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Neues Rektorat macht sich auf den Bielefelder Weg

Veröffentlicht am 31. Oktober 2023
Das neue Bielefelder Rektoratsteam unter der Leitung von Rektorin Professorin Dr. Angelika Epple ist seit Anfang Oktober im Amt. Die gegenwärtigen Herausforderungen sind groß – das neue Rektorat reagiert mit dem Bielefelder Weg. Was sich die neuen Rektoratsmitglieder darunter genau vorstellen, erklären Rektorin Professorin Dr. Angelika Epple, Kanzler Dr. Stephan Becker, der Prorektor für Studium und Lehre Professor Dr. Dario Anselmetti, die Prorektorin für Forschung und Forschungsvernetzung Professorin Dr. Christiane Fuchs, die Prorektorin für Wissenschaft und Gesellschaft Professorin Dr. Alexandra Kaasch und der Prorektor für Digitalisierung und Dateninfrastruktur Professor Dr.-Ing. Ulrich Rückert im Video.

Universität trauert um Professor Dr. Rainer Schützeichel

Veröffentlicht am 30. Oktober 2023

Professor Dr. Rainer Schützeichel von der Fakultät für Soziologie ist am 25. Oktober plötzlich verstorben. Er war seit 2013 Professor an der Fakultät und viele Jahre der Bielefelder Herausgeber der Zeitschrift für Soziologie.

„Rainer Schützeichel war in jeder Hinsicht ein wunderbarer Kollege und Mensch, ein leidenschaftlicher Wissenschaftler und besonders engagierter akademischer Lehrer, der von Kolleg*innen wie Studierenden gleichermaßen hoch geschätzt wurde“, sagt Professor Dr. Andreas Vasilache, Dekan der Fakultät für Soziologie und ergänzt: „Sein Tod ist ein großer Verlust und hinterlässt eine große Lücke.“

Prof. Dr. Rainer Schützeichel, Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld, ist verstorben.
Prof. Dr. Rainer Schützeichel, Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld, ist verstorben.

Rainer Schützeichels Forschungen umfassten unter anderem die soziologische Theorie, die historische Soziologie und die Religionssoziologie.

Das Mitgefühl der Universität gilt den Angehörigen des Verstorbenen.

Ein ausführlicher Nachruf findet sich auf en Seiten der Fakultät für Soziologie.

Jetzt zum Forum Wissenschaftskommunikation anmelden

Veröffentlicht am 26. Oktober 2023
Das Forum Wissenschaftskommunikation ist die größte Fachtagung für Wissenschaftskommunikation im deutschsprachigen Raum. Zum zweiten Mal wird das Forum in Bielefeld ausgerichtet. Die Konferenz vom 15. bis 17. November in der Stadthalle Bielefeld steht unter dem Titel „Kontrovers, aber fair – Impulse für eine neue Debattenkultur“. Die Tagung wird einmal im Jahr von Wissenschaft im Dialog (WiD) veranstaltet, der gemeinsamen Organisation der deutschen Wissenschaft für Wissenschaftskommunikation.

Auf der Konferenz werden neue Trends und Themen der Wissenschaftskommunikation in Vorträgen und Workshops diskutiert.

Die Referierenden stammen aus Universitäten, weiteren Hochschulen, Wissenschaftsbetrieben wie auch Medienhäusern aus ganz Deutschland und widmen sich auf unterschiedlichsten Arten der Wissensvermittlung. So geht es etwa um Wissenschaftskommunikation mit Fokus auf eine besonders junge Zielgruppe auf den öffentlich-rechtlichen Kanälen oder darum, wie mit Anfeindungen auf Wissenschaftler und Kommunikator*innen umgegangen werden kann.

Auch Wissenschaftler*innen und Kommunikator*innen der Universität Bielefeld steuern praktische Empfehlungen zur Wissenschaftskommunikation bei. In der Vortragsrunde von Dr. Marina Böddeker vom Sonderforschungsbereich 1288 „Praktiken des Vergleichens“ tauschen sich Mitarbeitende des SFB mit Mitgliedern des DSC Arminia Bielefeld zum Thema „Das Vergleichen: Wissenschaft trifft Fußball – Fußball trifft Wissenschaft“ aus. Dabei soll verdeutlicht werden, dass ganz verschiedene Bereiche durch neu gewonnene Einblicke voneinander lernen und profitieren können. In dem interaktiven Format „Einfach mal machen: Hands-on mit Making & Tinkering“ tauschen sich Mitarbeitende der Wissenswerkstadt, der Universität Bielefeld, der Folkwang Universität der Künste und Fraunhofer UMSICHT dazu aus, welche Potentiale sich hinter Making- und Tinkering-Aktivitäten in der Wissenschaftskommunikation verbergen und wo sich Grenzen auftun.

Die Keynote von Professor Dr. Olaf Kramer von der Universität Tübingen mit dem Titel „Jenseits des Konflikts. Grundzüge einer neuen Rhetorik der Versöhnung“ beschäftigt sich mit der Frage, wie in Zeiten von immer stärkerer Polarisierung der politischen Debatten Formen einer einladenden Rhetorik aussehen können, die Polarisierungsprozesse vermeidet und Raum für Diversität und politische Deliberation gleichermaßen lässt.


Das Programm findet sich hier. Anmeldungen sind hier möglich.

Weihnachtsschließung vom 22. Dezember bis zum 2. Januar

Veröffentlicht am 25. Oktober 2023

 Das Rektorat hat beschlossen, dass die Universität vom 22. Dezember 2023 nachmittags bis zum 2. Januar 2024 morgens geschlossen wird und die technischen Anlagen in diesem Zeitraum, wie in den vergangenen Jahren auch, weitgehend heruntergefahren werden. Die Beschäftigten müssen deshalb in diesem Jahr drei Arbeitstage (27., 28. und 29. Dezember) durch Urlaub oder Vor- oder Nacharbeit ausgleichen.
Die vorlesungsfreie Zeit dauert bis zum 8. Januar 2024.

Europäische Hochschulen starten Internationalisierungsturbo

Veröffentlicht am 24. Oktober 2023
Autor: Jan Henning Rogge

Ein halbes oder ein Jahr im Ausland – das Erasmus+ Programm der Europäischen Union ist für viele Studierende und Forschende das Tor nach Europa. An der Universität Bielefeld wird es dabei nicht bleiben: Das europäische Hochschulnetzwerk „NEOLAiA“ hebt die europäische Zusammenarbeit ab sofort auf eine neue Stufe – mit Fördermitteln in Millionenhöhe, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit auf neue Füße stellt. Die Allianz verknüpft neun über den Kontinent verteilte Universitäten zu einem Netz für Studierende, Lehrende und Forschende.

Diese Nachricht zählt für die beteiligten Universitäten zu den wohl wichtigsten des Jahres: Die internationale Hochschulallianz NEOLAiA wird als Europäischen Hochschule gefördert. Damit kann die Vernetzung der Universitäten Bielefeld, Jaén (Spanien), Nikosia (Zypern), Örebro (Schweden), Ostrava (Tschechische Republik), Salerno (Italien), Tours (Frankreich), der Suceava (Rumänien) und Siauliai (Litauen) auf ein neues Niveau gehoben.

Karte mit allen NEOLAiA Partnern.
Die NEOLAiA Universitäten. Bild: NEOLAiA

„Dies bedeutet einen immensen Schub für unsere Internationalisierung und eine neue Sichtbarkeit in Europa“, sagt Professorin Dr. Angelika Epple, neue Rektorin der Universität Bielefeld. „Auch Bielefeld und Ostwestfalen-Lippe werden davon profitieren, denn Unternehmen und andere Institutionen benötigen international gebildete Fachkräfte.“

Allen Hochschulen im NEOLAiA-Verbund ist gemein, dass es sich um regional verwurzelte Universitäten kleinerer bis mittlerer Größe handelt. Bereits seit 2019 werden die Kontakte und Kooperationen zwischen den neun Hochschulen intensiviert und erweitert. Die Auswahl der Universitäten, die zu dem Verbund gehören, ist nicht zufällig, erklärt die Rektoratsbeauftrage für Internationale Netzwerke Professorin Dr. Michaela Vogt. „NEOLAiA ist ein gewachsenes Netzwerk. Es ist das Resultat aus vielseitigen Kooperationen, Forschungs- und Lehraktivitäten, die bereits vor der Allianzgründung bestanden haben. Ein Beispiel hierfür sind die Universitäten Bielefeld und Örebro. Das macht die Allianz besonders stabil und bildet die Basis für eine gleichberechtigte und allseitig engagierte Zusammenarbeit aller Partner miteinander.“

Professorin Dr. Michaela Vogt

Professorin Dr. Michaela Vogt ist Erziehungswissenschaftlerin und Rektoratsbeauftrage für Internationale Netzwerke. Foto: Universität Bielefeld

In der Allianz zeichnet sich jede Mitgliedshochschule für ein bestimmtes Themenfeld verantwortlich. Beispiele hierfür sind Verbesserung des Lehrens und Lernens, Interkulturalität und Mehrsprachigkeit, Exzellente Forschung und Forschungsinitiativen, Open Science, Entrepreneurship, Digitale Transformation und verbesserte internationale Mobilität von Studierenden, Lehrenden und Beschäftigten. Die Universität Bielefeld koordiniert innerhalb der Allianz unter Leitung von Michaela Vogt das Themenfeld „Vielfalt und Inklusion“. Die Federführung des Gesamtprojektes liegt derzeit bei Jaén, wird später nach Örebro wechseln.

Die Europäische Hochschulinitiative ist im Bereich Erasmus angesiedelt, sie ist eine Art Weiterführung des europäischen Austauschprogramms. „Die Initiative ist aber viel ambitionierter“, sagt Dr. Markus Symmank, Leiter des International Office der Universität. „Erasmus geht der Bologna-Prozess voraus, der eine Vergleichbarkeit von Studienleistungen wie Creditpoints und von Abschlüssen wie Bachelor und Master hervorgebracht hat. Durch die Hochschulinitiative wird es mehr Joint- oder Double-Degrees geben oder Europäische Masterprogramme.“

Dr. Markus Symmank, International Office
Dr. Markus Symmank ist Leiter des International Office der Universität. Foto: Norma Langohr


In der Europäischen Hochschulinitiative beschreibt die EU, wie sie sich die Zukunft der europäischen Hochschulen vorstellt. „Kurz gesagt geht es darum, das Niveau aller beteiligten Hochschulen in wichtigen Funktionen zu verbessern“, sagt Markus Symmank. Eine solche Verbesserung hat NEOLAiA zum Ziel.
„Wir sind in Bielefeld nicht erst seit der Bewilligung der Gelder Teil einer Europäischen Hochschule, sondern seit mehreren Jahren im Kontakt. NEOLAiA ist schon lange Realität und hätte sich auch ohne Förderung weiterentwickelt“, sagt Michaela Vogt. „Aus der Allianz wird aber jetzt, da die Fördermittel bewilligt sind, ein strukturierter Entwicklungsprozess, der auch in Bielefeld universitätsintern Veränderungen mit dem Ziel einer internationalen Öffnung vorantreiben wird. Die Fördermittel machen es möglich, Dinge in Angriff zu nehmen, Wege zu explorieren und gemeinsam die nächsten Schritte zu planen. Sie sind ein Katalysator und Beschleuniger.“

Als Synergieeffekt wirkt sich die Internationalisierung positiv auf die Attraktivität der Universität aus und trägt dazu bei, ein für Lernende, Lehrende wie ebenso auch Forschende interessanteres Umfeld zu bieten – ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Spitzenuni. „Exzellenz ist ein zentrales Ziel der Uni Bielefeld“, erklärt Rektorin Angelika Epple. „Durch die europäische Allianz gibt es nun wesentlich bessere Möglichkeiten, Fördermittel einzuwerben. Die Forschung profitiert davon, dass man sich mit den Allianzmitgliedern vielseitig wie niederschwellig vernetzen kann, auch weit über Forschungsaufenthalte hinaus – das ist ein zentraler Baustein für die Exzellenzstrategie.“

 

• NEOLAiA wurde im Mai 2019 von einer Gruppe von Universitäten aus Spanien, Tschechien, Schweden und Deutschland gegründet, um eine strategische Zusammenarbeit zu ermöglichen.

• Die Allianz wuchs in den folgenden Jahren um Universitäten aus Italien, Litauen, Rumänien, Frankreich und Zypern.

• 2022 wurde die Allianz von einem internationalen Gremium unabhängiger Expert*innen in einem wettbewerbsintensiven Bewertungsverfahren als qualitativ hochwertig anerkannt. Aufgrund von Haushaltsbeschränkungen konnte sie jedoch nicht als Europäische Hochschule finanziert werden.

• 2023 wurden von der Europäische Kommission dann sieben neue Allianzen für die Förderung als „Europäische Hochschule“ ausgewählt. Eine davon: das NEOLAiA-Konsortium.

• Die Allianz wird für vier Jahre mit insgesamt 14,4 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert. Die Universität Bielefeld erhält dabei eine Förderung von 1,7 Millionen Euro.

• Die einzelnen Universitäten sind für verschiedene Arbeitspakete verantwortlich: Internationale Mobilität von Studierenden und Beschäftigten, Lehre, Forschung, Unternehmertum, Vielfalt und Inklusion, Interkulturalität und Mehrsprachigkeit, digitale Transformation sowie Nachhaltigkeit. Die Universität Bielefeld koordiniert das Themenfeld „Vielfalt und Inklusion“. Ziel der Netzwerkpartner*innen ist es, in diesen Bereichen Kooperationsstrukturen aufzubauen und Synergien zu schaffen.



 NEOLAiA Logo

 

Baureporter: 830.000 Bücher suchen ein neues Zuhause

Veröffentlicht am 24. Oktober 2023

In der aktuellen Folge des Campus-TV Baureporters (Folge 24) blickt Dirk Ludewig auf das neue Interimsgebäude der Bibliothek auf der Campuswiese.

Er spricht mit Barbara Knorn, Direktorin der Universitätsbibliothek und Dr. Stephan Becker, Kanzler der Universität, über die große Herausforderung, geeigneten Ersatz für die im geplanten zweiten Bauabschnitt des Hauptgebäudes befindlichen Bibliotheksflächen zu schaffen.  

Weitere Informationen: 

 


  





Universität Bielefeld erneut für Chancengerechtigkeit und Vielfalt prämiert

Veröffentlicht am 20. Oktober 2023

Für ihr „beispielhaftes Handeln im Sinne einer geschlechter- und diversitätsgerecht ausgerichteten Organisationskultur“ erhält die Universität Bielefeld erneut das „Total E-Quality“-Prädikat. Der gleichnamige Verein überreichte es gestern (19.10.2023) Professorin Alexandra Kaasch, der Prorektorin für Wissenschaft und Gesellschaft, in Dortmund. Die Universität bekam das Prädikat zum sechsten Mal in Folge seit 2008 verliehen und darf es nun für weitere drei Jahre führen.

Für Alexandra Kaasch war es der erste offizielle Termin als für Gleichstellung zuständige Prorektorin. Seit 1. Oktober vereint sie die Zuständigkeiten für Gleichstellung und Diversität in ihrem Prorektorat. „Ich bin stolz darauf, dass die Universität Bielefeld erneut das Total-E-Quality-Prädikat erhält. Das ist ein Zeichen dafür, wie viel großartige Arbeit in den letzten Jahren in die Themen Gleichstellung und Diversität geflossen ist.“

Prorektorin Alexandra Kaasch (Mitte) nimmt das Zertifikat von den Vorstandsvorsitzenden des TEQ, Dr. Ulla Weber und Udo Noack, entgegen.

Prorektorin Prof'in Dr. Alexandra Kaasch (Mitte) nimmt das Zertifikat von den Vorstandsvorsitzenden des Vereins Total E-Quality, Dr. Ulla Weber und Udo Noack, entgegen. Foto: Sarah Rauch

Die TEQ-Jury erfragt Maßnahmen in unterschiedlichen Aktionsfeldern wie Forschung, Lehre und Studium oder Steuerungsinstrumente in der Organisationsentwicklung und bewertet sie danach, wie nachhaltig, innovativ und zielführend sie sind. „Im vergangenen Bewerbungszeitraum wurden insbesondere die Aktivitäten in der chancengerechten Personalarbeit weiterentwickelt“, heißt es in der Jurybegründung. „Hier wurde ein Online-Berufungsportal im Sinne der Geschlechtergerechtigkeit systematisch ausgestaltet, die Verwaltung gezielt für Chancengleichheitsbelange in Personalauswahl und -beratung sensibilisiert sowie ein Projekt zum ‚Gender Pay Gap in der Professor*innenbesoldung‘ durchgeführt, das auch auf den weiteren wissenschaftlichen und MTV-Bereich ausgeweitet werden soll. An der neu gegründeten Medizinischen Fakultät OWL ist die diversitäts- und gendersensible Medizin als wichtiges Querschnittsthema in Forschung und Lehre deutschlandweit vorbildlich von Beginn an verankert.“

Der Total E-Quality Award wird seit 1997 vom Verein Total E-Quality e.V. an Unternehmen, Organisationen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen vergeben, die auf eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern auf allen Ebenen hinwirken.

Geschlechter- und Chancengerechtigkeit gehören zum Anspruch der Universität Bielefeld, den sie engagiert verfolgt: Mit ihren Gleichstellungskonzepten hat sie in allen bisherigen Vergaberunden des Professorinnenprogramms überzeugt. Sie zählt im neuesten Gender Report NRW von 2022 zu den führenden Hochschulen in Bezug auf Gleichstellung und wurde 2021 bereits zum sechsten Mal als familiengerechte Hochschule re-auditiert.


Eine Brücke ins Studium - 50 Jahre ZSB

Veröffentlicht am 19. Oktober 2023

Wo studiert wird, gibt es Fragen, mitunter auch Probleme – sind diese nicht fachlicher, sondern allgemein studienbezogener oder persönlicher Natur, können sich Studierende an die Studienberatung wenden. So auch an der Universität Bielefeld. Hier hat die Zentrale Studienberatung (ZSB) Anfang September ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert.

Der damalige Aufbaubeauftrage der ZSB, Dr. Wolfgang Neumann, die langjährige Beraterin Professorin i.R. Dr. Ruth Großmaß sowie die heutige Leiterin, Dr. Ursel Sickendiek, berichten im Interview, wie es damals war und heute ist. Mehr im Aktuell-Blog  

Die Amtsübergabe an die neue Rektorin

Veröffentlicht am 17. Oktober 2023

Professorin Dr. Angelika Epple ist am Freitagabend, 13. Oktober, in ihr neues Amt als Rektorin der Universität eingeführt worden. Mehr als 500 Gästen besuchten die feierliche Veranstaltung im aktuell größten Hörsaal der Universität in Gebäude Y. Unter den Gästen waren unter anderem die nordrhein-westfälische Ministerin für Kultur und Wissenschaft Ina Brandes, Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen sowie Professor Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, ehemaliger Rektor der Universität. Auch internationale Gäste von Bielefelder Partneruniversitäten waren zu Gast.

Eine Rückschau auf den Abend in Bildern, ihre Rede als Videomitschnitt und die internationale Perspektive während und rund um die Amtseinführung findet sich im Akteuell-Blog.

Verkauf von Retterboxen auf dem Campus

Veröffentlicht am 16. Oktober 2023

Ab dem morgigen Dienstag (17. Oktober 2023) findet wieder wöchentlich die Verteilung von Obst- und Gemüseboxen durch Restlos e.V. auf dem Campus statt. Die Ausgabe der Retterboxen erfolgt jeden Dienstag zwischen 13:30-15 Uhr vor dem Haupteingang des X-Gebäudes (bis 19.12.). 

  • Die große Retterbox enthält ca. 7 kg Obst und Gemüse (teils in Bioqualität) zum Preis von 15 Euro. Die kleine Retterbox mit 3,5-4 kg Obst und Gemüse gibt es für 8 Euro. Dazu kommt jeweils Pfand für die Transportbox oder 1 Euro für einen Stoffbeutel zum Transport der Lebensmittel. 
  • Zusätzlich kann eine vegane Tüte für 5 Euro erworben werden, die Käufer*innen vor Ort selbst aus gesunden Produkten aus dem Restlos-Sortiment (wie z.B. Hafermilch, Hafersahne oder Smoothies) zusammenstellen können.

Die Kisten können vorab über ein Webformular unter restlos-retterbox.de vorbestellt werden. Auch Spontankäufe sind nach dem Prinzip "first come - first served" möglich (nur Bargeldzahlung). 

Der Verein Restlos e.V. bietet Obst- und Gemüse an, das von Groß- und Einzelhändlern vor allem aufgrund äußerer Makel aussortiert wird - mit den Einnahmen durch den Verkauf werden soziale Projekte durchgeführt.
Der Verein Restlos e.V. bietet Obst- und Gemüse an, das von Groß- und Einzelhändlern vor allem aufgrund äußerer Makel aussortiert wird - mit den Einnahmen durch den Verkauf werden soziale Projekte durchgeführt.

Über die Retterboxen: 

Der Verein Restlos e.V. bietet Obst- und Gemüse an, das von Groß- und Einzelhändlern vor allem aufgrund äußerer Makel aussortiert wird - mit den Einnahmen durch den Verkauf werden soziale Projekte durchgeführt. Hinter der Aktion steht eine Kooperation zwischen der FH und Universität Bielefeld mit Restlos e.V. Bereits in den letzten beiden Semestern konnte die Aktion mit großem Erfolg durchgeführt werden: Im vergangenen Sommersemester konnten so beispielsweise insgesamt 4.900 Kg Lebensmittel gerettet werden. Sowohl Universität als auch Fachhochschule Bielefeld möchten mit der Unterstützung der Aktion im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsbemühungen ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung setzen. 

Weitere Informationen zu den Retterboxen im Nachhaltigkeitsportal



Neue Professor*innen an der Universität Bielefeld

Veröffentlicht am 12. Oktober 2023
Im Sommersemester 2023 sind zwölf Professorinnen und zehn Professoren an die Universität Bielefeld berufen worden. Sie arbeiten beispielsweise in den Bereichen Germanistische Linguistik, Pflegewissenschaft und Versorgungsforschung und Mathematische Versicherungsökonomik. Vier Professuren wurden am Universitätsklinikum OWL der Universität Bielefeld besetzt: Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gynäkologie und Geburtshilfe - Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie, Schmerzmedizin und Interdisziplinäre Intensivmedizin. Zudem gibt es zwei Professuren, die gemeinsam mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen berufen wurden: Die Professur für „Kollaborative Robotik“ wurde gemeinsam mit Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung in Lemgo (IOSB) – Institutsteil für industrielle Automation (INA) berufen; die Professur für „Service Science in den Lebenswissenschaften“  gemeinsam mit dem Forschungszentrum Jülich. Dieser Arbeitsbereich ist als Außenstelle des Forschungszentrums Jülich an der Universität Bielefeld angesiedelt.


Professorin Dr. Tanja Ackermann
(38) ist seit August 2023 Professorin für Germanistische Linguistik (Schwerpunkt Variation und Wandel) an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft. Nach ihrem Studium an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin beschäftigt. Dort hat sie 2017 promoviert und sich 2023 am Fachbereich für Philosophie und Geisteswissenschaften habilitiert. Während dieser Zeit war sie für Forschungs- und Lehraufenthalte in London, Peking und Mainz. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des grammatischen Wandels und der pragmatischen Variation, wobei auch der Zusammenhang von gesellschaftlichen Aspekten und Sprache in den Blick genommen wird.

Professor Dr. Timo Adam
(31) ist seit September 2023 Juniorprofessor für statistische Modellierung an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. In seiner Forschung befasst er sich unter anderem mit statistischen Modellen für stochastische Prozesse und deren Anwendungen in der Ökologie und in den Wirtschaftswissenschaften. Statistische Modellierung hilft dabei, Wissen aus Daten zu generieren und so beispielsweise herauszufinden, wie Tiere auf sich ändernde Umwelten reagieren oder sich Finanzmarktakteur*innen in Abhängigkeit ökonomischer Zustände verhalten. Nach seiner Promotion an der Universität Bielefeld war er von 2020 bis 2022 als Postdoc an der School of Mathematics and Statistics der University of St Andrews in Großbritannien und von 2022 bis August 2023 am Department of Mathematical Sciences der University of Copenhagen in Dänemark tätig.

Professorin Dr. med. Beyhan Ataseven
(50) hat im Mai 2023 die Leitung der Frauenklinik am Cam-pus Klinikum Lippe des Universitätsklinikums OWL (UK OWL) übernommen und wurde zur Professorin für Gynäkologie und Geburtshilfe an das Universitätsklinikum OWL berufen. Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit gehören die operative und konservative Behandlung senologischer und gynäkologisch/-onkologischer Erkrankungen. Ihre Forschung fokussiert auf die Evaluation prädiktiver/prognostischer Faktoren beim Ovarial-/Endometrium-/Mammakarzinom, die Etablierung neuer Therapiekonzepte sowie die Versorgungsforschung onkologischer Patientinnen und ihrer Angehörigen. Beyhan Ataseven kommt aus den Evangelischen Kliniken Essen-Mitte, einer der größten Gynäkoonkologischen Zentren europaweit. Nach dem Medizinstudium an der Technischen Universität München war sie langjährig als Assistenz-, Oberärztin und leitende Oberärztin in der Frauenklink des Rotkreuzklinikums München tätig. Ihre Habilitation erfolgte 2015 an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Professor Dr. med. Hendrik Bracht (49) wurde auf die Professur für Interdisziplinäre Intensivmedizin an der Medizinischen Fakultät OWL berufen. Er wird im Januar 2024 am Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) die Position des stellvertretenden Klinikdirektors und Leitenden Oberarztes der Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin, Transfusionsmedizin und Schmerztherapie übernehmen. Bracht will den Fokus seiner Arbeit auf die fachübergreifende Zusammenarbeit legen. Die Anästhesiologie, die Innere Medizin und die Chirurgie müssen in der Intensivmedizin seiner Meinung nach eng miteinander verzahnt sein. Hendrik Bracht war zuvor seit 2001 am Universitätsklinikum Ulm tätig, seit 2012 als geschäftsführender Oberarzt in der Klinik für Anästhesiologie im Bereich der Interdisziplinären Operativen Intensivmedizin (IOI). Der Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin mit den Zusatzbezeichnungen spezielle Intensivmedizin und Notfallmedizin leitete seit 2020 die Notaufnahme der Uniklinik Ulm.

Professorin Dr. Ana Maria Botero (34) arbeitet seit April 2023 als Juniorprofessorin an der Fakultät für Mathematik. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Algebraischen und Arithmetischen Geometrie und deren Verbindungen zur Konvexen und Tropischen Geometrie. Botero hat an der Universidad de los Andes in Bogotá, Kolumbien studiert. In 2011 wurde sie Mitglied der Berlin Mathematical school und promovierte 2017 an der Humboldt Universität zu Berlin. Seitdem hat sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Darmstadt und an der Universität Regensburg gearbeitet; und als Vertretungsprofessorin an der Universität Heidelberg.

Professorin Dr. Friederike Gebhard (31) hat seit August 2023 als Juniorprofessorin die Brückenprofessur für Gesundheits- und Medizinrecht an der Fakultät für Rechtswissenschaft/Medizinischen Fakultät OWL inne. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören das Öffentliche Recht (Staats- und Verwaltungsrecht) sowie das Gesundheits- und Medizinrecht und das Sozialrecht. Sie hat an der Leibniz Universität Hannover Rechtswissenschaften studiert und wurde dort 2021 promoviert. Nach dem Referendariat im Oberlandesgerichtsbezirk Celle mit Station unter anderem im Bundespräsidialamt legte sie 2022 das zweite Staatsexa-men ab. Anschließend war sie seit November 2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Europäische Gesundheitspolitik und Sozialrecht der Goethe-Universität Frankfurt a.M.

Professorin Dr. Heike Greschke (53) hat im August 2023 die Professur für Mediensoziologie angetreten. Sie erforscht die Wechselwirkungen zwischen Medienwandel und sozialem Wandel aktuell am Beispiel von Migrations- und Transnationalisierungsprozessen und der Bedeutung von Medien im Umgang mit Risiken öffentlicher Herabsetzung. Nach einer Ausbildung zur Floristin studierte sie in Koblenz Sozialpädagogik und nach mehrjähriger Berufstätigkeit im Mädchenhaus Bielefeld e.V. Soziologie in Bielefeld, wo sie auch promovierte. Nach anschließenden wissenschaftlichen Tätigkeiten in Bielefeld und Hamburg folgte sie 2012 dem Ruf auf eine Juniorprofessur an die Julius-Liebig-Universität Gießen. Seit 2016 war sie Professorin an der Technischen Universität Dresden und dort zuletzt Dekanin der Philosophischen Fakultät.

Professor Dr. Robert Heyer (37) wurde von der Universität Bielefeld im September 2023 zum Professor für Mehrdimensionale Omics-Datenanalyse an die Technische Fakultät berufen. Er beschäftigt sich mit der Integration und Analyse von komplexen Genom-, Proteom-, und Metabolitdaten mit dem Ziel diagnostische, prognostische und therapeutische Biomarker zu identifizieren. Er untersucht die Pathogenese diverser Erkrankungen und entwickelt Software für die Auswertung von Omics-Daten. Robert Heyer hat Biosystemtechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg studiert, im Anschluss im Bereich Biogasmikrobiom promoviert und sich danach als Postdoc mit der Entwicklung von Auswertesoftware für Omics Daten beschäftigt. Zuvor war er als Juniorprofessor an der Universität Bielefeld und am Leibniz-Institut für Analytische Wissenschaften (ISAS) in Dortmund tätig.

Professorin Dr. Lena Hoffmann (36) wurde im September 2023 auf die Juniorprofessur für Kinder- und Jugendliteratur berufen. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit den vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Kinder- und Jugendliteratur und der Literatur für Erwachsene. Aktuell interessiert sie sich aus literatursoziologischer Perspektive für die Selbst- und Fremdinszenierungen von Autor*innen für junge Menschen. Lena Hoffmann war zuvor wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Jugendbuchforschung, Goethe-Universität Frankfurt a. M.  und an der Arbeitsstelle für Kinder- und Jugendmedienforschung der Universität zu Köln. Promoviert wurde sie im Rahmen des DFG-Graduiertenkollegs „Literarische Form. Ge-schichte und Kultur ästhetischer Modellbildung“ mit einer Arbeit über Crossover-Literatur an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Professorin Dr. Tina Barbara Lonsdorf (42) wurde im April 2023 auf die Professur für Biologi-sche Psychologie und Kognitive Neurowissenschaften in der Fakultät für Psychologie berufen. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf der Erforschung der (neuro-)biologischen Grundlagen von Furcht, Angst und Stress – mit Fokus auf individuellen Unterschieden und Traumata mit Schwerpunkt auf Kindheit und Jugend – sowie auf meta-wissenschaftlichen Betrachtungen, Open Science und Reproduzierbarkeit. Tina Lonsdorf hat an den Universitäten Trier und Gießen Psychologie studiert (mit Nebenfach Medizin für Psychologen) und hat 2020 am Karolinska Institutet in Stockholm (Schweden) in den Klinischen Neurowissenschaften promoviert. Von 2010 bis 2023 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Systemische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, wo sie seit 2018 eine von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Emmy-Nöther Nachwuchsgruppe leitet. Tina Lonsdorf ist seit 2023 Vorsitzende der Fachgruppe „Biologische Psychologie und Neuropsychologie“ der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs).

Professor Dr. Johann E. Kufs (32) wurde im Juli 2023 von der Technischen Fakultät zum Juniorprofessor für Genome Engineering and Editing ernannt. Er beschäftigt sich mit der gezielten Konstruktion und Aktivierung von Biosynthesewegen in Amöben zur Entdeckung neuer Wirkstoffe und Produktionsverfahren. Dabei kommen vor allem CRISPRai- sowie Multigen-Expressionssysteme zum Einsatz. Johann Kufs studierte Biotechnologie an der Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg und absolvierte mehrere internationale Forschungsaufenthalte, unter anderem an der Universität Oxford (Großbritannien) und am Salk Institute for Biological Studies in San Diego (USA). Es folgte eine Promotion auf dem Gebiet der Naturstoffchemie und Synthetischen Mikrobiologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit anschließender Tätigkeit als Postdoc am Leibniz-Institut für Infektionsbiologie und Naturstoffforschung in Jena.

Professorin Dr. Claudia Bettina Maier (43) hat zum August 2023 die Professur für Pflegewissenschaft und Versorgungsforschung an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften angetreten. Sie wird zusätzlich Direktorin des Institutes für Pflegewissenschaft (IPW). Claudia Bettina Maier forscht zu den Themen Akademisierung und erweiterte pflegerische Rollen (unter anderem Advanced Practice Nursing) in Deutschland und international, Verbesserung des Arbeitsumfelds Pflege sowie zu interprofessionellen Teams. Vorherige Stationen ihrer beruflichen Tätigkeit umfassen unter anderem die Technische Universität Berlin, die University of Pennsylvania (USA) als Harkness Fellow, UNAIDS, WHO, European Observatory on Health Sys-tems and Policies und die Europäische Kommission.

Professor Dr. Klaus Neumann (39) wurde von der Universität Bielefeld gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung in Lemgo (IOSB) – Institutsteil für industrielle Automation (INA) im Juli 2023 zum Professor für kollaborative Robotik an die Technische Fakultät berufen. Dabei stehen insbesondere Rekonfigurierbarkeit, intelligenter Produkttransport und die datenbasierte Steuerungs- und Regelungstechnik in sicherer Interaktion mit menschlichen Produktionsteilnehmern im Fokus. Klaus Neumann hat Naturwissenschaftliche Informatik mit Fachprofil Physik an der Universität Bielefeld, der Universität Aarhus (Dänemark) und am CERN (Schweiz) studiert. Nach seiner Promotion an der Universität Bielefeld arbeitete er in einer mehrjährigen Forschungs- und Entwicklungsleitungsposition bei Beckhoff Automation, einem technologisch-führenden Unternehmen für Automatisierungstechnik, im Bereich Maschinelles Lernen.

Professor Dr. Benjamin Paaßen (33) ist seit April 2023 als Juniorprofessor (mit Tenure Track) für „Wissensrepräsentation und Maschinelles Lernen“ an der Technischen Fakultät tätig. Der Schwerpunkte der Forschung liegt darauf, menschliches Vorwissen für das maschinelle Lernen zu nutzen und umgekehrt menschliches Wissen aus Modellen des maschinellen Lernens zu extrahieren. Der Hauptanwendungsbereich liegt in der KI für die Bildung. Paaßen hat im Jahr 2019 an der Universität Bielefeld im Fach Intelligente Systeme promoviert. Nach einem DFG-Forschungsstipendium an der Universität Sydney (Australien) und der Humboldt-Universität zu Berlin wechselte Paaßen als stellvertretender Leiter an das Educational Technology Lab des Deutschen Forschungszentrums für künstliche Intelligenz in Berlin.

Professor Dr. Arne Pilniok (45) ist seit Juli 2023 an der Fakultät für Rechtswissenschaft Professor für Deutsches und Europäisches Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften. Er wurde an der Universität Hamburg mit einer Arbeit zum europäischen Verwaltungsrecht promoviert. Im Rahmen der Juniorprofessur, die er dort im Anschluss innehatte, verbrachte er unter anderem ein akademisches Jahr an der University of California, Berkeley (USA). Nach der Habilitation, ebenfalls an der Universität Hamburg, folgten Lehrstuhlvertretungen an den Universitäten Freiburg im Breisgau, Frankfurt am Main und der Humboldt-Universität zu Berlin. An der Universität Bielefeld wird er sich insbesondere mit dem Recht der digitalen und ökologischen Transformation beschäftigen.

Professorin Dr. Maren Diane Schmeck (40) hat seit April 2023 die Professur für Mathematische Versicherungsökonomik am Institut für Mathematische Wirtschaftsforschung (IMW) inne. Sie forscht über die Auswirkungen von Langlebigkeit für Versicherungsunternehmen. Ein zweiter Schwerpunkt liegt im Bereich von finanziellen Absicherungsstrategien in Energiemärkten. Maren Diane Schmeck promovierte 2012 an der Universität Oslo (Norwegen) im Bereich Finanzmathematik. Ihre Habilitation schloss sie 2022 an der Universität Bielefeld ab. Ebenfalls 2022 erlangte sie die italienische Habilitation.

Professor Dr. med. Jan Schulte am Esch (55) ist im Juni zum Professor für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Universitätsklinikum OWL berufen worden. Mit dieser Professur ist der Lehrstuhl für das Fach Chirurgie verbunden – eines der fünf Hauptfächer im Medizinstudium. Die klinischen Schwerpunkte des Direktors der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) im Johannesstift liegen unter anderen in der Onkologischen Allgemein- und Viszeralchirurgie, Robotischer Viszeralchirurgie und gut- wie bösartigen Erkrankungen von Leber und Bauchspeicheldrüse. Schulte am Esch promovierte 1994 und absolvierte von 1995 bis 1997 einen Forschungsaufenthalt an der Harvard Medical School in Boston. Er habilitierte 2005 an der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf und war Leitender Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Düsseldorf. Seit 2016 ist er Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Evangelischen Klinikums Bethel (EvKB) in Bielefeld.

Professor Dr. Alexander Sczyrba
(51) ist im August 2023 zum Professor für Service Science in den Lebenswissenschaften an der Technischen Fakultät ernannt worden. Es handelt sich um eine gemeinsame Berufung mit dem Forschungszentrum Jülich. Alexander  Sczyrba leitet als Direktor des „Instituts für Bio- und Geowissenschaften (IBG)” am Forschungszentrum Jülich die Abteilungen „Computergestütze Metagenomik“, die de.NBI Geschäftsstelle und die ELIXIR-DE Geschäftsstelle. Das Institut gehört zum Bereich IBG-5, der aus der Verstetigung des Deutschen Netzwerks für Bioinformatik Infrastruktur (de.NBI) über die Helmholtz-Gesellschaft hervorgegangen ist. Es ist als Außenstelle des Forschungszentrums Jülich an der Universität Bielefeld angesiedelt. Alexander Sczyrba hat an der Universität Bielefeld Naturwissenschaftliche Informatik studiert und hier 2007 promoviert. Seine Forschungsgebiete sind die computergestützte Metagenomik, die zur Untersuchung der mikrobiellen „dunklen Materie“ genutzt werden kann.

Professorin Dr. Anna-Lisa Vollmer (40) arbeitet seit Mai 2023 als Professorin für Interaktive Robotik in Medizin und Pflege an der Medizinischen Fakultät OWL. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen das Aufgabenlernen von Robotern in Interaktion mit Menschen, um indivi-duelle Präferenzen von Nutzer*innen zu erlernen sowie die Implementierung und den Transfer interaktiv lernender sozialer Assistenzroboter und Serviceroboter in die Praxis. Nach ihrem Mathematikstudium und ihrer Promotion am Institut für Kognition und Robotik an der Universität Bielefeld folgte die Mitarbeit im Marie Curie Innovative Training Network RobotDoC an der Plymouth University (Großbritannien) und eine Starting Research Position bei INRIA (Insti-tut national de recherche en informatique et en automatique) und der ENSTA Paris ( École nationale supérieure de techniques avancées, Frankreich).

Professor Dr. med. Wilfried Witte
(57) ist im Juni 2023 zum Professor für Schmerzmedizin am Universitätsklinikum OWL ernannt worden. Wilfried Witte ist Oberarzt der Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfallmedizin, Transfusionsmedizin und Schmerztherapie am Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB). Er erforscht und betrachtet die Schmerztherapie interdisziplinär und ganzheitlich. In Berlin hat er Geschichte, Philosophie und Publizistik studiert, bevor er in Heidelberg ein Medizinstudium begann, das er in Berlin abschloss. Nach Stationen an Kliniken in Berlin und Brandenburg war Wilfried Witte 13 Jahre als Anästhesiologe an der Charité tätig und bildete sich in Schmerztherapie weiter. Vor dreieinhalb Jahren kam der gebürtige Emsländer ans Evangelische Klinikum Bethel (EvKB). Die Behandlung von chronischen und chronifizierten Schmerzen gewinne zunehmend an Bedeutung, ist der Mediziner überzeugt. Die Erforschung insbesondere von Nervenschmerzen will Witte in einem neuen Forschungslabor für „Quantitative sensorische Testung“ vorantreiben.

Professorin Dr. Meike Wittmann (37) wurde nach erfolgreichem Tenure-Track-Verfahren zum 1. September zur Professorin für Theoretische Biologie an der Fakultät für Biologie ernannt. Seit 2017 war sie dort bereits Juniorprofessorin für Theoretische Biologie. Bevor sie nach Bielefeld kam, hat Meike Wittmann an der Ludwig-Maximilians-Universität München promoviert und war als Postdoktorandin an der Stanford University (USA) und an der Universität Wien (Österreich). Gemeinsam mit ihrer Arbeitsgruppe erforscht sie zum Beispiel, warum sich Individuen innerhalb einer Art unterscheiden und welche Auswirkungen das für Populationsdynamiken und andere ökologische und evolutionäre Prozesse hat. Dafür kommen mathematische Modelle und Computersimulationen zum Einsatz.

Professorin Dr. Alexandra Scheele (54) ist seit Mai 2023 außerplanmäßige Professorin im Arbeitsbereich Wirtschaft und Arbeit an der Fakultät für Soziologie. In ihren Forschungen setzt sie sich unter anderem mit Geschlechterungleichheiten auf dem Arbeitsmarkt auseinander sowie mit Veränderungen von beruflichen Tätigkeiten durch Digitalisierung. Sie ist geschäftsführende Herausgeberin der Zeitschrift für Soziologie. Ihre wissenschaftlichen Stationen waren die Universität Marburg, wo sie 2006 promoviert wurde und die BTU Cottbus-Senftenberg, wo sie sich im Jahr 2017 habilitiert hat. Sie ist bereits seit 2014 an der Universität Bielefeld tätig, zunächst als Vertretungsprofessorin, später als Akademische Oberrätin und als Leiterin der ZiF-Forschungsgruppe „Global Contestations of Women’s and Gender Rights“.


Das Bildmaterial ist hier abrufbar.

Solidarität mit unseren israelischen Partnern

Veröffentlicht am 12. Oktober 2023

Stellungnahme des Rektorats der Universität

Die Universität Bielefeld verurteilt aufs Schärfste die terroristischen Angriffe der Hamas auf Israel. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl gelten den vielen Opfern und ihren Angehörigen.

Unsere besondere Solidarität gilt unseren Partneruniversitäten Gurion Negev, Haifa, Tel Aviv und Technion, ihren Studierenden und all den Kolleg*innen in Wissenschaft und Verwaltung, mit denen wir seit vielen Jahren auf vielfältige Art zusammenarbeiten. Wir stehen in diesen schweren Zeiten eng an ihrer Seite.

Hochschulübergreifendes Programm "Führung in der Wissenschaft 2023/24" startet erneut

Veröffentlicht am 11. Oktober 2023

Am 27. Oktober startet der mittlerweile 15. Durchlauf des hochschulübergreifenden Führungsprogramms „Führung in der Wissenschaft 2023/24 – Innovative, nachhaltige Leadership-Konzepte für Professorinnen“. Das Programm richtet sich an Professorinnen sowie Tenure-Track-Professorinnen in bzw. nach der Zwischenevaluation, die an einer Universität oder Hochschule beschäftigt sind.

12 Professorinnen aus sechs Hochschulen nehmen im kommenden Durchlauf an der modularen Weiterbildung für Professorinnen zum Auf- und Ausbau des eigenen Führungsportfolios teil. Die Fortbildungsreihe wird organisiert durch die Universität Bielefeld und geleitet von der für Training und Coaching von Wissenschaftler*innen ausgewiesenen Expertin Alexandra Busch.

Auch für 2024/2025 ist das zehnmonatige Programm (voraussichtlicher Starttermin 25. Oktober 2024) wieder hochschulübergreifend geplant. Interessierte können sich unter der E-Mail-Adresse pe-professur@uni-bielefeld.de an die Ansprechpartnerin Carla Sauvigny-Wigge wenden. Weiterführende Informationen zum Programm gibt es hier.

Diesjähriges iGEM-Team stellt Projekt für Universitätsmitglieder vor

Veröffentlicht am 10. Oktober 2023
Universitätsoffene Veranstaltung am 19. Oktober

In diesem Jahr nimmt nach pandemiebedingter Pause wieder ein Bielefelder Team von Bachelor- und Masterstudierenden am internationalen iGEM-Wettbewerb teil. Mit ihrem Projekt behaupten sich die Bielefelder*innen Anfang November gegen 450 internationale Teams und stellen sich bei Vertreter*innen aus Forschung und Industrie auf dem Grand Jamboree des international Genetically Engineered Machine (kurz: iGEM) in Paris vor. Das Bielefelder Forschungsteam entwickelt in diesem Jahr eine neuartige Behandlung zur Bekämpfung von Krebs und nimmt damit am größten internationalen Wettbewerb der synthetischen Biologie teil. Universitätsmitglieder können schon vorab an einer Vorstellung des Projekts teilnehmen.

Ziel des diesjährigen Projektes liegt in der Optimierung der Tumordiagnostik und Herstellung einer mRNA-Therapie: Das Bielefelder Projekt ASTERISK (Advanced Sequencing of Tumormarkers Enabeling RNA-based Intraoperative Sensing and Killing) bezeichnet eine Behandlungsplattform, welche die molekulare Charakterisierung des Tumors und die gezielte mRNA-Therapie noch während der operativen Entnahme des Tumors erlaubt.

Der iGEM-Wettbewerb bietet motivierten Studierenden die Möglichkeit, selbstständig ein eigenes Projekt zu planen und durchzuführen. Anlässlich der Wiederaufnahme der iGEM-Aktivitäten lädt das diesjährige iGEM-Team Studierende, Lehrende und Wissenschaftler*innen der Universität zu einer Auftaktveranstaltung ein. Am 19. Oktober, 16 Uhr, Hörsaal X-E0-002 wird ebenfalls die neue iGEM-Broschüre präsentiert. Sie stellt die Entstehungsgeschichte des Wettbewerbs dar und fasst die bisherigen Errungenschaften vergangener Bielefelder Teams seit 2010 zusammen. Die Veranstaltung endet mit einer Abschlussfeier im Nordlicht. Interessierte Teilnehmende müssen sich vorab anmelden unter https://www.cebitec.uni-bielefeld.de/igem2023-anmeldung

Rektorin Angelika Epple: „Gehen Sie wählen!“

Veröffentlicht am 10. Oktober 2023
So funktionieren die Wahlen zu den DFG-Fachkollegien

Wahlberechtigte Wissenschaftler*innen der Universität Bielefeld können vom 23. Oktober 2023, 14 Uhr, bis zum 20. November 2023, 14 Uhr, die Fachkollegien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) wählen. „Es ist wichtig zu wählen, weil die Fachkollegien in den nächsten vier Jahren darüber entscheiden, ob Projekte förderungswürdig sind und wie Fördergelder verteilt werden. Das betrifft uns alle“, sagt Professorin Dr. Angelika Epple, Rektorin der Universität Bielefeld. Die DFG bietet der Wissenschaft aller Disziplinen finanzielle Unterstützung und fördert die Zusammenarbeit unter den Forscher*innen. Die Fachkollegien prüfen, begutachten und bewerten Anträge von Forschungsvorhaben auf finanzielle Förderung. Die Wahl ist somit ein entscheidender Bestandteil der Selbstverwaltung der Wissenschaft. Die Amtszeit der neu gewählten Fachkollegien beginnt 2024 und endet 2028. Von der Universität Bielefeld stehen elf Wissenschaftler*innen zur Wahl.

Fünf Schritte zur Stimmabgabe:

1. Alle wahlberechtigten Personen sind in einem Verzeichnis gelistet. Wahlberechtigt sind: Wissenschaftler*innen, die vor dem ersten Tag der Wahlfrist ihre mündliche Doktorprüfung erfolgreich abgelegt haben, sowie (Junior-)Professor*innen. Es muss zudem eine nicht auf den ersten Tag der Wahlfrist beschränkte wissenschaftlich forschende Tätigkeit an der Universität Bielefeld ausgeübt werden. Die Wahlfrist beginnt mit dem ersten Tag der Wahl (23. Oktober 2023).

2. Die Daten für das Verzeichnis der Wahlberechtigten wurden vom Personaldezernat zur Verfügung gestellt, durch die Wahlstelle der Uni Bielefeld aufbereitet und unter Beteiligung der Fakultäten und wissenschaftlichen Einrichtungen vervollständigt. Personen, die sich unsicher sind, ob sie im Verzeichnis der Wahlberechtigten gelistet sind, können sich an Merle von der Nahmer oder Kristina Römer (Dezernat SL) wenden. Eine Korrektur und Ergänzung des Verzeichnisses ist bis zum Ende des Wahlzeitraumes möglich. Voraussetzung dafür ist, dass die jeweilige Person wahlberechtigt ist.
Merle von der Nahmer / Kristina Römer (Dezernat SL)
Telefon: 0521 106-5223 / 5220  
E-Mail: merle.von_der_nahmer@uni-bielefeld.de / kristina.roemer@uni-bielefeld.de

3. Jede Person, die im Verzeichnis der Wahlberechtigten steht, bekommt über die jeweilige Fakultät oder Einrichtung die Wahlunterlagen kurz vor Beginn des Wahlzeitraumes ausgehändigt bzw. kann sich diese bei ihr persönlich abholen. In den Wahlunterlagen finden sich ein Link und die persönlichen Zugangsdaten für die Online-Wahl. Außerdem befindet sich im Brief die Anleitung zur Wahl. Die Wahlunterlagen selbst sind in Deutsch verfasst, bei Aufruf des Onlinewahlsystems haben Wahlberechtigte jedoch die Möglichkeit zu entscheiden, ob sie das Wahlsystem in deutscher oder englischer Sprache nutzen möchten.

4. Im Wahlzeitraum (23.10. bis 20.11.2023) können wahlberechtigte Personen online ihren Stimmzettel ausfüllen. Auf der Wahlliste stehen etwa 1.640 Kandidierende verschiedener akademischer Einrichtungen Deutschlands, darunter 11 Kandidat*innen der Universität Bielefeld, die im vergangenen Jahr nominiert worden sind. Jede*r Wahlberechtigte kann, unabhängig von der eigenen Zugehörigkeit zu einer wissenschaftlichen Einrichtung oder Fakultät, jede kandidierende Person aus allen Fächern und Fakultäten wählen. Demzufolge können auch Kandidat*innen der Universität Bielefeld, welche einer anderen Fakultät als der eigenen angehören, unterstützt werden. Für einen besseren Überblick über die zur Wahl stehenden Kandidierenden ist innerhalb des Wahlsystems eine Suche bzw. Vorauswahl sowohl über die Fachsystematik als auch über den Nachnamen, den Ort oder auch die Freitextsuche möglich.

5. Jede Person hat maximal sechs Stimmen, wobei höchstens drei Stimmen pro Kandidat*in vergeben werden können.

Von der Universität Bielefeld stehen zur Wahl:

Silke Schwandt
– Mittelalterliche Geschichte (Fach 1.12-01)
Olaf Kaltmeier
– Neuere und Neueste Geschichte (einschl. Europäische Geschichte der Neuzeit und Außereuropäische Geschichte) (Fach 1.12-03)
Nina Heinrichs
– Persönlichkeitspsychologie, Klinische und Medizinische Psychologie, Methoden (Fach 1.22-05)
Ruth Ayaß
– Empirische Sozialforschung (Fach 1.23-02)
Kerstin Hämel
– Public Health, Gesundheitsbezogene Versorgungsforschung, Sozial- und Arbeitsmedizin (Fach 2.22-02)
Angelika Kühnle
– Physikalische Chemie von Festkörpern und Oberflächen, Materialcharakterisierung (Fach 3.12-02)
Tilman Kottke
– Physikalische Chemie von Molekülen, Flüssigkeiten und Grenzflächen, Biophysikalische Chemie (Fach 3.13-01)
Thomas Hellweg
– Präparative und Physikalische Chemie von Polymeren (Fach 3.16-01)
Rolf Moritz Kaßmann
– Mathematik (Fach 3.31-01)
Anna-Lisa Vollmer
– Arbeitswissenschaft, Ergonomie, Mensch-Maschine-Systeme (Fach 4.41-05)
Barbara Hammer
– Künstliche Intelligenz und Maschinelle Lernverfahren (Fach 4.43-04)


Weitere Informationen im Internet:
https://www.uni-bielefeld.de/verwaltung/dezernat-sl/wahlen/dfg-fachkollegien/
www.dfg.de/fk-wahl2023



 

Das Wintersemester beginnt an der Universität

Veröffentlicht am 9. Oktober 2023
Professorin Dr. Angelika Epple hat am 9. Oktober in ihrer neuen Funktion als Rektorin die Erstsemesterstudierenden der Universität begrüßt. Ort der traditionellen Erstsemesterbegrüßung war die zentrale Universitätshalle. Heute beginnt zugleich die Vorlesungszeit des Wintersemesters 2023/2024 an der Universität. Mehr dazu im Aktuell-Blog.

Bielefelder Philharmoniker spielen zum Semesterstart

Veröffentlicht am 6. Oktober 2023
Die Bielefelder Philharmoniker spielen am 16. Oktober um 20 Uhr unter Leitung von Generalmusikdirektor Alexander Kalajdzic zum Semesterstart in der Universität Bielefeld. Das traditionelle Konzert findet in der Universitätshalle am Westend statt. Der Eintritt zum Konzert ist frei. Um Spenden wird gebeten.

Auf dem Programm stehen Werke aus verschiedenen Opern sowie Filmmusiken und Stücke von George Gershwin. Als Sopranistin unterstützt Mayan Goldenfeld die Bielefelder Philharmoniker.

Das Programm in Kürze:
  • Edward Elgar – Pomp & Circumstances Nr. 4
  • Bedrich Smetana – Polka aus der Oper „Die verkaufte Braut“
  • Friedrich von Flotow – „Last Rose of Summer“ aus der Oper „Martha“
  • Richard Wagner – Vorspiel zur Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“
  • Bernard Herrmann – Fahrenheit 451
  • Nino Rota – Ausschnitte aus der Suite „La strada“
  • George Gershwin – „Someone to Watch Over Me“
  • George Gershwin – „I Got Rhythm“


Musiker der Philharmoniker

Die Bielefelder Philharmoniker eröffnen das neue Semester musikalisch.
Foto: Universität Bielefeld

Das detaillierte Programm.

Wie Bielefelder Forschung zum Nobelpreis für Physik beitrug

Veröffentlicht am 6. Oktober 2023

Ihre Forschung macht es möglich, Elektronen in Materie in Echtzeit zu verfolgen: Die Wissenschaftler*innen Anne L’Huillier (Universität Lund, Schweden), Pierre Agostini (Ohio State University, USA) und Ferenc Krausz (Max Planck Institut für Quantenoptik und Ludwig Maximilian Universität München, Deutschland) haben den Nobelpreis für Physik erhalten. Ferenc Kraus kooperierte für viele seiner bahnbrechenden Arbeiten mit Physiker*innen der Universität Bielefeld. Mehr dazu auf dem Aktuell-Blog.

„Ich glaube an einen Bielefelder Weg“

Veröffentlicht am 2. Oktober 2023

Seit dem 1. Oktober ist Professorin Dr. Angelika Epple Rektorin der Universität Bielefeld. Im Interview spricht die Historikerin über ihre Freude, dass es nun losgeht, den Respekt vor der Aufgabe, den Herausforderungen ihrer Amtszeit und ihren Umgang mit diesen.

Interview mit Professorin Dr. Angelika Epple, Rektorin der Universität Bielefeld

Professorin Dr. Angelika Epple ist als neue Rektorin der Universität im Amt.
Prof’in Dr. Angelika Epple betont das einzigartige Profil der Universität Bielefeld, mit dem sie im Wettbewerb wahrnehmbar und erfolgreich ist.

Seit dem 1. Oktober sind Sie Rektorin der Universität Bielefeld. Wie fühlen Sie sich?

Ich freue mich riesig, dass es nun losgeht. Immerhin wurde ich schon im Februar gewählt. Gleichzeitig bin ich mir der besonderen Herausforderung auch sehr bewusst und der Respekt vor der Aufgabe ist groß. 

Welche Herausforderungen sehen Sie? Wird jetzt alles anders?

Ich war acht Jahre Prorektorin im Rektorat von Gerhard Sagerer. Insofern stehe ich einerseits für Kontinuität. Andererseits hat sich die Welt in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Die Pandemie, der Krieg in der Ukraine, die Digitalisierung und der Fachkräftemangel sind hier nur vier Stichworte, hinter denen aber massive gesellschaftliche Veränderungen stecken, die uns auch an der Universität umtreiben. Daher: Wir müssen uns in den kommenden Jahren auch selbst verändern und diese Herausforderungen produktiv wenden.

Was genau meinen Sie?

Ich glaube, dass die großen Fragen unserer Gesellschaft auch das Wissenschaftssystem treffen werden. Wir konkurrieren beispielsweise bezüglich der Ressourcen mit vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen. Die Politik wird sehr intensiv diskutieren, wo und wie sie die Steuermittel einsetzt. Können wir sicher sein, dass die finanzielle Ausstattung der Universitäten davon ausgenommen ist? Was bedeutet das für uns? Auch sind wir konfrontiert mit dem demografischen Wandel. Er hat Auswirkungen auf die Rekrutierung von Studierenden. Daher brauchen wir gute Argumente, wenn wir Studieninteressierte von unserer Universität überzeugen wollen. Der Fachkräftemangel trifft uns jetzt schon. Wenn wir nicht modern und zukunftsgewandt wahrgenommen werden, dann sind wir nicht konkurrenzfähig im Wettbewerb um die besten Talente. Hier geht es insbesondere um gute Antworten auf die Fragen der Digitalisierung oder die bauliche Entwicklung. Mein Ziel ist es, dass unsere Universität trotz dieser Herausforderungen erfolgreich ist. 

Und wie wollen Sie die Universität Bielefeld in diesem Wettbewerb positionieren?

Da gibt es nicht die eine Antwort. Positionierung hat verschiedene Dimensionen – nach innen und außen. Grundsätzlich gilt: Wir wollen und müssen uns dem beschriebenen Wettbewerb um Talente und Ressourcen stellen. Dafür benötigen wir in Zukunft noch mehr als in der Vergangenheit ein überzeugendes wissenschaftliches Profil. Ich glaube dabei an einen Bielefelder Weg. Wir wollen vorausdenken und klare Ziele gemeinsam offen und mutig verfolgen. Wir sollten uns nicht ausschließlich auf externe Anforderungen reagieren, sondern noch mehr aktive Selbststeuerung wagen. Meine Vision: Ausgehend von unseren Stärken machen wir uns auf den Weg einer international sichtbaren Profilbildung und stärken so unsere Universität als Standort für hervorragende Forschung und exzellente Lehre. Ich lade alle Mitglieder unserer Universität ein, mit mir und dem Rektorat diesen Weg zu gehen und gemeinsam am wissenschaftlichen Profil der Universität Bielefeld zu arbeiten. Dafür stelle ich in Kürze einen partizipativen Prozess vor. Aber das ist sicher noch nicht die abschließende Antwort auf die Herausforderungen…

… sondern?

Unsere Universität soll ein spannender Ort für Wissenschaftler*innen aus der ganzen Welt sein. Insbesondere junge Menschen sollen hier die Möglichkeiten haben, sich auszuprobieren und sich fachlich aber auch persönlich weiter zu entwickeln. Dafür brauchen wir einen förderlichen Rahmen, der Raum für Kommunikation, Kreativität und Reflexion bereitstellt. Hier möchte ich Angebote machen und Impulse setzen. Wir planen beispielsweise eine Talent-Akademie, die ein breites Angebot für verschiedene Gruppen aus Forschung, Lehre, Management und Verwaltung bereitstellt. Das macht unsere Uni attraktiv für anspruchsvolle Nachwuchskräfte. Unsere Studierenden bilden wir für einen globalen Arbeitsmarkt aus. Wir sind weltweit vernetzt mit ambitionierten und renommierten Partner-Universitäten. Wir arbeiten eng mit ihnen zusammen und profitieren von unserem intensiven Austausch – beispielsweise im NEOLAiA-Netzwerk. Das müssen und möchten wir noch stärker herausstellen.

Die Corona-Pandemie hat der digitalen Lehre einen immensen Schub gegeben. Wird Lehre zukünftig vorwiegend digital ablaufen?

Unsere Universität ist und bleibt eine Präsenzuniversität. Es muss uns aber gelingen, die vielfältigen Chancen und Möglichkeiten digitaler Formate für uns nutzbar zu machen. Ich möchte in der Lehre den Laborcharakter stärken. Und zwar nicht nur in den Naturwissenschaften, sondern auch in den Geistes- und Sozialwissenschaften, in denen Seminare die zentrale Bedeutung spielen. Gelungene Seminare sind für mich Labore, in denen Studierende mit Ideen, Gedanken und Theorien experimentieren. Ich sehe insbesondere hier auch die Chance, unsere Lehramtsausbildung zukunftsorientiert zu entwickeln. Studierende brauchen den Raum, etwas auszuprobieren, zu diskutieren, mal zu scheitern und letztlich gemeinsam zu Ergebnissen zu kommen – vor Ort in der Uni. So machen wir sie fit für die Zukunft. 

Am 29. September hat die Hochschulwahlversammlung die Prorektorinnen und Prorektoren gewählt (LINK auf die Meldung zur Wahl). Wofür steht dieses Rektorat?

Ich begreife das Rektorat als Team. Es steht für Begeisterung für die Aufgabe, für Verantwortungsbewusstsein angesichts großer Herausforderungen und – ganz wichtig – für einen kommunikativen und partizipativen Weg, diese anzugehen. Ich bin froh über die Zusammenstellung, die Mischung zwischen Erfahrung, Innovation, Kommunikationsstärke, Kreativität, Vernetzung und den verschiedenen Disziplinen. Wir sind eine sehr heterogene Gruppe – das macht uns stark.

Wie würden Sie Ihren Führungsstil beschreiben?

Partizipation, Transparenz und vertrauensbasierte Entscheidungen – an diesen Prinzipien werde ich meinen Führungsstil ausrichten. Ich möchte kommunikativ, zugewandt und offen in den Austausch gehen mit den Mitgliedern der Universität – mit den Wissenschaftler*innen, den Beschäftigten in Technik und Verwaltung und den Studierenden. 

In nahezu jeder deutschen Universität – auch bei uns in Bielefeld – wird immer wieder das Verhältnis von wissenschaftlichem Bereich und Verwaltung/Servicebereiche kritisch diskutiert. Wie sehen Sie das?

Spitzenforschung und Qualitätslehre brauchen eine funktionierende Verwaltung und passgenaue Services. Wir dürfen dabei aber nicht vergessen, welche Anforderungen an unsere Verwaltung und Dienstleistungseinrichtungen gestellt werden – Digitalisierung, Sanierung des Universitätshauptgebäudes, Aufbau der und Bauen für die Medizinische Fakultät, Cybersicherheit, ständig neue externe Anforderungen von uns Wissenschaftler*innen, aber auch von Politik, Geldgeber*innen und Ministerien. Insofern geht die Kritik häufig zu weit. Anderseits dürfen Wissenschaftler*innen natürlich auch eine zugewandte und offene Servicekultur erwarten. Der Unterstützungsbereich unter Leitung des Kanzlers hat diese Herausforderung angenommen. Hier passiert viel. Ich finde, dass wir uns unsere gemeinsamen Erfolge öfter vor Augen führen müssen. Beispiele für gelungene Zusammenarbeit gibt es. Doch auch wenn wir mal scheitern, scheitern wir gemeinsam und müssen gemeinsam daraus für die Zukunft lernen. Als Rektorin möchte ich dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für eine offene Fehlerkultur zu stärken, damit wir unsere Ziele zusammen und mutig noch erfolgreicher verfolgen können

Welche Rolle der Universität Bielefeld sehen Sie für Stadt und Region?

Die Universität zieht mit attraktiven Studienangeboten engagierte junge Menschen aus allen Teilen der Welt nach Bielefeld. Damit werden Stadt und Region international, vielfältig und zukunftsfähig. Dies zeigt sich im Stadtbild: Bielefeld ist eine junge Stadt. Die Fachkräfte der Zukunft studieren an der Universität. Damit ist unsere Universität eine wichtige Akteurin und ein Aushängeschild. Wir übernehmen aber auch Verantwortung für gesellschaftliche Herausforderungen – die Medizinische Fakultät OWL ist da sicher das prominenteste Beispiel. Auch unsere massiven Aktivitäten beim Ausbau der Lehramtsausbildung oder im Bereich der Psychotherapie möchte ich hier nennen. Die Universität ist zudem eine starke Partnerin für Forschung und Entwicklung in Unternehmen. Eine besondere Rolle spielt in diesem Zusammenhang die BRIC GmbH sowie it’s owl. Hier sind wir auf einen guten Wegm den wir weiter gehen. Auch möchte ich den Austausch, den Dialog, mit den Bürger*innen stärken. Nur wenn wir zuhören, können wir auch Einfluss auf gesellschaftliche Entwicklungen nehmen. Wir dürfen nicht als Elfenbeinturm wahrgenommen werden. Ich bin in diesem Zusammenhang wirklich gespannt, welche Chancen uns dafür die WissensWerkstadt bietet, die aktuell in der Bielefelder Innenstadt aufgebaut wird.

Wenn Sie in sechs Jahren auf Ihre Amtszeit zurückblicken: Welches Fazit würde Sie sich dann wünschen?

Die Universität Bielefeld hat es geschafft, ein unverwechselbares Profil zu entwickeln, mit dem sie im Wettbewerb der Universitäten wahrnehmbar und erfolgreich ist. Wissenschaftler*innen – insbesondere junge und internationale – kommen gerne zu uns, weil sie hier sehr gute Bedingungen für ihre innovative und interdisziplinäre Forschung vorfinden. Die Universität Bielefeld ist eine Präsenzuniversität, nutzt die Möglichkeiten der Digitalisierung aber bestmöglich. Studieninteressierte entscheiden sich für die Universität Bielefeld, weil das Studienangebot, die Qualität der Lehre und die Studienbedingungen innovativ sind und überzeugen. Und Stadt und Region sind stolz auf die Universität Bielefeld, auf unsere Beiträge zur gesellschaftlichen Entwicklung. Der Bielefelder Weg war erfolgreich. 


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