Biologiedidaktik-Begabungsforschung
DNA-Metabarcoding für mehr Artenvielfalt
Maren und Talha haben das moderne Lehr-Lern-Labor „Biogeolab“ der Universität Trier besucht. Schüler:innen und Studierende können dort aktuelle Forschungsmethoden der Biologie und Geographie hautnah erleben. In einem neuen Kursmodul lernten die beiden, wie sich die in einem Gewässer lebenden Fischarten mithilfe von DNA-Metabarcoding identifizieren lassen.
Da Fische kontinuierlich genetisches Material über Hautzellen, Schleim, Kot oder Urin an ihre Umgebung abgeben, lässt sich diese sogenannte Umwelt-DNA (eDNA) über eine einfache Wasserprobe extrahieren. Im Labor werden diese DNA-Abschnitte mittels PCR vervielfältigt, sequenziert und mit Referenzdatenbanken abgeglichen. So lassen sich Fischbestände zuverlässig bestimmen, ohne die Tiere zu fangen oder zu stören.
Die in Trier erprobte Methodik soll nun auf Gewässer in und um Bielefeld übertragen werden. Die systematische Erfassung der lokalen Fischartenvielfalt liefert wertvolle Daten, um Ökosystemveränderungen frühzeitig zu erkennen, Schutzmaßnahmen zu planen oder Renaturierungserfolge zu prüfen.