Rechtswissenschaft
Strafrecht-Seminar fördert Austausch über Universitätsgrenzen hinweg
Wie lassen sich aktuelle Herausforderungen der Strafrechtswissenschaft wissenschaftlich durchdringen? Dieser Frage widmete sich im Sommersemester 2026 das Seminar „Fragen der gesamten Strafrechtswissenschaft“ an der Goethe-Universität Frankfurt a.M. Unter der Leitung von Prof'in. Dr. Charlotte Schmitt-Leonardy und Prof. Dr. Matthias Jahn (Goethe-Universität Frankfurt a.M.) diskutierten Studierende, Nachwuchswissenschaftler*innen, Praktiker*innen und Lehrende über aktuelle Entwicklungen des Strafrechts und tauschten sich über eigene Forschungsansätze aus.
Die Strafrechtswissenschaft lebt vom Austausch unterschiedlicher Perspektiven – genau diesen Gedanken stellte das Seminar „Fragen der gesamten Strafrechtswissenschaft“ in den Mittelpunkt. Gemeinsam ausgerichtet von Prof'in. Dr. Charlotte Schmitt-Leonardy, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und interdisziplinäre Rechtsforschung, und Prof. Dr. Matthias Jahn (Goethe-Universität Frankfurt a.M.) brachte die Veranstaltung Teilnehmende beider Universitäten zu einem intensiven wissenschaftlichen Dialog zusammen.
Aktuelle Themen der Strafrechtswissenschaft
Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen und grundlegende Fragestellungen des Strafrechts. Die Vorträge behandelten unter anderem rechtsstaatliche Anforderungen an das Strafbefehlsverfahren, Fragen der Verantwortungszurechnung im Vermögensstrafrecht, die praktische Anwendung des Beweisantragsrechts sowie aktuelle Entwicklungen im Unternehmenssanktionsrecht.
Weitere Beiträge widmeten sich der Bedeutung empirischer Forschung für strafrechtliche Dissertationsprojekte und der Legitimation konsensualer Formen strafprozessualer Verfahren. Die Themen verdeutlichten die Vielschichtigkeit moderner Strafrechtswissenschaft und die enge Verbindung von Theorie und Praxis.
Raum für Austausch und Vernetzung
Das Seminar bot den Teilnehmenden die Möglichkeit, eigene Forschungsansätze vorzustellen und in Diskussionen weiterzuentwickeln. Studierende, Promovierende, Praktiker*innen und Professor*innen brachten dabei unterschiedliche wissenschaftliche und praktische Perspektiven ein.
Abgerundet wurde das Programm durch eine Führung durch den Skulpturensaal im I.G.-Farben-Haus sowie einen gemeinsamen Ausklang in einem studentisch geführten Café. Insgesamt bot das Seminar eine wertvolle Plattform für den fachlichen und persönlichen Austausch und förderte die Vernetzung des wissenschaftlichen Nachwuchses.