<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?>
<!-- 123456789101112131415161718192021222324252627282930313233343536373839404142434445464748495051525354555657585960616263646566676869707172737475767778798081828384858687888990919293949596979899100101102103104105106107108109110111112113114115116117118119120121122123124125126127128129130131132133134135136137138139140141142143144145146147148149150151152153
-->
<?xml-stylesheet type="text/xsl" href="https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/roller-ui/styles/rss.xsl" media="screen"?><rss version="2.0"
     xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
  <channel>
    <title>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</title>
    <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/</link>
        <atom:link rel="self" type="application/rss+xml"
                   href="https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/feed/entries/rss?cat=Forschung+%26+Wissenschaft"/>
    <description>DIe Pressemeldungen der Universität Bielefeld finden ab sofort unter https://aktuell.uni-bielefeld.de/pressemitteilungen</description>
    <language>en-us</language>
    <copyright>Copyright 2026</copyright>
    <lastBuildDate>Thu, 15 Jan 2026 15:06:17 +0100</lastBuildDate>
    <generator>Apache Roller</generator>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/unerwartete-tierpartnerschaft-im-amazonas-entdeckt</guid>
      <title>Unerwartete Tierpartnerschaft im Amazonas entdeckt</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/unerwartete-tierpartnerschaft-im-amazonas-entdeckt</link>
      <pubDate>Thu, 26 Jun 2025 10:48:25 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">(Nr. 76/2025) Einzeln lebende Tiere, die gemeinsam durch den nächtlichen Dschungel streifen – was wie eine Szene aus einem Märchen klingt, wurde nun wissenschaftlich dokumentiert. In ihrer Studie beschreibt ein Forschungsteam unter der Leitung von Verhaltensökolog*innen der Universität Bielefeld in Zusammenarbeit mit Forschenden der ETH Zürich erstmals eine rätselhafte Beziehung zwischen zwei sehr unterschiedlichen Tierarten: dem Ozelot (Leopardus pardalis) und dem Gemeinen Opossum (Didelphis marsupialis). Die Studie wurde nun in der Fachzeitschrift Ecosphere veröffentlicht. </atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Ozelots und Opossums stellen Wissen über tierische Beziehungen infrage &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr. 76/2025) &lt;b&gt;Einzeln lebende Tiere, die gemeinsam durch den nächtlichen Dschungel streifen – was wie eine Szene aus einem Märchen klingt, wurde nun wissenschaftlich dokumentiert. In ihrer Studie mit dem Titel „Beyond predator and prey: first evidence of an association between ocelot and opossum individuals“ (Jenseits von Räuber und Beute: Erster Nachweis einer Verbindung zwischen Ozelot- und Opossum-Individuen) beschreibt ein Forschungsteam unter der Leitung von Verhaltensökolog*innen der Universität Bielefeld in Zusammenarbeit mit Forschenden der ETH Zürich erstmals eine rätselhafte Beziehung zwischen zwei sehr unterschiedlichen Tierarten: dem Ozelot (Leopardus pardalis) und dem Gemeinen Opossum (Didelphis marsupialis). Die Studie wurde nun in der Fachzeitschrift Ecosphere veröffentlicht.
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Auch wenn wir noch nicht sicher sagen können, ob es sich tatsächlich um eine feste Partnerschaft handelt, könnten wir hier das südamerikanische Gegenstück zur bekannten Zusammenarbeit zwischen Kojoten und Dachsen in Nordamerika beobachten“, erklärt Dr. Isabel Damas-Moreira, Verhaltensökologin an der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld und Letztautorin der Studie. Solche Kooperationen seien besonders faszinierend, „weil sie zeigen, dass sich Beziehungen auch zwischen nicht verwandten Arten entwickeln können“.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ursprünglich wollten die Forschenden mit Kamerafallen das Verhalten von Vögeln dokumentieren. Dabei stießen sie auf Videoaufnahmen, die einen Ozelot und ein Opossum zeigen, wie sie Seite an Seite umherziehen – ohne jegliche Anzeichen von Aggression, Angst oder Jagdverhalten. Nach Rücksprache mit weiteren Forschenden fanden sie zusätzliche Hinweise auf dieselbe Verbindung – über vier verschiedene Regionen im peruanischen Amazonas hinweg und über mehrere Jahre verteilt. In allen Fällen scheint das Opossum die Führung zu übernehmen, während der Ozelot dicht folgt. Zusätzliche Feldexperimente ergaben zudem, dass Opossums eine deutliche Anziehung zum Geruch von Ozelots zeigen – sie reiben sich häufig an dessen Duftmarken, während sie andere Gerüche, etwa von Pumas, ignorieren. Dies deutet auf eine gezielte Hinwendung zu Ozelots hin.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gegenseitiger Nutzen statt Jagdinstinkt
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Forschenden vermuten hinter dieser ungewöhnlichen Verbindung einen gegenseitigen Nutzen – immerhin könnte der Ozelot ein Opossum problemlos reißen. Opossums könnten vom schützenden Beisein des Ozelots profitieren, während der Ozelot durch die besonderen Eigenschaften des Opossums bei der Nahrungssuche unterstützt wird – etwa durch dessen Resistenz gegenüber dem Gift von Vipern. Auch eine Art chemische Tarnung durch die Vermischung ihrer Gerüche ist denkbar.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Entdeckung ist zweifellos bedeutend für die Wissenschaft: Sie eröffnet neue Perspektiven auf das Sozialverhalten von Tieren und zeigt, wie viel im Ökosystem Regenwald noch unbekannt ist. „Diese Entdeckung war ein Zufall. Sie erinnert uns daran, wie wichtig genaues Beobachten ist – denn die Natur ist oft komplexer, als wir denken“, sagt Damas-Moreira.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Studie wurde in Zusammenarbeit mit internationalen Partner*innen durchgeführt, wobei die Universität Bielefeld die Federführung übernahm.

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Originalpublikation:&lt;/b&gt;
Ettore Camerlenghi, Dumas Gálvez, Christopher Ketola, Angelo Piga, Nadine Holmes, José Luis Mena, Mathias W. Tobler, Fortunato Rayan, Isabel Damas-Moreira: Beyond predator and prey: first evidence of an association between ocelot and opossum individuals. Ecosphere. https://doi.org/10.1002/ecs2.70322, veröffentlicht am 24.06.2025.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;
&lt;br&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/biologie/forschung/arbeitsgruppen/behav_eco/index.xml&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; der Verhaltensökologie an der Universität Bielefeld


&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt:
&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Dr. Isabel Damas Moreira, Universität Bielefeld 
&lt;br&gt;Fakultät für Biologie
&lt;br&gt;Telefon 0521 106-2194 (Sekretariat)
&lt;br&gt;E-Mail: isabel.damas@uni-bielefeld.de   
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/R4CJS&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar. Weitere Meldungen unter: 
www.uni-bielefeld.de/uni/presse-medien | Pressemitteilungen
&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/k-uuml-nstliche-intelligenz-f</guid>
      <title>K&amp;uuml;nstliche Intelligenz f&amp;uuml;r kleine und mittlere Unternehmen</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/k-uuml-nstliche-intelligenz-f</link>
      <pubDate>Tue, 24 Jun 2025 09:48:36 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">(Nr. 72/2025) Künstliche Intelligenz wird für kleine und mittlere Unternehmen zum Wettbewerbsfaktor, doch die Umsetzung scheitert oft an technischen Hürden. Eine neue Initiative soll das ändern: Die Universität Bielefeld hat die Förderzusage für das Projekt „LLM4KMU“ erhalten, das im Programm NEXT.IN.NRW des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt wird. Das Projekt verfolgt das Ziel, den Einsatz von Open Source Large Language Models (LLM) in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu optimieren. </atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;5 Millionen Euro Budget: Universität koordiniert Projekt für KI-Zugang
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr. 72/2025)&lt;b&gt; Künstliche Intelligenz wird für kleine und mittlere Unternehmen zum Wettbewerbsfaktor, doch die Umsetzung scheitert oft an technischen Hürden. Eine neue Initiative soll das ändern: Die Universität Bielefeld hat die Förderzusage für das Projekt „LLM4KMU“ erhalten, das im Programm NEXT.IN.NRW des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt wird. Das Projekt verfolgt das Ziel, den Einsatz von Open Source Large Language Models (LLM) in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zu optimieren. 
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Forschenden wollen Best Practices entwickeln und eine Experimentierplattform aufbauen, um Unternehmen den effektiven Einsatz der Technologie zu ermöglichen. Für das Projekt stehen rund 5 Millionen Euro zur Verfügung, knapp 4 Millionen davon als Förderung.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;KI ohne große Investitionen einsetzen
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die kontinuierliche Entwicklung von großen Sprachmodellen, auch bekannt als Generative KI, hat die Möglichkeiten für Unternehmen erweitert. Insbesondere KMU können von der Automatisierung ihrer Prozesse profitieren, was zu Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen führt. Das Projekt LLM4KMU setzt genau hier an und soll maßgeschneiderte Lösungen zur Integration dieser Technologien bieten.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Mit LLM4KMU wollen wir dafür sorgen, dass auch kleine und mittlere Unternehmen von den Chancen der Künstlichen Intelligenz profitieren – ohne dass sie dafür große Investitionen oder komplizierte Technik stemmen müssen“, erklärt Prof. Dr. Philipp Cimiano von der Technischen Fakultät der Universität Bielefeld. „Damit stärken wir nicht nur die Innovationskraft der Unternehmen, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit von Nordrhein-Westfalen insgesamt.“ Die Universität Bielefeld erhält als Koordinatorin fast 840.000 Euro der Fördergelder.

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Modelle einfach wechseln
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Geplant ist eine Art „Experimentierplattform“, auf der Unternehmen verschiedene Sprachmodelle ausprobieren können, um herauszufinden, welches am besten zu ihren individuellen Anforderungen passt. Dabei kommen vor allem sogenannte Open-Source-Modelle zum Einsatz – das sind frei verfügbare KI-Modelle, die von einer breiten Entwicklergemeinschaft weiterentwickelt und angepasst werden können. Diese Modelle lassen sich besonders flexibel in bestehende Systeme integrieren. Der Ansatz folgt dem Prinzip „Plug &amp;amp; Play“: Die Sprachmodelle können relativ einfach eingebunden, getestet und bei Bedarf wieder ausgetauscht werden – ohne dass umfangreiche technische Anpassungen notwendig sind.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Unternehmen behalten Datenkontrolle
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Darüber hinaus entwickelt das Projekt Best-Practice-Leitfäden, die Unternehmen dabei unterstützen, ihre LLM besser zu trainieren und anzupassen. So sollen die Modelle zuverlässiger werden und die Nutzungskosten sinken. Ein wichtiger Punkt dabei: Die Unternehmen behalten die Kontrolle über ihre Daten, weil alles auf Open-Source-Lösungen basiert, die sich in die eigene IT-Infrastruktur integrieren lassen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein starkes Konsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft unterstützt das Projekt. Neben der Universität Bielefeld sind die semalytix GmbH, CLAAS Selbstfahrende Erntemaschinen GmbH, ellamind GmbH, ZENIT GmbH, primeLine Solutions GmbH und Matplus GmbH beteiligt. Sie alle bringen ihr Know-how ein, um den Unternehmen den Einstieg in KI zu erleichtern.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;br&gt;&lt;/b&gt;Innovationswettbewerb&lt;a href=&quot;https://www.wirtschaft.nrw/innovationswettbewerb-nextinnrw-land-und-eu-foerdern-innovative-projekte-mit-rund-42-millionen-euro&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt; NEXT.IN.NRW&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt:&lt;br&gt;&lt;/b&gt;Prof. Dr. Philipp Cimiano, Universität Bielefeld 
&lt;br&gt;Technische Fakultät 
&lt;br&gt;Telefon 0521 106-12212 (Sekretariat)
&lt;br&gt;E-Mail: cimiano@techfak.uni-bielefeld.de
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/QE8PS&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar. Weitere Meldungen unter: 
www.uni-bielefeld.de/uni/presse-medien | Pressemitteilungen&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/mediaresource/71addee3-fe17-4246-87e3-1f5f0702e112&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/mediaresource/71addee3-fe17-4246-87e3-1f5f0702e112&quot; alt=&quot;EFRE-Logo.png&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/graduiertenkolleg-zu-geschlechterforschung-verl-auml</guid>
      <title>Graduiertenkolleg zu Geschlechterforschung verl&amp;auml;ngert</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/graduiertenkolleg-zu-geschlechterforschung-verl-auml</link>
      <pubDate>Mon, 23 Jun 2025 13:32:35 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">(Nr. 71/2025) Das Kolleg „Geschlecht als Erfahrung“ ist eines von zehn Graduiertenkollegs in Deutschland, für die weitere Förderung bewilligt wurde. Geleitet wird es von Prof’in Dr. Tomke König.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;DFG fördert Kolleg der Universität Bielefeld weitere fünf Jahre&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Das Graduiertenkolleg „Geschlecht als Erfahrung“ (GRK 2650) der Universität Bielefeld geht in eine zweite Förderphase bis 2030. Wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) mitteilt, gehört das interdisziplinäre Kolleg unter Leitung von Professorin Dr. Tomke König deutschlandweit zu zehn verlängerten Kollegs.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Verlängerung des Graduiertenkollegs „Geschlecht als Erfahrung. Konstitution und Transformation gesellschaftlicher Existenzweisen“ an der Universität Bielefeld bewilligt. Das seit 2021 laufende Kolleg wird ab November 2025 für weitere viereinhalb Jahre gefördert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der besondere Ansatz des Kollegs besteht darin, Geschlecht theoretisch als Erfahrung zu konzeptualisieren und empirisch zu untersuchen. Auf die Weise wird eine Brücke zwischen Forschungsansätzen geschlagen, die Geschlecht einerseits als vorgegeben und andererseits als sozialisiert und anerzogen untersuchen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bislang haben sechs Doktorand*innen des Kollegs ihre Dissertationen eingereicht. Derzeit forschen elf Kollegiat*innen aus sechs Disziplinen zu verschiedenen Aspekten von Geschlechtererfahrungen, weitere vier Wissenschaftler*innen sind assoziiert. Die neue Förderungsphase ermöglicht es, ab Mai 2027 eine weitere Kohorte von zehn Promovierenden einzustellen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Die Verlängerung ist für uns eine große Bestätigung. Sie zeigt, dass das Kolleg nicht nur gesellschaftlich relevante Themen vorantreibt, sondern auch durch exzellente Forschung überzeugt“, sagt Professorin Dr. Christiane Fuchs, Prorektorin für Forschung und Forschungsvernetzung der Universität Bielefeld.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kolleg-Sprecherin Tomke König blickt nach vorn: „In den kommenden Jahren werden wir unser Programm einer verkörperten Geschlechterforschung weiter konsolidieren und damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Gender Studies leisten.“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Mittelpunkt des zukünftigen Forschungsprogramms des Kollegs steht die Artikulation von geschlechtlichen und vergeschlechtlichten Erfahrungen in Feldern des Sozialen und des Ästhetischen. Themen sind Erzählen und Erinnern, gesundheitliche Phänomene, politischer Aktivismus, körperliches Training, Praktiken des Schauens sowie Lust und Begehren.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Verlängerung nach Begutachtung
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bielefelder Kolleg gehört zu nur zehn Graduiertenkollegs, die eine Verlängerung erhielten. Insgesamt hatte die DFG 18 neue Graduiertenkollegs bewilligt und zehn bestehende verlängert. Die Gesamtfördersumme für alle 28 Kollegs beträgt rund 130 Millionen Euro für die erste beziehungsweise weitere Förderperiode.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Pionierarbeit seit den Achtzigerjahren&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Universität Bielefeld gilt seit Jahrzehnten als führender Standort der Geschlechterforschung. Das Interdisziplinäre Zentrum für Geschlechterforschung (IZG) ist eines der ersten Zentren im deutschsprachigen Raum, das Geschlecht und Geschlechterverhältnisse in den Mittelpunkt seiner Forschungen gestellt hat. Es ging aus der 1982 eingerichteten Interdisziplinären Forschungsgruppe Frauenforschung (IFF) hervor.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://www.dfg.de/de/service/presse/pressemitteilungen/2025/pressemitteilung-nr-15&quot;&gt;DFG-Pressemitteilung&lt;/a&gt; zu neuen und verlängerten Graduiertenkollegs&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/zwe/izg/grk/&quot;&gt;Graduiertenkolleg&lt;/a&gt; „Geschlecht als Erfahrung“&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/zwe/izg/&quot;&gt;Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt:
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Prof’in Dr. Tomke König, Universität Bielefeld
&lt;br&gt;Fakultät für Soziologie
&lt;br&gt;Telefon: 0521 106-4615
&lt;br&gt;E-Mail: &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;mailto:tomke.koenig@uni-bielefeld.de&quot;&gt;tomke.koenig@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/SIDF2&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/wie-kann-forschungsf-ouml-rderung</guid>
      <title>Wie kann Forschungsf&amp;ouml;rderung besser werden? </title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/wie-kann-forschungsf-ouml-rderung</link>
      <pubDate>Mon, 23 Jun 2025 13:27:19 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">(Nr. 70/2025) Fast die Hälfte aller Forschungsgelder in Deutschland stammt aus Drittmitteln. Um sie zu bekommen, müssen Forschende aufwendige Anträge stellen und sich gegen eine starke Konkurrenz behaupten. Das Verfahren gilt als ineffizient und wenig geeignet, die besten Ideen zu fördern. Wie es besser gehen könnte, ist Thema des interdisziplinären Workshops „More than Luck. Rethinking Research Funding“ (Mehr als Glück. Forschungsförderung neu denken), der vom 30. Juni bis zum 3. Juli am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld stattfindet.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Workshop am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr. 70/2025)&lt;b&gt; Fast die Hälfte aller Forschungsgelder in Deutschland stammt aus Drittmitteln. Um sie zu bekommen, müssen Forschende aufwendige Anträge stellen und sich gegen eine starke Konkurrenz behaupten. Das Verfahren gilt als ineffizient und wenig geeignet, die besten Ideen zu fördern. Wie es besser gehen könnte, ist Thema des interdisziplinären Workshops „More than Luck. Rethinking Research Funding“ (Mehr als Glück. Forschungsförderung neu denken), der vom 30. Juni bis zum 3. Juli am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld stattfindet. &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Fördergelder bestimmen, welche Forschungsprojekte und Ideen realisiert werden – ihre Vergabe erfolgt sehr unterschiedlich: von Peer Reviews über direkte Einladungen bis hin zu Losverfahren. Die Förderformate reichen von einmaligen Beträgen bis zu langfristiger Unterstützung.  „Jedes Verfahren hat Stärken und Schwächen, über die wir mehr wissen sollten“, sagt die Psychologin Dr. Rima-Maria Rahal, Wissenschaftlerin an der Wirtschaftsuniversität Wien und am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern in Bonn. Sie ist zugleich Mitglied im Postdoc-Netzwerk „Das Junge ZiF“ und leitet den Workshop.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Kritik an gängigen Auswahlverfahren
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Was eine gute Forschungsidee ausmacht und wie man sie erkennt, ist oft unklar. Genau darüber wollen wir am ZiF sprechen“, sagt Rahal. Kritik gibt es auch an den gängigen Auswahlverfahren: Der hohe Bewerbungsaufwand führt zu viel verlorener Arbeitszeit, während einfache Maßstäbe wie Publikations- oder Zitationszahlen wenig über Innovationspotenzial aussagen. „Das benachteiligt nicht nur Forschende in frühen Karrierephasen, sondern auch Personen aus marginalisierten Gruppen und unkonventionelle Ansätze“, so die Forscherin. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;

Um bessere Strategien zu entwickeln, hat sie Forschende und Vertreter*innen von Forschungsförderinstitutionen aus sechs Ländern und unterschiedlichen Disziplinen wie Rechtswissenschaft, Statistik, Kognitions- und Neurowissenschaften, Medizin, Management und Politikwissenschaft ans ZiF eingeladen. „Wir werden diskutieren, ob es Möglichkeiten gibt, Fördermittel besser zu verteilen, wenn die Auswirkungen des gewählten Verfahrens auf die Forschung selbst besser verstanden werden“, so die Forscherin. Die Teilnehmer*innen wollen auch prüfen, ob Verfahren aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz, wie etwa die großen Sprachmodelle, verwendet werden könnten, um Entscheidungen zu unterstützen. „Es geht um viel Geld, Zeit, gute Forschung und darum, gute Bedingungen für Forscherinnen und Forscher zu schaffen, damit wir gute Forschung durchführen können“, erklärt Rima-Maria Rahal. „Wir haben uns bei diesem Workshop die wichtige Aufgabe gestellt, hier neue Perspektiven zu entwickeln.“ &lt;/p&gt;&lt;p&gt; 

Die Arbeitssprache des Workshops ist Englisch. Journalist*innen sind herzlich eingeladen, über die Veranstaltung zu berichten und die öffentlichen Vorträge mit anschließender Diskussion zu besuchen. Die Leiterin steht für Medienanfragen gerne zur Verfügung. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;

„Das Junge ZiF“ ist das Postdoc-Netzwerk des Zentrums für interdisziplinäre Forschung und besteht seit 2002. Herausragende Wissenschaftler*innen früher Karrierestufen erhalten hier die Möglichkeit zu Vernetzung und interdisziplinärem Diskurs. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;

Weitere Informationen:
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zif/events/#/event/7816&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; des Workshops mit dem öffentlichen Teil des Programms&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zif/funding/young-zif/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; des „Jungen ZiF“&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;


Kontakt:
&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Sue Fizell, Universität Bielefeld
&lt;br&gt;Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) &lt;br&gt;&amp;nbsp;Telefon: 0521 106-2792
&lt;br&gt;E-Mail: zif-researchsupport@uni-bielefeld.de&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/SBUMH&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar. Weitere Meldungen unter: 
www.uni-bielefeld.de/uni/presse-medien | Pressemitteilungen&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/pilotmonitor-politische-bildung-vorgestellt</guid>
      <title>Pilotmonitor politische Bildung vorgestellt</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/pilotmonitor-politische-bildung-vorgestellt</link>
      <pubDate>Wed, 11 Jun 2025 09:15:18 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">(Nr. 66/2025) Verbundforschung zu politischer Bildung mit Bielefelder Beteiligung

Eine funktionierende Demokratie braucht politische Bildung. In Zeiten fundamentaler Umbrüche gilt dies mehr denn je. Bislang fehlt es jedoch an belastbaren Daten, die diese Relevanz auch empirisch belegen. Der Pilotmonitor politische Bildung schlägt vor, wie diese Lücke geschlossen werden kann. Er wurde im Rahmen des von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) geförderten Projekts Machbarkeitsstudie Monitor Politische Bildung erarbeitet. Das Verbundprojekt wird seit 2021 unter gemeinsamer Leitung der Universitäten Bielefeld, Duisburg-Essen, Köln und Frankfurt am Main durchgeführt. Von der Universität Bielefeld sind Dr. Reinhold Hedtke und Dr. Simon Niklas Hellmich beteiligt. </atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Verbundforschung zu politischer Bildung mit Bielefelder Beteiligung
&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Eine funktionierende Demokratie braucht politische Bildung. In Zeiten fundamentaler Umbrüche gilt dies mehr denn je. Bislang fehlt es jedoch an belastbaren Daten, die diese Relevanz auch empirisch belegen. Der Pilotmonitor politische Bildung schlägt vor, wie diese Lücke geschlossen werden kann. Er wurde im Rahmen des von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) geförderten Projekts Machbarkeitsstudie Monitor Politische Bildung erarbeitet. Das Verbundprojekt wird seit 2021 unter gemeinsamer Leitung der Universitäten Bielefeld, Duisburg-Essen, Köln und Frankfurt am Main durchgeführt. Von der Universität Bielefeld sind Dr. Reinhold Hedtke und Dr. Simon Niklas Hellmich beteiligt. 
&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Pilotmonitor politische Bildung liefert vergleichbare Indikatoren darüber, wie Lernende politische Bildung erfahren, Organisationen diese umsetzen und Bildungspersonal darauf vorbereitet wird, politische Bildung zu vermitteln. In den vier Bereichen Schule, Hochschule, Lehrkräftebildung der zweiten und dritten Phase sowie außerschulische Bildung analysiert der Pilotmonitor vorliegende und eigens erhobene Daten. Dabei wird klar, wo zentrale Schnittstellen zwischen den untersuchten Bildungsbereichen liegen, und wo weitere Informationen erforderlich sind. Das Verbundprojekt wird seit 2021 unter gemeinsamer Leitung von Professor Dr. Reinhold Hedtke (Universität Bielefeld), Professor Dr. Hermann Josef Abs (Universität Duisburg-Essen), Profes-sor Dr. Tim Engartner (Universität zu Köln) und Professorin Dr. Monika Oberle (Goethe-Universität Frankfurt am Main) durchgeführt.
&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Der neu entwickelte Pilotmonitor ist als Werkzeug zu verstehen, um einen Überblick zu Stärken und Schwächen von politischer Bildung zu schaffen – und zeigt auf, wo welche Verbesserungspo-tenziale schlummern“, erklärt Professor Dr. Reinhold Hedtke von der Universität Bielefeld. 

&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ausgewählte Ergebnisse der Studie:  
&lt;br&gt;•	Lernende an allgemein- und berufsbildenden Schulen haben je nach Bundesland und Schulart sehr unterschiedliche Möglichkeiten, politische Bildung zu erfahren. Das politische Wissen von Schüler*innen hängt stark vom Anforderungsniveau der Schule sowie von Bildungsabschluss, Elternhaus und (internationaler) Herkunft ab. Für sozioökonomisch benachteiligte Gruppen ist der Zugang zu politischer Bildung quantitativ und qualitativ meist reduziert.
&lt;br&gt;•	Es gibt an Hochschulen bislang kaum institutionalisierte Orte, an denen sich Studierende gezielt für eine Lehrtätigkeit im Bereich der außerschulischen politischen Bildung qualifizieren können. Im Rahmen der Fachlehrkräftebildung konzentrieren sich Hochschulen auf unterrichtliche politische Bildung. Dagegen lernen Lehrkräfte aller Fächer im bildungswissenschaftlichen Studium nur unzureichend, inwiefern sie politisch bildend tätig werden können und müssen.
&lt;br&gt;•	Angesichts eines außerordentlich hohen Anteils an fachfremd erteiltem Politikunterricht an Schulen kommt der Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften eine besondere Bedeutung zu. Der Pilotmonitor zeigt allerdings, dass die Ausbildung von Quer- und Seiteneinsteiger*innen sowie die Weiterbildung aktiver Lehrkräfte ohne fachspezifische Lehrbefähigung im Vergleich zur regulären Lehrkräfteausbildung inhaltlich defizitär ist. Darunter leidet die Unterrichtsqualität der politischen Bildung.
&lt;br&gt;•	Im Bereich der außerschulischen politischen Bildung wurden neben Bundes- und Landeshaushalten auch Kernakteursgruppen analysiert. Die Dichte von Akteur*innen und Bildungsräumen variiert regional. Die Vergütung der Lehrenden liegt erkennbar unter dem Niveau, das sie aufgrund ihrer formalen Qualifikation und ihrer Aufgaben üblicherweise erreichen können. Obwohl viele Angebote prinzipiell offen zugänglich sind, wird eine annähernd gleiche Bildungsteilhabe aller Bevölkerungsgruppen nicht erreicht.

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Ergebnisse des Pilotmonitors zeigen die Bedeutung, aber auch die Herausforderungen der politischen Bildung in Deutschland. Aufbauend auf diesen Ergebnissen kann ein regelmäßig wiederkehrendes, datenbasiertes und bereichsübergreifendes Monitoring der politischen Bildung künftig: Herausforderungen für die Entwicklung politischer Bildung frühzeitig identifizieren, die politische Responsivität mit Blick auf Bedarfe der politischen Bildung erhöhen, Datendefizite aufzeigen und eine konsistentere Datengenerierung anstoßen sowie vertiefende Studien im Kontext der nationalen Bildungsberichterstattung initiieren.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Pilotmonitor politische Bildung wurde am 10. Juni 2025 in der Leibniz-Gemeinschaft Berlin vorgestellt.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen: 
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;•	Zum &lt;a href=&quot;https://bericht-pb.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bericht&lt;/a&gt;&lt;br&gt;•	Zum Download des Pilotmonitors Politische Bildung auf den Seiten der &lt;a href=&quot;https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/bpb_SR_11134_Pilotmonitor_politische_Bildung.pdf&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Bundeszentrale für politische Bildung&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
  
&lt;br&gt;&lt;b&gt;Kontakt:
&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Prof. Dr. Reinhold Hedtke, Universität Bielefeld
&lt;br&gt;Fakultät für Soziologie
&lt;br&gt;E-Mail: reinhold.hedtke@uni-bielefeld.de; monitor@bericht-pb.de   
&lt;br&gt;Telefon: 0521-106-3983
&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/studie-so-gestresst-waren-arminia</guid>
      <title>Studie: So gestresst waren Arminia-Fans beim DFB-Pokalfinale</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/studie-so-gestresst-waren-arminia</link>
      <pubDate>Tue, 27 May 2025 12:06:07 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">(Nr. 60/2025) Bielefelder Forschende werten Vitalwerte von mehr als 200 Fans aus

Das DFB-Pokalfinale zwischen dem DSC Arminia Bielefeld und dem VfB Stuttgart hallt nach – nicht nur emotional, sondern auch wissenschaftlich. Forschende der Universität Bielefeld haben mithilfe von Smartwatches Herzschlag und Stress-Level von mehr als 200 Arminia-Fans beim Pokalfinale am Samstag gemessen. Erstes Ergebnis: Die Forschenden fanden klare Parallelen zwischen Spielverlauf und Körperreaktionen. Schon lange vor Anpfiff stiegen Puls und Belastungswerte deutlich an. Arminia geht wirklich zu Herzen – für die meisten teilnehmenden Fans die intensivste Stresserfahrung der vergangenen Tage. Die Studie in Kooperation mit der Wissenswerkstadt Bielefeld ist der erste Schritt zu weiteren „Fußballfieber“-Untersuchungen. </atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Bielefelder Forschende werten Vitalwerte von mehr als 200 Fans aus
&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Das DFB-Pokalfinale zwischen dem DSC Arminia Bielefeld und dem VfB Stuttgart hallt nach – nicht nur emotional, sondern auch wissenschaftlich. Forschende der Universität Bielefeld haben mithilfe von Smartwatches Herzschlag und Stress-Level von mehr als 200 Arminia-Fans beim Pokalfinale am Samstag gemessen. Erstes Ergebnis: Die Forschenden fanden klare Parallelen zwischen Spielverlauf und Körperreaktionen. Schon lange vor Anpfiff stiegen Puls und Belastungswerte deutlich an. Arminia geht wirklich zu Herzen – für die meisten teilnehmenden Fans die intensivste Stresserfahrung der vergangenen Tage. Die Studie in Kooperation mit der Wissenswerkstadt Bielefeld ist der erste Schritt zu weiteren „Fußballfieber“-Untersuchungen.
&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die teilnehmenden Arminia-Fans stimmten vor dem Pokalfinale der Übermittlung und Auswertung der Daten ihrer Fitnessuhren zu. Ihre Smartwatches zeichneten Daten zu Herzfrequenz, Stress, Bewegung und weiteren Werten auf, die im Anschluss an das Pokalfinal-Spiel von einem Forschungsteam der Universität Bielefeld ausgewertet wurden.

&lt;br&gt;&lt;br&gt;Die Daten belegen, dass die Fans bereits Stunden vor dem Anstoß in Berlin auf das Spiel hinfieberten. „Schon vor dem Anpfiff sehen wir deutlich ansteigende Puls- und Stresswerte“, sagt Professorin Dr. Christiane Fuchs, Leiterin der Data-Science-Gruppe an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. „Und spätestens nach dem Lattentreffer der Arminia in der 12. Minute stieg der Puls der Fans in die Höhe.“
&lt;br&gt;&lt;b&gt;&lt;br&gt;Herzschlag folgt dem Spiel
&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Ihr Kollege Professor Dr. Christian Deutscher von der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft berichtet: „Der Spielverlauf spiegelt sich klar in den Daten wider. Die frühe Chance zur Führung und der direkte Gegentreffer in der 15. Minute gehen zeitlich einher mit deutlich erhöhten Puls- und Stresswerten. Nach dem 0:2 und insbesondere dem 0:4 gingen beide Werte wieder zurück – möglicherweise, weil viele Fans das Spiel innerlich abgehakt hatten.“ Fuchs ergänzt: „Kurz vor Spielende, als Arminia zwei Tore erzielte und ein drittes möglich schien, nahmen Puls und Stress erneut zu.“ Eine Grafik der Forschenden veranschaulicht die durchschnittlichen Pulswerte.

&lt;br&gt;&lt;br&gt;Der Durchschnittspuls der untersuchten Arminia-Fans lag am Samstag der Vorwoche zwischen 20 und 22 Uhr bei knapp 76. Während des Finales an diesem Wochenende stieg der Puls auf durchschnittlich knapp 90 – ein Anstieg von über 18 Prozent. Die Auswertung der Forschenden zeigt den Höchstwert von 96 Herzschlägen pro Minute nach dem ersten Tor der Stuttgarter. Nach den folgenden Treffern der Stuttgarter kam es zu jeweils geringeren Pulsanstiegen. Als Arminia gegen Spielende noch zwei Tore erzielte, stieg der Puls jedoch erneut auf bis zu 93. Auch der zeitliche Verlauf des Stresslevels unterstreicht die enorme emotionale Bedeutung des Spiels. Bereits ab Samstagmittag zeigen die Daten deutlich die zunehmende Anspannung, wie ebenfalls in einer Grafik zu sehen ist. „Insbesondere unmittelbar vor dem Anpfiff sind bedeutend gestiegene Stresswerte zu beobachten“, so Fuchs. „Analog zur Herzfrequenz sinkt aber auch das Stresslevel nach den frühen Gegentoren und bleibt dabei auch den Rest des Spiels auf einem Wert, der außerhalb des Spiels in der ganzen Woche nicht erreicht wird.“ &lt;br&gt;

&lt;br&gt;Viele Fans hatten sich frühzeitig zur Studie angemeldet, das ermöglicht einen Vergleich mit Vitalwerten aus dem Alltag. Demnach war das Zeitfenster des Pokalfinales das stressigste Er-lebnis vieler Fans in den vergangenen Tagen – weit intensiver als der normale Alltag auf der Arbeit oder in ähnlichen Situationen. Bemerkenswert ist außerdem der Unterschied zu den Messwerten des letzten Saisonspiels – gegen den SV Waldhof Mannheim – eine Woche zuvor. Während dieses Spiels zeigten die Fans zwar ähnlich hohe Pulswerte, allerdings war die Aufre-gung im Vorfeld und auch während dieses Spiels deutlich geringer. Am Tag nach dem Finale normalisieren sich die Stresswerte der Fans und sind vergleichbar mit dem Sonntag der Vorwoche.&lt;br&gt;

&lt;br&gt;Während die Parallelen von Spielverlauf und Herzfrequenz ins Auge stechen, betonen die Forschenden, dass ein ursächlicher Zusammenhang hierdurch nicht nachgewiesen ist. Ein erhöhter Puls kann auch durch andere Faktoren wie Reisetätigkeit, den Aufenthalt in Menschenmengen, Bewegung oder Alkoholkonsum ausgelöst werden. Eine tiefergehende Analyse auch der Bewe-gungsdaten soll hier zu einem späteren Zeitpunkt Einblicke liefern.



&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Studie wird fortgesetzt&lt;/b&gt;&lt;br&gt;
Auch wenn das DFB-Pokalfinale nun Geschichte ist, soll die Studie der Auftakt für weitere wissenschaftliche Untersuchungen sein. Zunächst werden beim Finale des Westfalenpokals gegen die Sportfreunde Lotte am kommenden Donnerstag (29.05.2025) weitere Daten erhoben. So können drei Spiele von unterschiedlicher sportlicher Bedeutung in die Analyse einfließen. 

Die Forschenden werten später alle Daten vollständig aus und streben eine Publikation in einem Fachjournal an. Die Daten der VfB-Stuttgart-Fans sollen ebenfalls in die Analyse einfließen – allerdings nahmen deutlich weniger Stuttgart-Fans als Arminia-Anhänger*innen teil, was nur begrenztere Aussagen erlaubt. „Nach unserer ersten Analyse ähneln die Reaktionen der Stuttgart-Fans während des Pokalfinales denen der Arminen – insbesondere der Anstieg zu Spielbeginn und die Entspannung nach den ersten Toren sind deutlich zu erkennen“, sagt Christian Deutscher. Mittelfristig sehen Fuchs und Deutscher große Potenziale für ihren Untersuchungsansatz – nicht nur im Sport, sondern auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
&lt;b&gt;Weitere Informationen:
&lt;/b&gt;&lt;br&gt;•	&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/l-auml-sst-sich-fu&quot;&gt;Pressemitteilung &lt;/a&gt;zum Start der Studie „Unser Herz schlägt für Arminia“
&lt;br&gt;•	&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/wessen-fu-szlig-ball-herz&quot;&gt;Pressemitteilung &lt;/a&gt;zur Ausweitung der Studie auf Fans vom VfB Stuttgart

&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Kontakt:
&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Prof. Dr. Christian Deutscher, Universität Bielefeld&lt;br&gt;
Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft
&lt;br&gt;Telefon 0521 106-2006
&lt;br&gt;E-Mail: christian.deutscher@uni-bielefeld.de
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/s/K4V8S?viewIndex=0&quot;&gt;hier &lt;/a&gt;abrufbar. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/erste-bourdieu-lectures-der-universit</guid>
      <title>Erste Bourdieu-Lectures der Universit&amp;auml;t Bielefeld</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/erste-bourdieu-lectures-der-universit</link>
      <pubDate>Tue, 27 May 2025 10:15:59 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">(Nr. 59/2025) Wissenschaftler*innen können Beiträge zu Geschlechterforschung einreichen. Die Konferenz wird im November ausgerichtet. Der Bielefelder Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Ullrich Bauer ist einer der Initiatoren.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Forschende können Beiträge zu Geschlechterforschung einreichen
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Der französische Soziologe Pierre Bourdieu prägte mit seinen Theorien zu Habitus, Kapital und symbolischer Gewalt das Verständnis sozialer Ungleichheit weltweit. Die Universität Bielefeld richtet ihm zu Ehren erstmals die Bourdieu-Lectures aus. Die Konferenz am 19. und 20. November widmet sich dem Thema „Geschlecht – Herrschaft – Visualität“. Organisiert wird sie in Kooperation mit der Stiftung Pierre Bourdieu und der Kunsthalle Bielefeld, wo sie stattfindet. Vorschläge für Beiträge können noch wenige Tage – bis zum 31. Mai – eingereicht werden.
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die ersten Bourdieu-Lectures analysieren systematisch Pierre Bourdieus Werk zur geschlechtlichen Herrschaft. Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen sind eingeladen, theoretische, methodologische und empirische Arbeiten einzureichen. Das neue Veranstaltungsformat soll dazu beitragen, Bourdieus Konzepte kritisch zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Mit den ersten Bourdieu-Lectures etablieren wir ein wichtiges Forum für die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit einem der einflussreichsten Soziologen unserer Zeit“, sagt der Erziehungswissenschaftler Professor Dr. Ullrich Bauer von der Universität Bielefeld, einer der Initiator*innen der neuen Konferenz. „Bourdieus Analysen zu Geschlechterverhältnissen sind gerade angesichts aktueller Debatten um die Retraditionalisierung von Geschlechterverhältnissen hochrelevant.“
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wissenschaftler*innen können Kurzzusammenfassungen (Abstracts) für Beiträge zu vier verschiedenen Themenbereichen einreichen: Symbolische Gewalt und Geschlechterdoxa, Kapital und Heteronormativität, sozialer Raum und Materialität sowie aktuelle geschlechtertheoretische Debatten. Einreichungen sind als Einzelbeiträge, Posterpräsentationen oder Workshops möglich.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;

Ausstellung begleitet Konferenz
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Parallel zur Tagung zeigt die Kunsthalle Bielefeld Fotografien aus Bourdieus ethnografischer Forschung in Algerien. Die Ausstellung bietet Einblicke in seine visuelle Soziologie und methodologischen Ansätze.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Programm umfasst Keynotes von:
&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;Geschlechterforscherin Professorin Dr. Andrea Maihofer (Emerita der Universität Basel)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Soziologe und Kunsthistoriker Privatdozent Dr. Jens Kastner (Akademie der bildenden Künste Wien)&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Geschlechtersoziologin Professorin Dr. Tomke König (Universität Bielefeld) &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Soziologe Professor Dr. Franz Schultheis (Zeppelin Universität)
&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;Organisiert wird die Veranstaltung von den Professoren Dr. Ullrich Bauer (Universität Bielefeld), Dr. Uwe Bittlingmayer (Pädagogische Hochschule Freiburg) und Dr. Franz Schultheis (Zeppelin Universität).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/erziehungswissenschaft/zpi/Geschlecht-Herrschaft-Visualitat_Bourdieu-Lectures_Bielefeld).pdf&quot;&gt;Aufruf&lt;/a&gt; zur Mitwirkung an der Konferenz &lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;http://kunsthalle-bielefeld.de/programm/ausstellungen/die-visuelle-soziologie-pierre-bourdieus/&quot;&gt;Ausstellung&lt;/a&gt; in der Kunsthalle Bielefeld&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Prof. Dr. Ullrich Bauer, Universität Bielefeld
&lt;br&gt;Fakultät für Erziehungswissenschaft
&lt;br&gt;Telefon 0521 106-6876 (Sekretariat)
&lt;br&gt;E-Mail: &lt;a href=&quot;mailto:ullrich.bauer@uni-bielefeld.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;ullrich.bauer@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/U1NOD&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/wessen-fu-szlig-ball-herz</guid>
      <title>Wessen Fu&amp;szlig;ball-Herz schl&amp;auml;gt schneller beim Pokalfinale? </title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/wessen-fu-szlig-ball-herz</link>
      <pubDate>Wed, 21 May 2025 10:00:04 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">(Nr. 56/2025) Ausweitung der Fußballfieber-Studie auf Fans des VfB Stuttgart

In ganz Deutschland fiebern Fußballfans dem DFB-Pokalfinale am Samstag, 24. Mai, entgegen – vor allem natürlich in Stuttgart und Bielefeld. Doch lässt sich das Fußball-Fieber auch objektiv messen? Diese Frage stellen Forschende der Universität Bielefeld in Kooperation mit der Wissenswerkstadt Bielefeld. Im Rahmen einer ungewöhnlichen Studie wollen sie herausfinden, welchen Einfluss das Spiel auf Vitalfunktionen wie Puls und Stress-Level bei den Fans hat. 
</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Ausweitung der Fußballfieber-Studie auf Fans des VfB Stuttgart
&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;In ganz Deutschland fiebern Fußballfans dem DFB-Pokalfinale am Samstag, 24. Mai, entgegen – vor allem natürlich in Stuttgart und Bielefeld. Doch lässt sich das Fußball-Fieber auch objektiv messen? Diese Frage stellen Forschende der Universität Bielefeld in Kooperation mit der Wissenswerkstadt Bielefeld. Im Rahmen einer ungewöhnlichen Studie wollen sie herausfinden, welchen Einfluss das Spiel auf Vitalfunktionen wie Puls und Stress-Level bei den Fans hat. Dafür werden Smartwatches am Handgelenk genutzt. Nachdem eine bereits gestartete Erhebung unter Arminia-Anhänger*innen auch bundesweit auf großes Interesse gestoßen ist, haben die Forschenden beschlossen, für eine Ausweitung der Studie auch Fans des VfB Stuttgart aufzunehmen.

&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;„Uns haben viele Nachfragen dazu erreicht, sodass wir spontan reagiert haben“, berichtet Studienleiter Professor Dr. Christian Deutscher von der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft an der Universität Bielefeld. „Uns interessiert, ob sich ein kulturelles Phänomen messbar machen lässt“, sagt Professorin Dr. Christiane Fuchs, Leiterin der Data-Science-Gruppe an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität. Die Forschenden machen es sich zu Nutze, dass viele Menschen inzwischen sogenannte Smartwatches tragen, die Daten zu Herzfrequenz, Bewegung und andere Werte aufzeichnen. Die Daten sollen helfen zu verstehen, wie intensiv Fans den Sport erleben.&lt;br&gt;

&lt;br&gt;So wollen die Forschenden nicht nur herausbekommen, wie sehr Chancen, Tore und Foul-Pfiffe den Puls der Anhänger während der Partie schneller schlagen lassen. Sie interessiert auch der Abgleich mit den Daten im Alltag vor und nach der Partie. Und durch die Ausweitung der Studie um VfB-Anhänger*innen ist auch ein Vergleich beider Fan-Lager möglich. 

&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Jetzt könnten wir ein bisschen ketzerisch fragen, wessen Herz wohl mehr für den eigenen Verein schlägt – das der Arminen oder das der Stuttgarter?“, scherzt Christian Deutscher. Bei der körperlichen Reaktion der Fans stellt sich die Frage, ob es einen Unterschied macht, dass die eigene Mannschaft der Favorit oder der krasse Außenseiter ist. 

&lt;br&gt;&lt;br&gt;An der Fußballfieber-Studie teilnehmen können alle, die eine Smartwatch des Herstellers Garmin, einem der Marktführer, besitzen. Das US-Unternehmen bietet Forschenden weltweit einen Zugang, um datenschutzkonform an Daten von Kunden zu gelangen, die sich freiwillig für wissenschaftliche Studien angemeldet haben. „Andere Smartwatch-Marken mussten bei diesem schlanken Studiendesign leider außen vor gelassen werden“, erklärt Christiane Fuchs.

&lt;br&gt;&lt;br&gt;Alle Teilnehmenden müssen sich einmalig per Link anmelden und brauchen danach nichts mehr zu tun – außer das Spiel zu verfolgen und dabei das Gadget am Handgelenk zu tragen. Die für das Studienformat ausgewählten Fitness-Daten werden per Synchronisation mit der Garmin-App an die Forschenden übermittelt.

&lt;br&gt;&lt;br&gt;Knapp 200 Arminia-Fans haben sich bereits für die Studie angemeldet. Unter den VfB-Anhänger*innen würden die Forschenden aufgrund der Kürze der Zeit gern auf 100 Teilnehmende kommen. Erste Ergebnisse der Studie werden zeitnah nach dem Pokalfinale veröffentlicht.

&lt;br&gt;&lt;br&gt;Weitere Informationen:
&lt;br&gt;•	Fans des VfB Stuttgart können sich auf folgender Website anmelden: 
www.unibi.de/herz-fuer-vfb&lt;br&gt;•	Anhänger der Arminia können sich weiterhin registrieren unter: 
www.unibi.de/herz-fuer-arminia&lt;br&gt;•	Gemeinsame &lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/l-auml-sst-sich-fu#mainSection&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Pressemitteilung &lt;/a&gt;von Wissenswerkstadt und Universität Bielefeld (14.05.2025): „Lässt sich Fußball-Fieber messen?“ 

Kontakt:
Prof. Dr. Christian Deutscher, Universität Bielefeld 
Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft 
Telefon 0521 106-2006
E-Mail: christian.deutscher@uni-bielefeld.de 
&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/erkl-auml-rungen-von-ki</guid>
      <title>Erkl&amp;auml;rungen von KI im Kontext betrachten </title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/erkl-auml-rungen-von-ki</link>
      <pubDate>Mon, 19 May 2025 11:47:36 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">(Nr. 55/2025) Transregio 318 lädt zur 3. Konferenz an der Universität Bielefeld ein 

Wie können Erklärungen von Künstlich Intelligenten Systemen verständlich gestaltet werden, und welche Rolle spielt der Kontext dabei? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der 3. TRR 318-Konferenz „Contextualizing Explanations“ („Erklärungen kontextualisieren“), die am 17. und 18. Juni in Bielefeld stattfindet. Veranstalter ist der Sonderforschungsbereich/Transregio (TRR) 318 der Universitäten Bielefeld und Paderborn. </atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Transregio 318 lädt zur 3. Konferenz an der Universität Bielefeld ein&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Wie können Erklärungen von Künstlich Intelligenten Systemen verständlich gestaltet werden, und welche Rolle spielt der Kontext dabei? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der 3. TRR 318-Konferenz „Contextualizing Explanations“ („Erklärungen kontextualisieren“), die am 17. und 18. Juni in Bielefeld stattfindet. Veranstalter ist der Sonderforschungsbereich/Transregio (TRR) 318 der Universitäten Bielefeld und Paderborn. Internationale Wissenschaftler*innen werden ihre aktuellen Forschungsarbeiten und -ansätze im Bereich Erklärbarer Künstlicher Intelligenz austauschen. Weitere wissenschaftliche Impulse kommen von renommierten Keynote-Speakern.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Systeme mit Künstlicher Intelligenz (KI) werden immer häufiger in sensiblen Anwendungsfeldern eingesetzt, in denen Fehlentscheidungen gravierende Folgen haben können – beispielsweise in der Medizin oder im Finanzwesen. Indem KI-Systeme transparent gemacht werden, lässt sich eine effektive Kontrolle sicherstellen, die Nutzer*innen befähigt, Entscheidungen auf KI-Basis zu hinterfragen. „Damit Nutzer*innen selbstbestimmt handeln können, müssen Erklärungen von KI-Entscheidungen sachdienlich sein und ausreichende Informationen liefern“, sagt Professor Dr. Philipp Cimiano, stellvertretender Sprecher des TRR 318. „Da keine Erklärung allen Anforderungen genügt, verfolgt der TRR 318 den Ansatz, Nutzer*innen die Möglichkeit zu geben, KI-Erklärungen aktiv mitzugestalten und nach ihren Bedürfnissen zu steuern.“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Auf der 3. TRR 318-Konferenz beziehen die Forschenden den Kontext mit in den Erklärprozess ein. „Dabei ist Kontext dynamisch“, erklärt Mitorganisatorin Professorin Dr.-Ing. Anna-Lisa Vollmer. „Zunächst kann es für die Erklärung relevant sein, dass eine Person einen anderen sprachlichen und kulturellen Hintergrund hat. Das kann aber schnell an Bedeutung verlieren, wenn beispielsweise drängender ist, dass die Person wenig Zeit hat und die Erklärung kürzer ausfallen muss. Auch der Raum, in dem die Erklärung gegeben wird, kann manchmal relevant sein.“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Professor Dr. Benjamin Paaßen ergänzt: „Nutzer*innen gewinnen durch die Kontextualisierung von KI-Erklärungen mehr Verständnis und Kontrolle über die Prozesse. Die Vorträge auf der TRR 318-Konferenz verdeutlichen, wie vielfältig Kontext sein kann und welche Auswirkungen er auf die Nutzer*innen hat.“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Eingeladene Sprecher*innen&lt;br&gt;&lt;/b&gt;Die Konferenz startet am Dienstag mit einem Keynote-Vortrag von Dr. Kacper Sokol. Er forscht in der „Medical Data Science“-Gruppe der ETH Zürich. In seinem Vortrag zieht er ein breites Spektrum an relevanten interdisziplinären Erkenntnissen heran und schlägt vor, die Entscheidungsfindung des Menschen auf datengesteuerte Weise zu unterstützen. Der zweite Keynote-Vortrag wird von Professorin Dr. Virginia Dignum, von der Umeå Universität per Videozuschaltung gehalten. Sie stellt die aktuellen EU-Debatten zur KI-Regulierung vor und diskutiert, wie sichergestellt werden kann, dass technologischer Fortschritt mit ethischer und rechtlicher Verantwortung einhergeht.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am zweiten Konferenztag erwartet die Teilnehmenden der Keynote-Vortrag von Professor Dr. Angelo Cangelosi von der Universität Manchester. Sein Vortrag trägt den Titel „The Importance of Starting Small with Baby Robots” („Warum es wichtig ist, mit Baby-Robotern klein anzufangen“). Cangelosi stellt Beispiele vor, wie Roboter Sprache lernen können, und diskutiert wichtige Prinzipien wie „klein anfangen“, was bedeutet, dass Roboter mit einfachen Konzepten und Aufgaben beginnen. Außerdem geht er auf die Vor- und Nachteile von fundamentalen Modellen in der Robotik sowie auf Fragen zu erklärbarer KI (XAI) und Vertrauen ein.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Konferenz schließt mit einer Podiumsdiskussion, bei der Mitglieder anderer Forschungsverbünde verschiedene Kontexte für Erklärungen diskutieren.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Journalist*innen sind herzlich eingeladen, über die Veranstaltung zu berichten.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://trr318.uni-paderborn.de/&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; des TRR 318&lt;br&gt;&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://trr318.uni-paderborn.de/konferenzen/measuring-understanding&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; der Konferenz „Contextualizing Explanations“&lt;br&gt;Anmeldung zur Konferenz (bis 1.6.2025)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Prof. Dr. Philipp Cimiano, Prof. Dr. Benjamin Paaßen, Prof. Dr.-Ing. Anna-Lisa Vollmer,&lt;br&gt;Universität Bielefeld&lt;br&gt;E-Mail: communication@trr318.uni-paderborn.de.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/s/QBOEC?viewIndex=0&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/l-auml-sst-sich-fu</guid>
      <title>L&amp;auml;sst sich Fu&amp;szlig;ball-Fieber messen?</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/l-auml-sst-sich-fu</link>
      <pubDate>Wed, 14 May 2025 14:17:06 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">(Nr. 52/2025) Forschende der Universität analysieren Puls der Arminia-Fans zum DFB-Pokalfinale in Berlin. Die Studie in Kooperation mit der Wissenswerkstadt Bielefeld ermittelt mithilfe von Smartwatches den Herzschlag und das Stress-Level – vor und während des Spiels.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Forschende analysieren Puls der Arminia-Fans zum DFB-Pokalfinale
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr. 52/2025) &lt;b&gt;Zum DFB-Pokalfinale zwischen dem Fußball-Erstligisten VfB Stuttgart und dem Außenseiter und Drittligisten Arminia Bielefeld (24.05.2025) wollen Forschende von der Universität Bielefeld in Kooperation mit der Wissenswerkstadt Bielefeld herausfinden, welchen Einfluss das Spiel auf messbare Vitalfunktionen wie Puls und Stress-Level von Arminia-Fans hat.
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Eine ganze Stadt fiebert derzeit auf das Finale hin. „Doch wie kann man das, was spürbar in der Luft liegt, objektiv messbar machen?“, fragt Professorin Dr. Christiane Fuchs, Leiterin der Data-Science-Gruppe an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität. Ihr Studienpartner Professor Dr. Christian Deutscher von der Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft ergänzt: „Uns interessiert nicht nur, wie sehr Chancen, Tore und Foul-Pfiffe während des Finales den Puls der Fans hochgehen lassen, sondern natürlich auch der Vergleich mit den Daten vor und nach dem Finale.“
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Studie ermittelt Stress-Level mit Smartwatches
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es gibt vereinzelt wissenschaftliche Untersuchungen in dieser Richtung, erklärt Deutscher. So wurde festgestellt, dass während der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 die Zahl der notärztlich behandelten Herzattacken und die Sterblichkeit infolge von Herzinfarkten stiegen, insbesondere rund um das Finale gegen Argentinien. Doch wie misst man das kollektive Zähneklappern vorm Fernseher und den befreienden Jubelschrei beim Tor? &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
„Für diese Studie muss niemand aufwendig verkabelt werden – das ist ihr großes Potential“, sagt Jens Franzke, Pressesprecher der Wissenswerkstadt Bielefeld, die innovative Ansätze für eine Verbindung zwischen Wissenschaft und Gesellschaft unterstützt. Die Forschenden wollen sich zu Nutze machen, dass viele Menschen inzwischen sogenannte Smartwatches tragen, die Daten zu Herzfrequenz, Bewegung und andere Werte aufzeichnen. Die digitalen Armbanduhren sind längst nicht mehr nur ein Faible von Freizeitsportler*innen, sondern haben über Funktionen wie Schritte-Zähler oder Schlaf-Tracking Einzug in den Alltag gehalten. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
An der Arminia-Studie teilnehmen können alle, die eine Smartwatch des Herstellers Garmin, einem der Marktführer, besitzen. Das US-Unternehmen bietet Forschenden weltweit einen Zugang, um datenschutzkonform an Daten von Kunden zu gelangen, die sich freiwillig für wissenschaftliche Studien angemeldet haben. „Andere Smartwatch-Marken mussten bei diesem schlanken Studiendesign leider außen vor gelassen werden“, sagt Christiane Fuchs.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Mindestens 100 Teilnehmende für belastbare Ergebnisse
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Alle Teilnehmenden müssen sich einmalig per Link anmelden und brauchen danach nichts mehr zu tun – außer natürlich das Spiel zu verfolgen und dabei das Gadget am Handgelenk zu haben. Die für das Studienformat ausgewählten Fitness-Daten werden per Synchronisation mit der Garmin-App an die Forschenden übermittelt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Zwischen 100 und 300 Menschen sollen an der Studie „Unser Herz schlägt für Arminia“ teilnehmen, um aussagekräftige Ergebnisse zu erhalten. „Der Fokus auf Menschen, die eine Fitness-Tracking-fähige Smartwatch tragen und daher tendenziell auch selbst Sport treiben, schränkt übrigens nicht die Aussagekraft der Ergebnisse ein“, erklärt Christian Deutscher. „Denn bei regelmäßigem Tragen der Uhr im Alltag lässt sich der mögliche Effekt des Fußballfiebers individuell herausrechnen.“ &lt;/p&gt;&lt;p&gt; 
Nicht nur Kardiolog*innen dürfte interessieren, was mit dem Herzschlag einer Stadt und einer Region passieren sollte, wenn der Außenseiter im Berliner Olympiastadion tatsächlich den Pokal holen sollte. Die Forschenden und die Wissenswerkstadt werden die Ergebnisse der Untersuchung anschließend der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;a href=&quot;https://www.unibi.de/herz-fuer-arminia&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; zur Studie „Unser Herz schlägt für Arminia“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Kontakt:&lt;br&gt;&lt;/b&gt;Prof. Dr. Christian Deutscher, Universität Bielefeld &lt;br&gt;Fakultät für Psychologie und Sportwissenschaft &lt;br&gt;Telefon 0521 106-2006
&lt;br&gt;E-Mail: &lt;a href=&quot;mailto:christian.deutscher@uni-bielefeld.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;christian.deutscher@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/PQ7CT&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/mathematische-modellierung-f-uuml-r</guid>
      <title>Mathematische Modellierung f&amp;uuml;r Ans&amp;auml;tze gegen Fettleibigkeit </title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/mathematische-modellierung-f-uuml-r</link>
      <pubDate>Mon, 12 May 2025 14:41:46 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">(Nr. 51/2025) Am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld trifft sich das internationale MATOMIC-Konsortium. Die Forschungsgruppe um den Chemieinformatiker Professor Dr. Daniel Merkle lädt ein, um Projektfortschritte zu präsentieren und neue Kooperationen anzustoßen. Das Projekt untersucht mithilfe mathematischer Modelle die komplexen Wechselwirkungen im Darmmikrobiom – mit dem Ziel, neue Wege zur Bekämpfung von Fettleibigkeit (Adipositas) zu finden. </atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Europäisches Forschungskonsortium kommt in Bielefeld zusammen
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld trifft sich das internationale MATOMIC-Konsortium. Die Forschungsgruppe um den Chemieinformatiker Professor Dr. Daniel Merkle lädt ein, um Projektfortschritte zu präsentieren und neue Kooperationen anzustoßen. Das Projekt untersucht mithilfe mathematischer Modelle die komplexen Wechselwirkungen im Darmmikrobiom – mit dem Ziel, neue Wege zur Bekämpfung von Fettleibigkeit (Adipositas) zu finden.&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie kann Mathematik helfen, Fettleibigkeit entgegenzuwirken? Das internationale Projekt MATOMIC bringt Fachleute aus Informatik, Chemie, Biologie und Medizin zusammen, um diese Frage zu beantworten. Der Projektname steht für „Mathematical Modelling for Microbial Community Induced Metabolic Diseases“ (Mathematische Modellierung für durch mikrobielle Gemeinschaften verursachte Stoffwechselkrankheiten). Das Ziel der Forschenden aus Dänemark, Deutschland und Österreich ist es, Prozesse im Darmmikrobiom mithilfe mathematischer Modelle zu entschlüsseln. Das nächste Konsortialtreffen des von der Novo Nordisk Foundation geförderten Großprojektes findet am 14. Mai am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld statt.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mit Forschung Reaktionen im Darm voraussagen
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Gastgeber ist Professor Dr. Daniel Merkle, Leiter der Forschungsgruppe Algorithmische Chemieinformatik an die Universität Bielefeld. Gemeinsam mit seinem Team entwickelt er Modelle, die chemische Reaktionen im Darm abbilden und vorhersagen, wie Mikrobiomveränderungen den Stoffwechsel beeinflussen. Eine Anwendung betrifft die sogenannte Fäkaltransplantation – bislang ein instabiler Therapieansatz gegen Fettleibigkeit. MATOMIC will die Ursachen dafür aufdecken.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Internationale Partner testen und optimieren Modelle
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Am Vormittag präsentieren Bielefelder Wissenschaftler*innen ihre Arbeiten, um Anknüpfungspunkte für Kooperationen zu schaffen. Am Nachmittag stellen die internationalen Projektpartner aktuelle Ergebnisse vor. Darunter sind erste Auswertungen mikrobieller Kultivierungen sowie neue Modellierungsansätze – beteiligt sind unter anderem das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig und Universitäten in Leipzig und Wien.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Wir arbeiten in einer engen Feedbackschleife zwischen Theorie und Experiment“, erklärt Merkle. „Unsere Partner*innen überprüfen unsere theoretischen Vorhersagen in Laborexperimenten – das verbessert die Aussagekraft unserer Modelle.“ Ein langfristiges Ziel: personalisierte Therapien auf Basis individueller Mikrobiomdaten.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;MATOMIC steht für einen neuen Ansatz in der Gesundheitsforschung. Mit präzisen mathematischen Modellen wollen die Forschenden komplexe biologische Systeme besser verstehen – und so neue Wege in der Behandlung von Stoffwechselerkrankungen erschließen. Das Projekt wird von der dänischen Novo Nordisk Foundation finanziert.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Weitere Informationen:
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;•&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://www.sdu.dk/en/forskning/matomic&quot;&gt;	Website&lt;/a&gt; des Projekts MATOMIC
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;•&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://aktuell.uni-bielefeld.de/2025/02/27/wir-uebersetzen-chemische-reaktionen-in-mathematik/&quot;&gt;	Interview&lt;/a&gt; zum Thema&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kontakt:
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Professor Dr. Daniel Merkle, Universität Bielefeld &lt;br&gt;Technische Fakultät, Arbeitsgruppe Algorithmische Chemieinformatik
&lt;br&gt;Telefon 0521 106-86302 (Sekretariat)
&lt;br&gt;E-Mail: daniel.merkle@uni-bielefeld.de&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/KHCEA&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/millionenf-ouml-rderung-f-uuml</guid>
      <title>Millionenf&amp;ouml;rderung f&amp;uuml;r neue materielle Geschichtstheorie</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/millionenf-ouml-rderung-f-uuml</link>
      <pubDate>Tue, 22 Apr 2025 13:33:20 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">(Nr. 41/2025) Die Historikerin Lisa Regazzoni wurde im „Momentum“-Programm der Volkswagenstiftung ausgewählt.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;
&lt;b&gt;Historikerin Lisa Regazzoni im „Momentum“-Programm ausgewählt
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr. 41/2025) &lt;b&gt;Die Volkswagenstiftung unterstützt mit knapp einer Million Euro ein ungewöhnliches Forschungsprojekt an der Universität Bielefeld. Professorin Dr. Lisa Regazzoni von der Universität Bielefeld will Geschichte neu denken: Durch das explorative Erforschen von Materialität und Theorien zur Materie, insbesondere aus der Physik und der Chemie, will sie neue Perspektiven auf die Materie der Vergangenheit und die Materialien der Geschichtsforschung eröffnen. Dafür kooperiert die Historikerin mit Naturwissenschaftler*innen. Das Projekt startet voraussichtlich Anfang 2026.
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Traditionell gilt die Vergangenheit in der Geschichtswissenschaft als Ansammlung abgeschlossener Dinge oder Ereignisse. Lisa Regazzoni möchte diese Sichtweise ändern – mit ihrem neuen Forschungsprojekt „Towards a Material-Oriented Theory of History“ (Auf dem Weg zu einer materialorientierten Geschichtstheorie). „Ich verstehe historische Phänomene nicht mehr als abgeschlossene Einheiten der Vergangenheit, sondern frage, wie sie im Zusammen-spiel von überlieferten Materialien, Untersuchungsmethoden und Beobachter*innen überhaupt erst hervortreten“, sagt sie.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Geschichtsforschung mit Naturwissenschaften verknüpfen
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Mittelpunkt ihrer Forschung stehen „Theorie-Dinge“. Lisa Regazzoni erklärt: „Eine Eisen-schlacke vom Golf von Baratti, ein Kieselstein von der Adriaküste oder Flecken auf einer alten Taufhaube können mithilfe von Laboranalysen neue wissenschaftliche Fragestellungen auf-werfen, etwa: Wie lassen sich die Grenzen zwischen Natur- und Menschengeschichte neu verhandeln? Wann werden nicht absichtliche Spuren der Vergangenheit zu Geschichte?“ 
Ein Kernstück ihres neuen Projekts bildet das Theorieorientiertes Objektlabor („TOOL“). Darin untersuchen Historiker*innen gemeinsam mit Chemiker*innen und Materialwissenschaftler*innen historische Objekte. Dr. Boaz Paz von den Paz Laboratorien für Archäometrie in Bad Kreuznach setzt Spezialmikroskope und chemische Verfahren ein, um diese Gegenstände zu analysieren. Die Sammlung des TOOL umfasst jetzt 40 besondere Objekte, dort befindet sich auch die Figurensammlung des bekannten Bielefelder Historikers Reinhart Koselleck.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Auf dem Weg zu fächerübergreifendem Vokabular
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die neue Forschungsrichtung könnte auch andere Wissenschaften prägen. „Wir entwickeln eine gemeinsame Sprache an der Schnittstelle zwischen Natur- und Geisteswissenschaften und mit ihr eine neue Theorie der Geschichte. Davon können alle historischen Wissenschaften profitieren – von der Archäologie bis zur Geologie“, sagt Lisa Regazzoni, die für das Projekt ein vierköpfiges Team aufbauen wird.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Expertin für Geschichtstheorie
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Lisa Regazzoni studierte Philosophie und Geschichte an den Universitäten Bologna und Heidelberg und promovierte 2006 in Philosophie an der Universität Potsdam. Mit internationalen Forschungserfahrungen, darunter Stationen in Paris, London und Princeton, habilitierte sie sich 2020 in Neuer Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt. Seit Juni 2020 forscht und lehrt sie als Professorin für Geschichtstheorie an der Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Programm gibt Freiraum für Wissenschaft
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Projektförderung in Höhe von 935.000 Euro stammt aus dem Momentum-Programm der Volkswagenstiftung. Es richtet sich an Professor*innen in den ersten drei bis fünf Jahren ihrer Lebenszeitprofessur – eine Phase mit hoher Belastung durch Lehre und Gremienarbeit. Das Programm schafft gezielt Freiräume für innovative Forschung und läuft bis zu sieben Jahre mit maximal einer Million Euro für Wissenschaftler*innen aller Fachrichtungen.

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
•	&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://www.volkswagenstiftung.de/de/news/pressemitteilung/mehr-freiraum-fuer-kluge-koepfe-97-mio-euro-fuer-momentum-projekte&quot;&gt;Pressemitteilung&lt;/a&gt; der Volkswagenstiftung&lt;br&gt;•	&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://wwwhomes.uni-bielefeld.de/lregazzoni/&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; von Prof’in Dr. Lisa Regazzoni
&lt;br&gt;•	&lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/geschichtswissenschaft/forschung/TOOL/&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; zum Theorieorientierten Objektlabor („TOOL“)
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt:
&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Prof’in Dr. Lisa Regazzoni, &lt;br&gt;Universität Bielefeld 
Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie 
&lt;br&gt;Telefon: 0521 106-3224
&lt;br&gt;E-Mail: lisa.regazzoni@uni-bielefeld.de 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a target=&quot;_blank&quot; href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/U5RCJ&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/terrorismusprozesse-zwischen-staat-und-ouml</guid>
      <title>Terrorismusprozesse: Zwischen Staat und &amp;Ouml;ffentlichkeit</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/terrorismusprozesse-zwischen-staat-und-ouml</link>
      <pubDate>Thu, 17 Apr 2025 12:10:07 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">(Nr. 40/2025) Wissenschaftlerinnen von drei Universitäten analysieren, wie Gerichtsverfahren und mediale Berichterstattung das gesellschaftliche Verständnis von Terrorismus formen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert das Projekt mit 1,2 Millionen Euro.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Projekt mit 1,2 Millionen Euro&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr. 40/2025)&amp;nbsp;&lt;b&gt;Ein neues Forschungsprojekt der Universitäten Bielefeld, Köln und Marburg befasst sich mit gerichtlichen Praktiken in deutschen Terrorismusprozessen. Im Fokus stehen vergleichende Beobachtungen von Verhandlungen an deutschen Gerichten gegen Angeklagte aus dem extrem rechten und dschihadistischen Umfeld. Die Forschenden beziehen auch die mediale Berichterstattung ein. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft unterstützt das Projekt mit 1,2 Millionen Euro über eine Laufzeit von drei Jahren.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Forschungsteam richtet den Blick auf die Verknüpfung von Ideologie, Identität, Interessen und Wissen in Terrorismusverfahren. „Die Gerichtssäle sind nicht nur Orte der Rechtsprechung, sondern zentrale Räume, in denen sich gesellschaftliche Vorstellungen von Terrorismus entwickeln und verfestigen“, sagt Dr. Kerstin Eppert, die das Teilvorhaben am Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld gemeinsam mit Viktoria Roth leitet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In dem Projekt untersuchen die Wissenschaftlerinnen unter anderem, welche Rolle geschlechtliche, religiöse und kulturelle Zuschreibungen in den Gerichtsverhandlungen spielen. „Frühere Studien zeigen, dass gesellschaftliche Geschlechtervorstellungen in der Bewertung der Beteiligung von Angeklagten an schweren Straftaten eine Rolle spielen – sowohl in Gerichtsverfahren als auch in der medialen Darstellung“, berichtet Dr. Anja Schmidt-Kleinert, die das Teilvorhaben am Institut für Politikwissenschaft der Philipps-Universität Marburg leitet.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Dynamiken zwischen Beteiligten in Gerichtssälen bisher wenig erforscht &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Im internationalen Vergleich steht die Gerichtsforschung in Deutschland noch sehr am Anfang. Daher versprechen sich die Forscherinnen im Projekt auch neue Erkenntnisse zu sozialen Dynamiken im Gerichtssaal. „Insbesondere, wie sich Menschen vor Gericht präsentieren, inwiefern sie Reue zeigen oder sich von einer Ideologie distanzieren, wird von Gerichten erwogen“, sagt Dr. Nicole Bögelein, die das Teilvorhaben am Institut für Kriminologie der Universität zu Köln leitet. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Die Forscherinnen beobachten die Verhandlungen direkt vor Ort und werten die prozessbegleitende Medienberichterstattung aus. Sie untersuchen dabei drei Ebenen: die direkten Interaktionen im Gerichtssaal, die Entstehung rechtlichen Wissens und die öffentliche Wahrnehmung in den Medien. Das Projektteam arbeitet mit den Ansätzen der Gerichtsethnographie und der Grounded Theory. Dafür werden Daten aus Gerichtsbeobachtungen gesammelt und Inhaltsanalysen von medialer Berichterstattung durchgeführt. Der Ansatz ermöglicht es, neue Theorien aus dem Material heraus zu entwickeln.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Projekt heißt „Terror verhandeln: Deutsche Gerichte als gesellschaftliche Orte der Verhandlung und Wissensproduktion zu extrem rechtem und dschihadistischem Terrorismus“, Kurztitel: „Judging Terror“. Es läuft von Januar 2025 bis Dezember 2027. Geplant ist die Veröffentlichung der Ergebnisse in nationalen und internationalen wissenschaftlichen Zeitschriften sowie die Vorstellung auf Fachkonferenzen. Zudem kooperieren die Projektteams mit dem internationalen IN-COURT-Netzwerk, über das die internationale vergleichende Forschung vorangebracht werden soll.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;a href=&quot;https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/536358336&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Kurzbeschreibung&lt;/a&gt; zum Projekt
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Kontakt:
&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Dr. Kerstin Eppert, Universität Bielefeld
&lt;br&gt;Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung
&lt;br&gt;Telefon: 0521 106-12941
&lt;br&gt;E-Mail: &lt;a href=&quot;mailto:kerstin.eppert@uni-bielefeld.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;kerstin.eppert@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/PR0EG&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/50-jahre-nach-kriegsende-stimmen</guid>
      <title>50 Jahre nach Kriegsende: Stimmen des globalen Vietnams</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/50-jahre-nach-kriegsende-stimmen</link>
      <pubDate>Tue, 1 Apr 2025 12:02:29 +0200</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">(Nr. 32/2025) Wissenschaftler*innen, eine Schriftstellerin und eine Künstlerin kommen zu einem Symposium an der Universität Bielefeld zusammen – großteils gehören sie den vietnamesischen Nachkriegsgenerationen an.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Konferenz mit Vertreter*innen der vietnamesischen Nachkriegsgenerationen
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr. 32/2025)&amp;nbsp;&lt;b&gt;Der zweite Indochinakrieg endete vor 50 Jahren, seine Spuren aber bleiben. „Die Folgen wirken in Familien, Kultur und Politik nach“, sagt die Sozialanthropologin Professorin Dr. Minh Nguyen von der Universität Bielefeld. Um diese Nachwirkungen wissenschaftlich zu erörtern, organisiert Nguyen gemeinsam mit ihrer Bielefelder Kollegin Dr. Ngoc Luong das Symposium „Half a Century after War: Voices from Global Vietnam“ (Ein halbes Jahrhundert nach dem Krieg: Stimmen aus dem globalen Vietnam). Die Konferenz am 4. April versammelt Sichtweisen der Nachkriegsgenerationen aus Vietnam und der vietnamesischen Diaspora. In der Universität Bielefeld kommen Wissenschaftler*innen, die Literatin und Bestsellerautorin Nguyễn Phan Quế Mai und die Künstlerin Maithu Bùi zusammen.&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der 30. April 1975 markierte das Ende des Vietnamkriegs. Seit Kriegsende haben Millionen Vietnamesen das Land verlassen – als Geflüchtete, Gastarbeiter*innen, Studierende oder Fachkräfte. Diese Wanderung schuf neue Verbindungen zwischen Ost und West, Nord und Süd. Der Politikwissenschaftler Dr. Kevin D. Pham von der Universität Amsterdam untersucht in seinem Buch „The Architects of Dignity“ (Die Architekt*innen der Menschenwürde), wie vietnamesische Denker*innen westliche Sichtweisen auf Kolonialismus und Unabhängigkeit in Frage stellen. Auf der Tagung nimmt Pham mit Forschenden aus Vietnam, den USA und Kanada den Aspekt der Dekolonisierung in den Blick.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Junge Kunst trifft auf weltbekannte Literatur&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die 1991 in Plauen geborene Künstlerin Maithu Bùi zeigt als Teil der Tagung ihre Werke über Gewalt und Geschichte. Ihre Arbeiten, die auch auf der Berlin Biennale zu sehen waren, stehen für den Blick der in Deutschland geborenen Generation auf die Vergangenheit.
Die Schriftstellerin Nguyễn Phan Quế Mai liest aus ihrem Roman „Dust Child“ (deutscher Titel: „Wo die Asche blüht“). Das Buch erzählt vom Krieg aus verschiedenen Perspektiven. Wissenschaftler*innen aus den USA, Kanada und Vietnam diskutieren nach der Lesung über unterschiedliche Deutungen der Geschichte.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Forschung zum Wandel&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Den Abschluss des Symposiums bildet eine Diskussionsrunde mit acht Wissenschaftler*innen aus Vietnam, Deutschland, den Niederlanden, Kanada und den USA über aktuelle Forschungen zur vietnamesischen Gesellschaft. Sie sprechen über den neuen Sammelband „Reconfiguring Vietnam: Global Encounters, Translocal Lifeworlds“ (Vietnam neu gestalten: Globale Begegnungen, translokale Lebenswelten). An der Diskussion nehmen auch die beiden Herausgeberinnen des Buches teil: Professorin Dr. Minh Nguyen von der Universität Bielefeld und Professorin Dr. Kirsten Endres vom Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle (Saale).&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Symposium läuft parallel vor Ort und online. Eine Simultanübersetzung zwischen Englisch und Vietnamesisch ermöglicht den Austausch der Teilnehmenden über drei Kontinente hinweg. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung erforderlich.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Spezialistin für sozialen Wandel&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Professorin Dr. Minh Nguyen, Initiatorin und Leiterin des Symposiums, stammt aus der nordvietnamesischen Stadt Thai Binh. Sie forscht an der Fakultät für Soziologie der Universität Bielefeld. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt an der Schnittstelle von Sozialanthropologie und internationaler Entwicklung. Ihre Arbeit wird mit dem hochdotierten Consolidator Grant des Europäischen Forschungsrats (ERC) gefördert. In ihrem Projekt „FinancialLives“ beschäftigt sie sich damit, dass der Alltag von Arbeiter*innen in Ländern wie China, Vietnam und Laos zunehmend der Logik von Finanzmärkten unterworfen ist. Das Projekt baut auf ihrem ERC-Starting-Grant-Projekt „WelfareStruggles“ auf.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.facebook.com/events/1458816158412936&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Veranstaltungswebsite&lt;/a&gt; auf Facebook&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Anmeldung für die Teilnahme vor Ort mit E-Mail an &lt;a href=&quot;mailto:doan.vo@uni-bielefeld.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;doan.vo@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://uni-bielefeld.zoom.us/meeting/register/fLaHJRvxSGSStpQISznQzA#/registration&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Anmeldung&lt;/a&gt; zur Teilnahme via Videokonferenz&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://aktuell.uni-bielefeld.de/2024/12/03/erc-consolidator-grant-4-millionen-euro-fuer-soziologinnen/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;News-Meldung&lt;/a&gt; zum Consolidator Grant von Minh Nguyen
&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt:
&lt;br&gt;&lt;/b&gt;Doan Thao Nguyen Vo, Universität Bielefeld &lt;br&gt;Fakultät für Soziologie
&lt;br&gt;Telefon: 0521 106-4639 &lt;br&gt;E-Mail: &lt;a href=&quot;mailto:doan.vo@uni-bielefeld.de&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;doan.vo@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/P0BUV&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar.&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/eine-ganz-eigene-dynamik</guid>
      <title>Eine ganz eigene Dynamik</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/eine-ganz-eigene-dynamik</link>
      <pubDate>Tue, 25 Mar 2025 14:11:10 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">(Nr. 30/2025) Die ganz eigene Dynamik vormoderner Gesellschaften zu analysieren, ist das Projekt der neuen Forschungsgruppe „Eigendynamiken. Analoge Strukturen des Wandels im vormodernen Ostasien und Europa“ (Momentum of Their Own. Analogue Structures of Change in Pre-Modern East Asia and Europe), die ab April für sechs Monate am Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) arbeiten wird.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Forschungsgruppe zum Wandel vormoderner Gesellschaften am ZiF
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr. 30/2025) &lt;b&gt;In Europa gab es seit dem Mittelalter eine besondere Veränderungsdynamik, die die Grundlage für Europas Aufstieg im 19. und 20. Jahrhundert gelegt hat: Das war lange die vorherrschende Meinung in der Geschichtswissenschaft. Doch auch in anderen Ländern gab es dynamische Veränderungen und sie unterschieden sich nicht unbedingt von denen in Europa. Sie vollzogen sich aber deutlich anders als die Veränderungsprozesse in der Moderne und waren auch nicht ihr Wegbereiter. Die ganz eigene Dynamik vormoderner Gesellschaften zu analysieren, ist das Projekt der neuen Forschungsgruppe „Eigendynamiken. Analoge Strukturen des Wandels im vormodernen Ostasien und Europa“ (Momentum of Their Own. Analogue Structures of Change in Pre-Modern East Asia and Europe), die ab April für sechs Monate am Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) arbeiten wird.
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Inzwischen sehen Historiker*innen anderer Weltregionen ihr Land ebenfalls seit frühester Zeit auf einem je eigenen Weg in die Moderne. Darin manifestiert sich natürlich auch das immer aktuelle Bedürfnis nach regionaler Besonderheit“, konstatiert der Bielefelder Historiker Professor Dr. Franz-Josef Arlinghaus: „Aber wie kann man vormoderne Veränderungsprozesse, also solche der Zeit vor 1800, in verschiedenen Weltregionen fassen?“ Arlinghaus leitet die Forschungsgruppe zusammen mit der Koreanistin Professorin Dr. Marion Eggert (Bochum), der Historikerin Professorin Dr. Ulla Kypta (Hamburg) und dem Japanologen Professor Dr. Jörg Quenzer (Hamburg). Die Forschenden gehen davon aus, dass in Ostasien und Europa analoge Strukturen existierten, die beständig Veränderungen vorantrieben. Diese andauernden Veränderungen fassen sie mit dem Begriff „Eigendynamik“. „Der Begriff wurde eigentlich von Soziolog*innen und Politolog*innen für die Analyse von Gesellschaften der Gegenwart entwickelt“, berichtet Marion Eggert. „In der Forschungsgruppe möchten wir dieses Konzept für das Verständnis der vormodernen Gesellschaften Ostasiens und Europas nutzbar machen.“
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Unterschiede relativieren sich
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Vormoderne Gesellschaften waren oft durch eine hierarchische, ständische Ordnung geprägt, die im Rückblick unbeweglich wirkt. „Sucht man nach solchen Eigendynamiken kommen dann aber beispielsweise die Bemühungen der Menschen in den Blick, die eigene Position in dieser Ordnung zu behaupten oder zu verbessern“, so Ulla Kypta. „Die Ständeordnung erscheint dann gar nicht mehr als Bremse für Veränderungen, sondern als ein Motor für eine Dynamik ganz eigener Art.“ Eigener Art, weil es nicht darum ging, eine noch gar nicht erkennbare Moderne vorzubereiten, sondern darum, die immer komplexer werdenden vormodernen Gesellschaften zu stabilisieren. „In dieser Perspektive relativieren sich die Unterschiede zwischen Ostasien und Europa, und auch die Geschichte von der sich über die Jahrhunderte entwickelnden Moderne passt nicht mehr so richtig“, konstatiert Jörg Quenzer. „Was bedeutet dies dann für das Selbstverständnis der ostasiatischen wie europäischen Kulturen, wenn sich das Heute womöglich nicht aus den Veränderungsdynamiken des Gestern ableiten lässt?“
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie das Verhältnis von Vormoderne und Moderne besser beschrieben werden kann, ist eine der Fragen, an denen die Forschungsgruppe arbeiten wird. Eine andere ist die nach den Ursachen, die in der Vormoderne in Ostasien und Europa Veränderungen herbeiführten. Die Leiter*innen haben dazu 18 Fellows aus der Koreanistik, Japanologie, Sinologie und verschiedene historische Disziplinen ans ZiF eingeladen. Die Forschenden kommen aus sechs Ländern. „Wir hoffen, eine theoretisch fundierte Beschreibung sozialen Wandels in der Vormoderne ausarbeiten zu können, in der dieser Wandel als Prozess eigenen Rechts erkennbar wird, nicht als Vorstufe zur Moderne“, so Arlinghaus. &lt;/p&gt;&lt;p&gt; 
Die Forschungsgruppe lädt zu verschiedenen öffentlichen Veranstaltungen ein. Als erste findet am 10. April und 18.15 Uhr die hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion „… hin zu den Prozessen“ statt. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Die Arbeitssprache der Forschungsgruppe ist Englisch, die öffentlichen Veranstaltungen finden auf Deutsch statt. Die Leiter*innen stehen für Medienanfragen gerne zur Verfügung.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Weitere Informationen:
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zif/groups/ongoing/momentum/&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; der Forschungsgruppe&lt;br&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zif/events/#/event/8379&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; der Podiumsdiskussion mit Möglichkeit zur Anmeldung. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;

Kontakt:&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Maren Winkelhage, Universität Bielefeld &lt;br&gt;Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)
&lt;br&gt;Telefon 0521 106-2793
&lt;br&gt;E-Mail: zif-group-support@uni-bielefeld.de&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial gibt es &lt;a href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/HBHA2&quot; target=&quot;_blank&quot;&gt;hier&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/individualisierung-im-wandel</guid>
      <title>Individualisierung im Wandel</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/individualisierung-im-wandel</link>
      <pubDate>Tue, 18 Mar 2025 10:34:28 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">(Nr. 29/2025) Das vierte Individualisation Symposium, organisiert vom Joint Institute for Individualisation in a Changing Environment (JICE), dem Verbundprojekt InChangE und dem Transregio-Sonderforschungsbereich 212, nimmt Lebensübergänge in den Blick.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Symposium erforscht Lebensübergänge bei Mensch und Tier
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr. 29/2025)&amp;nbsp;&lt;b&gt;Das vierte Individualisation Symposium, organisiert vom Joint Institute for Individualisation in a Changing Environment (JICE), dem Verbundprojekt InChangE und dem Transregio-Sonderforschungsbereich 212, nimmt Lebensübergänge in den Blick. Im Zentrum steht die Frage, wie Individuen – sowohl Menschen als auch Tiere – biologische, psychologische und soziale Wendepunkte erleben und bewältigen. Die Veranstaltung bringt führende Wissenschaftler*innen aus Natur-, Geistes- und Sozialwissenschaften am 25. März im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) an der Universität Bielefeld zusammen und eröffnet neue Perspektiven auf Individualisierung.
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Individuen sind in ständiger Veränderung – nicht nur Menschen, sondern auch Tiere. Mit diesem Symposium möchten wir neue wissenschaftliche Perspektiven aufzeigen, wie Übergangsphasen unser Leben formen und welche Mechanismen dabei eine Rolle spielen“, sagt die Bielefelder Professorin Dr. Barbara Caspers, Direktorin des JICE.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ein Highlight des Symposiums ist der Vortrag von Dr. Barbara Natterson-Horowitz (Harvard University/UCLA). Die Kardiologin und Evolutionsbiologin untersucht, wie Erkenntnisse aus der Tierwelt helfen können, menschliche Gesundheitsprobleme besser zu verstehen – von emotionalen Schwankungen bis hin zu chronischen Erkrankungen. Ihr Vortrag „The Moody Animal: The Ancient Origins of ‚Ups and Downs‘“ („Das launische Tier: Die antiken Ursprünge von ‚Höhen und Tiefen‘“) zeigt, dass Stimmungsschwankungen keine rein menschliche Erscheinung, sondern tief in der Evolution verwurzelt sind.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Professor Dr. Michael H. Goldstein (Cornell University) beleuchtet mit seinem Vortrag „From Birds to Words“ („Von Vögeln zu Wörtern“) die Entwicklung von Kommunikation. Durch vergleichende Studien an Singvögeln und menschlichen Säuglingen zeigt er, wie soziale Interaktionen den Spracherwerb beeinflussen und welche Parallelen es zwischen Vogelgesang und menschlicher Sprache gibt.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Vorträge und Diskussionsrunden
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Neben diesen Keynotes stehen weitere spannende Vorträge und Diskussionsrunden auf dem Programm. Professorin Dr. Ingela Alger (Toulouse School of Economics) erforscht, wie evolutionäre Mechanismen die Ressourcenverteilung in Familien beeinflussen. Camilla Cenni, PhD, (Universität Mannheim) untersucht individuelle Unterschiede im Werkzeuggebrauch bei Primaten und deren Bedeutung für die kulturelle Evolution. Dr. Maria Moiron (Universität Bielefeld) betrachtet, wie Umweltveränderungen das Verhalten von Wildtierpopulationen prägen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dr. Bastian Mönkediek (Universität Bielefeld) bringt eine soziologische Perspektive ein und zeigt auf, wie genetische und soziale Faktoren das individuelle Leben beeinflussen. Seine Forschung im Rahmen des Deutschen Zwillingsfamilienpanels „TwinLife“ liefert neue Erkenntnisse über soziale Ungleichheiten und deren Entwicklung im Lebensverlauf. Mönkediek betont: „Das interdisziplinäre Gespräch ist entscheidend, um Individualisierung besser zu verstehen. Indem wir bei dem Symposium Forschung zu Mensch und Tier zusammenbringen, eröffnen wir neue Möglichkeiten, um biologische, psychologische und soziale Entwicklungen ganzheitlich zu betrachten.“
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Teilnahme ist kostenlos. Um vorherige &lt;a href=&quot;https://indico.uni-muenster.de/event/3141/&quot;&gt;Anmeldung&lt;/a&gt; wird gebeten.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Weitere Informationen: &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-muenster.de/JICE/&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; des Joint Institute for Individualisation in a Changing Environment (JICE) &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/biologie/forschung/verbuende/sfb_nc3/&quot;&gt;SFB/TRR 212&lt;/a&gt; &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Das Projekt &lt;a href=&quot;https://www.uni-muenster.de/JICE/en/projekte/inchange.html&quot;&gt;InChangE&lt;/a&gt; &lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-muenster.de/JICE/en/veranstaltungen/symposium/symposium25.html&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; zur Veranstaltung &lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;


Kontakt:
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Prof’in Dr. Barbara Caspers, Universität Bielefeld&lt;br&gt;Fakultät für Biologie / Verhaltensökologie&lt;br&gt;Telefon 0521 106-2194 (Sekretariat)&lt;br&gt;E-Mail: &lt;a href=&quot;mailto:barbara.caspers@uni-bielefeld.de&quot;&gt;barbara.caspers@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/TB777&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/dfg-forschungsf-ouml-rderung-wie</guid>
      <title>DFG-Forschungsf&amp;ouml;rderung: Wie Weizenpeptide die Darmwand angreifen</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/dfg-forschungsf-ouml-rderung-wie</link>
      <pubDate>Tue, 11 Mar 2025 17:24:28 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">(Nr. 28/2025) Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Dr. Veronica Doderos Projekt an der Universität mit 660.000 Euro. Sie untersucht, wie bestimmte Gluten-Moleküle Krankheiten auslösen – und was helfen könnte.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Bielefelder Chemikerin analysiert Molekül-Ansammlungen im Verdauungstrakt
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr. 28/2025)&amp;nbsp;&lt;b&gt;Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert die Forschung von Dr. Verónica Dodero an der Universität Bielefeld ab März für drei Jahre mit 660.000 Euro. Sie untersucht chemische Aspekte von Glutenmolekülen, die deren Wirkung im Körper bestimmen und das Verständnis glutenbedingter Erkrankungen vertiefen. Die Ergebnisse könnten neue Ansätze für Prävention und Therapie ermöglichen.
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Fast jeder Mensch nimmt täglich Gluten zu sich – sei es durch Weizen, Dinkel, Gerste oder Roggen. Doch was passiert damit im Körper? „Die wenigsten wissen, dass Gluten nicht vollständig verdaut wird“, sagt die Chemikerin Dr. Verónica Dodero von der Universität Bielefeld. Für die meisten Menschen scheint das nicht weiter problematisch zu sein. Doch etwa fünf Prozent der Menschen weltweit leiden unter glutenbezogenen Störungen wie Zöliakie oder Weizenunverträglichkeit.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Gluten eine Entzündung im Darm auslöst und die Schleimhaut schädigt. Doch auch Menschen, die nicht unter einer Zöliakie leiden, können empfindlich auf Gluten reagieren. „Es ist bereits bekannt, dass Glutenproteine eine zentrale Rolle spielen, da die Erkrankungen unter einer glutenfreien Ernährung abklingen“, sagt Dodero. Dabei entstehen bestimmte Glutenpeptide (PRGP), die nicht weiter abgebaut werden. Sie gelangen vom Darm ins Blut und können dort Immunreaktionen triggern.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Noch viele Fragen offen
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Trotz der vielen Fortschritte in der Zöliakie und anderer glutenbezogener Störungen gibt es noch viele offene Fragen. „Unsere Forschung, die vor zehn Jahren in Bielefeld begann, zielt darauf ab, die Rolle der Gluten-PRGP in den frühen Stadien der Krankheit zu verstehen“, sagt Dodero. Dies setzt an, noch bevor das betroffene Immunsystem Glutenfragmente als gefährlich einstuft und die Immunreaktion auslöst.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Fokus dabei steht auch die Darmschleimhaut: Sie ist eine Schutzbarriere des Körpers gegen Schadstoffe. Wenn sie geschwächt wird, kann es zum sogenannten Leaky-Gut-Syndrom kommen. Dabei wird die Darmwand durchlässiger, sodass unverdaute Bestandteile aus der Nahrung, Bakterien und Viren aus dem Darm in den Körper gelangen können, und eine massive Entzündungsreaktion auslösen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Bislang gingen Forschende davon aus, dass chronische Entzündungen bei Zöliakie die Darmwand durchlässiger machen. Doch eine andere Theorie besagt, dass die Gluten-Peptide direkt die Darmschleimhaut schädigen und damit erst die Autoimmunreaktion auslösen könnten. „Die geschwächte Darmbarriere könnte nicht nur eine Folge, sondern eine Ursache von Zöliakie sein“, sagt Verónica Dodero.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Mechanismen auf zellulärer Ebene
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sie konnte bereits zeigen, dass sich die unvollständig verdauten Gluten-Moleküle Nanostrukturen bilden und im Darmmodell schädigend wirken. „Wir haben im Zellmodell gesehen, dass sie sich ansammeln und einen sogenannten Leaky Gut auslösen können“, sagt die Chemikerin. Unter dem Mikroskop konnte sie nachweisen, dass sich diese Strukturen in Darmzellen ansammeln. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Im Zentrum der Forschung von Verónica Dodero steht das 33-mer-Gliadin-Peptid. Es entsteht durch unvollständig abgebautes Weizengluten, das bei Menschen mit Zöliakie eine Immunreaktion auslöst. „Wir wissen, dass das 33-mer-Peptid Nanostrukturen bildet und das Immunzellen aktivieren kann – aber welche molekularen Mechanismen genau dahinterstecken, ist noch unklar“, sagt Dodero.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Frühere Untersuchungen zeigten, dass diese Nanostrukturen eine parallele β-Struktur annehmen – ein Muster, das auch bei neurologischen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson eine Rolle spielt. „Wir vermuten, dass die Ansammlung dieser Moleküle ein Auslöser glutenbedingter Erkrankungen sein könnte, der bislang übersehen worden ist“, sagt die Forscherin.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Interdisziplinäre Forschung für neue Erkenntnisse
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um diese offenen Fragen zu klären, kombiniert Dodero verschiedene Methoden und arbeitet dabei interdisziplinär eng mit anderen Forschenden an der Universität Bielefeld zusammen. Die aus Argentinien und Spanien stammende Wissenschaftlerin hat ihre Forschung in den vergangenen zehn Jahren in Bielefeld aufgebaut. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Doderos aktuelle Forschung im DFG-Projekt zielt auch darauf ab, herauszufinden, die chemischen Aspekte der Peptid-Bruchstücke und ihrer Nanostrukturen zu verstehen, um deren Effekt auf die Ernährung und Krankheiten besser zu verstehen. So könnte es möglich sein, durch Ernährung glutenbedingten Entzündungsprozesse zu beeinflussen und somit das Risiko für diese Erkrankungen zu senken.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Weitere Informationen: &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.doderolab.com/&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; von Dr. Verónica Dodero&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://gepris.dfg.de/gepris/projekt/430578458&quot;&gt;Steckbrief&lt;/a&gt; zum DFG-Projekt&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://youtu.be/q6Df3wk3wEg&quot;&gt;Erklärvideo&lt;/a&gt; zu Doderos Forschung&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Kontakt:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Dr. Verónica Dodero, Universität Bielefeld
&lt;br&gt;Fakultät für Chemie
&lt;br&gt;Telefon 0521 106-2046
&lt;br&gt;E-Mail: &lt;a href=&quot;mailto:veronica.dodero@uni-bielefeld.de&quot;&gt;veronica.dodero@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/O8VVD&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/was-uns-an-sprache-fasziniert</guid>
      <title>Was uns an Sprache fasziniert</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/was-uns-an-sprache-fasziniert</link>
      <pubDate>Thu, 6 Mar 2025 12:34:42 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">(Nr.25/2025) Wie äußert sich sprachliche Kreativität in Alltagssituationen? Kann KI-generierte Sprache kreativ sein? Wovon hängt es eigentlich ab, ob ein kreativer Sprachgebrauch zum Allgemeingut wird? Und warum sind gerade vierjährige Kinder wahre Sprachgenies? Fragen wie diese stehen im Zentrum der Veranstaltungsreihe „Faszination Sprache“, zu der die Wissenschaftler*innen des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1646 der Universität Bielefeld ab dem 10. März in die Volkshochschule (VHS) Bielefeld einladen.  </atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Veranstaltungsreihe von Sonderforschungsbereich und Volkshochschule &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr.25/2025)&lt;b&gt;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;b&gt;Wie äußert sich sprachliche Kreativität in Alltagssituationen? Kann KI-generierte Sprache kreativ sein? Wovon hängt es eigentlich ab, ob ein kreativer Sprachgebrauch zum Allgemeingut wird? Und warum sind gerade vierjährige Kinder wahre Sprachgenies? Fragen wie diese stehen im Zentrum der Veranstaltungsreihe „Faszination Sprache“, zu der die Wissenschaftler*innen des Sonderforschungsbereichs (SFB) 1646 der Universität Bielefeld ab dem 10. März in die Volkshochschule (VHS) Bielefeld einladen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Die Ampel hat fertig!“ Das harsche Urteil in deutschen Medien über die kürzlich vorzeitig beendete Regierungskoalition greift einen inzwischen legendären Satz von Giovanni Trapattoni auf. Vor 27 Jahren machte der damalige Trainer des FC Bayern München seinem Ärger über die schlechte Leistung seiner Mannschaft in einer fulminanten Wutrede Luft, die er mit den Worten beendete: „Ich habe fertig!“ Grammatikalisch eher ungewöhnlich, erfuhr die Formulierung eine erstaunliche Konjunktur von der Sportberichterstattung über die Populärkultur bis zur aktuellen politischen Kommunikation.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Mitforschen und Sprache entdecken
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Beispiel steht für viele andere. Sie zeigen, so Professor Dr. Ralf Vogel, geschäftsführender Sprecher des SFB: „Erneuerung und Erfindungsreichtum sind im Sprachgebrauch alltäglich und schlagen manchmal eine überraschende Richtung ein. Das liegt daran, dass sprachliche Kreativität sich in der sozialen Interaktion entfaltet.“ Vogel eröffnet die neue Veranstaltungsreihe am 10. März.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Forschenden wollen in ihrer Reihe in der VHS in direkten Austausch mit allen Sprachinteressierten kommen. Neben kurzen Impulsen aus der Forschung, Fragerunden und offenen Diskussionen wird es verschiedene Möglichkeiten zum Mitforschen geben. Dabei wird schnell klar werden, dass jede und jeder Expert*in für sprachliche Kreativität ist. 
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenlos. Sie finden jeweils im Murnau-Saal der VHS (Ravensberger Park) von 18 Uhr bis 20 Uhr statt. Die Anmeldung erfolgt über das Portal der VHS. Die Termine im Einzelnen:
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;„Sprache und Kreativität: Wie passt das zusammen?“ am 10. März
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wie kreativ ist unsere Alltagssprache? Wo gehen wir über das Gewohnte, „Richtige“ hinaus – ohne dass wir es bemerken? In der ersten Veranstaltung geht es darum, was passiert, wenn uns die Grammatik dazu zwingt, die Regeln neu zu erfinden.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;„Wer ist kreativer, ChatGPT oder ich?“ am 28. April&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Worin liegen die Unterschiede zwischen KI-generierter und menschlicher Sprache? Und wie kreativ ist KI-generierte Sprache überhaupt? Dieser Frage gehen die Veranstalter*innen und die Teilnehmenden mit web-basierten Experimenten und einem interaktiven Spiel mit einem Chatbot nach. Für die Teilnahme ist ein mobiles Endgerät nötig.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;„Wovon hängt ab, ob kreativer Sprachgebrauch gelingt?“ am 12. Mai
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Sprachliche Kreativität ist eine Grundvoraussetzung für Sprachwandel. Wenn die Neuerungen von einer immer größeren Anzahl Personen übernommen werden, verändert sich Sprache. Dabei ist nicht entscheidend, ob der Prozess bewusst oder unbewusst erfolgt. Aber wovon hängt es dann ab? Das soll an Beispielen aus unterschiedlichen Sprachen gemeinsam herausgefunden werden.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;„Wie kreativ sind Kinder im Spracherwerb?“ am 16. Juni
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Kinder sind wahre Sprachgenies – manchmal kommen sie mit überraschenden Begriffen und Aussagen. Aus ihren Entdeckungen lässt sich viel darüber erfahren, wie sie Sprachen lernen und wie sie dabei unterstützt werden können. In der letzten Veranstaltung in diesem Semester führen die Forschenden ihr Publikum in die Welt des frühen Sprachlernens ein – ein Thema, das sowohl für Eltern als auch für alle anderen spannend und unterhaltsam ist.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Forschende entschlüsseln kreative Sprachmuster
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Teilprojekt „Ö“ des SFB kuratiert und koordiniert die Veranstaltungsreihe. Die Inhalte der ersten vier Termine werden von den Teilprojekten A01, A04, A06, B02 und C04 des SFB vorbereitet und von den Forschenden jeweils vor Ort umgesetzt. Das Teilprojekt „Ö“ unterstützt sie dabei in verschiedenen Beteiligungsformaten, die den Bürger*innen ermöglichen, sich in die sprachwissenschaftliche Forschung einzubringen – von der Diskussion über Forschungsfragen bis zur Bewertung der Projektergebnisse. 
Der Sonderforschungsbereich „Sprachliche Kreativität in der Kommunikation“ (SFB 1646) erforscht die Anpassungsfähigkeit der Sprache in 16 Teilprojekten mit mehr als 70 Wissenschaftler*innen aus Linguistik, Psychologie, Philosophie, Informatik und Medienwissenschaft. Die Forschenden analysieren Phänomene auf allen Ebenen der Sprachbetrachtung, von der Lautbildung bis zur Bedeutung, einschließlich nonverbaler Kommunikation. Neben individuellen Unterschieden wird auch kreativer Sprachgebrauch in Situationen wie dem Fremdsprachenlernen 
oder bei Menschen mit Sprachstörungen untersucht. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;

Weitere Informationen:
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.vhs-bielefeld.de/programm/sprachen/kategorie/Mitforschen+Sprache+und+Kreativitaet/706#inhalt&quot;&gt;Veranstaltungsreihe&lt;/a&gt; im Anmeldeportal der VHS &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/sfb/sfb1646/mitforschen/&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; der Veranstalter*innen zum Programm der Reihe
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Kontakt:
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;PD Dr. Sybilla Nikolow, Universität Bielefeld &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Teilprojekt Ö des SFB 1646 &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Telefon 0521 106-12938
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;E-Mail: crc1646-oe@uni-bielefeld.de&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/warum-wissenschaftliche-ergebnisse-variieren</guid>
      <title>Warum wissenschaftliche Ergebnisse variieren</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/warum-wissenschaftliche-ergebnisse-variieren</link>
      <pubDate>Tue, 25 Feb 2025 13:22:59 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">(Nr. 24/2025) Unterschiedliche analytische Methoden haben einen starken Einfluss auf die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen. Das zeigt die Studie eines internationalen Forschungsteams mit Beteiligung der Universität Bielefeld. In der Untersuchung, an der mehr als 300 Wissenschaftler*innen mitwirkten, wurden 174 unabhängige Analysen desselben Datensatzes verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass unterschiedliche Methoden zu stark variierenden Schlussfolgerungen führen können.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Bielefelder Forschende an international vielbeachteter Studie beteiligt&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr. 24/2025) &lt;b&gt;Unterschiedliche analytische Methoden haben einen starken Einfluss auf die Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen. Das zeigt die Studie eines internationalen Forschungsteams mit Beteiligung der Universität Bielefeld. In der Untersuchung aus dem Fachbereich der Biologie, an der mehr als 300 Wissenschaftler*innen mitwirkten, wurden 174 unabhängige Analysen desselben Datensatzes verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass unterschiedliche Methoden zu stark variierenden Schlussfolgerungen führen können.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die in BMC Biology veröffentlichte Studie zeigt, dass unterschiedliche Wissenschaftler*innen mit denselben Datensätzen zu teils stark abweichenden Ergebnissen kommen. Diese Erkenntnis verdeutlicht, dass analytische Entscheidungen erhebliche Auswirkungen auf wissenschaftliche Schlussfolgerungen haben können. „Unsere Arbeit zeigt, dass wissenschaftliche Analysen nicht nur von den zugrunde liegenden Daten abhängen, sondern auch von den Entscheidungen, die Forschende während der Analyse treffen“, erklärt Alfredo Sánchez-Tójar von der Fakultät für Biologie der Universität Bielefeld. „Das unterstreicht die Notwendigkeit transparenter Forschungspraktiken und verstärkter Replikationsstudien.“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Analyse offenbart drastische Ergebnisunterschiede&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Analyse von 174 unabhängigen Forschungsgruppen ergab, dass verschiedene statistische Methoden und analytische Herangehensweisen zu erheblich variierenden Ergebnissen führen können. Diese Erkenntnisse werfen zentrale Fragen zur Reproduzierbarkeit und Reliabilität wissenschaftlicher Ergebnisse auf.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Ergebnisse haben weitreichende Bedeutung für die ökologische und evolutionäre Biologie und darüber hinaus. Forschende der Universität Bielefeld betonen die Bedeutung von Big-Team-Science und offenen Wissenschaftspraktiken, um Verzerrungen in wissenschaftlichen Ergebnissen zu minimieren. Die Studie bestätigt auch Erkenntnisse aus früheren Arbeiten der Universität zur Publikationsverzerrung in der Biologie und unterstreicht die Notwendigkeit struktureller Veränderungen in den wissenschaftlichen Anreizen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Sonderforschungsbereich TRR 212 („NC³“), der auch von der Universität Bielefeld getragen wird, wird aktiv an Strategien gearbeitet, um die Reproduzierbarkeit und Zuverlässigkeit wissenschaftlicher Ergebnisse zu verbessern. Insbesondere das Teilprojekt D05 setzt sich für eine transparente Meta-Analyse und Schulungen für Wissenschaftler*innen in frühen Karrierephasen ein. Zudem sind mehrere Forschende der Universität Bielefeld Mitglieder der Gesellschaft für offene, verlässliche und transparente Ökologie und Evolutionsbiologie (SORTEE), die sich für nachhaltige Reformen in der Wissenschaft engagiert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Keine einzelne Analyse sollte als vollständige oder verlässliche Antwort auf eine Forschungsfrage angesehen werden.“, sagt Alfredo Sánchez-Tójar. „Deshalb ist die bewährte wissenschaftliche Praxis so wichtig, zu dokumentieren, mit welcher Methode die Daten bearbeitet wurden, um Transparenz der Ergebnisse zu sichern.“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Studie stößt bereits auf breite Resonanz in der wissenschaftlichen Gemeinschaft und wird als Meilenstein für eine reflektierte und transparente Forschungspraxis betrachtet.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Originalveröffentlichung:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Elliot Gould, Hannah S. Fraser, Timothy H. Parker, Shinichi Nakagawa et al.: Same data, different analysts: variation in effect sizes due to analytical decisions in ecology and evolutionary biology. BMC Biology. &lt;a href=&quot;https://doi.org/10.1186/s12915-024-02101-x&quot;&gt;https://doi.org/10.1186/s12915-024-02101-x&lt;/a&gt;, veröffentlicht am 6. Februar 2025.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;•	Der &lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/fakultaeten/biologie/forschung/verbuende/sfb_nc3/index.xml&quot;&gt;SFB TRR 212&lt;/a&gt;&lt;br&gt;•	Website von &lt;a href=&quot;https://www.sortee.org/&quot;&gt;SORTEE&lt;/a&gt; (Society for Open, Reliable, and Transparent Ecology and Evolutionary biology)&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Dr. Alfredo Sánchez-Tójar, Universität Bielefeld&lt;br&gt;Fakultät für Biologie/Evolutionsbiologie&lt;br&gt;Telefon 0521 106-2727&lt;br&gt;E-Mail: alfredo.sanchez-tojar@uni-bielefeld.de&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/M1I6D&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/ein-werkzeugkasten-f-uuml-r</guid>
      <title>Ein Werkzeugkasten f&amp;uuml;r die &amp;ouml;kologische Forschung</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/ein-werkzeugkasten-f-uuml-r</link>
      <pubDate>Mon, 24 Feb 2025 11:31:32 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">(Nr. 23/2025) Ökosysteme stehen weltweit unter Druck, immer mehr Tier- und Pflanzenarten sterben aus oder sind bedroht. Die Ökologie als wissenschaftliche Disziplin soll das nötige Wissen liefern, um gegenzusteuern. Doch der Schritt von den Ergebnissen ökologischer Studien hin zu wirkungsvollen Maßnahmen ist groß. Die internationale Forschungsgruppe „Mapping evidence to theory in ecology: Addressing the challenges of generalization and causality“ (Evidenz und Theorie in der Ökologie: Vom Einzelfall zur Generalisierung und von Korrelationen zu Kausalität) hat sechs Monate lang am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld daran gearbeitet, diese Kluft zu überbrücken. In dieser Woche findet nun der Abschlussworkshop der Forschungsgruppe statt.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Abschluss der ZiF-Forschungsgruppe zu Evidenz und Theorie in der Ökologie&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr. 23/2025)&lt;b&gt; Ökosysteme stehen weltweit unter Druck, immer mehr Tier- und Pflanzenarten sterben aus oder sind bedroht. Die Ökologie als wissenschaftliche Disziplin soll das nötige Wissen liefern, um gegenzusteuern. Doch der Schritt von den Ergebnissen ökologischer Studien hin zu wirkungsvollen Maßnahmen ist groß. Die internationale Forschungsgruppe „Mapping evidence to theory in ecology: Addressing the challenges of generalization and causality“ (Evidenz und Theorie in der Ökologie: Vom Einzelfall zur Generalisierung und von Korrelationen zu Kausalität) hat sechs Monate lang am Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld daran gearbeitet, diese Kluft zu überbrücken. In dieser Woche findet nun der Abschlussworkshop der Forschungsgruppe statt.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Während ihres Aufenthalts am ZiF haben die 27 Forscher*innen aus fünf Ländern Erkenntnisse aus Ökologie, Philosophie, Datenwissenschaft und Computerlinguistik zusammengetragen, um Wege zu finden, die Kluft zwischen den in verschiedene Disziplinen gewonnenen Erkenntnissen und ihrer Umsetzung in die Praxis zu überwinden. „Zuerst einmal haben wir die Problemlage analysiert“, berichtet Privatdozentin Dr. Tina Heger vom Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in Berlin, die Leiterin der Forschungsgruppe. Immer wieder fanden sie dabei, dass die Zusammenführung von Wissen aus verschiedenen Quellen zahlreiche Schwierigkeiten mit sich bringt. Manchmal sei Wissen nicht oder schlecht zugänglich, manchmal enthalte es Fehler oder Einseitigkeiten, Daten liegen in unbrauchbaren Formaten vor, oder Aussagen sind unverständlich formuliert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Die Ergebnisse vieler Studien sind auch nach wie vor nicht digital verfügbar, sondern fristen ihr Dasein ausgedruckt und abgeheftet in Regalen und Schränken“, berichtet Heger. „Zudem ist es nicht einfach, von Untersuchungsergebnissen in einem Ökosystem auf Vorgänge in einem anderen zu schließen, denn Ökosysteme sind nun einmal sehr komplex und die ökologischen Prozesse hängen sehr stark von den Zusammenhängen ab, in denen sie ablaufen.“&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Künstliche Intelligenz bietet Möglichkeiten&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Besondere Hoffnung setzten die Forscher*innen in die Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz. Doch auch hier gibt es noch viel Luft nach oben, die digitalen Möglichkeiten helfen oft nur bedingt. „Wir haben mit den großen Sprachmodellen experimentiert, sind aber immer wieder auf Halluzinationen und andere Fehler gestoßen“, so Tina Heger: „Je spezifischer man fragt, so unsere Erfahrung, desto weniger hilfreich sind die Antworten der Bots.“&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um neue Ideen zu entwickeln, hat die Gruppe unter anderem einen Hackathon, einen Programmierwettbewerb, veranstaltet, bei dem die Teilnehmer*innen ganz unterschiedliche Möglichkeiten entwickelt haben, KI-Verfahren für Fragestellungen der Ökologie zu nutzen. So haben sie begonnen, einen digitalen Werkzeugkasten für die Synthese und Repräsentation von ökologischem Wissen zu bestücken. Bei ihrem Abschlussworkshop werden die Fellows an gemeinsamen Veröffentlichungen und Forschungsanträgen arbeiten und ihre weitere Arbeit planen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Arbeitssprache des Workshops ist Englisch. Die Leiterin steht für Medienanfragen gerne zur Verfügung.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zif/groups/ongoing/mapping-evidence/&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; der Forschungsgruppe&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Sabine Mende, Universität Bielefeld&lt;br&gt;Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF)&lt;br&gt;Telefon: 0521 106-2769&lt;br&gt;E-Mail: &lt;a href=&quot;mailto:zif-conferencesupport@uni-bielefeld.de&quot;&gt;zif-conferencesupport@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/s/QK4D4?viewIndex=0&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar.&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/grundschulkinder-und-eltern-f-uuml</guid>
      <title>Grundschulkinder und Eltern f&amp;uuml;r Internet und KI fit machen</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/grundschulkinder-und-eltern-f-uuml</link>
      <pubDate>Fri, 7 Feb 2025 09:26:14 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">(Nr. 20/2025) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert mit 1,7 Millionen Euro ein neues Projekt der Universitäten Bielefeld und Paderborn, einer kirchlichen Bildungseinrichtung und eines Vereins für digitales Lernen. </atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;1,7 Millionen Förderung für Entwicklung von Bildungsprogramm
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert mit 1,7 Millionen Euro ein neues Projekt der Universitäten Bielefeld und Paderborn, einer kirchlichen Bildungseinrichtung und eines Vereins für digitales Lernen. Die Wissenschaftler*innen des Projekts entwickeln ein Bildungsprogramm, das digitale Kompetenzen in Familien stärkt. Grundschulkinder und ihre Eltern sollen im Umgang mit Internet und KI geschult werden.
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das auf vier Jahre angelegte Projekt „Gemeinsam online: Suchen.Finden.Verstehen“ verbindet erstmals systematisch die Medienbildung in Familie und Schule. „Bisherige Studien zeigen, dass Kinder ihre digitalen Fähigkeiten vor allem im häuslichen Umfeld entwickeln. Dennoch konzentrieren sich die meisten Bildungsangebote ausschließlich auf den schulischen Kontext“, sagt die Koordinatorin des Verbundprojekts, Professorin Dr. Anna-Maria Kamin von der Universität Bielefeld. Die Erziehungswissenschaftlerin betont, wie wichtig es sei, Internetquellen und die Ergebnisse von KI-gestützten Anwendungen kritisch zu hinterfragen. Daher sollen Kinder und Eltern im Projekt zum Beispiel gemeinsam erarbeiten, mit Fake News und Misinformation umzugehen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Benachteiligte Familien im Fokus
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Universität Bielefeld entwickelt die medienpädagogischen Grundlagen und Konzepte für das Bildungsprogramm. Die Universität Paderborn bringt ihre Expertise zu Family Literacy ein, durch ein Team unter Leitung von Professorin Dr. Heike M. Buhl. Die Wissenschaftlerin erklärt: „Kinder und Eltern erkunden digitale Medien zeitweise getrennt, machen aber vor allem gemeinsame Erfahrungen. Eltern sehen so besser, wie sie ihre Kinder unterstützen können.“ &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Beide Standorte übernehmen gemeinsam die wissenschaftliche Evaluation durch standardisierte Befragungen und qualitative Interviews sowie teilnehmende Beobachtungen. Die Zielgruppe sind vor allem Familien, die bisher wenig Zugang zu medienpädagogischen Angeboten hatten, aber großes Interesse am Umgang mit digitalen Medien haben. Das Projekt achtet daher darauf, Familien in schwierigen Lebenslagen zu unterstützen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Der Verein Neue Wege des Lernens erstellt die digitalen Lernmaterialien und sorgt für die technische Umsetzung der Bildungsangebote. Das Programm wird gemeinsam mit der Katholischen Erwachsenen- und Familienbildung Paderborn erarbeitet und dort in drei Durchgängen erprobt. Alle Konzepte und Materialien werden so aufbereitet, dass sie auch in anderen Einrichtungen der Familienbildung eingesetzt werden können. Das Projekt läuft von Januar 2025 bis Dezember 2028.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;a href=&quot;https://www.empirische-bildungsforschung-bmbf.de/de/Themenfinder-1720.html/projekt/01JD2402A&quot;&gt;Steckbrief&lt;/a&gt; zu dem Forschungsprojekt&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Kontakt:&lt;br&gt;&lt;/b&gt;Prof’in Dr. Anna-Maria Kamin, Universität Bielefeld&lt;br&gt;Fakultät für Erziehungswissenschaft&lt;br&gt;Telefon 0521 106-6980&lt;br&gt;E-Mail: &lt;a href=&quot;mailto:anna-maria.kamin@uni-bielefeld.de&quot;&gt;anna-maria.kamin@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/SFEK9&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/bdquo-unsicherheit-als-innovationsmotor-verstehen</guid>
      <title>&amp;bdquo;Unsicherheit als Innovationsmotor verstehen&amp;ldquo;</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/bdquo-unsicherheit-als-innovationsmotor-verstehen</link>
      <pubDate>Wed, 5 Feb 2025 17:03:50 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">(Nr. 18/2025) Das Center for Uncertainty Studies (CeUS) etabliert einen neuen Forschungsansatz. Die drei Gründungsdirektor*innen ziehen eine erste Bilanz der bisherigen Arbeit des Centers.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Center for Uncertainty Studies (CeUS) etabliert neuen Forschungsansatz &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr. 18/2025)&amp;nbsp;&lt;b&gt;Die Invasion Russlands in der Ukraine, Debatten um Migration und die Folgen der Pandemie zeigen, wie schnell sich vermeintliche Sicherheiten auflösen können. Diese Orientierungslosigkeit nutzen rechtspopulistische Parteien geschickt aus. Wie wir mit solchen allgegenwärtigen Unsicherheiten umgehen und sie navigieren, erforscht das Center for Uncertainty 
Studies (CeUS) an der Universität Bielefeld. Seit seiner Gründung im Dezember 2022 baut es ein neues Fachgebiet auf: die inter- und transdisziplinäre Unsicherheitsforschung. Nun ziehen die drei Gründungsdirektor*innen eine erste Bilanz der bisherigen Arbeit des CeUS.
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Unsicherheit wird oft sehr negativ gesehen. Es geht oft darum, Unsicherheit zu vermeiden, zu reduzieren, mindestens zu kontrollieren oder gar aus der Welt zu schaffen“, sagt die Historikerin Professorin Dr. Silke Schwandt, eine der drei CeUS-Gründungsdirektor*innen. Das Zentrum verfolgt einen neuen Ansatz: „Wir argumentieren, dass Unsicherheit positiv auf die Gesellschaft wirken kann. Wir möchten verstehen, wie gesellschaftliche Akteur*innen durch Unsicherheit navigieren – vergleichbar mit Entdecker*innen auf unbekanntem Terrain – und durch ihr Entscheidungsverhalten konstruktive Veränderungen in der Gesellschaft anstoßen können.“
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Wirtschaftliche Innovation durch Unsicherheit beschleunigt
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Herbert Dawid, ebenfalls Gründungsdirektor, betont die wirtschaftlichen Aspekte: „In unseren Studien haben wir festgestellt, dass Unsicherheit tatsächlich Innovation und technischen Fortschritt beschleunigen kann. Ein Beispiel dafür ist die Energiewende, wo die Unsicherheit darüber, welche Technologie sich in Zukunft durchsetzen wird Forschungsanstrengungen und technologischen Fortschritt in verschiedenen Bereichen motiviert“, so Dawid.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;

Wie Verunsicherung zur Lösungsfindung anregt
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Sozialforscher Professor Dr. Andreas Zick stellt fest, dass Studien eine zunehmende Verunsicherung in der Gesellschaft zeigen. Zick ist der dritte CeUS-Gründungsdirektor. „Die meisten Erhebungen bleiben die Antwort schuldig, wie Menschen auf die wahrgenommene Unsicherheit reagieren“, so Zick. „Wir untersuchen, welche Strategien sie in unsicheren Situationen anwenden und wie sie Entscheidungen treffen. Indem wir Unsicherheit als Innovationsmotor verstehen, können wir erklären, wie Ungewissheit Menschen dazu motiviert, eigenständig kompetente Lösungen zu suchen.“
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Interdisziplinäre Konferenz sucht nach Lösungen
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Um die Unsicherheitsforschung voranzutreiben, setzt das CeUS seit seiner Gründung darauf, Forschende fächerübergreifend zu vernetzen. „Keine einzelne Disziplin kann die Probleme und Herausforderungen der Unsicherheit lösen“, sagt Silke Schwandt. Etwa 30 Forschende aus Disziplinen wie Soziologie, Geschichtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften diskutierten Mitte 2023 im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität über das neue Forschungsfeld. Dort veranstaltete das CeUS die Konferenz „Navigating Uncertainty: Preparing Society for the Future” (Die Ungewissheit navigieren: Die Gesellschaft auf die Zukunft vorbereitet). In den beiden Keynotes thematisierten Professorin Dr. Miriam Posner und Professor Dr. Carlo Jaeger die Rolle von Daten in den Geisteswissenschaften und Unsicherheiten im Anthropozän.
Überdies hat das CeUS eigene Veranstaltungsformate entwickelt, um Forschende in den Austausch zu bringen – die Uncertainty Lunches und den Research Afternoon. „In der Anfangsphase haben wir die Grundlagen für die interdisziplinäre Unsicherheitsforschung geschaffen“, bilanziert Silke Schwandt. „Die Resonanz aus der wissenschaftlichen Community zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
Nicht nur an Forschende, sondern auch an die Öffentlichkeit wendet sich die Reihe der Uncertainty-Talks. Die Themen der bisher neun öffentlichen Vorträge reichen von der sprachlichen Analyse von Unsicherheit bis hin zu psychologischen Theorien über Entscheidungsfindung unter unsicheren Bedingungen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;CeUS vernetzt zwischen Forschungsverbünden
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;„Unser Ansatz, Unsicherheit als produktiv zu begreifen und systematisch zu untersuchen, welche Auswirkungen unterschiedliche Arten des Umgangs mit Unsicherheit haben, hat in kurzer Zeit viele Forschende angezogen und inspiriert“, berichtet Co-Gründungsdirektor Herbert Dawid. Mehr als 50 Wissenschaftler*innen und ein Dutzend Forschungsprojekte sind inzwischen mit dem CeUS verbunden.
Die neue internationale Max-Planck-Forschungsschule, IMPRS-ModA, beispielsweise analysiert Unsicherheiten im Kontext globaler Veränderungen. Die Wissenschaftler*innen erforschen das vom Menschen geprägte Erdzeitalter und analysieren, wie Mensch und Umwelt komplex und oft unvorhersehbar interagieren. Mit dem CeUS assoziiert ist auch der mathematisch ausgerichtete Sonderforschungsbereich 1283 „Unsicherheit beherrschen und Zufall sowie Unordnung nutzen in Analysis, Stochastik und deren Anwendungen“. Und im Transregio-Sonderforschungsbereich 318 „Erklärbarkeit konstruieren“ arbeiten Wissenschaftler*innen daran, die oft undurchsichtige Funktionsweise von KI-Systemen transparenter zu gestalten.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Weitere Beispiele für mit dem CeUS verbundene Projekte: &lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;PREDICT: Erfasst Auswirkungen von Algorithmen auf gesellschaftliche Unsicherheiten, gefördert vom Europäischen Forschungsrat (ERC). &lt;/li&gt;&lt;li&gt;WaterFutures: Untersucht zukünftige städtische Wasserversorgung unter Berücksichtigung von Unsicherheiten wie dem Klimawandel, gefördert vom ERC. &lt;/li&gt;&lt;li&gt;Graduiertenkolleg CUDE (RTG 2865): Analysiert die Bewältigung von Ungewissheit in dynamischen Wirtschaftssystemen, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Forschungsnetzwerk EPOC: Erforscht unsichere wirtschaftspolitische Entscheidungen, EU-gefördert als Marie Skłodowska-Curie Innovative Training Network.
&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;CeUS plant Ausbau internationaler Vernetzung
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Für die Zukunft plant das CeUS, seine Rolle als lebendiger Knotenpunkt für den akademischen Austausch in der Unisicherheitsforschung zu festigen. Co-Gründungsdirektorin Silke Schwandt betont: „Wir möchten Ideen für neue interdisziplinäre Projekte entwickeln, um zu die vielen Facetten zu erforschen, wie Unsicherheit Wissenschaft und Gesellschaft beeinflusst.“ Das Young Scholar Network (Netzwerk für junge Wissenschaftler*innen) des CeUS soll zusätzlich dazu beitragen, die Bielefelder Unsicherheitsforschung international sichtbarer zu machen, indem es Wissenschaftler*innen aus aller Welt zusammenbringt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Weitere Informationen:&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/ceus/&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; des Center for Uncertainty Studies (CeUS)
&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Kontakt:&lt;br&gt;&lt;/b&gt;Anna Maria Neubert, CeUS &lt;br&gt;&amp;nbsp;Geschäftsführerin
&lt;br&gt;Telefon: 0521 106-6512
&lt;br&gt;E-Mail: &lt;a href=&quot;mailto:unex@uni-bielefeld.de&quot;&gt;unex@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/s/UCPUK&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar.&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/menschen-mit-beeintr-auml-chtigungen</guid>
      <title>Menschen mit Beeintr&amp;auml;chtigungen als Dozent*innen</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/menschen-mit-beeintr-auml-chtigungen</link>
      <pubDate>Wed, 5 Feb 2025 16:26:28 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">(Nr. 17/2025) Im bundesweit einzigartigen Projekt „FRiMeL“ werden Menschen mit Beeinträchtigungen zu Dozierenden und somit zu Expert*innen in eigener Sache.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Die Medizinische Fakultät OWL forscht zur Inklusiven Medizin im bundes-weit einzigartigen Projekt „FRiMeL“ &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;(Nr. 17/2025) Wenn sich Medizinstudierende in Vorlesungen, Seminaren oder am Krankenbett Themen der Inklusiven Medizin – also der Medizin für Menschen mit intellektuellen beziehungsweise körperlichen Beeinträchtigungen – widmen, dann sprechen sie künftig nicht mehr nur über die Betroffenen, sondern lernen in einem bundesweit einzigartigen Forschungsprojekt auch von ihnen. Durch das ,,Forschungsprojekt zur Realisierung inklusiver Medizinischer Lehre“ (FRi-MeL) des Betheler Krankenhauses Mara und der Medizinischen Fakultät OWL werden Men-schen mit Beeinträchtigungen Teil des Dozent*innenteams. Das Projekt wird mit rund 300.000 Euro von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre gefördert.

&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die zukünftigen Lehrassistent*innen werden im Universitätsklinikum OWL in Bielefeld-Bethel zu Expert*innen in eigener Sache: Ab den zweiten Studienjahr erläutern Menschen mit Beeinträch-tigungen in der Rolle der Dozierenden, wie sie Erkrankungen im Alltag erleben, treten in den Di-alog mit den Studierenden und trainieren den Austausch in Leichter Sprache. Dieser ist im Sinne einer partizipativen Entscheidungsfindung wichtig, um Diagnosen zu stellen, Therapien zu entwickeln und die Lebensqualität zu erhöhen. Die inklusive Lehre soll Berührungsängste abbauen, die Kommunikation trainieren und die Inklusive Medizin weiterentwickeln. Das Curriculum zur Vorbereitung der künftigen Dozierenden auf ihre Tätigkeit wird seit April 2024 vom Forschungsteam eigens erarbeitet und umfasst rund 50 Lernstunden. Nach Ende der Schulungen Anfang 2025 startet die studentische Lehre ab dem kommenden Sommersemester.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

„Menschen mit Beeinträchtigungen in die Lehre einzubeziehen, empfinde ich für alle Beteiligten als wertvoll“, erklärt Projektleiterin Professorin Dr. Tanja Sappok. „Ich habe den Eindruck, dass die Studierenden durch die persönliche Begegnung viel mehr mitnehmen und sich stärker für die Inklusive Medizin begeistern.“ Tanja Sappok, Direktorin der Universitätsklinik für Inklusive Medizin am Krankenhaus Mara, besetzt die bundesweit erste Professur für Menschen mit Behinderung, Schwerpunkt psychische Gesundheit, an der Medizinischen Fakultät OWL.

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Projekt leitet sie gemeinsam mit ihrem Kollegen Professor Dr. Christian Brandt, Leitender Arzt in der Universitätsklinik für Epileptologie im Krankenhaus Mara. Seine Professur für Epileptologie mit Schwerpunkt Behindertenmedizin an der Medizinischen Fakultät OWL ist ebenso einmalig in Deutschland wie die von Tanja Sappok. „Das Bedürfnis, Menschen mit Beeinträchtigungen in die Lehre einzubeziehen, resultiert aus unserer täglichen Arbeit“, erklärt Christian Brandt. „Mit dem Projekt möchten wir ein starkes Zeichen für gegenseitigen Respekt und Verständnis, für die Zusammenarbeit im Krankenhaus Mara und die Entwicklung Inklusiver Medizin für eine zukunftsweisende Gesundheitsversorgung von Menschen mit Beeinträchtigungen setzen.“ Neben Tanja Sappok und Christian Brandt gehören derzeit vier wissenschaftliche Mitarbeitende zum Pilot-Projektteam sowie die ersten vier inklusiven Lehrassistent*innen. Das Feedback der Pionier*innen der integrativen Lehre, die das Projekt auch bei offiziellen Anlässen auf Kongressen repräsentieren, sei sehr positiv. „Ich erlebe, wie sie diese Aufgabe stärkt und ihr Selbstbewusstsein wächst“, sagt Christian Brandt „Unsere Projekttreffen sind so bereichernd und außergewöhnlich, dass sie zu unserem Wochenhighlight geworden sind.“
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
&lt;b&gt;Kontakt:&lt;/b&gt; &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Universitätsklinikum OWL &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Evangelisches Klinikum Bethel &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Krankenhaus Mara &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Unternehmenskommunikation&lt;/p&gt;&lt;p&gt; Sandra Gruß &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Tel: 0521 772-77060
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Mail: sandra.gruss@evkb.de&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/effizienter-k-uuml-hlen-und</guid>
      <title>Effizienter k&amp;uuml;hlen und heizen</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/effizienter-k-uuml-hlen-und</link>
      <pubDate>Wed, 29 Jan 2025 13:15:27 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <category>homepage</category>
          <atom:summary type="html">(Nr. 15/2025) Heizung und Kühlung sind nicht nur angenehm, sie sind oft unverzichtbar. Allerdings sind sie auch sehr energieaufwändig und damit teuer und klimaschädlich. Bei dem interdisziplinären Workshop „Molecule-Based Magneto/Electro/Mechano-Calorics“ („Molekülbasierte Magne-to/Elektro/Mechano-Kalorik“) steht daher die Suche nach neuen effizienteren Kühlmitteln und Verfahren für Wärmepumpen im Mittelpunkt. </atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Effizienter kühlen und heizen
&lt;br&gt;Interdisziplinärer Workshop über kalorische Materialien am ZiF
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;(Nr. 15/2025) Heizung und Kühlung sind nicht nur angenehm, sie sind oft unverzichtbar. Allerdings sind sie auch sehr energieaufwändig und damit teuer und klimaschädlich. Bei dem interdisziplinären Workshop „Molecule-Based Magneto/Electro/Mechano-Calorics“ („Molekülbasierte Magne-to/Elektro/Mechano-Kalorik“) steht daher die Suche nach neuen effizienteren Kühlmitteln und Verfahren für Wärmepumpen im Mittelpunkt. Der Workshop findet vom 3. bis zum 6. Feb-ruar im Bielefelder Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) statt.
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Energieumwandlung, wie sie bei Heizung und Kühlung stattfindet, ist sehr energieaufwändig. „Temperiersysteme sind für etwa die Hälfte der Ausgaben für den Energieverbrauch in der EU verantwortlich. Allein diese Zahl rechtfertigt große Anstrengungen für die Suche nach alternativen Kühl- und Wärmepumpenmethoden zu unternehmen“, erklärt der Physiker Professor Dr. Jürgen Schnack von der Universität Bielefeld. Er leitet den Workshop zusammen mit der Bielefelder Juniorprofessorin Dr. Luana Caron, der Physikerin Dr. Giulia Lorusso von der Universität Bologna und dem Chemiker Professor Dr. Euan Brechin von der Universität Edinburgh. Zum einen sind nun Technologien mit niedrigerem Energieverbrauch gefragt, zum anderen lässt das immer bessere Verständnis für kalorische Materialien, also Stoffe, die man in Kühlgeräten oder Wärmepumpen einsetzen kann, bis hin zu Möglichkeiten, passende Moleküle neu zu entwerfen, auf Fortschritte hoffen. „Das Forschungsfeld ist so aktiv wie nie“, berichtet Schnack.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im Mittelpunkt des Workshops stehen sogenannte molekülbasierten Materialien. Diese können auf verschiedene Reize reagieren, seien es magnetische, elektrische oder mechanische. „Da es eine offene Frage ist, welche Art von kalorischen Materialien am vielversprechendsten ist, werden wir einen mehrstufigen Ansatz verfolgen. Wir möchten versuchen, die bereits entwickelten Methoden aus dem magnetokalorischen Teilbereich auf die anderen Bereiche zu übertragen“, so Schnack. Dabei soll es vor allem um Energieumwandlungstechnologien für Kühl- und Heizanwendungen bei raumnahen und sehr tiefen Temperaturen gehen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Dazu haben die Forscherinnen und Forscher internationale Kolleginnen und Kollegen aus Chemie, Materialwissenschaft, Physik und Geräteentwicklung ans ZiF eingeladen. Die 40 Teilnehmer*innen stammen aus acht Ländern. „Unter den Teilnehmenden sind akademische und nicht-akademische Führungskräfte aus Spitzenforschungseinrichtungen in Europa und Übersee, mit denen wir neue Ideen und jüngste Fortschritte auf diesem äußerst interdisziplinären Gebiet diskutieren werden“ so Schnack. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der Workshop findet in englischer Sprache statt. Journalist*innen sind herzlich eingeladen, über die Veranstaltung zu berichten. Die Organisator*innen stehen für Anfragen gerne zur Verfügung. 

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Weitere Informationen:
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/einrichtungen/zif/events/#/event/7726&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; der Veranstaltung mit dem Veranstaltungsprogramm 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/__uuid/fcd0d2db-5ed3-45a1-b122-685b58074571/&quot;&gt;Website&lt;/a&gt; des Zentrums für interdisziplinäre Forschung (ZiF)

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt:
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Taugheda Helterhof, Universität Bielefeld
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;ZiF
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Telefon: 0521 106-2768
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;E-Mail: zif-conference-office@uni-bielefeld.de
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Bildmaterial ist &lt;a href=&quot;https://uni-bielefeld.canto.de/b/T2E0F&quot;&gt;hier&lt;/a&gt; abrufbar. &lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/bielefelder-konferenz-diskutiert-modelle-des</guid>
      <title>Bielefelder Konferenz diskutiert Modelle des Wandels</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen/entry/bielefelder-konferenz-diskutiert-modelle-des</link>
      <pubDate>Fri, 24 Jan 2025 09:27:51 +0100</pubDate>
      <category>Forschung &amp; Wissenschaft</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/pressemitteilungen</handle>
      <name>Pressemitteilungen (bis 07/2025)</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">(Nr. 14/2025) Über drei Tage hinweg befassen sich führende Wissenschaftler*innen mit der Entwicklung und Anwendung wissenschaftlicher Modelle in einem zunehmend vernetzten Forschungsumfeld. </atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Wissenschaftler*innen arbeiten im ZiF an einem gemeinsamen 
interdisziplinären Verständnis
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;(Nr. 14/2025)&amp;nbsp;&lt;b&gt;Wissenschaftliche Modelle unterscheiden sich stark in den Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften – sowohl in ihren Eigenschaften als auch in ihren Anwendungen. Das erschwert die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Hier setzt die Konferenz „Building Models of Change: Bridging Sciences and Humanities“ an (übersetzt: Modelle des Wandels aufbauen: Brückenschlag zwischen Natur- und Geisteswissenschaften). Sie bringt führende Wissenschaftler*innen aus zahlreichen Disziplinen zusammen, vom 12. bis 14. März im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld. Die Anmeldung zur Konferenz ist jetzt geöffnet.
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Teilnehmenden der Konferenz setzen sich kritisch damit auseinander, wie sich wissenschaftliche Modelle auf aktuelle Herausforderungen anwenden lassen. Mehr als nur Diskussionsforum, soll die Konferenz Impulse für politische und gesellschaftliche Entscheidungsfindungen geben.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Ziel: Ein gemeinsames Verständnis theoretischer Modelle
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Bandbreite der Diskussionen reicht von biologischen Prozessen bis zu historischen Veränderungsmodellen. „Wenn wir nicht lernen, die Erkenntnisse verschiedener Wissenschaften zu verbinden, werden wir an den drängenden Fragen unserer Zeit scheitern“, warnt die Rektorin der Universität Bielefeld, Professorin Dr. Angelika Epple. Sie gehört der Arbeitsgruppe „Theoretische Universität“ an, die die Konferenz initiiert hat. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Die Zusammenkunft biete die Chance, zu einem umfassenden Verständnis von Modellen zu gelangen und so perspektivisch Entscheidungen in Politik und Gesellschaft fundiert zu unterstützen. „Die Konferenz ist ein wichtiger Impuls für eine Wissenschaftskultur, die auf Kooperation statt auf Abgrenzung setzt“, sagt Epple.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Konzepte von Modellen zusammenführen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zu den zwölf Referent*innen zählt Professor Dr. Wolfgang Knöbl, Direktor des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Er behandelt Herausforderungen sozialwissenschaftlicher Modellierungen. Professorin Dr. Tina Comes, Resilienzforscherin an der Technischen Universität Delft in den Niederlanden, erörtert die Bedeutung von Resilienzmodellen zur Vorhersage und Bewältigung gesellschaftlicher Veränderungen. Auf die Modellbildung in der Soziologie geht Professor Dr. Andreas Diekmann von der ETH Zürich, Schweiz, und der Universität Leipzig ein. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Thematische Schwerpunkte der Konferenz&amp;nbsp;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Konferenz gliedert sich in drei Themenbereiche, die sich aus interdisziplinärer Sicht mit konkreten Herausforderungen der Modellierung befassen. Ziel ist es, wie sich Praktiken der Modellierung in Fachdisziplinen unterscheiden und was sie verbindet.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Der erste Themenbereich widmet sich der Frage: Teilen Natur- und Sozialwissenschaften ein gemeinsames Verständnis von Modellen? Erörtert wird dafür die Rolle von Verallgemeinerungen, und es wird diskutiert, wie die Disziplinen theoretische Ziele wie Erklärung und Verständnis verfolgen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Im zweiten Themenbereich stehen Modelle des Wandels im Fokus. Geklärt werden soll, wie Veränderungen in den Natur- und Geisteswissenschaften modelliert werden. Das betrifft Modelle des sozialen Wandels ebenso wie konzeptionelle Modelle, mathematische Modelle oder auch Computersimulationen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Der dritte Themenbereich befasst sich mit den Fortschritten der Unsicherheitsforschung. Dabei geht es um neue Ansätze, mit denen sich Arten des Umgangs mit Unsicherheit in Veränderungsprozessen modellieren lassen. Angestrebt wird so, moderne Gesellschaften und sozialen Wandel besser zu verstehen.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Fortsetzung der Debatte zur theoretischen Universität&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Die Konferenz richtet sich an ein interdisziplinäres Publikum. „Um den Austausch zu erleichtern, liefern alle Referent*innen eine Definition und Erklärung des Begriffs Modell, wie sie ihn in ihrer Forschung verwenden“, kündigt Rektorin Angelika Epple an. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;
Die Tagung schließt an die Jubiläumskonferenz „Die theoretische Universität“ an, die 2019 zum 50-jährigen Bestehen der Universität Bielefeld ausgerichtet wurde. Auf ihr diskutierten Wissenschaftler*innen, welche Bedeutung Theorien und Theoriebildung in verschiedenen Disziplinen haben. Dabei ging es auch um den wachsenden Einfluss von Big Data. Die aktuelle Konferenz wird von der Arbeitsgruppe Theoretische Universität organisiert, die sich im Nachgang des Jubiläums gegründet hat. Ihr gehören Forschenden verschiedener Fakultäten an, die die wissenschaftlichen Themen des Universitätsjubiläums interdisziplinär weiter diskutieren wollen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Weitere Informationen:&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;ul&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/conference-march-2025/program-speakers/&quot;&gt;Programm&lt;/a&gt; der Konferenz&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;a href=&quot;https://www.uni-bielefeld.de/themen/conference-march-2025/registration/&quot;&gt;Anmeldung&lt;/a&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;Für anreisende Teilnehmer*innen stehen bis mindestens zum 11. Februar vergünstigte Hotelkontingente zur Verfügung. Daher wird eine Buchung vor diesem Datum empfohlen. Informationen bei der Konferenzorganisatorin.&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;
Kontakt:
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Paula Bartels, Universität Bielefeld &lt;br&gt;Organisatorin der Konferenz
&lt;br&gt;E-Mail: &lt;a href=&quot;mailto:paula.bartels@uni-bielefeld.de&quot;&gt;paula.bartels@uni-bielefeld.de&lt;/a&gt;&amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;</description>    </item>
  </channel>
</rss>