Soziologie
Getrennt - Verbunden - Ausgeblendet: Transnationale Familien und Ihre Unsichtbarkeit
Veranstaltung „Getrennt - Verbunden - Ausgeblendet: Transnationale Familien und Ihre Unsichtbarkeit“ mit Prof. Dr. Heike Greschke
Am 8. Juni 2026 wird Prof. Dr. Heike Greschke vom Arbeitsbereich Mediensoziologie im Rahmen der Vortragsreihe „Ungleichheiten – erwünscht, notwendig, problematisch?“ des Forums Offene Wissenschaft über transnationale Familien und ihre Unsichtbarkeit referieren. Der Vortrag unter dem Titel „Getrennt - Verbunden - Ausgeblendet“ betrachtet die transnationale Familie als techno-soziales Konstrukt, das sich im Spannungsfeld von globaler Ungleichheit, Mobilitätsregimen und digitaler Vernetzung formiert. Im Mittelpunkt stehen die Ungleichheitsdimensionen Wellbeing, Einkommen und Mobilitätsfreiheit sowie deren Verflechtungen im Lebensalltag transnationaler Familien. Der Vortrag soll darlegen, dass die Unsichtbarkeit dieser Familien im Migrationsdiskurs weniger ihrer gesellschaftlichen Randständigkeit geschuldet ist, sondern vielmehr nationalstaatlich verengten Deutungsmustern. Eine medien- und ungleichheitssensible Perspektive macht hingegen sichtbar, wie eng Fragen globaler Gerechtigkeit, digitaler Vernetzung und familialer Solidarität miteinander verwoben sind.
Der Vortrag findet um 18:15 Uhr im Hörsaal Y-0-111 der Universität Bielefeld statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Weitere Informationen zur gesamten Vortragsreihe und den einzelnen Veranstaltungen finden Sie hier: https://www.uni-bielefeld.de/themen/forum/.