Soziologie
Der Arbeitsbereich Mediensoziologie auf dem DGS-Kongress in Mainz
Vom 28. September bis 2. Oktober 2026 fand an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz der 43. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) unter dem Titel „Zukünfte der Gesellschaft“ statt. Gemeinsam mit Udo Göttlich (Friedrichshafen) organisierte Dr. Christina Laut-Berger vom Arbeitsbereich Mediensoziologie eine der beiden Veranstaltungen der Sektion Medien- und Kommunikationssoziologie zum Thema „Zukünfte der (Des-)Informationen“. Die anregenden Beiträge befassten sich mit Öffentlichkeit und ihren Alternativen, mit Prozessen im Journalismus und algorithmischen Konstruktionen sowie mit der Frage nach dem Vertrauen in mediale Debatten.
Auch war die Sektion mit weiteren interessanten Veranstaltungen auf dem Kongress vertreten, dass die Sektion mit einer weiteren spannenden Veranstaltung auf dem Kongress vertreten war: "Wen kümmert’s, wer spricht?‘ – Zukünfte wissenschaftlicher (Medien-)Expertise“, organisiert von Anja Peltzer (Gießen) und Matthias Wieser (Klagenfurt). Hinzu kamen zwei Ad-hoc-Gruppen aus den Arbeitsgruppe Soziologie digitaler Spiele und Arbeitsgruppe Filmsoziologie der Sektion.
Auch Johannes Barth vertrat den Bielefelder AB Mediensoziologie auf dem DGS-Kongress. Er beteiligte sich mit einem Vortrag an der Veranstaltung „Beziehung der Zukunft: Über neue Formen sozialer Vernetzung“ der Sektion "Soziologische Netzwerkforschung". Sein Vortrag widmete sich KI-Chatbots, die verstorbene Personen nachbilden, und beleuchtete insbesondere die dadurch ermöglichten „continuing bonds“. Der Vortrag zeigte, dass sich die im Umgang mit solchen posthumen Bots hergestellten Verbundenheiten nicht notwendigerweise in der schlichten Verlängerung von zu Lebzeiten habitualisierten Kommunikationsbeziehungen erschöpfen. Vielmehr ermöglichen es die Bots, „continuing bonds“ auf vielfältige Weise in Kraft zu setzen und kreativ auszuhandeln.
Insgesamt blicken wir auf einen spannenden und gelungenen Kongress mit vielen anregenden Diskussionen und Begegnungen zurück und freuen uns schon auf den nächsten DGS-Kongress in Leipzig.
(english)
From September 28 to October 2, 2026, the 43rd Congress of the German Sociological Association (DGS), entitled “Zukünfte der Gesellschaft,” took place at Johannes Gutenberg University Mainz. Together with Udo Göttlich (Friedrichshafen), Dr. Christina Laut-Berger from the Media Sociology Research Group organized one of the two sessions of the Section for Media and Communication Sociology, entitled “Zukünfte der (Des-)Informationen.” The thought-provoking contributions explored the public sphere and its alternatives, processes in journalism and algorithmic constructions, as well as questions of trust in media debates. The section was also represented by another engaging session, “‚Wen kümmert’s, wer spricht?‘ – Zukünfte wissenschaftlicher (Medien-)Expertise,” organized by Anja Peltzer (Gießen) and Matthias Wieser (Klagenfurt). In addition, two ad hoc groups were organized by the section's Working Groups on the Sociology of Digital Games and Film Sociology.
Johannes Barth also represented the Bielefeld Media Sociology Research and Teaching Unit at the DGS Congress. He gave a presentation in the session “Beziehung der Zukunft: Über neue Formen sozialer Vernetzung,” organized by the Section for Sociological Network Research. His presentation focused on AI chatbots that simulate deceased individuals, examining in particular the “continuing bonds” they enable. The presentation demonstrated that the connections established through interactions with such posthumous bots do not necessarily amount to a simple continuation of communication patterns established during the deceased person's lifetime. Rather, these bots enable continuing bonds to be actively maintained and creatively negotiated in a variety of ways.
Overall, we look back on an exciting and successful congress filled with stimulating discussions and encounters, and we are already looking forward to the next DGS Congress 2027 in Leipzig.