Rechtswissenschaft
Bielefelder Professorin ordnet Krise der Strafjustiz ein
Die deutsche Strafjustiz gerät zunehmend unter Druck, mit spürbaren Konsequenzen für Verfahren und Rechtsstaat. Ein aktueller Beitrag in der ZEIT („Wenn Gerichte so überlastet sind, dass Verdächtige freikommen“, 17. April 2026) macht deutlich, wie sehr steigende Fallzahlen, personelle Engpässe und strukturelle Defizite das System belasten – mit dabei ist Expertise aus unserer Fakultät.
Die Auswirkungen sind erheblich: Verfahren verzögern sich über Jahre, in einzelnen Fällen müssen Tatverdächtige aus der Untersuchungshaft entlassen werden, weil gesetzliche Fristen nicht eingehalten werden können. Damit geraten nicht nur Abläufe ins Stocken, sondern auch grundlegende rechtsstaatliche Prinzipien unter Druck.
In diesem Kontext wird auch Professorin Dr. Charlotte Schmitt-Leonardy, Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und interdisziplinäre Rechtsforschung, als Expertin herangezogen. Sie ordnet die Entwicklung ein und verweist auf die strukturellen Herausforderungen, vor denen die Strafjustiz derzeit steht.
Der vollständige Beitrag der ZEIT ist hier abrufbar.