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„Linie 4“ – Krieger, Kriege, Krisen
„Linie 4“ – Krieger, Kriege, Krisen
Im Mai und Juni 2026 findet zum zehnten Mal die öffentliche Vortragsreihe „Linie 4 – Neues aus der sozialwissenschaftlichen und historischen Forschung“ statt, die von der BGHS in Kooperation mit der VHS Bielefeld organisiert wird. Vier Mitglieder der BGHS stellen anschaulich und verständlich ihre aktuellen Forschungsarbeiten vor und diskutieren sie mit Besucherinnen und Besuchern der VHS. Dabei geht es dieses Mal um Krieger, Kriege und Krisen. Die Vorträge finden mittwochs von 18.15-20 Uhr in der VHS Bielefeld im Ravensberger Park, Raum 240 statt.
Am 20. Mai geht es um die Wikinger. In ihrem Vortrag „Gefährliche Mythen: Wikinger zwischen Popkultur und Populismus“ widmet sich Hannah von Legat den Fragen, was wir über die Wikinger wirklich wissen, was wir nur zu wissen glauben und wann dieses vermeintliche Wissen gefährlich werden kann.
Museen erkundet am 27. Mai Anastasia Serikova in ihrem Vortrag „Gegenwart als ‚Musealium‘. Wie Museen laufende Kriege zeigen“. Für ihre Doktorarbeit hat sie Fotos von Ausstellungen über den laufenden Krieg in der Ukraine analysiert. Durch detaillierte Betrachtungen zeigt sie, welche Risiken für die Museen durch die Präsentation von militärischen Gegenständen und Handlungen entstehen können.
Im dritten Vortrag am 10. Juni wird es theoretischer. In seinem Vortrag „Ist unsere Zeit aus den Fugen? Derrida, 1989 und die Gegenwart“ widmet sich Marcus Wystub der These vom ‚Ende der Geschichte‘ des französischen Philosophen Jacques Derrida. Und er fragt danach, wie gegenwärtige Krisenerzählungen von Klimakatastrophe, Demokratieverlust und Wirtschaftskrise durch die Rede von einem ‚richtigen‘ Weg der Geschichte genährt werden.
Am 17. Juni geht es dann in die Zeit der ‚edlen Ritter‘. Ole Bunte geht in seinem Vortrag „‘Die Kriege erhoben sich wider Breslau‘ – Wie im 15. Jahrhundert vom Krieg erzählt wurde“ der Frage nach, wie mittelalterliche Geschichtsschreiber über den Krieg erzählen und was uns dies über die Vorstellungen mittelalterlicher Menschen über den Krieg mitteilt.
Die vier Vorträge bieten einen kleinen Einblick in die wissenschaftliche Forschung, die an der BGHS betrieben wird. Wie in den Vorjahren soll es aber vor allem um den Austausch der Promovierenden mit dem Publikum in der VHS Bielefeld gehen. Anschauliche Vorträge, kluge Nachfragen und spannende Diskussionen sollen die Universität und die Stadt Bielefeld einander noch ein Stückchen näherbringen.