Medizin
Podcast Folge drei mit Dr. med. Claudia Meier vom UK OWL (Klinikum Lippe)
Die Kardiologie wird zunehmend weiblicher. Der Zugang zu einer Community, einem Netzwerk und weiblichen Vorbildern ist für viele Kardiologinnen dennoch nicht selbstverständlich gegeben. Dr. med. Claudia Meier ist Oberärztin an der Universitätsklinik für Kardiologie, Angiologie und Internistische Intensivmedizin am Klinikum Lippe. Ihr Schwerpunkt liegt auf der kardiovaskulären Bildgebung: Anhand von Magnetresonanztomografie (MRT) untersucht sie insbesondere Patient*innen, deren Herzfunktion von Herzschrittmachern oder Defibrillatoren unterstützt wird.
Die kardiale Amyloidose ist eine Speichererkrankung, in der es zu Ablagerungen in allen Organen, vor allem aber dem Herzmuskel, kommen kann. Dabei handelt es sich um eine chronische Erkrankung, die möglichst früh erkannt werden sollte, um einen Fortschritt zu verhindern. Genau hier sah Meier Forschungsbedarf. Ihr Mittel der Wahl: das Kardio-MRT. Damit lassen sich Ablagerungen im Herzmuskel erkennen und hypertrophierte Herzen gut untersuchen. „Das Projekt steht in den Startlöchern. Man hat viele Hürden zu überwinden – von Ethikanträgen über Drittmittelbeschaffung – bis es letztendlich mal losgeht“, sagt Meier. „Von der Idee bis zur Umsetzung sind wir jetzt schon 1,5 Jahre unterwegs.“
In der aktuellen Folge der Karriere-Sprechstunde: Frauen in der Uni-Medizin spricht Dr. Sarina Bornkessel mit Dr. med. Claudia Meier über MRT-Bildgebung des Herzens bei kardialer Amyloidose - und warum das ein komplexes Feld ist. Wie Meier zu einem so technischen Forschungsfeld kam, obwohl sie zuhause ihren Mann fragt, wenn was am Computer nicht funktioniert. Und warum sie hofft, für ihre Kinder ein Vorbild zu sein.
Diese und weitere Folgen des Podcasts Karriere-Sprechstunde: Frauen in der Uni-Medizin jetzt auf allen gängigen Streaming-Plattformen. Jetzt reinhören!