Soziologie
Digi-Gap: Neues Verbundprojekt gestartet
Im Juli startete das neue Projekt „Der Gender- und Generationen-Gap in Berufen mit digitalisierten (KI-)Tätigkeiten: Erhöhte Arbeitszeitanforderungen und (ungenutztes) Vereinbarkeitspotenzial von digitalen (KI) Technologien? (Digi-Gap)“ (Laufzeit: 2026–2028). Digi-Gap ist ein gemeinsames Forschungsprojekt des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung und der Universität Bielefeld, welches durch das BMAS im Zuge des Difis Sonderforschungszentrums (DIFIS-SOFO) als Lead-Projekt gefördert wird.
Das Projekt untersucht die Implikationen digitaler (KI-)Technologien an der Schnittstelle von Berufs- und Privatleben. Die wachsende Rolle digitaler Technologien und die Verbreitung von KI in der Arbeitswelt führen zu einem rasanten Wandel der Anforderungen an Beschäftigte. Gleichzeitig wirken sich diese Technologien zunehmend auf das Privatleben der Mitarbeitenden aus und verändern es auf vielfältige Weise. Angesichts dieser Entwicklungen wird es immer dringlicher, die Dynamiken und ihre Bedeutung für die Vereinbarkeit von Arbeits- und Privatleben zu analysieren und im Hinblick neuer Potentiale und Risiken zu verstehen.
Durch drei komplementäre Teilprojekte werden wir folgende Aspekte untersuchen:
- Die geschlechtsspezifischen Aspekte der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sowie die Risiken und Potenziale, die sich aus digitalen (KI-) Technologien ergeben.
- Die Auswirkungen digitaler Arbeitsanforderungen auf familiäre und pflegerische Verantwortung.
- Die Schnittstelle von Geschlecht und Alter, wobei wir untersuchen, wie digitale (KI-) Technologien die Fähigkeit älterer Beschäftigter beeinflussen, im Erwerbsleben zu bleiben.
Wir freuen uns darauf, unsere Erkenntnisse und Ergebnisse im Verlauf des Projekts hier zu teilen