Soziologie - Tag [ab10]
Stellenausschreibung: Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (m/w/d) im GRK 2951
Im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Graduiertenkollegs 2951 "Grenzüberschreitende Arbeitsmärkte: Transnationale 'market makers', Infrastrukturen, Institutionen" sind an der Fakultät für Soziologie und an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften bis zu sechs Positionen als Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen (m/w/d) zum 01.04.2024 zu besetzen.
Bewerbungsfrist ist der 15.12.2023.
Zur vollständigen Stellenausschreibung.
[Weiterlesen]Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert neues Graduiertenkolleg
Zu Wanderarbeiter*innen, Expatriates oder auch Grenzpendler*innen wird bisher meist nur erforscht, was ihre Ein- oder Auswanderung für die betroffenen nationalen Arbeitsmärkte bedeutet. Ein gemeinsames Graduiertenkolleg der Universitäten Bielefeld und Duisburg-Essen geht darüber hinaus: Es untersucht grenzüberschreitende Arbeitsmärkte als eigenständiges Phänomen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet das Kolleg zur Qualifizierung von Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen zum April 2024 ein. Das hat die DFG heute (08.11.2023) bekannt gegeben. Gefördert wird das Kolleg über fünf Jahre mit bis zu 6,7 Millionen Euro.
Sprecherin des Kollegs wird die Arbeits- und Wirtschaftssoziologin Professorin Dr. Ursula Mense-Petermann von der Universität Bielefeld, ihre Stellvertreterin wird Professorin Karen Shire PhD von der Universität Duisburg-Essen, deren Arbeitsschwerpunkt in der vergleichenden Arbeitsmarkt- und Asienforschung liegt.
Bisher dominiert nationale Sicht auf grenzüberschreitende Arbeitsmärkte
Von
Seeleuten über Pflegekräfte bis hin zu Programmierer*innen oder auch
Fleischzerlegern: Angehörige dieser Berufe sind vielfach im Ausland
tätig, ohne sich von ihrem Heimatland zu lösen. Ihre Arbeitsplätze sind
in transnationale Arbeitsmärkte eingebunden. Die Arbeitskräfte wechseln
in mehr oder weniger kurzen Abständen zwischen Heimat- und Arbeitsland
oder arbeiten im Homeoffice für eine Firma im Ausland.
„In der Forschung wird grenzüberschreitende Arbeit vor allem als Immigration in einen nationalen Arbeitsmarkt oder Emigration aus einem nationalen Arbeitsmarkt untersucht“, sagt die künftige Kollegsprecherin Ursula Mense-Petermann. „Das greift zu kurz. Grenzüberschreitende Arbeitsmärkte sind in ein eigenes Geflecht von länderübergreifenden Organisationen, Infrastrukturen und Institutionen eingebettet.“
„Uns treibt die große Frage an, wie eine soziale Ordnung der Arbeitsmärkte im transnationalen Maßstab überhaupt möglich ist“, sagt die stellvertretende Kollegsprecherin Karen Shire. Welche Akteure und Institutionen diese Ordnung herstellen und sich so auf die grenzüberschreitend tätigen Arbeitskräfte auswirken, das wird künftig im Kolleg erforscht.
Elf Professor*innen kooperieren in dem Graduiertenkolleg. Zu ihnen gehört außer den Forschenden der Universitäten Bielefeld und Duisburg-Essen auch eine Forscherin der Universität Osnabrück. Ihr gemeinsames Forschungsprogramm geht der Frage nach, wie ökonomisches Handeln auf Arbeitsmärkten in soziale Netzwerke, Institutionen oder politische Gefüge eingebettet ist. „Dafür setzen wir auf eine innovative interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen soziologischer und ökonomischer Arbeitsmarkt- und Migrationsforschung – ergänzt um Globalisierungs- und Transnationalisierungstheorie“, sagt Mense-Petermann.
In der ersten Förderphase nimmt das Graduiertenkolleg 22 Doktorand*innen und eine*n Postdoktorand*in auf. In ihren Forschungsprojekten analysieren sie grenzüberschreitende Arbeitsmärkte aus unterschiedlicher Sicht. So kann es etwa um die geografische Reichweite von Arbeitsmärkten gehen – diese reicht von Pendelmigration in Grenzregionen bis hin zu globalen Arbeitsmärkten, zum Beispiel im Fall von Fußballspieler*innen. Ebenfalls ein Aspekt ist das unterschiedliche Qualifikationsniveau der Arbeitskräfte – seien es ungelernte Arbeiter*innen in Landwirtschaft, Fleischverarbeitung und Logistik oder hochqualifizierte Fachkräfte wie Ingenieur*innen und Ärzt*innen. Erforscht wird zum Beispiel ebenfalls, dass grenzüberschreitende Arbeitsmärkte geschlechtsspezifisch und ethnisch geprägt sind.
Das neue Graduiertenkolleg trägt den Titel „Cross-border Labour Markets: Transnational Market Makers, Infrastructures, Institutions“ (Grenzüberschreitende Arbeitsmärkte: Transnationale „market makers“, Infrastrukturen, Institutionen, GRK 2951). Graduiertenkollegs sind Einrichtungen der Universitäten zur Förderung von Forschenden in frühen Karrierephasen, die von der DFG für maximal neun Jahre gefördert werden. Durch die Bewilligung des neuen Kollegs gehören künftig sechs Graduiertenkollegs zur Universität Bielefeld.
WHF im AB "Wirtschaft und Arbeit" zum 1. November gesucht
Im AB "Wirtschaft und Arbeit" (Prof. Mense-Petermann) ist eine Hilfskraftstelle (WHF) mit 10 Wochenstunden zum 01.11.2022 für 3 Monate zu besetzen.
Bewerben können sich Interessenten bis zum 18.09.2022
Zur vollständigen StellenausschreibungErschienen: Sammelband "In Search of the Global Labor Market", herausgegeben von U. Mense-Petermann, T. Welskopp und A. Zaharieva
Internationaler Workshop "Equal Pay in Practice: Comparative Research on Policy Implementation"
Am 20. und 21. Juni 2022 organisiert Alexandra Scheele gemeinsam mit Isabelle Engeli (Exeter), Amy Mazur (Washington), Ania Plomien (London) und Sophie Pochic (Paris) den internationalen Workshop "Equal Pay in Practice: Comparative Research on Policy Implementation" am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF).
Weitere Informationen sind hier zu finden: https://www.uni-bielefeld.de/ZiF/AG/2022/06-20-Mazur.html/
[Weiterlesen]Diskussion zum Thema "Arbeitskräftebedarf und Arbeitskräftepotenzial in Kultur und Medien"
Am 28. Juni 2022 diskutiert Alexandra Scheele auf der Fachtagung des Deutschen Kulturrates in Berlin mit Prof. Dr. Oliver Scheytt (Geschäftsführer Kulturexperten) und Boris Kochan (CEO Kochan & Partner, Vizepräsident des Deutschen Kulturrates) den "Arbeitskräftebedarf und Arbeitskräftepotenzial in Kultur und Medien".
[Weiterlesen]Vortrag: "Digitalisierung und Entgeltgleichheit"
Am 31.05.2022 hält PD Dr. Alexandra Scheele einen Vortrag zum Thema "Digitalisierung und Entgeltgleichheit" bei der Sitzung des Bonner Arbeitskreises der Gleichstellungsbeauftragten der Bundesbehörden
[Weiterlesen]Neue Publikation von A. Scheele zu Solidarität und Sorge in der Corona-Krise
Die Sorge um und die Beziehung zu anderen Menschen begleiten uns durch die Pandemie und sind nicht nur dann wichtig. Das fordert westliche Freiheits- und Autonomievorstellungen heraus.
Der Beitrag "Andere Menschen Denken: Solidarität und Sorge in der Corona-Krise" ist erschienen in der Zeitschrift 'Widerspruch', 41 Jg., Nr. 78, S. 173-177 und ist online zugänglich.
Vortrag: "Die geschlechtergerechte Gestaltung des Arbeitsmarktes. Möglichkeiten und Grenzen der Arbeitsmarktpolitik"
Vortrag: "Frauen in Führungspositionen in der Privatwirtschaft: Status Quo und Perspektiven"
Alexandra Scheele zu Gast in BR-Sendung "Tagesgespräch"
Seit dem Jahr 1911 findet jährlich im März der Weltfrauentag statt. Ursprünglich auf den 19. März datiert, ist es seit 1921 der 8. März, am dem die Gleichstellung der Frau in den besonderen Fokus der internationalen Gemeinschaft gehoben wird. Auch der Radio-Sender BR2 widmete sein Format "Tagesgespräch" an diesem Tag der Thematik.
Unter dem Titel "111. Weltfrauentag: Welche Fortschritte sehen Sie?" diskutierten Zuschauer*innen/Zuhörer*innen mit dem Studiogast Alexandra Scheele über den Status Quo der Gleichstellung. Hier können Sie in die Sendung reinhören.
[Weiterlesen]Vortrag "Entgeltgleichheit und Digitalisierung" von Alexandra Scheele
Aufgrund der noch immer bestehenden typischen „Männer-“ bzw. „Frauenberufe“ sind die Geschlechter unterschiedlich von Digitalisierungsprozessen betroffen. In einer Ende 2021 abgeschlossenen Studie hat sich PD Dr. Alexandra Scheele mit zwei Kolleginnen u.a. der Frage gewidmet, wie der digitale Wandel die Bewertung von Arbeit beeinflusst und wie sich dies auf die Entgeltgleichheit auswirkt.
Am Dienstag, 22.02.2022 um 19.00 Uhr stellt Alexandra Scheele die Ergebnisse ihres Forschungsprojektes vor und wird anschließend für Fragen und eine Diskussion zu dem Thema zur Verfügung stehen.
Anmeldungen zum digitalen Vortrag sind möglich bis zum 22.02.22, 15:00 Uhr über die Homepage des Deutschen Juristinnenbundes.[Weiterlesen]Neue Publikation von Anna Spiegel
Spiegel, Anna (2021): ‘Permanent provisionality: The homes of mobile managerial professionals between temporariness and permanence’, Transitions: Journal of Transient Migration, 5:2, pp. 89–108, https://doi.org/10.1386/tjtm_00034_1
This article ‐ based on ethnographic research on German and American managers conducted in China, Germany and the United States between 2011 and 2014 ‐ examins how mobile professionals make sense of the transience of their current homes and how transience is reflected in their homemaking practices. The article argues that for mobile professionals the home becomes a critical place not only because of new multilocal spatialities but also because of new transient temporalities. Due to the corporate practice of giving successive temporary contracts, the mobile managers’ everyday life is characterized by a ‘permanent provisionality’, that is, an incongruence of the initially imagined and the actual time horizons of their mobility. The article shows how this ‘permanent provisionality’ is worked into the material and social textures of expatriate homes.
[Weiterlesen]Neue Publikation von Alexandra Scheele
Ania Plomien, Alexandra Scheele,
Martina Sproll: Social Reproduction and State Responses to the Global
Covid-19 Pandemic: Keeping Capitalism on the Move?
This article is an
Online-First contribution to the anthology: Antonia Kupfer/Constanze Stutz
(eds.) (2022): Covid, Crisis, Care, and Change?
International Gender Perspectives on Re/Production, State and Feminist
Transistions. Opladen:
Verlag Barbara Budrich (under Free Open Access Contributions).
Alexandra Scheele zu Gast im Podcast "Democratize Work!"
Am 27. November erschien
die aktuelle Folge des Podcast "Democratize Work!". Der Podcast ist
ein Projekt der „Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt der TU Berlin“
und des „Forums Neue Politik der Arbeit (FNPA) e.V.“. In dieser Ausgabe
sprechen Kristin Ideler und Alexandra Scheele über das Thema ""Sorge um die Sorge":
Geschlecht, Demokratie & Arbeit zusammen gedacht".
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