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      <title>Rückenwind für die Medizinische Fakultät OWL </title>
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      <pubDate>Tue, 5 Nov 2019 14:08:13 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
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          <category>medizin</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Wissenschaftsrat legt Bewertungsbericht zum Aufbau der Universitätsmedizin in Bielefeld vor&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=125049&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Das ICB an der Morgenbreede beherbergt aktuell die Medizinische Fakultät OWL in Gründung. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=125049&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Heute
 hat der Wissenschaftsrat gemeinsam mit der Ministerin für Kultur und 
Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen Isabel Pfeiffer-Poensgen die
 Ergebnisse der Begutachtung der Universitätsmedizin NRW vorgestellt. 
Dies beinhaltet auch einen Bewertungsbericht zum Aufbau der 
Medizinischen Fakultät an der Universität Bielefeld.
„Der Wissenschaftsrat hat uns insgesamt ein sehr gutes Zeugnis 
ausgestellt und ist mit dem vorgelegten Konzept für die Medizinische 
Fakultät grundsätzlich einverstanden“, zeigte sich Professor Dr.-Ing. 
Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld, sehr zufrieden mit 
dem Bericht.</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Wissenschaftsrat legt Bewertungsbericht zum Aufbau der Universitätsmedizin in Bielefeld vor&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;&lt;br&gt;Heute
 hat der Wissenschaftsrat gemeinsam mit der Ministerin für Kultur und 
Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen Isabel Pfeiffer-Poensgen die
 Ergebnisse der Begutachtung der Universitätsmedizin NRW vorgestellt. 
Dies beinhaltet auch einen Bewertungsbericht zum Aufbau der 
Medizinischen Fakultät an der Universität Bielefeld. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt; &lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=125049&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Das ICB an der Morgenbreede beherbergt aktuell die Medizinische Fakultät OWL in Gründung. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=125049&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Das ICB an der Morgenbreede beherbergt aktuell die Medizinische Fakultät OWL in Gründung. Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;




„Der Wissenschaftsrat hat uns insgesamt ein sehr gutes Zeugnis 
ausgestellt und ist mit dem vorgelegten Konzept für die Medizinische 
Fakultät grundsätzlich einverstanden“, zeigte sich Professor Dr.-Ing. 
Gerhard Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld, sehr zufrieden mit 
dem Bericht. „Dass diese hochrangige Gutachter*innengruppe sich so 
positiv äußert und unseren Weg grundsätzlich bestätigt, bedeutet 
Rückenwind für die weiteren Planungen. Ich bedanke mich bei allen, die 
an diesem überzeugenden Konzept mitgewirkt haben.“&lt;p&gt;&lt;br&gt;Gründungsdekanin
 Professorin Dr. Claudia Hornberg ergänzt: „Die Hinweise der 
Gutachterinnen und Gutachter sind hochwillkommen und sehr hilfreich für 
die weitere Konkretisierung unseres innovativen Konzeptes. Sie geben uns
 Sicherheit und Orientierung. Gegenüber dem Stand unseres 
Selbstberichts, den der Wissenschaftsrat im September letzten Jahres 
erhalten hat, sind wir mittlerweile schon einige Schritte weiter – ohne 
dass sich hier Widersprüche zu den Empfehlungen ergeben hätten: Wir sind
 auf einem sehr guten Weg.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Der Universität Bielefeld ist es 
gelungen, innerhalb kurzer Zeit ein Konzept für eine Universitätsmedizin
 in Ostwestfalen-Lippe zu erstellen und weiterzuentwickeln, das vom 
Wissenschaftsrat grundsätzlich positiv eingeschätzt wird. Wir teilen 
diese Auffassung und sind allen Beteiligten für das bisher gezeigte 
große Engagement sehr dankbar. Die jetzt vorliegenden Empfehlungen 
werden helfen, das bisherige Konzept noch zu verbessern und einen in 
Forschung, Lehre und Krankenversorgung leistungsfähigen Medizinstandort 
aufzubauen“, sagte Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel 
Pfeiffer-Poensgen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann 
erklärt: „Die grundsätzlich positive Bewertung des Bielefelder Konzeptes
 zeigt, dass wir mit der Medizinischen Fakultät OWL auf dem richtigen 
Weg sind. Die Landesregierung und die Universität Bielefeld ziehen bei 
der Umsetzung an einem Strang. Nicht zuletzt aufgrund des großen 
Engagements der Verantwortlichen vor Ort sind wir überzeugt, dass die 
ersten Studierenden in einem qualitativ hochwertigen Studiengang zum 
Wintersemester 2021/22 beginnen können. Das ist ambitioniert, aber wie 
dringend wir gute Medizinerinnen und Mediziner in den ländlichen 
Regionen brauchen, wird bereits heute deutlich – vor allem bei den 
Hausärztinnen und Hausärzten. Ich bin überzeugt, dass wir mit der 
Medizinischen Fakultät OWL viele gute und engagierte Medizinerinnen und 
Mediziner dazugewinnen werden, die hoffentlich in der ärztlichen 
Versorgung in ländlichen Regionen tätig werden.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=125089&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Rektor Prof. Dr.-Ing.Gerhard Sagerer, Gründungsdekanin Prof&amp;#39;in. Dr. Claudia Hornberg und Geschäftsführer Dr. Frank Lohkamp (v.l.) freuen sich über ein gutes zeugnis des Wissenschaftsrates. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=125089&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Rektor
 Prof. Dr.-Ing. Gerhard Sagerer, Gründungsdekanin Prof.&amp;#39;in Dr. Claudia 
Hornberg und Geschäftsführer Dr. Frank Lohkamp (v.l.) freuen sich über 
ein gutes Zeugnis des Wissenschaftsrates. Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;


&lt;b&gt;Hintergrund&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Mit der Beauftragung der Landesregierung, die 
Universitätsmedizin in NRW vom Wissenschaftsrat begutachten zu lassen, 
wurde entschieden, dass auch Standorte, die derzeit noch im Aufbau sind,
 von der Begutachtung umfasst werden. Das Bielefelder Konzept wurde 
daher zu einem sehr frühen Zeitpunkt (etwa ein Jahr nach der 
Entscheidung durch den Koalitionsvertrag) bereits in die Begutachtung 
aufgenommen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Am 24. September 2018 hat die Universität Bielefeld
 dem Wissenschaftsrat einen 100 Seiten umfassenden Selbstbericht&amp;nbsp; 
vorgelegt. In diesem hat die Universität insbesondere ihre Visionen und 
konzeptionellen Vorstellungen für die neue Fakultät, das Forschungs- und
 Lehrprofil, das Kooperationsmodell mit Krankenhäusern und 
niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, das Studiengangsmodell, die 
Konzepte für Nachwuchsförderung und Gleichstellung sowie Planungen für 
die Infrastruktur – inklusive notwendiger Baumaßnahmen – beschrieben. Am
 3. und 4. Dezember 2018 war das Gutachter*innengremium in Bielefeld zu 
Gast und diskutierte mit der Universität, den Verantwortlichen des 
Landes und Krankenhäusern die Ideen und Ansätze. Eine Reihe von 
nachfolgenden Fragen hat die Universität schriftlich im Januar 2019 
beantwortet;&amp;nbsp; im Juli 2019 hat die Universität das Gremium über 
konzeptionelle Weiterentwicklungen seit der Vor-Ort-Begehung informiert.
 Auf dieser Grundlage kamen die Expert*innen des Wissenschaftsrats zu 
der vorliegenden Bewertung.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Bericht des Wissenschaftsrats 
gliedert sich in zwei Teile: im ersten Teil beschreibt er die 
Ausgangslage zur Universitätsmedizin der Universität Bielefeld, im 
zweiten legt er die Empfehlungen zur Weiterentwicklung des Konzepts dar.
 &lt;br&gt;&lt;br&gt;Aufgrund des frühen Zeitpunktes der Begutachtung sieht der 
Wissenschaftsrat sich nicht in der Lage, zu allen Aspekten eine 
bewertende Stellungnahme abzugeben. Die wichtigsten Ergebnisse:&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Studium:&lt;/b&gt;
 Eine zentrale Empfehlung der Bewertungsgruppe ist eine Korrektur des 
Zeitplans für den Beginn des Studienbetriebs. Er ist für Wintersemester 
2021/2022 vorgesehen. Der Universität wird empfohlen, den Starttermin 
auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben und von der Planung Abstand 
zu nehmen, mit Studienanfängerinnen und -anfängern im ersten Semester 
und gleichzeitig mit Hochschulwechslerinnen und -wechslern im fünften 
Semester zu beginnen.&lt;br&gt;Dazu Rektor Sagerer: „Die Hinweise des 
Wissenschaftsrats nehmen wir ernst. Unser Zeitplan ist sicher sehr 
ambitioniert. Er beruht auf einer engen Abstimmung mit der 
Landesregierung, die uns in der Umsetzung des Zeitplans unterstützt.“ 
Die Gründungsdekanin Hornberg schätzt ein: „Aufgrund der Fortschritte 
seit der Begutachtung sind wir zuversichtlich, dass wir alle notwendigen
 Meilensteine rechtzeitig erreichen und den Studierenden zum 
Wintersemester 2021/2022 ein vollwertiges Studium im 1. und 5. Semester 
bieten werden.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;b&gt;&amp;nbsp;Forschungsprofil: &lt;/b&gt;Der 
Wissenschaftsrat bescheinigt der Universität Bielefeld, dass sie mit den
 beiden geplanten Forschungsschwerpunkten („Gehirn – Beeinträchtigung – 
Teilhabe“ und „Intelligente Systeme – Assistenz – Interprofessionelle 
Vernetzung“) sowie den Perspektivfeldern („Mikrobielle Diversität im 
Lebensraum Mensch“ und „Data Science für die medizinische Versorgung“) 
zukunftsfähige Forschungsbereiche ausgewählt hat. Sie würden sich sehr 
gut in das Forschungsprofil der Universität Bielefeld einpassen. Das 
Forschungskonzept habe das Potenzial, Alleinstellungsmerkmale 
herauszubilden. Die Erforschung chronischer Krankheiten und damit 
assoziierter Beeinträchtigungen wird als gesellschaftlich höchst 
relevant begrüßt. Der Wissenschaftsrat empfiehlt, dass beim 
Forschungsprofil die konkreten Bezüge zur Allgemeinmedizin noch 
deutlicher herausgearbeitet werden sollten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;b&gt;Lehre:&lt;/b&gt; 
Die Bewertungsgruppe würdigt den Anspruch, innovative Lehre mit 
kompetitiver Forschung zu verbinden und zugleich die regionale ärztliche
 Versorgung zu verbessern. Die geplante Ausrichtung des Curriculums 
entlang der Grundsätze von Kompetenzorientierung und 
Wissenschaftlichkeit wird begrüßt. Sie würdigt zudem die Absicht zur 
organzentrierten und Körperregion orientierten Gliederung des zweiten 
Studienabschnitts und die Möglichkeiten zur Profilbildung während des 
Studiums. Positiv hervorgehoben wird darüber hinaus das Bestreben, die 
Interprofessionalität in der Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten zu 
stärken. &lt;br&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;b&gt;Wissenschaftlicher Nachwuchs:&lt;/b&gt; Die 
Bewertungsgruppe befürwortet ausdrücklich, dass die Qualifizierung und 
Förderung des wissenschaftlichen und klinischen Nachwuchses 
kooperationsvertraglich erklärtes Ziel der Universität Bielefeld und der
 Klinikträger ist. Die vorgesehenen Möglichkeiten, einen 
ärztlich-wissenschaftlichen Karriereweg mittels des Clinician 
Scientist-Programms oder des Promotionsprogramms zum Ph.D. 
einzuschlagen, werden positiv herausgestellt. Die Gutachter*innen 
empfehlen, um den Zugang des allgemeinmedizinischen Nachwuchses zu 
gewährleisten, die Programme neben den angestellten Ärztinnen und Ärzten
 der Universitätskliniken auch für die in Praxen tätigen Ärztinnen und 
Ärzten zu öffnen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;b&gt;Universitätsklinikum OWL&lt;/b&gt;: Sehr 
umfangreich geht die Bewertungsgruppe auf die Kooperation mit den 
Krankenhäusern bzw. den Kliniken im Rahmen des Universitätsklinikums OWL
 ein. Sie stellt dabei die große Bedeutung von Regelungen zu 
Qualitätsstandards in Forschung und Lehre zwischen Fakultät und 
Krankenhausträgern heraus, die universitätsseitig festgelegt werden 
sollten. Sie geben zudem Hinweise, dass der/die Dekan*in der 
Medizinischen Fakultät in die Geschäftsführung der Krankenhäuser 
eingebunden sein sollte, so dass Belange von Forschung und Lehre 
durchgesetzt werden können. Die Bewertungsgruppe legt der Universität 
nahe, sich bei der Anzahl der Kliniken des „Universitätsklinikums OWL 
der Universität Bielefeld“ auf höchstens drei Häuser zu beschränken, um 
die Steuerungsfähigkeit innerhalb des Klinikverbundes zu erhalten. 
Weitere Empfehlungen betreffen die Governance des Universitätsklinikums 
OWL, die Berufung von klinischen Professor*innen und die Definition 
hinsichtlich des Verhältnisses von Forschung, Lehre und 
Krankenversorgung. Vorgesehene Steuerungsinstrumente, wie die Mitwirkung
 der Träger an einem gemeinsamen Struktur- und Entwicklungsplan für die 
Bielefelder Universitätsmedizin, werden durch die Bewertungsgruppe 
begrüßt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;b&gt;Bauliche Entwicklung und IT-Infrastruktur:&lt;/b&gt; 
Die Entwicklung der notwendigen baulichen Infrastruktur ist nach 
Einschätzung der Bewertungsgruppe von höchster Relevanz. Die 
Bewertungsgruppe betrachtet die Umsetzung in Anbetracht des 
Gesamtzeitplans als zeitkritisch. Sie unterstreicht die Bedeutung eines 
gemeinsam getragenen IT-Gesamtkonzepts, einschließlich der im 
Kooperationsvertrag vereinbarten technischen Kooperationsplattform, 
sieht sich angesichts des noch frühen Status der Planungen aber nicht in
 der Lage, eine fundierte Einschätzung abzugeben.&lt;br&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;b&gt;Gleichstellung: &lt;/b&gt;Die
 Gutachter*innen stellen die universitätsweite Gleichstellungsstrategie 
positiv heraus, entlang der die Personalrekrutierung für die 
Medizinische Fakultät ausgerichtet ist. Die Bewertungsgruppe begrüßt in 
diesem Zusammenhang das angestrebte Ziel der Erhöhung des Frauenanteils 
unter den nicht-klinischen Professuren. Ebenso wird begrüßt, dass über 
die Definition von Zielvereinbarungen im Rahmen der 
Kooperationsgespräche eine Erhöhung des Frauenanteils auch unter den 
klinischen Professuren angestrebt wird.&lt;br&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;b&gt;Translation und Transfer:&lt;/b&gt;
 Die Bewertungsgruppe nimmt den umfassenden Begriff von translationaler 
Medizinforschung – also die schnelle und effiziente Umsetzung 
präklinischer Forschungsergebnisse in die klinische Entwicklung und 
Krankenversorgung –&amp;nbsp;&amp;nbsp; positiv zur Kenntnis. Sie begrüßt die Planung von 
Forschungsflächen für Translationprojekte im Bauprogramm der 
Medizinischen Fakultät im Rahmen des zu gründenden Bielefeld Center for 
Translational Medicine.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Wissenschaftsrat ist das höchste 
wissenschaftspolitische Beratungsgremium in Deutschland. Seine 
Empfehlungen dienen als Richtlinien für politische Entwicklungen des 
Wissenschaftssystems, sie sind jedoch nicht rechtlich bindend.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;br&gt;&lt;/b&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Link zur &lt;a href=&quot;https://www.wissenschaftsrat.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/PM_2019/pm_2119.html&quot;&gt;Pressemitteilung&lt;/a&gt; des Wissenschaftsrates zur übergreifenden Stellungnahme für Nordrhein-Westfalen&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Link zur &lt;a href=&quot;https://www.wissenschaftsrat.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/PM_2019/pm_2919.html&quot;&gt;Pressemitteilung des Wissenschaftsrates zur Medizinischen Fakultät OWL&lt;/a&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Link zur &lt;a href=&quot;https://www.mkw.nrw/presse/gutachten-wissenschaftsrat-hochschulmedizin&quot;&gt;Pressemitteilung des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft NRW&lt;/a&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/resource/2019-10-30_Medizinische_Fakultaet_korr.pdf&quot;&gt;Übersicht &lt;/a&gt;zur Medizinischen Fakultät OWL: Studium, Forschung, Meilensteine und Bau&lt;b&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/vorausschauende_datenbrille_f%C3%BCr_montage_und</guid>
      <title>Vorausschauende Datenbrille für Montage und Logistik</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/vorausschauende_datenbrille_f%C3%BCr_montage_und</link>
      <pubDate>Mon, 5 Aug 2019 12:10:56 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell</handle>
      <name>uni.aktuell-Archiv</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>fo</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Universität und Fachhochschule kooperieren für Projekt „Avikom“ mit acht regionalen Partnern&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=113847&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=113847&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

Das neue Forschungsprojekt „Avikom“ entwickelt ein intelligentes 
audiovisuelles Assistenzsystem für Beschäftigte in Montage und Logistik.
 Das System soll Beschäftigte künftig mit Handlungshinweisen über 
visuelle Einblendung und Sprache unterstützen und kann so auch bei 
Anlernprozessen assistieren. Die Datenbrille mit speziellem Headset 
liefert Informatio-nen genau dann, wenn sie gebraucht werden. Die 
Universität Bielefeld und die Fachhochschule Bielefeld kooperieren für 
das Projekt mit vier regionalen Unternehmen, den v. Bodelschwinghschen 
Stiftungen Bethel, der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu 
Biele-feld und zwei Branchenvereinen. Das Bundesministerium für Bildung 
und Forschung und der Europäische Sozialfonds (ESF) fördern die neue 
Forschung bis April 2022. Insgesamt werden 2,4 Millionen Euro für das 
Projekt aufgewendet.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Universität und Fachhochschule kooperieren für Projekt „Avikom“ mit acht regionalen Partnern&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das
 neue Forschungsprojekt „Avikom“ entwickelt ein intelligentes 
audiovisuelles Assistenzsystem für Beschäftigte in Montage und Logistik.
 Das System soll Beschäftigte künftig mit Handlungshinweisen über 
visuelle Einblendung und Sprache unterstützen und kann so auch bei 
Anlernprozessen assistieren. Die Datenbrille mit speziellem Headset 
liefert Informationen genau dann, wenn sie gebraucht werden. Die 
Universität Bielefeld und die Fachhochschule Bielefeld kooperieren für 
das Projekt mit vier regionalen Unternehmen, den v. Bodelschwinghschen 
Stiftungen Bethel, der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu 
Bielefeld und zwei Branchenvereinen. Das Bundesministerium für Bildung 
und Forschung und der Europäische Sozialfonds (ESF) fördern die neue 
Forschung bis April 2022. Insgesamt werden 2,4 Millionen Euro für das 
Projekt aufgewendet.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=113847&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Der Kognitionspsychologe Prof. Dr. Thomas Schack vom Exzellenzcluster CITEC koordiniert das neue Projekt zur vorausschauenden Datenbrille. Foto: CITEC/Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=113847&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Der
 Kognitionspsychologe Prof. Dr. Thomas Schack vom Exzellenzcluster CITEC
 koordiniert das neue Projekt zur vorausschauenden Datenbrille. Foto: 
CITEC/Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

„In modernen Montage- und Logistikprozessen werden auch heute noch 
wesentliche Arbeiten von Hand erledigt. Das neue System soll bei solchen
 Tätigkeiten assistieren“, sagt Professor Dr. Thomas Schack, der die 
Forschungsgruppe „Neurokognition und Bewegung – Biomechanik“ der 
Universität Bielefeld leitet. Schack koordiniert das Projekt Avikom. 
Seine Gruppe gehört zur Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft 
und ist am Exzellenzcluster CITEC beteiligt. „Heutzutage werden oftmals 
individuell angepasste Produkte in Auftrag gegeben, die dann als 
Sonderanfertigungen und Kleinserien hergestellt werden. Beschäftigte in 
der Montage müssen dafür von Produkt zu Produkt unterschiedliche Abläufe
 beherrschen. Bislang erhalten sie die Anleitungen dafür häufig als 
Printdokumente und haben so nur eine Hand für die Montage frei. Das ist 
umständlich und unproduktiv, weil sie sich sowohl auf das Ablesen als 
auf die Montage konzentrieren müssen. Die Avikom-Brille dagegen gibt 
vorausschauende und individuell zugeschnittene Unterstützung.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Kognitives und mobiles Assistenzsystem&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Die
 Avikom-Brille arbeitet mit Augmented Reality (erweiterter Realität) und
 blendet im Sichtfeld Zusatzinformationen ein. Zudem kombinieren die 
Forschenden sie mit einem intelligenten Kopfhörer mit Mikrofon (Headset 
for Augmented Auditive Reality, HEA²R), entwickelt von einem 
Gründungs-projekt des Instituts für Systemdynamik und Mechatronik (ISyM)
 der Fachhochschule Bielefeld. Darüber kann das Avikom-System ähnlich 
wie ein Navigationssystem mit der Nutzerin oder dem Nutzer sprechen. 
„Auch können sich Beschäftigte in lauten Produktionszonen über das Gerät
 miteinander unterhalten, ohne dass sie der Umgebungslärm stört“, sagt 
Professor Dr. Joachim Waßmuth vom ISyM. „Dafür ist das System mit einem 
intelligenten Verfahren zur Störschallunterdrückung ausgestattet“.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Avikom
 steht für: Audiovisuelle Unterstützung durch ein kognitives und mobiles
 Assistenzsystem. „Das Besondere an unserem Assistenzsystem ist, dass es
 nicht einfach Handlungsanweisungen vorgibt. Es kennt die nutzende 
Person, erfasst die aktuelle Situation, erkennt also eigenständig 
Objekte und Handlungsschritte und richtet seine Unterstützung danach 
aus“, sagt Thomas Schack. Damit sich das System auf die jeweiligen 
Nutzerinnen und Nutzer einstellen kann, werden die Fertigkeiten der 
Beschäftigten vorab über eine softwarebasierte Diagnostik erfasst. Die 
Software soll so vorausschauend diagnostizieren, welche Schwierigkeiten 
die Personen bei unterschiedlichen Arbeitsprozessen haben. Auf dieser 
Basis können über das System individualisierte Hinweise gegeben werden, 
um die Beschäftigten gezielt und motivierend zu unterstützen. „Damit 
bietet die Avikom-Brille eine ausgezeichnete Möglichkeit, technische 
Unterstützung an die Bedürfnisse der Beschäftigten individuell 
anzupassen“, sagt Professor Dr. Günter Maier von der Fakultät für 
Psychologie und Sportwissenschaft. Er ist mit seiner Forschungsgruppe 
„Arbeits- und Organisationspsychologie“ an dem Projekt beteiligt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Anwendungsszenarien&lt;br&gt;&lt;/b&gt;In
 dem neuen Projekt erforschen die Wissenschaftlerinnen und 
Wissenschaftler Anwendungsszenarien, die von den vier am Projekt 
beteiligten Unternehmen kommen. Die Tests des Systems laufen mit 
Beschäftigten in den Unternehmen. &lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Avikom kommt etwa in Frage, 
um Ausbilderinnen und Ausbilder zu entlasten. So könnten Auszubildende 
sich mit der Datenbrille als Assistenzsystem mit Abläufen in der 
Werkhalle vertraut machen. &lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Ein weiteres Anwendungsbeispiel ist 
die Fernunterstützung bei der Reparatur von Maschinen. So kann ein 
Mechaniker, dem Spezialwissen für eine Reparatur fehlt, sich über die 
Datenbrille von einer Expertin unterstützen lassen. Die Expertin muss 
nicht anreisen, sondern sieht gewissermaßen durch die Brille des 
Mechanikers, kann über den Kopfhörer kommentieren und kann Hinweise 
einblenden. Sie kann zum Beispiel einen Pfeil auf eine mögliche 
Fehlerkomponente setzen. &lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; In der Lagerlogistik kann die Brille 
zum Beispiel dafür sorgen, dass die Beschäftigten keine ausgedruckten 
Aufträge mehr benötigen, sondern eingeblendet oder angesagt bekommen, 
welche Waren zusammengestellt werden müssen. Die Brille kann 
Beschäftigte durch das Warenlager zu den jeweiligen Artikeln navigieren,
 sodass sie nicht immer wieder zum Zentralrechner zurückgehen müssen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=124189&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Der Vorgänger der Avikom-Brille kann zum Beispiel Beschäftigte in Werkstätten für Menschen mit Behinderung bei der Montage von Vogelhäuschen unterstützen. Foto: CITEC/Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=124189&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Der
 Vorgänger der Avikom-Brille kann zum Beispiel Beschäftigte in 
Werkstätten für Menschen mit Behinderung bei der Montage von 
Vogelhäuschen unterstützen. Foto: CITEC/Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;b&gt;Die Vorgängerprojekte&lt;br&gt;&lt;/b&gt;Avikom führt die Forschungsarbeit aus 
drei vorangegangenen Projekten zusammen. So baut es auf den Ergebnissen 
des Forschungsprojekts „Adamaas“ auf. Über drei Jahre entwickelten 
Forschende des Exzellenzclusters CITEC eine Datenbrille, um vor allem 
älteren und kognitiv beeinträchtigten Menschen den Alltag zu 
erleichtern. Die Brille kann zum Beispiel dabei helfen, einen digitalen 
Kaffeeautomaten zu bedienen. Auch kann sie in einer Werkstatt für 
Menschen mit Behinderung die Montage eines Vogelhäuschens unterstützen. 
Adamaas wurde 2018 im Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land
 der Ideen“ gewürdigt. Avikom greift darüber hinaus auf das im 
EXIST-Förderprojekt HEA²R entwickelte intelligente Headset zurück. Mit 
Blick auf psychologische Arbeitsgestaltung knüpft das Projekt an die 
Ergebnisse des Projekts „Arbeit 4.0 – Lösungen für die Arbeitswelt der 
Zukunft“ an. Dieses Projekt untersuchte, wie sich die digitale 
Transformation auf die Arbeitswelt und die Beschäftigten in kleinen und 
mittelständischen Unternehmen auswirkt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Die Partner&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Mit
 einem Auftakttreffen im CITEC hat jetzt die Arbeit im Projekt Avikom 
begonnen. An dem Projekt sind außer den zwei Forschungsgruppen der 
Universität Bielefeld beteiligt: das Institut für Systemdynamik und 
Mechatronik der Fachhochschule Bielefeld, die Unternehmen Euscher und 
Dreckshage (beide aus Bielefeld), Fischer Panda (Paderborn) und MIT 
Systemarmaturen (Vlotho). Assoziierte Transferpartner sind die v. 
Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel, die Industrie- und Handelskammer 
Ostwestfalen zu Bielefeld, das Bildungswerk der 
ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft (BOW) und das Netzwerk OWL 
Maschinenbau (alle in Bielefeld).&lt;br&gt;&lt;b&gt;&lt;br&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Avikom-Projektsteckbrief: &lt;a href=&quot;https://bit.ly/2Y2PTkT&quot;&gt;https://bit.ly/2Y2PTkT&lt;/a&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Zum Projekt Adamaas: „Ausgezeichnete Brille unterstützt beim Bauen und Backen“ (Pressemit-teilung vom 04.06.2018): &lt;a href=&quot;https://bit.ly/2xD9NpG&quot;&gt;https://bit.ly/2xD9NpG&lt;/a&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Zum Projekt „Arbeit 4.0 – Lösungen für die Arbeitswelt der Zukunft“: &lt;a href=&quot;https://bit.ly/2xD9NpG&quot;&gt;https://bit.ly/2YwXp2G &lt;/a&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Zum Projekt HEA2R: https://www.hea2r.com/&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Kontakt:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Prof. Dr. Thomas Schack, Universität Bielefeld,&lt;br&gt;Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC)&lt;br&gt;Telefon: 0521/106-6432, E-Mail: thomas.schack@uni-bielefeld.de&amp;nbsp;</description>    </item>
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      <title>Deutschlandfinale beim FameLab: Zweiter Platz für Bielefelderin</title>
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      <pubDate>Tue, 7 May 2019 11:43:45 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
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          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Begeisterndes FameLab-Finale in Bielefeld vor 1.200 Zuschauern &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zehn
 junge Forscherinnen und Forscher aus ganz Deutschland haben gestern 
(06.05.2019) in Bielefeld um die Krone beim Wissenschaftswettbewerb 
FameLab Germany gekämpft. Und es war ein großer Abend vor 1.200 
Zuschauerinnen und Zuschauern in der Rudolf-Oetker-Halle: Thora Schubert
 von der RWTH Aachen überzeugte schließlich Jury und Publikum mit ihrem 
Auftritt zu „Carbon Capture and Storage“. Sie tritt nun für Deutschland 
beim FameLab-Weltfinale während des Cheltenham Festivals in 
Großbritannien (4. bis 9. Juni) an.</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Begeisterndes FameLab-Finale in Bielefeld vor 1.200 Zuschauern &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Zehn junge Forscherinnen und Forscher aus ganz Deutschland haben gestern (06.05.2019) in Bielefeld um die Krone beim Wissenschaftswettbewerb FameLab Germany gekämpft. Und es war ein großer Abend vor 1.200 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Rudolf-Oetker-Halle: Thora Schubert von der RWTH Aachen überzeugte schließlich Jury und Publikum mit ihrem Auftritt zu „Carbon Capture and Storage“. Sie tritt nun für Deutschland beim FameLab-Weltfinale während des Cheltenham Festivals in Großbritannien (4. bis 9. Juni) an. Den zweiten Platz holte sich Valerie Vaquet von der Universität Bielefeld.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=123049&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Die Finalistinnen und Finalisten des FameLab Germany-Entscheids inklusive der Bielefelder Studierenden: Valerie Vaquet (4. v. l.) und Alexander Schulze (5. v. l., hinten). Foto: Bielefeld Marketing / Sarah Jonek&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=123049&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Die Finalistinnen und Finalisten des FameLab Germany-Entscheids inklusive der Bielefelder Studierenden: Valerie Vaquet (4. v. l.) und Alexander Schulze (5. v. l., hinten). Foto: Bielefeld Marketing / Sarah Jonek&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Sie fragte das Publikum: „Kann künstliche Intelligenz kreativ sein?“ Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf der Bühne gelang es, komplexe Fragestellungen unterhaltsam für ein Laienpublikum herunter zu brechen. Dafür hat jeder auf der FameLab-Bühne nur drei Minuten Zeit. Diesmal reichten die Themen von essbaren Mikroalgen bis zur Zukunft von Plastik. Die Bielefelder Universität hatte übrigens sogar zwei Vertreter unter den Teilnehmenden: Alexander Schulze, Student im Bereich Molekulare Biotechnologie, stand ebenfalls auf der Bühne. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Der British Council richtet FameLabs weltweit in 35 Ländern aus. Bielefeld Marketing organisiert den deutschen Wettbewerb seit 2011. Das Finale in Bielefeld ist nach dem Entscheid in Ägypten das zweitgrößte Event in der globalen Reihe.&lt;br&gt;&lt;br&gt;</description>    </item>
    <item>
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      <title>ZiF-Tagung: Wenn der Hass spricht</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/wenn_der_hass_spricht</link>
      <pubDate>Tue, 7 May 2019 10:10:40 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell</handle>
      <name>uni.aktuell-Archiv</name>
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          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Tagung am Zentrum für interdisziplinäre Forschung vom 13. bis 15. Mai&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Feindselige
 Einstellungen gegenüber einzelnen Bevölkerungsgruppen sind kein neues 
Phänomen und haben auch in der Wissenschaft schon viel Aufmerksamkeit 
gefunden. Mit den sozialen Medien hat das Phänomen „Hate Speech“ - also 
Hassrede - jedoch eine neue Dimension erreicht. Die Tagung „Wenn Hass 
spricht – Theoretische und empirische Annäherungen an das 
interdisziplinäre Phänomen Hate Speech“, die vom 13. bis zum 15. Mai 
stattfindet, bringt erstmals Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 
zusammen, die sich in verschiedenen Disziplinen mit diesem Phänomen 
befassen. Gemeinsam wollen sie ihre Forschung auf eine neue Basis 
stellen.</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Tagung vom 13. bis 15. Mai&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Feindselige
 Einstellungen gegenüber einzelnen Bevölkerungsgruppen sind kein neues 
Phänomen und haben auch in der Wissenschaft schon viel Aufmerksamkeit 
gefunden. Mit den sozialen Medien hat das Phänomen „Hate Speech“ - also 
Hassrede - jedoch eine neue Dimension erreicht. Die Tagung „Wenn Hass 
spricht – Theoretische und empirische Annäherungen an das 
interdisziplinäre Phänomen Hate Speech“, die vom 13. bis zum 15. Mai 
stattfindet, bringt erstmals Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler 
zusammen, die sich in verschiedenen Disziplinen mit diesem Phänomen 
befassen. Gemeinsam wollen sie ihre Forschung auf eine neue Basis 
stellen. &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Bislang stehen die meisten Ansätze, etwa 
Forschungen zu Vorurteilen, Diskriminierung oder gruppenbezogener 
Menschenfeindlichkeit, eher unverbunden nebeneinander. „Ganz 
unterschiedliche Disziplinen haben sich in den vergangenen Jahren dem 
Phänomen Hate Speech genähert und jeweils eigene Zugänge entwickelt. 
Jetzt ist es an der Zeit, sie zusammenzubringen, um die jeweiligen 
Fragestellungen, Methoden, Begriffe und Theorien zu diskutieren und 
Kooperationsmöglichkeiten zu prüfen“, so der Konflikt- und 
Gewaltforscher Professor Dr. Andreas Zick von der Universität 
Bielefeld, der Jugendforscher Dr. Sebastian Wachs von der Universität 
Potsdam und die Bielefelder Schulforscherin Professorin Dr. Barbara 
Koch-Priewe, die gemeinsam die Tagung leiten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Was genau ist Hate 
Speech, wie verbreitet ist das Phänomen, wie kann es gemessen werden, 
was sind seine Ursachen, in welchen Kreisen entsteht es und über welche 
Medien verbreitet es sich? Um diese Fragen zu beantworten, ist die 
historische Perspektive ebenso wichtig wie die psychologische, die 
juristische, die politische und die kulturelle. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Historikerin
 Professorin Dr. Ute Frevert wird die Tagung mit der Frage „Seit wann 
spricht Hass?“ eröffnen. In weiteren Vorträgen werden dann die sozialen 
Medien beleuchtet und affekt-, aggressions- und 
sozialpsychologische, literaturwissenschaftliche und linguistische 
Aspekte und die Perspektive der Mediensoziologie Aspekte thematisiert. 
Schule und Unterricht sind ebenso Thema wie die Frage, die Andreas Zick 
im seinem Abschlussvortrag thematisieren wird: „Wie wird aus Hass 
Gewalt?“&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen: &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/(de)/ZiF/AG/2019/05-13-Koch.html&quot;&gt;https://www.uni-bielefeld.de/(de)/ZiF/AG/2019/05-13-Koch.html &lt;/a&gt;&lt;br&gt;</description>    </item>
    <item>
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      <title>Wie das Gehirn Sinnesreize kombiniert</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/wie_das_gehirn_sinnesreize_kombiniert</link>
      <pubDate>Tue, 30 Apr 2019 09:14:56 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell</handle>
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          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Bielefelder Forschende mit Studie zu Flexibilität der Sinneswahrnehmung&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=118751&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Prof. Dr. Christoph Kayser&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=118751&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Hören, Sehen, Tasten – unser Gehirn erfasst ganz verschiedene Sinnesreize und verknüpft sie miteinander. Dabei hat das Gehirn eine Art eingebaute Filterfunktion: Kombiniert werden Sinneseindrücke nur dann, wenn es für die aktuelle Aufgabe erforderlich und sinnvoll ist. Diese Flexibilität der Wahrnehmung haben Forschende der Universität Bielefeld, der University of Oxford (Großbritannien) und der Aix-Marseille Université (Frankreich) untersucht. Ihre Studie erschien gestern (29.04.2019) in der Zeitschrift „Neuron“. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen darin, wo im Gehirn Sinnesreize kombiniert werden und in welchem Hirnareal sich Flexibilität verorten lässt. Aus Bielefeld sind Professor Dr. Christoph Kayser und Dr. Hame Park vom Exzellenzcluster CITEC an der Studie beteiligt.</atom:summary>          <description>&lt;strong&gt;
Bielefelder Forschende mit Studie zu Flexibilität der Sinneswahrnehmung&lt;br&gt;&lt;br&gt;Hören, Sehen, Tasten – unser Gehirn erfasst ganz verschiedene Sinnesreize und verknüpft sie miteinander. Dabei hat das Gehirn eine Art eingebaute Filterfunktion: Kombiniert werden Sinneseindrücke nur dann, wenn es für die aktuelle Aufgabe erforderlich und sinnvoll ist. Diese Flexibilität der Wahrnehmung haben Forschende der Universität Bielefeld, der University of Oxford (Großbritannien) und der Aix-Marseille Université (Frankreich) untersucht. Ihre Studie erschien gestern (29.04.2019) in der Zeitschrift „Neuron“. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen darin, wo im Gehirn Sinnesreize kombiniert werden und in welchem Hirnareal sich Flexibilität verorten lässt. Aus Bielefeld sind Professor Dr. Christoph Kayser und Dr. Hame Park vom Exzellenzcluster CITEC an der Studie beteiligt.&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=115390&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Prof. Dr. Christoph Kayser. Foto: CITEC/ Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=115390&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Prof. Dr. Christoph Kayser. Foto: CITEC/ Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Uns interessiert, wie das Gehirn Sinnesreize verarbeitet“, sagt Kayser, der die Forschungsgruppe „Kognitive Neurowissenschaften“ leitet. In seiner Forschung beschäftigt er sich mit multisensorischer Integration, also der Kombination verschiedener Sinnesinformationen. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn man einen Film schaut: Hier hört man, wie die Figuren miteinander sprechen, und sieht gleichzeitig ihre Lippenbewegungen. Es ist jedoch nicht immer sinnvoll, dass auditive und visuelle Informationen automatisch im Gehirn kombiniert werden, etwa wenn ein fremdsprachiger Film synchronisiert ist und die Lippenbewegungen nicht zum Ton passen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;In ihrer Studie haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforscht, in welchen Bereichen des Gehirns Sinnesreize flexibel integriert werden. Dazu haben sie drei mögliche Modelle getestet. Während verschiedene Sinnesreize im ersten Modell komplett getrennt verarbeitet werden, werden sie im zweiten Modell automatisch kombiniert. Die dritte Variante ist schließlich das Modell der „kausalen Inferenz“: Verschiedene Sinnesreize werden nur dann kombiniert, wenn sie nicht räumlich oder zeitlich voneinander entfernt sind. Hört man zum Beispiel immer einen Ton und sieht gleichzeitig ein Bild, kombiniert das Gehirn die Informationen. Tauchen Ton und Bild jedoch zusammen auf, obwohl sie vorher getrennt waren, werden sie nicht kombiniert. „Im Modell der kausalen Inferenz schließt das Gehirn also auf eine mögliche gemeinsame Quelle der Sinnesreize. Sinnesreize werden nicht einfach automatisch integriert, sondern nur, wenn sie eine gemeinsame Quelle haben“, sagt Kayser.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122949&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Illustration der Verarbeitung von Sinnesreizen im Gehirn: Auf der niedrigsten Stufe werden die Reize getrennt verarbeitet (blau) und dann im Parietallappen automatisch kombiniert (pink), Flexibilität wird erst auf einer höheren Verarbeitungsstufe im Frontallappen verortet (rot).&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122949&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Illustration der Verarbeitung von Sinnesreizen im Gehirn: Auf der niedrigsten Stufe werden die Reize getrennt verarbeitet (blau) und dann im Parietallappen automatisch kombiniert (pink), Flexibilität wird erst auf einer höheren Verarbeitungsstufe im Frontallappen verortet (rot). Foto: Universität Bielefeld, C. Kayser&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Um die drei Modelle zu testen, wurden Testpersonen mit Licht- und Tonreizen konfrontiert. Licht und Ton tauchten dabei manchmal gleichzeitig auf, manchmal mit unterschiedlichen Häufigkeiten. Währenddessen zeichneten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Hirnaktivität der Testpersonen mithilfe einer Magnetenzephalographie (MEG) auf. Das Ergebnis: Die drei Modelle passen jeweils zu unterschiedlichen Bereichen des Gehirns und damit auch zu unterschiedlichen Stufen der Verarbeitung. Auf der niedrigsten Stufe werden die Informationen getrennt in der Seh- und der Hörrinde abgebildet. Danach werden sie im Parietallappen – das ist der obere Teil des Gehirns – automatisch kombiniert. Erst auf einer höheren Verarbeitungsstufe liest das Gehirn die Informationen aus den vorherigen Stufen aus und filtert bei Bedarf störende Sinnesreize. Diese Flexibilität in der Wahrnehmung wird in speziellen Arealen des Frontallappens verortet, die für abstraktere Denkprozesse zuständig sind. „Auf der Ebene des Verhaltens weiß man schon länger, wie Menschen mit verschiedenen Sinnesinformationen umgehen. Mit unserer Studie können wir erstmals zeigen, wie und wo das Gehirn solche Informationen verarbeitet“, sagt Kayser.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Ergebnisse der Studie können in verschiedenen weiteren Forschungsbereichen genutzt werden. Sie sind zum Beispiel hilfreich für die Erforschung des abstrakten Denkens, weil dort Flexibilität und kausale Zusammenhänge eine wichtige Rolle spielen. „Wie das Gehirn Sinnesinformationen verarbeitet, ist zudem für technische Anwendungen relevant, etwa bei der Interaktion zwischen Mensch und Maschine“, sagt Kayser. Damit befassen sich seine Kolleginnen und Kollegen im Bielefelder Exzellenzcluster CITEC. Und schließlich sind die Studienergebnisse im klinischen Kontext von Bedeutung. Dort können sie helfen, Krankheiten wie Autismus besser zu verstehen, bei denen Menschen Schwierigkeiten haben, Sinnesinformationen richtig zu verarbeiten. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Kayser ist Biologe und Mathematiker und hat im Jahr 2017 die Professur für Kognitive Neurowissenschaft an der Universität Bielefeld übernommen. 2015 wurde er mit einem „Consolidator Grant“ des Europäischen Forschungsrats (European Research Council, ERC) ausgezeichnet, die Förderung läuft bis 2020. Mit der Auszeichnung unterstützt der Forschungsrat vielversprechende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Beginn einer unabhängigen Karriere.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Originalveröffentlichung:&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Yinan Cao, Christopher Summerfield, Hame Park, Bruno Lucio Giordano, Christoph Kayser: Causal Inference in the Multisensory Brain.  Neuron, &lt;a href=&quot;https://doi.org/10.1016/j.neuron.2019.03.043&quot;&gt;https://doi.org/10.1016/j.neuron.2019.03.043&lt;/a&gt;, erschienen am 29. April 2019. Reprint in BioRxiv, &lt;a href=&quot;https://doi.org/10.1101/500413&quot;&gt;https://doi.org/10.1101/500413&lt;/a&gt;.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Weitere Informationen:&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;Pressemitteilung: „Spezialist für die Fusion der Sinne“ (27.10.2017), Link: https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/spezialist_für_die_fusion_der &amp;nbsp;</description>    </item>
    <item>
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      <title>Verlorene Mitte - Feindselige Zustände</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/neue_mitte_studie_zur_verbreitung</link>
      <pubDate>Thu, 25 Apr 2019 11:25:30 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell</handle>
      <name>uni.aktuell-Archiv</name>
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          <atom:summary type="html">&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Mitte-Studie zur Verbreitung von rechtsextremen, menschenfeindlichen und weiteren antidemokratischen Meinungen in der Gesellschaft&amp;nbsp;&lt;/b&gt; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine neue Mitte-Studie zur Verbreitung
 von rechtsextremen, menschenfeindlichen und weiteren antidemokratischen
 Meinungen in der Gesellschaft vorgelegt. Dazu hat ein Forschungsteam 
des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der 
Universität Bielefeld (IKG) eine wissenschaftliche Umfrage unter 1.890 
repräsentativ ausgewählten Deutschen durchgeführt. Die Studienreihe gibt
 durch die Analyse der Verbreitung und Zusammenhänge von Meinungen 
Auskunft über die Stabilität und Instabilität der Demokratie. Die 
aktuellen Ergebnisse machen deutlich: Der Großteil der Deutschen 
befürwortet die Demokratie, begrüßt die Vielfalt der Gesellschaft und 
fordert eine Stärkung der EU. Doch zugleich äußert ein Drittel auch 
nicht-liberale Einstellungen zur Demokratie, stellt gleiche Rechte für 
alle infrage. Dabei ist die Zustimmung zu menschenfeindlichen 
Vorurteilen in denen letzten fünf Jahren nahezu unverändert. Das gilt 
vor allem für Abwertungen gegenüber Zugewanderten, Muslim_innen und für 
Antisemitismus, die seit 2014 hoch sind. 



&lt;/p&gt;</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Neue Mitte-Studie zur Verbreitung von rechtsextremen, menschenfeindlichen und weiteren antidemokratischen Meinungen in der Gesellschaft &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;b&gt;Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat eine neue Mitte-Studie zur Verbreitung von rechtsextremen, menschenfeindlichen und weiteren antidemokratischen Meinungen in der Gesellschaft vorgelegt. Dazu hat ein Forschungsteam des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld (IKG) eine wissenschaftliche Umfrage unter 1.890 repräsentativ ausgewählten Deutschen durchgeführt. Die Studienreihe gibt durch die Analyse der Verbreitung und Zusammenhänge von Meinungen Auskunft über die Stabilität und Instabilität der Demokratie. Die aktuellen Ergebnisse machen deutlich: Der Großteil der Deutschen befürwortet die Demokratie, begrüßt die Vielfalt der Gesellschaft und fordert eine Stärkung der EU. Doch zugleich äußert ein Drittel auch nicht-liberale Einstellungen zur Demokratie, stellt gleiche Rechte für alle infrage. Dabei ist die Zustimmung zu menschenfeindlichen Vorurteilen in denen letzten fünf Jahren nahezu unverändert. Das gilt vor allem für Abwertungen gegenüber Zugewanderten, Muslim_innen und für Antisemitismus, die seit 2014 hoch sind. &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;



Negative Einstellungen gegenüber Asylsuchenden haben sogar zugenommen: Jede zweite befragte Person stimmt negativen Meinungen gegenüber Asylsuchenden zu. Dies ist noch einmal im Vergleich zu 2016 angestiegen, obwohl die Zahl der Asylsuchenden im Befragungszeitraum rückläufig ist. Hingegen sind Sexismus, die Abwertung homosexueller und wohnungsloser Menschen eher rückläufig. Auch Verschwörungsmythen finden generell in der Bevölkerung großen Zuspruch. 46 Prozent meinen, geheime Organisationen würden politische Entscheidungen beeinflussen, und jede_r zweite Befragte traut eher den eigenen Gefühlen als Expert_innen, nahezu ein Viertel der Befragten mutmaßt, Medien und Politik steckten unter einer Decke. Mit Blick auf die politischen Orientierungen der Befragten bestätigt sich ein Trend: Wie in den Vorjahren neigen potenzielle Wähler_innen der AfD auffallend häufig zu menschenfeindlichen, rechtspopulistischen und rechtsextremen Einstellungen. Insgesamt macht die Studie deutlich: Vordergründig findet sich eine hohe Zustimmung zur Demokratie, die aber zugleich von antidemokratischen und antipluralistischen Überzeugungen begleitet wird. Die Mitte verliert ihren festen Boden und ihre demokratische Orientierung.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Zusammenfassung der Ergebniss&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122269&quot;&gt;&amp;lt;img alt=&amp;quot;Prof. Dr. Andreas Zick &amp;lt;br&amp;gt;
Foto: Universität Bielefeld&amp;quot; src=&amp;quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122269&amp;quot; /&amp;gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Prof. Dr. Andreas Zick&lt;br&gt;Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;p&gt;

Ein Forschungsteam der Universität Bielefeld stellt die neue Mitte-Studie zu anti-demokratischen Einstellungen in der 



Bevölkerung vor, durchgeführt im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung. Befragt wurden 1.890 repräsentativ ausgewählte 



deutsche Staatsbürger_innen. Die Studie konzentriert sich auf Indikatoren für die Instabilität der Demokratie. „Wenn menschenfeindliche Vorurteile, rechtspopulistische wie rechtsextreme oder neurechte Einstellungen, der Glaube an Verschwörungen, Misstrauen und illiberale Demokratieeinstellungen, verbreitet sind, die Vorstellungen von Demokratie in Ost- und Westdeutschland auseinanderdriften, dann erleidet die Mitte der Gesellschaft Verluste und die Demokratie wird instabil“, erläutert Professor Dr. Andreas Zick, Direktor des Instituts in Bielefeld, das die Studie durchgeführt hat. Die Analyse dieser Einstellungen zeichnet einen gleichzeitig stabilen wie instabilen Zustand nach.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Rechtsextreme Einstellungen&lt;br&gt;&lt;/b&gt;Eindeutig und offen rechtsextreme Einstellungen werden zwar vom Großteil der Bevölkerung abgelehnt. Lediglich 2 bis 3 Prozent der Befragten äußern sich klar rechtsextrem – im Osten nicht mehr als im Westen. Hier gibt es im Westen kaum Veränderungen in den letzten fünf Jahren, im Osten sind die Zustimmungen nach einem auffälligen Anstieg in 2016 jetzt wieder auf dem niedrigen Ausgangsniveau. Besonders weit verbreitet ist mit insgesamt 13 Prozent die Zustimmung zum Nationalchauvinismus, ausgedrückt unter anderem. in der Aussage: „Das oberste Ziel der deutschen Politik sollte es sein, Deutschland die Macht und Geltung zu verschaffen, die ihm zusteht“, der immerhin 17 Prozent der Befragten zustimmen. Doch auch harter Sozialdarwinismus wird von einigen geteilt. Knapp 8 Prozent der befragten Deutschen sind der Ansicht: „Eigentlich sind die Deutschen anderen Völkern von Natur aus überlegen“, fast jeder 10. stimmt inzwischen der Aussage zu: „Es gibt wertvolles und unwertes Leben.“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. &lt;/b&gt;&lt;br&gt;Einerseits sind Sexismus, Vorurteile gegen Obdachlose und Menschen mit Behinderung gesunken.&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; Andererseits sind Abwertungen gegenüber diversen Bevölkerungsgruppen nach wie vor weit verbreitet. Jede zweite befragte Person neigt zur Abwertung von Asylsuchenden – dies sind mehr als noch in 2016, obgleich die Zahl der Asylsuchenden rückläufig ist. Weit verbreitet sind die Abwertung von Sinti und Roma (26 Prozent), fremdenfeindliche Einstellungen (19 Prozent) und muslimfeindliche Einstellungen (19 Prozent). Und auch der klassische Antisemitismus mit seinen Verschwörungsmythen ist mit fast 6 Prozent stabil verbreitet, modernen Formen des Antisemitismus, die sich auf Israel beziehen, stimmen erneut 24 Prozent der Befragten zu. Erneut fallen Wähler_innen der AfD durch eine deutlich häufigere Zustimmung zu menschenfeindlichen Einstellungen gegenüber diversen markierten Gruppen auf. Anders als noch in den Vorjahren, sind menschenfeindliche und auch rechtsextreme Einstellungen unter Gewerkschaftsangehörigen etwas weiter verbreitet als unter Befragten, die keiner Gewerkschaft angehören. 16 Prozent unter ihnen stimmen sogar rassistischen Einstellungen zu, was nur 9 Prozent der nicht-Gewerkschaftsmitglieder tun. Auffällig sind auch gestiegene Zustimmungen bei jüngeren Befragten. Die Jüngeren – bis dato weniger menschenfeindlich und rechtsextrem eingestellt als Ältere – ziehen bei einer Reihe von Abwertungen und Dimensionen rechtsextremer Einstellungen nach. Problematisch und destabilisierend sind solche Meinungen auch, weil sie mit einer höheren Gewaltbilligung und -bereitschaft, also einer Verrohung der Gesellschaft, überzufällig einhergehen. Die Studie zeigt, wie menschenfeindliche Vorurteile sich mit politischen Meinungen verbinden und eng mit rechtsradikalen Orientierungen zusammenhängen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Rechtspopulismus&lt;/b&gt; &lt;br&gt;Deutlicher weiter verbreitet als hart rechtsextreme sind die weicheren rechtspopulistischen Einstellungen. Jede fünfte befragte Person (21 Prozent) neigt ganz deutlich zu rechtspopulistischen Einstellungen, bei 42 Prozent lässt sich eine Tendenz dazu feststellen. Über die Bevölkerung hinweg hat die Verbreitung von rechtspopulistischen Einstellungen seit 2014 anders als vielleicht erwartet nicht zugenommen. Rechtspopulistische Einstellungen sind stabil und das heißt, sie sind in der Mitte normaler geworden. Viele Befragte stimmen für eine starke Demokratie und Vielfalt an Meinungen, andererseits stimmen sie aber auch rechtspopulistischen Meinungen zu, die nicht von Gleichwertigkeit und Vielfalt ausgehen. Rechtspopulistische Einstellungen werden durch Misstrauen in die Demokratie (unter 59 Prozent der Befragten verbreitet) und Zustimmung zu einem Law-and-Order-Autoritarismus (geteilt von 62 Prozent der Befragten) erhoben, zum anderen über die Abwertung von Eingewanderten, Muslim_innen, Asylsuchenden sowie Sinti und Roma.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Verschwörungsglauben&lt;br&gt;&lt;/b&gt;Neu erfasst hat die Studie die Zustimmung oder Ablehnung von Verschwörungsmentalitäten. „In Zeiten, in denen Nachrichten als ‚Fake News‘ abgetan und wissenschaftliche Erkenntnisse etwa zum Klimawandel offen infrage gestellt werden, gerät der Konsens darüber ins Wanken, worauf wir uns noch verlassen können oder wollen. Eine gesunde Skepsis gegenüber Autoritäten und Institutionen ist für eine Gesellschaft wichtig, aber wenn Verschwörungstheorien sogar Gewalt legitimieren, dann können sie den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Demokratie als solche gefährden“, meint Dr. Jonas Rees vom IKG. Verschwörungstheorien finden teilweise hohen Zuspruch. So meinen 46 Prozent der Befragten, es gäbe geheime Organisationen, die Einfluss auf politische Entscheidungen haben. Fast ein Viertel der Befragten meint, Medien und Politik steckten unter einer Decke, und jede zweite befragte Person gibt an, den eigenen Gefühlen mehr zu vertrauen als Expert_innen. Jene, die solchen Verschwörungsmythen glauben, sind zugleich misstrauischer gegenüber dem politischen System und sie zeigen eine höhere Gewaltbereitschaft gegen andere, zeigt die Studie.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Einstellungen zur Demokratie&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Solche Meinungen beflügeln weiterhin das Misstrauen in die Demokratie, welches weit in die Mitte der Gesellschaft hineinreicht. Die Studie zeigt, dass fast ein Drittel meint, die Demokratie führe eher zu faulen Kompromissen als zu sachgerechten Entscheidungen und im 70. Jahr nach Verabschiedung des Grundgesetzes ist mehr als ein Drittel gegen die Idee gleicher Rechte für alle, während gleichzeitig rund 86 Prozent es für unerlässlich halten, dass Deutschland demokratisch regiert wird und 93 Prozent der Ansicht sind, die Würde und Gleichheit aller sollte an erster Stelle stehen. Über ein Drittel fühlt sich jedoch von der Politik nicht vertreten und nimmt sich politisch machtlos wahr. „Wenn der Großteil der Befragten die Demokratie und ihre Werte befürwortet, ist das zunächst ein gutes Zeichen“, erläutert Wilhelm Berghan von der Universität Bielefeld. „Allerdings zeigt gleichzeitig die Hälfte der Befragten beispielsweise Menschenfeindlichkeit gegenüber Asylsuchenden und bis zu einem Drittel illiberale Demokratievorstellungen. Ein Teil der Bevölkerung wird den eigenen Werten nicht gerecht.“&lt;br&gt;Neue rechte Einstellungen. Deutlich mehr Zuspruch finden neurechte Einstellungen. Darin spiegelt sich ein Rechtsextremismus in zunächst harmloser erscheinenden Meinungen wider. Sie werden nicht mehr nur durch neurechte Gruppierungen wie die „Identitäre Bewegung“ verbreitet auf die Straße getragen, sondern dringen auch in Wahrnehmungen und Meinungen der Mitte ein und werden im Netz wie in der realen Welt verbreitet. Empirisch fließen rechtspopulistische, neurechte und rechtsextreme Einstellungen so eng zusammen, dass sie kaum mehr trennbar sind. Sie vertreten das Leitbild eines vorherrschenden einheitlichen „deutschen Volk“ und rufen zum Widerstand gegen Politik und Eliten auf. Gut ein Drittel der Befragten ist der Ansicht, „Die Regierung verschweigt der Bevölkerung die Wahrheit“ und knapp 22 Prozent meinen, „Die regierenden Parteien betrügen das Volk.“ Rund ein Drittel fordert Widerstand gegen die aktuelle Politik. Vor zwei Jahren lagen die Zustimmungen ähnlich hoch. Auch die Ansicht, es gäbe ein Meinungsdiktat in Deutschland (55 Prozent) oder Deutschland würde vom Islam unterwandert (25 Prozent), ist verbreitet. Rund ein Drittel (34 Prozent) meint, das deutsche Volk besäße eine unveränderliche Identität. Professorin Dr. Beate Küpper von der Hochschule Niederrhein und Ko-Autorin der Mitte-Studie sagt dazu: „Der offene, harte Rechtsextremismus wird durch moderne Formen abgelöst, darin steckt aber das alte völkische Denken. Das ist auf den ersten Blick nicht so leicht als rechtsextrem erkennbar, umso leichter lassen sich neurechte Varianten verbreiten, strategische Akteure nutzen dies.“&lt;br&gt;Ost-West-Unterschiede. Sie hat sich zusammen mit Franziska Schröter von der Friedrich-Ebert-Stiftung näher mit den Unterschieden zwischen Ost- und Westdeutschland beschäftigt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Befunde zeigen: Ost- und Westdeutsche unterscheiden sich nicht in ihrer geringen Zustimmung zu offen rechtsextremen Einstellungen. Doch eine weichere rechtspopulistische Orientierung ist im Osten weiter verbreitet als im Westen. Das gilt vor allem für die Komponente der Abwertung von „Fremden“ - d.h. Fremdenfeindlichkeit (West 18 Prozent, Ost 23 Prozent), die Abwertung von Muslim_innen (West 19 Prozent, Ost 26 Prozent) und von Asylsuchenden (West 51 Prozent, Ost 63 Prozent) sind im Osten der Republik besonders weit verbreitet, auch autoritäre Einstellungen finden unter ostdeutschen Befragten mehr Zustimmung (West 61 Prozent, Ost 67 Prozent). Erkennbar wird auch: Der Osten fühlt sich politisch machtloser als der Westen, und das Vertrauen in die Demokratie ist geringer. Vor allem aber ist das Gefühl der kollektiven Wut auf die Zuwanderung im Osten mit 52 Prozent deutlich höher als im Westen mit 44 Prozent. Das Gefühl, persönlich ungerecht behandelt zu werden, der wirtschaftlichen Benachteiligung und der politischen Orientierungslosigkeit gepaart mit Globalisierungsängsten, einer ausgeprägten Identität als Deutsche, bei gleichzeitig mangelnder Erfahrung von Kontakt und Austausch mit Eingewanderten erklären rechtspopulistische Orientierungen. „Das Leben in unterschiedlichen Systemen lässt sich nicht einfach wegwischen – Erfahrungen und Gefühle muss man ernst nehmen und zusammendenken. Doch entlässt dies bei allem Verständnis nicht aus der Verantwortung für die eigene politische Haltung. Wer dem vergifteten Angebot folgt, über die Abwertung der Anderen das eigene Selbstwertgefühl zu stärken, geht einen gefährlichen Weg. Vielmehr gilt es, sich sowohl den eigenen Erfahrungen wie auch der anspruchsvollen Aufgabe der Demokratie zu stellen“ meint Beate Küpper.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Studie zeichnet neben der Stabilität vieler antidemokratischer Einstellungen in der Mitte auch positive Entwicklungen, die nach Ansicht des Forschungsteams mehr Aufmerksamkeit verdienen. Zu den positiven Ergebnissen zählt eine starke zivilgesellschaftliche Orientierung. Mehr als 80 Prozent der Befragten finden es gut, wenn Menschen sich gegen die Hetze gegen Minderheiten einsetzen und sie fordern eine vielfältige Gesellschaft. Etwa 60 Prozent finden, der Rechtspopulismus bedrohe die Demokratie. Kurz vor der Europawahl spielen auch die Einstellungen der Mitte gegenüber Europa eine große Rolle, meinen die Forscher_innen. Dabei zeichnet die Studie ein positives Bild der Befragten zu Europa nach. Nur 17 Prozent der Befragten sind der Ansicht: »Deutschland wäre ohne die EU besser dran«. Aber 86 Prozent der Befragten fordern: »Der Zusammenhalt in der EU muss gestärkt werden.« Das sind 4 Prozent mehr als im Jahr 2016. Nur jede_r Zehnte teilt die Ansicht, Deutschland sei in den letzten Jahren zu weit nach links gerückt, ein Drittel meint im Gegenteil, Deutschland sei zu weit nach rechts gerückt, knapp 60 Prozent sagen »keines von beidem«.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Insgesamt zeichnet die Studie einerseits eine mehrheitlich demokratisch orientierte Gesellschaft, andererseits eine weitere Verhärtung von menschenfeindlichen und antidemokratischen Meinungen nach. Deutschlands Demokratie lebt von einer Mitte, die extreme Meinungen ausgleichen kann, konstatiert die Studie, die als Buch im Dietz-Verlag vorliegt. Darin wird am Ende herausgestellt, dass insbesondere neurechte Einstellungen, die den Glauben an ein „homogenes Volk“, Gefahren von Überfremdung wie auch Widerstand gegen Eliten, Medien und Politik behaupten, die Mitte schwächen. „Lippenbekenntnisse zur Demokratie werden nach der Studie nicht reichen“, meint Andreas Zick. Es brauche mehr Demokratiebildung, Arbeit gegen Vorurteile und weniger Verharmlosung von menschenfeindlichen und demokratiemissachtenden Meinungen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt; &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;Die Mitte-Studie verbindet die Langzeitstudie Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit des Instituts für Interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld, die seit dem Jahr 2002 – also seit nunmehr 16 Jahren – Vorurteile, Diskriminierungen und Abwertungen von Gruppen untersucht, mit der Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, die seit dem Jahr 2002 vor allem rechtsextreme Einstellungen in der Mitte der Gesellschaft untersucht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Datengrundlage der repräsentativen Umfrage 2018/19:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;• Telefonische Befragung (CATI) von 1.890 repräsentativ ausgewählten Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit; Befragungszeitraum: September 2018 bis Februar 2019&lt;br&gt;• Durchführung: Sozialwissenschaftliches Umfragezentrum GmbH, Duisburg&lt;br&gt;• Daten von insgesamt 986 (52,2 Prozent) Frauen und 904 (47,8 Prozent) Männern&lt;br&gt;• Alter der Befragten: 18 – 97 Jahre; Altersdurchschnitt: 51,4 Jahre&lt;br&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Pressekontakte:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Friedrich-Ebert-Stiftung: Franziska Schröter, Tel. (0173) 3294721, &lt;a href=&quot;mailto:franziska.schroeter@fes.de&quot;&gt;franziska.schroeter@fes.de,&lt;/a&gt;&amp;nbsp; Gaby Rotthaus, Tel. (030) 26935-7311, &lt;a href=&quot;mailto:gaby.rotthaus@fes.de&quot;&gt;gaby.rotthaus@fes.de,&lt;/a&gt; FES: Peter Donaiski, Tel. (030) 336935-7038, peter.donaiski@fes.de&lt;br&gt;&lt;br&gt;Weitere Informationen, Grafiken und Kontaktdaten:&lt;br&gt; &lt;a href=&quot;http://www.fes.de/mitte-studie&quot;&gt;www.fes.de/mitte-studie&lt;/a&gt;&lt;br&gt;Unser Hashtag: #MitteStudie


&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;sup&gt;1&lt;/sup&gt; In der Erhebung 2018/19 hat lediglich eine zufällig ausgewählte Hälfte
 der Befragten die Aussagen zur Gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit 
anhand eines mit den Vorjahren vergleichbaren Antwortformats 
beantwortet. Bei Vergleichen mit den Vorjahren werden daher nur diese 
Befragten berücksichtigt. Näheres zu dieser Methodik findet sich im 
Buch.&lt;br&gt;
&lt;/p&gt;</description>    </item>
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      <title>Wie Menschen gesundheitsbezogene Informationen verstehen</title>
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      <pubDate>Tue, 23 Apr 2019 11:17:22 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
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          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;
Zweites Symposium zur Gesundheitskompetenz an der Universität Bielefeld&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Für mehr als die Hälfte der Deutschen ist es schwierig, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden und angemessen mit gesundheitsrelevanten Informationen umzugehen. Das zweite internationale Symposium zur Gesundheitskompetenz soll eine Bestandsaufnahme der Forschung zu diesem Thema liefern und sich mit Herausforderungen beschäftigen, die sich in Praxis und Politik ergeben. Das Symposium findet am 2. und 3. Mai am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld statt. Es knüpft an den „Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz“ an, mit dem Gesundheitskompetenz in Deutschland gezielt gestärkt wird. Auf dem Symposium wird auch das neu gegründete Interdisziplinäre Zentrum für Gesundheitskompetenzforschung der Universität Bielefeld vorgestellt.</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;
Zweites Symposium zur Gesundheitskompetenz an der Universität Bielefeld&lt;br&gt;&lt;br&gt;Für mehr als die Hälfte der Deutschen ist es schwierig, sich im Gesundheitssystem zurechtzufinden und angemessen mit gesundheitsrelevanten Informationen umzugehen. Das zweite internationale Symposium zur Gesundheitskompetenz soll eine Bestandsaufnahme der Forschung zu diesem Thema liefern und sich mit Herausforderungen beschäftigen, die sich in Praxis und Politik ergeben. Das Symposium findet am 2. und 3. Mai am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld statt. Es knüpft an den „Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz“ an, mit dem Gesundheitskompetenz in Deutschland gezielt gestärkt wird. Auf dem Symposium wird auch das neu gegründete Interdisziplinäre Zentrum für Gesundheitskompetenzforschung der Universität Bielefeld vorgestellt.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Die Förderung von Gesundheitskompetenz ist eine Aufgabe für die gesamte Gesellschaft. Viele verschiedene Akteurinnen und Akteure müssen dafür zusammenarbeiten – zum Beispiel aus dem Bildungssystem und der Arbeitswelt, aber auch aus der Wissenschaft“, sagt Professorin Dr. Doris Schaeffer von der Fakultät für Gesundheitswissenschaften. Sie koordiniert die Tagung zusammen mit der Gesundheitswissenschaftlerin Dr. Eva-Maria Berens sowie den Erziehungswissenschaftlern Professor Dr. Ullrich Bauer und Orkan Okan. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Symposium bildet einen Beitrag zur internationalen Forschung zu Gesundheitskompetenz. „Grundlagenforschung ist wichtig, um eine geeignete Datenbasis zu schaffen. Erst wenn wir wissen, wie gut Menschen aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Regionen mit gesundheitsbezogenen Informationen umgehen, können daraus konkrete Strategien zur Verbesserung von Gesundheitskompetenz entwickelt werden“, sagt Professor Dr. Ullrich Bauer. Am ersten Tag der Konferenz wird es vor allem um eine Bestandsaufnahme der Forschung gehen – zum Beispiel um Studien, die sich speziell mit Menschen mit chronischen Krankheiten, älteren Menschen oder Menschen mit Migrationshintergrund befassen. Am zweiten Tag liegt der Schwerpunkt stärker auf praktischen und politischen Herausforderungen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Auf der Konferenz sind internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen zu Gast. „Die Erforschung von Gesundheitskompetenz gewinnt zunehmend an Relevanz, auch in Deutschland. Die Universität Bielefeld nimmt hier eine Vorreiterrolle ein“, sagt Schaeffer. Sowohl die Fakultät für Erziehungswissenschaft als auch die Fakultät für Gesundheitswissenschaften haben sich schon in mehreren Projekten mit dem Thema Gesundheitskompetenz beschäftigt. Daran anschließend entsteht nun an der Universität Bielefeld das Interdisziplinäre Zentrum für Gesundheitskompetenzforschung. Das Zentrum – eine Kooperation der beiden Fakultäten – wird auf dem Symposium vorgestellt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Bielefelder Symposium knüpft an Empfehlung 15 des „Nationalen Aktionsplans Gesundheitskompetenz“ an: „Die Forschung zur Gesundheitskompetenz ausbauen“. Der Aktionsplan umfasst 15 konkrete Empfehlungen, die darauf abzielen, sowohl das Gesundheitssystem nutzerfreundlicher zu gestalten als auch die Gesundheitskompetenz des Einzelnen zu fördern. Der „Nationale Aktionsplan Gesundheitskompetenz“ ist ein Kooperationsprojekt der Universität Bielefeld und der Hertie School of Governance. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft des Bundesgesundheitsministers und wird von der Robert Bosch Stiftung sowie dem AOK-Bundesverband gefördert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;Das Programm der Tagung: &lt;a href=&quot;https://www.nap-gesundheitskompetenz.de/tagung&quot;&gt;https://www.nap-gesundheitskompetenz.de/tagung&lt;/a&gt; &lt;br&gt;•&amp;nbsp;Pressemitteilung: „Nationaler Aktionsplan Gesundheitskompetenz: Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis fordern umfassende Strategie“ (19.02.2018), &lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/nationaler_aktionsplan_gesundheitskompetenz_experten_aus&quot;&gt;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/nationaler_aktionsplan_gesundheitskompetenz_experten_aus&lt;/a&gt; &lt;br&gt;•&amp;nbsp;Pressemitteilung: „Wie finden sich Menschen im Gesundheitssystem zurecht?“ (23.10.2014), &lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/wie_finden_sich_menschen_im&quot;&gt;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/wie_finden_sich_menschen_im&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;</description>    </item>
    <item>
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      <title>Umfrage zur Erinnerungskultur: Deutsche möchten erinnern, verlieren aber zunehmend den Bezug zu ihrer Geschichte</title>
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      <pubDate>Thu, 11 Apr 2019 11:10:49 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
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          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Studie „MEMO Deutschland“ der Stiftung EVZ und der Universität Bielefeld über Parallelen zwischen NS-Zeit und heute&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;


&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122909&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Dr. Andreas Eberhardt und Prof. Dr. Andreas Zick stellten in Berlin die neue Studie vor. Foto: evz &quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122909&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

Etablierte
 Zugänge zur Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus wie 
Gedenkstättenbesuche bleiben relevant, doch für eine historisch korrekte
 und zivilcouragierte Erinnerung an die NS-Zeit müssen neue Ansätze 
geschaffen und bestehende Wege neu erschlossen werden. So das Ergebnis 
der repräsentativen Studie „MEMO Deutschland – Multidi-mensionaler 
Erinnerungsmonitor“ des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und 
Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld. Die Telefonbefragung
 unter 1.000 Personen wurde bereits zum zweiten Mal von der Stiftung 
„Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) gefördert.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Studie „MEMO Deutschland“ der Stiftung EVZ und der Universität Bielefeld über Parallelen zwischen NS-Zeit und heute&lt;br&gt;&lt;br&gt;Etablierte Zugänge zur Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus wie Gedenkstättenbesuche bleiben relevant, doch für eine historisch korrekte und zivilcouragierte Erinnerung an die NS-Zeit müssen neue Ansätze geschaffen und bestehende Wege neu erschlossen werden. So das Ergebnis der repräsentativen Studie „MEMO Deutschland – Multidi-mensionaler Erinnerungsmonitor“ des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld. Die Telefonbefragung unter 1.000 Personen wurde bereits zum zweiten Mal von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ) gefördert.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Erinnerung an die NS-Zeit: Grundlage für eine zivilcouragierte Gesellschaft

&lt;/b&gt;&lt;br&gt;

&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122909&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Dr. Andreas Eberhardt und Prof. Dr. Andreas Zick stellten in Berlin die neue Studie vor. Foto: evz &quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122909&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Dr. Andreas Eberhardt und Prof. Dr. Andreas Zick (v.l.) stellten in Berlin die neue Studie vor. Foto: evz &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

Mehr als ein Drittel der Befragten (35,9 Prozent) nehmen Parallelen zwischen aktuellen politischen Entwicklungen in Deutschland und der NS-Zeit wahr. Zugleich wird deutlich, dass sich die Befragten weit über den Kontext Schule hinaus eigeninitiativ auf verschiedenen Wegen mit der jüngeren deutschen Geschichte befassen und dass dies mit der selbstberichteten Zivilcourage der Interviewten einhergeht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Eine Zivilgesellschaft, die sich aktiv erinnert und Geschichte nicht verdreht, kann Bedrohungen der Demokratie besser begegnen“, so Professor Dr. Andreas Zick, Direktor des IKG und einer der Studienleiter. „Die Auseinandersetzung mit der NS-Zeit ist eine wichtige Quelle für Zivilcourage. Die Daten zeigen: Diejenigen, die sich intensiver damit beschäftigen, setzen sich auch stärker gegen die Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen und Gruppen in Deutschland ein.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Gedenkstättenbesuche fördern kritische Auseinandersetzung&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Etwa die Hälfte der Interviewten (47,4 Prozent) berichtet, mindestens einmal, ein Großteil sogar mehrmals, eine Gedenkstätte besucht zu haben. Solche Gedenkstättenbesuche, so ein weiteres Studienergebnis, motivieren die Befragten, sich intensiver mit der Geschichte, aber auch mit aktuellen gesellschaftlichen Themen zu beschäftigen. Deutlich unterstreicht die Studie aber auch die Bedeutung neuer, medialer Zugänge: Über 90 Prozent der Befragten nutzen Dokumentar- und Spielfilme als Einstieg in das Thema, über die Hälfte (59,6 Prozent) berichtet, sich im Internet zu informieren.&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Gedenkstätten als authentische Orte der Erinnerung an die NS-Zeit spielen eine entscheidende Rolle und müssen, auch für die historisch-politische Bildung, gestärkt werden“, so Dr. Andreas Eberhardt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung EVZ. „Zugleich sind zeitgemäße, digitale Formen der Vermittlung gerade für junge Menschen von großer Bedeutung. Die Stiftung EVZ erprobt in ihrer Projektförderung und im Rahmen des Bundesprogramms ‚Jugend erinnert‘ diesen Weg hin zu einer zukunftsorientierten Gedenkkultur.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Familiengeschichten anfällig für Umdeutung und Verdrängung&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Mit Blick auf die Rolle der eigenen Vorfahren zur NS-Zeit ergab die Studie, dass in den in Deutschland lebenden Familien vor allem Geschichten von Opfern (35,9 Prozent) und Helfer*innen (28,7 Prozent) weitergegeben werden, während das Wissen um Täter*innen unter den direkten Vorfahren vergleichsweise gering ist (19,6 Prozent). Die Hälfte (50,0 Prozent) der Befragten geht außerdem davon aus, dass ihre Familienmitglieder nicht zu den „Mitläufer*innen“ des NS-Systems gehörten. Zwar finden es zwei Drittel (65,9 Prozent) sinnvoll, sich mit der NS-Vergangenheit der eigenen Familie zu befassen, doch wird in der Hälfte der deutschen Familien (50,1 Prozent) nie oder nur selten darüber gesprochen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Dr. Jonas Rees, Projektleiter der Studie am IKG: „Auch im Kontext Nationalsozialismus zeigt sich die Anfälligkeit von Familiennarrativen für Tendenzen der Umdeutung und Verdrängung. Wir finden deutliche Diskrepanzen zwischen der Wahrnehmung der deutschen Bevölkerung in der NS-Zeit und dem Wissen um die eigene Familiengeschichte. Gleichzeitig stellen wir gerade bei jüngeren Befragten eine stärkere gesellschaftskritische Perspektive auf die NS-Zeit fest. Damit einher gehen die Chance auf und der Wunsch nach einer reflektierten Auseinandersetzung mit der Täterschaft der eigenen Vorfahren und der Deutschen insgesamt.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;Über die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ):&lt;br&gt;Die Stiftung EVZ wurde im Jahr 2000 gegründet, um Zwangsarbeiter*innen während der NS-Zeit zu entschädigen. Seit 2001 leistet die Stiftung zudem humanitäre Hilfe für Überlebende, fördert die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und stärkt zivilgesellschaftliches Engagement in Mittel- und Osteuropa.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Näheres zu den Handlungsfeldern der Stiftung sowie Hintergrundinformatio-nen zu den Umfrageergebnissen, Fotos und Infografiken finden sich auf &lt;a href=&quot;http://www.stiftung-evz.de/presse&quot;&gt;www.stiftung-evz.de/presse&lt;/a&gt;.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
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      <title>Internetportal zum Luhmann-Nachlass geht online</title>
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      <pubDate>Mon, 8 Apr 2019 11:33:34 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
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          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Zettelkasten als &amp;quot;Denkwerkzeug&amp;quot; &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=95860&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Der Zettelkasten bildet nur einen Teil des Nachlasses von Niklas Luhmann&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=95860&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;br&gt;
Seit 2015 wird der 
Nachlass im Rahmen des von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der 
Wissenschaften und der Künste geförderten Langzeitprojekts „Niklas 
Luhmann – Theorie als Passion“ an der Fakultät für Soziologie der 
Universität Bielefeld in Kooperation mit dem Cologne Center for 
eHumanities der Universität zu Köln erschlossen und ediert. Besonders 
Luhmanns Zettelkasten, eine Sammlung von etwa 90.000 von ihm 
handschriftlich angefertigten Notizzetteln mit einem komplexen 
Verweisungssystem, ist dabei Gegenstand der wissenschaftlichen Arbeit. 
Jetzt geht das Projekt mit seinem Forschungsportal online. Unter der 
Adresse &lt;a href=&quot;https://niklas-luhmann-archiv.de&quot;&gt;https://niklas-luhmann-archiv.de&lt;/a&gt;
 werden in den kommenden Jahren die wissenschaftlich relevanten 
Bestandteile des Luhmannschen Nachlasses in digitaler Form 
veröffentlicht werden.&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Zettelkasten als &amp;quot;Denkwerkzeug&amp;quot; &lt;br&gt;&lt;br&gt;

Seit 2015 wird der Nachlass im Rahmen des von der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste geförderten Langzeitprojekts „Niklas Luhmann – Theorie als Passion“ an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld in Kooperation mit dem Cologne Center for eHumanities der Universität zu Köln erschlossen und ediert. Besonders Luhmanns Zettelkasten, eine Sammlung von etwa 90.000 von ihm handschriftlich angefertigten Notizzetteln mit einem komplexen Verweisungssystem, ist dabei Gegenstand der wissenschaftlichen Arbeit. Jetzt geht das Projekt mit seinem Forschungsportal online. Unter der Adresse &lt;a href=&quot;https://niklas-luhmann-archiv.de&quot;&gt;https://niklas-luhmann-archiv.de&lt;/a&gt; werden in den kommenden Jahren die wissenschaftlich relevanten Bestandteile des Luhmannschen Nachlasses in digitaler Form veröffentlicht werden.
&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=95860&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Der Zettelkasten bildet nur einen Teil des Nachlasses von Niklas Luhmann&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=95860&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Der Zettelkasten bildet nur einen Teil des Nachlasses von Niklas Luhmann. Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
Ein Schwerpunkt des Online-Bestandes, der kontinuierlich erweitert wird, ist die transkribierte und editorisch bearbeitete Version des Zettelkastens. Durch die digitale Rekonstruktion der für die Sammlung spezifischen Verweisungsstruktur sowie eine eigens entwickelten Navigationsmöglichkeit wird eine Lesbarkeit der Sammlung ermöglicht, die das analoge Material so nicht bieten kann. Professor Dr. André Kieserling, der Leiter des Projekts: „Man fühlt sich wie in Luhmanns Kopf und ist beeindruckt von dem Ausmaß an Neugierde und an Ordnung, das dort herrscht.“ &lt;br&gt;&lt;br&gt;

Neben dem Zettelkasten werden auf dem Portal zukünftig auch ausgewählte Typoskripte in faksimilierter Form bereitgestellt. Ein Bestandsregister ermöglicht die Durchsuchbarkeit des gesamten Datenbestands, so dass Querverbindungen zwischen den einzelnen Nachlassbeständen hergestellt werden können. Darüber hinaus bietet das Portal durch die Präsentation von Audio- und Videodokumenten sowie eines umfassenden Schriftenverzeichnisses weitergehende Informationen zum Werk und seinem Autor. &lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=116386&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Niklas Luhmann. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=116386&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Prof. Dr. Niklas Luhmann.&lt;br&gt; Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;



Niklas Luhmann (1927-1998), der von 1968 bis 1993 an der Universität Bielefeld forschte und lehrte, ist neben Max Weber der berühmteste und wirkmächtigste deutsche Soziologe des 20. Jahrhunderts. Luhmanns funktionalistisch orientierte Systemtheorie stellt den Versuch dar, auf der Basis der philosophischen Tradition einerseits und der Rezeption der unterschiedlichsten Konzepte der modernen Wissenschaften andererseits die Grenzen der Soziologie so zu erweitern, dass eine angemessene Beschreibung der modernen Gesellschaft möglich wird.

&lt;br&gt;&lt;br&gt; 
Der umfangreiche wissenschaftliche Nachlass Luhmanns, den die Universität Bielefeld 2010 erwerben konnte, lässt den Autor und sein Theoriegebäude diesseits seiner publizierten Werke sichtbar werden. Dieser Erkenntniswert gilt insbesondere für den 90.000 Notizzettel umfassenden Zettelkasten. Diese zwischen 1952 und 1997 entstandene Sammlung, die Luhmann als Denkwerkzeug verstand und die zugleich eine ungeheuer erfolgreiche Publikationsmaschine mit über 600 Veröffentlichungen war, dokumentiert seine Theorieentwicklung auf eine einzigartige Weise, so dass der Zettelkasten auch als seine intellektuelle Autobiographie verstanden werden kann, die zugleich die Geschichte des wissenschaftlichen Reflektierens über die Gesellschaft dokumentiert. Bereits Ende 2017 konnte mit dem mehr als tausendseitigen Band „Systemtheorie der Gesellschaft“ aus dem Jahr 1975 eine gewichtige Publikation aus dem Nachlass im Druck publiziert werden.</description>    </item>
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      <title>Wie die Mobilität der Zukunft aussehen kann</title>
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      <pubDate>Mon, 8 Apr 2019 10:26:13 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
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          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Universität Bielefeld koordiniert Vorstudie „Vernetzte Mobilität OWL“&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122769&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Vorstudie. Dr. Thorsten Jungeblut vom CITEC (re.) koordiniert das Projekt. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122769&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Bedarfsgerechte Verkehrsmittel, keine Bindung an Abfahrtszeiten oder Haltestellen und eine kostengünstige Nutzung: Das ist die Vision der Mobilität der Zukunft. Wie diese konkret aussehen kann, erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bielefeld, der Fachhochschule Bielefeld, der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und des Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo ab sofort in der gemeinsamen Vorstudie „Vernetzte Mobilität OWL“. Die Studie bildet die Grundlage für vier Einzelprojekte, die sich im Qualifizierungsverfahren der Regionale 2022 befinden. Gefördert wird die Vorstudie aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen. Projektkoordinator ist Dr. Thorsten Jungeblut vom Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld.</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Universität Bielefeld koordiniert Vorstudie „Vernetzte Mobilität OWL“&lt;br&gt;&lt;br&gt;Bedarfsgerechte Verkehrsmittel, keine Bindung an Abfahrtszeiten oder Haltestellen und eine kostengünstige Nutzung: Das ist die Vision der Mobilität der Zukunft. Wie diese konkret aussehen kann, erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bielefeld, der Fachhochschule Bielefeld, der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und des Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo ab sofort in der gemeinsamen Vorstudie „Vernetzte Mobilität OWL“. Die Studie bildet die Grundlage für vier Einzelprojekte, die sich im Qualifizierungsverfahren der Regionale 2022 befinden. Gefördert wird die Vorstudie aus Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen. Projektkoordinator ist Dr. Thorsten Jungeblut vom Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld.&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122769&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Vorstudie. Dr. Thorsten Jungeblut vom CITEC (re.) koordiniert das Projekt. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122769&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Vorstudie. Dr. Thorsten Jungeblut vom CITEC (re.) koordiniert das Projekt. Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Vernetzte Mobilität ermöglicht allen Teilen der Bevölkerung eine Beförderung, die an ihre individuellen Bedürfnisse angepasst ist – etwa für ältere Menschen, Menschen ohne Auto oder Menschen, die ihr Fahrrad transportieren möchten. Das gilt, egal ob man auf dem Land oder in der Stadt wohnt oder zu welchen Zeiten man auf Beförderung angewiesen ist“, sagt Jungeblut. Für eine vernetzte Mobilität müssen verschiedene Verkehrsmittel wie Bahn, Bus oder Fahrrad möglichst gut miteinander kombiniert werden und automatisierte sowie autonome Fahrzeuge mit einbezogen werden. Daraus ergeben sich jedoch besondere technische, gesellschaftliche und rechtliche Anforderungen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Diese Anforderungen werden im Rahmen der Studie erarbeitet. Zum Beispiel wird untersucht, welche Technologien für autonome Straßen- und Schienenfahrzeuge bereits verfügbar sind und inwiefern sie sich für den öffentlichen Nahverkehr eignen. Relevant ist aber auch, dass die Angebote für alle Nutzerinnen und Nutzer verfügbar sind, unabhängig von Alter, Bildung oder körperlichen Fähigkeiten. Ein weiteres Ziel der Studie ist deswegen, zu analysieren, wie potenzielle Nutzerinnen und Nutzer mit den neuen Technologien umgehen können. Und schließlich ergeben sich aus der vernetzten Mobilität rechtliche Probleme: beim autonomen Fahren, aber auch beim Datenschutz. Um Personen beispielsweise individuell mit dem Bus abholen zu können, werden Informationen über den Standort oder das Zuhause der Personen gebraucht. Diese rechtlichen Randbedingungen werden ebenfalls in der Studie untersucht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Auf den Ergebnissen der Studie bauen vier Leitprojekte auf, die von den jeweiligen Projektpartnern entwickelt wurden: „Autöpia“ von der Universität Bielefeld, „Future Rail OWL“ von der Fachhochschule Bielefeld, „AutoBahn“ von der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe und „LastMile“ vom Fraunhofer IOSB-INA in Lemgo. Jedes der Leitprojekte soll dazu beitragen, dass vernetzte Mobilität auch tatsächlich umgesetzt wird. Im Projekt „Autöpia“ geht es zum Beispiel um autonome Busse im ländlichen Raum: Die Idee ist dabei, dass sich Busse in Korridoren statt auf festen Strecken bewegen und genau dann zu einem nach Hause fahren, wenn man sie gerade braucht. „Alle vier Leitprojekte sind mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert. Deswegen ist es wichtig, die Grundlagen in einer projektübergreifenden Vorstudie zu erarbeiten und so die Weichen für eine mögliche spätere Umsetzung zu stellen“, sagt Jungeblut.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Leitprojekte befinden sich in der Qualifizierungsphase für die Regionale 2022. Die Regionale 2022 ist ein Regionalentwicklungsprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, das in den nächsten Jahren in Ostwestfalen-Lippe umgesetzt wird, Mobilität ist eines von vier Aktionsfeldern. Der Qualifizierungsprozess verläuft in drei Stufen: Haben Projektideen prinzipiell das Potenzial für eine Regionale-Förderung, erlangen sie Status C. Konkretisierte Projekte mit Status B sind Anwärter auf die Aufnahme als Regionale-Projekt. Projekte, deren Realisierbarkeit nachgewiesen ist, erhalten schließlich Status A und damit die Regionale-Förderung. Die vier Leitprojekte haben derzeit C-Status.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;br&gt;&lt;/b&gt;Die Webseite der Regionale 2022: &lt;a href=&quot;http://www.regionale2022.de&quot;&gt;http://www.regionale2022.de&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;&lt;br&gt;</description>    </item>
    <item>
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      <title>Europa und die Welt der Grenzen</title>
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      <pubDate>Mon, 8 Apr 2019 08:04:26 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
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          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Öffentliche Jahreskonferenz am Zentrum für interdisziplinäre Forschung &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das
 Projekt Europäische Union steht für die Aufhebung nationaler Grenzen. 
Doch jetzt sind die Grenzen zurück, Außengrenzen und überkommen 
geglaubte innere Grenzen. Diese Entwicklung zu durchleuchten und zu 
verstehen ist eine der großen wissenschaftlichen, kulturellen und 
politischen Herausforderungen der Gegenwart. Sie ist auch das Thema der 
ZiF-Konferenz 2019 „Europa und die Welt der Grenzen“, die am 11. April 
am Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) 
stattfindet. Dabei sind neben renommierten Expertinnen und Experten aus 
Geschichts- und Politikwissenschaft, Soziologie und Anthropologie auch 
die Politikwissenschaftlerin Professorin Dr. Gesine Schwan und der 
langjährige Europaparlamentarier Elmar Brok (CDU).</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Öffentliche Jahreskonferenz am Zentrum für interdisziplinäre Forschung &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Das
 Projekt Europäische Union steht für die Aufhebung nationaler Grenzen. 
Doch jetzt sind die Grenzen zurück, Außengrenzen und überkommen 
geglaubte innere Grenzen. Diese Entwicklung zu durchleuchten und zu 
verstehen ist eine der großen wissenschaftlichen, kulturellen und 
politischen Herausforderungen der Gegenwart. Sie ist auch das Thema der 
ZiF-Konferenz 2019 „Europa und die Welt der Grenzen“, die am 11. April 
am Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) 
stattfindet. Dabei sind neben renommierten Expertinnen und Experten aus 
Geschichts- und Politikwissenschaft, Soziologie und Anthropologie auch 
die Politikwissenschaftlerin Professorin Dr. Gesine Schwan und der 
langjährige Europaparlamentarier Elmar Brok (CDU). &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das 
Projekt Europäische Union wurde begonnen, um Frieden zu sichern, und 
schien in der sich globalisierenden Welt umso wichtiger zu werden. Nun 
zeigen Migrations- und Flüchtlingsbewegungen, dass Europa nicht nur in 
einer Welt der Grenzen existiert, sondern dass es auch selbst Grenzen 
zieht. Diese Grenzen sind ein komplexes und paradoxes Phänomen, sie 
manifestieren sich nicht nur in Stacheldraht und Kontrollposten. Es gibt
 kulturelle, soziale, rechtliche, religiöse und ästhetische Grenzen, die
 sich auf ebenso komplexe und oft paradoxe Weise gegenseitig 
beeinflussen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;„Aktuell beobachten wir eine Doppelbewegung von 
sozialer, ökonomischer und kultureller Entgrenzung der Welt einerseits 
und gleichzeitiger Zunahme immer neuer Abgrenzungsprozesse andererseits.
 Wie kommt dieses Paradox zustande? Ist es eine vorübergehende oder eine
 dauerhafte Konstellation? Wenn wir auf der ZiF-Konferenz Antworten auf 
diese Fragen näher kommen, haben wie viel erreicht“, so die 
Organisatoren der Tagung, die Bielefelder Wissenschaftlerinnen und 
Wissenschaftler Professor Dr. Oliver Flügel-Martinsen (Politische 
Theorie und Ideengeschichte), Professorin Dr. Kirsten Kramer 
(Vergleichende Literaturwissenschaften), Professorin Dr. Joanna 
Pfaff-Czarnecka (Sozialanthropologie), Professor Dr. Andreas Vasilache 
(Sozialwissenschaftliche Europaforschung) und Professorin Dr. Véronique 
Zanetti (Philosophie, ZiF-Direktorin). &lt;br&gt;&lt;br&gt;Die einmal im Jahr 
stattfindende interdisziplinäre ZiF-Konferenz ist einem Thema von hoher 
gesellschaftlicher Bedeutung gewidmet, das zugleich eine 
wissenschaftliche Herausforderung darstellt. Das Direktorium des ZiF 
lädt dazu in Zusammenarbeit mit führenden Forscherinnen und Forschern 
des jeweiligen Gebiets hochkarätige internationale Expertinnen und 
Experten ein&lt;br&gt;Die ZiF-Konferenz ist eine öffentliche Veranstaltung und findet im Plenarsaal des ZiF statt. &lt;br&gt;Die Tagungssprache ist Deutsch, der Eintritt ist frei.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zeit und Ort: 11.04.2019, 13 bis 18 Uhr, Plenarsaal des ZiF, Methoden 1, 33615 Bielefeld &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;a href=&quot;http://www.uni-bielefeld.de/(de)/ZiF/ZiF-Konferenz/2019/04-11-Welt_der_Grenzen.html&quot;&gt;http://www.uni-bielefeld.de/(de)/ZiF/ZiF-Konferenz/2019/04-11-Welt_der_Grenzen.html&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;</description>    </item>
    <item>
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      <title>Professorin Dr. Elena Esposito erhält ERC Advanced Grant</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/professorin_dr_elena_esposito_erh%C3%A4lt</link>
      <pubDate>Mon, 1 Apr 2019 08:54:18 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
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          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Bielefelder Soziologin untersucht, was mit der Gesellschaft passiert, wenn Algorithmen die Zukunft vorhersagen&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122611&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Professorin Dr. Elena Esposito. Foto: Piero Casadei&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122611&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Computer
 werten Daten aus, die dann für Vorhersagen genutzt werden, für Medizin,
 Versicherungen oder Polizeiarbeit: Was lösen diese Algorithmen und ihre
 Vorhersagen in der Gesellschaft aus? Für ihre soziologische Forschung 
darüber erhält die Bielefelder Wissenschaftlerin Elena Esposito den ERC 
Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research 
Council, ERC). Dieser fördert exzellente, bereits etablierte 
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Förderung beträgt 2,1 
Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren. Esposito ist erst 
die Zweite, die in der elfjährigen Geschichte der ERC-Grants einen 
Advanced Grant in diesem Bereich nach Deutschland holt.</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Bielefelder Soziologin untersucht, was mit der Gesellschaft passiert, wenn Algorithmen die Zukunft vorhersagen&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Computer
 werten Daten aus, die dann für Vorhersagen genutzt werden, für Medizin,
 Versicherungen oder Polizeiarbeit: Was lösen diese Algorithmen und ihre
 Vorhersagen in der Gesellschaft aus? Für ihre soziologische Forschung 
darüber erhält die Bielefelder Wissenschaftlerin Elena Esposito den ERC 
Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats (European Research 
Council, ERC). Dieser fördert exzellente, bereits etablierte 
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Förderung beträgt 2,1 
Millionen Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren. Esposito ist erst 
die Zweite, die in der elfjährigen Geschichte der ERC-Grants einen 
Advanced Grant in diesem Bereich nach Deutschland holt.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122611&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Professorin Dr. Elena Esposito. Foto: Piero Casadei&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122611&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Professorin Dr. Elena Esposito. Foto: Piero Casadei&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Wie
 Vorhersagen aus Algorithmen entstehen, ist eine spannende 
Forschungsfrage und eine dringende Herausforderung für die 
Sozialwissenschaften. Insbesondere drei gesellschaftliche Bereiche 
müssen sich mit den fundamentalen Auswirkungen von Vorhersagen 
auseinandersetzen: personalisierte Versicherungen, Medizin und 
vorausschauende Polizeiarbeit. Diese drei nehme ich in meiner Forschung 
in den Fokus“, erklärt Esposito ihre Arbeit.&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Wir freuen uns, 
dass wir eine so herausragende Soziologin zu unseren 
Wissenschaftlerinnen zählen dürfen“, sagt Professor Dr.-Ing. Gerhard 
Sagerer, Rektor der Universität Bielefeld. „Der ERC Grant belegt 
außerdem, wie wichtig es ist, die bedeutenden Veränderungen der 
digitalisierten Welt zu verstehen.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;Esposito ist eine der 
führenden Vertreterinnen der soziologischen Systemtheorie. Die 
Italienerin studierte Soziologie und Philosophie in Bologna. Sie 
promovierte 1990 an der Universität Bielefeld; Niklas Luhmann war ihr 
Doktorvater. In Bielefeld habilitierte sie auch 2001. Ihre 
wissenschaftliche Karriere verfolgte sie parallel an der Università di 
Modena e Reggio Emilia in Italien, wo sie bis heute als Professorin 
tätig ist, sowie als Gastwissenschaftlerin an Universitäten in der 
ganzen Welt. Seit 2016 ist sie Professorin für Soziologie und ihre 
interdisziplinäre Vernetzung an der Universität Bielefeld. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Zwei 
Wissenschaftler und eine Wissenschaftlerin der Universität Bielefeld 
wurden in der Vergangenheit mit einem ERC-Grant ausgezeichnet. Erst im 
vergangenen Juli erhielt Professorin Dr. Minh Nguyen, ebenfalls 
Soziologin, einen ERC Starting Grant für ihre sozialanthropologische 
Forschung über Ost- und Südostasien. Dieser fördert exzellente und 
vielversprechende Nachwuchswissenschaftlerinnen und 
Nachwuchswissenschaftler. Der Kognitionswissenschaftler Professor Dr. 
Christoph Kayser kam 2017, ausgezeichnet mit einem ERC Consolidator 
Grant, an die Universität Bielefeld. Er forscht dazu, wie und wo im 
Gehirn die Sinne verschmelzen. Seine Arbeit wird bis 2020 gefördert. Der
 Chemiker Professor Dr. Achim Müller wurde von 2012 bis 2015 mit einem 
ERC Advanced Grant für etablierte, aktive Wissenschaftler mit einer 
herausragenden wissenschaftlichen Leistungsbilanz gefördert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Der ERC Advanced Grant: &lt;a href=&quot;https://www.eubuero.de/erc-adg.htm&quot;&gt;https://www.eubuero.de/erc-adg.htm&lt;/a&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Pressemitteilung des Europäischen Forschungsrats (in Englisch): XXX&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;http://www.elena-esposito.com&quot;&gt;www.elena-esposito.com&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/neuer_algorithmus_verbessert_steuerung_von</guid>
      <title>Universität Bielefeld auf der Hannover Messe 2019</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/neuer_algorithmus_verbessert_steuerung_von</link>
      <pubDate>Thu, 28 Mar 2019 09:29:02 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell</handle>
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          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Vier Präsentationen, darunter: neuer Algorithmus zur verbesserten Steuerung von Handprothesen&lt;/b&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122609&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Wie funktioniert eine Handprothese auch nach dem erneuten Anlegen der Elektrodenmanschette (Bild) wieder einwandfrei? Das zeigen Bielefelder Forschende mit einem Exponat auf der Hannover Messe. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122609&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;p&gt;Die Universität Bielefeld präsentiert sich auf der Hannover Messe 2019 vom 1. bis 5. April mit dem Forschungsinstitut für Kognition und Robotik (CoR-Lab) und dem Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC). Die Forschenden stellen Plattformen und Anwendungen für maschinelles Lernen vor. Ein Beispiel ist ein neues Verfahren für die schnelle Anpassung von Handprothesen. Das System ermöglicht auch dann eine einwandfreie Steuerung einer Handprothese, wenn sich die Messelektroden auf der Haut verschoben haben. Das System ist eine von vier Präsentationen der Universität, zu denen auch ein neues Startup-Unternehmen von CITEC-Forschenden gehört.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</atom:summary>          <description>&lt;div&gt;&lt;b&gt;Vier Präsentationen, darunter: neuer Algorithmus zur verbesserten Steuerung von Handprothesen&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Die Universität Bielefeld präsentiert sich auf der Hannover Messe 2019 vom 1. bis 5. April mit dem Forschungsinstitut für Kognition und Robotik (CoR-Lab) und dem Exzellenzcluster Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC). Die Forschenden stellen Plattformen und Anwendungen für maschinelles Lernen vor. Ein Beispiel ist ein neues Verfahren für die schnelle Anpassung von Handprothesen. Das System ermöglicht auch dann eine einwandfreie Steuerung einer Handprothese, wenn sich die Messelektroden auf der Haut verschoben haben. Das System ist eine von vier Präsentationen der Universität, zu denen auch ein neues Startup-Unternehmen von CITEC-Forschenden gehört.&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122609&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Wie funktioniert eine Handprothese auch nach dem erneuten Anlegen der Elektrodenmanschette (Bild) wieder einwandfrei? Das zeigen Bielefelder Forschende mit einem Exponat auf der Hannover Messe. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122609&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Wie funktioniert eine Handprothese auch nach dem erneuten Anlegen der Elektrodenmanschette (Bild) wieder einwandfrei? Das zeigen Bielefelder Forschende mit einem Exponat auf der Hannover Messe. Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Interessierte Gäste können die Manschette des Handprothesensystems auf dem Stand der Universität Bielefeld auf der Hannover Messe 2019 in Halle 16 (Stand A04) testen. Der Stand ist Teil der gemeinschaftlichen Ausstellungsfläche des Spitzenclusters it’s OWL (Intelligente Technische Systeme in Ostwestfalen-Lippe). „Wir präsentieren auf der Messe aktuelle Technologien und Anwendungsbeispiele für den effizienten Einsatz maschineller Lernverfahren“, sagt Dr.-Ing. Sebastian Wrede vom CoR-Lab, der die Messeteilnahme koordiniert. „Diese werden entlang der Wertschöpfungskette – von ressourcenschonender Hardware über Software bis hin zum integrierten intelligenten System – demonstriert.“&amp;nbsp;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Handprothesen-Algorithmus gleicht Störungen aus&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit modernen Handprothesen lässt sich die Funktion der Hand teilweise wiederherstellen: Elektroden auf dem Armstumpf messen die Muskelsignale, ein Algorithmus leitet daraus die gewollte Handbewegung ab und eine Prothese führt die Bewegung aus. Solche Prothesen sind aber anfällig für Störungen, vor allem die Verschiebung der Elektroden auf der Haut. Die Forschungsgruppe Maschinelles Lernen von Professorin Dr. Barbara Hammer hat ein System entwickelt, das Störungen infolge von Elektrodenverschiebungen ausgleicht. Ein Algorithmus für Maschinelles Lernen passt das Steuerungssystem, wie es in der Klinik eingestellt wurde, auf die neue Elektrodenposition im Alltag an. Das Besondere: Es kommt mit sehr wenigen Daten aus. „Das macht das neue Verfahren auch für die Industrie interessant“, sagt Sebastian Wrede. „Auch hier müssen Systeme oft mit wenigen Beispieldaten auskommen.“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Do-it-yourself-System für Objekterkennung&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die automatische Erkennung von Objekten wird in zahlreichen Branchen benötigt: von der Automobilindustrie bis zur Logistik. Bevor technische Systeme ein Objekt erkennen können, müssen sie deren Merkmale „kennen“. Die Forschungsgruppe Kognitronik und Sensorik von Professor Dr.-Ing. Ulrich Rückert hat das mobile und kostengünstige System „TeachME“ entwickelt, das neue Objekte und ihre Eigenschaften in Sekundenschnelle erlernt. Das System macht auf Knopfdruck eine Aufnahme des zu erlernenden Objekts und verarbeitet es mit künstlichen neuronalen Netzen, die vortrainierte Modelle von Objekten enthalten. Auf einem Display zeigt das System Eigenschaften und weitere Objektdaten an. Kleine Unternehmen verfügen oft nicht über große Rechnerkapazitäten, auch fehlt mitunter die Expertise für Maschinelles Lernen. Das neue System ist ressourcenschonend, kann sogar mit Akku betrieben werden, und ist intuitiv bedienbar.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Intelligenter Spiegel kommt mit geringer Rechnerleistung aus&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122610&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Der in einem EU-Projekt entwickelte Smart Mirror assistiert mit Abfahrplänen und Tipps für die Tagesgestaltung. Die Daten verarbeitet er lokal, sodass private Daten nicht nach außen gelangen. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122610&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Der in einem EU-Projekt entwickelte Smart Mirror assistiert mit Abfahrplänen und Tipps für die Tagesgestaltung. Die Daten verarbeitet er lokal, sodass private Daten nicht nach außen gelangen. Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Ebenfalls in der Gruppe Kognitronik und Sensorik wurde ein intelligenter Spiegel für Smart Homes entwickelt, als Teil des EU-Projekts „Legato“, das sich mit energiearmer Datenverarbeitung befasst. Die Steuerung intelligenter Wohnungen ist oft sehr rechenintensiv und wird meist über Cloud-Rechner betrieben. Der Smart Mirror aus Bielefeld soll zeigen, wie sich maschinelle Lernverfahren stromsparend vor Ort nutzen lassen. Der Spiegel erkennt seine Nutzerinnen und Nutzer und zeigt personalisierte Informationen an (etwa Busfahrplan oder aktueller Zustand der Wohnung). Er lässt sich über Gesten und Sprache bedienen. Weil er Daten lokal und nicht auf externen Servern von Unternehmen verarbeitet, bleibt die Privatsphäre gewahrt.&amp;nbsp;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Robotik für die breite Masse zugänglich machen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Technologie-Startup „R+“ widmet sich Robotik und Mensch-Robotik-Interaktion. Das Team realisiert Produkte in Einsatzbereichen vom Kundenkontakt bis hin zur Pflege. Ziel ist die Entlastung von Menschen im Arbeitsalltag, indem durch die Übernahme von sich wiederholenden Aufgaben durch Roboter mehr Zeit für kreative oder auch fürsorgliche Aufgaben geschaffen wird. Das Startup bietet seinen Kundinnen und Kunden ein System an, das es Laien ermöglicht, Roboter für ihre individuellen Szenarien selbstständig zu konfigurieren. Mit dem System können die Nutzerinnen und Nutzer Lösungen erstellen, die auf Konzepten aus Maschinellem Lernen, Maschinellem Sehen oder Edge Computing (lokale Datenverarbeitung) basieren. Das Startup will so seine Vision vom Roboter als akzeptiertem Dienstleister in der Mitte der Gesellschaft verwirklichen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>    </item>
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      <title>Politische Bildung nicht in allen Bundesländern gleich wichtig</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/politische_bildung_nicht_in_allen</link>
      <pubDate>Tue, 26 Mar 2019 11:24:22 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
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          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Forschende der Universität Bielefeld erstellen bundesweites Ranking 2018&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Politische Bildung ist in deutschen Schulen deutlich schwächer vertreten als Geschichte und Geografie – das zeigt das „Ranking Politische Bildung 2018“ von Professor Dr. Reinhold Hedtke und Mahir Gökbudak von der Universität Bielefeld. An bayrischen Gymnasien sind zum Beispiel neunmal mehr Wochenstunden für Geschichte und achtmal mehr Wochenstunden für Geografie als für Politische Bildung vorgesehen. Die Studie, die am heutigen Dienstag (26.03.2019) erscheint, dokumentiert erneut erhebliche Unterschiede im Ländervergleich. Die Gruppe der Bundesländer, die am wenigsten Zeit für Politische Bildung vorsehen, hat sich gegenüber dem Ranking 2017 nicht verändert: Bayern, Thüringen, Berlin und Rheinland-Pfalz bilden noch immer die Schlusslichter.</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Forschende der Universität Bielefeld erstellen bundesweites Ranking 2018&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;Politische Bildung ist in deutschen Schulen deutlich schwächer vertreten als Geschichte und Geografie – das zeigt das „Ranking Politische Bildung 2018“ von Professor Dr. Reinhold Hedtke und Mahir Gökbudak von der Universität Bielefeld. An bayrischen Gymnasien sind zum Beispiel neunmal mehr Wochenstunden für Geschichte und achtmal mehr Wochenstunden für Geografie als für Politische Bildung vorgesehen. Die Studie, die am heutigen Dienstag (26.03.2019) erscheint, dokumentiert erneut erhebliche Unterschiede im Ländervergleich. Die Gruppe der Bundesländer, die am wenigsten Zeit für Politische Bildung vorsehen, hat sich gegenüber dem Ranking 2017 nicht verändert: Bayern, Thüringen, Berlin und Rheinland-Pfalz bilden noch immer die Schlusslichter.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=121809&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Prof. Dr. Reinhold Hedtke (l.) und Mahir Gökbudak. (r.) Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=121809&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Prof. Dr. Reinhold Hedtke und Mahir Gökbudak. Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;
„Kinder und Jugendliche haben in ganz Deutschland das gleiche Recht auf Politische Bildung. Das heißt aber auch, dass es keine Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern geben sollte“, sagt Professor Dr. Reinhold Hedtke. Um alle 16 Bundesländer miteinander vergleichen zu können, hat er mit seinem Kollegen Mahir Gökbudak die Stundentafeln für Schulen analysiert. In diesen wird festgehalten, wie viele Unterrichtsstunden laut Schul- und Bildungspolitik des jeweiligen Bundeslandes auf welches Fach in der Schule entfallen. Anhand der Stundentafeln lässt sich also der prozentuale Anteil des Leitfachs der Politischen Bildung an den Gesamtwochenstunden eines ganzen Bildungsgangs oder an den Wochenstunden eines Lernbereichs ablesen. Das Leitfach der Politischen Bildung wird jeweils unterschiedlich bezeichnet, zum Beispiel „Sozialkunde“ in Thüringen oder „Politik-Wirtschaft“ in Niedersachsen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die aktuelle Studie der Bielefelder Sozialwissenschaftler baut auf dem „Ranking Politische Bildung 2017“ auf. Neu ist jedoch der Vergleich des Stellenwerts Politischer Bildung mit einzelnen Fächern, konkret Geschichte und Geografie. Außerdem berechneten die Wissenschaftler den Stundentafelanteil Politischer Bildung am gesamten Lernbereich Gesellschaftswissenschaften. „Politische Bildung ist hier wesentlich schwächer vertreten. Der Unterschied zu Geografie ist deutlich, der zu Geschichte sogar dramatisch“, sagt Hedtke.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Dabei zeigen sich klare Unterschiede bei den jeweiligen Bundesländern: In Bayern, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Baden-Württemberg liegt der Anteil Politischer Bildung am Lernbereich in Gymnasien bei unter 20 Prozent. Das Schlusslicht bildet Bayern mit 6 Prozent, es folgt Thüringen mit 12 Prozent. Nur in drei Ländern gibt es eine Gleichberechtigung von Geschichte, Geographie und dem Leitfach der Politischen Bildung: in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. In Hessen hat das Fach „Politik und Wirtschaft“ sogar einen leichten Stundenvorteil. „Für die Mehrheit der Landesregierungen ist Politische Bildung anscheinend ein Schulfach zweiter Klasse“, so Hedtke.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wie beim Ranking 2017 wurden auch diesmal die Anteile Politischer Bildung an den Wochenstunden insgesamt ermittelt. Für Gymnasien belegt die Studie wieder deutliche Unterschiede: Bayern, Thüringen und Rheinland-Pfalz gewähren der Politischen Bildung vergleichsweise wenig Unterrichtszeit, Bayern bildet hier mit 0,5 Prozent das Schlusslicht. Schleswig-Holstein und Hessen stehen mit 4,3 beziehungsweise 4,4 Prozent hingegen an vorderster Position. Eine ähnlich klare Rangordnung ergibt sich aus dem Vergleich nichtgymnasialer Schulformen. „Diese Reihenfolgen haben sich seit dem vergangenen Jahr nicht verändert“, sagt Hedtke. Allerdings haben einige wenige Landesregierungen Verbesserungen für die kommenden Schuljahre angekündigt, die erst in das nächste Ranking 2019 einfließen können. Zu den Ländern, die einen Ausbau der Politischen Bildung beschlossen haben, gehören Berlin, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Nordrhein-Westfalen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Hedtke weist auch darauf hin, dass auf Basis der Stundentafeln nicht auf den tatsächlich erteilten Unterricht an den Schulen geschlossen werden kann. In den Stundentafeln kommt jedoch der bildungspolitische Wille der Landesregierungen in Form von Schulfächern und deren Wochenstunden zum Ausdruck. „Die Stundentafeln sind damit ein guter Maßstab für die Frage, wie wichtig Politische Bildung den jeweiligen Ländern ist“, sagt Hedtke. Auf Grundlage ihrer Erhebungen fordern die Bielefelder Wissenschaftler deswegen die Umsetzung konkreter bildungspolitischer Maßnahmen: erstens, dass Politische Bildung in der Sekundarstufe I durchgehend in allen Jahrgängen unterrichtet wird, und zweitens, dass für das Leitfach der Politischen Bildung mindestens vier Prozent der gesamten Lernzeit zur Verfügung stehen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Originalveröffentlichung:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Gökbudak M., Hedtke R.: Ranking Politische Bildung 2018. Social Science Education/Working Papers. Link:&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://pub.uni-bielefeld.de/download/2934293/2934488.pdf&quot;&gt;https://pub.uni-bielefeld.de/download/2934293/2934488.pdf&lt;/a&gt;</description>    </item>
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      <title>Wenn Angehörige medizinische Behandlungen beeinflussen</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/wenn_angeh%C3%B6rige_medizinische_behandlungen_beeinflussen</link>
      <pubDate>Thu, 21 Mar 2019 13:27:20 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
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          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Erster Bielefelder Tag der Medizinethik an der Universität&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt;Für medizinische Behandlungen sind auch die Beziehungen von Patientinnen und Patienten zu ihren Angehörigen wichtig – nicht nur die zu Ärztinnen und Ärzten. Manche Entscheidungen, die zum Beispiel bei der Therapie schwerer Krankheiten getroffen werden müssen, können nicht losgelöst von Eltern oder Partnerinnen und Partnern betrachtet werden. In der Medizinethik werden solche Nahbeziehungen bislang oft ausgeklammert. Der erste Bielefelder Tag der Medizinethik am 30. März setzt sich deswegen mit diesem Thema aus interdisziplinärer Perspektive auseinander. Der Philosoph Professor Dr. Ralf Stoecker von der Universität Bielefeld organisiert die Tagung „Kommt eine Familie zum Arzt – zur Rolle der Angehörigen aus medizinethischer Sicht“ zusammen mit Dr. Hans-Ulrich Weller vom Ärztenetz Bielefeld e.V. Sie findet am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld statt.</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Erster Bielefelder Tag der Medizinethik an der Universität&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Für
 medizinische Behandlungen sind auch die Beziehungen von Patientinnen 
und Patienten zu ihren Angehörigen wichtig – nicht nur die zu Ärztinnen 
und Ärzten. Manche Entscheidungen, die zum Beispiel bei der Therapie 
schwerer Krankheiten getroffen werden müssen, können nicht losgelöst von
 Eltern oder Partnerinnen und Partnern betrachtet werden. In der 
Medizinethik werden solche Nahbeziehungen bislang oft ausgeklammert. Der
 erste Bielefelder Tag der Medizinethik am 30. März setzt sich deswegen 
mit diesem Thema aus interdisziplinärer Perspektive auseinander. Der 
Philosoph Professor Dr. Ralf Stoecker von der Universität Bielefeld 
organisiert die Tagung „Kommt eine Familie zum Arzt – zur Rolle der 
Angehörigen aus medizinethischer Sicht“ zusammen mit Dr. Hans-Ulrich 
Weller vom Ärztenetz Bielefeld e.V. Sie findet am Zentrum für 
interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld statt.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;div&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=89080&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Prof. Dr. Ralf Stoecker&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=89080&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Prof. Dr. Ralf Stoecker ist Mitorganisator des Bielefelder Tags der Medizinethik. Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

„Die Tagung soll nicht nur die Bedeutung der Angehörigen für 
medizinethische Fragen hervorheben, sondern gleichzeitig 
unterschiedliche Perspektiven auf dieses Thema vereinen“, sagt Professor
 Dr. Ralf Stoecker. Neben Vorträgen aus Philosophie, Medizin, Pflege und
 Rechtswissenschaft kommen auch betroffene Angehörige sowie Patientinnen
 und Patienten zu Wort. So wird zum Beispiel Adelheid Rieffel, die das 
Hospiz Bethel mit aufgebaut und lange geleitet hat, Geschichten von 
Erkrankten und deren Angehörigen erzählen. Zudem sollen durch die 
interdisziplinäre Ausrichtung der Tagung Praxis und Wissenschaft 
zusammengebracht werden. „Ziel des Bielefelder Tags der Medizinethik ist
 es, sich über die vielfältigen ethischen Fragen in diesem Bereich 
auszutauschen und Vorschläge dafür zu entwickeln, möglichst gut mit 
ihnen umzugehen“, sagt Stoecker.&lt;p&gt;Im Abschlussvortrag der Tagung wird 
Professorin Dr. Claudia Hornberg, die Gründungsdekanin der Medizinischen
 Fakultät an der Universität Bielefeld, darauf eingehen, welche Rolle 
die Medizinethik beim Aufbau der neuen Fakultät spielt. Seit dem 1. 
Oktober 2018 befindet sich die Medizinische Fakultät formal in Gründung.
 &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der diesjährige Tag der Medizinethik eröffnet eine 
Veranstaltungsreihe, die einmal jährlich zu wechselnden medizinethischen
 Themen stattfindet. Die Tagung ist eine anerkannte 
Fortbildungsveranstaltung für Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegende, 
richtet sich aber auch an Betroffene und interessierte Laien. Sie findet
 im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF), Methoden 1, 33615 
Bielefeld statt. Die Teilnahme ist kostenlos, um Anmeldung per Mail an &lt;a href=&quot;mailto:medizinethiktag@uni-bielefeld.de&quot;&gt;medizinethiktag@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt; wird gebeten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Das Programm der Tagung: &lt;a href=&quot;http://www.uni-bielefeld.de/philosophie/forschung/praktisch/Bielefelder_Tag_der_Medizinethik&quot;&gt;www.uni-bielefeld.de/philosophie/forschung/praktisch/Bielefelder_Tag_der_Medizinethik&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Prof. Dr. Ralf Stoecker, Universität Bielefeld&lt;br&gt;Abteilung Philosophie&lt;br&gt;Telefon: 0521 106-4583&lt;br&gt;E-Mail: &lt;a href=&quot;mailto:ralf.stoecker@uni-bielefeld.de&quot;&gt;ralf.stoecker@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;

&lt;/div&gt;</description>    </item>
    <item>
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      <title>Wie Vergleichen Wissen schafft: Von Anatomie bis Partnerwahl</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/wie_vergleichen_wissen_schafft_von</link>
      <pubDate>Wed, 13 Mar 2019 08:51:21 +0100</pubDate>
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          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Jahreskonferenz des Sonderforschungsbereichs Praktiken des Vergleichens&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wie
 nehmen Menschen verschiedene Bilder wahr? Wie wählen Tiere und Menschen
 ihre Partnerinnen und Partner aus? Wie lassen sich Kulturen voneinander
 abgrenzen? Das Vergleichen spielt nicht nur im Alltag eine Rolle, 
sondern auch in der Wissenschaft. Wie das Vergleichen zu 
Erkenntnisgewinn führt, erforscht der Sonderforschungsbereich „Praktiken
 des Vergleichens“ an der Universität Bielefeld. Seine interdisziplinäre
 Jahrestagung widmet sich vom 20. bis 22. März den Grundlagen des 
Vergleichens in Anthropologie, Biologie, Kognitions- und 
Kulturwissenschaften. &lt;br&gt;</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Jahreskonferenz des Sonderforschungsbereichs Praktiken des Vergleichens&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Wie
 nehmen Menschen verschiedene Bilder wahr? Wie wählen Tiere und Menschen
 ihre Partnerinnen und Partner aus? Wie lassen sich Kulturen voneinander
 abgrenzen? Das Vergleichen spielt nicht nur im Alltag eine Rolle, 
sondern auch in der Wissenschaft. Wie das Vergleichen zu 
Erkenntnisgewinn führt, erforscht der Sonderforschungsbereich „Praktiken
 des Vergleichens“ an der Universität Bielefeld. Seine interdisziplinäre
 Jahrestagung widmet sich vom 20. bis 22. März den Grundlagen des 
Vergleichens in Anthropologie, Biologie, Kognitions- und 
Kulturwissenschaften. &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Vergleichen als Instrument der 
Wissenschaft hat eine lange Tradition: Die wissenschaftliche Methode des
 Vergleichens entstand als beobachtende Forschungspraxis zahlreicher 
Wissenschaften im ausgehenden 18. Jahrhundert. Als Vorbild diente die 
Anatomie. Danach definierten sich nahezu alle Wissensgebiete des frühen 
19. Jahrhunderts als vergleichend: Geographie und Anthropologie, 
Sprachwissenschaft und Religionswissenschaft, Rechtswissenschaft und 
Ökonomie. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der 
Universität Bielefeld betrachten dieses historische Vergleichen bis hin 
in die Gegenwart. Sie fragen, wie das Vergleichen auch heute noch zu 
Erkenntnissen und zu neuem Wissen führt. Kann die Evolutionsbiologie 
darüber Auskunft geben, ob das Vergleichen eine spezifisch 
anthropologische oder aber eine biologisch begründete Tätigkeit 
darstellt? Gibt es individuelle Unterschiede beim Verhalten von Tieren, 
die auf der Fähigkeit des Vergleichens beruhen? Entscheidend ist dabei 
der interdisziplinäre Ansatz des Sonderforschungsbereichs. &lt;br&gt;&lt;br&gt;„Für 
die Konferenz konnten wir Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 
unterschiedlichen Disziplinen gewinnen. Ich freue mich sehr, dass etwa 
mit Professor Dr. Heribert Hofer das Berliner Leibniz-Institut für Zoo- 
und Wildtierforschung vertreten ist“, sagt Professor Dr. Walter Erhart, 
stellvertretender Sprecher im SFB, der die Konferenz gemeinsam mit der 
Sprecherin Professorin Dr. Angelika Epple und dem stellvertretenden 
Sprecher Professor Dr. Johannes Grave veranstaltet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Ausgewählte Programmpunkte der Konferenz: &lt;/b&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;
 „Vergleichen – interdisziplinär: Von den Objekten zu den Akteuren“: 
Eröffnungsvortrag von Professor Dr. Heribert Hofer, Leibniz-Institut für
 Zoo- und Wildtierforschung, Mittwoch, 20. März, 18.15 Uhr&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; 
„Leben heißt Vergleichen. Partnerwahl und andere Entscheidungen“: 
Vortrag von Klaus Reinhold, Universität Bielefeld am Donnerstag, 21. 
März, 13.30 Uhr&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; „Zwei Kulturen?“: Podiumsdiskussion zur 
Geschichte des Vergleichens mit Professor Dr. Johannes Grave, 
Juniorprofessorin Marie Kaiser (beide Universität Bielefeld), Professor 
Dr. Hans-Jörg Rheinberger (Max-Planck-Institut für 
Wissenschaftsgeschichte Berlin. und Professor Dr. Stefan Willer 
(Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin)&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die 
Konferenzsprache ist Deutsch. Die Tagung findet am Zentrum für 
interdisziplinäre Forschung (ZiF), Methoden 1, 33615 Bielefeld statt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Im
 SFB arbeiten 62 Forschende an der Universität Bielefeld aus der 
Geschichts- und Literaturwissenschaft, Philosophie, Kunstgeschichte, 
Politik- und Rechtswissenschaft systematisch daran, wie 
Vergleichspraktiken die Welt ordnen und verändern. Der SFB „Praktiken 
des Vergleichens“ wird seit Januar 2017 für zunächst vier Jahre mit 
einem Fördervolumen von rund 10 Millionen Euro gefördert. 
Sonderforschungsbereiche sind langfristig angelegte 
Forschungseinrichtungen an Hochschulen, in denen Wissenschaftlerinnen 
und Wissenschaftler im Rahmen eines fächerübergreifenden 
Forschungsprogramms zusammenarbeiten – für bis zu zwölf Jahre. Sie 
werden von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Das detaillierte Konferenzprogramm: &lt;br&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/sfb1288/documents/Flyer_Vergleichen_interdisziplinaer.pdf&quot;&gt;www.uni-bielefeld.de/sfb1288/documents/flyer_vergleichen_interdisziplinaer.pdf&lt;/a&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Die Webseite des Sonderforschungsbereichs: &lt;a href=&quot;http://www.uni-bielefeld.de/sfb1288&quot;&gt;www.uni-bielefeld.de/sfb1288&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/wie_anti_frost_proteine_eiskristalle</guid>
      <title>Wie Anti-Frost-Proteine Eiskristalle wachsen lassen</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/wie_anti_frost_proteine_eiskristalle</link>
      <pubDate>Thu, 7 Mar 2019 10:34:55 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
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          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;
Internationales Forschungsteam beweist doppelte Fähigkeit von Molekülen&lt;/b&gt;&lt;p&gt;
&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122549&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Prof. Dr. Thomas Koop von der Universität Bielefeld forscht zur Eisbildung auf mikroskopisch kleinem Raum. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122549&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;Mit Anti-Frost-Proteinen schützen sich Bakterien, Pflanzen, Insekten oder auch Fische vor der Kälte. Die Proteine blockieren das Eiskristallwachstum. Ein deutsch-israelisches Forschungsteam beweist in einer neuen Studie, dass diese Proteine auch eine ungewöhnliche zweite Eigenschaft haben: Bei tiefen Temperaturen können sie das Wachstum von Eiskristallen auslösen, statt es aufzuhalten. Für die Untersuchung arbeiteten Forschende der Universität Bielefeld, der Hebrew University of Jerusalem und des Weizmann Institute of Science in Rehovot (Israel) zusammen. Die Studie erscheint heute (07.03.2019) im „Journal of Physical Chemistry Letters“.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Internationales Forschungsteam beweist doppelte Fähigkeit von Molekülen&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Mit Anti-Frost-Proteinen schützen sich Bakterien, Pflanzen, Insekten oder auch Fische vor der Kälte. Die Proteine blockieren das Eiskristallwachstum. Ein deutsch-israelisches Forschungsteam beweist in einer neuen Studie, dass diese Proteine auch eine ungewöhnliche zweite Eigenschaft haben: Bei tiefen Temperaturen können sie das Wachstum von Eiskristallen auslösen, statt es aufzuhalten. Für die Untersuchung arbeiteten Forschende der Universität Bielefeld, der Hebrew University of Jerusalem und des Weizmann Institute of Science in Rehovot (Israel) zusammen. Die Studie erscheint heute (07.03.2019) im „Journal of Physical Chemistry Letters“.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122549&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Prof. Dr. Thomas Koop von der Universität Bielefeld forscht zur Eisbildung auf mikroskopisch kleinem Raum. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122549&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Prof. Dr. Thomas Koop von der Universität Bielefeld forscht zur Eisbildung auf mikroskopisch kleinem Raum. Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„In unserer Studie geht es um den Einfluss von speziellen, natürlich vorkommenden Proteinen auf kleinste Eiskristalle – die Kristallembryonen“, sagt Professor Dr. Thomas Koop. Der Chemiker leitet die Forschungsgruppe „Atmosphärische und physikalische Chemie“ der Universität Bielefeld. „Solche Proteine sorgen normalerweise dafür, dass Kristallembryonen neutralisiert werden und nicht zu großen Eiskristallen anwachsen.“ Das ist zum Beispiel überlebenswichtig für Larven des Mehlkäfers, die sich mit einem Protein davor schützen, dass ihre Außenhaut durch Eiskristalle beschädigt und dass ihre Körperflüssigkeit einfriert. Wenn die Außentemperatur sinkt, scheiden die Larven ein Anti-Frost-Protein aus. Die Protein-Moleküle legen sich um die Kristallembryonen und verhindern so, dass diese zu groß werden und damit Zellen schädigen können.&lt;p&gt;„Für viele andere Lebewesen ist es hingegen nützlich, wenn sie Wasser zum Vereisen bringen können“, sagt Koop. Das gilt beispielsweise für Bakterien, die die Eisbildung auslösen. Sie scheiden Proteine aus, auf denen sich Kristallembryonen bilden, die zu großen Eiskristallen heranwachsen. So können Bakterien zum Beispiel die Schale einer Tomate dazu bringen, aufzuplatzen.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;In der Wissenschaft wurden die eisbildenden und eishemmenden Proteine bisher als zwei unterschiedliche Proteinarten betrachtet – das liegt auch an ihrer unterschiedlichen Größe. Eishemmende Proteine bestehen aus kurzen Molekülen, eisbildende Proteine aus langen, großen Molekülen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die neuen Experimente zeigen jetzt: „Ein Anti-Frost-Molekül kann nicht nur das Wachstum von Eis verhindern – es kann das Wachstum auch auslösen“, sagt Koop.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben zwei natürlich vorkommende Anti-Frost-Proteine getestet: das Protein der Mehlkäfer-Larven und das Protein eines arktischen Fisches aus der Familie der Aalmutter. Sie beobachteten die Wirkung der Proteine auf dünnen Chips, entwickelt am Weizmann Institute of Science, die von mikroskopisch kleinen Kanälen mit Verdickungen durchzogen sind. Dazu nahmen sie reines, destilliertes Wasser und gaben eine bestimmte Konzentration des jeweiligen Proteins hinein. Dann injizierten sie diese Proteinlösung in den Chip. In dem Chip sammelten sich in den Verdickungen winzig kleine Wassertröpfchen. Danach gaben sie die Chips in eine Kühlzelle, der die Plättchen auf bis zu minus 40 Grad kühlt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122569&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Blick durch das Mikroskop auf Untersuchungschips: Eine hohe Konzentration von Anti-Frost-Proteinen sorgt dafür, dass die Tropfen bei weniger kalten Temperaturen als üblich einfrieren (gefrorene Tropfen dunkel). Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122569&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Blick durch das Mikroskop auf Untersuchungschips: Eine hohe Konzentration von Anti-Frost-Proteinen sorgt dafür, dass die Tropfen bei weniger kalten Temperaturen als üblich einfrieren (gefrorene Tropfen dunkel). Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;„Die Tropfen in unserem Chip dürften eigentlich erst bei minus 38,4 Grad einfrieren“, sagt Koop. Doch es passiert das Gegenteil: „Wenn die Tropfen die vermeintlich eishemmenden Anti-Frost-Proteine enthalten, bilden sich die Eiskristallembryonen schon bei weniger niedrigen Temperaturen und beginnen zu wachsen.“ So friert im Fall des Larven-Proteins die Hälfte aller Tropfen schon ab minus 33,9 Grad ein. „Damit konnten wir zeigen, dass die Anti-Frost-Proteine je nach Temperatur eishemmende oder eisbildende Eigenschaften haben. Über diese Ambivalenz solcher Proteine wurde bereits seit vielen Jahren spekuliert, wir konnten sie nun erstmals experimentell nachweisen“, sagt Professor Dr. Ido Braslavsky von der Hebrew University of Jerusalem. Professor Dr. Yinon Rudich vom Weizmann Institute of Science fügt hinzu: „Durch den Chip hatten wir überhaupt erst die Möglichkeit, die Eisbildung durch die Anti-Frost-Proteine experimentell untersuchen zu können“.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Ein großer Teil der Experimente für die Studie wurde an der Universität Bielefeld durchgeführt. Ergänzende Gefrierexperimente und die Chips als Träger des untersuchten Wassers und der Proteinlösungen stammen vom Weizmann Institute of Science in Rehovot. Die Anti-Frost-Proteine der Mehlkäfer-Larven und des arktischen Fisches wurden an der Hebrew University of Jerusalem (Campus Rehovot) hergestellt. Die Eishemmung des Proteins wurde dort ebenfalls nachgewiesen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Eisbildende und eishemmende Proteine sind nicht nur in der Natur üblich. Sie werden heutzutage auch als technische Hilfsmittel genutzt. So könnten Anti-Frost-Proteine in Lackfarbe zum Frostschutz der lackierten Flächen beitragen. Die Proteine können auch als Zutat für Speiseeis genutzt werden, um es cremig zu halten. Eisbildende Proteine werden zudem in Skigebieten eingesetzt, um Kunstschnee schon bei minus 3 Grad erzeugen zu können, statt erst niedrigere Temperaturen abwarten zu müssen.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;b&gt;Originalveröffentlichung:&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div&gt;Lukas Eickhoff, Katharina Dreischmeier, Assaf Zipori, Vera Sirotinskaya, Chen Adar, Naama Reicher Ido Braslavsky, Yinon Rudich, Thomas Koop: Contrasting Behavior of Antifreeze Proteins: Ice Growth Inhibitors and Ice Nucleation Promoters. Journal of Physical Chemistry Letters.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;http://doi.org/10.1021/acs.jpclett.8b03719&quot;&gt;http://doi.org/10.1021/acs.jpclett.8b03719&lt;/a&gt;, in der Print-Ausgabe erschienen am 07. März 2019.&lt;/div&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/kooperation_an_inklusiven_ganztagsschulen_f%C3%B6rdern</guid>
      <title>Kooperation an inklusiven Ganztagsschulen fördern </title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/kooperation_an_inklusiven_ganztagsschulen_f%C3%B6rdern</link>
      <pubDate>Wed, 6 Mar 2019 14:47:49 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell</handle>
      <name>uni.aktuell-Archiv</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Bielefelder Projekt bei Bildungsforschungstagung in Berlin (12. bis 13. März) &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=118368&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Leiten das Projekt BiFoKi: Prof.‘in Dr. Birgit Lütje-Klose, Dr. Julia Gorges, Phillip Neumann und Prof.‘in Dr. Elke Wild. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=118368&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;An
 Lernentwicklung, schulischem Erfolg und Wohlbefinden der Schülerinnen 
und Schüler sind gerade an inklusiven Schulen viele Personen beteiligt: 
Lehrkräfte, sonderpädagogisches Personal, pädagogische Fachkräfte, 
Eltern. Wie sie Kooperation an der Schule und mit den Eltern umsetzen, 
ist allerdings selten institutionell verankert. Hier setzt das 
„Bielefelder Fortbildungskonzept zur Kooperation in inklusiven Schulen“
 (BiFoKi) an. Seit knapp einem Jahr führen Wissenschaftlerinnen und 
Wissenschaftler aus Sonderpädagogik und Pädagogischer Psychologie der 
Universität Bielefeld im Rahmen dieses Projekts Fortbildungen an 
inklusiven Gesamt- und Sekundarschulen in ganz NRW durch und beforschen
 diese. Ein erstes Zwischenfazit und die Grundzüge ihres 
Fortbildungskonzepts stellen die Projektverantwortlichen auf der 
Bildungsfor-schungstagung des Bundesministeriums für Bildung und 
Forschung (BMBF) vom 12. bis 13. März in Berlin&amp;nbsp; vor.</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Bielefelder Projekt bei Bildungsforschungstagung in Berlin (12. bis 13. März) &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;An
 Lernentwicklung, schulischem Erfolg und Wohlbefinden der Schülerinnen 
und Schüler sind gerade an inklusiven Schulen viele Personen beteiligt: 
Lehrkräfte, sonderpädagogisches Personal, pädagogische Fachkräfte, 
Eltern. Wie sie Kooperation an der Schule und mit den Eltern umsetzen, 
ist allerdings selten institutionell verankert. Hier setzt das 
„Bielefelder Fortbildungskonzept zur Kooperation in inklusiven Schulen“
 (BiFoKi) an. Seit knapp einem Jahr führen Wissenschaftlerinnen und 
Wissenschaftler aus Sonderpädagogik und Pädagogischer Psychologie der 
Universität Bielefeld im Rahmen dieses Projekts Fortbildungen an 
inklusiven Gesamt- und Sekundarschulen in ganz NRW durch und beforschen
 diese. Ein erstes Zwischenfazit und die Grundzüge ihres 
Fortbildungskonzepts stellen die Projektverantwortlichen auf der 
Bildungsforschungstagung des Bundesministeriums für Bildung und 
Forschung (BMBF) vom 12. bis 13. März in Berlin vor. &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=118368&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Leiten das Projekt BiFoKi: Prof.‘in Dr. Birgit Lütje-Klose, Dr. Julia Gorges, Phillip Neumann und Prof.‘in Dr. Elke Wild. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=118368&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Leiten
 das Projekt BiFoKi: Prof.‘in Dr. Birgit Lütje-Klose, Dr. Julia Gorges, 
Phillip Neumann und Prof.‘in Dr. Elke Wild. Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Was
 die Forscherinnen und Forscher im Projekt ermittelt haben: Viele 
Schulen kämpfen aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen nach wie vor mit 
der Umsetzung inklusiver Schul- und Unterrichtskonzepte. Und auch der 
Aufbau kooperativer Strukturen und Prozesse, die dabei helfen können, 
ist an den Schulen unterschiedlich weit gediehen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Im Vorfeld der
 Fortbildungen, die gezielt zu Beginn der Sekundarstufe I starten, 
wurden Schulleitungen, das Lehrpersonal sowie Eltern von 
Fünftklässlerinnen und Fünftklässlern zum Stand der Kooperation und 
vielem mehr gefragt. Bezogen auf die anschließende und noch laufende 
Fortbildung von Schulleitungen, Schulpersonal und Eltern stellt 
Professorin Dr. Birgit Lütje-Klose, als eine der Projektleiterinnen und 
Professorin für Erziehungswissenschaftlerin mit den Schwerpunkten 
schulische Inklusion und sonderpädagogische Professionalität fest: „In 
den meisten Schulen sehen wir eine Vielzahl von Unterstützungsangeboten 
der einzelnen Berufsgruppen, die Schülerinnen und Schüler in Sinne der 
Inklusion unterstützen. Selten sind diese Maßnahmen aber schon gut 
aufeinander abgestimmt.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;Gemeinsam mit Lehrerinnen und Lehrern, 
Sonderpädagoginnen und Sonderpädagogen und weiteren pädagogischen 
Fachkräften eines Jahrgangs sowie der Schulleitung wird daher an Fragen 
gearbeitet, die die tägliche Arbeit in der Schule betreffen: Welche 
Systematik hilft dabei, aus einzelnen Unterstützungsangeboten ein 
abgestimmtes Maßnahmenpaket im Sinne der Inklusion zu machen? In welchen
 Personenkonstellationen können Teams die kooperative Arbeitsweise in 
Schulen vorantreiben? Und wie kann die Kooperation mit Eltern so 
gestaltet werden, dass sie von beiden Seiten als befriedigend und 
effektiv erlebt wird?&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Fehlende Zeit im dichten Schulalltag wird 
beim Ausbau jeder Form von Kooperation häufig als Barriere empfunden“, 
sagt Professorin Dr. Elke Wild als Projektleiterin und Pädagogische 
Psychologin und ergänzt: „Wir versuchen den Teilnehmerinnen und 
Teilnehmern aufzuzeigen, dass die langfristigen Nutzen einer guten 
Kooperation den kurzfristigen Mehraufwand deutlich übersteigen und 
erarbeiten gemeinsam, an welchen Stellen vor Ort vorhandene Ressourcen 
möglicherweise besser zu bündeln oder effizienter einzusetzen sind.“ &lt;br&gt;&lt;br&gt;In
 diesem Zusammenhang werden im BiFoKi-Projekt auch die an den 
teilnehmenden Schulen in Elternforen gesammelten Wünsche der Eltern an 
das Jahrgangsteam rückgespiegelt. Auf diese Weise wird verdeutlicht, wie
 leicht ein Abgleich von Sichtweisen erfolgen kann und wie hilfreich 
dies ist. „Generell finden wir es wichtig, mit unseren Bemühungen im 
fünften Jahrgang anzusetzen. Denn hier konfigurieren sich neue 
Jahrgangsteams und neue Elternschaften, die über Jahre hinweg 
kooperieren sollen“, betonen Dr. Julia Gorges und Dr. Phillip Neumann 
ebenfalls als Projektleiter.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Um den teilnehmenden Schulen die 
Gelegenheit zu geben, ihre gefassten Vorhaben zur Optimierung der 
multiprofessionellen und Schule-Eltern-Kooperation vorzustellen und 
deren Umsetzung wechselseitig zu reflektieren, lädt das BiFoKi-Team sie 
Ende März zu einem überregionalen Vernetzungstreffen ein. Vorrangiges 
Ziel der themenzentrierten Arbeitsgruppen ist die Sammlung von 
Strategien, die sich in der Praxis bei der Umsetzung von 
kooperationsbezogenen Vorhaben und hier speziell auch bei der 
Überwindung typischer Hindernisse bewährt haben. Am Ende des laufenden 
Schuljahres erfolgt im Forschungsprojekt eine zweite Befragung der 
Schulen. Dann wird überprüft, wie sich das Fortbildungskonzept über 
einen längeren Zeitraum auf die Arbeitsweise der Schulen ausgewirkt 
hat. Hierzu werden zeitgleich erhobene Daten von 14 weiteren Schulen als
 „Vergleichsfolie“ herangezogen, die erst ab dem Schuljahr 2019/2020 
fortgebildet werden. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Bundesministerium für Bildung und 
Forschung (BMBF) fördert BiFoKi seit 2018 über einen Zeitraum von 
zunächst drei Jahren mit rund einer Million Euro.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen: &lt;/b&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;a href=&quot;http://www.bifoki.de&quot;&gt;www.bifoki.de&lt;/a&gt; &lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; Pressemitteilung zum Projektstart (27.04.2018): &lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/wie_kooperation_schule_machen_kann&quot;&gt;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/wie_kooperation_schule_machen_kann&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/kolleg_erforscht_krisen_in_lateinamerika</guid>
      <title>Kolleg erforscht Krisen in Lateinamerika – und ihre Lösungen</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/kolleg_erforscht_krisen_in_lateinamerika</link>
      <pubDate>Fri, 1 Mar 2019 12:14:28 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell</handle>
      <name>uni.aktuell-Archiv</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>fo</category>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Universität Bielefeld koordiniert Verbundprojekt / Hauptphase beginnt&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122429&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;CALAS: Professor Dr. Joachim Michael, Professor Dr. Olaf Kaltmeier, Nadine Pollvog (v.l.). Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122429&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Lateinamerika
 ist mit Krisen konfrontiert: ob bei den politischen Unruhen in 
Venezuela, der Abholzung des Amazonas, bei der Gewalt gegen Frauen 
(„Feminizide“), bei der extremen Schere zwischen Arm und Reich oder der 
Androhung einer Mauer zwischen den USA und Mexiko. Wie lösen 
lateinamerikanische Gesellschaften Krisen? Zu dieser Frage fördert das 
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Verbundprojekt 
CALAS ab März in der sechsjährigen Hauptphase mit insgesamt 12 Millionen
 Euro. Die Universität Bielefeld koordiniert das „Maria Sibylla Merian 
Center for Advanced Latin American Studies in the Humanities and Social 
Sciences“ (CALAS), mit Hauptsitz an der Universität Guadalajara, einer 
strategischen Partneruniversität Bielefelds.</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Universität Bielefeld koordiniert Verbundprojekt / Hauptphase beginnt&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Lateinamerika
 ist mit Krisen konfrontiert: ob bei den politischen Unruhen in 
Venezuela, der Abholzung des Amazonas, bei der Gewalt gegen Frauen 
(„Feminizide“), bei der extremen Schere zwischen Arm und Reich oder der 
Androhung einer Mauer zwischen den USA und Mexiko. Wie lösen 
lateinamerikanische Gesellschaften Krisen? Zu dieser Frage fördert das 
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Verbundprojekt 
CALAS ab März in der sechsjährigen Hauptphase mit insgesamt 12 Millionen
 Euro. Die Universität Bielefeld koordiniert das „Maria Sibylla Merian 
Center for Advanced Latin American Studies in the Humanities and Social 
Sciences“ (CALAS), mit Hauptsitz an der Universität Guadalajara, einer 
strategischen Partneruniversität Bielefelds. &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122429&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;CALAS: Professor Dr. Joachim Michael, Professor Dr. Olaf Kaltmeier, Nadine Pollvog (v.l.). Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122429&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Stehen
 für das CALAS-Projekt an der Universität Bielefeld: Professor Dr. 
Joachim Michael, Professor Dr. Olaf Kaltmeier, Nadine Pollvogt (v.l.). 
Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;Seit 2017 bauen deutsche und 
lateinamerikanische Universitäten unter der Koordination der Universität
 Bielefeld die Strukturen für das internationale „Center for Advanced 
Studies“ in Guadalajara auf. Es ist das umfangreichste Forschungsprojekt
 zu Lateinamerika, das mit Mitteln aus Deutschland gefördert wird. &lt;br&gt;&lt;br&gt;In
 der jetzt begonnenen Hauptphase erforschen internationale Fellows – die
 Gastwissenschaftle-rinnen und Gastwissenschaftler - sechs Aspekte der 
Krisenbewältigung in und für Lateinamerika. Das Konzept des 
internationalen Forschungskollegs basiert dabei auf der Idee des 
Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF). &amp;nbsp;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Professor
 Dr. Olaf Kaltmeier von der Universität Bielefeld setzt ab März die 
Koordination des Projektes fort, an dem auf der deutschen Seite 
außerdem die Universitäten Kassel, Hannover und Jena mitwirken. In 
Lateinamerika sind neben der mexikanischen Partneruniversität 
Guadalajara die Regionalstandorte San José (Costa Rica), Quito (Ecuador)
 und Buenos Aires (Argentinien) dabei.&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Nach der zweijährigen 
Vorphase bringen wir nun im Center for Advanced Studies im Wechsel bis 
zu 25 internationale Fellows in Formaten zusammen, die auf Dialog und 
Austausch angelegt sind. Die Forschenden kommen aus unterschiedlichen 
Regionen, verschiedenen Disziplinen der Geistes- und 
Sozialwissenschaften und befinden sich auf unterschiedlichen 
Karrierestufen. Das macht den Reiz der interdisziplinären Zusammenarbeit
 in Teams aus“, sagt der Historiker Professor Dr. Olaf Kaltmeier und 
ergänzt: „Die Prämisse des Projekts bleibt dabei: Wir forschen mit den 
Kolleginnen und Kollegen aus Lateinamerika, nicht über ihre Köpfe 
hinweg.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Drei Beispiele zur Arbeit des CALAS-Projekts in der Hauptphase: &lt;/b&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;
 &amp;nbsp;Im Mai startet das Laboratory of Knowledge („Wissenslabor“), das 
Übergänge von Gewalt und Frieden in Lateinamerika erforscht. 
Projektleiter sind Professor Dr. Joachim Michael (Universität 
Bielefeld), Professorin Dr. Christine Hatzky (Universität Hannover) und Professor Dr. David Díaz und Professor Dr. Werner Mackenbach (Universität Costa Rica). &lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp;
 &amp;nbsp;Wie gehen lateinamerikanische Staaten mit Umweltkrisen um? Das 
untersucht eine Gruppe unter der Leitung von Professor Dr. Olaf 
Kaltmeier und Junior-Professorin Dr. Eleonora Rohland, ebenfalls von der
 Universität Bielefeld. &lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;In der Vorphase des Projekts wurden 
unter Bielefelder Leitung eine spanischsprachige Essayreihe und ein 
Verlagsnetzwerk lateinamerikanischer Partner in Kooperation mit 
Bielefeld University Press etabliert. Beides wird in der Hauptphase 
fortgesetzt und weiterentwickelt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Idee für das Projekt in 
Form des Forschungskollegs geht auf die Arbeitsweise des Zentrums für 
interdisziplinäre Forschung zurück, das als Keimzelle der Universität 
gilt. Internationale Forschende aus verschiedenen Disziplinen kommen 
hier in Arbeits- und Forschungsgruppen zusammen, um eine Fragestellung 
zu erforschen. „Dieses Konzept nehmen wir nun als Vorbild für die 
CALAS-Hauptphase und passen es - im Dialog mit unseren Partnern - an den
 lateinamerikanischen Kontext an“, sagt Olaf Kaltmeier. &lt;br&gt;&lt;br&gt;CALAS 
wurde innerhalb der BMBF-Förderlinie „Maria Sibylla Merian Centres“ 
bewilligt und wird nun in der Hauptphase fortgesetzt. Mit diesen 
Forschungskollegs will das BMBF die Internationalisierung der Geistes-, 
Kultur- und Sozialwissenschaften in Deutschland durch enge bi- und 
multilaterale Kooperationsprojekten an Standorten außerhalb Deutschlands
 voranbringen. Das CALAS wurde 2017 als zweites Zentrum überhaupt in 
Deutschland innerhalb dieser Förderlinie bewilligt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;a href=&quot;http://www.uni-bielefeld.de/cias/forschung/CALAS.html&quot;&gt;www.uni-bielefeld.de/cias/forschung/CALAS.html&lt;/a&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;a href=&quot;http://www.calas.lat&quot;&gt;www.calas.lat &lt;/a&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Pressemitteilung (01.03.2017): „Neues Merian Centre in und über Lateinamerika“ &lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/neues_merian_centre_in_und&quot;&gt;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/neues_merian_centre_in_und&lt;/a&gt; &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/neue_himmelskarte_ver%C3%B6ffentlicht</guid>
      <title>Neue Himmelskarte veröffentlicht </title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/neue_himmelskarte_ver%C3%B6ffentlicht</link>
      <pubDate>Tue, 19 Feb 2019 09:11:20 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell</handle>
      <name>uni.aktuell-Archiv</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>fo</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Hunderttausende neue Galaxien entdeckt – Bielefelder Forscher beteiligt&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt;


&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122329&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Durch LOFAR haben die Forschenden herausgefunden, dass der Galaxienhaufen Abell 1314 durch die Verschmelzung mit einem anderen Haufen entstanden ist. Abell 1314 ist 460 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Bild: Amanda Wilber/LOFAR Surveys Team&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122329&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;


Ein
 internationales Team von mehr als 200 Astronominnen und Astronomen aus 
18 Ländern hat die erste Karte einer Himmelsdurchmusterung von bisher 
unerreichter Empfindlichkeit mit dem Radioteleskop „Low Frequency Array“
 (LOFAR) veröffentlicht. Die Karte enthüllt Hunderttausende unbekannter 
Galaxien und wirft ein neues Licht auf Forschungsgebiete wie Schwarze 
Löcher, interstellare Magnetfelder und Galaxienhaufen. Eine 
Sonderausgabe der Fachzeitschrift „Astronomy &amp;amp; Astrophysics“, die 
heute (19.02.2019) veröffentlicht wird, widmet sich 26 
Forschungsarbeiten, in denen die ersten Ergebnisse der Durchmusterung 
beschrieben werden. Die Universität Bielefeld ist am Betrieb eines der 
51 LOFAR-Antennenfelder beteiligt, die über ganz Europa verteilt sind. 
Repräsentant Deutschlands beim Steuerungsgremium von LOFAR ist Professor
 Dr. Dominik Schwarz von der Universität Bielefeld. Der Physiker und 
seine Arbeitsgruppe erforschen die Entstehung und die Entwicklung des 
Universums.</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Hunderttausende neue Galaxien entdeckt – Bielefelder Forscher beteiligt&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ein
 internationales Team von mehr als 200 Astronominnen und Astronomen aus 
18 Ländern hat die erste Karte einer Himmelsdurchmusterung von bisher 
unerreichter Empfindlichkeit mit dem Radioteleskop „Low Frequency Array“
 (LOFAR) veröffentlicht. Die Karte enthüllt Hunderttausende unbekannter 
Galaxien und wirft ein neues Licht auf Forschungsgebiete wie Schwarze 
Löcher, interstellare Magnetfelder und Galaxienhaufen. Eine 
Sonderausgabe der Fachzeitschrift „Astronomy &amp;amp; Astrophysics“, die 
heute (19.02.2019) veröffentlicht wird, widmet sich 26 
Forschungsarbeiten, in denen die ersten Ergebnisse der Durchmusterung 
beschrieben werden. Die Universität Bielefeld ist am Betrieb eines der 
51 LOFAR-Antennenfelder beteiligt, die über ganz Europa verteilt sind. 
Repräsentant Deutschlands beim Steuerungsgremium von LOFAR ist Professor
 Dr. Dominik Schwarz von der Universität Bielefeld. Der Physiker und 
seine Arbeitsgruppe erforschen die Entstehung und die Entwicklung des 
Universums.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122329&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Durch LOFAR haben die Forschenden herausgefunden, dass der Galaxienhaufen Abell 1314 durch die Verschmelzung mit einem anderen Haufen entstanden ist. Abell 1314 ist 460 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. Bild: Amanda Wilber/LOFAR Surveys Team&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122329&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Durch
 LOFAR haben die Forschenden herausgefunden, dass der Galaxienhaufen 
Abell 1314 durch die Verschmelzung mit einem anderen Haufen entstanden 
ist. Abell 1314 ist 460 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt. 
Bild: Amanda Wilber/LOFAR Surveys Team&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

LOFAR (Low Frequency Array) ist ein riesiges europäisches Netzwerk von 
Radioteleskopen, die über ein Hochgeschwindigkeits-Glasfasernetz 
miteinander verbunden sind und deren Messsignale zu einem einzigen 
Signal kombiniert werden. Leistungsstarke Supercomputer verwandeln mehr 
als 100.000 Einzelantennen in eine virtuelle Empfangsschüssel mit einem 
Durchmesser von 1.900 Kilometern. LOFAR arbeitet in den bisher 
weitgehend unerforschten Frequenzbereichen zwischen etwa 10 bis 80 
Megahertz (MHz) und 110 bis 240 MHz. Es wird von der 
Forschungseinrichtung ASTRON in den Niederlanden betrieben und gilt als 
das weltweit führende Teleskop seiner Art. In Deutschland befinden sich 
sechs Messstationen, die von verschiedenen wissenschaftlichen 
Einrichtungen betrieben werden. Eine davon steht in Norderstedt und wird
 von der Universität Bielefeld und der Universität Hamburg gemeinsam 
betreut. Radioastronomische Beobachtungen erlauben die Untersuchung von 
kosmischen Prozessen, die man mit optischen Teleskopen nicht sehen kann.
 &lt;br&gt;&lt;br&gt;Hier sind die wichtigsten Ergebnisse in sechs Punkten. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Die neue Himmelskarte&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Mit
 Hilfe von LOFAR haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine 
neue Himmelskarte erstellen können. Viele der dort abgebildeten Galaxien
 waren bisher unbekannt, da sie extrem weit entfernt sind. Ihre 
Radiosignale müssen Milliarden von Lichtjahren zurücklegen, um die Erde 
zu erreichen. „Diese Karte verwenden wir nun, um die Entstehung und 
Entwicklung der größten Strukturen im Universum besser zu verstehen“, 
sagt Professor Dr. Dominik Schwarz von der Universität Bielefeld, 
Repräsentant Deutschlands beim Steuerungsgremium von LOFAR.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Qualitativ hochwertige Bilder&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Die
 Erstellung von Radiohimmelskarten mit niedriger Frequenz bedarf sowohl 
beträchtlicher Teleskop- als auch Rechenzeit und erfordert die Analyse 
der Daten durch große Teams. „LOFAR produziert verrückte Datenmengen ‒ 
wir müssen das Äquivalent von zehn Millionen DVDs verarbeiten. 

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122330&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Prof. Dr. Dominik Schwarz Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122330&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Prof. Dr. Dominik Schwarz Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;


Dies stellt höchste Ansprüche an Soft- und Hardware und ist nur durch 
ein internationales und interdisziplinäres Team möglich“, sagt Dominik 
Schwarz.&lt;br&gt;„Wir haben in Deutschland mit dem Forschungszentrum Jülich 
zusammengearbeitet, um die riesigen Datenmengen effizient in qualitativ 
hochwertige Bilder umzuwandeln“, ergänzt Professor Dr. Ralf-Jürgen 
Dettmar von der Ruhr-Universität Bochum. „Diese Bilder sind nun 
öffentlich und werden Astronominnen und Astronomen die Möglichkeit 
geben, die Entwicklung von Galaxien in bisher unerreichter 
Detailgenauigkeit zu untersuchen.“&lt;br&gt;Das Forschungszentrum Jülich 
beherbergt 15 Petabyte an LOFAR-Daten. „Dies ist fast die Hälfte aller 
LOFAR-Daten, eine der größten astronomischen Datensammlungen der Welt. 
Die Verarbeitung dieser gigantischen Datensätze stellt eine große 
Herausforderung dar. Was normalerweise auf herkömmlichen Computern 
Jahrhunderte gebraucht hätte, konnte durch die Verwendung innovativer 
Algorithmen und extrem leistungsfähiger Computer auf ein Jahr reduziert 
werden.“, sagt Professor Dr. Dr. Thomas Lippert, Institutsleiter des 
Jülich Supercomputing Centre. Jülich ist eins der drei Datenzentren des 
LOFAR-Projekts. Außerdem managt das Jülich Supercomputing Centre den 
Daten-Netzwerkverkehr zwischen den deutschen LOFAR-Stationen und zum 
zentralen LOFAR-Rechner in Groningen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Schwarze Löcher&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Wenn
 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Radioteleskop den 
Himmel beobachten, ist hauptsächlich Strahlung aus der Umgebung von 
Schwarzen Löchern zu sehen, die Millionen Mal schwerer sind als die 
Sonne. „Mit LOFAR wollen wir herausfinden, welchen Einfluss die 
Schwarzen Löcher auf die Galaxien haben, in denen sie sitzen“, sagt 
Professor Dr. Marcus Brüggen, Astrophysiker von der Universität Hamburg.
 &lt;br&gt;Wenn Gas auf Schwarze Löcher fällt, stoßen sie Materialstrahlen ‒ 
sogenannte Jets ‒ aus, die bei Radiowellenlängen sichtbar sind. Aufgrund
 der bemerkenswerten Empfindlichkeit von LOFAR konnten die 
wissenschaftlichen Teams jetzt zeigen, dass diese Jets in jeder riesigen
 Galaxie vorhanden sind und dass Schwarze Löcher ständig wachsen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Magnetfelder&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Mit
 der Radiostrahlung, die LOFAR empfängt, können zudem kosmische 
Magnetfelder gemessen werden. So haben die Forscherinnen und Forscher 
aus Deutschland die Magnetfelder in Galaxien und zwischen Galaxien 
kartiert. Dabei konnten sie zeigen, dass sich zwischen Galaxien enorme 
magnetische Strukturen befinden. Dies bestätigt theoretische 
Vermutungen, konnte bislang aber nicht nachgewiesen werden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Galaxienhaufen&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Durch
 die Verschmelzung zweier Galaxienhaufen werden Radioemissionen ‒ 
sogenannte Radiohalos ‒ mit einer Größe von Millionen von Lichtjahren 
erzeugt, wie Dr. Amanda Wilber von der Sternwarte der Universität 
Hamburg erläutert: „Radiohalos werden von extrem schnellen 
Elementarteilchen hervorgerufen. Mit LOFAR können wir erforschen, welche
 kosmischen Beschleuniger diese Teilchen erzeugen und was diese 
antreibt.“&lt;br&gt;Dr. Matthias Hoeft von der Thüringer Landessternwarte 
Tautenburg fügt hinzu: „Wenn Galaxienhaufen verschmelzen, entstehen 
riesige Stoßwellen. Mit LOFAR können wir deren Radioemission aufspüren 
und lernen dadurch viel über das Gas am Rand der gigantischen 
Galaxienhaufen.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Ausblick&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Die nun veröffentlichten 
Daten enthalten etwa zwei Prozent der mit LOFAR geplanten Beobachtungen.
 Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wollen nun die gesamte 
nördliche Himmelskugel kartieren. „Zu den künftigen Entdeckungen werden 
auch die ersten, riesigen Schwarzen Löcher gehören, die das Universum 
formte, als es noch am Anfang war“, sagt Professor Dr. Huub Röttgering 
von der Universität Leiden in den Niederlanden. Professor Dr. Carole 
Jackson, Generaldirektorin von ASTRON, fügt hinzu: „Die Himmelskarte ist
 ein wunderbares wissenschaftliches Vermächtnis an die Zukunft.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Hintergrund:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Deutschland
 ist neben den Niederlanden mit sechs Stationen der größte 
internationale Partner bei LOFAR. Die Radio-Teleskop-Stationen werden 
betrieben von: der Universität Bielefeld, der Ruhr-Universität Bochum, 
der Universität Hamburg, dem Max-Planck Institut für Radioastronomie in 
Bonn, dem Max-Planck Institut für Astrophysik in Garching, der Thüringer
 Landessternwarte, dem Astrophysikalischen Institut Potsdam und dem 
Forschungszentrum Jülich. Gefördert wird LOFAR in Deutschland von der 
Max-Planck-Gesellschaft, dem Bundesministerium für Bildung und 
Forschung, den zuständigen Ministerien der beteiligten Bundesländer, 
darunter das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes 
Nordrhein-Westfalen, und von der Europäischen Union.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen: &lt;/b&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Aufnahmen des LOFAR-Radioteleskops:&lt;a href=&quot;http://www.lofar-surveys.org/gallery_preview.html&quot;&gt; www.lofar-surveys.org/gallery_preview.html&lt;/a&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Ein Videobeitrag über LOFAR findet sich auf dem Youtube-Kanal der Universität Bielefeld: &lt;a href=&quot;https://youtu.be/6z7BbpY1UeM&quot;&gt;https://youtu.be/6z7BbpY1UeM&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Kontakt:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Professor Dr. Dominik Schwarz, Universität Bielefeld&lt;br&gt;Fakultät für Physik &lt;br&gt;Telefon: +49 521 106-6223 (Sekretariat) &lt;br&gt;E-Mail: dschwarz@physik.uni-bielefeld.de&lt;br&gt;&lt;br&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/institut_f%C3%BCr_familienunternehmen_w%C3%A4chst</guid>
      <title>Institut für Familienunternehmen wächst</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/institut_f%C3%BCr_familienunternehmen_w%C3%A4chst</link>
      <pubDate>Fri, 8 Feb 2019 11:02:25 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell</handle>
      <name>uni.aktuell-Archiv</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Kooperation mit Fakultät für Rechtswissenschaft / Konferenz am 11. März&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122249&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Die Professorinnen Dr. Anne Sanders und Dr. Christina Hoon bilden gemeinsam mit Prof. Dr. Fred G. Becker das geschäftsführende Direktorium des iFUn. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122249&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;

Das
 an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Bielefeld
 angesiedelte „Institut für Familienunternehmen“ (iFUn) erweitert sich. 
Künftig firmiert es als „Institut für Familienunternehmen – 
Ostwestfalen-Lippe (iFUn) der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und
 der Fakultät für Rechtswissenschaft“ und ergänzt seine Forschung um 
rechtswissenschaftliche Fragen aus dem Gesellschafts- und Steuerrecht. 
Neben den beiden Wirtschaftswissenschaftlern Professor Dr. Fred G. 
Becker und Stiftungsprofessorin Dr. Christina Hoon ist nun auch die 
Juristin Professorin Dr. Anne Sanders Mitglied im erstmals gewählten 
geschäftsführenden Direktorium.</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Kooperation mit Fakultät für Rechtswissenschaft / Konferenz am 11. März&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das
 an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Bielefeld
 angesiedelte „Institut für Familienunternehmen“ (iFUn) erweitert sich. 
Künftig firmiert es als „Institut für Familienunternehmen – 
Ostwestfalen-Lippe (iFUn) der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und
 der Fakultät für Rechtswissenschaft“ und ergänzt seine Forschung um 
rechtswissenschaftliche Fragen aus dem Gesellschafts- und Steuerrecht. 
Neben den beiden Wirtschaftswissenschaftlern Professor Dr. Fred G. 
Becker und Stiftungsprofessorin Dr. Christina Hoon ist nun auch die 
Juristin Professorin Dr. Anne Sanders Mitglied im erstmals gewählten 
geschäftsführenden Direktorium.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122249&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Die Professorinnen Dr. Anne Sanders und Dr. Christina Hoon bilden gemeinsam mit Prof. Dr. Fred G. Becker das geschäftsführende Direktorium des iFUn. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122249&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Die
 Professorinnen Dr. Anne Sanders und Dr. Christina Hoon bilden gemeinsam
 mit Prof. Dr. Fred G. Becker das geschäftsführende Direktorium des 
iFUn. Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

Seit 2015 wird an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften zu den 
Besonderheiten von Familienunternehmen und speziell zu Fragen der 
Unternehmensführung und der Personalführung geforscht. Dem zeitgleich 
eingerichteten „Institut für Familienunternehmen“ kommt dabei unter 
anderem die Aufgabe universitätsweiter Forschung im Themenfeld 
Familienunternehmen zu. Als Stiftungsprofessur innerhalb des Instituts 
forscht Professorin Dr. Christina Hoon zu „Führung von 
Familienunternehmen“. Finanziert wird die Stiftungsprofessur von vielen 
ostwestfälischen Unternehmen und Institutionen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Das iFUn war 
bislang in den Händen von reinen Ökonominnen und Ökonomen“, sagt 
Professor Dr. Fred G. Becker, Vorstandsvorsitzender des iFUn. „Aber 
insbesondere die Forschungsschwerpunkte Family Business Governance – 
also die erfolgreiche Führung von Familienunternehmen -, Nachfolge oder 
Erbschaftssteuer erfordern juristische Kompetenz von 
Gesellschaftsrechtlern.“ Die ohnehin schon interdisziplinäre Ausrichtung
 des iFUn werde durch die Zusammenarbeit mit der Fakultät für 
Rechtswissenschaft und insbesondere den Lehrstühlen für Bürgerliches 
Recht, Unternehmensrecht, das Recht der Familienunternehmen und 
Justizforschung von Professorin Dr. Anne Sanders sowie für Öffentliches 
Recht und Steuerrecht von Professor Dr. Simon Kempny auf eine noch 
breitere Basis gestellt, betont Becker.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das erweiterte Institut 
veranstaltet vom 11. bis 12. März die 9. Konferenz der deutschsprachigen
 Forschungszentren und Institute für Familienunternehmen (FIFU) an der 
Universität Bielefeld. Dabei fungiert Professorin Dr. Christiana Hoon 
mit dem von ihr geführten Lehrstuhl „Führung von Familienunternehmen“ 
als Organisatorin dieser Tagung. &lt;br&gt;&lt;br&gt;„Dass die FIFU in Bielefeld 
stattfindet, ist ein Beleg für die herausragende Arbeit, die Christin 
Hoon in den ersten drei Jahren ihrer Tätigkeit gemeinsam mit ihrem Team 
und dem iFUn geleistet hat. Die Ausrichtung der Tagung zeugt von der 
Anerkennung dieser Leistung“, sagt Professor Dr. Fred Becker.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Etwa
 100 deutschsprachige Forscherinnen und Forscher diskutieren bei der 
Konferenz Fragen der Führung von und in Familienunternehmen. Vorträge 
zur Leistungsfähigkeit und Attraktivität von Familienunternehmen als 
Arbeitgeber sowie zu Herausforderungen im Management dieser Unternehmen 
bilden den Kern der Konferenz. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen im Internet:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;• &lt;a href=&quot;http://www.wiwi.uni-bielefeld.de/forschung/iFUn&quot;&gt;www.wiwi.uni-bielefeld.de/forschung/iFUn&lt;/a&gt;&lt;br&gt;• &lt;a href=&quot;http://familienunternehmen-forschung.de&quot;&gt;familienunternehmen-forschung.de&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/ohne_r%C3%B6ntgenaufnahme_die_sch%C3%A4delform_in</guid>
      <title> Ohne Röntgenaufnahme die Schädelform in 3D berechnen</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/ohne_r%C3%B6ntgenaufnahme_die_sch%C3%A4delform_in</link>
      <pubDate>Wed, 30 Jan 2019 15:00:41 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell</handle>
      <name>uni.aktuell-Archiv</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>fo</category>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Forschende aus Bielefeld, Wiesbaden und Mainz stellen neue Methode vor&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122089&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Das neue Computermodell kann aus einem gegebenen Schädel interaktiv mehre Gesichtsvarianten rekonstruieren, die sich in der Hautdickeverteilung unterscheiden. Foto: Universität Bielefeld/Hochschule RheinMain&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122089&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

Ein
 neues mathematisches Modell des Schädels könnte in Zukunft dazu 
beitragen, bei medizinischen Untersuchungen des Kopfes mit wenigen oder 
sogar ganz ohne Röntgenaufnahmen auszukommen und so die 
Strahlenbelastung für Patientinnen und Patienten deutlich zu reduzieren.
 Dasselbe Modell kann auch eingesetzt werden, um anhand eines Schädels 
ein Gesicht zu rekonstruieren. Es könnte somit auch helfen, 
Kriminalfälle aufzuklären. Forschende des Exzellenzclusters Kognitive 
Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld, der 
Hochschule RheinMain sowie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz 
haben dieses Modell nun im Forschungsmagazin PLOS ONE veröffentlicht.</atom:summary>          <description>&lt;strong&gt;Forschende aus Bielefeld, Wiesbaden und Mainz stellen neue Methode vor&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ein neues mathematisches Modell des Schädels könnte in Zukunft dazu beitragen, bei medizinischen Untersuchungen des Kopfes mit wenigen oder sogar ganz ohne Röntgenaufnahmen auszukommen und so die Strahlenbelastung für Patientinnen und Patienten deutlich zu reduzieren. Dasselbe Modell kann auch eingesetzt werden, um anhand eines Schädels ein Gesicht zu rekonstruieren. Es könnte somit auch helfen, Kriminalfälle aufzuklären. Forschende des Exzellenzclusters Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld, der Hochschule RheinMain sowie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz haben dieses Modell nun im Forschungsmagazin PLOS ONE veröffentlicht. &lt;/strong&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=116807&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Der CITEC-Wissenschaftler Prof. Dr. Mario Botsch sorgt mit neuer Geometrieverarbeitung für personalisierte Avatare in der Trainingsumgebung ICSpace. Foto: CITEC/Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=116807&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Prof. Dr. Mario Botsch vom Exzellenzcluster CITEC hat mit Kollegen aus Wiesbaden und Mainz ein Modell entwickelt, das von einem Gesichtsscan auf die Form des Schädels schließen kann. Es kann umgekehrt auch ein Gesicht aus einem Schädel rekonstruieren. Foto: CITEC/Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

Viele Kinder und Jugendliche tragen für eine bestimmte Zeit eine Zahnspange, weil sie eine Fehlstellung des Kiefers haben. Um die Zahnspange an den jeweiligen Kiefer anzupassen, sind umfassende Untersuchungen notwendig. Dazu gehören auch Untersuchungen mit Röntgenstrahlen, bei denen in der Regel der komplette Kiefer aufgenommen wird. Heutige Röntgengeräte sind moderner als früher und lassen sich zielgerichtet einsetzen. &amp;quot;Trotzdem steigt die Dosis durch Röntgenaufnahmen nachweislich seit den 1990er-Jahren Jahr für Jahr an, so dass alle Maßnahmen zum Strahlenschutz zu begrüßen sind.&lt;br&gt;&lt;br&gt; Insbesondere Kinder und Jugendliche mit ihrer überproportional erhöhten Strahlenempfindlichkeit sollten so wenig Strahlung ausgesetzt werden wie möglich&amp;quot;, sagt Prof. Dr. Ralf Schulze von der der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie der Universitätsmedizin Mainz. Er leitet eine Arbeitsgruppe im Forschungsschwerpunkt BiomaTiCS – Biomaterials, Tissues and Cells in Science der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU), der sich mit der Interaktion von Geweben und Zellen mit körperfremden Materialien und Oberflächen beschäftigt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Zudem forscht er mit in dem Verbundprojekt Kephalos der Hochschule RheinMain, welches dort von Prof. Dr. Ulrich Schwanecke, Leiter der Labors für Computer Vision und Mixed Reality geleitet wird. Weitere Projektpartner sind Prof. Dr. Elmar Schömer vom Institut für Informatik der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Prof. Dr. Mario Botsch, Leiter der Forschungsgruppe &amp;quot;Computergrafik und Geometrieverarbeitung&amp;quot; vom Exzellenzcluster CITEC der Universität Bielefeld. &amp;nbsp;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ziel des Projekts ist es, eine Methode zu entwickeln, die es erlaubt, die Form des Gesichtsschädels auf Basis von maximal einer Röntgenaufnahme in Verbindung mit einem Gesichtsscan zu berechnen. Damit ließe sich die Strahlungsdosis für bestimmte Untersuchungen deutlich reduzieren. &amp;quot;In dem Projekt zeigte sich, dass die Berechnung des Gesichtsschädels schon alleine mit einem Gesichtsscan möglich ist. Dies hatten wir ursprünglich nicht erwartet&amp;quot;, sagt Schwanecke. Die Forschungsergebnisse aus dem Projekt haben die Beteiligten jetzt im Journal PLOS ONE veröffentlicht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Je mehr Daten, desto feiner das Modell&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Grundlage des präsentierten Verfahrens sind statistische Modelle, welche die Variation von Gesichtern, Gesichtsschädeln sowie der Hautdicke im Gesicht beschreiben. Um die Modelle zu erhalten, analysierten die Forschenden dreidimensionale Aufnahmen von rund 40 Schädeln und 80 Gesichtern, die im Wesentlichen aus der Universitätsmedizin Mainz stammten. Die Wissenschaftler entwickelten daraus ihre Modelle, welche auf einer Menge von Messpunkten beruhen, die über Dreiecke miteinander verbunden sind und wie ein Netz mit dreieckigen Maschen ein Gesicht oder einen Schädel überziehen. Die genaue Lage der Eckpunkte dieser Dreiecke ist dabei für jedes Gesicht beziehungsweise jeden Schädel anders. Die entwickelten statistischen Modelle kodieren nun die statistische Verteilung der Eckpunkte zu den analysierten Schädel- oder Gesichtsaufnahmen. &amp;quot;Das Modell wird immer genauer, je mehr Daten wir zur Verfügung haben&amp;quot;, erklärt Botsch.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Modell lässt sich in zwei Richtungen anwenden&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122089&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Das neue Computermodell kann aus einem gegebenen Schädel interaktiv mehre Gesichtsvarianten rekonstruieren, die sich in der Hautdickeverteilung unterscheiden. Foto: Universität Bielefeld/Hochschule RheinMain&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122089&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Das neue Computermodell kann aus einem gegebenen Schädel interaktiv mehre Gesichtsvarianten rekonstruieren, die sich in der Hautdickeverteilung unterscheiden. Foto: Universität Bielefeld/Hochschule RheinMain&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

Was ist nun das Besondere an dem Modell? Es lässt sich in zwei Richtungen anwenden. „Unser erstes Ziel war es, den Schädel einer Person anhand ihrer Gesichtsform zu berechnen“, sagt Schwanecke. Diese Methode wurde im vergangenen September auf dem Eurographics Workshop on Visual Computing for Biology and Medicine veröffentlicht.&amp;nbsp; Doch auch das Gegenteil funktioniert: Die Forschenden können rekonstruieren, wie ein Gesicht ausgesehen haben könnte, wenn ihnen ein Schädel vorliegt. „Das ist zum Beispiel für die Forensik interessant, oder auch für die Anthropologie.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;Berechnen lässt sich mit dem Modell dann die dreidimensionale Form eines Gesichts. Dieses sieht allerdings ganz unterschiedlich aus, je nachdem, ob die Person sehr schlank oder aber übergewichtig ist. „Wir erstellen deshalb verschiedene Varianten“, erklärt Jascha Achenbach, der als Doktorand in Bielefeld an dem Projekt mitarbeitet. Eigentlich wirkt die Haut am Schädel vergleichsweise dünn und liegt eng an. Deshalb könnte man annehmen, dass man leicht vom Gesicht auf den Schädel schließen könnte. „Das ist aber nicht so einfach möglich“, sagt Prof. Dr. Botsch. Ein Grund dafür ist, dass die Dicke der Haut stark variiert: Je nachdem, wie dick oder dünn sie an den einzelnen Stellen ist, kann der Schädel darunter ganz unterschiedlich aussehen. Genau das berücksichtigen aber nun die statistischen Modelle.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Weniger Röntgenstrahlung bei kieferorthopädischen Behandlungen&lt;br&gt;&lt;/strong&gt;&amp;quot;Ich gehe davon aus, dass wir auf Basis dieser Modelle zum Beispiel die Anzahl von Röntgenuntersuchungen bei kieferorthopädischen Behandlungen reduzieren können&amp;quot;, sagt Prof. Dr. Schwanecke. Das erwarten auch Thomas Gietzen und Robert Brylka von der Hochschule RheinMain. Sie arbeiten als Doktoranden im Projekt Kephalos. &amp;quot;Notwendig für unsere Berechnung ist nur ein Oberflächenscan des Gesichts. Dieser kann zusätzlich noch durch eine einzige Röntgenaufnahme von der Seite unterstützt werden&amp;quot;, sagt&amp;nbsp; Thomas Gietzen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Gefördert wird das Projekt Kephalos vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;strong&gt;Originalveröffentlichungen:&lt;/strong&gt;&lt;br&gt;Thomas Gietzen, Robert Brylka, Jascha Achenbach, Katja zum Hebel, Elmar Schömer, Mario Botsch, Ulrich Schwanecke, Ralf Schulze: A method for automatic forensic facial reconstruction based on dense statistics of soft tissue thickness. PLOS ONE, &lt;a href=&quot;https://doi.org/10.1371/journal.pone.0210257&quot;&gt;https://doi.org/10.1371/journal.pone.0210257&lt;/a&gt;, erschienen am 23. Januar 2019.&lt;br&gt;&lt;br&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/entwicklung_neuer_magnetischer_sensoren_beschleunigen</guid>
      <title>Entwicklung neuer magnetischer Sensoren beschleunigen</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/entwicklung_neuer_magnetischer_sensoren_beschleunigen</link>
      <pubDate>Wed, 30 Jan 2019 11:38:46 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell</handle>
      <name>uni.aktuell-Archiv</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>fo</category>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Kompetenzzentrum der Universitäten Bielefeld und Mainz nimmt Arbeit auf &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122071&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Kompetenzzentrum MagSens &quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122071&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt; &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

Das
 Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert mit 2,5 Millionen 
Euro das neue Forschungslabor „MagSens“ der Universität Bielefeld und 
der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, das in diesem Monat seine 
Arbeit aufnimmt. Das standortübergreifende Kompetenzzentrum erforscht 
und entwickelt magnetische Hochleistungssensoren, die robust, 
energiesparend und verzögerungsfrei messen. Magnetische Sensoren werden 
für Smartphones und autonome Fahrzeuge, für Biotechnologie und für 
vernetzte Systeme in der Industrie 4.0 benötigt. Die Sensoren können zum
 Beispiel Positionen, Bewegung und elektrische Stromstärke erfassen.</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Kompetenzzentrum der Universitäten Bielefeld und Mainz nimmt Arbeit auf &lt;br&gt;&lt;br&gt;Das
 Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert mit 2,5 Millionen 
Euro das neue Forschungslabor „MagSens“ der Universität Bielefeld und 
der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, das in diesem Monat seine 
Arbeit aufnimmt. Das standortübergreifende Kompetenzzentrum erforscht 
und entwickelt magnetische Hochleistungssensoren, die robust, 
energiesparend und verzögerungsfrei messen. Magnetische Sensoren werden 
für Smartphones und autonome Fahrzeuge, für Biotechnologie und für 
vernetzte Systeme in der Industrie 4.0 benötigt. Die Sensoren können zum
 Beispiel Positionen, Bewegung und elektrische Stromstärke erfassen.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122069&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Prof. Dr. Günter Reiss von der Univer-sität Bielefeld ist einer der beiden Leiter des neuen MagSens-Zentrums. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122069&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Prof. Dr. Günter Reiss von der Univer-sität Bielefeld ist einer der beiden Leiter des neuen MagSens-Zentrums. &lt;br&gt;Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

Für das neue Kompetenzzentrum MagSens kooperieren die Arbeitsgruppen von
 Professor Dr. Günter Reiss (Universität Bielefeld) und Professor Dr. 
Mathias Kläui (Universität Mainz). Die beiden Physiker leiten MagSens 
und sind Spezialisten für die Herstellung von extrem dünnen Schichten – 
wenige Atomlagen flach – die als Basis für magnetische Sensoren dienen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;„Die
 ultradünnen Schichten lassen sich mit zahlreichen Eigenschaften 
ausstatten“, sagt Günter Reiss. Das geschieht, indem Komponenten wie 
Eisen, Nickel, Kupfer und Aluminium- oder Magnesiumoxid unterschiedlich 
kombiniert werden. „Um neue Eigenschaften zu erreichen, ist bislang viel
 Zeit und Aufwand erforderlich. Das beginnt bei der Modellbildung, mit 
der berechnet wird, wie die unterschiedlichen Atome zusammenwirken. Bei 
der Herstellung der Schichten muss dann geprüft werden, ob sie auch 
tatsächlich die gewünschten Eigenschaften haben – falls nicht, muss der 
Herstellungsprozess korrigiert werden, oft viele hundert Male.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das
 Kompetenzzentrum MagSens soll den Prozess von der Modellierung bis zur 
erfolgreichen Herstellung beschleunigen. Die neue 
Forschungsinfrastruktur nutzt dafür moderne Konzepte der 
Materialforschung und setzt maschinelles Lernen ein. Dafür programmieren
 die Forschenden Erfahrungswerte in den Computer ein, der die 
Herstellungsanlage steuert. „Das System erkennt Muster und 
Grundprinzipien in den Abläufen der Herstellung und kann auf der Basis 
die Anlage zunehmend präziser regeln“, sagt Reiss. „Mit den 
gespeicherten Daten und Mustern kann zuverlässiger und schneller als 
bisher berechnet werden, mit welcher Materialzusammensetzung und 
Herstellungsparametern sich bestimmte Effekte der magnetischen Schichten
 erreichen lassen.“ &lt;br&gt;&lt;br&gt;


&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=122070&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Prof. Dr. Mathias Kläui von der Jo-hannes Gutenberg-Universität Mainz ist ebenfalls Leiter des MagSens-Zentrums. Foto: Peter Pulkowski/ Universität Mainz&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=122070&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Prof. Dr. Mathias Kläui von der Jo-hannes Gutenberg-Universität Mainz ist ebenfalls Leiter des MagSens-Zentrums. &lt;br&gt;Foto: Peter Pulkowski/ Universität Mainz&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;



Als Teil von MagSens erhält das Labor in Bielefeld eine hochmoderne 
Beschichtungsanlage für die Produktion der ultradünnen Schichten. Die 
Anlage kann die gewünschten magnetischen Eigenschaften schon im 
Herstellungsprozess identifizieren, statt sie erst danach zu 
charakterisie-ren. „Das Steuerungssystem kann dadurch Einstellungen 
schon während der Herstellung justieren, um den gewünschten Effekt 
präzise zu erreichen“, sagt Reiss. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Kolleginnen und Kollegen 
in Mainz bringen die neu entwickelten ultradünnen Schichten im Reinraum 
auf ein Format, wie es von der Industrie benötigt wird. Sie übertragen 
die Schichten auf „Wafer“ – das sind Siliziumscheiben, auf denen 
Mikrochips und Sensoren aufgebracht werden. „Magnetische Sensoren sind 
High-Tech-Produkte der Mikroelektronik, die maßgeblich in Deutschland 
entwickelt und produziert werden, sagt Professor Dr. Mathias Kläui. 
„Unser Kompetenzzentrum hat die Technologie und die Verfahren, um 
entsprechend dem jeweiligen Bedarf Sensorsysteme für unterschiedlichste 
Anwendungen anzufertigen, und das in kürzester Zeit.“ Die 
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nutzen für ihre Entwicklungen 
neueste Erkenntnisse aus der Forschung beispielsweise zu physikalischen 
Phänomenen wie dem Riesenmagnetowiderstand oder dem Hall-Effekt.&lt;p&gt;&lt;br&gt;Das
 Kompetenzzentrum heißt mit vollem Namen „Forschungslabor 
Mikroelektronik Bielefeld und Mainz für Magnetfeldsensorik“. Es wird in 
bestehende Labore in Bielefeld und Mainz integriert. Das Projekt wird 
über die Initiative „Forschungslabore Mikroelektronik Deutschland 
(For-Lab)“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) 
gefördert. Die 2,5 Millionen Euro Förderung gehen je zur Hälfte an die 
Universität Bielefeld und die Universität Mainz. Das Projekt läuft von 
Januar 2019 bis Dezember 2021. Das Zentrum ist eins von bundesweit zwölf
 „Forschungslaboren Mikroelektronik Deutschland“. Durch die Investition 
in modernste Geräte und Anlagen dieser Forschungslabore will das BMBF 
Forschung auf internationalem Spitzenniveau verstärkt ermöglichen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen im Internet:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Website des Kompetenzzentrums „MagSens“: &lt;a href=&quot;http://www.magsens.de&quot;&gt;http://www.magsens.de &lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Kontakt:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Prof. Dr. Günter Reiss, Universität Bielefeld&lt;br&gt;Fakultät für Physik&lt;br&gt;Telefon: 0521 106-5411&lt;br&gt;E-Mail: reiss@physik.uni-bielefeld.de&lt;br&gt;&lt;br&gt;



&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/keine_abschottung_vor_der_integration</guid>
      <title>Keine Abschottung vor der Integration, sondern Befürwortung der kulturellen Öffnung in Deutschland</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/keine_abschottung_vor_der_integration</link>
      <pubDate>Thu, 24 Jan 2019 11:51:42 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell</handle>
      <name>uni.aktuell-Archiv</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;p&gt;&lt;b&gt;Trotz der Verschärfung der öffentlichen Debatte um Zuwanderung und
 Integration sind die Einstellungen in der Bevölkerung in den letzten 
zwei Jahren nicht stärker ablehnend geworden, sondern haben sich sogar 
verbessert.&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=117346&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Prof. Dr. Andreas Zick. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=117346&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Gesellschaftliche Willkommenskultur findet wieder mehr Zuspruch.&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Weniger Menschen fordern Vorrechte für Alteingesessene ein. &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Die
 gesellschaftliche Separation von Migranten und Deutschen wird 
größtenteils abgelehnt, die Sichtbarkeit von Vielfalt im öffentlichen 
Raum befürwortet. &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Davon, dass Migranten unter sich bleiben wollen, kann nicht die Rede sein.&amp;nbsp; &lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;Die
 Wertschätzung von Vielfalt und Befürwortung eines offenen 
Heimatkonzepts sind in der Bevölkerung demnach wieder leicht gestiegen 
nach 2016. Dies zeigt die dritte Erhebung der Studie „ZuGleich – 
Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit“ des Instituts für interdisziplinäre 
Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld, die 
heute in Berlin präsentiert wurde. In der &lt;br&gt;Studie wurden 
repräsentative Umfragen vor (2014), während (2016) und nach (2018) der 
hohen Zuwanderung von Geflüchteten und Asylsuchenden durchgeführt.&amp;nbsp;</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Trotz der Verschärfung der öffentlichen Debatte um Zuwanderung und Integration sind die Einstellungen in der Bevölkerung in den letzten zwei Jahren nicht stärker ablehnend geworden, sondern haben sich sogar verbessert.&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;b&gt;Gesellschaftliche Willkommenskultur findet wieder mehr Zuspruch.&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;b&gt;Weniger Menschen fordern Vorrechte für Alteingesessene ein. &lt;/b&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;b&gt;Die gesellschaftliche Separation von Migranten und Deutschen wird größtenteils abgelehnt, die Sichtbarkeit von Vielfalt im öffentlichen Raum befürwortet. &lt;/b&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;b&gt;Davon, dass Migranten unter sich bleiben wollen, kann nicht die Rede sein.&amp;nbsp; &lt;/b&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;b&gt;Die Wertschätzung von Vielfalt und Befürwortung eines offenen Heimatkonzepts sind in der Bevölkerung demnach wieder leicht gestiegen nach 2016. Dies zeigt die dritte Erhebung der Studie „ZuGleich – Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit“ des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld, die heute in Berlin präsentiert wurde. In der &lt;br&gt;Studie wurden repräsentative Umfragen vor (2014), während (2016) und nach (2018) der hohen Zuwanderung von Geflüchteten und Asylsuchenden durchgeführt.&amp;nbsp; &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;

&lt;div class=&quot;image&quot;&gt;&lt;a href=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/bild?id=117346&quot;&gt;&lt;img alt=&quot;Prof. Dr. Andreas Zick. Foto: Universität Bielefeld&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/bilddb/thumbnail?id=117346&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;div class=&quot;bildunterzeile&quot;&gt;Prof. Dr. Andreas Zick. Foto: Universität Bielefeld&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;

„Einstellungen zur Aufnahme von Geflüchteten und zur kulturellen Diversität in Deutschland haben in den Vorjahren die Gesellschaft polarisiert und in Teilen gespalten. Dieses Klima hat sich im Jahr 2018 wieder entspannt. Vielfalt ist im öffentlichen Raum, im Alltag, in den Lebensbereichen der Befragten zur Normalität geworden und das fördert die Integrationskraft“, so Professor Dr. Andreas Zick, Leiter der Studie. &lt;br&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Die starke Polarisierung von 2016 geht zurück &lt;/b&gt;&lt;br&gt;36,9% der Befragten ohne Migrationshintergrund befürworten die gesellschaftliche Willkommenskultur in 2018 (gegenüber 32,3% in 2016), nur noch 27,5% lehnen sie ab (gegenüber 32,7% in 2016). Obwohl die Wertschätzung von gesellschaftlicher Vielfalt leicht zunimmt, liegt die Zustimmung zur Willkommenskultur trotzdem weiterhin unterhalb der 39,5% aus dem Jahr 2014. Unter Befragten mit Migrationshintergrund nimmt die Zustimmung gegenüber 2016 um fast zehn Prozentpunkte auf 38,3% ab; damit liegt kein signifikanter Einfluss des Migrationshintergrunds auf die Befürwortung der Willkommenskultur mehr vor. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Vorrechte für Alteingesessene werden weniger eingefordert&amp;nbsp;&lt;/b&gt; &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;br&gt;Nach dem deutlichen Anstieg von 5,5% (2014) auf 16,4% der Befragten, die sich 2016 dafür aussprachen, dass sich Neuhinzukommende erst einmal mit weniger zufrieden geben sollten, wird diese Forderung wieder leiser. Dennoch spricht sich 2018 immer noch knapp jeder Achte (11,7%) für Etabliertenvorrechte aus. Gleichzeitig fordern immer noch deutlich mehr als ein Drittel der Befragten ohne Migrationshintergrund (38%) ein, jüngere Migranten in ihre Schranken zu weisen (2016: 41%, 2014: 26%). Die Forderung nach einer Wiederbelebung deutscher Werte und Traditionen geht hingegen zurück.&amp;nbsp; &lt;br&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;Madlen Preuß, Koordinatorin der Studie, erklärt: „Trotz der positiven Tendenzen zeigt die Studie auch, dass Teile der Bevölkerung nach wie vor Vorbehalte gegenüber sogenannten ‚Neuen‘ haben und ihnen gleiche Rechte absprechen. Darin machen Befragte mit und ohne Migrationshintergrund seit 2016 auch keinen Unterschied mehr. Dies ist eine interessante Trendwende, die im Kontext anhaltender Aufrufe zur besseren Integration ernstgenommen werden sollte.“&amp;nbsp; &lt;br&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Das Zugehörigkeitskonzept der Befragten wird offener &lt;/b&gt;&lt;br&gt;Auf die Frage, welche Kriterien wichtig sind, um zur deutschen Gesellschaft dazuzugehören, nennen die Befragten bereits seit 2014 vor allem erwerbbare Kriterien, die erfüllt werden sollen. Als am wichtigsten wird das Beherrschen der deutschen Sprache (91,4% Zustimmung) und die Achtung deutscher Institutionen und Gesetze (86,7%) bewertet. Immer weniger Relevanz wird exklusiven Kriterien wie das Geburtsland Deutschland (15,4%) und die christliche Religionszugehörigkeit (14,0%) beigemessen. Ihre Befürwortung hat sich seit 2014 halbiert. &lt;br&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Die Mehrheit der Befragten wünscht sich heterogen Sozialbeziehungen und größere Sichtbarkeit der Sprachenvielfalt &lt;/b&gt;&lt;br&gt;Die soziale Abschottung von Deutschen und Migranten wird von mehr als 80% aller Befragten klar abgelehnt. Deutlich mehr als die Hälfte der Befragten ohne Migrationshintergrund (57,2%) sind außerdem der Meinung, dass die Vielfalt der in Deutschland gesprochenen Sprachen stärker im öffentlichen Raum berücksichtigt werden sollte; 15,1% teilen diese Meinung nicht. Befragte mit Migrationshintergrund unterstützen diese Forderung mit 48,6% seltener. &lt;br&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;Dr. Susanne Farwick, Leiterin des Bereichs Integration der Stiftung Mercator, fasst zusammen: „Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit aller Befragten die kulturelle Vielfalt in Deutschland befürwortet, trotz aller Belastungen und &lt;br&gt;Konflikte. An ihnen sollte sich die Politik bei der Gestaltung von Integration und Teilhabe orientieren.“&amp;nbsp; &lt;br&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Über die Studie ZuGleich &lt;/b&gt;&lt;br&gt;In zweijährigen Abständen erhebt die Studie „Zugehörigkeit und Gleichwertigkeit – ZuGleich“ des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und &lt;br&gt;Gewaltforschung der Universität Bielefeld in repräsentativen Bevölkerungsumfragen, wie deutsche Bürgerinnen und Bürger zur Willkommenskultur stehen, welche Kriterien sie für die Zugehörigkeit zur deutschen Gesellschaft anlegen, wie sie die Öffnung der Gesellschaft wahrnehmen und wie sie sich das Zusammenleben in Deutschland künftig vorstellen. Mit der Veröffentlichung der Ergebnisse der dritten Erhebung aus 2018 liegen nun Daten vor, die es erlauben, Entwicklungen der Einstellung zur Integration seit 2014 nachzuzeichnen. Somit kann auch verglichen werden, wie sich Einstellungen in der Bevölkerung verändert haben, seit die Themen Migration und Integration im politischen und öffentlichen Diskurs in den Jahren 2015/16 deutlich an Relevanz und Brisanz gewonnen haben. Im Rahmen der dritten Erhebung wurden 2.008 Personen ab 18 Jahren von März bis Juli 2018 telefonisch befragt. Das Projekt wird von Professor Dr. Andreas Zick und Madlen Preuß, M.A., am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) an der Universität Bielefeld durchgeführt. &lt;br&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;Gefördert wird die ZuGleich-Studie seit 2013 von der Stiftung Mercator. Diese möchte mit ihren Projekten positive Impulse für das Zusammenleben in der deutschen Einwanderungsgesellschaft setzen und zu einer Versachlichung des Integrationsdiskurses beitragen. &lt;br&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen und die Studie zum Download: &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/resource/Factsheet_Zugleich_Zugehoerigkeit_und_Gleichwertigkeit_2018.pdf&quot;&gt;Factsheet_Zugleich_Zugehoerigkeit_und_Gleichwertigkeit_2018.pdf&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;a href=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/resource/Studie_Zugleich_Zugehoerigkeit_und_Gleichwertigkeit_2018.pdf&quot;&gt;Studie_Zugleich_Zugehoerigkeit_und_Gleichwertigkeit_2018.pdf &lt;/a&gt;&lt;br&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Über die Stiftung Mercator: &lt;/b&gt;&lt;br&gt;Die Stiftung Mercator ist eine private, unabhängige Stiftung. Sie strebt mit ihrer Arbeit eine Gesellschaft an, die sich durch Weltoffenheit, Solidarität und Chancengleichheit auszeichnet. Dabei konzentriert sie sich darauf, Europa zu stärken, den Bildungserfolg benachteiligter Kinder und Jugendlicher insbesondere mit Migrationshintergrund zu erhöhen, Qualität und Wirkung kultureller Bildung zu verbessern, Klimaschutz voranzutreiben und Wissenschaft zu fördern. Die Stiftung Mercator steht für die Verbindung von wissenschaftlicher Expertise und praktischer Projekterfahrung. Als eine führende Stiftung in Deutschland ist sie national wie international tätig. Dem Ruhrgebiet, der Heimat der Stifterfamilie und dem Sitz der Stiftung, fühlt sie sich besonders verpflichtet. &lt;a href=&quot;http://www.stiftung-mercator.de&quot;&gt;www.stiftung-mercator.de &lt;/a&gt;&lt;br&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;&lt;br&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/globaler_arbeitsmarkt_mythos_oder_wirklichkeit</guid>
      <title>Globaler Arbeitsmarkt: Mythos oder Wirklichkeit?</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell/entry/globaler_arbeitsmarkt_mythos_oder_wirklichkeit</link>
      <pubDate>Thu, 24 Jan 2019 09:30:55 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/uniaktuell</handle>
      <name>uni.aktuell-Archiv</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">&lt;b&gt;Abschlusstagung der internationalen ZiF-Forschungsgruppe&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Gibt
 es den globalen Arbeitsmarkt? Wo ist er und was wird dort gehandelt? 
Die Forschungsgruppe „In Search of the Global Labour Market“ („Auf der 
Suche nach dem globalen Arbeitsmarkt“) ist dieser Frage in den 
vergangenen zehn Monaten am Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre 
Forschung (ZiF) nachgegangen. Am 31. Januar und 1. Februar stellen die 
Forschenden ihre Ergebnisse auf der Abschlusstagung der Forschungsgruppe
 vor.</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Abschlusstagung der internationalen ZiF-Forschungsgruppe&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Gibt
 es den globalen Arbeitsmarkt? Wo ist er und was wird dort gehandelt? 
Die Forschungsgruppe „In Search of the Global Labour Market“ („Auf der 
Suche nach dem globalen Arbeitsmarkt“) ist dieser Frage in den 
vergangenen zehn Monaten am Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre 
Forschung (ZiF) nachgegangen. Am 31. Januar und 1. Februar stellen die 
Forschenden ihre Ergebnisse auf der Abschlusstagung der Forschungsgruppe
 vor. &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Am Anfang unserer Arbeit dachten wir, wir könnten so 
etwas wie einen globalen Arbeitsmarkt gar nicht finden“, sagt die 
Soziologin Professorin Dr. Ursula Mense-Petermann, eine der Leiterinnen 
der Gruppe. „In unserem Forschungsjahr haben wir dann festgestellt: Es 
gibt nicht den einen, aber einige kleine globale Arbeitsmärkte in 
Bereichen, in denen weltweit Standards definiert sind. Das ist zum 
Beispiel so im Fußball, bei Matrosen oder in der Spitzenmusik.“ Die 
großen multinationalen Konzerne hingegen stellten zumeist entweder 
Personal vor Ort ein oder brächten ihr Spitzenpersonal aus dem Stammland
 mit. Juristinnen und Juristen seien schon wegen der unterschiedlichen 
Rechtsysteme in ihrem Wirkungskreis eingeschränkt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;„Man muss 
genau hinsehen“, stellt auch der Historiker Professor Dr. Thomas 
Welskopp fest: „Oft handelt es sich eher um die Einbettung von lokalen 
Arbeitsmärkten in globale Kontexte oder transnationale Arbeitsmärkte.“ 
Etwa wenn ein Programmierer zwar für weit entfernte Arbeitgeber tätig 
ist, dafür aber seine Heimat nicht verlässt. Oder wenn Pflegekräfte und 
Erntehelfer sich an Agenturen in ihrem Heimatland wenden, die den 
Kontakt zu einem auswärtigen Arbeitgeber herstellen. „Globale 
Arbeitsmärkte brauchen eine gemeinsame Sprache, gemeinsame Standards und
 die Anerkennung von Qualifikationen, das ist längst nicht immer 
gegeben“, betont Professorin Dr. Anna Zaharieva, die im 
interdisziplinären Leitungsteam der Forschungsgruppe die 
Wirtschaftswissenschaften vertritt. Davon, dass die 
Internationalisierung in Zukunft zunehmen wird, gehen alle Forschenden 
aus. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Bei der Tagung werden die Fellows der Forschungsgruppe aus 
Volkswirtschaft, Soziologie, Geschichte, Politikwissenschaft, 
Internationalen Beziehungen, Sozialpolitik, Management und 
Migrationsstudien diskutieren, was Arbeitsmärkte von anderen Märkten 
unterscheidet, wie sie entstanden sind und was ihre globalen Elemente 
ausmacht. Zudem gibt es konkrete Fallstudien, etwa zur Lage der 
osteuropäischen Vertragsarbeiterinnen und Vertragsarbeiter in der 
deutschen Fleischindustrie und zur Frage, wie Flüchtlinge besser in den 
Arbeitsmarkt integriert werden können. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;a href=&quot;http://www.uni-bielefeld.de/(en)/ZiF/FG/2017Global/index.html&quot;&gt;www.uni-bielefeld.de/(en)/ZiF/FG/2017Global/index.html&lt;/a&gt; &lt;br&gt;•&amp;nbsp;&amp;nbsp; &amp;nbsp;Forschungsmagazin Bi.research: „Wie die Arbeit gesellschaftsfähig wurde“, ab S. 8 &lt;br&gt;&lt;a href=&quot;http://www.uni-bielefeld.de/kommunikation/medien-news/BI_research/47-2018/BI.research_47_2018.pdf&quot;&gt;www.uni-bielefeld.de/kommunikation/medien-news/BI_research/47-2018/BI.research_47_2018.pdf&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;</description>    </item>
  </channel>
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