Rechtswissenschaft
Fakultät eröffnet das 4th EU-China Forum for Young Lawyers
Die Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld ist heute Gastgeberin des 4th EU-China Forum for Young Lawyers. Wissenschaftler*innen, Nachwuchsforschende und Studierende aus Europa und China kommen zusammen, um aktuelle Herausforderungen des Rechts im internationalen Vergleich zu diskutieren. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen des Rechtsstaats im digitalen Zeitalter, der Rechtsvergleichung, der Regulierung Künstlicher Intelligenz sowie des Unternehmens- und Compliance-Rechts.
Ziel des Forums ist es, jungen Jurist*innen aus Europa und China eine dauerhafte Plattform für wissenschaftlichen Austausch und internationale Vernetzung zu bieten. In diesem Jahr findet das Hauptforum an der Universität Bielefeld statt und wird gemeinsam mit Partnerinstitutionen in Neapel ausgerichtet. Zu den veranstaltenden Einrichtungen gehören neben der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld zahlreiche Universitäten und Forschungseinrichtungen aus Deutschland, Italien und China.
Den Auftakt bildete am Morgen die Eröffnungsveranstaltung. Begrüßt wurden die Teilnehmenden unter anderem von Professorin Dr. Michaela Vogt, Prorektorin für Internationales der Universität Bielefeld sowie Professor Dr. Paul Schrader, Dekan der Fakultät für Rechtswissenschaft. Ebenfalls sprach Professor Dr. Wei-jiang Pan, Dekan der juristischen Fakultät der Beihang University in Peking. Als Ehrengast nahm zudem Li-xin Liu, Bildungsrat der Botschaft der Volksrepublik China in Deutschland, an der Eröffnung teil.
Im Anschluss starteten drei wissenschaftliche Fachforen, in denen aktuelle Entwicklungen aus unterschiedlichen Rechtsgebieten vergleichend betrachtet wurden. Diskutiert wurden unter anderem systemtheoretische Perspektiven auf das Recht, Fragen der digitalen Rechtsordnung und der Regulierung neuer Technologien sowie Themen des Privat-, Wirtschafts- und Strafrechts. Die Beiträge griffen dabei wiederholt die Herausforderungen auf, die Digitalisierung und Künstliche Intelligenz für Rechtsordnung, Gesetzgebung und Rechtsprechung in Europa und China mit sich bringen.
v.l.: Professor Dr. Paul Schrader, Dekan der Fakultät für Rechtswissenschaft und Professor Dr. Wei-jiang Pan, Dekan der juristischen Fakultät der Beihang University in Peking
Wissenschaftlicher Austausch als Brücke zwischen Europa und China
Am Nachmittag rückte der wissenschaftliche Nachwuchs in den Mittelpunkt. Im China-Europe Young Law Students Forum präsentierten Doktorand*innen und Studierende ihre Forschungsarbeiten vor einer internationalen Jury. Auch zahlreiche Professor*innen der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld waren als Moderator*innen, Jurymitglieder oder Vortragende aktiv eingebunden und unterstrichen damit die Rolle der Fakultät als Gastgeberin und wissenschaftliche Partnerin des Forums.
Mit dem heutigen Auftakt ist der Grundstein für einen intensiven fachlichen Austausch gelegt. Das Forum verfolgt das Ziel, den rechtswissenschaftlichen Dialog zwischen Europa und China langfristig zu stärken, unterschiedliche rechtliche Perspektiven miteinander ins Gespräch zu bringen und internationale Kooperationen in Forschung und Lehre weiter auszubauen. Gerade vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen wie Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und grenzüberschreitender Regulierung gewinnt der wissenschaftliche Austausch über nationale Rechtsordnungen hinaus zunehmend an Bedeutung.