Medizin
Podcast Folge zwei mit Dr. med. Katharina Rauhe vom UK OWL (Klinikum Bielefeld)
Die Orthopädie ist überwiegend männlich dominiert. Die Frauenquote in der Orthopädie liegt bei unter 20 Prozent, chefärztliche Positionen sind nur noch zu acht Prozent mit Frauen besetzt. Dabei ist die Orthopädie ein vielseitiges Fachgebiet, dass sich nicht nur mit gebrochenen Knochen oder ausgekugelten Gelenken beschäftigt, sondern unter anderem auch mit Knochentumoren. Genau das begeistert Dr. med. Katharina Rauhe an der Orthopädie. Sie ist Ärztin in Weiterbildung an der Universitätsklinik für Orthopädie am Klinikum Bielefeld und forscht zu Knochentumoren, insbesondere sogenannten Sekundärtumoren. Dabei handelt es sich um Karzinome oder Metastasen in den Knochen.
Das besondere an der Tumororthopädie ist der interdisziplinäre Blick. Bei einem sogenannten Tumorboard tauschen sich verschiedene Fachrichtungen einmal die Woche über Fälle aus und diskutieren diese. „Genau das hat mich so fasziniert, dass man nicht nur auf den Knochen schaut, sondern auch mit anderen Fachabteilungen zusammenarbeitet und abwägen muss, was passt zu dem Patienten“, sagt Rauhe. „Jeder bekommt seinen Moment, in dem abgewogen wird, wie es weiter geht: Kann man das noch heilen oder nur noch palliativ behandeln?“
In der zweiten Folge der Karriere-Sprechstunde: Frauen in der Uni-Medizin spricht Dr. Sarina Bornkessel, verantwortlich für die Kommunikation der Medizinischen Fakultät OWL der Universität Bielefeld, mit Dr. med. Katharina Rauhe über ihre Entscheidung für eine Karriere in der Orthopädie, was sie an ihrer Arbeit so begeistert, welchen Vorurteilen sie als Frau in der Orthopädie begegnet, wie ein Forschungsthema auch in der Assistenzzeit möglich ist und was sie sich von ihrer Forschung erhofft.
Die zweite und weitere Folgen des Podcasts Karriere-Sprechstunde: Frauen in der Uni-Medizin jetzt auf allen bekannten Streaming-Plattformen: