Fakultät für Chemie
Preisverleihungen im Rahmen des Tags für Absolvent*innen - 2025
Am Tag der Absolvent*innen am 05.12.2025 wurden Preise zur Honorierung der besten Abschlussarbeiten in den Studiengängen Chemie und Biochemie verliehen.
Den Helweg-Preis erhielten Claire Simon für ihren hervorragenden Abschluss in Chemie und Greta Tellkamp für ihren hervorragenden Abschluss in Biochemie. Beide Preisträgerinnen hielten im Rahmen der Veranstaltung kurze Vorträge, in denen sie ihre Masterarbeitsprojekte vorstellten. Außerdem wurde der Masterpreis der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) an Benjamin Prosenc verliehen, der auch einen Vortrag über sein Masterarbeitsprojekt hielt.
Claire Simon beschäftigte sich in seiner Masterarbeit mit der Entwicklung einer neuen und einfachen Synthese für Teflatsäure (HOTeF5), welche herausragende Eigenschaften für die Molekülsynthese in der anorganischen Chemie hat, ausgehend von Basischemikalien. Der bisher verwendete Syntheseweg für die Teflatsäure basiert auf dem Einsatz von kochender Fluorsulfonsäure welche einerseits aufwendig und teuer in der Beschaffung ist und riskant ist.
Greta Tellkamp untersuchte im Rahmen ihrer Masterarbeit ob und wie sich die entwickelnde Netzhaut des Zebrafischs nach starkem, zeitlich begrenztem Stress erholen kann. Die Arbeit einen Beitrag zum Verständnis, wie sich die Netzhaut während der frühen Entwicklung trotz erheblichen Stresses und dadurch einhergehender
Beeinträchtigungen ihrer Schichtstruktur erholen kann – und damit zu grundsätzlichen Prinzipien der Robustheit im sich entwickelnden Nervensystem von Embryonen.
Benjamin Prosenc modifizierte für seine Masterarbeit Kapsidproteine des Adeno-assoziierten Virus 2 (AAV2), indem in oberflächenexponierte Loop-Regionen entweder Fluoreszenzproteine oder ein genetisch kodiertes Tag-System eingefügt wurden. Mithilfe von Förster-Resonanz-Energie-Transfer (FRET) wurde anschließend die Assemblierung der Kapsidproteine untersucht und über das Tag-System wurden Fluoreszenzfarbstoffe an die Viruspartikel gekoppelt, sodass deren Transduktion mittels Single-Particle-Tracking verfolgt werden konnten.