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Rechtsextreme Einstellungen sind mehr in die Mitte gerückt

Veröffentlicht am 21. September 2023
Die Mitte der Gesellschaft wird zunehmend empfänglich für extremistische und demokratiefeindliche Einstellungen. Das zeigt die aktuelle Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Menschenfeindliche Einstellungen nehmen zu, ein Teil der Mitte radikalisiert sich. Unter dem Titel „Die distanzierte Mitte“ stellt eine Forschungsgruppe unter Leitung von Professor Dr. Andreas Zick vom Institut für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld die neue Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung zu rechtsextremen, menschenfeindlichen und demokratiegefährdenden Einstellungen in Deutschland vor. Mehr dazu auf dem Aktuell-Blog.

Personalnachrichten aus der Universität Bielefeld

Veröffentlicht am 21. September 2023
•    Professor Dr. Andreas Zick berät die Bundesregierung in Wissenschaftsfragen
•    Professorin Dr. Londa Schiebinger zu Gast als neue Gender-Gastprofessorin


Professor Dr. Andreas Zick (61) ist in das „Forum #Zukunftsstrategie“ der Bundesregierung berufen worden. Das Gremium besteht aus 21 Expert*innen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft, die sowohl die Bundesregierung als auch die Missionsteams bei der Umsetzung der Zukunftsstrategie beraten. Schwerpunkt ist einerseits die Struktur des Wissenschaftssystems selbst, andererseits die Ausgestaltung der sechs Zukunftsmissionen, die bereits im Koalitionsvertrag verankert sind. Diese adressieren Themen wie ressourcenbewusstes Wirtschaften, Klimaschutz und Bewahrung der Biodiversität, Gesundheit, digitale und technologische Souveränität, Raumfahrt und Meeresforschung sowie gesellschaftliche Resilienz. Professor Zick ist für die Mission (VI): „Gesellschaftliche Resilienz, Vielfalt und Zusammenhalt stärken“ in das Gremium berufen worden. Es nimmt heute, am 21. September, seine Arbeit auf.  Andreas Zick ist Professor für Sozialisation und Konfliktforschung an der Universität Bielefeld und leitet seit April 2013 das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld. Seit April 2023 ist er wissenschaftlicher Leiter der neu gegründeten Konfliktakademie, ConflictA, an der Universität Bielefeld.


Professorin Dr. Londa Schiebinger (71) übernimmt im Wintersemester 2023/2024 die Gender-Gastprofessur an der Universität Bielefeld. Sie ist im kommenden Semester an der Medizinischen Fakultät OWL in der Arbeitsgruppe 10, Geschlechtersensible Medizin, angesiedelt. Londa Schiebinger ist John L. Hinds Professorin für Wissenschaftsgeschichte an der Stanford University und Gründungsdirektorin von „Gendered Innovations in Science, Health & Medicine, Engineering, and Environment“. Sie ist eine führende internationale Expertin für Geschlechterfragen in Wissenschaft und Technik und hat vor den Vereinten Nationen, dem Europäischen Parlament und zahlreichen Förderorganisationen zu diesem Thema gesprochen. Schiebinger hat an der Harvard University promoviert und ist gewähltes Mitglied der American Academy of Arts and Sciences. Sie ist Trägerin zahlreicher Preise und Auszeichnungen, darunter der renommierte Alexander-von-Humboldt-Forschungspreis und ein Guggenheim-Stipendium. Sie erhielt drei Ehrendoktorwürden. Sie ist Autorin zahlreicher ausgezeichneter Bücher, die in viele Sprachen übersetzt wurden.
Die Medizinische Fakultät möchte mit der Einladung der renommierten Forscherin Professorin Londa Schiebinger als Gender-Gastprofessorin die innovative Forschung zur geschlechtersensiblen Medizin sowie die Geschlechter-(un-)gerechtigkeit in der Medizin in den Fokus rücken und weitere Impulse zur Integration von Gender-Aspekten in Forschung und Lehre an der Fa-kultät und der gesamten Universität setzen.
Londa Schiebinger wird im Rahmen ihrer Gender-Gastprofessur im Oktober ein Kolloquium anbieten und einen öffentlichen Vortrag zum Thema „Gendered Innovations: Enhancing Excellence in Science & Technology“ [Geschlechtsspezifische Innovationen: Förderung von Spitzenleistungen in Wissenschaft und Technologie] halten.
Mit der Gender-Gastprofessur als „Wanderprofessur” durch die Fakultäten und Einrichtungen setzt die Universität Bielefeld ein Zeichen für die Stärkung von genderspezifischen Inhalten in Forschung und Lehre. Bereits seit 2012 thematisieren Gastprofessorinnen Gender-Aspekte in ihrer Fachdisziplin und sensibilisieren so Fachcommunity und Studierende für das Thema. Sie stärken zugleich die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft.

Das Bildmaterial ist hier abrufbar.

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