Medizin
Prof‘in Dr. Nicole Bechmann ist die neue Vizepräsidentin der Dt. Gesellschaft für Endokrinologie
Hormone steuern zahlreiche Prozesse im menschlichen Körper – entsprechend wichtig ist die Endokrinologie als Fachgebiet der Medizin, die sich mit Störungen im Hormonhaushalt beschäftigt. Prof‘in Dr. Nicole Bechmann möchte die Endokrinologie mehr in den Fokus der Öffentlichkeit rücken, um so vor allem auch auf seltene, endokrine Erkrankungen aufmerksam zu machen. Sie ist Arbeitsgruppenleiterin und Professorin für Experimentelle Endokrinologie und Tumorzellmetabolismus an der Medizinischen Fakultät OWL der Universität Bielefeld und ab Juli 2026 Vizepräsidentin der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE).
Als Expertin auf dem Gebiet der experimentellen Endokrinologie forscht Nicole Bechmann zu Nebennierenerkrankungen und wie geschlechtsspezifische Unterschiede die klinische Präsentation, die Diagnose, aber auch das therapeutische Ansprechen dieser Erkrankungen beeinflussen. Ziel ist es dabei, individualisierte, geschlechtergerechte Strategien für das Management dieser Patient*innen zu entwickeln, um die Prognose zu verbessern. Als Gründerin und Sprecherin der Sektion Experimentelle Endokrinologie der DGE liegt es ihr insbesondere am Herzen, die Sichtbarkeit der experimentellen Endokrinologie in Deutschland zu stärken und den wissenschaftlichen und klinischen Nachwuchs in der Endokrinologie zu unterstützen.
Zu ihren Aufgaben als Vizepräsidentin gehören unter anderem die strategische Weiterentwicklung der DGE, die Mitgestaltung der langfristigen Ausrichtung der Fachgesellschaft und die Vertretung der Interessen der Endokrinologie, z.B. in der Politik.
„Endokrinologie spielt eine zentrale Rolle an den Schnittstellen zahlreicher medizinischer und naturwissenschaftlicher Fachgebiete“, sagt Nicole Bechmann. „Ich möchte insbesondere die Grundlagenwissenschaften innerhalb der DGE stärken und den Austausch zwischen den verschiedenen Fachdisziplinen fördern.“