Soziologie
Neue Forschung zu digitalem Monitoring (AG Abendroth)
Unser neuester Artikel untersucht die soziale Strukturierung von digitalem Monitoring bei der Arbeit.
Zusammenfassend unterstützen unsere Ergebnisse die Argumentation, dass digitalisierte Arbeitsplätze zunehmend polarisiert sind, nicht nur in Bezug auf Ressourcen, sondern auch in Bezug auf die erlebten Arbeitsbelastungen. Inwiefern Beschäftigte digitales Monitoring zur Leistungsbewertung erleben und digitales Monitoring als invasive Form von Überwachung wahrnehmen ist stark davon geprägt in welchem Betrieb und in welchem Beruf Sie arbeiten:
🏢 Erfahrungen mit digitalem Monitoring – Eine Frage für welchen Betrieb ich arbeite
Unsere Forschung zeigt, dass Mitarbeiter in ressourcenstarken Organisationen—die bereit und in der Lage sind, relativ hohe Löhne zu zahlen, um Arbeitsleistung zu sichern—weniger wahrscheinlich die Verwendung von automatisch gespeicherten Daten zur Leistungsbewertung erleben. Sie neigen auch dazu, digitale Überwachung als weniger invasiv und mehr als unterstützendes Werkzeug denn als ständige Überwachung wahrzunehmen.
👷♂️ Erfahrungen mit digitalem Monitoring – Eine Frage was ich für einen Beruf ich ausübe?
Darüber hinaus sind Mitarbeiter in ressourcenstarken Berufen, die durch hohe Aufgabenkomplexität und entsprechende Statuswahrnehmungen sowie Verhandlungsmacht gekennzeichnet sind, eher vor invasiven Formen digitaler Überwachung geschützt. Besonders bemerkenswert ist, dass diejenigen in komplexen Rollen weniger wahrscheinlich die Verwendung von automatisch gespeicherten Daten zu ihren Arbeitsaktivitäten zur Leistungsbewertung erleben und solche Praktiken als weniger aufdringlich empfinden.