nur die geäußerten Vorgaben umsetzen, sondern zusammen mit den Menschen lernen und konstruktiv kooperieren.


Norbert Elias-Lectures an der Universität Bielefeld

Veröffentlicht am 14. November 2023

Im Wintersemester 2023/2024 werden die Norbert Elias-Lectures an der Universität Bielefeld unter der Leitung der Professorinnen Mona Körte (Literaturwissenschaft) und Helga Lutz (Kunstgeschichte) wieder aufgenommen und neu ausgerichtet. 2017 wurden die Norbert Elias-Lectures von Professor Dr. Klaus-Michael Bogdal ins Leben gerufen. Sie präsentieren mit je zwei Gästen im Semester renommierte Forscherpersönlichkeiten, die sich international durch herausragende Studien in den Geistes- und Gesellschaftswissenschaften auszeichnen. Diese prägen mit ihren Fragestellungen und Theorieentwürfen den öffentlichen wissenschaftlichen Diskurs über die jeweiligen Fächergrenzen hinaus.

Am 21. November spricht um 18 Uhr in Hörsaal X EO-002 im X-Gebäude der Universität Professor em. Dr. Klaus-Michael Bogdal zu „Nachtblumen aus Indiens Gärten. Der Maler Otto Müller sucht das ,Zigeunergefühl’“. Die Einleitung zur Abschiedsvorlesung von Michael Bogdal hält Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma.

Professorin Dr. Barbara Stollberg-Rilinger vom Wissenschaftskolleg zu Berlin hält den zweiten Vortrag in diesem Wintersemester. Am 16. Januar 2024 lautet der Titel „Autokratie, Gewalt und neue Männlichkeit. Der preußische Soldatenkönig als Testfall für Elias' Zivilisationstheorie“, ebenfalls um 18 Uhr im Hörsaal X E0-002.
Mehr Informationen auf dem Aktuell-Blog.

Problem bei der Fernwärmeversorgung behoben/ Wärmeverteilung im Haus läuft wieder an

Veröffentlicht am 9. November 2023
Der gestern (8.11.2023) gemeldete großflächige Ausfall der Fernwärmeversorgung im westlichen Stadtgebiet ist von den Stadtwerken Bielefeld behoben worden. Auch die Universität Bielefeld wird wieder mit Wärme versorgt. Aufgrund der besonderen Gebäudesituation kann es jedoch bis zu einem Tag dauern, bis die Wärme in den Räumen ankommt. 

Personalnachrichten aus der Universität

Veröffentlicht am 8. November 2023
  • Professor Dr. David Stark übernimmt im Wintersemester Niklas Luhmann-Gastprofessur
  • Professor Dr. Andreas Zick in den wissenschaftlichen Beirat der Bundeszentrale für politische Bildung berufen
  • Professor Dr. Volker F. Wendisch in den Vorstand des CLIB-Clusters gewählt
  • Professorin Dr. Barbara Göbel neu im wissenschaftlichen Beirat des ZIF
  • Neue Dekaninnen und Dekane in den Fakultäten
  • Professor Dr. Wolfgang Nahrstedt verstorben

Professor Dr. David Stark (73) übernimmt im Wintersemester 2023/2024 die Niklas Luhmann-Gastprofessor an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. David Stark ist Arthur Lehman Professor für Soziologie an der Columbia University (USA), wo er das Center on Organizational Innovation leitet. Er forscht auf dem Gebiet der Wirtschaftssoziologie und setzt eine breite Palette von Forschungsmethoden ein, um Prozesse der Bewertung und Innovation zu untersuchen; ethnografische, netzwerkanalytische und experimentelle Methoden. Er hat beispielsweise Fabrikarbeiter*innen im sozialistischen Ungarn, Angestellte in einem Silicon Valley Startup, Derivatehändler*innen an der Wall Street, Künstler*innen der elektronischen Musik in Berlin und Banker*innen in Budapest untersucht.
Im Jahr 2002 wurde er zum Guggenheim Fellow ernannt und 2013 erhielt die Ehrendoktorwürde der École normale supérieure de Cachan (Frankreich). Stark war Gastwissenschaftler an zahlreichen Instituten, darunter: Wissenschaftskolleg, Berlin; Center for Advanced Study in the Behavioral Sciences, Palo Alto (USA); Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung, Köln; Russell Sage Foundation; Collegium Budapest (Ungarn) und am Institute for Advanced Study in Hangzhou (China).
Im Rahmen dieser Gastprofessur hält David Stark ein Doktorand*innen-Seminar zum Thema „Algorithmic Management and New Class Conflicts“. Am 24. Januar 2024 gibt David Stark seine Universitätsvorlesung “This is Not a Test! Preparedness, Innovation, and Uncertainty”.
Die Fakultät für Soziologie und das Rektorat der Universität Bielefeld haben 2005 erstmals die Niklas Luhmann-Gastprofessur eingerichtet. Deren Intention ist es, international renommierte Sozialtheoretiker*innen zu gewinnen, um Studierenden und einer größeren akademischen wie außerakademischen Öffentlichkeit die Gelegenheit zu bieten, maßgebliche und innovative Theorien unmittelbar kennenzulernen.

Professor Dr. Andreas Zick (61) ist im Oktober für vier Jahre in den wissenschaftlichen Beirat der Bundeszentrale für politische Bildung berufen worden. Der wissenschaftliche Beirat besteht aus bis zu zwölf sachverständigen Persönlichkeiten. Er unterstützt die Bundeszentrale für politische Bildung in grundsätzlichen Angelegenheiten der politischen Bildung. Andreas Zick ist Professor für Sozialisation und Konfliktforschung an der Universität Bielefeld und leitet seit April 2013 das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld. Seit April 2023 ist er wissenschaftlicher Leiter der neu gegründeten Konfliktakademie, ConflictA, an der Universität Bielefeld.

Professor Dr. Volker F. Wendisch ist neu in den geschäftsführenden Vorstand des Clusters industrielle Biotechnologie (CLIB) gewählt worden. Professor Wendisch leitet die Arbeitsgruppe für Genetik der Prokaryoten an der Fakultät für Biologie und ist stellvertretender Wissen-schaftlicher Direktor des Centrums für Biotechnologie (CeBiTec) der Universität Bielefeld. Das Cluster für industrielle Biotechnologie (CLIB) vertritt mehr als 100 Mitglieder aus Biotech-Industrie, Investoren und Wissenschaft. Volker F. Wendisch forscht an biotechnologisch wichti-gen Bakterien. Basierend auf Erkenntnissen der Grundlagenforschung, beispielsweise zur ge-netischen Regulation, versucht er, Strategien für die nachhaltige Produktion von Biochemika-lien zu entwickeln und experimentell zu bewerten.

Professorin Dr. Barbara Göbel (Direktorin des Ibero-Amerikanisches Instituts, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin) ist auf Vorschlag des Zentrums für interdisziplinäre Forschung (ZiF) vom Rektorat zum Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des ZiF ernannt worden.

Zum 1. Oktober haben einige neue Dekan*innen ihr Amt angetreten: An der Fakultät für Biologie wurde Professor Dr. Volker Dürr zum neuen Dekan gewählt, Prodekanin wurde Professorin Dr. Andrea Bräutigam. An der Fakultät für Erziehungswissenschaft übernimm Professorin Dr. Saskia Bender das Amt der Dekanin, Professor Dr. Paul Mecheril ist neuer Prodekan und Professorin Dr. Anna-Maria Kamin wurde zur neuen Studiendekanin gewählt. Neuer Dekan der Fakultät Physik ist Professor Dr. Walter Pfeiffer, zum neuen Prodekan wurde Professor Dr. Gernot Akemann gewählt.

Professor Dr. Wolfgang Nahrstedt ist am 27. Oktober im Alter von 91 verstorben. Bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1997 war er als Professor für Freizeitpädagogik an der Fakultät für Erzie-hungswissenschaft (ehem. Pädagogik) der Universität Bielefeld tätig. Zuvor war Wolfgang Nahrstedt Professer an der damaligen Pädagogischen Hochschule Westfalen-Lippe, die 1980 in die Universität Bielefeld integriert wurde. Wolfgang Nahrstedt hat die Freizeitpädagogik im bundesdeutschen Raum entscheidend geprägt und hatte großen Anteil am Aufbau und der Ausrichtung der Bielefelder Fakultät. Seiner Familie gilt unser Mitgefühl.


Das Bildmaterial ist hier abrufbar



Absolvent*innen feiern am 1. Dezember ihren Abschluss

Veröffentlicht am 2. November 2023

Am Freitag, 1. Dezember findet der jährliche Tag für Absolvent*innen statt. Die Absolvent*innen feiern zunächst in ihren Fakultäten in zwei Durchgängen. Im Anschluss findet ein Sektempfang mit Live-Musik in der Universitätshalle statt. Der erste Durchgang findet von ca. 14.30 bis 16.30 Uhr statt, der zweite von zirka 17.30 bis 19.30 Uhr. Am Nachmittag des 1. Dezembers sollen ab 14 Uhr keine Lehrveranstaltungen stattfinden. Einerseits werden sämtliche Hörsäle und die Sporthalle für die Feiern der Fakultäten benötigt, andererseits erhalten so alle Lehrenden die Möglichkeit an den Feiern teilzunehmen.

 

Zufriedenheitsumfrage Hochschulgastronomie des Studierendenwerks

Veröffentlicht am 2. November 2023

Jeden Tag produziert die Gastronomie des Studierendenwerks einige tausend Mahlzeiten. Eine Online-Befragung soll nun in Erfahrung bringen, ob es Studierenden und Mitarbeiter*innen schmeckt und ob Angebot und Abwechslung in Mensa und Cafeterien passen.

Hier geht es zur 10-minütigen Umfrage:

•    deutsch: https://stw-bi-de.umfrage-gastronomie.de
•    english: https://stw-bi-en.umfrage-gastronomie.de

Das Umfrageportal ist vom 30. Oktober bis 19. November 2023 geöffnet. Alle Angaben werden streng vertraulich behandelt und die Daten anonymisiert ausgewertet. Ein Rückschluss auf Personen ist nicht möglich.

Bielefelder „teutolabs“ künftig auch in der Wissenswerkstadt

Veröffentlicht am 2. November 2023
Im kommenden Jahr öffnet die Wissenswerkstadt Bielefeld ihre Türen in der Bielefelder Innenstadt. Die „teutolabs“ der Universität Bielefeld werden ebenfalls mit einem Experimentierlabor für Schüler*innen einziehen und auf spielerische Art Wissen vermitteln.

Um früh an Wissenschaft heranzuführen, werden auch die renommierten „teutolabs“ mitten in der Innenstadt mit dabei sein. Mehr als 25.000 Schülerinnen und Schüler besuchen die Mitmach- und Experimentierlabore an der Universität Bielefeld und in den nationalen und internationalen Netzwerkstützpunkten. Bekannt sind sie für ihre herausragenden Lernangebote zu Themen aus den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Bald werden auf einer rund 40 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche im ersten Geschoss der Wissenswerkstadt ausgewählte Exponate der „teutolabs“ zum Ausprobieren und Verstehen einladen. Ergänzende Workshop-Angebote vor Ort sind zudem in Planung.

„Die jungen und junggebliebenen Besucher*innen können sich auf kleine Experimente freuen, die hoffentlich zum Staunen anregen und neugierig auf mehr machen – vielleicht auch darauf, die spannende Welt der Wissenschaft durch ein Studium zu vertiefen“, sagt Dr. Dario Anselmetti, Prorektor für Studium und Lehre der Universität Bielefeld. Der Physikprofessor an der Universität Bielefeld koordiniert neben anderen Forschenden die „teutolabs“.

Bereits jetzt zeigt das Projektteam von Bielefeld Marketing gemeinsam mit Partnerinstitutionen in der Ausstellung „Kosmos Wissenswerkstadt“ in der Lobby der Volksbank Bielefeld-Gütersloh in direkter Nachbarschaft, was die Besucher*innen ab Sommer 2024 an der Wilhelmstraße erwartet.
Mehr Informationen zu den „teutolabs“ gibt es hier.

Neues Rektorat macht sich auf den Bielefelder Weg

Veröffentlicht am 31. Oktober 2023
Das neue Bielefelder Rektoratsteam unter der Leitung von Rektorin Professorin Dr. Angelika Epple ist seit Anfang Oktober im Amt. Die gegenwärtigen Herausforderungen sind groß – das neue Rektorat reagiert mit dem Bielefelder Weg. Was sich die neuen Rektoratsmitglieder darunter genau vorstellen, erklären Rektorin Professorin Dr. Angelika Epple, Kanzler Dr. Stephan Becker, der Prorektor für Studium und Lehre Professor Dr. Dario Anselmetti, die Prorektorin für Forschung und Forschungsvernetzung Professorin Dr. Christiane Fuchs, die Prorektorin für Wissenschaft und Gesellschaft Professorin Dr. Alexandra Kaasch und der Prorektor für Digitalisierung und Dateninfrastruktur Professor Dr.-Ing. Ulrich Rückert im Video.

Universität trauert um Professor Dr. Rainer Schützeichel

Veröffentlicht am 30. Oktober 2023

Professor Dr. Rainer Schützeichel von der Fakultät für Soziologie ist am 25. Oktober plötzlich verstorben. Er war seit 2013 Professor an der Fakultät und viele Jahre der Bielefelder Herausgeber der Zeitschrift für Soziologie.

„Rainer Schützeichel war in jeder Hinsicht ein wunderbarer Kollege und Mensch, ein leidenschaftlicher Wissenschaftler und besonders engagierter akademischer Lehrer, der von Kolleg*innen wie Studierenden gleichermaßen hoch geschätzt wurde“, sagt Professor Dr. Andreas Vasilache, Dekan der Fakultät für Soziologie und ergänzt: „Sein Tod ist ein großer Verlust und hinterlässt eine große Lücke.“

Prof. Dr. Rainer Schützeichel, Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld, ist verstorben.
Prof. Dr. Rainer Schützeichel, Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld, ist verstorben.

Rainer Schützeichels Forschungen umfassten unter anderem die soziologische Theorie, die historische Soziologie und die Religionssoziologie.

Das Mitgefühl der Universität gilt den Angehörigen des Verstorbenen.

Ein ausführlicher Nachruf findet sich auf en Seiten der Fakultät für Soziologie.

Jetzt zum Forum Wissenschaftskommunikation anmelden

Veröffentlicht am 26. Oktober 2023
Das Forum Wissenschaftskommunikation ist die größte Fachtagung für Wissenschaftskommunikation im deutschsprachigen Raum. Zum zweiten Mal wird das Forum in Bielefeld ausgerichtet. Die Konferenz vom 15. bis 17. November in der Stadthalle Bielefeld steht unter dem Titel „Kontrovers, aber fair – Impulse für eine neue Debattenkultur“. Die Tagung wird einmal im Jahr von Wissenschaft im Dialog (WiD) veranstaltet, der gemeinsamen Organisation der deutschen Wissenschaft für Wissenschaftskommunikation.

Auf der Konferenz werden neue Trends und Themen der Wissenschaftskommunikation in Vorträgen und Workshops diskutiert.

Die Referierenden stammen aus Universitäten, weiteren Hochschulen, Wissenschaftsbetrieben wie auch Medienhäusern aus ganz Deutschland und widmen sich auf unterschiedlichsten Arten der Wissensvermittlung. So geht es etwa um Wissenschaftskommunikation mit Fokus auf eine besonders junge Zielgruppe auf den öffentlich-rechtlichen Kanälen oder darum, wie mit Anfeindungen auf Wissenschaftler und Kommunikator*innen umgegangen werden kann.

Auch Wissenschaftler*innen und Kommunikator*innen der Universität Bielefeld steuern praktische Empfehlungen zur Wissenschaftskommunikation bei. In der Vortragsrunde von Dr. Marina Böddeker vom Sonderforschungsbereich 1288 „Praktiken des Vergleichens“ tauschen sich Mitarbeitende des SFB mit Mitgliedern des DSC Arminia Bielefeld zum Thema „Das Vergleichen: Wissenschaft trifft Fußball – Fußball trifft Wissenschaft“ aus. Dabei soll verdeutlicht werden, dass ganz verschiedene Bereiche durch neu gewonnene Einblicke voneinander lernen und profitieren können. In dem interaktiven Format „Einfach mal machen: Hands-on mit Making & Tinkering“ tauschen sich Mitarbeitende der Wissenswerkstadt, der Universität Bielefeld, der Folkwang Universität der Künste und Fraunhofer UMSICHT dazu aus, welche Potentiale sich hinter Making- und Tinkering-Aktivitäten in der Wissenschaftskommunikation verbergen und wo sich Grenzen auftun.

Die Keynote von Professor Dr. Olaf Kramer von der Universität Tübingen mit dem Titel „Jenseits des Konflikts. Grundzüge einer neuen Rhetorik der Versöhnung“ beschäftigt sich mit der Frage, wie in Zeiten von immer stärkerer Polarisierung der politischen Debatten Formen einer einladenden Rhetorik aussehen können, die Polarisierungsprozesse vermeidet und Raum für Diversität und politische Deliberation gleichermaßen lässt.


Das Programm findet sich hier. Anmeldungen sind hier möglich.

Weihnachtsschließung vom 22. Dezember bis zum 2. Januar

Veröffentlicht am 25. Oktober 2023

 Das Rektorat hat beschlossen, dass die Universität vom 22. Dezember 2023 nachmittags bis zum 2. Januar 2024 morgens geschlossen wird und die technischen Anlagen in diesem Zeitraum, wie in den vergangenen Jahren auch, weitgehend heruntergefahren werden. Die Beschäftigten müssen deshalb in diesem Jahr drei Arbeitstage (27., 28. und 29. Dezember) durch Urlaub oder Vor- oder Nacharbeit ausgleichen.
Die vorlesungsfreie Zeit dauert bis zum 8. Januar 2024.

Europäische Hochschulen starten Internationalisierungsturbo

Veröffentlicht am 24. Oktober 2023
Autor: Jan Henning Rogge

Ein halbes oder ein Jahr im Ausland – das Erasmus+ Programm der Europäischen Union ist für viele Studierende und Forschende das Tor nach Europa. An der Universität Bielefeld wird es dabei nicht bleiben: Das europäische Hochschulnetzwerk „NEOLAiA“ hebt die europäische Zusammenarbeit ab sofort auf eine neue Stufe – mit Fördermitteln in Millionenhöhe, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf neue Füße stellt. Die Allianz verknüpft neun über den Kontinent verteilte Universitäten zu einem Netz für Studierende, Lehrende und Forschende.

Diese Nachricht zählt für die beteiligten Universitäten zu den wohl wichtigsten des Jahres: Die internationale Hochschulallianz NEOLAiA wird als Europäischen Hochschule gefördert. Damit kann die Vernetzung der Universitäten Bielefeld, Jaén (Spanien), Nikosia (Zypern), Örebro (Schweden), Ostrava (Tschechische Republik), Salerno (Italien), Tours (Frankreich), der Suceava (Rumänien) und Siauliai (Litauen) auf ein neues Niveau gehoben.

Karte mit allen NEOLAiA Partnern.
Die NEOLAiA Universitäten. Bild: NEOLAiA

„Dies bedeutet einen immensen Schub für unsere Internationalisierung und eine neue Sichtbarkeit in Europa“, sagt Professorin Dr. Angelika Epple, neue Rektorin der Universität Bielefeld. „Auch Bielefeld und Ostwestfalen-Lippe werden davon profitieren, denn Unternehmen und andere Institutionen benötigen international gebildete Fachkräfte.“

Allen Hochschulen im NEOLAiA-Verbund ist gemein, dass es sich um regional verwurzelte Universitäten kleinerer bis mittlerer Größe handelt. Bereits seit 2019 werden die Kontakte und Kooperationen zwischen den neun Hochschulen intensiviert und erweitert. Die Auswahl der Universitäten, die zu dem Verbund gehören, ist nicht zufällig, erklärt die Rektoratsbeauftrage für Internationale Netzwerke Professorin Dr. Michaela Vogt. „NEOLAiA ist ein gewachsenes Netzwerk. Es ist das Resultat aus vielseitigen Kooperationen, Forschungs- und Lehraktivitäten, die bereits vor der Allianzgründung bestanden haben. Ein Beispiel hierfür sind die Universitäten Bielefeld und Örebro. Das macht die Allianz besonders stabil und bildet die Basis für eine gleichberechtigte und allseitig engagierte Zusammenarbeit aller Partner miteinander.“

Professorin Dr. Michaela Vogt

Professorin Dr. Michaela Vogt ist Erziehungswissenschaftlerin und Rektoratsbeauftrage für Internationale Netzwerke. Foto: Universität Bielefeld

In der Allianz zeichnet sich jede Mitgliedshochschule für ein bestimmtes Themenfeld verantwortlich. Beispiele hierfür sind Verbesserung des Lehrens und Lernens, Interkulturalität und Mehrsprachigkeit, Exzellente Forschung und Forschungsinitiativen, Open Science, Entrepreneurship, Digitale Transformation und verbesserte internationale Mobilität von Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten. Die Universität Bielefeld koordiniert innerhalb der Allianz unter Leitung von Michaela Vogt das Themenfeld „Vielfalt und Inklusion“. Die Federführung des Gesamtprojektes liegt derzeit bei Jaén, wird später nach Örebro wechseln.

Die Europäische Hochschulinitiative ist im Bereich Erasmus angesiedelt, sie ist eine Art Weiterführung des europäischen Austauschprogramms. „Die Initiative ist aber viel ambitionierter“, sagt Dr. Markus Symmank, Leiter des International Office der Universität. „Erasmus geht der Bologna-Prozess voraus, der eine Vergleichbarkeit von Studienleistungen wie Creditpoints und von Abschlüssen wie Bachelor und Master hervorgebracht hat. Durch die Hochschulinitiative wird es mehr Joint- oder Double-Degrees geben oder Europäische Masterprogramme.“

Dr. Markus Symmank, International Office
Dr. Markus Symmank ist Leiter des International Office der Universität. Foto: Norma Langohr


In der Europäischen Hochschulinitiative beschreibt die EU, wie sie sich die Zukunft der europäischen Hochschulen vorstellt. „Kurz gesagt geht es darum, das Niveau aller beteiligten Hochschulen in wichtigen Funktionen zu verbessern“, sagt Markus Symmank. Eine solche Verbesserung hat NEOLAiA zum Ziel.
„Wir sind in Bielefeld nicht erst seit der Bewilligung der Gelder Teil einer Europäischen Hochschule, sondern seit mehreren Jahren im Kontakt. NEOLAiA ist schon lange Realität und hätte sich auch ohne Förderung weiterentwickelt“, sagt Michaela Vogt. „Aus der Allianz wird aber jetzt, da die Fördermittel bewilligt sind, ein strukturierter Entwicklungsprozess, der auch in Bielefeld universitätsintern Veränderungen mit dem Ziel einer internationalen Öffnung vorantreiben wird. Die Fördermittel machen es möglich, Dinge in Angriff zu nehmen, Wege zu explorieren und gemeinsam die nächsten Schritte zu planen. Sie sind ein Katalysator und Beschleuniger.“

Als Synergieeffekt wirkt sich die Internationalisierung positiv auf die Attraktivität der Universität aus und trägt dazu bei, ein für Lernende, Lehrende wie ebenso auch Forschende interessanteres Umfeld zu bieten – ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Spitzenuni. „Exzellenz ist ein zentrales Ziel der Uni Bielefeld“, erklärt Rektorin Angelika Epple. „Durch die europäische Allianz gibt es nun wesentlich bessere Möglichkeiten, Fördermittel einzuwerben. Die Forschung profitiert davon, dass man sich mit den Allianzmitgliedern vielseitig wie niederschwellig vernetzen kann, auch weit über Forschungsaufenthalte hinaus – das ist ein zentraler Baustein für die Exzellenzstrategie.“

 

• NEOLAiA wurde im Mai 2019 von einer Gruppe von Universitäten aus Spanien, Tschechien, Schweden und Deutschland gegründet, um eine strategische Zusammenarbeit zu ermöglichen.

• Die Allianz wuchs in den folgenden Jahren um Universitäten aus Italien, Litauen, Rumänien, Frankreich und Zypern.

• 2022 wurde die Allianz von einem internationalen Gremium unabhängiger Expert*innen in einem wettbewerbsintensiven Bewertungsverfahren als qualitativ hochwertig anerkannt. Aufgrund von Haushaltsbeschränkungen konnte sie jedoch nicht als Europäische Hochschule finanziert werden.

• 2023 wurden von der Europäische Kommission dann sieben neue Allianzen für die Förderung als „Europäische Hochschule“ ausgewählt. Eine davon: das NEOLAiA-Konsortium.

• Die Allianz wird für vier Jahre mit insgesamt 14,4 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert. Die Universität Bielefeld erhält dabei eine Förderung von 1,7 Millionen Euro.

• Die einzelnen Universitäten sind für verschiedene Arbeitspakete verantwortlich: Internationale Mobilität von Studierenden und Beschäftigten, Lehre, Forschung, Unternehmertum, Vielfalt und Inklusion, Interkulturalität und Mehrsprachigkeit, digitale Transformation sowie Nachhaltigkeit. Die Universität Bielefeld koordiniert das Themenfeld „Vielfalt und Inklusion“. Ziel der Netzwerkpartner*innen ist es, in diesen Bereichen Kooperationsstrukturen aufzubauen und Synergien zu schaffen.



 NEOLAiA Logo

 

Baureporter: 830.000 Bücher suchen ein neues Zuhause

Veröffentlicht am 24. Oktober 2023

In der aktuellen Folge des Campus-TV Baureporters (Folge 24) blickt Dirk Ludewig auf das neue Interimsgebäude der Bibliothek auf der Campuswiese.

Er spricht mit Barbara Knorn, Direktorin der Universitätsbibliothek und Dr. Stephan Becker, Kanzler der Universität, über die große Herausforderung, geeigneten Ersatz für die im geplanten zweiten Bauabschnitt des Hauptgebäudes befindlichen Bibliotheksflächen zu schaffen.  

Weitere Informationen: 

 


  





Universität Bielefeld erneut für Chancengerechtigkeit und Vielfalt prämiert

Veröffentlicht am 20. Oktober 2023

Für ihr „beispielhaftes Handeln im Sinne einer geschlechter- und diversitätsgerecht ausgerichteten Organisationskultur“ erhält die Universität Bielefeld erneut das „Total E-Quality“-Prädikat. Der gleichnamige Verein überreichte es gestern (19.10.2023) Professorin Alexandra Kaasch, der Prorektorin für Wissenschaft und Gesellschaft, in Dortmund. Die Universität bekam das Prädikat zum sechsten Mal in Folge seit 2008 verliehen und darf es nun für weitere drei Jahre führen.

Für Alexandra Kaasch war es der erste offizielle Termin als für Gleichstellung zuständige Prorektorin. Seit 1. Oktober vereint sie die Zuständigkeiten für Gleichstellung und Diversität in ihrem Prorektorat. „Ich bin stolz darauf, dass die Universität Bielefeld erneut das Total-E-Quality-Prädikat erhält. Das ist ein Zeichen dafür, wie viel großartige Arbeit in den letzten Jahren in die Themen Gleichstellung und Diversität geflossen ist.“

Prorektorin Alexandra Kaasch (Mitte) nimmt das Zertifikat von den Vorstandsvorsitzenden des TEQ, Dr. Ulla Weber und Udo Noack, entgegen.

Prorektorin Prof'in Dr. Alexandra Kaasch (Mitte) nimmt das Zertifikat von den Vorstandsvorsitzenden des Vereins Total E-Quality, Dr. Ulla Weber und Udo Noack, entgegen. Foto: Sarah Rauch

Die TEQ-Jury erfragt Maßnahmen in unterschiedlichen Aktionsfeldern wie Forschung, Lehre und Studium oder Steuerungsinstrumente in der Organisationsentwicklung und bewertet sie danach, wie nachhaltig, innovativ und zielführend sie sind. „Im vergangenen Bewerbungszeitraum wurden insbesondere die Aktivitäten in der chancengerechten Personalarbeit weiterentwickelt“, heißt es in der Jurybegründung. „Hier wurde ein Online-Berufungsportal im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit systematisch ausgestaltet, die Verwaltung gezielt für Chancengleichheitsbelange in Personalauswahl und -beratung sensibilisiert sowie ein Projekt zum ‚Gender Pay Gap in der Professor*innenbesoldung‘ durchgeführt, das auch auf den weiteren wissenschaftlichen und MTV-Bereich ausgeweitet werden soll. An der neu gegründeten Medizinischen Fakultät OWL ist die diversitäts- und gendersensible Medizin als wichtiges Querschnittsthema in Forschung und Lehre deutschlandweit vorbildlich von Beginn an verankert.“

Der Total E-Quality Award wird seit 1997 vom Verein Total E-Quality e.V. an Unternehmen, Organisationen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen vergeben, die auf eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern auf allen Ebenen hinwirken.

Geschlechter- und Chancengerechtigkeit gehören zum Anspruch der Universität Bielefeld, den sie engagiert verfolgt: Mit ihren Gleichstellungskonzepten hat sie in allen bisherigen Vergaberunden des Professorinnenprogramms überzeugt. Sie zählt im neuesten Gender Report NRW von 2022 zu den führenden Hochschulen in Bezug auf Gleichstellung und wurde 2021 bereits zum sechsten Mal als familiengerechte Hochschule re-auditiert.


Eine Brücke ins Studium - 50 Jahre ZSB

Veröffentlicht am 19. Oktober 2023

Wo studiert wird, gibt es Fragen, mitunter auch Probleme – sind diese nicht fachlicher, sondern allgemein studienbezogener oder persönlicher Natur, können sich Studierende an die Studienberatung wenden. So auch an der Universität Bielefeld. Hier hat die Zentrale Studienberatung (ZSB) Anfang September ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert.

Der damalige Aufbaubeauftrage der ZSB, Dr. Wolfgang Neumann, die langjährige Beraterin Professorin i.R. Dr. Ruth Großmaß sowie die heutige Leiterin, Dr. Ursel Sickendiek, berichten im Interview, wie es damals war und heute ist. Mehr im Aktuell-Blog  

Kalender

« Mai 2024
MoDiMiDoFrSaSo
  
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
  
       
Heute