NEOLAiA
Studierende zu Mentor*innen ausgebildet
Die Universität Bielefeld hat in der NEOmentor-Woche Studierende von acht NEOLAiA-Universitäten auf ihre Rolle als Mentor*innen vorbereitet. Das Work Package Diversität und Inklusion unter der Leitung von Professorin Dr. Michaela Vogt und Dr. Amelie Labusch organisierte die Woche in enger Zusammenarbeit mit der Zentralen Anlaufstelle Barrierefrei und dem Diversitätsteam der Universität Bielefeld. Die Teilnehmenden arbeiteten zu Barrierefreiheit, Diversität, Gesundheit und Konfliktlösung und entwickelten Ansätze für ein Mentoring- und Reverse-Mentoring-Programm an ihren Heimatuniversitäten.
Zu Beginn der Woche lernten die internationalen Studierenden den Campus der Universität Bielefeld kennen. Dabei konnten sie auch assistive Technologien, zum Beispiel unterstützt durch VR-Brillen, ausprobieren. Anschließend beschäftigten sie sich damit, wie Hochschulen Teilhabe verbessern und Barrieren abbauen können. Dabei tauschten sie sich mit den Bielefelder Kolleg*innen der Zentralen Anlaufstelle Barrierefrei (ZAB) und des Diversitätsteams aus. Sie besprachen konkrete Lösungsansätze und Umsetzungsideen auf Grundlage der NEOCharter und der NEOBest-Practices, mit denen die Allianz Diversität und Inklusion stärkt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Student Health Management. Die Studierenden erarbeiteten Strategien, um an ihren Heimatuniversitäten Netzwerke aufzubauen und Barrieren für unterrepräsentierte Gruppen gezielt anzugehen. In weiteren Arbeitsphasen reflektierten sie außerdem, wie Peer-Learning in den Rollen als Mentee und Mentor*in funktionieren kann.
Zum fachlichen Kern gehörte auch ein Ausbildungsmodul der Konfliktakademie der Universität Bielefeld zu Konfliktlösung und Diversität. Im anschließenden Mentor-Training arbeiteten die Teilnehmenden an Methoden, um Mentees für das einjährige Mentoring- und Reverse-Mentoring-Programm an ihren Heimatuniversitäten anzusprechen und auszuwählen.
Zum Abschluss präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse bei einer Poster-Session. Nach dieser intensiven Woche in Bielefeld mit fachlichem Austausch und gemeinsamer Projektarbeit kehren sie nun an ihre Heimatuniversitäten zurück und werden dort ein Jahr lang als Mentor*innen tätig sein.
Auch außerhalb der inhaltlichen Einheiten prägten Begegnungen die Woche. Gemeinsame Mittag- und Abendessen, ein Ausflug zur Sparrenburg, ein internationaler Abend sowie der Besuch im Tierpark Olderdissen boten Gelegenheit zum Kennenlernen, für informellen Austausch und für ein besseres Verständnis der unterschiedlichen Perspektiven innerhalb der Gruppe.
Bielefelder Stimmen zur NEOmentor-Woche
Professorin Dr. Michaela Vogt, Prorektorin für Internationales, Diversität und Gesellschaft und Leiterin des Work Packages Diversität und Inklusion:
„Mit NEOmentor schaffen wir innerhalb der NEOLAiA-Allianz eine wichtige Verbindung zwischen der Qualifizierung engagierter Studierender und der nachhaltigen Förderung von Diversität und Inklusion an unseren Hochschulen. Die Teilnehmenden nehmen nicht nur neue Kompetenzen mit an ihre Heimatuniversitäten, sondern werden dort selbst aktiv und begleiten andere Studierende. Dabei geht es ausdrücklich um einen wechselseitigen Lernprozess: Im Sinne des Reverse Mentorings lernen die NEOmentor*innen auch von den Erfahrungen und Perspektiven ihrer Mentees. Ihre Mentoring-Erfahrungen können sie dann mit ihren Hochschulen teilen und so zur Weiterentwicklung inklusiver Strukturen beitragen. Damit wird der europäische Austausch ganz konkret in den Hochschulalltag übertragen.
Mein besonderer und ganz herzlicher Dank gilt neben Dr. Amelie Labusch, Chelsea Wahner und Silvia Burkhardt auch der Zentralen Anlaufstelle Barrierefrei (ZAB) der Universität Bielefeld, geleitet von Michael Johannfunke. Mit der ZAB als hochkompetentem Partner haben wir die NEOmentor-Woche gemeinsam konzipiert, organisiert und gestaltet. Unsere enge und engagierte Zusammenarbeit war eine wesentliche Grundlage für den Erfolg des Programms.“
Dr. Amelie Labusch, Co-Leiterin des Work Packages:
„Die Studierenden haben in dieser Woche fachlich unglaublich viel mitgenommen, aber NEOmentor ist weit mehr als ein Trainingsprogramm. Es war beeindruckend zu erleben, wie schnell aus Studierenden unterschiedlicher europäischer Hochschulen eine Gemeinschaft wurde. Sie haben intensiv zusammengearbeitet, voneinander gelernt, viel gelacht und auch sehr persönliche Erfahrungen miteinander geteilt. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir die bewegende Rede einer Studentin, die gezeigt hat, wie viel dieses gemeinsame Erlebnis den Teilnehmenden bedeutet hat. Ein besonderes Highlight war für mich auch unser internationaler Abend: Die Studierenden brachten landestypische Speisen und Getränke mit, führten traditionelle Tänze vor und luden alle zum Mittanzen ein, trugen Gedichte vor, veranstalteten Quizze über ihre Heimatländer und spielten gemeinsam Spiele aus ihrer Kindheit. An diesem Abend wurde kulturelle Vielfalt nicht nur thematisiert, sondern gemeinsam erlebt. Genau solche Begegnungen machen für mich den besonderen Wert von NEOLAiA aus.“