Rechtswissenschaft
Bielefelder Gastbeitrag zur Todesstrafe bei beck-aktuell: Zwischen Strafgewalt und Menschenwürde
Warum ist die Todesstrafe weder kriminalpolitisch sinnvoll noch rechtsstaatlich zu rechtfertigen? Mit dieser Frage beschäftigt sich Professorin Dr. Charlotte Schmitt-Leonardy, Inhaberin des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht und interdisziplinäre Rechtsforschung, in einem Gastbeitrag für beck-aktuell vom 15. Oktober 2026.
Ausgangspunkt ihres Artikels ist der Fall der US-Amerikanerin Christa Pike, die einen Hinrichtungsversuch überlebte. Schmitt-Leonardy zeigt, warum die gängigen Argumente für die Todesstrafe nicht überzeugen: Ihre abschreckende Wirkung ist wissenschaftlich nicht belegt, Justizirrtümer lassen sich nicht ausschließen und eine humane Vollstreckung ist nicht gewährleistet. Darüber hinaus stellt die Todesstrafe das Verhältnis zwischen staatlicher Strafgewalt, Menschenwürde und Rechtsstaatlichkeit grundsätzlich infrage.
In ihrem Beitrag erinnert die Strafrechtlerin daran, dass die Abschaffung der Todesstrafe keine Selbstverständlichkeit ist, sondern eine Errungenschaft, deren rechtliche und gesellschaftliche Grundlagen immer wieder verteidigt werden müssen.