Barrierefrei
Förderung des Projekts "InkluBuddy – Netzwerk Beratung und Lehre inklusiv"
Ob schon lange im Amt oder gerade erst gestartet, viele Herausforderungen teilen Beauftragte, Beratende und Lehrende gleichermaßen. Fragen zum Nachteilsausgleich, zur Beratung von Studierenden mit Behinderung und chronischer Erkrankung oder zur barrierefreien Gestaltung von Lehre und Prüfungen gehören zum Berufsalltag. Oft entstehen die besten Lösungen dort, wo Erfahrungen geteilt und Wissen gemeinsam weiterentwickelt werden. Gerade der Austausch von Expertisen kann dabei einen entscheidenden Unterschied machen.
Die Zentrale Anlaufstelle Barrierefrei (ZAB) setzt mit dem Projekt "InkluBuddy – Netzwerk Beratung und Lehre inklusiv" genau hier an und möchte innerhalb der Landesarbeitsgemeinschaft Studium und Behinderung NRW (LAG SB NRW) mit unterschiedlichen Methoden einheitliche Qualitätsstandards stärken. Das Vorhaben wird im Rahmen der Förderlinie "Fokus Netzwerke 2026" von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre mit 225.000 Euro über einen Zeitraum von Oktober 2026 bis September 2029 gefördert.
Im Mittelpunkt des Projekts steht die Entwicklung eines strukturierten Buddy-Programms, in dem sich die Teilnehmenden durch unterschiedliche Austauschformate gegenseitig bei anfallenden Themen unterstützen. Der hochschulübergreifende Erfahrungsaustausch unter Kolleg*innen soll zur Stärkung der Kompetenzen im Bereich Inklusion und Barrierefreiheit führen, die Bewältigung der vielfältigen Aufgaben erleichtern und Raum für kollegiale Beratung bieten. Gemeinsam können Erfahrungen zu Themen wie Nachteilsausgleich, Fallarbeit, barrierefreie Lehre und Prüfungen sowie zur Zusammenarbeit mit Lehrenden und Prüfungsämtern reflektiert und Ansätze weiterentwickelt werden. Ziel ist es, bewährte Vorgehensweisen sichtbar zu machen und hochschulübergreifend weiterzugeben.
InkluBuddy versteht sich nicht nur als Mentoring-Programm, sondern als Netzwerk für den Austausch von Expertise. Durch die Zusammenarbeit der Teilnehmenden sollen vergleichbare Qualitätsstandards für Beratung, Nachteilsausgleich sowie die barrierefreie Gestaltung von Studium, Lehre und Prüfungen entstehen. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Professionalisierung der Beratungs- und Unterstützungsstrukturen an Hochschulen in NRW. Damit bewährte Vorgehensweisen und Expertisen auch nachhaltig zu gemeinsamen Qualitätsstandards führen können, soll auf Grundlage ebendieser ein modularer Moodle-Selbstlernkurs entstehen. In diesem wird das gesamte Schwarmwissen zu den unterschiedlichen Themen aufbereitet. Zusätzlich bietet der Moodle-Selbstlernkurs eine Plattform, die Hochschulen künftig für Fortbildungsangebote und hochschuldidaktische Zertifikatsprogramme zur Verfügung steht. So bleiben die Erkenntnisse aus dem Buddy-Programm auch über die Projektlaufzeit hinaus nutzbar.
Interesse am Austausch im Netzwerk oder an der Partizipation von InkluBuddy? Kontaktieren Sie uns gerne über zab@uni-bielefeld.de. Das Projekt lebt durch die aktive Beteiligung von Beauftragten und Beratenden, die ihr Wissen weitergeben möchten, ebenso wie von (neuen) Kolleg*innen und interessierten Lehrenden, die sich im Bereich Inklusion und Barrierefreiheit weiterqualifizieren möchten. Durch geteiltes Wissen, den Austausch von Erfahrungen und dem gemeinsamen Lösen von Herausforderungen kann eine inklusive Hochschule entstehen. Mit InkluBuddy soll dafür ein nachhaltiges Netzwerk aufgebaut werden, das die Zusammenarbeit stärkt und die Qualität von Beratung und Lehre an Hochschulen langfristig weiterentwickelt.
Das Projekt ist eines von zwei geförderten Projekten der Stiftung Innovation in der Hochschullehre an der Universität Bielefeld. Mehr Informationen zur Förderung gibt es hier.