GrACe
Neues Projekt zur Gewinnung internationaler KI‑Talente
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert das neue Projekt „IISY Excellence“ der Universität Bielefeld. Bis 2029 sollen pro Jahr 15 internationale Masterstudierende und fünf Promovierende für das Themenfeld Künstliche Intelligente Systeme gewonnen und später in den deutschen Arbeitsmarkt integriert werden.
Der DAAD fördert das Vorhaben im Programm „Academic Horizons – Attracting Global Minds“ des „1.000 Köpfe‑Plus‑Programms“ des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt. Deutschlandweit unterstützt er 20 Hochschulen mit insgesamt rund 15 Millionen Euro, davon gehen rund 700.000 Euro an die Universität Bielefeld.
Durchgängige Förderung
Mit „IISY Excellence“ spricht die Universität leistungsstarke Studierende an europäischen Partnerhochschulen an, darunter in Polen, der Ukraine, Spanien, Italien und den Niederlanden. In gemeinsamen Lehrveranstaltungen identifizieren Lehrende geeignete Studierende frühzeitig und sprechen sie an. Ein neu entwickeltes Eignungsinstrument strukturiert die Auswahl, ein beschleunigtes Verfahren verkürzt besonders qualifizierten Bewerber*innen den Weg ins Studium.
Geleitet wird IISY Excellence von Prof. Dr. Benjamin Paaßen von der Technischen Fakultät. „Das Besondere am IISY Excellence‑Programm ist, dass wir Studierenden eine durchgehende, persönliche Förderung anbieten können – vom ersten Kontakt über die Einschreibung, durch das Studium hinweg bis zur Beschäftigung nach dem Studium, und das sowohl auf Master‑ als auch Promotionsniveau“, so Paaßen.
Frühe Perspektiven für den Berufseinstieg
Das in diesem Monat anlaufende Projekt knüpft an die Forschungstradition des Bielefelder Instituts und langjährigen Exzellenzclusters CITEC an. Der Masterstudiengang Intelligent Interactive Systems und das Promotionsprogramm Intelligent Systems der Technischen Fakultät verbinden Informatik, Robotik und Kognitionswissenschaften. Beide decken Ziele der Hightech Agenda Deutschland ab, die mit dem DAAD-Förderprogramm gestärkt werden sollen.
Zu dem Projekt gehört, dass die Studieninteressierten eine feste Ansprechperson haben, die sie von Bewerbung bis Studienstart begleitet. Vor Ort werden die Teilnehmenden dann von Ansprechpersonen am CITEC, International Office und Career Service der Universität betreut. Durch Orientierungsveranstaltungen und den Austausch mit Forschenden und Unternehmen werden sie frühzeitig beim Übergang in die Wissenschaft oder in die ostwestfälische Wirtschaft unterstützt.
Modell für Internationalisierung
Initiiert wurde der Projektantrag vom International Office, koordiniert wurde er vom GrACe. Die Universität will auf den Erfahrungen aus dem Projekt aufbauen, um bewährte Abläufe dauerhaft in der Universität zu verankern und auf andere Fächer zu übertragen. „Die Technische Fakultät, das GrACe, das International Office und der Career Service haben alle exzellent zusammengearbeitet, um ein ganzheitliches Konzept für die Studierenden zu schaffen. Das wird beispielhaft für die Internationalisierung sein“, sagt Benjamin Paaßen.
Text: Jörg Heeren