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Goldmedaille für das Bielefelder iGEM-Team

Veröffentlicht am 4. Dezember 2023

Ein studentisches Forschungsteam der Universität Bielefeld entwickelte eine neuartige Behandlungsmethode zur Bekämpfung von Krebs und nahm damit im November am größten internationalen Wettbewerb der synthetischen Biologie teil. Mit ihrem Projekt sind die Bielefelder Bachelor- und Masterstudierenden zusammen mit mehr als 400 internationalen Teams beim Grand Jamboree des international Genetically Engineered Machine (kurz: iGEM) Wettbewerbs in Paris angetreten. Die Jury zeichnete das Bielefelder ASTERISK*-Projekt mit einer Goldmedaille aus.

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Tags: igem

Effizientere Bahntechnologie dank neuronaler Netze

Veröffentlicht am 10. August 2023

Damit die Verkehrswende gelingen und der Schienenverkehr sein Potenzial voll ausschöpfen kann, bedarf es digitaler Unterstützung. Hier setzt das Innovationsökosystem RailCampus OWL an. Forschende der Universität Bielefeld lassen ihr Know-how einfließen, um den Bahnverkehr effizienter und zuverlässiger zu machen.

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https://bit.ly/43ZnGbH

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CITEC renews its profile and organizational structure.

Veröffentlicht am 19. Juli 2023

Making the interaction with A.I. and future intelligent systems truly human-compatible – this is and always has been the mission of the Center for Cognitive Interaction Technology (CITEC).

Now CITEC has taken on a new research profile and organizational structure. The responsibility of coordinating CITEC has been handed over to Philipp Cimiano, as speaker, and Stefan Kopp, as co-speaker. Holding on to CITEC’s established interdisciplinary infrastructure and research values, they aim to adapt to the advances of the rapidly growing field of Artificial Intelligence and the resulting societal impacts.

CITEC’s overarching research topic ‘Human-Aware Cognitive Systems in Open Worlds’ is approached through interdisciplinary collaboration and projects in five core research areas, namely, ‘Learning in Interaction’, ‘Multimodal Cognition and Communication’, ‘Socially Intelligent Agents’, ‘Trustworthy and Sustainable AI’ and ‘Embodied Cooperative Systems’.

Philipp Cimiano puts this mission in a nutshell:  „The future cognitive and AI systems that we envision will be trustworthy and reliable partners. Beyond being limited to perform narrow tasks in pre-defined environments, they will be able to adapt to changing environments, user contexts and humans needs. For this we need to equip them with the ability to understand and recognize human needs, requirements of a situation and translate this understanding into corresponding actions. Developing the foundations for this vision is our mission.”

This strategical reorientation is also made visible in the renewed website at cit-ec.de. CITEC has transformed the application-oriented part of its research agenda into Innovation Labs that represent different application fields. Therefore, CoR-Lab – which has been an own 16-year-old success story in the cooperation between industry and academics – joins forces with CITEC in a first Innovation Lab on human-centered automation for sustainable workplaces. As a second Innovation Lab, the COSY@Home-Lab was founded, incorporating long-standing activities in home assistance systems and home robotics. Philipp Cimiano already sees further application fields for cognitive interaction technology: “Our innovation labs will enable us to translate our fundamental research results into areas where they can unfold impact at industrial and societal level. A key application field for CITEC will be the development of assistive systems in the medical field, supporting both patients as well as medical and care personnel.” Thus, CITEC proceeds to new horizons and new frontiers in research as well as application fields.

CITEC was established in 2007 as part of the Excellence Initiative funded by the Federal and State Governments and, since 2020, it has been continued as a central academic institute of Bielefeld University. For more than a decade, CITEC has been an international hallmark of research, exploring the underlying technical and biological foundations of how agents cognitively interact with their environment and with other agents. From the very beginning, this has been an interdisciplinary endeavor, yielding many-faceted findings, such as understanding the control of eye movements even in blind performances in tasks like speed stacking, or developing physical training methods that consider the memory structure of individual trainees. Further research topics include the investigation of the adaptive control mechanisms of walking stick insects, the impacts of gender on human attribution to humanoid robot heads or understanding tactile grasping strategies of human and robotic hands, to name a few.

It is only through the close cooperation of computer science, artificial intelligence, cognitive science, linguistics, psychology, biology, and mathematics that such a variety of results in such different application fields has been possible. Helge Ritter as the former speaker and coordinator of the Cluster of Excellence, together with Britta Wrede as a former co-speaker, have been warrantors of this successful interdisciplinary approach for many years. Now, there are new interdisciplinary challenges ahead.

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Tags: citec

Ukrainische Wissenschaftlerinnen zu Besuch an der Technischen Fakultät

Veröffentlicht am 11. Juli 2023

Sieben Wissenschaftlerinnen der Universität Saporischschja haben uns Ende Juni an der Technischen Fakultät besucht.

Ukrainischen Besucher:innen mit Anita Adamczik, Jun. Prof. Dr. Hanna Drimalla und Jun. Prof. Dr. Benjamin Passen ©Technische Fakultät Universität Bielefeld

Nach einer Führung durch die Forschungslabore im CITEC-Gebäude hat sich die Gruppe aus Mathematiker:innen und Informatiker:innen mit  Juniorprofessor  Dr. Benjamin Paaßen and Juniorprofessorin Dr. Hanna Drimalla über die Forschungsschwerpunkte und über die interdisziplinäre Zusammenarbeit der jeweils anderen Standorte ausgetauscht. Hier zeigten sich erste Unterschiede der interdisziplinären Ausrichtung: In Bielefeld findet die Zusammenarbeit verstärkt mit der Kognitionswissenschaft, der Biologie und der Linguistik statt, in Saporischschja liegt der Fokus auf der (angewandten) Mathematik. Die Ukrainerinnen stellten so auch ein Projekt vor, in dem neuronale Netze für die Steuerung von Fertigungstechnik beforscht und die Hyperparameter dieser Netze durch evolutionäre Algorithmen optimiert wurden.

Die ukrainischen Wissenschaftlerinnen lobten die Modernität und technische Ausstattung der Labore und zeigten großes Interesse an der Forschungsausrichtung der Technischen Fakultät - insbesondere im Bereich der Robotik und der künstlichen Intelligenz.

Im Weiteren wurde über die Organisation der Lehre diskutiert. Hier zeigten sich die gemeinsamen Herausforderungen wie hybride und virtuelle Lehre in hoher Qualität geschehen kann und wie die mathematischen Grundlagen motivierend an Lernende vermittelt werden können.

Zusammenfassen lobte Professorin Dr. Oksana Spytsia die Studienbedingungen an der Universität Bielefeld. „Alles ist auf die Studierenden ausgerichtet: geräumige Gebäude mit bequemen Zugängen für Studierende mit Behinderungen; eine riesige Bibliothek mit langen Öffnungszeiten; ein Multimediazentrum mit hilfsbereiten Mitarbeiter:innen; Aktivitäten für verschiedene Geschmäcker - Konzerte, Sportwettkämpfe; ein vielfältiges gastronomischen Angebot und zahlreiche Geschäfte. All dies schafft einfache, aber gleichzeitig hervorragende Bedingungen für Entwicklung, Lernen, Kommunikation und ein glückliches Studentenleben.“

Die Wissenschaftlerinnen Dr. Oksana Choporova, Dr. Maryna Hrechnieva, Dr. Anastasiia Kaliuzhniak, Prof. Dr. Anastasiia Kryvokhata, Dr. Nataliia Manko, Prof. Dr. Oksana Spytsia und Dr. Anastasiia Stoliarova waren den gesamten Juni zu Gast an der Universität Bielefeld. Ermöglicht hat diesen Aufenthalt das Erasmus+ Programm, dass gezielt den Austausch von wissenschaftlichen Lehrkräften fördert.

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Mensch-Roboter-Kollaboration in der Zukunft

Veröffentlicht am 6. Juli 2023

Das Projekt Hybrid-Living „Mensch-Roboter-Kollaboration in der Küche der Zukunft“ ist mit einem Kick-off-Workshop gestartet.

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Tags: citec

Das Team of Bielefeld (ToBi) berichtet vom RoboCup 2023 in Bordeaux

Veröffentlicht am 6. Juli 2023
Das Bielefelder RoboCup-Team (ToBi) berichtet über ihre Erlebnisse vom diesjährigen internationalen Roboter-Wettbewerb in Bordeaux .
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Tags: citec

"Wer ist Mensch, wer ist Maschine?": CITEC-Wissenschaftler:innen beteiligen sich mit Führung und Dialogvortrag an Bielefeld-Bethel-Integrationsprojekt

Veröffentlicht am 23. Juni 2023

Initiiert durch den Psychoanalytiker, ehemaligen Bürgermeister und Lyriker Bernhard Winter und Bielefeld Bethel hat zum zweiten Mal vom 16. bis 18. Juni 2023 eine bunt gemischte Reisegruppe aus jungen und älteren, behinderten und nicht-behinderten Menschen vielfältiger Berufsbiografien Bielefeld besucht.

© Anja Sundhaus 

Auf ihrer Reise durch die Stadt besuchte die Gruppe auch das CITEC. Professor Dr. Helge Ritter (Universität Bielefeld, Neuroinformatik) gab einen Überblick über die Einrichtung CITEC und die CITEC-Forschung zu Kognitiver Interaktionstechnologie. Darüber hinaus konnten die interessierten Besucher:innen Laborluft im Robotik-Greiflabor "schnuppern".


© Anja Sundhaus 

Im Rahmen der Dialogreihe „Sonntagsbegegnungen“ folgte in der Neuen Schmiede Bielefeld ein Dialogvortrag mit dem Titel „Wer ist Mensch, wer ist Maschine?“ zwischen den beiden CITEC-Forscher:innen Professorin Dr. Johanna Kißler (Universität Bielefeld, Neuropsychologie) und Professor Dr. Ritter. Am Anfang gaben beide dem Publikum aus Reisegruppe und Bielefelder Bürger:innen einen Überblick zur Entwicklung der Künstlichen Intelligenz der letzten Jahre. Danach fragten sie sich, wie es derzeit um die vermeintliche Verwischung der Unterschiede zwischen dem Menschen und der Maschine steht und wo die Unterschiede liegen.  Die beiden Wissenschaftler:innen stellten fest, dass die modernen Sprachmodelle zwar sehr beeindruckend, die Unterschiede zwischen Mensch und Maschine aber immer noch groß sind - z.B. wenn es um Alltagsaktionen von Händen geht. Der Austausch zeigte, dass die Informatik Fähigkeiten nachbilden, die Psychologie Gehirn und Verhalten verstehen will. Die Informatik bemüht sich um eine Nachbildung der Prozesse und die Psychologie will die beteiligten Prozesse durchleuchten und verstehen. Die beiden Perspektiven verbindet also die Frage, wie nah die Wissenschaft dem natürlichen Vorbild "Kognition" kommen kann. Diese Gemeinsamkeit bereitet den Weg für eine gewinnbringende interdisziplinäre Forschung. Weitere Diskussionspunkte betrafen die Verunsicherung aus dem Nebeneinander vielfältiger Anwendungspotenziale und gleichzeitiger Missbrauchsmöglichkeiten durch Künstliche Intelligenz, die Rolle von Embodiment, die Möglichkeiten einer hybriden Gesellschaft und abschließend die offene Frage, inwieweit die Verwischung der Grenzen zwischen Mensch und Maschine vielleicht eines Tages auch die Eigenschaften des Bewusstseins betreffen könnte.


© Anja Sundhaus 

Bernhard Winter führt seit 1992 Menschen aus Politik, Kultur, Religion und Gesellschaft zusammen. In Bielefeld fand die nun 113. Sonntagsbegegnung statt. In dem Format stellen sich zwei Personen gegenseitig Fragen. In den bisherigen Terminen sind viele hochkarätige Persönlichkeiten zu Mitwirkenden geworden. Geschätzt haben mehr als 15000 Interessierte die Veranstaltungen verfolgt, so Winter.

 

 

 


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Tags: citec

Auf dem Weg zur Roboter-Weltmeisterschaft in Frankreich

Veröffentlicht am 19. Juni 2023

Mit ihrem Serviceroboter TIAGo nimmt das Team der Technischen Fakultät und des Centers for Cognitive Interaction Technology (CITEC) der Universität Bielefeld nach mehrjähriger pandemiebedingter Pause wieder an der Roboterweltmeisterschaft „RoboCup“ in Bordeaux (Frankreich) teil. Dort messen sich vom 4. bis 10. Juli mehr als 25.000 Teilnehmer*innen aus 45 Ländern in verschiedenen Ligen. Das Bielefelder Team, bestehend aus Studierenden und Forschenden, tritt in der Haushaltsliga an, in der Serviceroboter ihre Fähigkeiten zeigen.

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https://bit.ly/3CxiD7j

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Tags: citec

Helge Ritter spricht bei der 24. Leopoldina-Lecture zum Thema Brain-Computer-Interfaces

Veröffentlicht am 23. Mai 2023

Am 24. Mai diskutiert Helge Ritter gemeinsam mit Dr. med. Philipp Kellmeyer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg) und Prof. Dr. Dr. Orsolya Friedrich (FernUniversität in Hagen) bei der 24. Leopoldina-Lecture in Hannover, ob die Grenze zwischen menschlichem Denken und Maschine tatsächlich in naher Zukunft verschwimmt und was das für Individuum und Gesellschaft bedeutet. Dabei soll neben Potentialen und Risiken der Brain-Computer-Interfaces auch dem Stand der Forschung Rechnung getragen werden.

Der Begriff Brain-Computer-Interface bezeichnet die Schnittstelle zwischen menschlichem Gehirn und Computer. Diese Neurotechnologie birgt bahnbrechendes Potential, z. B. um Mobilität und Kommunikation zu verbessern oder Fahrzeuge
zu steuern. Dank intensiver Forschung verbessert sich die Zuverlässigkeit der ausgelesenen Daten fortwährend. Mittels nicht-invasivem Elektro-Enzephalogramm (EEG) oder der Implantation von Elektroden können aber auch Intentionen verschiedener Art ausgelesen werden. Wird die Technologie eines Tages unsere Gedanken erfassen oder sogar beeinflussen?


Die Lecture wird moderiert durch Prof. Dr. Dr. Thomas Lengauer ML, Max-Planck-Institut für Informatik.

Die Teilnahme ist vor Ort oder online möglich.

Zugangslink zum Livestream der Veranstaltung: https://www.volkswagenstiftung.de/livestream

Mittwoch, 24. Mai 2023, 18:00 – 20:00 Uhr
Xplanatorium Schloss Herrenhausen, Hannover

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Tags: citec; tf

Startschuss für KI-Forschungsprojekt SAIL gefallen

Veröffentlicht am 10. Mai 2023

Künstliche Intelligenz (KI) ist in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Mit einer Kick-off-Veranstaltung in der Zukunftsmeile 2 der Universität Paderborn fiel im März der offizielle Startschuss für das Forschungsnetzwerk SAIL, in dem Wissenschaftler*innen Grundlagen für eine nachhaltige Gestaltung von KI-Komponenten entwickeln. „Wir sind stolz darauf, Teil eines so großen und vielversprechenden Projekts zu sein. SAIL ist ein gutes Beispiel für die gelungene und erfolgreiche Zusammenarbeit im Campus OWL. Es bestätigt die herausragende Forschung, die wir im Bereich der künstlichen Intelligenz leisten“, so Prof. Dr. Johannes Blömer, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Paderborn.

Rund 90 Wissenschaftler*innen gehören dem auf vier Jahre angelegten Verbundprojekt an, das die nordrhein-westfälische Landesregierung mit bis zu 14,8 Millionen Euro fördert. Sie erforschen, wie KI-Systeme über einen langen Produktlebenszyklus nachhaltig, transparent, sicher und ressourcensparend arbeiten können. In dem interdisziplinären Netzwerk kooperieren die Universität Paderborn, die Universität Bielefeld, die Hochschule Bielefeld (HSBI) sowie die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL). SAIL steht für „SustAInable Life-cycle of Intelligent Socio-Technical Systems“ (dt.: Nachhaltiger Lebenszyklus intelligenter soziotechnischer Systeme). „ChatGPT hat eine breite Diskussion über künstliche Intelligenz ausgelöst. KI erhält eine immer größer werdende Relevanz, erfordert dabei jedoch auch eine hohe Sensibilität im Umgang mit ihr. SAIL steht als Erfolg für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit, um die Entwicklung von KI unter den gesellschaftlichen Anforderungen weiter voranzutreiben“, lobt Professorin Dr. Angelika Epple, Prorektorin für Forschung und Internationales der Universität Bielefeld, die Kooperation der Verbundpartner*innen. 

Menschliche Selbstbestimmung erhalten

Ziel des Netzwerks ist es, Grundlagen für eine nachhaltige Gestaltung von KI-Komponenten zu entwickeln und dabei zugleich die menschliche Selbstbestimmung zu erhalten. „KI verändert fast alle Aspekte des menschlichen Lebens. Sie beeinflusst nicht nur das individuelle menschliche Verhalten, sondern auch gesellschaftliche Normen und Strukturen. Aktuell stehen wir jedoch vor Herausforderungen wie fehlerhaften Systemen, erschöpften Ressourcen und kognitiven Belastungen“, erläutert die Koordinatorin des Forschungsnetzwerks Profesorin Dr. Barbara Hammer von der Universität Bielefeld. Stellvertretender Koordinator ist Professor Dr. Axel-Cyrille Ngonga Ngomo vom Institut für Informatik der Universität Paderborn.

Die Mitglieder des Forschungsnetzwerks SAIL freuen sich über den Projektstart.

Die Mitglieder des Forschungsnetzwerks SAIL freuen sich über den Projektstart.

Einblicke in die interdisziplinäre Forschung

Um den gesellschaftlichen, kognitiven und technischen Anforderungen der Systeme zu entsprechen, ist das Netzwerk interdisziplinär aufgestellt. Wissenschaftler*innen aus den Bereichen Informatik, Ingenieur-, Geistes- und Sozialwissenschaften gaben bei der Kick-off-Veranstaltung in kurzen Vorträgen Einblicke in die vielfältige Forschung.

Jun.-Prof. Dr. Sebastian Peitz vom Institut für Informatik der Universität Paderborn referierte über die Simulationen von komplexen physikalischen Systemen und wie sich diese durch die Methode des bestärkenden Lernens effizient kontrollieren lassen. „Das Ausnutzen von Systemwissen sowie eine darauf basierende, kluge Auswahl der Trainingsdaten reduzieren die Lernphase der KI sowie die rechnerische Komplexität deutlich“, so Peitz.

In dem Vortrag von Prof’in Dr. Sina Zarrieß von der Universität Bielefeld ging es um den sprachlichen Stil der Mensch-KI-Kommunikation. Prof. Dr.-Ing. Martin Kohlhase von der Hochschule Bielefeld sprach über nachhaltige KI aus Sicht der industriellen Anwendung und Prof’in Dr. Hanna Drimalla von der Universität Bielefeld erläuterte ihre Forschung, die sich damit beschäftigt, durch eine KI nonverbale Stressindikatoren zu erkennen.

Prof’in Dr. rer. nat. Helene Dörksen von der TH OWL forscht an einem KI-Verfahren zur Geschlechtsbestimmung von Hühnerembryonen, bei dem durch einen Laser geschlechtsspezifische Substanzen noch im Ei anfangen zu leuchten. Eine KI verarbeitet die daraus resultierenden Daten und kann dadurch das Geschlecht bestimmen.  

Im Vortrag von Jun.-Prof’in Dr. Ilona Horwath von der Universität Paderborn ging es um Prozesse der sozialen Inklusion und Exklusion in hybriden Kontexten. Die Wissenschaftlerin beschäftigt sich unter anderem mit der Frage, wie gesellschaftliche Einrichtungen KI fair und vertrauenswürdig implementieren und nutzen können.

In einer Keynote sprach Dr. Thomas Bürger vom Unternehmen Weidmüller Interface GmbH & Co. KG über den Transfer der KI-Forschung in die Industrie, um Daten für die Wertschöpfung zu nutzen. 

Weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Forschungsnetzwerks

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Tags: sail

Wer von den Möglichkeiten profitiert, die KI bietet

Veröffentlicht am 17. April 2023

Ob Smart Home, Musik- und Videostreaming, Navigation oder Gesichtserkennung: Künstliche Intelligenz (KI) wirkt vielfach in den Alltag hinein. Doch wie transparent sind KI-Systeme und wie werden Unternehmen kontrolliert, die sie produzieren? Damit befasst sich Professorin Dr. Joanna Bryson von der Hertie School in Berlin. Einblicke in ihre Forschung dazu gibt die Expertin für Ethik und Technologie am kommenden Donnerstag, 20. April, ab 16 Uhr, in einem hybriden Vortrag via Zoom und in Präsenz im CITEC-Gebäude der Universität Bielefeld (Raum 1.204). Die Veranstaltung gehört zu der Reihe „Co-Constructing Intelligence“ (Ko-Konstruktion von Intelligenz), einem Angebot der Universitäten Bielefeld, Bremen und Paderborn. Die Teilnahme an dem englischen Vortrag ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hier geht es zum vollständigen Artikel im Aktuell-Blog:

https://aktuell.uni-bielefeld.de/2023/04/17/wer-von-den-moeglichkeiten-profitiert-die-ki-bietet/

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Neues KI-Fellowship geht an Informatikerin Barbara Hammer

Veröffentlicht am 6. April 2023

Die Bielefelder Professorin erhält Lamarr-Fellowship, um Forschung zu vertrauenswürdiger Künstlicher Intelligenz auszubauen und sich mit anderen Forschenden des neuen Lamarr-Instituts zu vernetzen.

 

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Damit Roboter erkennen, was sie visuell erfassen

Veröffentlicht am 21. März 2023

„Roboter, die in der realen Welt eingesetzt werden, benötigen eine ausgefeilte visuelle Intelligenz, um sich in der Fülle der Situationen zurechtzufinden, denen sie begegnen können.“ Das sagt der Informatiker Professor Dr. Enrico Motta vom Knowledge Media Institute (KMi) der Open University in Großbritannien. Die dominierenden Deep-Learning-Methoden reichen dafür nicht aus. Wie sich visuelle Intelligenz durch Kombination mit anderen Komponenten der Künstlichen Intelligenz verbessern kann, erläutert Motta am kommenden Donnerstag, 23. März, ab 16 Uhr in der Reihe „Co-Constructing Intelligence“ (Ko-Konstruktion von Intelligenz), einem Angebot der Universitäten Bielefeld, Bremen und Paderborn.

 Hier geht es zum vollständigen Artikel im Aktuell-Blog:

 https://bit.ly/3ZaBQ7n

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Bielefelder Neuroinformatiker gewinnen zweiten Preis beim KI-Agenten-Wettbewerb in Minecraft

Veröffentlicht am 16. März 2023

 

Foto: Ein neuronales Netzwerk generierte dieses Bild auf der Grundlage der Texteingabe "Minecraft-Gewinner bekannt gegeben". [(c) 2022 Midjourney AI, Lizenz: CC BY-NC 4.0]

Dr. Andrew Melnik und Florian Leopold, Neuroinformatiker an der Technischen Fakultät, nahmen an dem Minecraft-basierten Wettbewerb für KI-Agenten (MineRL BASALT) teil. Der Wettbewerb fand im Rahmen der internationalen Konferenz NeurIPS 2022 im Dezember in New Orleans statt. Im März wurden die Gewinner bekannt gegeben. Gemeinsam mit ihren Kollegen von der University of Eastern Finland freuten Melnik und Leopold als Teil des "UniTeam" über ein Preisgeld von 4.000 US-Dollar für den zweiten Platz im Wettbewerb. Darüber hinaus wurde ihnen ein Forschungspreis [1] in Höhe von 2.000 US-Dollar verliehen.

Ziel des Wettbewerbs ist die Förderung der Forschung im Bereich des maschinellen Lernens, bei dem menschliches Feedback zum Trainieren von KI-Systemen genutzt wird. "Wir forschen daran, KI-Systeme zu entwickeln, die Aufgaben in realitätsnahen Umgebungen ausführen können, zum Beispiel in Minecraft. Um dies zu erreichen, verwenden wir Lernansätze, die menschliches Feedback nutzen", erklärt Dr. Melnik. Den Forschern ist es gelungen, ein menschenähnliches Verhalten ihres KI-Agenten in der Minecraft-Umgebung zu demonstrieren.

Die Zusammenarbeit zwischen Forschern der Universität Bielefeld und der University of Eastern Finland wurde durch ein DAAD-Reisestipendium und KI-Starter NRW gefördert [2].

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte: Dr. Andrew Melnik <andrew.melnik@uni-bielefeld.de>

[1] https://arxiv.org/abs/2212.13326

[2] https://www.land.nrw/pressemitteilung/landesregierung-foerdert-nachwuchsforschende-im-bereich-kuenstliche-intelligenz-mit

 


 

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Tags: ki

Köpfe der Technischen Fakultät: Michael Götting (4)

Veröffentlicht am 8. März 2023

Es wird Zeit, dass unsere Serie "Köpfe der Technischen Fakultät" weitergeht: Vorhang auf für Michael Götting.

Michael Götting, Leiter der Rechnerbetriebsgruppe

Michael Götting Foto: Universität Bielefeld

Wer bin ich?

Mein Name ist Michael Götting. Ich bin der Leiter der Rechnerbetriebsgruppe (RBG) an der Technischen Fakultät. Die Rechnerbetriebsgruppe stellt die IT-Infrastruktur speziell für die Bedürfnisse der Forschung und Lehre an der Technischen Fakultät bereit und betreut diese. Mein Weg hat mich zunächst für mein Diplomstudium der Mathematik an die FH-Bielefeld geführt. Nach meinem Abschluss bin ich über verschiedene wissenschaftliche Stationen im Forschungsinstitut für Kognition und Robotik (CoR-Lab) und im ehemaligen Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) auf diese Position gewechselt. Ich bin also schon sehr lange Teil der Technischen Fakultät.

Was treibt mich an?

Ich komme selbst aus der Forschung und habe jahrelang an humanoiden Robotern geforscht. Daher kenne ich die Bedürfnisse der Forschung an die IT-Infrastruktur sehr gut. Ich möchte auf diesem Erfahrungswissen aufbauen und immer wieder neue Möglichkeiten einbinden, die IT-Strukturen und IT-Systeme so aufzubauen, dass sie es den Forscher:innen in ihrem Arbeitsalltag leichter machen, schneller und effizienter zu forschen. Mich treibt also an, gute und abgestimmte Forschungsumgebungen zu schaffen. Besonders gefällt es mir, jeden Tag noch immer mit aktueller Forschung umgeben zu sein, obwohl ich selbst nicht mehr aktiv wissenschaftlich forsche.

Worum geht es in meiner Arbeit?

Die Technische Fakultät ist die einzige Fakultät an der Universität Bielefeld, die sich eine Organisationseinheit wie die Rechnerbetriebsgruppe leistet. Es gibt das Bielefelder IT-Servicezentrum (BITS) als Hauptrechenzentrum und uns, die für die Technische Fakultät ein eigenes Rechenzentrum betreiben. Von der Netzwerkversorgung bis hin zur Betreuung der Arbeitsplatz-PCs der Kolleg:innen betreuen wir mit sieben Personen den IT-Bedarf an der Technischen Fakultät. Man kann uns also als eine verkleinerte Form des BITS mit dem speziellen und ausschließlichen Fokus auf die IT für die Forschungsumgebung verstehen. Die Forschung im technischen aber auch naturwissenschaftlichen Bereich hat ganz andere Bedürfnisse an IT-Infrastrukturen als beispielsweise Fachbereiche, die vornehmlich textbasiert arbeiten. Im Prinzip ist meine tägliche Arbeit dadurch geprägt, dass wir immer wieder versuchen, dass IT-System zu erneuern und neue Innovationen einzusetzen. Aktuell sind cloudbasierte IT-Infrastrukturen ein wichtiges Thema für uns. Es gibt an der Universität Bielefeld eine große Diskussion darüber, wo eine Cloud verortet sein darf. Darf sie nur innerhalb der Organisation Universität Bielefeld verortet sein oder darf sie sich auch extern, irgendwo auf Servern bei Microsoft, Amazon usw., befinden?  Ich vertrete dabei ganz klar die Position, dass wir zwar Amazon und Co nicht aus den Augen verlieren dürfen, aber einen großen Teil der Speicherkapazitäten hier im Haus für unsere Forschung benötigen. Es ist daher aktuell eine große Herausforderung, die Ressourcen zu erhalten, um diese Cloudinfrastrukturen zur Verfügung stellen und sehr eng auf unsere Forschungsbedürfnisse auszurichten zu können.

Was ist bei meiner Arbeit aktuell die größte Herausforderung?

Wie zu Beginn schon erwähnt, sind die Bedürfnisse technischer und naturwissenschaftlicher Forschungsdisziplinen nicht mit denen vieler anderer Disziplinen, die mit geringeren Datenmengen arbeiten, vergleichbar. Das Bewusstsein dafür zu schaffen, ist eine riesige Hürde an dieser Universität und mit einem erheblichen bürokratischen Aufwand verbunden.

Die zweite Herausforderung wiederum ist spannend und führt zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen den Fakultäten. Die starke interdisziplinäre Ausrichtung der Technischen Fakultät bringt es mit sich, dass viele Personen aus verschiedenen Fachrichtungen wie der Medizin, der Linguistik, der Pädagogik oder auch der Sportwissenschaft, um nur einige zu nennen, mit Wissenschaftler:innen der Technischen Fakultät zusammenarbeiten. Dadurch entstehen noch einmal besondere Anforderungen an die gemeinsame IT-Infrastruktur wie etwa Datenschutz und IT-Sicherheit. Zudem sind viele technische Strukturen bisher nicht vorhanden, die erforderlich sind, um eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zu ermöglichen. Unsere Aufgabe ist es somit, diese zunächst einmal zu schaffen. Der Austausch mit Kolleg:innen dazu und die gemeinsame Arbeit an Lösungen macht mir großen Spaß!

Wenn ich mir etwas wünschen würde, dann wäre es?

Was ich mir sehr stark wünschen würde ist, dass sich die IT an der Universität in eine andere, eine gemeinsame Richtung entwickelt. Es müssen fakultätsübergreifende IT-Strukturen geschaffen werden, die es ermöglichen, dass Wissenschaftler:innen noch einfacher und selbstverständlicher zusammenarbeiten können. Es ist schade, dass die an der Universität Bielefeld gelebte und gut funktionierende interdisziplinäre Zusammenarbeit im Forschungsbereich im Hinblick auf eine universitätsweite IT-Infrastruktur bisher nicht funktioniert. Selbst das IT-Netzwerk, also das System über das die Computer kommunizieren, macht fakultätsübergreifend immer wieder riesige Probleme. Denn die IT-Infrastrukturen werden nicht ganzheitlich gedacht. Das führt zu vielen Folgeproblemen, nämlich dann, wenn eine interdisziplinär ausgerichtete, gemeinsame Forschungsinfrastruktur benötigt wird. Zusammen mit den Kolleg:innen aus anderen Fakultäten arbeiten wir daran, langfristigere Lösungsmöglichkeiten zu finden. Ich glaube, dass wir dahingehend in der Zukunft große Schritte nach vorne machen können.

Was zeichnet die Technische Fakultät aus? Was macht sie besonders?

Ich kenne die Technische Fakultät seit 2002. Ich habe es immer genossen, dass hier eine offene Diskussionskultur herrscht und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit tatsächlich auch gelebt und gefördert wird. Die vielen neuen Projekte, die daraus entstehen, bringen es auch für mich mit sich, immer wieder neuen spannenden Herausforderungen in meinem Arbeitsbereich zu begegnen.

Wer soll der nächste „Kopf der Technischen Fakultät“ werden?

Ich möchte zwei Personen vorschlagen. Zum einen denke ich an Robert Haschke. Robert ist ein langjähriger Mitarbeiter der Arbeitsgruppe Neuroinformatik von Helge Ritter und bringt ein großes und über viele Jahre gewachsenes Wissen zum Handlabor mit. Als zweite Person möchte ich Thomas Hermann, den Leiter der AG Ambient Intelligence und
Studiengangskoordinator Informatik vorschlagen. Thomas hatte bereits viele verschiedene Positionen in Forschung, Lehre und Verwaltung inne und kann deshalb sicherlich unterschiedliche Perspektiven auf die Technische Fakultät einnehmen.

 

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Tags: tf-köpfe

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