[Erziehungswissenschaft] Aktuell
3. Pädagogik-Olympiade an der Uni Bielefeld
Unter dem Motto „Wie wollen wir lernen?“ lädt die Pädagogik-Olympiade 2026 zu einem bundesweit beachteten Austausch über die Zukunft des Lernens ein. Die Veranstaltung unter der Leitung von Professor Ullrich Bauer von der Fakultät für Erziehungswissenschaft bringt Schülerinnen und Schüler, pädagogische Praxis sowie renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zusammen und rückt die Frage in den Mittelpunkt, wie Schule in Zeiten gesellschaftlicher Umbrüche junge Menschen stärken kann.
Im Zentrum der Pädagogik-Olympiade stehen die Perspektiven der Lernenden selbst. Schülerinnen und Schüler präsentieren eigene Wettbewerbsbeiträge zu zentralen pädagogischen Fragestellungen und werden für ihre Arbeiten ausgezeichnet. Bereits am Vormittag eröffnet die Veranstaltung jedoch einen gemeinsamen Denk- und Resonanzraum, in dem grundlegende Fragen zeitgemäßer Lernkulturen gestellt und diskutiert werden.
„Wie kann Lernen heute gelingen – in einer Krisengesellschaft, die junge Menschen vor hohe Anforderungen stellt? Und wie muss Schule gestaltet sein, damit sie nicht nur Wissen vermittelt, sondern Selbstwirksamkeit, Verantwortung und demokratische Teilhabe fördert?“ – diesen Leitfragen widmet sich der wissenschaftlich-pädagogische Teil der Pädagogik-Olympiade.
Zu den Impulsgeberinnen und Impulsgebern zählen Margret Rasfeld und Jamila Tressel (Schule im Aufbruch), die Perspektiven für eine neue Lernkultur jenseits traditioneller Unterrichtslogiken vorstellen, Gudrun Quenzel, die Lernen als demokratische Praxis und Ort politischer Bildung beleuchtet, sowie Klaus Hurrelmann, der Schule als Raum der „produktiven Realitätsverarbeitung“ in Zeiten multipler Krisen einordnet. Eine Podiumsdiskussion sowie eine offene Fragerunde mit Schülerinnen und Schülern sorgen für einen lebendigen Austausch auf Augenhöhe.
Am Nachmittag folgt die feierliche Verleihung der Preise der Pädagogik-Olympiade 2026. Ausgezeichnet werden Wettbewerbsbeiträge in fünf Kategorien, die sich mit aktuellen Herausforderungen von Bildung, Lernen und gesellschaftlicher Entwicklung auseinandersetzen. Die prämierten Arbeiten geben Einblick in die Sichtweisen, Erfahrungen und Zukunftsentwürfe junger Menschen.
Die Pädagogik-Olympiade versteht sich als Plattform, die wissenschaftliche Erkenntnisse, schulische Praxis und jugendliche Lebenswelten miteinander verbindet. Sie setzt damit ein deutliches Zeichen für eine Lernkultur, die Beteiligung ernst nimmt und junge Menschen als aktive Mitgestalterinnen und Mitgestalter von Schule und Gesellschaft begreift.
Das verantwortliche Veranstaltungsteam besteht aus:
- Hannah Weyhe (Pädagogik-Lehrerin aus Lippstadt und Vorsitzende des Verbandes der Pädagogiklehrerinnen und Pädagogiklehrer)
- Tobias Kammer (Pädagogik-Lehrer aus Essen, Träger des Deutschen Lehrkräfte-Preises und Begründer von SMARTwärts)
- Bianca Weber (Pädagogik-Lehrerin und Koordinatorin für Schulentwicklung aus Essen)
Laudator ist in diesem Jahr u.a. abermals der Bielefelder Soziologe und Erziehungswissenschaftler Wilhelm Heitmeyer.