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Abt. Geschichtswissenschaft

Abt. Geschichtswissenschaft - Kategorie Preußen und Kolonialismus

Ausstellungseröffnung "Preußen und Kolonialismus" am 3. November 2022

Veröffentlicht am 10. Februar 2023

Die Ausstellung ist eröffnet! Am 3.11. fand die feierliche Eröffnung der Sonderausstellung „Schwarz weiß. Preußen und Kolonialismus“ im LWL-Preußenmuseum Minden statt. Die studentischen Kurator:innen haben zum ersten Mal gesehen, wie ihre Konzepte im Raum wirken. Manche Idee konnte im Raum nicht wie geplant umgesetzt werden, während andere Ansätze dafür jetzt umso besser wirken. Gemeinsam mit dem Museumsteam haben die Teilnehmenden des Projektes auf ihren Erfolg angestoßen. Die Eröffnungsrede wurde vom stellvertretenden Vorsitzenden der Landschaftsversammlung Kai Abruszat gehalten.  Nach kurzen Grußworten durch Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, LWL-Kulturdezernentin,  moderierte diese dann eine Talkrunde mit der Projektleiterin Dr. Caroline Authaler und den Studierenden Lena Wagner und Nils Apelmeier. Zentrale Themen der Diskussion waren die Relevanz der Kolonialgeschichte in der Gegenwart und die Frage, wie mit Objekten der Kolonialgeschichte und Sprache umgegangen werden sollte, wenn Kolonialgeschichte im Museum vermittelt wird. Den Abschluss bildete die feierliche Eröffnung durch die Leiterin des LWL-Preußenmuseums Dr. Sylvia Necker. In ihrer Ansprache kündigte sie an, dass diese Ausstellung nicht abgeschlossen sei, sondern stetig weiterwachsen solle. In der Ausstellung haben Besucher:innen die Möglichkeit, sich einzubringen, indem sie Fußnoten hinterlassen, um Fragen zu stellen oder Themen und Perspektiven, die fehlen, einzubringen. Anschließend konnten die studentischen Kurator:innen und Besucher:innen gemeinsam die Ausstellung erkunden und diskutieren. „Schwarz weiß. Preußen und Kolonialismus“ ist bis zum 04.06. jeden Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen von 10-18 Uhr geöffnet.


Bild: LWL/Alexander Lehn

Gesendet von CAuthaler in Preußen und Kolonialismus

"Preview" zur Ausstellung "Preußen und Kolonialismus" am 26.Oktober

Veröffentlicht am 10. Februar 2023

Die „Preview“ zur Sonderausstellung „Schwarz weiß. Preußen und Kolonialismus“ in der Universität Bielefeld am 26.10. ermöglichte Einblicke in die Konzeption und Projektarbeit. Die Besucher:innen erhielten außerdem bereits eine Vorschau auf das Ausstellungsdesign. Nach den Grußworten durch den Dekan der Fakultät für Geschichte, Philosophie und Theologie, Prof. Dr. Frank Grüner, sowie die Projektleiterinnen Dr. Caroline Authaler und Dr. Sylvia Necker, stellten die studentischen Kurator:innen Themen und Ansätze der Ausstellung vor. Im Anschluss wurde der Film „Einblicke in das Projektseminar ‚Preußen und Kolonialismus‘“ von Dalila Solzajewa zum ersten Mal öffentlich gezeigt. Etwa 50 Besucher:innen waren in den Hörsaal gekommen, darunter Dozierende und Studierende der Universität Bielefeld, sowie Vertreter:innen aus Einrichtungen der regionalen Geschichtskultur. Beim anschließenden Sektempfang gab es rege Diskussionen bis in den Abend hinein. Die studentischen Kurator:innen erhielten viel Anerkennung für die professionelle, geschichtswissenschaftlich reflektierte Einführung in die Konzepte und methodischen Herausforderungen. Die Preview hat viele Besucher:innen neugierig auf die Ausstellung gemacht.

 

Bild: Geschichte als Beruf/Dalila Solzajewa 

Gesendet von CAuthaler in Preußen und Kolonialismus

Einblicke in das Projektseminar „Preußen und Kolonialismus“ – Teaser (3/3)

Veröffentlicht am 21. Oktober 2022
Gesendet von NApelmeier in Preußen und Kolonialismus

Einblicke in das Projektseminar „Preußen und Kolonialismus“ – Teaser (2/3)

Veröffentlicht am 21. Oktober 2022
Gesendet von NApelmeier in Preußen und Kolonialismus

Einblicke in das Projektseminar „Preußen und Kolonialismus“ – Teaser (1/3)

Veröffentlicht am 21. Oktober 2022
Gesendet von NApelmeier in Preußen und Kolonialismus

Studentische Eindrücke aus dem Projektseminar – Raumgestaltung (2/2)

Veröffentlicht am 21. Oktober 2022
Eine Fähigkeit, die das Projektseminar bei den Studierenden ohne Zweifel angeregt hat, ist das räumliche Denken. Für die Gruppe zum Fort Großfriedrichsburg, welche sich mit den Unternehmungen Brandenburg-Preußens in Westafrika zwischen 1683 und 1717 beschäftigte, hatte das Denken in Ausstellungsräumen direkte Auswirkungen auf ihren Themenzuschnitt: „Nachdem wir mit einem Raum für das gesamte Thema an Grenzen stießen, eröffnete sich durch eine Aufteilung auf zwei Räume, die uns die Trennung zwischen der Aufarbeitung für das 17. Jahrhundert und der Erinnerung daran im 19. Jahrhundert erlaubte, mehr Möglichkeiten. Damit gelingt es jetzt, das Thema der Erinnerung in die Ausstellung zu integrieren, ohne dass es Exkurscharakter hat.“
Auch die Gruppe zu Preußens Expansionspolitik konnte Korrelationen zwischen Thema und Raumgestaltung verzeichnen: „Als uns klar wurde, dass Handel ein Mittel Preußens zur weltweiten Expansion war, begann für uns das Denken im Raum. Wie stellt man diese Beziehungen für Besucher*innen anschaulich dar? Wie zeigt man Preußens Ambitionen für bestimmte Regionen am besten? Schließlich haben wir uns für eine Karte und eine exemplarische Gegenüberstellung von Kolonialware und Exportgut entschlossen.“
Wie die Studierenden ihre Ideen letztendlich in der Ausstellung umgesetzt haben, können Besucher*innen ab dem 3. November im LWL-Preußenmuseum Minden sehen. 

Gesendet von NApelmeier in Preußen und Kolonialismus

Studentische Eindrücke aus dem Projektseminar – Raumgestaltung (1/2)

Veröffentlicht am 20. Oktober 2022
Das Kooperationsprojekt mit dem LWL-Preußenmuseum Minden eröffnete den Seminarteilnehmenden nicht nur neue Einblicke, sondern auch neue Wege zum Arbeiten und Gestalten im musealen Kontext. Ihre Rolle als Kurator*innen und Vermittler*innen forderte die kreativen Fähigkeiten und vernetztes, zielgruppenorientiertes Denken von den Studierenden: „In der räumlichen Gestaltung unserer Ausstellung wurden wir sowohl durch die Auswahl unserer Exponate als auch die uns zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten beeinflusst“ – so die Gruppe zur Mindener Gewerbeausstellung von 1914. 
Eine andere Gruppe, die über koloniale Ereignisse in der Lokalpresse forschte, war zunächst auf der Suche nach einem roten Faden für ihr Ausstellungskonzept: „Diesen fanden wir schließlich in der Verortung der Zeitungsartikel an ihren unterschiedlichen Erscheinungsorten. Aus diesem Grund entschieden wir uns, den Raum geographisch orientiert aufzuteilen.“ In der Absicht, die Ausstellung möglichst besucher*innenorientiert zu gestalten, empfand es die Gruppe jedoch als besonders herausfordernd, „die Ausstellungstexte zu komprimieren und wichtige Inhalte einfach wiederzugeben, ohne den Kontext zu vernachlässigen.“

Gesendet von NApelmeier in Preußen und Kolonialismus

Studentische Eindrücke aus dem Projektseminar – Von der Recherche zur Ausstellung (4/4)

Veröffentlicht am 18. Oktober 2022
Manche Themen veränderten sich während der Recherchen deutlich. Zum Abschluss dieser Reihe stellt die Gruppe, die die preußische Expansionspolitik unter die Lupe nahm, ihren Weg der Recherche und Themenfindung vor:  
„Es ist nicht überraschend, wenn es im Laufe einer Recherche notwendig wird, etwas vom ursprünglichen Thema abzurücken. Der Anfang unserer Recherche und unser ursprüngliches Thema waren Debatten über Kolonialismus im Preußischen Landtag. Bei der Durchsicht alter Landtagsberichte sind wir auf die vielen verschiedenen Handelsverträge aufmerksam geworden, welche Preußen mit diversen Staaten abschloss. Dies kam uns als eine interessante Spur vor, welcher es sich zu folgen lohnt. Wir haben uns von der Recherche leiten lassen. Gerade auch die Abkehr vom eigentlichen Thema hat für uns zu unerwarteten, aber sehr spannenden Ergebnissen geführt.“ 

Gesendet von NApelmeier in Preußen und Kolonialismus

Studentische Eindrücke aus dem Projektseminar – Von der Recherche zur Ausstellung (3/4)

Veröffentlicht am 13. Oktober 2022

Bei ihrer Suche nach geeignetem Quellenmaterial war der Weg ins Archiv für viele Gruppen des Projektseminars unverzichtbar. So auch für eine Gruppe, die über koloniale Ereignisse und Debatten in der Lokalpresse forschte. Dafür arbeitete die Gruppe auch im Kommunalarchiv Minden. Weil längst nicht alle Publikationen digital gesichert sind, erkundeten die Studierenden die Dokumentenbestände überwiegend am Mikrofiche-Lesegerät. Eine Erkenntnis aus ihrer Quellenrecherche beschreibt die Gruppe folgendermaßen:

„Wir beschäftigen uns mit Kolonialismus in der Lokalpresse. Bereits zu Beginn unserer Recherchen wurden wir mit einem abwertenden Sprachgebrauch in kolonialen Zeitungsbeiträgen konfrontiert. Dies stellt uns vor die Aufgabe, kritische Begriffe nicht in unseren Texten zu reproduzieren, sondern neue Begriffe zu finden und auf Missstände in der Sprache des 19. Jahrhunderts aufmerksam zu machen.“

 

Gesendet von NApelmeier in Preußen und Kolonialismus

Studentische Eindrücke aus dem Projektseminar – Von der Recherche zur Ausstellung (2/4)

Veröffentlicht am 22. September 2022

Auf den Spuren der kolonialen Vergangenheit Preußens hat sich eine Studierendengruppe zum Programm gemacht, die in Preußen lebenden People of Color in der Ausstellung als Individuen sichtbar zu machen. Eine davon war Elisabeth Fatuma aus Ostafrika, die mit fünf Jahren von einem Missionar nach Bethel gebracht wurde. In der Fortsetzung unserer Reihe stellt die Gruppe ihren Rechercheprozess vor:

„Biographien afrikanischer People of Color lassen sich nur bedingt aus den Beständen europäischer Archive rekonstruieren. Zumeist werden sie nur am Rande erwähnt und stehen im Schatten der prominenten Reisenden und Missionare, die sie nach Preußen brachten. Neben deren Fremdzuschreibungen und rassistischen Werturteilen in den Dokumenten den untersuchten Personen näher zu kommen, ihre Kulturen zu verstehen und eine Annäherung an ihre Erfahrungen zu versuchen, ist eine Herausforderung. Um alternatives Wissen hinzuzuziehen, haben wir uns, wo dies möglich war, mit ihren Familien bzw. noch lebenden Mitgliedern ihrer Communities ausgetauscht.“ 

Gesendet von NApelmeier in Preußen und Kolonialismus

Studentische Eindrücke aus dem Projektseminar – Von der Recherche zur Ausstellung (1/4)

Veröffentlicht am 13. September 2022

Nachdem die thematische und szenographische Konzeption der immer näher rückenden Sonderausstellung „Schwarz weiß - Preußen und Kolonialismus“ im LWL-Preußenmuseum Minden überwiegend fertiggestellt ist, blicken einige der Studierenden auf ihre Recherchen zurück und reflektieren, wie diese ihr methodisches Vorgehen im Projektseminar beeinflusst haben. Den Anfang dieser vierteiligen Reihe macht eine Gruppe, die sich mit der „Völkerschau“ auf der Mindener Gewerbeausstellung von 1914 und ihren Darsteller*innen auseinandergesetzt hat:

„Bei unseren Recherchen ist uns aufgefallen, wie anspruchsvoll es ist, ein solches Ereignis historisch aufzuarbeiten. Es stellte sich bei unseren Nachforschungen bald heraus, dass sehr viel Literatur zu diesem Themenkomplex existiert. Konkrete Informationen zu einzelnen Veranstaltungen und Individuen sind aber nur schwer zu erhalten. Viele Aspekte der Mindener „Völkerschau“ können wir daher nur indirekt aus vergleichbaren Veranstaltungen schlussfolgern.“


Gesendet von NApelmeier in Preußen und Kolonialismus

Eine kuratorische Herausforderung: Bilder mit kolonialideologischem Gehalt ausstellen

Veröffentlicht am 30. Juni 2022
Wie können wir Bildmaterial mit kolonialideologischen Inhalten ausstellen? Nachdem die inhaltlichen Recherchen weitgehend abgeschlossen sind, tauchen die Seminarteilnehmer*innen in die Praktiken der Ausstellungsgestaltung ein, die sogleich neue Probleme aufwerfen. Überlegungen über die Auswahl von Exponaten werfen die Frage auf: Dürfen wir überhaupt alles zeigen, was wir haben? Auch Bilder, die den kolonialen Diskurs miterzeugt haben? Können die intendierten Botschaften der Bilder gebrochen werden?[Weiterlesen]
Gesendet von NApelmeier in Preußen und Kolonialismus

Einstieg ins gestalterische Arbeiten

Veröffentlicht am 14. Februar 2022

Zur letzten Seminarsitzung im Wintersemester 2021/22 fanden sich die Studierenden am 22. Januar 2022 erneut im Mindener LWL-Preußenmuseum ein. Aus den Recherchethemen der sechs Projektgruppen wurden übergreifende Themenkomplexe destilliert, welche die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen Preußen und Kolonialgeschichte in größere historische und methodische Zusammenhänge eingliedern: Erinnerungskultur, Wissens- und Kulturtransfer und Migration. Entlang dieser Themenkomplexe wurden erste kuratorische Zugänge für die Ausstellung diskutiert.

In den Semesterferien tragen die Studierendengruppen ihre ersten Gestaltungsideen in einem Konzeptpapier zusammen. Diese Konzepte werden den Auftakt der anstehenden Projektphase im Sommersemester 2022 bilden. 

 

Gesendet von NApelmeier in Preußen und Kolonialismus

Erster Ortstermin im Preußenmuseum eröffnet neue Perspektiven

Veröffentlicht am 21. Januar 2022

Am 4. Dezember 2021 trafen die Studierenden des Projektseminars zum ersten Blocktermin im LWL-Preußenmuseum in Minden zusammen, welches in der ehemaligen Defensionskaserne auf dem Simeonsplatz untergebracht ist. Mit seiner imposanten Architektur prägt das Gebäude noch heute das Stadtbild Mindens.

Museumsleiterin Dr. Sylvia Necker führte die Seminarteilnehmenden durch das Gebäude und die aktuelle Sonderausstellung „Jüdisch? Preußisch? Oder was?“. Sie erläuterte die Hintergründe und Konzepte der praktischen Museumsarbeit. Anschließend diskutierte das Seminar über aktuelle Debatten und Praktiken einer postkolonialen Museologie und die Möglichkeiten rassismuskritischen Kuratierens. Sogar einige der seminarrelevanten Exponate aus dem Depot des Museums konnten bereits gesichtet werden. Die Studierenden konnten sich so bereits erste Gedanken dazu machen, über welche Zugänge das Thema "Preußen und Kolonialismus" in einer postkolonialen Gegenwart lebendig gemacht werden kann.

 

Gesendet von NApelmeier in Preußen und Kolonialismus

Koloniale Spurensuche im Kommunalarchiv Minden

Veröffentlicht am 21. Januar 2022

Um die Rolle Preußens in der Geschichte des deutschen Kolonialismus beurteilen zu können und sich mit dekolonialen Konzepten des Ausstellens vertraut zu machen, stehen im Wintersemester 2021/22 zunächst die theoretischen Ansätze zur Kolonialgeschichte und zur Museumsarbeit im Vordergrund des Projektseminars. Über die Lektüre von Texten, welche nicht nur den Verlauf der deutschen Kolonialpolitik nachzeichnen, sondern auch die Deutungsmacht des kolonial geprägten Wissenssystems problematisieren, konnten sich die Seminarteilnehmenden mit dem aktuellen Forschungsstand vertraut machen. Auf dieser Wissensgrundlage aufbauend wurde im November 2021 mit der Vergabe von ausgewählten Projektthemen die erste Recherchephase des Seminars eingeleitet. 

Für ihre Quellenrecherche begaben sich einige Recherchegruppen am 30. November 2021 ins Kommunalarchiv Minden, wo sie in einschlägigen Akten nach den kolonialen Spuren forschen konnten. 

Gesendet von NApelmeier in Preußen und Kolonialismus

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