NEOLAiA
Bielefelder Lehrende knüpfen neue Forschungskontakte in Europa
Für drei Lehrende der Universität Bielefeld war ihre erste NEOLAiA-Mobilität in Örebro (Schweden) doppelt erfolgreich: Beim Blended Intensive Programme (BIP) „International Perspectives in Higher Education“ tauschten sich Dr. Timothy Mc Call (Medizinische Fakultät), Margit Offermann (Fakultät für Biologie) und Dr. Anna Christina Nowak (Fakultät für Gesundheitswissenschaften) mit europäischen Kolleg*innen zur Internationalisierung von Lehre und Hochschuldidaktik aus. Ganz nebenbei lernten sie in Örebro auch neue Kooperationspartner*innen für gemeinsame Forschung und Lehre kennen. Sie berichten, was sie von dem Format mitnehmen können für ihre Lehre in Bielefeld und für gemeinsame europäische Lehre.
Das BIP wurde angeleitet und moderiert von NEOLAiA Vertreter*innen des Work Packages 2. Aus Bielefeld war Dr. Fabian Schumacher, Leiter der Hochschuldidaktik und Lehrentwicklung im Bielefelder Zentrum für Lehren und Lernen, als Facilitator vor Ort. Die Teilnehmer*innen arbeiteten zu thematisch zu Internationalisierung, Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz, Digitalisierung und studierendenzentrierten Lehrformate.
Dr. Timothy Mc Call, Postdoktorand an der Medizinischen Fakultät OWL, freut sich über die neu geknüpften Forschungskontakte: „Über NEOLAiA konnte ich Verbindungen zur Fakultät für Psychologie der Universität Tours in Frankreich aufbauen“, sagt er. „Aktuell planen wir ein gemeinsames Forschungsvorhaben.“ Zudem habe er Kontakte zu Forschenden aus den Neurowissenschaften an der Universität von Nicosia (Zypern) geknüpft. Er ergänzt: „Viele Themen, die mich in meiner Arbeit beschäftigen, spielen auch an anderen europäischen Hochschulen eine wichtige Rolle – und wir haben gute Anknüpfungspunkte.“
Dr. Anna Christina Nowak, Academic Lecturer an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften, betont, welche Impulse sie für ihre Lehre von dem Blended Intensive Programme mitnehmen konnte: „Wir haben intensiv darüber gesprochen, wie wir internationale Perspektiven in unsere Lehrveranstaltungen einbauen können“, sagt sie. „Das hat mich motiviert, gezielt mit Kolleg*innen etwa im Rahmen eines COIL anzusenken.“
Für Margit Offermann, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Fakultät für Biologie, war die Offenheit des Formats hilfreich. „Der ungezwungene und offene Austausch war grundlegend im Blended Intensive Programme“, sagt sie. Die Gespräche mit den internationalen Kolleg*innen hätten neue Ideen für internationale Seminare angestoßen, die einen Mehrwert für die Studierenden innerhalb der NEOLAiA-Allianz bieten können: „Zu möglichen Kooperationen habe ich jetzt konkrete Namen und Gesichter.“
Dr. Fabian Schumacher war als Bielefelder Impulsgeber für Themen der Hochschuldidaktik bei dem BIP in Örebro vor Ort. Im Work Package 2 von NEOLAiA arbeitet er mit europäischen Kolleg*innen an neuen Formen und Formaten für internationales Lernen und Lehren. Er sagt: „Der fachliche und persönliche Austausch hat den NEOLAiA-Gedanken für viele der Teilnehmer*innen zum ersten Mal richtig erlebbar gemacht.“ Blended Intensive Programmes seien eher bekannt als internationales Lehrformat für Studierende. Fabian Schumacher dazu: „Die Veranstaltung in Örebro hat gezeigt, wie sinnvoll das Format für die internationale Zusammenarbeit auf Ebene der Lehrenden sein kann.“
Internationale Lehrperspektiven für Bielefelder Lehrende
Lehrende, die Interesse an Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen von NEOLAiA haben oder eigene Formate für andere Lehrende und Studierende durchführen möchten, können sich an Johanna Springhorn im Zentrum für Lehren und Lernen wenden: international-lehren@uni-bielefeld.de. Weitere Informationen zu konkreten Angeboten in der Lehre gibt es auch hier. Bis zum 15. Juli läuft auch der Call zu NEOTeach innerhalb der europäischen Hochschulallianz: Mit dem Programm NEOTeAch können Bielefelder Lehrende internationale und digitale Elemente in ihre Lehre integrieren und Studierende dabei begleiten, mehrsprachige Materialien in der Lehre zu entwickeln.