Blog CRC1646
Was uns an Sprache fasziniert. Nachlese zur VHS-Veranstaltung #5
„Bielefeld – Liebefeld. Wie wir mühelos zu neuen Wörtern kommen“: Im Zentrum der ersten Veranstaltung des neuen Semesters und damit der fünften in unserer Reihe „Faszination Sprache“ stand am 6. Oktober der Beitrag der Psycholinguistik für die Bildung von kreativen Wortschöpfungen. Wie gewohnt, verständigten sich die Mitglieder des SFB, in diesem Fall Jana Häussler und Amelie Ewald vom Projekt C01, mit dem Publikum über das Thema anhand von Beispielen aus der aktuellen Forschungspraxis.
Dafür brachten sie Bilder von Gegenständen mit, für die es im Alltag keine etablierten Bezeichnungen gibt, wie der Schlitz für die Pfandmünze im Einkaufswagen, eine Pizza auf drei Beinen oder eine Maus mit Erdbeerfell. Für die Forscherinnen, war es sehr spannend zu verfolgen, wie sich Schritt für Schritt die Liste möglicher Bezeichnungen füllte: vom „Geldreinstecker“ und „Einkaufswagenchiphalter“ über den „Pizzahocker“, „Pizzatisch“ und „Esspausenhocker“ zur „Beerenmaus“ und dem „Erdbeersüßmäuschen“. Nach dem Input darüber, wie wichtig für erfolgreiche Wortbildungen der Anschluss an bereits vorhandene Einträge im mentalen Lexikon ist, wurden die Beispiele nochmals gemeinsam reflektiert. Schließlich erstellten die Teilnehmer*innen Hitlisten, wobei für sie zur Beurteilung neben der Originalität Kriterien der Eindeutigkeit und Verständlichkeit eine zentrale Rolle gespielt haben.
Unsere nächste Veranstaltung findet schon am Montag, den 10. November statt. Dann wird es darum gehen, „wie Gesten uns bei der Kommunikation unterstützen können, wenn die Worte schwerfallen“…
Mehr Infos dazu gibt es hier.
Zur Anmeldung für diesen Termin.
Fotos: ©Sascha Hermannski/Tim Rittig, SFB 1646