Pressemitteilungen (bis 07/2025)
Ehrenpromotion für Prof. Dr. Helmut Schnelle (Nr. 152/2000)
Die Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld verleiht am Mittwoch, dem 13. Dezember, um 16 Uhr im Plenarsaal des Zentrums für interdisziplinäre Forschung (ZiF) eine Ehrenpromotion an den Bochumer Sprachwissenschaftler, Philosophen und Computerlinguisten Prof. Dr. Helmut Schnelle.
Nach der Begrüßung durch den Rektor der Universität, Prof. Dr. Gert Rickheit, und den Dekan der Fakultät, Prof. Dr. Reinhard Meyer-Hermann, wird Prof. Dr. Siegfried Kanngießer, Osnabrück, die Laudatio halten. Die Urkunde überreicht der Dekan der Fakultät.
Prof. Dr. Helmut Schnelle, einer der international führenden und renommiertesten Linguisten, erhält den Titel eines Ehrendoktors für seine enge Kooperation mit der Bielefelder Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft, insbesondere mit dem Sonderforschungsbereich "Situierte künstliche Kommunikatoren".
Prof. Dr. Helmut Schnelle, 1932 in Köln geboren, studierte zunächst Physik an den Universitäten MÃnchen, Paris, Heidelberg und Bonn und schloss sein Studium mit einer Diplomarbeit über die Radioaktivität der Luft und der Niederschläge nach amerikanischen Atombombenversuchen im Pazifik ab. Diese Fragestellung verleitete ihn zu einem Fachwechsel in die philosophische Fakultät und zum Studium der Philosophie, Kommunikationswissenschaft und Sprachwissenschaft. Es folgten 1961 die Promotion zum Dr. phil. und 1967 die Habilitation in Kommunikationswissenschaft/Philosophie. Nach einer Gastprofessur an der Hebrew University of Jerusalem 1968 - der ersten deutschen Gastprofessor in Israel überhaupt - war Schnelle ordentlicher Professor für Linguistik an der Technischen Universität in Berlin, bevor er 1975 zur Ruhr-Universität Bochum wechselte.
Prof. Dr. Schnelle, seit 1997 emeritiert, beschäftigt sich bereits seit Anfang der 60er Jahre mit Projekten zur Computerlinguistik. Später wandte er sich verstärkt der Hirnforschung zu und wurde einer der maßgeblichen Initiatoren und Mitglied der DFG-Forschergruppe KOGNET (Kognition und neuronale Netze). Diese Bereiche brachten ihn in engeren Kontakt zu den Forschungsgebieten Computer- bzw. Neurolinguistik der ihn nun ehrenden Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld