» Veröffentlicht am
22. Mai 2014
Auch Intensivtäter finden den Weg in die Normalität
Studie beleuchtet erstmals in Deutschland, wie sich Jugendkriminalität im Altersverlauf entwickelt
Lassen
sich individuelle Verläufe von Gewaltkriminalität im Jugendalter
vorhersagen? Schrecken harte Strafen wirklich ab? Wie wirkt sich der
Konsum von Gewaltfilmen auf Jugendliche aus? Auf diese und andere Fragen
suchen Kriminologen immer wieder nach Antworten. Die von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) seit zwölf Jahren geförderte Langzeitstudie
„Kriminalität in der modernen Stadt“ unter Leitung des Kriminologen
Professor Dr. Klaus Boers (Westfälische Wilhelms-Universität Münster,
WWU) und des Soziologen Professor Dr. Jost Reinecke (Universität
Bielefeld) bringt nun Licht ins Dunkel. Die Studie unterscheidet sich
von bisherigen Untersuchungen vor allem dadurch, dass einmalige
Befragungen lediglich Momentaufnahmen lieferten, aber nichts über die
individuelle Entwicklung der Kriminalität aussagten. „Es gibt bisher
keine vergleichbare Studie in Deutschland, die delinquentes Verhalten
für Jugendliche und junge Erwachsene im Altersverlauf erfasst“,
unterstreicht Jost Reinecke den Wert der Studie.
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