Rechtswissenschaft
Gesetzespläne zur GmgV in der Kritik – Professor Kempny im Handelsblatt
Professor Dr. Simon Kempny von der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Bielefeld wird in einem aktuellen Handelsblatt-Artikel zur Debatte um die geplante Gesellschaft mit gebundenem Vermögen (GmgV) zitiert, einem neuen Rechtsformmodell, das Bundesjustizministerin Stefanie Hubig vorgeschlagen hat. Simon Kempny äußert dabei Kritik an zentralen Punkten des jetzt vorliegenden Entwurfs.
Im Kern sieht der Entwurf vor, eine Unternehmensform zu schaffen, bei der Gewinne dauerhaft im Unternehmen gebunden bleiben und nicht an Gesellschafter ausgeschüttet werden dürfen. Ziel ist es, insbesondere langfristig orientierten Firmen und nachhaltig ausgerichteten Start-ups eine rechtliche Struktur zu geben, die nicht dem klassischen Gewinnstreben unterliegt.
Simon Kempny weist im Handelsblatt darauf hin, dass der derzeitige Entwurf in wichtigen rechtlichen Details nachgebessert werden sollte, weil er andernfalls die intendierten Ziele nicht ausreichend erfülle. Zu den Expertinnen und Experten, die eine eigene Ausgestaltung des Modells erarbeitet haben, gehört unter anderem auch Professorin Dr. Anne Sanders, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Unternehmensrecht, das Recht der Familienunternehmen und Justizforschung an der Fakultät.
Die Stellungnahmen aus der Wissenschaft betonen die Bedeutung einer sorgfältigen juristischen Ausgestaltung, um eine praktische und rechtssichere neue Rechtsform für Unternehmen zu schaffen, die sowohl wirtschaftlichen Anforderungen als auch dem Anspruch langfristiger Verantwortung gerecht wird.