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SYBIS - Feste Ansprechpartner für Wirtschaftsstudierende aus dem Ausland - Projektpartner beginnen mit der Umsetzung des Konzepts (Nr. 187/2005)
Die Universität Bielefeld und die Fachhochschule Bielefeld beginnen am 21. September um 14.30 Uhr im Raum A3-138 mit einem Treffen aller Projektpartner damit, das Modellprojekt SYBIS umzusetzen - die Systemische Begleitung Internationaler Studierender. Die systematische und individuelle Begleitung ausländischer Wirtschaftsstudierender soll zu deren erfolgreichem Studium an den Bielefelder Hochschulen beitragen. Beteiligt sind neben den Akademischen Auslandsämtern (AAA) und den Fachbereichen Wirtschaft beider Hochschulen die Zentrale Studienberatung (ZSB) der Universität und der Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) finanziert das zunächst einsemestrige Modellprojekt.
Ab dem kommenden Wintersemester 2006/2006 haben ausländische Studierende, die an der Universität oder der Fachhochschule im Fachbereich Wirtschaft studieren, einen festen Ansprechpartner, der sie über ihre gesamte Studienlaufbahn begleiten soll. Nach einem ausführlichen Gespräch mit ihrem so genannten Case-Manager zu Studienbeginn erhalten die Studierenden im Verlauf des Studiums bedarfsgerechte Service-Angebote: Beispielsweise können sie einen Workshop zum Thema "Aktives Zuhören und Mitschreiben in Vorlesungen" im Sprachbegleitprogramm absolvieren, um den Stoff einer Vorlesung effektiver zu verarbeiten, oder sie erhalten einen Termin in der ZSB, um allgemeine Fragen zum Studium zu klären. Diese systematische Vermittlung durch ortskundige Ansprechpartner soll dazu beitragen, dass internationale Studierende ein erfolgreiches Studium an den Bielefelder Hochschulen absolvieren.
Das innovative Projekt basiert auf einer Netzwerkstruktur, die für eine intensive Begleitung unerlässlich ist. Vernetzt sind sowohl die Serviceangebote als auch die für einzelne Bestandteile des Projektes verantwortlichen Einrichtungen und Personen. Neu ist die systemische Begleitung, die an die ursprünglich in den USA entwickelte Methode des Case-Management angelehnt ist. Die Begleitung bezieht sowohl die Studierenden als auch ihr gesamtes studienrelevantes Umfeld mit ein. Alle Schritte des Begleitprozesses werden dokumentiert.
Den Hintergrund dieser Maßnahme bildet die Absicht der Hochschule, eine neue Betreuungskultur der ausländischen Studierenden zu etablieren. Alarmierend für die Hochschulen sind die hohen Quoten von ausländischen und deutschen Studienabbrechern. Eine Studie der Hochschul-Informations GmbH (HIS) und des DAAD, an der auch das AAA der Universität mitwirkte, hatte dies im Jahr 2003 zutage gefördert. Sie ergab, dass nur etwa die Hälfte aller ausländischen Studierenden auch ein Examen machen. Werden nur diejenigen betrachtet, die ihre Hochschule nicht wechseln, so ist die Abschlussquote sogar nur etwa ein Drittel.
Unterstützt werden die drei Case-Managerinnen des SYBIS-Programms Maria Kenter, Andrea Meenken und Stefanie Grote von mehreren Seiten:
Prof. Dr. Heinz Neuser und Bernhard Hüttenhölscher (beide vom Fachbereich Sozialwesen der Fachhochschule), begleiten das Projekt wissenschaftlich und bieten eine Qualifizierung im Case Management an.
Roswitha Hofmann (ZSB der Universität) unterstützt die Case-Managerinnen als Supervisorin: Sie bietet den internationalen Studierenden Hilfe an, mit Studienzielen bewusst umzugehen und Prioritäten zu finden.
Prof. Dr. Hermann Jahnke (Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität), Prof. Dr. Carsten Doerfert und Frau Hilke Wöpking (beide vom Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule) beraten bei Kontakten mit der Fakultät oder dem Fachbereich.
Dr. Werner Aufderlandwehr, Leiter des Akademischen Auslandsamtes der Universität, und Bernadette Dambacher, Leiterin des Akademischen Auslandsamtes der Fachhochschule, bieten die Infrastruktur der Akademischen Auslandsämter als Basis für die Netzwerkbildung und rufen nach Möglichkeit neue Serviceangebote ins Leben.
SYBIS ist zunächst auf ein Semester beschränkt. Ist das Ergebnis der anschließenden Evaluation positiv, so beabsichtigen die Kooperationspartner, das Projekt fortzusetzen.
Verantwortlich für das Modellprojekt ist Dr. Werner Aufderlandwehr. Die Projektkoordinatorin und Ansprechpartnerin ist Lucyna Darowska.
Kontakt: Lucyna Darowska, Akademisches Auslandsamt, Telefon: 0521/106 4078, E-Mail: lucyna.darowska@uni-bielefeld.de, Raum D0-142 (montags bis mittwochs).