Pressemitteilungen
Praktikum in England, Sprachkurs in der Türkei oder Studium in Australien - die Universitätsgesellschaft macht es möglich (Nr. 102/2001)
Für ein Jahr wird sich Ruth Heesen, die an der Universität Bielefeld Umweltwissenschaften studiert, in Sydney über globale und internationale Umweltprobleme informieren, Recyclingmethoden erforschen und die dortige Umweltschutzpolitik studieren. Sie hofft, Erfahrungen im schützenden und nachhaltigen Umgang mit der Natur zu sammeln, da in Australien sehr aktiver Umweltschutz betrieben wird. Mit diesen Plänen für ihren Auslandsaufenthalt konnte Ruth Heesen auch Ortwin Goldbeck und Prof. Helmut Steiner aus dem Vorstand der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft überzeugen. Sie unterstützen das Auslandsstudium mit einem Teilstipendium.
Ruth Heesen ist eine von elf Studierenden, die im nächsten Studienjahr mit Hilfe der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft ihre Pläne für einen Auslandsaufenthalt verwirklichen können. Auch Sebastian Huster konnte im Auswahlgespräch überzeugen. Er studiert Soziologie und Philosophie und wird dank der Unterstützung ein Jahr in Florenz verbringen, um an seiner Magisterarbeit über die Philosophie der Globalisierung zu arbeiten. An andere Studierende vergibt die Universitätsgesellschaft ein Teilstipendium für kürzere Praktika. So werden die beiden Biochemie-Studierenden Viola Baumgärtel und Jean Roters ein viermonatiges Blockpraktikum in Natal/Südafrika absolvieren, um neue biotechnische Verfahren kennenzulernen und auch Sarah Litterscheid wird ein biochtechnologisches Laborpraktikum zur Zellkulturtechnik absolvieren - an der East China University. Darüber hinaus werden folgende Studierende gefördert:
Stefan Adler, Rechtswissenschaft: Praktikum in England
Christian Irmer, Geschichte und Latein: sechs Monate Nowgorod/Rußland
Frauke Müller, Betriebswirtschaftslehre: Praktikum in New York
Patrick Otto und Thorsten Scherf, Psychologie: Praktikum in Michigan/USA
Sabrina Engel, Biochemie: ein Semester an der Universität in Vancouver/Kanada
Iris Wolter, Pädagogik: Intensivkurs Türkisch in der Türkei.
Insgesamt wurden jetzt 20.500 Mark vergeben. Je nach Aufenthaltsdauer erhielten die Bewerber einen Zuschuss zwischen eintausend und dreitausend Mark. Die Westfälisch-Lippische Universitätsgesellschaft hat damit seit Beginn dieses Programms im Jahre 1983 mehr als 250.000 Mark für Auslandsaufenthalte zur Verfügung gestellt, davon haben mehr als 100 Bielefelder Studierende profitieren können. Aus den Berichten, die die Studierenden nach ihrer Rückkehr einreichen, lässt sich eindrucksvoll belegen, dass dieses Förderinstrument ausgezeichnete Wirkungen erzielt hat. Zahlreiche Teilnehmer haben auf diese Weise weitere Auslandskontakte geknüpft, bei anderen haben sich die Auslandserfahrungen positiv auf das weitere Studium ausgewirkt.
Ein großer Vorzug dieser Teilstipendien ist ihre Flexibilität betont Dr. Werner Aufderlandwehr vom Akademischen Auslandsamt: "Sie können überall dort eingesetzt werden, wo die Programme des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und anderer großer Mittlerinstitutionen nicht helfen können. Vor allem im Bereich der Praktika können hier Vorhaben durchgeführt werden, für die es sonst keine Unterstützung gäbe."
Zum Verfahren: Die Teilstipendien der Universitätsgesellschaft werden in jedem Jahr zu Beginn des Sommersemesters über das Akademische Auslandsamt angeboten. Dort wird auch die Bewerbung eingereicht. Zum Ende des Sommersemesters findet ein abschließendes Vorstellungsgespräch mit dem Geschäftsführer der Universitätsgesellschaft, Professor Helmut Steiner, statt.
Nähere Auskünfte: Akademisches Auslandsamt, Karin Kruse, Dr. Werner Aufderlandwehr, Tel: 0521/106-4088, Email: werner.aufderlandwehr@uni-bielefeld.de, karin.kruse@uni-bielefeld.de.
Sebastian Huster (links) und Ruth Heesen (2. v. r.) haben gut lachen. Ihr Antrag auf Unterstützung ihres Auslandsaufenthaltes wurde vom Geschäftsführer der Westfälisch-Lippischen Universitätsgesellschaft Prof. Helmut Steiner positiv beschieden. Karin Kruse vom Akademischen Auslandsamt organisiert das Bewerbungsverfahren.