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    <title>Fachsprachenzentrum BLOG</title>
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      <title>Portr&amp;auml;t Alona Shevchenko </title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr-auml-t-alona-shevchenko</link>
      <pubDate>Mon, 10 Feb 2025 11:26:47 +0100</pubDate>
      <category>Porträts</category>
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          <description>&lt;p&gt;

&lt;b&gt;Interview mit Alona Shevchenko, Ukrainisch-Dozentin
&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Nach einem Interview-Leitfaden von Myriam Goupille geführt von Agata Kotowska&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/75eefe2e-9ab5-4bc3-8fdd-eff9cc3d0d5d&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/75eefe2e-9ab5-4bc3-8fdd-eff9cc3d0d5d&quot; alt=&quot;Alona.jpg&quot; class=&quot;note-float-left&quot; style=&quot;float:left;width:215.133px;height:306.835px;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;Liebe Alona, woher kommst du genau?&lt;/i&gt;

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich komme aus Charkiw, einer der größten Städte der Ukraine. Es ist meine Heimatstadt, wo ich aufgewachsen bin, studiert und gearbeitet habe. Dort habe ich an der Karasin-Universität meinen Abschluss in Philologie gemacht.

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Wie und wann bist du nach Bielefeld gekommen?&lt;/i&gt;
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich bin im März 2022 nach Bielefeld gekommen, als der Krieg mich dazu zwang, die Ukraine zu verlassen. Gemeinsam mit meiner Tochter und meiner Mutter haben wir hier Schutz gefunden. Auch meine beiden Schwestern sind nach Bielefeld gezogen, sodass wir als Familie wieder vereint sind, auch wenn wir weit weg von zu Hause sind. Unsere Familie ist sehr kreativ: Meine Schwester ist Künstlerin, meine Mutter singt wunderschön. Oft verbringen wir gemeinsam Zeit mit Kunst oder Musik.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;
&lt;i&gt;Gibt es etwas, aus Ukraine, was du hier vermisst?&lt;/i&gt; &lt;i&gt;Und etwas, was du hier in Deutschland besonders schön findest?&lt;/i&gt; 

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Natürlich vermisse ich meine Arbeit, meine ukrainischen Freunde und vor allem unsere reiche und einzigartige Kultur. Hier in Deutschland schätze ich die Ordnung, die Sicherheit und die Möglichkeit, interessante Menschen zu treffen. Ich vermisse meine Arbeit und die besondere Atmosphäre von Charkiw – die Märkte, die kleinen Cafés, das lebendige Treiben der Stadt. Aber was mich hier in Deutschland fasziniert, ist die Geschichte und die Architektur. Jedes Gebäude erzählt eine Geschichte, und die Liebe der Deutschen zu ihren Denkmälern und Altstädten inspiriert mich. Ich entdecke gerne die Parallelen und Unterschiede zwischen der ukrainischen und deutschen Kultur – es ist, als würde ich eine neue Welt erkunden.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/i&gt;

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ja, der größte Teil meines Lebens ist mit dem Unterrichten der ukrainischen Sprache und Literatur verbunden. Ich habe 10 Jahre lang in der gymnasialen Oberstufe gearbeitet. Aber ich habe immer nach neuen Herausforderungen gesucht: Ich hatte Webinare in Psychologie, insbesondere zum Thema 
&amp;#39;Kommunikative Verbindungen in der modernen Welt&amp;#39;, sowie Kurse im Bereich Human Resources-Management erfolgreich abgeschlossen. Darüber hinaus habe ich Erfahrungen im Bereich Copywriting gesammelt. Für mich ist das ein Weg, mit den aktuellen Entwicklungen Schritt zu halten und mich weiterzuentwickeln.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;


&lt;i&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studis oder Schüler erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;/i&gt;

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Oh, natürlich! Einmal war ich erkältet und hatte meine Stimme verloren, sodass ich nur flüstern konnte. Am letzten Schultag des Tages haben meine Schüler (10. Klasse) die Situation in die Hand genommen: Einer spielte die Rolle des Lehrers, andere halfen, gaben Aufgaben, kontrollierten Arbeiten und vergaben sogar Noten. Ich saß hinten in der Klasse und lachte, wie sie meine Gesten, Mimik und Intonation imitierten. Es war eine besondere Erfahrung, sich selbst mit den Augen der Schüler zu sehen. Das war sehr nett!

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Was hat dir am Unterrichten besonders gefallen?&lt;/i&gt;

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Es war für mich immer inspirierend, wenn meine Schüler die ukrainische Literatur analysierten. Unsere Werke haben eine reiche Geschichte, die aufgrund der Zensur in der Sowjetzeit oft nur unzureichend erforscht wurde. Jeder Literaturunterricht war für mich und meine Schüler eine Entdeckung. Es begeistert mich, dass sich heute sogar Menschen aus dem Ausland für die klassische und zeitgenössische ukrainische Literatur interessieren. So erfuhr ich beispielweise, dass es in Bielefeld seit fast 15 Jahren einen deutschsprachigen ukrainischen Leseclub gibt.

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Was möchtest du unseren Studierenden und Lehrkräften mit auf den Weg geben?&lt;/i&gt;

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich wünsche allen, immer offen für neues Wissen, für andere Kulturen und für die persönliche 
Weiterentwicklung zu sein. Jede Sprache ist eine Tür zu einer neuen Welt, und ich freue mich, Teil davon zu sein, wie Menschen die Welt der Ukraine entdecken. Ich hoffe, dass ich dazu beitragen kann, Brücken zwischen der Ukraine und Deutschland zu bauen – durch Sprache und Kultur.
&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
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      <title>Portr&amp;auml;t Hiroko Watanabe - Japanisch-Dozentin</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_hiroko_watanabe_japanisch_dozentin</link>
      <pubDate>Wed, 18 Oct 2023 15:37:21 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
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          <description>&lt;p&gt;&lt;/p&gt;&lt;h2&gt;Interview mit Hiroko Watanabe-Schmidt, Japanisch-Dozentin&lt;br&gt;&lt;/h2&gt;&lt;h3&gt;Geführt von Susanne Hecht nach einem Interview-Leitfaden von Miriam Goupille &lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Liebe Hiroko, woher kommst du genau?&lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/9da39f1d-e0e1-4259-a037-f49d6f2e2977&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/9da39f1d-e0e1-4259-a037-f49d6f2e2977&quot; alt=&quot;Watanabe-Schmidt.jpg&quot; class=&quot;note-float-right&quot; style=&quot;float:right;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ich
 komme aus Tokio. Aus Machida. Das ist eine Wohngegend mit viel Wald und
 Grün. Seit meinem dritten Schuljahr bin ich dort aufgewachsen. Vorher 
hahttps://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/9da39f1d-e0e1-4259-a037-f49d6f2e2977
Watanabe-Schmidt.jpghttps://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/9da39f1d-e0e1-4259-a037-f49d6f2e2977Watanabe-Schmidt.jpghttps://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/9da39f1d-e0e1-4259-a037-f49d6f2e2977&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/9da39f1d-e0e1-4259-a037-f49d6f2e2977&quot;&gt;&lt;/a&gt;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/9da39f1d-e0e1-4259-a037-f49d6f2e2977https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/9da39f1d-e0e1-4259-a037-f49d6f2e2977
Watanabe-Schmidt.jpghttps://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/9da39f1d-e0e1-4259-a037-f49d6f2e2977Watanabe-Schmidt.jpghttps://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/9da39f1d-e0e1-4259-a037-f49d6f2e2977&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/9da39f1d-e0e1-4259-a037-f49d6f2e2977&quot;&gt;&lt;/a&gt;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/9da39f1d-e0e1-4259-a037-f49d6f2e2977be ich meine Kindheit in Osaka verbracht. Aber als meine Heimat, meine
 Herkunft, empfinde ich Tokio.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;Wie und wann bist du nach Bielefeld gekommen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;br&gt;1994
 bin ich nach Bielefeld gekommen. Wegen der Familiengründung. Als ich 
mein Mikrobiologie-Studium beendet hatte, habe ich für zwei Jahre einen 
Platz als Hospitantin im Robert Koch-Institut in Berlin bekommen. Danach
 bin ich nach Frankfurt gegangen. Mit Mäusen wollte ich nichts mehr zu 
tun haben – die Mäuseversuche taten mir so weh –, und ich wollte mich 
beruflich völlig neu orientieren. Reisebüro. Das war mein 
Kontrastprogramm zur Mikrobiologie. In Frankfurt habe ich dann meinen 
Mann kennengelernt. Einen Bielefelder. Nach zwei Jahren Fernbeziehung 
mit hohen Telefon- und Reisekosten habe ich mir dann gesagt: Entweder 
Trennung oder Umzug. Und bin nach Bielefeld gezogen. Ich war 24. Und 
schon unsichtbar zu zweit mit meiner ersten Tochter. Mittlerweile 
promoviert sie in Molekularbiologie an der Uni Bielefeld.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Gibt es etwas aus Japan, was du hier vermisst? Und etwas, was du hier in Deutschland besonders schön findest?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das
 Essen vermisse ich – und die Luftfeuchtigkeit. Feuchtigkeit ist nämlich
 gut für die Haut. Was das Essen angeht: Sieben Jahre lang habe ich 
deshalb Kochkurse an der VHS gegeben. Das war so ein 
Tischlein-deck-dich-Effekt: Ich habe die Arbeit verteilt und mich am 
Ende an den Tisch gesetzt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was
 mir in Deutschland gut gefällt: die Häuser. Deren Bauart. Die 
Stabilität. In Japan wird leicht und schnell gebaut. Ich lebe in einem 
100 Jahre alten Haus mit dicken Wänden aus Stein. Da muss immer was 
renoviert werden. Das macht mir richtig Spaß. Im Garten pflanze ich 
Gemüse an und betreibe eine Imkerei. Auch das macht mir Spaß. In Tokio 
wäre das so nicht möglich. Da ist alles so dicht bebaut, dass man ohne 
eine Genehmigung zum Beispiel keine Bienen halten könnte. In Bielefeld 
kann ich es einfach anmelden.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;Von
 2011-13 habe ich ein Fernstudium „Japanisch als Fremdsprache“ gemacht. 
Danach habe ich zwei Jahre lang eine AG an einem Gymnasium geleitet. 
Dann gab es eine Pause. Dann habe ich 2018/19 mit Unterricht an der VHS 
angefangen und meine Methoden verfeinert, und jetzt bin ich an der Uni.&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;Kannst
 du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studis oder über 
Sprachkontakte erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches 
sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;Ja,
 mir fällt etwas ein. Während ich mit dir gesprochen habe, hast du da 
gesehen, dass ich die ganze Zeit nicke? - Ja. Nicht? - In der deutschen 
Kultur bedeutet das Zustimmung. Stimmt’s? Und in der japanischen Kultur 
bedeutet es nur: Ich habe dich gehört. Mehr nicht. Das führt manchmal zu
 Missverständnissen. Natürlich auch in der Familie. Stell dir meinen 
Mann vor: Du hast zugestimmt! – Ich: Wo denn?&lt;br&gt;Um diesen Unterschied 
zu bemerken, habe ich fast 20 Jahre gebraucht! Meinen Studenten kann ich
 jetzt sagen: „Passt gut auf! Nicken bedeutet bei uns gar nichts!!!!&lt;br&gt;Wenn wir zustimmen, dann müssen wir das unbedingt verbal ausdrücken mit einem „Hai“.&lt;br&gt;&lt;p&gt;&lt;/p&gt;</description>    </item>
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      <title>Portr&amp;auml;t Katharina Klee, Russisch-Dozentin</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_katharina_klee_russisch_dozentin</link>
      <pubDate>Wed, 18 Oct 2023 15:35:02 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
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          <description>&lt;h2&gt;Interview mit Katerina Klee, Russisch-Dozentin&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Geführt von Agata Kotowska nach einem Interview-Leitfaden von Miriam Goupille &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;b&gt;Liebe Katerina, woher kommst du genau?&lt;img align=&quot;right&quot; border=&quot;0&quot; src=&quot;https://fsz.uni-bielefeld.de/Klee.jpg&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Ich
 komme von der Krim. Das ist eine wunderschöne Halbinsel im Schwarzen 
Meer. Dort habe ich meinen Uniabschluss gemacht. Aber ich habe an 
verschiedenen Orten gelebt: in einem Städtchen im Kaukasus-Gebirge bin 
ich geboren, in der kältesten Großstadt der Welt Jakutsk in Sibirien bin
 ich zur Schule gegangen, in Heidelberg habe ich ein Gaststudium 
absolviert, in Hong Kong habe ich sieben Jahre gelebt und Russisch und 
Deutsch an dortigen Universitäten unterrichtet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Wie und wann kamst du nach Bielefeld?&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Nach
 dem relativ langen Aufenthalt in China sind meine Familie und ich 2019 
nach Deutschland zurückgekehrt und in Ostwestfalen ansässig geworden, 
weil auch mein Mann in dieser Region einen Arbeitsplatz hat. Die 
Universität Bielefeld kannte ich aber schon von früheren Besuchen. Im 
Jahre 2004 habe ich z.B. in der Uni-Bibliothek für einen 
wissenschaftlichen Artikel über die deutschen Dialekte recherchiert. 
Dies war meine erste Bekanntschaft mit der Universität und der Stadt 
Bielefeld.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas auf der Krim, was du hier vermisst? Und etwas, was du hier in Deutschland schön findest?&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Ich
 vermisse das Schwarze Meer und das mediterrane Klima natürlich! Die 
Krim ist relativ klein, aber in ihren Landschaftsformen sehr vielfältig.&lt;br&gt;Deutschland
 ist meine zweite Heimat geworden, hier mag ich sehr viel. Besonders 
schön finde ich die Advents- und Weihnachtszeit: die festlich 
geschmückten Städte, die traditionellen Weihnachtsmärkte und die 
feierliche Atmosphäre.&lt;br&gt;Ich schätze selbstverständlich auch die freie,
 offene, demokratische Gesellschaft in Deutschland sehr und dass 
mittlerweile hier auch sehr viele Menschen aus ganz unterschiedlichen 
Herkunftsländern und Kulturen eine Heimat gefunden haben. Die zentrale 
geographische Lage in Europa ermöglicht es auch, die vielen 
interessanten und schönen Nachbarländer relativ schnell und leicht zu 
erreichen. Europa hat einen phantastischen kulturellen Reichtum!&lt;br&gt;Außerdem
 weiß ich auch die deutsche Ordnung zu schätzen, die einem im Alltag 
vieles erleichtert und ein größeres Maß an Sicherheit und Stabilität 
gibt! &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Ich
 war immer in diesem Bereich tätig. Seit dem Universitätsabschluss 2001 
unterrichte ich die Sprachen Russisch und Deutsch (DaF). Ich 
interessiere mich aber auch sehr für Innenarchitektur. Deswegen habe ich
 ein Fernstudium in dem Bereich abgeschlossen und Praktika gemacht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Kannst
 du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten des FSZ 
erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem 
von uns passieren kann.&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Die Wortbetonung ist von großer 
Bedeutung in der russischen Sprache.&amp;nbsp; Und man muss da sehr aufmerksam 
und vorsichtig sein. Wir haben im Unterricht ein neues Verb „schreiben“ 
konjugiert und jeder sollte einen Satz mit dem Verb bilden. Ein 
Kursteilnehmer meldete sich und sagte auf Russisch „ich möchte viel aufs
 Klo“. Ich wusste nicht, wie ich reagieren soll und habe nichts gesagt. 
Dann hat er seinen Satz ganz laut wiederholt und alle haben gelacht. 
Eigentlich wollte er sagen „ich möchte viel schreiben“. Die falsche 
Betonung im Wort hat aber den ganzen Sinn des Satzes auf den Kopf 
gestellt.</description>    </item>
    <item>
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      <title>Portr&amp;auml;t Vincenzo Picozzi</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/vincenzo</link>
      <pubDate>Mon, 22 May 2023 11:22:16 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
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          <description>&lt;h1&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/832973fd-e607-4d65-9d10-a061480fd8f4&quot;&gt;&lt;/a&gt;Interview mit Vincenzo Picozzi, Italienisch-Dozent&lt;/h1&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Geführt von Susanne Hecht nach einem Interview-Leitfaden von Miriam Goupille&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Vincenzo, caro, woher kommst du genau?&lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/832973fd-e607-4d65-9d10-a061480fd8f4&quot;&gt;&lt;img style=&quot;float:right;&quot; class=&quot;note-float-right&quot; alt=&quot;Picozzi.jpg&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/832973fd-e607-4d65-9d10-a061480fd8f4&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;&lt;/i&gt;&lt;br&gt;Ich komme aus der Toscana. Ich bin nah am Meer geboren. In einem großen Dorf, das Grosseto heißt. Während meines Studiums habe ich dann in Siena gewohnt. Das liegt im Binnenland. Außerdem war ich drei Jahre während der Grundschule in Geilenkirchen, NRW. Mein Vater arbeitete einige Jahre in Deutschland. Deshalb habe ich meine Schullaufbahn in Nordrheinwestfalen begonnen. Wenn ich mich zur Schule aufmachte, ging ich durch einen Wald. Und wenn es regnete, spielten die deutschen Kinder in den Pfützen - und die italienischen Mütter konnten es kaum fassen. Die italienischen Kinder, fein gemacht als trügen sie Schuluniformen, wie es in Italien üblich war, durften das nicht. Ich wollte auch gern in den Pfützen spielen, und am Ende gab meine Mutter nach.&lt;br&gt;Daher komme ich: aus Grosseto, aus deutschen Pfützen und Wäldern, und aus dem Meer.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Wie und wann bist du nach Bielefeld gekommen?&lt;br&gt;&lt;/i&gt;&lt;br&gt;Nach dem Schulanfang in Geilenkirchen bin ich zurück nach Grosseto. Da habe ich die Grundschule und das Liceo linguistico abgeschlossen. Nach dem Abitur habe ich die Università per Stranieri in Siena besucht. Während des Bachelor-Studiums habe ich einen Erasmus-Aufenthalt in Freiburg gemacht. Nach dem Master-Abschluss bin ich im Rahmen eines EU-Projektes 2016 nach Bayern gegangen.Das Projekt hieß &amp;quot;RiUscire&amp;quot;. Wir produzierten didaktisches Material, um junge Gefängnisinsassen auf ein Leben nach dem Gefängnis vorzubereiten. Dann habe ich als Lehrbeauftragter in Bamberg gearbeitet. Durch den ADI (Associazione docenti d&amp;#39;italiano in Germania) habe ich Prof. Dr. Daniel Reimann von der Universität Duisburg- Essen (heute Humboldt-Uni-Berlin) kennengelernt, und er hat mir ein Doktorat zum Thema &amp;quot;Sprachmittlung im Fremdsprachenunterricht in NRW&amp;quot; angeboten. So habe ich 2018 mein Dissertationsprojekt in Essen begonnen. Und dort lebe ich heute. In Bielefeld unterrichte ich meist in Zoom.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Gibt es etwas aus Italien, was du in Deutschland vermisst? Und etwas, was du hier in Deutschland besonders schön findest?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;Die italienische Küche, das mediterrane Klima und das Meer fehlen mir am meisten. Vor allem in den grauen Wintermonaten.&lt;br&gt;Allerdings muss ich sagen, dass ich mit meiner Erfahrung als Grundschüler in NRW nichts an meinem Leben ändern mögen würde. Ich fühle mich in NRW zu Hause. Und da Essen eine große und vielfältige Stadt ist, gibt es jede Menge Gaumenfreuden unterschiedlichster Art in dieser diversen Stadt. In Essen gefällt mir wirklich die Multikulturalität. Essen ist eine wirklich moderne Stadt mit einer Gesellschaft, die ihren Strukturwandel auf bewundernswerte Weise in die Hand nimmt. Es ist auch eine grüne Stadt. Meiner Meinung nach hat Essen das Flair einer Metropole. Meine Freunde hier sind meine zweite Familie. Ich glaube nicht, dass ich Essen einmal verlassen werde.&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;br&gt;&lt;/i&gt;&lt;br&gt;Ich habe immer unterrichtet. Diese Leidenschaft habe ich immer gehabt. Meine Mutter ist Lehrerin. Ich habe es wohl im Blut. Auch mein Bruder ist Lehrer.&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studis oder über Sprachkontakte erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;br&gt;&lt;/i&gt;&lt;br&gt;Ein Wort, das im Italienischunterricht oft verwechselt wird, ist carne (Fleisch). Stattdessen sagen Deutsche oft cane (Hund). Ein klassischer Fehler: &amp;quot;Gestern habe ich Fleisch gegessen&amp;quot; wird zum Hund, den du verspeist hast, weil du nach typisch deutscher Art das &amp;#39;r&amp;#39; vokalisiert hast. Die Deutschen sind sich nicht bewusst, dass man das &amp;#39;r&amp;#39; im Italienischen immer artikulieren muss.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was mir selbst dagegen mal auf Deutsch passiert ist: Als ich, nach dem Masterabschluss frisch in Deutschland, im DM-Markt in Bamberg eine Zahnbürste suchte, habe ich versehentlich nach &amp;quot;Zahnbrüste?&amp;quot; gefragt. Die Verkäuferin hat mich angeschaut, als hätte ich sie gerade sehr beleidigt, und ist einfach weggegangen. Ich war mir nicht bewusst, was da passiert war und habe weiter Zahnbrüste gesagt, bis eine Freundin mich darauf aufmerksam gemacht hat. &amp;quot;Weißt du eigentlich, was du da sagst?&amp;quot; - &amp;quot;Wieso&amp;quot; - &amp;quot;Es heißt Zahnbürste&amp;quot;. &amp;quot;Bürste - Brüste - das ist doch wirklich kein großer Unterschied.&amp;quot;, meinte ich. Damals wusste ich nämlich nicht was &amp;quot;Brüste&amp;quot; bedeutet. Wir mussten beide sehr lachen, als sie mir den kleinen Unterschied klar machte.&lt;br&gt;&lt;br&gt;________________________________________&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;/p&gt;</description>    </item>
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      <title>Portr&amp;auml;t Katerina Klee</title>
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      <pubDate>Mon, 16 Jan 2023 15:51:24 +0100</pubDate>
      <category>Porträts</category>
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      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
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          <description>&lt;h2&gt;Interview mit Katerina Klee, Russischlehrerin&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;Geführt von Agata Kotowska nach einem Interview-Leitfaden von Miriam Goupille &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/d17b58c0-e776-4145-a58a-6b2e0d34cd01&quot;&gt;&lt;img style=&quot;float:right;&quot; class=&quot;note-float-right&quot; alt=&quot;Klee.jpg&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/d17b58c0-e776-4145-a58a-6b2e0d34cd01&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Liebe Katerina, woher kommst du genau?&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Ich komme von der Krim. Das ist eine wunderschöne Halbinsel im Schwarzen Meer. Dort habe ich meinen Uniabschluss gemacht. Aber ich habe an verschiedenen Orten gelebt: in einem Städtchen im Kaukasus-Gebirge bin ich geboren, in der kältesten Großstadt der Welt Jakutsk in Sibirien bin ich zur Schule gegangen, in Heidelberg habe ich ein Gaststudium absolviert, in Hong Kong habe ich sieben Jahre gelebt und Russisch und Deutsch an dortigen Universitäten unterrichtet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Wie und wann kamst du nach Bielefeld?&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Nach dem relativ langen Aufenthalt in China sind meine Familie und ich 2019 nach Deutschland zurückgekehrt und in Ostwestfalen ansässig geworden, weil auch mein Mann in dieser Region einen Arbeitsplatz hat. Die Universität Bielefeld kannte ich aber schon von früheren Besuchen. Im Jahre 2004 habe ich z.B. in der Uni-Bibliothek für einen wissenschaftlichen Artikel über die deutschen Dialekte recherchiert. Dies war meine erste Bekanntschaft mit der Universität und der Stadt Bielefeld.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas auf der Krim, was du hier vermisst? Und etwas, was du hier in Deutschland schön findest?&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Ich vermisse das Schwarze Meer und das mediterrane Klima natürlich! Die Krim ist relativ klein, aber in ihren Landschaftsformen sehr vielfältig.&lt;br&gt;Deutschland ist meine zweite Heimat geworden, hier mag ich sehr viel. Besonders schön finde ich die Advents- und Weihnachtszeit: die festlich geschmückten Städte, die traditionellen Weihnachtsmärkte und die feierliche Atmosphäre.&lt;br&gt;Ich schätze selbstverständlich auch die freie, offene, demokratische Gesellschaft in Deutschland sehr und dass mittlerweile hier auch sehr viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Herkunftsländern und Kulturen eine Heimat gefunden haben. Die zentrale geographische Lage in Europa ermöglicht es auch, die vielen interessanten und schönen Nachbarländer relativ schnell und leicht zu erreichen. Europa hat einen phantastischen kulturellen Reichtum!&lt;br&gt;Außerdem weiß ich auch die deutsche Ordnung zu schätzen, die einem im Alltag vieles erleichtert und ein größeres Maß an Sicherheit und Stabilität gibt! &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Ich war immer in diesem Bereich tätig. Seit dem Universitätsabschluss 2001 unterrichte ich die Sprachen Russisch und Deutsch (DaF). Ich interessiere mich aber auch sehr für Innenarchitektur. Deswegen habe ich ein Fernstudium in dem Bereich abgeschlossen und Praktika gemacht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten des FSZ erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Die Wortbetonung ist von großer Bedeutung in der russischen Sprache.&amp;nbsp; Und man muss da sehr aufmerksam und vorsichtig sein. Wir haben im Unterricht ein neues Verb „schreiben“ konjugiert und jeder sollte einen Satz mit dem Verb bilden. Ein Kursteilnehmer meldete sich und sagte auf Russisch „ich möchte viel aufs Klo“. Ich wusste nicht, wie ich reagieren soll und habe nichts gesagt. Dann hat er seinen Satz ganz laut wiederholt und alle haben gelacht. Eigentlich wollte er sagen „ich möchte viel schreiben“. Die falsche Betonung im Wort hat aber den ganzen Sinn des Satzes auf den Kopf gestellt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
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      <title>Portr&amp;auml;t Stanislao Macarone Palmieri</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_stanislao_macarone_palmieri</link>
      <pubDate>Thu, 20 Oct 2022 15:24:30 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
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          <description>&lt;h2&gt;Interview mit Stanislao Macarone Palmieri, Italienischlehrer&lt;/h2&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Geführt von Susanne Hecht nach einem Interview-Leitfaden von Miriam Goupille &lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/92272b06-6d72-4453-83ae-5ed353886326&quot;&gt;&lt;img src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/92272b06-6d72-4453-83ae-5ed353886326&quot; alt=&quot;Macarone_Palmieri.jpg&quot; class=&quot;note-float-right&quot; style=&quot;float:right;&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Stanislao, caro, woher kommst du genau?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Geboren und aufgewachsen bin ich in Piano di Sorrento, einer wunderschönen Stadt in der Provinz Neapel. Bis 2015 habe ich da gewohnt. Seitdem bin ich unterwegs. War 6 Monate in München in einer Sprachschule tätig, in Basel in der Schweiz auch zum Deutsch-Perfektionieren. Aber das war die falsche Stadt. Das falsche Land. Schwitzerdütsch geht anders als Deutsch. Hat aber trotzdem Spaß gemacht. Seit 2021 bin ich nun in Lindau am Bodensee.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Wie und wann bist du nach Bielefeld gekommen?&lt;br&gt;&lt;/i&gt;&lt;br&gt;Ich war niemals in meinem Leben in Bielefeld. Eigentlich hatte ich mich 2020 auf eine Stelle an der Universität beworben. Wegen Corona gab es aber gar nichts, und ich habe stattdessen eine Stelle an einer Sprachschule in Lindau angenommen. Dann erreichte mich 2022 eine E-Mail vom FSZ Bielefeld, ob ich an einem Lehrauftrag interessiert wäre. Und so unterrichte ich jetzt per Zoom in Bielefeld. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Gibt es etwas aus Italien, was du in Deutschland vermisst? Und etwas, was du hier in Deutschland besonders schön findest?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das Essen erstmal. Meine Familie zweitens. Und auch die allgemeine Mentalität oder wie man hier arbeitet. In Italien ist das ein bisschen spontaner. Es wird nicht alles geplant. Hier zum Beispiel, wenn ich sonntags einkaufen will, dann kann ich das nicht. Das ist wirklich anders.&lt;br&gt;Wenn es um die Arbeit geht, gefällt mir, dass in Deutschland alles organisiert wird. Dir wird gesagt, was du machen musst. Es gibt keine Überraschungen. Das gefällt mir sehr gut. Auch die öffentlichen Verkehrsmittel funktionieren gut.&lt;br&gt;Und am Bodensee gefällt mir natürlich der See. Im Sommer schwimmst du im See und siehst den Schnee auf den Alpen. Das ist wirklich traumhaft. In 10 Minuten bin ich in Österreich und in 20 Minuten bin ich in der Schweiz. Das finde ich auch wirklich gut. Die Sprachunterschiede sind sehr deutlich. Und Vorarlberg, zum Beispiel, ist viel grüner als Lindau. Und in der Schweiz merkst du den Unterschied zudem klar in den Preisen. Aber die Schweiz ist auch wunderschön.&lt;br&gt;Ich wandere sehr gerne. Bin sehr gern in der Natur. Auch allein. Ich laufe ohne Musik, ohne Kopfhörer. Wenn ich in der Natur bin, möchte ich die Natur anhören. Sonst nichts. Bei Gelegenheit mache ich auch gern ein bisschen Gymnastik und Kraftübungen in der Natur. Wenn ich alleine bin, denn ich bin da etwas schüchtern und mag nicht, wenn mich jemand beobachten kann. In Italien mache ich das nicht im Freien, sondern im Fitness-Studio. In Italien habe ich weniger Zeit für mich selbst. In Deutschland habe ich keine Familie und nicht so viele Freunde. Da hab ich mehr Möglichkeiten, draußen für mich allein zu sein.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;Ich hab schon immer unterrichtet. Nach meinem Übersetzungsstudium in Deutsch und Englisch in Neapel an der &lt;i&gt;Orientale &lt;/i&gt;habe ich angefangen, an der Otto Friedrich-Universität in Bamberg Italienisch zu unterrichten. Das war 2015. Dann Italienisch und Deutsch in einer Sprachschule in München. Online habe ich zudem an einer privaten Sprachschule in Berlin unterrichtet. &lt;br&gt;Nach dem Studium habe ich recht schnell verstanden, dass ich lieber in Kontakt mit Menschen bin als einsam am Schreibtisch zu übersetzen. Ich finde es auch schön, Botschafter meines Landes zu sein. Ich bin stolz darauf, dass ich aus Neapel komme. Ich finde meine Stadt wunderschön, und ich nutze die Erfahrung meiner Herkunft auch für den Unterricht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studis oder über Sprachkontakte erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;Ich hatte in München Italienisch unterrichtet, und in einem privaten Kurs hatte ich zwei sehr alte Damen, die gut Italienisch sprachen. Wir haben viel miteinander gelacht und über alles Mögliche gesprochen. Ich habe die Familien der beiden kennengelernt, sie besucht. Es war nur ein Italienischkurs, aber am Ende wurde ich wie ein Enkelkind bei ihnen und ihren Familien aufgenommen. Das war schön.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;</description>    </item>
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      <title>Portr&amp;auml;t Agnese Ciampiconi</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_agnese_ciampiconi</link>
      <pubDate>Mon, 25 Apr 2022 15:14:14 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
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          <description>&lt;h2&gt;Interview mit Agnese Ciampiconi&lt;/h2&gt;&lt;h3&gt;Nach einem Interview-Leitfaden von Miriam Goupille &lt;/h3&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;Agnese, cara, woher kommst du genau?&lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/2c625656-9538-4e90-814d-402b454ee0f8&quot;&gt;&lt;img style=&quot;float:right;&quot; class=&quot;note-float-right&quot; alt=&quot;Ciampiconi.jpg&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/2c625656-9538-4e90-814d-402b454ee0f8&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;&lt;/i&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/2c625656-9538-4e90-814d-402b454ee0f8&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;Ich komme aus Urbino, einer kleinen Stadt mit 15.000 Einwohnern und 15.000 Studierenden in den italienischen Marken. Die Marken, le Marche, befinden sich in Zentralitalien auf der Höhe von Rom. Rimini ist nicht weit entfernt und den meisten bekannt.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Wie und wann bist du nach Bielefeld gekommen?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ich war noch niemals in Bielefeld. Ich lebe in Bamberg. Ich habe ein Erasmus-Semester in Münster absolviert, aber nach Bielefeld hat mich mein Weg nur virtuell gebracht. Ich unterrichte in Zoom. Nach Bamberg bin ich aber wegen meines Freundes gekommen, den ich während meines ersten Erasmus-Semesters in Konstanz kennengelernt habe. Wir haben uns eine WG geteilt. Er beendet gerade seine Studien in Bamberg.&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;Gibt es etwas aus Italien, was du hier vermisst? Und etwas, was du hier in Deutschland besonders schön findest?&lt;br&gt;&lt;/i&gt;&lt;br&gt;Oh, es gibt viele Dinge, die ich vermisse. Die Sonne. Das Meer. Eine gute Pizza, die ich in Bamberg kaum finden kann, und vor allem die Familie und die Freunde.&lt;br&gt;Was mir sehr gut in Deutschland gefällt ist, dass die Dinge hier funktionieren. Im Gegensatz zu Italien. Ich meine die Bürokratie. Die öffentliche Hand. Krankenkasse. Universitätsverwaltung. Es ist alles gut geregelt und funktioniert deshalb. Außerdem gefällt mir die historische Architektur Deutschlands. Die Fachwerkhäuser, die Stufengiebelhäuser des Nordens. Und die Landschaften Deutschlands. Selbst wenn man in einer Stadt lebt, gibt es immer einen schnellen Zugang zur Natur, zu Parks.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/2c625656-9538-4e90-814d-402b454ee0f8&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;br&gt;Ich unterrichte seit zwei Jahren. Davor habe ich als Sachbearbeiterin in einer Firma gearbeitet. Aber das war so langweilig, dass ich schnell begriffen habe, dass das nicht mein Weg sein kann. Da ich Sprachen studiert habe – Deutsch, Englisch und Russisch – war mir eigentlich immer klar, dass ich einmal Sprachen unterrichten möchte. Als dann an einer Volkshochschule in der Bamberger Umgebung eine Italienischlehrerin gesucht wurde, habe ich dort mit dem Unterrichten angefangen. Außerdem hatte ich noch einen Angestelltenjob in einem Bekleidungsgeschäft. Das habe ich aufgeben können, als ich auch noch einen Lehrauftrag an der Universität Bayreuth bekam. Durch das Unterrichten in Zoom kamen dann auch noch die Universitäten Göttingen, Kassel und Bielefeld hinzu.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studis erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Manche Teilnehmerinnen halten es für eine gute Idee, im Zoom-Unterricht die Videokamera abzustellen. Als Italienerin habe ich dem teutonisch durchgesetzten Anspruch auf Interpretationshoheit gegenüber eine gewisse Zurückhaltung entwickelt. Aber ist das wirklich hilfreich beim Sprachenlernen? Ich kommuniziere mit einem schwarzen Quadrat. Deutsch ist nicht meine Muttersprache, und wie hilfreich Lippenstellung und Mimik bei der Kommunikation in einer Fremdsprache sind, das weiß ich nun bestens. Also: keine schwarzen Quadrate, bitte!&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;</description>    </item>
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      <title>Porträt Laura Hirsch</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t</link>
      <pubDate>Wed, 5 Jun 2019 13:53:27 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
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          <description>&lt;p&gt;
&lt;i&gt;Nach einem Interview-Leitfaden von Miriam Goupille &lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Liebe Laura, woher kommst du genau?&lt;/b&gt;&lt;i&gt;&lt;img src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fsz/resource/laura.png&quot; alt=&quot;Laura Hirsch&quot; width=&quot;227&quot; vspace=&quot;10&quot; hspace=&quot;10&quot; height=&quot;202&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot;&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich komme aus Metz. Das ist in Lothringen, direkt an der deutschen Grenze. Dort habe ich ab der sechsten Klasse auch an der Schule Deutsch gelernt. Eine deutsch-französische Zweisprachigkeit ist in Metz allerdings nicht üblich. In der jüngeren Geschichte ist Metz 1870 von den Deutschen okkupiert worden. Nach dem ersten Weltkrieg gehörte es erneut zu Frankreich, bis es im 2. Weltkrieg wieder besetzt wurde und nach dem Krieg erneut an Frankreich zurückkam. In Frankreich sagen wir häufig, Metz sei eine deutsche Stadt. Es ist historisch stark geprägt von deutschen Bauten und deutschsprachiger Geschichte. &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Wie bist du nach Bielefeld gekommen?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich habe in Frankreich Germanistik und Deutsch als Fremdsprache studiert, um Deutschlehrerin in Frankreich zu werden. Bereits mit 22 hatte ich die Staatsexamensprüfung abgelegt. Das war mir aber noch zu früh, um meine Stelle anzutreten, weil man in Frankreich direkt verbeamtet wird. Eine Verbeamtung mit 22 wollte ich aber nicht. Deshalb habe ich mich um ein Jahr als Fremdsprachenanssistentin in Deutschland beworben und habe eine Schulzuweisung nach Bielefeld bekommen. Und nun bin ich schon das fünfte Jahr hier - und habe den Eindruck, als wären&amp;#39;s fünf Monate...&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas aus deiner Gegend/deinem Land, was du hier vermisst? Und/oder etwas, was du hier in Bielefeld schön findest?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;Manchmal vermisse ich natürlich meine Familie und meine Gewohnheiten. Das Alltagsleben in Frankreich. Sandkastenfreunde treffen, einen Kaffee auf einer Terrasse trinken und solche Sachen, die ich in Bielefeld nicht so habe, weil die Vorgeschichte nicht da ist. Aber genau das gefällt mir in Deutschland: Ich sehe neue Dinge, erlebe Neues, es gibt keine Routine. Die scheint sich jetzt nach fünf Jahren vielleicht allmählich einzustellen, aber längst nicht wie in Frankreich. Alles ist hier eine Herausforderung: Elternbriefe zu schreiben, das Auto in die Werkstatt zu bringen... Einfach alles. Und das macht es für mich interessant.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;In die Stadt Bielefeld habe ich mich verliebt. In Frankreich gibt es so viel Negatives, Demonstrationen, Aggressivität. Hier in Bielefeld finde ich die Menschen so glücklich. Wenn du sie am Siegfridplatz sitzen siehst, wie sie da ein Bier trinken und zufrieden sind - das finde ich so positiv und beruhigend. Das mag ich.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Seit ich in Deutschland bin, habe ich zunächst als Fremdsprachenassistentin am Ratsgymnasium gearbeitet. Im Anschluss habe ich eine Stelle als Lehrerin im Schuldienst am Kopernikus-Gymnasium in Beckum angetreten, die ich seit vier Jahren besetze, und nebenbei habe ich immer einzelne Aufträge angenommen, wie die Lehrtätigkeit an der Uni oder Sprachkurse für Soldaten beim Verteidigungsministerium Englands. Deutsch oder Französisch, je nach Bedarf. Ich habe auch für die Firma Delius in Bielefeld gearbeitet. Berufsspezifisches Französisch. Delius handelt mit Stoff. Das war auch sehr interessant, und ich konnte mich professionell weiterentwicklen. Mir fehlte die Erfahrung im Bereich der Erwachsenenbildung. Das ist etwas völlig anderes als die Schule. Es war viel Arbeit für mich, bei der ich viel gelernt habe. Außerdem habe ich ein Semester lang an der Uni Paderborn unterrichtet.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine 
(ehemaligen) Studis erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht 
Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;Mir fällt etwas ein, was nicht aus dem Unterricht kommt, aber von der Uni.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Für meinen Umzug wollte ich einen der Cambio-Bullis mieten. Nun bin ich interessiert daran, ein gutes Deutsch zu sprechen, und ich wollte die Abkürzung&amp;nbsp; Bulli nicht benutzen, sondern das richtige Wort.&lt;br&gt;Meine Reservierung hatte ich online gemacht und ging dann zum Schalter, um den Schlüssel abzuholen. Ich fragte nach meinem Bollerwagen. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass Bulli das Kürzel für Bollerwagen sei. Die Frau schüttelte den Kopf und sagte: &amp;quot;Es tut mir leid, aber Sie haben keinen Bollerwagen bei uns bestellt.&amp;quot; Ich inistierte energisch, und es dauerte eine ganze Weile, bis sich das Missverständnis aufgeklärt hatte. Man kann eine Zweitsprache noch so lange lernen: Wenn sie nicht die Herkunftssprache ist, dann tritt man immer wieder in Fettnäpfchen. Wenn ich die Beschreibung des Europäischen Referenzrahmens für Sprachen lese zu C2, &amp;quot;muttersprachliches Niveau&amp;quot;, dann kann ich nur lachen. Das erreicht man nie.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;</description>    </item>
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      <title>Porträt Harun Kocatas</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_harun_kocatas</link>
      <pubDate>Fri, 4 May 2018 14:45:49 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
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          <description>&lt;i&gt;Nach einem Interview-Leitfaden von Miriam Goupille&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Lieber Harun, woher kommst du genau?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ich komme aus der Türkei, aus Van in der Osttürkei. Die Stadt liegt an der Grenze zum Iran. Bis zur Gymnasialzeit habe ich in Van gelebt. Danach bin ich mit meiner Familie nach Istanbul umgezogen. Da habe ich mein Abitur gemacht und auch den Bachelor. Es sind jetzt 11 Jahre, die wir in Istanbul leben. Istanbul bietet sehr viel mehr Arbeitsmöglichkeiten und kulturelle Angebote als Van. Van ist eine Millionenstadt, antik und sehr schön. Van ist die Hauptstadt des altorientalischen Urartu-Reiches gewesen. Auch viele armenische Spuren gibt es wie die Insel Akdamar im Van-See. Es gibt diesen riesigen See (wir nennen ihn Meer) mit einem Ungehheuer wie Loch Ness und die weiße Van-Katze, die ein grünes und ein blaues Auge hat. Istanbul mag schön sein, aber Van ist für mich die attraktivere Stadt. Schade, dass das Existieren dort so schwer fällt.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Wie bist du nach Bielefeld gekommen?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;In der Türkei habe ich Lehramt für Türkisch an der Marmara-Universität in Istanbul studiert. 2013 und 14 war ich als Erasmus-Student in Essen. Da habe ich angefangen, Deutsch zu lernen. Als ich in Essen war, habe ich beschlossen, meinen Master in Deutschland zu machen. Ich habe noch ein Jahr als Türkischlehrer in der Türkei gearbeitet und nebenbei mein Deutsch verbessert. Danach habe ich mich an deutschen Universitäten beworben und mache nun einen Master hier in Bielefeld in Linguistik: Kommunikation, Kognition und Sprachtechnologie. Die Stadt kannte ich vor meiner Bewerbung nicht, wusste aber, dass es eine kleine Stadt ist. Aus der Hektik, der Anstrengung, die man in einer Weltstadt täglich lebt, wollte ich weg.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas aus deiner Gegend/deinem Land, was du hier vermisst? Und/oder etwas, was du hier in Bielefeld schön findest?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Meer vermisse ich sehr. Meine Familie und Istanbul mit seinem Wetter, seinem Essen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Bielefeld ist eine Unistadt, eine kleine Stadt - und trotzdem hat man viele Möglichkeiten in allen Lebensbereichen. Ob Kultur, Freizeit, Uni, Natur ... überall gibt es viele Angebote. Das Verkehrsnetz ist phantastisch ausgebaut, man kommt auf viele Arten und Weisen schnell überall hin. Und an der Uni erlebe ich, wie interessant interdisziplinäre Begegnungen sind.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;Ich unterrichte seit 2015 Türkisch. Davor habe ich Praktika gemacht. Zum Beispiel am Junus Emre-Institut. Das ist das türkische Äquivalent zum Goethe-Institut. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine 
(ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht 
Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das Türkische besitzt zum Beispiel viele arabische Lehnwörter. Als ich Flüchtlinge in der Türkei unterrichtet habe, benutzte ich Lehnwörter aus dem Arabischen im Türkischen, die aber einen Bedeutungswandel erfahren haben. Das hat zu lustigen Missverständnissen geführt. Das Wort &lt;i&gt;medrese&lt;/i&gt;, zum Beispiel, hatte ich als Bezeichnung für die Universität benutzt. Im Arabischen heißt das aber heute einfach nur Schule. Für die Uni gibt es ein anderes Wort. Anstatt also zu fragen: &amp;quot;Willst du später an die Uni gehen?&amp;quot;, ist das bei den Teilnehmern angekommen als: &amp;quot;Willst du mal zur Schule gehen?&amp;quot;&lt;br&gt;</description>    </item>
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      <title>Porträt Eliana Mastrantuono</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_eliana_mastrantuono</link>
      <pubDate>Thu, 3 May 2018 15:57:08 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
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          <description>&lt;i&gt;Nach einem Interview-Leitfaden von Miriam Goupille&lt;/i&gt;&lt;br&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Liebe Eliana, woher kommst du genau?&lt;img src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fsz/resource/eliana2.jpg&quot; width=&quot;184&quot; vspace=&quot;10&quot; hspace=&quot;10&quot; height=&quot;251&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot;&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ich komme aus Mailand. Wirklich mitten aus Mailand. Das von Mal zu Mal schöner wird, wann immer ich hinreise. Wir hatten vor einigen Jahren die Expo da, und man hat viel Geld in die Stadt investiert. Milano ist grün, es gibt viele Parks, trotz allem, was so geredet wird. Auch wenn es eine große Stadt ist, ist man schnell in der Natur.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Wie bist du nach Bielefeld gekommen?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Am&amp;nbsp; Anfang, es war vor zwei Jahren, war ich während meiner Doktorarbeit zu einem Besuch am CITEC. Ich habe in Spanien promoviert: Über Sprache und Perzeption von gehörlosen Jugendlichen. Bei diesem ersten Besuch in Bielefeld hatte ich eine schicksalhafte Begegnung. Ich habe nämlich meinen jetzigen Partner kennengelernt. Einen Italiener, der in Bielefeld lebt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas aus deiner Gegend/deinem Land, was du hier vermisst? Und/oder etwas, was du hier in Bielefeld schön findest?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Mir fehlt vieles aus Italien. Seit mehr als sechs Jahren lebe ich nicht mehr dort, und vor allem fehlt mir die Art und Weise, wie man dort zusammen mit Freunden lebt. Vielleicht liegt es nur an der gemeinsamen Muttersprache. Vielleicht aber auch nicht. Es scheint mir dort viel einfacher zu sein, mit anderen Menschen in einen vertrauten Kontakt zu kommen. Außer in Italien und Deutschland habe ich länger in England und Spanien gelebt. In Spanien ist man sofort sehr informell, aber es kommt nach meiner Erfahrung nicht zu intensiven, wirklich vertrauten Kontakten. In England war es das Gegenteil. Sehr formal alles am Anfang, aber dann entstehen tiefe Freundschaften. Mit den Deutschen habe ich noch nicht so viele Erfahrungen gemacht. Es ist ein gutes Jahr, dass ich hier lebe, und ich habe mich zuerst in meine neue Beziehung finden müssen, die beruflichen Angelegenheiten regeln, die Sprache lernen. Ich brauche noch Zeit und habe noch kein rechtes Bild von den Deutschen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;In Bielefeld gefällt mir, dass es so eingetaucht ins Grüne ist. Außerdem scheint mir hier alles in geordneten Bahnen zu verlaufen. Aber, wie gesagt, noch habe ich wenige Erfahrungen gesammelt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;/b&gt;In den letzten Jahren habe ich mich mehr der Forschung gewidmet. Davor aber habe ich Gehörlose unterrichtet, Italienischunterricht gegeben und auch Philosophie gelehrt. In der Philosophie habe ich mich mit Sprachphilosophie beschäftigt und mich auf Gebärdensprache spezialisiert.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Mit fällt gerade der Unterricht mit den Gehörlosen ein, und was mir in den Sinn kommt, ist gar nicht anekdotisch. Es sind doch oft sehr schwere Situationen. Ich denke an einen Jungen, der 15 war, als ich anfing, ihn für zwei Jahre zu unterrichten. Als Kind hörender Eltern hatte er gar keine Sprache gelernt, auch keine Gebärdensprache. Es fiel ihm so schwer, Gesten zu erinnern, und die Sprachlosigkeit brachte ihn in eine so traurige Isolation... Ich muss wirklich&amp;nbsp; nach etwas Komischem in meiner Erinnerung kramen. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Da fällt mir ein lustiger &amp;quot;Kulturschock&amp;quot; ein. Mit chinesischsprachigen Studenten hatten wir nach dem Unterricht einen chinesischen Restaurantbesuch geplant und davor einen italienischen Aperitiv. Die Studenten hatten das beste chinesische Lokal ausgesucht, ich die beste Mailänder Enothek. Nachdem wir einige erlesene und sündhaft teure Weine gekostet hatten, führten die Studenten mich in das Restaurant und wählten für mich aus, was an lukullischen Highlights auf keinen Fall zu verpassen war. Es startete mit dem Getränk. Ein ganz exquisiter Soja-Drink!&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;

&lt;/p&gt;</description>    </item>
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      <title>Porträt Marie Farge</title>
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      <pubDate>Thu, 5 Apr 2018 12:43:34 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
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          <description>&lt;p&gt;&lt;i&gt;Nach einem Interview-Leitfaden von Myriam Goupille&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;b&gt;Liebe Marie, woher kommst du genau?&lt;img src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fsz/resource/mfarge.jpg&quot; width=&quot;148&quot; vspace=&quot;10&quot; hspace=&quot;10&quot; height=&quot;202&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot;&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Geboren bin ich an der Elfenbeinküste. Aber eigentlich komme ich aus Frankreich, denn ich war etwa eineinhalb, als ich die Elfenbeinküste verließ. Meine Eltern leben in einer kleinen Stadt mit Namen Chateauroux, in der ich aufgewachsen bin bis zum Abitur. Mit 17 bin ich dann zum Studium nach Limoges, wo ich zwei Jahre lang Wirtschaft studiert habe. Die nächste Station mit 19 war Spanien&amp;nbsp; Ein Jahr lang habe ich als Erasmus-Studentin in Valencia gelebt. Nach der wundervollen Erasmus-Erfahrung bin ich zum weiteren Studium nach Orleans, wo ich meine Licence in Wirtschaft und Sprachen (Englisch und Spanisch) bekommen habe. Die Licence ist der französische Name für den Bachelor.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Wie bist du nach Bielefeld gekommen?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Durch meinen Mann. Eine Bielefelder Firma hatte ihn angeworben. Er hat mich gefragt: Würdest du mitkommen? Ich habe &amp;#39;Ja&amp;#39; gesagt. Ohne jede Deutschkenntnis. 2011 sind wir hier angekommen, und ich habe erst einmal Deutsch gelernt. Sowohl in einer Sprachschule als auch als Kellnerin in einem Café. Das kann ich jedem nur empfehlen, der eine Sprache lernen will. Geh ins Land, mach einen Sprachkurs und such dir parallel eine Arbeit mit Kollegen- und Publikumskontakt! Wenn es irgend geht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas aus deiner Gegend/deinem Land, was du hier vermisst? Und/oder etwas, was du hier in Bielefeld schön findest?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Oh ja. Gastronomisch zum Beispiel vermisse ich die wunderbaren &lt;i&gt;pâtes &lt;/i&gt;aus Frankreich, die &lt;i&gt;saucisson&lt;/i&gt;, eine getrocknete französische Salami, die ich so lecker finde. Ich bin der herzhafte Typ, und man sieht, das Essen steht an erster Stelle… &lt;br&gt;Durch die neuen Technologien vermisse ich Frankreich ansonsten nicht so sehr. Der einfache Zugang zu den audiovisuellen Medien erlaubt mir eine tägliche Verbindung mit dem Land. Manchmal vermisse ich allerdigs ein bisschen Chaos. Es ist doch alles sehr reglementiert und geordnet in Deutschland. Chaos entsteht durch Spontaneität, und das bedeutet, dass jederzeit etwas Überraschendes passieren kann. Hier in Bielefeld läuft alles gleichmäßig und vorhersehbar ab. Das beruhigt, und man fühlt sich vor bösen Überraschungen geschützt. Allerdings gibt es auch die schönen nicht oder sehr selten.&lt;br&gt;In Bielefeld schätze ich das Praktische. Auch die Sicherheit der Stadt, insbesondere für mich als Frau. In Frankreich liegt mehr Verführung in der Luft, die zuweilen in Aggression oder Belästigung übergeht. Hier in Bielefeld fühle ich mich freier als Frau. Ich muss nicht ständig eine Hab-Acht-Haltung haben. Ich glaube auch, dass die Leute einen anderen Blick auf den Körper haben. Nacktheit zum Beispiel ist etwas Selbstverständliches. Nackte Kinder im Freibad etwa oder im Park hielte ich in Frankreich für undenkbar. Außerdem habe ich den Eindruck, dass die Franzosen ständig andere Leute beurteilen. Der ist so und die so. Und wie sieht das denn aus! Und &lt;i&gt;das &lt;/i&gt;kann man doch nicht tun oder tragen und &lt;i&gt;dies&lt;/i&gt;. Auch ich war ein bisschen so. Jetzt finde ich das nicht mehr relevant. Ein Beispiel: In Frankreich fragen mich Leute häufig, ob sie meine Haare anfassen dürfen. Das passiert in Bielefeld wirklich selten.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;In Frankreich habe ich etwa zwei Jahre lang Immobilien verwaltet. Danach war ich in Bielefeld und habe nach dem erwähnten Spracherwerb eine Ausbildung als Visagistin in Berlin gemacht. Bin ein bisschen hier und dort gewesen mit meiner Arbeit. Dann kam meine Tochter, und ich brauchte eine Tätigkeit mit Planungssicherheit. Damit fing meine Arbeit als Sprachlehrerin an. Zunächst mit Privatschülern. Dann weitete sich das aus auf alle möglichen Sektoren des Sprachunterrichts. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann. &lt;/b&gt;&lt;br&gt;Mir fällt eine Nettigkeit aus einer Gruppe an der Volkshochschule ein. Unser Thema war &lt;i&gt;La Vallée de la Loire&lt;/i&gt;. Wir haben über die dortige Spezialität der Tarte Tatin, einen Apfelkuchen, gesprochen. Zwei Schwestern hatten einmal ein Restaurant - in Lamotte-Beuvron, glaube ich. Eine war in der Küche, die andere im Service. Eines Tages war es so voll und stressig, dass die Köchin den Teig vergessen hat beim Apfelkuchen. Sie holte die Tarte aus dem Backofen - sieht mit Schrecken, dass der Teig noch draußen steht, legt ihn auf die gebratenen Äpfel und schiebt alles noch einmal in den Ofen. So entstand ein neues Rezept, das zur lokalen Spezialität geworden ist.&lt;br&gt;Die Überraschung: In der nächsten Woche brachte eine Studentin eine selbst gebackene Tarte Tatin mit. Das hat mich sehr berührt und gefreut. Der Unterricht ist ins Leben übergegangen.&lt;br&gt;

&lt;/p&gt;</description>    </item>
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      <title>Porträt Matteo Tasso</title>
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      <pubDate>Mon, 5 Feb 2018 15:50:58 +0100</pubDate>
      <category>Porträts</category>
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          <description>&lt;p&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Nach einem
Interview-Leitfaden von Myriam Goupille&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;&lt;i&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;Lieber Matteo, woher kommst du genau?&lt;img src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fsz/resource/matteotasso.JPG&quot; alt=&quot;Matteo Tasso&quot; width=&quot;163&quot; vspace=&quot;10&quot; hspace=&quot;10&quot; height=&quot;212&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot;&gt;&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Ich komme aus Asti, einer piemontesischen Stadt in der Nähe von Turin. Die Stadt, die jeder kennt. Denn jeder kennt Asti Spumante. Und viele kennen auch Paolo Conte. Der kommt auch aus Asti. Noch genauer gesagt komme ich aus Cocconato, einem Dorf mit 1.500 Einwohnern, das etwa 30 km von Asti entfernt liegt. Für meine Mutter war es immer schwierig, uns drei Jungs zu unterschiedlichen Uhrzeiten zum Gymnasium nach Asti und zurück zu bringen. Am Nachmittag dann jeden zu seinen Sportveranstaltungen. Als ich sechzehn war, sind wir deshalb nach Asti gezogen. Und seit sechs Jahren gibt’s zu den drei Jungs auch noch ein Mädchen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Wie bist du nach Bielefeld gekommen?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Zum ersten Mal bin ich 2015 in Bielefeld gewesen. Im September. Im Rahmen eines universitären Projektes zwischen Bielefeld und Turin. Damals war ich für einen Monat Gast in einer Bielefelder Familie, zu der ich immer noch den allerbesten Kontakt pflege. Die Universität und die Leute in Bielefeld haben mir so gut gefallen, dass ich ein Jahr später als Erasmusstudent zurückgekommen bin. In diesem Jahr habe ich meine Lebenspläne geändert. Meinen italienischen Masterstudiengang in Übersetzungswissenschaft mit den Fremdsprachen Deutsch und Englisch habe ich nicht beendet und bin auf Deutsch als Fremdsprache umgesattelt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas aus deiner Gegend/deinem Land, was du hier vermisst? Und/Oder etwas, was du hier in Bielefeld schön findest?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Das erste, was mir fehlt, sind die Menschen. Meine Familie, meine Freunde in Italien. Alte Freunde, die ich kenne, solange ich lebe, und andere, mit denen ich meine Jugendzeit verbracht habe. Ich will diese Kontakte nicht verlieren. &lt;br&gt;Das zweite, das mir fehlt, ist definitiv das Essen. Die Qualität der italienischen Produkte, unsere Mozzarella, unsere Schinken, Tomaten, frisches&amp;nbsp; Gemüse. Hier in Deutschland muss ich auf vieles verzichten, vor allem auf Qualität. Der Unterschied ist schon sehr deutlich. Anfangs war das ziemlich frustrierend. Mittlerweile habe ich mich damit abgefunden und erwarte nichts mehr. Ich passe mich den Gegebenheiten halt an.&lt;br&gt;Das nächste ist das Wetter. Der Sonnenmangel deprimiert mich spürbar, und ich muss Vitamin-D zu mir nehmen, sonst werde ich hier zum Trauerkloß.&lt;br&gt;Was mir dagegen in Bielefeld gefällt ist, dass es eine Universitätsstadt und gleichzeitig klein ist und eine gute verkehrstechnische Infrastruktur hat. Die Wege sind so kurz, mein Leben wird dadurch länger! Ich habe hier einfach mehr Lebenszeit. Außerdem komme ich, wie schon gesagt, sehr gut mit den Menschen hier klar. Ich finde sie hilfsbereit und vertrauenswürdig. Hier gilt ein Wort, nicht nur das von Freunden. Ich kann mich auf die Menschen hier verlassen. Das bedeutet mir sehr viel. Im Mai bin ich etwa vom Rad gefallen und habe mir einen Arm gebrochen. Ich musste operiert werden. Eine unglückliche Situation allein im Ausland. Ich war auf Hilfe jeder Art angewiesen: Behördenkommunikation, Hilfe im Alltag. Da habe ich gesehen, dass ich den Leuten hier nicht gleichgültig bin und in der Not auf sie zählen kann. So viele haben mir geholfen…&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Vor etwa einem Jahr habe ich angefangen, als Deutschlehrer zu arbeiten und DAF zu studieren. Davor habe ich, wie schon gesagt, Übersetzungswissenschaft studiert. Sprachen haben mir immer sehr gut gefallen. Hier in Bielefeld gibt es jedoch keine Übersetzungswissenschaft, und ich wollte hier bleiben. Außerdem erscheint mir eine didaktische Ausbildung mehr Möglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen. Deshalb die Entscheidung für einen Masterstudiengang in DaF. Ich erkenne in meiner Lehrpraxis immer wieder, wie sehr ich von dieser Ausbildung profitiere. Der Sprachunterricht ist eine Profession mit sehr komplexen Anforderungen. Und man kann jede Menge falsch machen. Mit dem eigenen Unterrichten habe ich zum ersten Mal erlebt, wie ich Studieninhalte unmittelbar umsetzen kann – und wie sehr das Studium mich für die Lehraufgabe qualifiziert. Gerade fällt mir ein, welche Einsichten mir ein Seminar über Fehlerkorrektur vermittelt hat. Wie radikal ich meinen Unterricht daraufhin umgestellt habe. Mit sichtbarem Erfolg!&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann. &lt;/b&gt;&lt;br&gt;Eine lustige Geschichte fällt mir ein, als ich an einer Sprachschule unterrichtete und wir die Datumsangaben übten. Ein reiferes Ehepaar war dabei, und er sollte das Datum ihrer Hochzeit nennen. Es kam einfach nicht aus ihm heraus, und ich dachte schon, oh weh, das wird schwierig mit ihm. Ist ja auch schon etwas älter… Dann stellte sich aber heraus, dass er schlicht und einfach das Datum vergessen hatte. Ihre Reaktion kannst du dir vorstellen! Ich möchte nicht wissen, was am Abend zu Hause bei den beiden losgewesen ist…&lt;br&gt;&lt;br&gt;
&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
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      <title>Porträt James Watson</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_james_watson</link>
      <pubDate>Mon, 29 Jan 2018 12:38:44 +0100</pubDate>
      <category>Porträts</category>
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          <atom:summary type="html">Wer ist eigentlich - James Watson? - Ein Lehrerporträt</atom:summary>          <description>&lt;i&gt; &lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Nach einem
Interview-Leitfaden von Myriam Goupille&lt;/span&gt;&lt;/i&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Lieber Jamie, woher kommst du genau?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Ich bin mit einem kleinen Bruder und einer noch kleineren Schwester in einer Kleinstadt in Nordirland aufgewachsen. Omagh liegt sehr ländlich im County Tyrone und hat etwa 17.000 Einwohner. Bielefeld hat da schon einiges mehr zu bieten, als meine Heimatstadt.&lt;img src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fsz/resource/jamiewatson.jpg&quot; width=&quot;182&quot; vspace=&quot;10&quot; hspace=&quot;10&quot; height=&quot;256&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Wie kamst du nach Bielefeld?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Mit meiner ostwestfälischen Frau, meinen zwei Kids und unserem schwarzen Labrador bin ich vor etwa sieben Jahren nach Detmold gezogen. Ich wollte gern im universitären Umfeld arbeiten. Also habe ich meine Bewerbung an das FSZ geschickt und die Möglichkeit bekommen, mich in einem persönlichen Gespräch vorzustellen. Und es hat geklappt: Here I am! Mein „Weg“ nach OWL und Bielefeld hatte allerdings auch ein paar Umwege. Mit 18 Jahren habe ich Nordirland verlassen, um nach einem Jahr „work and travel“ in Australien, den USA und Kanada an der der Universität von Lancaster (England) zu studieren. Seitdem habe ich in verschiedenen Städten in England, Frankreich, Zypern und Deutschland gelebt. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas aus deiner Gegend/deinem Land, was du hier vermisst? Und/Oder etwas, was du hier in Bielefeld schön findest?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Natürlich vermisse ich meine Eltern und Freunde. Aber wenn ich ehrlich bin, lebe ich sehr gerne in Deutschland. Vor allem die Wälder und Berge gefallen mir hier besonders gut – beides Dinge, die man nicht unbedingt in Irland findet. Was Deutschland aber fehlt, sind raue und wilde Landstriche, wie ich sie aus Irland kenne. Ich liebe es, während meiner Heimatbesuche ans Meer zu fahren. Wenn ich dann dort an einem dieser ursprünglichen Strände an der Westküste stehe und auf den Atlantik schaue und weiß, dass die nächste Küste die der USA ist, ist das schon ein tolles Gefühl. Dafür hat Deutschland tolles Bier und eine Kombination aus gutem Fußball und einem kalten Pils ist unschlagbar. Mit gutem Fußball meine ich natürlich den BVB. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;Die Lehrtätigkeit ist bereits mein zweiter Beruf. Mein erster Job brachte alle zwei Jahre große Veränderungen mit sich, zudem viele Umzüge und lange Zeiten der räumlichen Trennung von meiner Familie. Das war auf Dauer sehr belastend für uns. Also war es am Ende eine einfache Entscheidung, noch einmal neu anzufangen und einen Job zu wählen, der mir sehr viel Freude macht. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;b&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;An den Universitäten in Bielefeld und Paderborn habe ich eine Menge Studierende, und mir all ihre Namen zu merken ist eine riesige Aufgabe. Trotzdem ist es jedes Mal sehr peinlich, wenn ich jemanden am Ende des Semesters immer noch mit dem falschen Namen anspreche.&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
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      <title>Porträt - Nilgün Yüce</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_nilg%C3%BCn_y%C3%BCce</link>
      <pubDate>Tue, 29 Nov 2016 17:37:39 +0100</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
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          <atom:summary type="html">Porträt einer Koordinatorin des Fachsprachenzentrum</atom:summary>          <description>&lt;b&gt;Interview mit Nilgün Yüce (Türkisch)&lt;/b&gt;
&lt;p&gt;
    Nach einem Interview-Leitfaden von Myriam Goupille
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
    &lt;b&gt;Woher kommst Du genau?&lt;img src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fsz/resource/nilgun.jpg&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; height=&quot;462&quot; width=&quot;260&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot;&gt;&lt;/b&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
    Geboren bin ich in Nazilli, einer kleinen Stadt in der Provinz Aydın, die an der Westküste der Türkei liegt. Das Gymnasium habe ich in Bornova/Izmir
    absolviert und habe später an der Ägäischen Universität, ebenfalls in Bornova/Izmir, studiert.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
    &lt;b&gt;Wie kamst Du nach Bielefeld?&lt;/b&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
    Ich habe mich 1992 auf die Ausschreibung eines Lektorates für Türkisch, die an meiner Universität in Izmir am schwarzen Brett hing, beworben und zu meiner
    großen Freude wurde ich angenommen. Zuerst kam ich im Juni zu einer Lehrprobe nach Bielefeld und zog schließlich im Oktober des gleichen Jahres hierher.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
    &lt;b&gt;Gibt es etwas aus Deinem Land, das Du hier vermisst und etwas, das Du hier schön findest?&lt;/b&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
    Ja, manchmal vermisse ich das Meer! Aber dafür kann ich ja hier an die Nordsee fahren. Besonders schön finde ich in Bielefeld den Teutoburger Wald und bin
    auch dankbar für die umsichtige Städteplanung, die es möglich macht, dass man in Bielefeld immer wieder durch viele schöne Parks kommt, wenn man zu Fuß
    oder mit dem Fahrrad unterwegs ist.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
    &lt;b&gt;Hast Du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast Du vorher gemacht?&lt;/b&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
    Im letzten Jahr meines Studiums habe ich in der Türkei nebenher eine Ausbildung zur Reiseleiterin gemacht und habe später viele Studienreisen durch ganz
    Anatolien geleitet, unter anderem auch Wanderreisen. Das hat mir großen Spaß gemacht und ich habe viele interessante Menschen kennengelernt. Auch war ich
    von Zeit zu Zeit als Übersetzerin und Dolmetscherin tätig. Von 2007 - 2016 war ich von der Universität Bielefeld beurlaubt und habe an der Universität
    Ankara sowie an der Türkisch-Deutschen Universität in Istanbul für den Deutschen Akademischen Austauschdienst gearbeitet. Dort habe ich neben meinem
    Lehrdeputat auch kulturpolitische Aufgaben wahrgenommen.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
    &lt;b&gt;
        Kannst Du uns eine Anekdote über Deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren
        kann.
    &lt;/b&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;
    Ich muss immer noch schmunzeln, weil einmal eine Studentin im Türkischkurs den Satz &amp;quot;Araba bozuk&amp;quot; (&amp;quot;Das Auto ist kaputt&amp;quot;) mit &amp;quot;Der Araber ist erschöpft&amp;quot;
    übersetzt hat.
&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_lukas_gawor1</guid>
      <title>Porträt Lukas Gawor</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_lukas_gawor1</link>
      <pubDate>Wed, 26 Oct 2016 13:07:36 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <description>&lt;p&gt;&lt;i&gt;Nach einem Interviewleitfaden von Miriam Goupille&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Lieber Lukas, woher kommst du genau?&lt;img src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fsz/resource/lukas.JPG&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; height=&quot;223&quot; width=&quot;202&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot;&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dies ist ein wenig kompliziert. Ich bin Spätaussiedler aus Polen und 
wurde in Beuthen (Bytom) geboren. Dort habe ich bis 1989 gelebt und zog 
dann mit meiner Familie nach Deutschland. Aufgewachsen bin ich in 
Herford, und nach meinem Abitur ging ich für 10 Jahre nach Bonn. 
Zunächst habe ich an der Universität Bonn die Fächer 
Regionalwissenschaft Japan und Soziologie studiert und anschließend dort
 in verschiedenen Kontexten, sowohl wissenschaftlich als auch 
nicht-wissenschaftlich, gearbeitet. In diesem Zeitraum war ich auch 
zweimal für längere Zeit in Japan.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Wie kamst du nach Bielefeld?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Anschluss an einen Forschungsaufenthalt an der Tsukuba Universität
 habe ich nach einer neuen Arbeit gesucht und mich auf eine Stelle im 
Career Service der Universität Bielefeld beworben. Nach sehr langer Zeit
 und vielen Reisen bin ich also wieder zurück nach OWL gekommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas aus deiner Gegend/deinem Land, was du hier vermisst? Und/Oder etwas, was du hier in Bielefeld schön findest?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist wirklich schwierig zu sagen, was „mein Land“ eigentlich ist. 
Da ich drei unterschiedliche Kulturkreise kennen gelernt habe (Polen, 
Deutschland, Japan), bin ich jedes Mal wieder „neu angekommen“. Wenn ich
 beschreiben müsste, was ich vermisse, so ist dies vielleicht die enorme
 Sicherheit im japanischen Alltag. Was mir in Deutschland sehr gut 
gefällt, ist, dass man auf ein unglaublich großes Angebot an 
Fortbildungsmöglichkeiten zurückgreifen kann. Es ist einfach 
bemerkenswert, welche Förderprogramme und Institutionen existieren, die 
einen auf dem Weg der Weiterqualifizierung unterstützen. An der 
Universität Bielefeld gefällt mir besonders gut, dass sich so viele 
unterschiedliche Ansichten, Religionen und politische Strömungen in 
einem friedlichen Dialog austauschen können und dies enorm von der 
Hochschulleitung unterstützt wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe stets in irgendeiner Form unterrichtet: Sei es als 
Nachhilfelehrer für Schüler/-innen oder als Karatetrainer in meinem 
alten Verein. Die Liste der anderen Jobs würde hier sehr lang werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten 
erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem 
von uns passieren kann.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Student hatte eine Phrase aus einem japanischen Zeichentrickfilm 
(Anime) aufgegriffen und wollte sie unbedingt in sein normales 
Sprachrepertoire einbauen. Ich musste ihm dann erklären, dass 
Japanerinnen und Japaner sich in der Alltagssprache so nicht 
unterhalten. Außer sie hätten Superkräfte, wie Zeichentrickhelden.&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_heye_voss1</guid>
      <title>Porträt Heye Voss</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_heye_voss1</link>
      <pubDate>Thu, 13 Oct 2016 15:23:41 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <description>&lt;p&gt;&lt;i&gt;Nach einem Interviewleitfaden von Miriam Goupille&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Woher kommst Du genau?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich komme aus dem kleinen Hafen-Städtchen Emden, aus Ost-Friesland.&lt;img src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fsz/resource/heye.jpg&quot; hspace=&quot;0&quot; height=&quot;237&quot; width=&quot;157&quot; vspace=&quot;0&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot;&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Wie kamst Du nach Bielefeld?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe nicht direkt in Bielefeld angefangen zu studieren, aber es 
wurde mir mehrfach empfohlen, dass ich, wenn ich hier 
Erziehungswissenschaft studieren könne, diese Chance ergreifen solle. 
Und in der Tat habe ich meine Entscheidung nie bereut.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas aus Deiner Gegend, das Du hier vermisst und etwas, das Du hier in Bielefeld schön findest?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ehrlich gesagt, vermisse ich nichts so wirklich, da ich hier viele 
neue Menschen und Möglichkeiten kennengelernt habe. Kultur und 
Internationalität wird hier insgesamt doch etwas größer geschrieben als 
in kleineren Städten Deutschlands. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Wie lange arbeitest du für das FSZ und was sind deine Aufgaben? &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich arbeite jetzt seit Anfang 2015 im FSZ. Zusammen mit meinem IT-Kollegen Fazel kümmere ich mich um die Instandhaltung und Konfiguration 
aller technischen Geräte wie Computer, Drucker, Tablets, etc. Hinzu 
kommen u.a. noch Aufgaben wie Webdesign und Account-Management.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kannst du uns eine Anekdote oder eine lustige Erinnerung/ein besonderes Ereignis aus dem FSZ erzählen? &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe zurzeit leider keine lustigen Anekdoten zu erzählen, aber 
ich bin insgesamt sehr froh, hier im FSZ sehr nette und kompetente 
KollegInnen aus aller Welt gefunden zu haben. Dadurch ergibt sich ein 
ebenso freundliches wie produktives Arbeitsklima, was mir hier besonders
 gut gefällt.&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_lukas_gawor</guid>
      <title>Porträt  Lukas Gawor</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_lukas_gawor</link>
      <pubDate>Tue, 19 Jul 2016 15:06:57 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">&lt;p&gt;&lt;b&gt;Porträt&amp;nbsp; Lukas Gawor&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Lieber Lukas, woher kommst du genau?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dies ist ein wenig kompliziert. Ich bin Spätaussiedler aus Polen und 
wurde in Beuthen (Bytom) geboren. Dort habe ich bis 1989 gelebt und zog 
dann mit meiner Familie nach Deutschland. Aufgewachsen bin ich in 
Herford, und nach meinem Abitur ging ich für 10 Jahre nach Bonn. 
Zunächst habe ich an der Universität Bonn die Fächer 
Regionalwissenschaft Japan und Soziologie studiert und anschließend dort
 in verschiedenen Kontexten, sowohl wissenschaftlich als auch 
nicht-wissenschaftlich, gearbeitet. In diesem Zeitraum war ich auch 
zweimal für längere Zeit in Japan.&lt;/p&gt;</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&lt;b&gt;Lieber Lukas, woher kommst du genau?&lt;img width=&quot;202&quot; vspace=&quot;0&quot; hspace=&quot;0&quot; height=&quot;223&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot; src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fsz/resource/lukas.JPG&quot;&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Dies ist ein wenig kompliziert. Ich bin Spätaussiedler aus Polen und wurde in Beuthen (Bytom) geboren. Dort habe ich bis 1989 gelebt und zog dann mit meiner Familie nach Deutschland. Aufgewachsen bin ich in Herford, und nach meinem Abitur ging ich für 10 Jahre nach Bonn. Zunächst habe ich an der Universität Bonn die Fächer Regionalwissenschaft Japan und Soziologie studiert und anschließend dort in verschiedenen Kontexten, sowohl wissenschaftlich als auch nicht-wissenschaftlich, gearbeitet. In diesem Zeitraum war ich auch zweimal für längere Zeit in Japan.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Wie kamst du nach Bielefeld?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Im Anschluss an einen Forschungsaufenthalt an der Tsukuba Universität habe ich nach einer neuen Arbeit gesucht und mich auf eine Stelle im Career Service der Universität Bielefeld beworben. Nach sehr langer Zeit und vielen Reisen bin ich also wieder zurück nach OWL gekommen.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas aus deiner Gegend/deinem Land, was du hier vermisst? Und/Oder etwas, was du hier in Bielefeld schön findest?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Es ist wirklich schwierig zu sagen, was „mein Land“ eigentlich ist. Da ich drei unterschiedliche Kulturkreise kennen gelernt habe (Polen, Deutschland, Japan), bin ich jedes Mal wieder „neu angekommen“. Wenn ich beschreiben müsste, was ich vermisse, so ist dies vielleicht die enorme Sicherheit im japanischen Alltag. Was mir in Deutschland sehr gut gefällt, ist, dass man auf ein unglaublich großes Angebot an Fortbildungsmöglichkeiten zurückgreifen kann. Es ist einfach bemerkenswert, welche Förderprogramme und Institutionen existieren, die einen auf dem Weg der Weiterqualifizierung unterstützen. An der Universität Bielefeld gefällt mir besonders gut, dass sich so viele unterschiedliche Ansichten, Religionen und politische Strömungen in einem friedlichen Dialog austauschen können und dies enorm von der Hochschulleitung unterstützt wird.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich habe stets in irgendeiner Form unterrichtet: Sei es als Nachhilfelehrer für Schüler/-innen oder als Karatetrainer in meinem alten Verein. Die Liste der anderen Jobs würde hier sehr lang werden.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ein Student hatte eine Phrase aus einem japanischen Zeichentrickfilm (Anime) aufgegriffen und wollte sie unbedingt in sein normales Sprachrepertoire einbauen. Ich musste ihm dann erklären, dass Japanerinnen und Japaner sich in der Alltagssprache so nicht unterhalten. Außer sie hätten Superkräfte, wie Zeichentrickhelden.&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_h%C3%A9lene_rabita1</guid>
      <title>Portr&amp;auml;t H&amp;eacute;lene Rabita</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_h%C3%A9lene_rabita1</link>
      <pubDate>Fri, 24 Jun 2016 12:28:59 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">Porträt einer Lehrkraft des Fachsprachenzentrums</atom:summary>          <description>&lt;h1&gt;&lt;b&gt;Interview mit Hélene Rabita&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;/h1&gt;&lt;h4&gt;&lt;b&gt;Nach einem Leitfaden von Miriam Goupille&lt;/b&gt;&lt;/h4&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;Liebe Hélene, woher kommst du genau?&lt;/b&gt;&lt;a href=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/beedec58-e06e-4069-8eaf-3bb229480a30&quot;&gt;&lt;img style=&quot;float:right;&quot; class=&quot;note-float-right&quot; alt=&quot;Rabita_1.jpg&quot; src=&quot;https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/mediaresource/beedec58-e06e-4069-8eaf-3bb229480a30&quot;&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Ich komme aus Metz (wird „Mess“ ausgesprochen), eine Stadt in der Nähe der deutschen Grenze in Frankreich. &lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Wie kamst du nach Bielefeld?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;In Frankreich habe ich Deutsch studiert, um dort Deutschlehrerin zu 
werden. Meine Deutschkenntnisse waren leider nicht so gut, so dass meine
 Dozenten mir geraten haben, einen Erasmusaustausch nach Deutschland zu 
machen. So bin ich mit 19 Jahren nach Kassel umgezogen, und nach diesem 
Jahr wollte ich Deutschland nicht mehr verlassen. Deswegen habe ich mich
 entschieden, ein weiteres Jahr hier zu bleiben, aber dieses Mal als 
Fremdsprachassistentin im Saarland. Danach war ich immer noch nicht 
bereit, wieder nach Frankreich zurückzukehren und habe mich für ein 
Masterstudium in Bielefeld beworben. Die Universität Bielefeld hatte 
mich besonders interessiert, weil sie die Fächer Deutsch als 
Fremdsprache und Germanistik kombiniert. Ich fand es toll und bedauere 
es nicht, weil mein Studium in Bielefeld mir sehr viel Spaß gemacht hat!&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas aus deinem Land, was du hier vermisst? Und/Oder etwas, was du hier in Deutschland schön findest?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Abgesehen von meiner Familie, vermisse ich das Essen. Ich habe mich 
mittlerweile an die deutschen Produkte gewöhnt, aber das erste Jahr 
hatte ich mich nur von Nudeln und Tomatensauce ernährt, weil ich die 
französischen Produkte in den Supermärkten nicht finden konnte. Jetzt 
suche ich aber deutsche Produkte in Frankreich, wenn ich meine Familie 
besuche. Was ich nach wie vor aus meinem Land vermisse ist das Brot. An 
Deutschland gefällt mir allerdings sehr, dass es so viele vegetarische 
Alternativen in Restaurants gibt. Das vegetarische Angebot in Frankreich
 ist leider nicht sehr vielfältig.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;Da ich studiert habe, um als Deutschlehrerin zu arbeiten, habe ich 
immer unterrichtet. In Frankreich gab ich Nachhilfe in Deutsch und 
seitdem ich in Deutschland bin, unterrichte ich Französisch für 
verschiedene Institutionen: Sprachschulen, Gymnasien und 
Volkshochschulen. Ich habe auch im Rahmen des Projekts EU-Förbi der 
Universität Bielefeld unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Deutsch 
beigebracht.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten 
erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem 
von uns passieren kann.&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

Mir fällt eine gruselige Aussage von einem Studenten über eine 
Schreibaufgabe ein. Ich hatte die Studenten darum gebeten, ein 
Motivationsschreiben zu schreiben, um in einem Feriencamp für Kinder zu 
arbeiten. Ein Student hat am Ende seines Motivationsschreiben, &amp;quot;Je n&amp;#39;ai 
jamais rien fait de mal. Sauf une fois dans les bois&amp;quot; geschrieben. Das 
bedeutet «&lt;i&gt;Ich habe nie etwas Schlimmes gemacht, außer einmal im Wald &lt;/i&gt;». Ich weiß nicht, wie er es gemeint hat, aber ich fand es irgendwie lustig!</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_alain_houdus</guid>
      <title>Porträt Alain Houdus</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_alain_houdus</link>
      <pubDate>Tue, 7 Jul 2015 14:31:19 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">Wer ist eigentlich Alain Houdus?</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;

Nach einem Interviewleitfaden von Myriam Goupille.&lt;br&gt;&lt;br&gt;1.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;b&gt; Lieber Alain, woher kommst Du genau?&lt;/b&gt;&lt;img width=&quot;116&quot; vspace=&quot;10&quot; border=&quot;0&quot; hspace=&quot;10&quot; height=&quot;174&quot; align=&quot;right&quot; src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fsz/resource/alainhoudus.jpg&quot;&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ich komme aus dem Westen Frankreichs, aus der Bretagne, und dort bin ich auch aufgewachsen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;2.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;b&gt; Wie kamst Du nach Bielefeld? &lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das war Zufall. Ich wollte Deutschlehrer in Frankreich werden. Ich habe dort Deutsch studiert. In Frankreich muss man eine schwierige schriftliche und mündliche Prüfung bestehen, um Lehrer zu werden, und zu dem Zeitpunkt war mein mündliches Deutsch noch nicht so gut. Also dachte ich mir, ich gehe nach Deutschland, um dort vor Ort Deutsch zu lernen. An der Uni in Rennes in Frankreich, wo ich studiert habe, kannte ich einen deutschen Lektor, der aus Bielefeld kam. Wir waren befreundet und ich hab ihm erzählt, dass ich nach Deutschland wollte. Daraufhin erzählte er mir, dass in Gütersloh eine Stelle in einer Sprachschule frei geworden sei. Die Stelle war auf ein Jahr befristet, aber ich habe mich dort beworben und bin angenommen worden. Daraufhin bin dann nach Deutschland gereist. Das war der 1. November 1980. Anfangs fand ich Gütersloh nicht besonders attraktiv, aber zum Glück hat sich in dieser Stadt viel geändert. Ich wohne seit nunmehr 35 Jahren in Gütersloh und fühle mich dort wohl.&lt;i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/i&gt;3.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;b&gt;Gibt es etwas aus Deinem Land, was Du hier vermisst? Und etwas, was Du hier in Deutschland schön findest?&lt;/b&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/i&gt;Nach all den Jahren immer weniger. Ich vermisse am meisten das Meer und die gute Meeresluft. Die Luft hier finde ich nicht besonders gesund. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;4.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp; &lt;b&gt;Hast Du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast Du vorher gemacht?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Ich wollte immer Lehrer werden. Nach meiner einjährigen Arbeit in der Sprachschule habe ich mich in Bielefeld als Student eingeschrieben. Ich hatte aber keine sehr große Lust zu studieren bzw. ein neues Studium anzufangen (ich war schließlich schon 26), also habe ich erstmal eine kaufmännische Ausbildung bei der Fa. Miele in Gütersloh gemacht. Danach habe ich eine Stelle in einer Textilfirma in Gütersloh bekommen, wo ich 15 Jahre als Export-Kaufmann gearbeitet habe. Danach hatte ich keine Lust mehr, in diesem Beruf zu arbeiten, und ich habe mich als Sprachdozent und Übersetzer selbstständig gemacht. &lt;br&gt;&lt;br&gt;5.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;b&gt;&amp;nbsp; Kannst Du uns eine Anekdote über Deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;i&gt;&lt;br&gt;&lt;/i&gt;Ich wurde in der Sprachschule eines Tags von der Leiterin gebeten, Englisch zu unterrichten. Das ist witzig, weil die Franzosen den Ruf haben, nicht gut Englisch zu können. Ich hatte Englisch nicht studiert und die Leiterin hat meine Kenntnisse auch nicht geprüft. Aber ich habe es gemacht, und zwar abends um 22 Uhr in einer großen Druckerei. Die Schüler waren Schichtarbeiter und hatten nach Feierabend keine Lust mehr zu lernen - ich ja auch nicht. Ich habe das ein halbes Jahr lang gemacht und meine Englischkenntnisse waren glücklicherweise auch ausreichend. &lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;Das Interview führte Elissa Sadaka&lt;br&gt;&lt;br&gt;

&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/port%C3%A4t_agata_kotowska</guid>
      <title>Porträt Agata Kotowska</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/port%C3%A4t_agata_kotowska</link>
      <pubDate>Thu, 5 Feb 2015 15:09:00 +0100</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">Interview mit Agata Kotowsk, Polnischlehrerin.</atom:summary>          <description>

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Nach einem
Interview-Leitfaden von Myriam Goupille&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Woher kommst Du genau?&lt;img width=&quot;114&quot; vspace=&quot;10&quot; border=&quot;0&quot; hspace=&quot;10&quot; height=&quot;162&quot; align=&quot;right&quot; src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fsz/resource/agata.jpg&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Ich komme
aus Großpolen – Zentralpolen. Dort bin ich in einer kleinen Stadt geboren und aufgewachsen.
Das Städtchen heißt Grabów nad Prosną und liegt 30 km von Kalisz, der ältesten
Stadt Polens. Nach meinem Abitur bin ich nach Posen, der Hauptstadt von
Großpolen, gezogen, wo ich fünf Jahre studiert habe. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Wie kamst Du nach Bielefeld?&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Was mich
nach Deutschland geführt hat? Ich bin 1990 wegen der Liebe nach Bielefeld
gezogen. Mein Mann, der auch aus meiner Stadt kam, aber schon früher nach
Deutschland gezogen ist, hat mich hierher geholt. Es war nicht von Anfang an
mein Traum, in Deutschland zu leben, und ich hätte nie gedacht, dass ich einmal
Emigrantin sein würde. Ich wollte eigentlich in meiner Heimat leben, Lehrerin
werden und Polnisch unterrichten. Deshalb habe ich auch polnische Philologie
studiert&lt;b&gt;. &lt;/b&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Gibt es etwas aus Deinem Land, das
Du hier vermisst und etwas, was Du hier schön findest?&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Gerade
jetzt habe ich in meinem Leben einen Punkt erreicht, wo ich sagen kann, dass
ich die eine Hälfte meines Lebens in Polen und die andere Hälfte in Deutschland
verbracht habe.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Am Anfang
war das Leben hier für mich sehr schwer. Vieles war natürlich leichter und
einfacher als in Polen. Viele Dinge fand ich in Deutschland damals schon
schöner: Die besseren Straßen, Häuser, Geschäfte, alles bunt und all diese Dinge,
die wir damals bei uns in Polen nicht hatten. Was mir hier von Anfang an sehr
gefiel, war die Adventszeit, die Weihnachtsmärkte und die schön beleuchteten
Orte im Dezember.&lt;span style=&quot;color:red;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Im
Gegensatz dazu vermisse ich die polnische Spontanität in Deutschland sehr. So
kannst du in Polen zum Beispiel jemanden besuchen, ohne eingeladen zu sein oder
auch anrufen, ohne eine Mittagspause beachten zu müssen, weil es keine gibt.
Zudem vermisse ich die offene Mentalität der Menschen in Polen und das Gefühl,
zu Hause zu sein.&lt;span&gt; &lt;/span&gt;Was ich auch vermisse
sind die zwei Monate Sommerferien in Polen, die dort alle Schulen haben, die
wunderschöne polnische&lt;span&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Landschaft und
das Wetter im Sommer und im Winter. Am meisten vermisse ich aber natürlich
meine ganze Familie, die in Polen lebt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Ohne alles
über einen Kamm scheren zu wollen: Ich fand die deutsche Einstellung &lt;span&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;„Ordnung muss sein“ anfangs ziemlich lustig,
musste aber mit der Zeit dann auch selber zugeben, dass diese Mentalität in
vielen Situationen doch einen gewissen Sinn hat. Ich habe festgestellt, dass
viele Deutsche dadurch viel unkomplizierter leben, weniger Stress haben und
vielleicht sogar gesünder sind. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Ich muss
dazu ergänzen, dass sich, seit ich hier lebe, schon sehr viel verändert hat hinsichtlich
der Beziehung zwischen Polen und Deutschland. Ich habe das Gefühl, dass sich
die zwei Nachbarländer nähergekommen sind. Seit kurzem kann ich mir hier sogar
meine Lieblingsbonbons „ Michałki“ von „Wawel“ und einen Himbeersaft von „Herbapol“,
einer sehr bekannten polnischen Firma, kaufen. Für mich spielt es eine bedeutende
Rolle, dass ich mir meine polnischen Lieblingsprodukte hier kaufen kann.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Hast Du immer unterrichtet? Wenn
nicht, was hast Du vorher gemacht?&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Ich habe
schon als Kind gerne Lehrerin gespielt. Ich komme aus einer Lehrerfamilie, in der
fast jeder als Lehrkraft arbeitet. Dass ich hier an der Uni unterrichte, war
wohl von Gott so gewollt: Nachdem ich mit meinem ersten Sohn drei Jahre zu
Hause verbracht hatte, fing ich sofort an zu suchen, wo ich als Polnisch-Lehrerin
anfangen könnte. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Im Osten
von Bielefeld gab es schon damals an der polnischen katholischen Mission eine
Schule für polnische Sprache und Kultur für die Kinder der polnischen
Emigranten. Dort bin ich mit meinem Kind gelandet und dort habe ich dann auch
angefangen zu unterrichten. Eines Tages klopfte dort ein Doktor von der Universität
Bielefeld an, der auf der Suche nach einer Polnisch-Lektorin war. Das war im
Jahr 1995, und seitdem unterrichte ich an der Universität.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Ich habe
auch an Privatschulen und an der Fachhochschule in Bielefeld Polnischkurse
gegeben. Bis heute unterrichte ich noch die Jugendlichen an der polnischen
Sonntagsschule in Stieghorst. Zusätzlich arbeite ich noch als pädagogische
Mitarbeiterin.&lt;/span&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Kannst Du uns eine Anekdote über
Deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht
Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;/span&gt;&lt;/b&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Ich erinnere mich an eine
Geschichte, die mir gleich am Anfang passiert ist, als ich noch jung und
unerfahren war&lt;span style=&quot;color:red;&quot;&gt;.&lt;/span&gt; Ich habe, wie üblich in meinem
Unterricht, von polnischen Traditionen erzählt und dann auch eine davon als
gute Übung einführen wollen. Es ging um eine sehr wichtige polnische
Weihnachtstradition, nämlich das Teilen der Oblaten. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Am Heiligen Abend, bevor sich die
ganze Familie an den Tisch setzt, nimmt man die in der Kirche gesegneten
Oblaten als Symbole der Liebe und teilt sie &lt;span&gt;&amp;nbsp;&lt;/span&gt;mit allen Anwesenden. Dazu spricht man Wünsche
aus. Eine tolle Gelegenheit also, um die Aussprache zu üben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Das ganze wollte ich mit großer
Begeisterung sofort mit einer Anfängergruppe durchführen. Als ich der Gruppe das
Ritual demonstrieren wollte, bin ich in die Richtung eines Studenten gegangen, der
unglaublich schnell lernte und sprachlich sehr begabt zu sein schien. Sehr enttäuscht
musste ich jedoch feststellen, dass er zur Durchführung unseres Rollenspiels nicht
aufstand, sondern die ganze Zeit saß, während ich ihm meine Wünsche zugedachte.
Natürlich hätte ich ihm sagen sollen, er solle bitte aufstehen, aber ich war so
überrascht, weil er mir völlig problemlos und korrekt, aber doch sitzend, seine
Wünsche übermittelt hatte, dass ich schwieg.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Erst danach sagte ich zu allen
anderen: „Bitte jetzt aufstehen und die Oblaten teilen.“ An diese Geschichte
denke ich jedes Jahr, wenn ich die Oblaten kurz vor Weihachten zur Uni bringe
und sie mit den Studierenden teile. Jedes Land hat andere Sitten. Woher soll
ein Deutscher wissen, dass für eine Polin das Teilen der Oblaten nicht nur eine
Tradition, sondern auch eine sehr wichtige Zeremonie ist? &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot; style=&quot;line-height:normal;&quot;&gt;&lt;span style=&quot;font-size:12pt;font-family:&amp;quot;&quot;&gt;Aus dieser Geschichte habe ich
gelernt, wie wichtig es ist, sich bewusst auszudrücken und mitzuteilen.&lt;br&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;

</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_julien_verri%C3%A8re</guid>
      <title>Porträt - Julien Verrière</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_julien_verri%C3%A8re</link>
      <pubDate>Tue, 16 Dec 2014 16:55:13 +0100</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">Porträt von Julien Verrière</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;Nach einem Leitfaden von Myriam Goupille&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;b&gt;Woher kommst Du genau?&lt;img src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fsz/resource/JulienKlein.JPG&quot; width=&quot;204&quot; vspace=&quot;10&quot; hspace=&quot;10&quot; height=&quot;271&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot;&gt;&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;
&lt;p&gt;Ich bin in Aix-en-Provence in Südfrankreich geboren und mit 10 Jahren nach Toulouse gezogen. Dort bin ich dann aufgewachsen.&lt;/p&gt;
&lt;li&gt;&lt;b&gt;Wie kamst Du nach Bielefeld?&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;
&lt;p&gt;Eigentlich fing alles in Irland an. Ich habe damals ein Erasmus-Jahr gemacht und dort meine Frau kennengelernt, die aus Bremen kommt. Ich habe daraufhin eine Zeit in Bremen gewohnt und bin dann wieder für zwei Jahre nach Toulouse gezogen, um dort mein Studium abzuschließen. Nachdem ich mit dem Studium fertig war, habe ich drei Jahre in Bremen gearbeitet und bin vor einigen Wochen wegen der Arbeit nach Bielefeld gezogen.&lt;/p&gt;
&lt;li&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas aus Deinem Land, das Du hier vermisst und etwas, das Du hier schön findest?&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;
&lt;p&gt;Ich vermisse natürlich meine Familie und meine Freunde. Zudem esse ich sehr gerne Austern, die hier in Deutschland leider sehr teuer sind und aus diesem Grund nicht mehr so oft auf meinem Speiseplan stehen. Ansonsten bin ich sehr froh, in Deutschland zu sein. Mich haben anderen Länder und Kulturen schon immer fasziniert.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Besonders schön an Deutschland finde ich die Radwege. Ich finde es sehr praktisch, dass man in Bielefeld nahezu alles mit dem Fahrrad erledigen kann, was ich auch tue.&lt;/p&gt;
&lt;li&gt;&lt;b&gt;Hast Du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast Du vorher gemacht?&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;
&lt;p&gt;Abgesehen von ein paar kleinen Studentenjobs habe ich eigentlich immer unterrichtet. Ich habe Englisch und Spanisch im Bachelor und Französisch als Fremdsprache im Master studiert und wollte eigentlich in Frankreich Spanisch und Französisch unterrichten. Aufgrund meiner Liebe zu anderen Ländern und Kulturen habe ich meinen Plan dann jedoch etwas verändert.&lt;/p&gt;
&lt;li&gt;&lt;b&gt;Kannst Du uns eine Anekdote über Deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ol&gt;
&lt;blockquote&gt;&lt;p&gt;Eine lustige Geschichte fällt mir dazu ein: Ich versuche immer, vor allem in Anfängergruppen, viel mit Körpersprache zu arbeiten. Ich hatte damals an der Uni in Bremen eine Gruppe, in der auch einige südamerikanische Studierende waren. Immer wenn jemand eine richtige Antwort gegeben hat, habe ich mit einer bestimmten Geste versucht, positives Feedback zu geben. Nach einiger Zeit wurde mir jedoch von einem der südamerikanischen Studierenden erklärt, dass genau diese Geste in ihrer Kultur keine positive Bedeutung sondern eher eine beleidigende Wirkung auf sie hat. Das war mir natürlich sehr peinlich, seitdem mache ich nur noch den Daumen hoch, um positives Feedback zu geben, diese Geste wird hoffentlich überall positiv aufgenommen.&lt;/p&gt;&lt;/blockquote&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_georgina_willms</guid>
      <title>Porträt Georgina Willms</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_georgina_willms</link>
      <pubDate>Wed, 22 Oct 2014 16:01:52 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">Die Mitarbeiterin Georgina Willms stellt sich dem Interview von Nora Krömer nach einem Leitfaden von Miriam Goupille.</atom:summary>          <description>&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;b&gt;1. Liebe Georgina, woher kommst du genau?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&amp;nbsp;Ich bin in New York City geboren und auch dort aufgewachsen. Ich bin in meinem Leben jedoch sehr oft umgezogen. Ich habe unter anderem in New Orleans, Pittsburgh und England gelebt.&lt;img border=&quot;0&quot; width=&quot;219&quot; vspace=&quot;10&quot; hspace=&quot;10&quot; height=&quot;290&quot; align=&quot;absbottom&quot; src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fsz/resource/georgina.JPG&quot;&gt;&lt;br&gt;
&lt;li&gt;&lt;b&gt;Wie kamst du nach Bielefeld?&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;Ein guter Freund von mir hat damals, und auch heute noch, in Bielefeld gewohnt, deshalb habe ich Bielefeld ein paar Mal besucht und fand es hier schön. Als sich dann die Jobmöglichkeit hier im Fachsprachenzentrum ergab, habe ich diese Chance natürlich sofort ergriffen.&lt;br&gt;
&lt;li&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas aus deinem Land, was du hier vermisst? Und etwas, das du hier in Deutschland schön findest?&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;Ich vermisse natürlich meine Familie und Freunde. Ich habe aber in meinem Leben schon vorher in mir fremden Ländern gelebt und wusste also ungefähr, was auf mich zukommt. Ich vermisse tatsächlich das Autofahren, die vielen verschiedenen Shopping-Möglichkeiten und den Strand. Was ich sehr mag an Deutschland ist die kulturelle Geschichte, die dieses Land hat. Ich mag die Literatur und die Vielfalt der deutschen Großstädte, zudem kann man von Deutschland fast mühelos jedes europäische Land bereisen. Als letzten Punkt, der mich an Deutschland fasziniert, muss ich die deutsche Sprache erwähnen, die meiner Ansicht nach sehr stark und selbstbewusst klingt.&lt;br&gt;
&lt;li&gt;&lt;b&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;
Nein, ich habe nicht immer unterrichtet, ich habe sehr viele Jobs gemacht. Unter anderem war ich Reiseberaterin und Zeitschriften-Herausgeberin. Nachdem am 11. September der Anschlag in New York passiert ist, habe ich mich jedoch noch einmal umorientiert und mich dazu entschlossen zu unterrichten.
&lt;br&gt;&lt;li&gt;&lt;b&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;&lt;br&gt;Ich könnte eine nette Geschichte über eine meiner Studentinnen erzählen. Sie hatte zu der English Book Library Bücher mitgebracht, die sich “True Blood” nennen. In diesen Büchern geht es um Vampire und irgendwie kamen wir dann auf die längst ausgelaufene Fernsehserie “Buffy” zu sprechen, die ebenfalls von Vampiren handelt. Dies führte dazu, dass wir uns eine ganze Zeit lang gegenseitig völlig fanatisch von dieser Sendung vorschwärmten, was ich wirklich sehr sympathisch fand. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/ol&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_sanna_grund</guid>
      <title>Porträt Sanna Grund</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_sanna_grund</link>
      <pubDate>Mon, 18 Aug 2014 15:41:15 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <atom:summary type="html">&lt;div&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;b&gt;Liebe Sanna, woher kommst du genau?&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;
&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Ich komme aus Naantali, einer wunderschönen kleinen Stadt im Südwesten Finnlands. Sie wird auch als “Sonnenstadt” bezeichnet und ist zudem bekannt durch die Kinderzeichentrickserie “Die Mumins”, die dort spielt. Es gibt in Naantali auch einen großen Mumin-Themenpark. Unter anderem hat auch der Präsident von Finnland dort seine Sommerresidenz.&lt;/p&gt;
&lt;/ol&gt;&lt;/div&gt;</atom:summary>          <description>&lt;div&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;b&gt;Liebe Sanna, woher kommst du genau?&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;
&lt;p&gt;Ich komme aus Naantali, einer wunderschönen kleinen Stadt im Südwesten Finnlands. Sie wird auch als “Sonnenstadt” bezeichnet und ist zudem bekannt durch die Kinderzeichentrickserie “Die Mumins”, die dort spielt. Es gibt in Naantali auch einen großen Mumin-Themenpark. Unter anderem hat auch der Präsident von Finnland dort seine Sommerresidenz.&lt;img border=&quot;0&quot; width=&quot;259&quot; vspace=&quot;10&quot; hspace=&quot;10&quot; height=&quot;344&quot; align=&quot;right&quot; src=&quot;http://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fsz/resource/SannaGrund.jpg&quot;&gt;
&lt;/p&gt;&lt;li&gt;&lt;b&gt;Wie kamst du nach Bielefeld?&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;
&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Ursprünglich kam ich nach Deutschland wegen der Liebe. Nach dem Abitur habe ich als Au-Pair in Stuttgart gearbeitet, das war 1994. Dort habe ich meinen Mann kennengelernt und wir wohnen jetzt seit zehn Jahren hier.&lt;/p&gt;
&lt;li&gt;&lt;b&gt;Gibt es etwas aus deinem Land, was du hier vermisst? Und etwas, was du hier in Deutschland schön findest?&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;
&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Ganz besonders vermisse ich das Meer und die hellen Nächte im Sommer. Die dunklen Winternächte wiederum vermisse ich nicht. Natürlich gibt es auch typisches Essen, das einfach “nach Heimat schmeckt”, wie zum Beispiel Lakritzeis, das vermisse ich auch manchmal. Natürlich vermisse ich auch Familie und Freunde, jedoch kommt meine Familie mich zwischendurch besuchen oder ich fliege im Sommer für ein paar Wochen mit meiner Familie nach Finnland. Insgesamt mag ich mein komplettes Leben hier sehr gerne: meinen Mann, meine drei Söhne und meinen Beruf auch. Ich lebe gerne hier. Ich finde, dass die kulturellen Unterschiede zwischen Finnland und Bielefeld nicht sehr groß sind, der Unterschied zwischen Stuttgart und Bielefeld ist da meiner Ansicht nach viel größer. &lt;/p&gt;
&lt;li&gt;&lt;b&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;
&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Ich arbeite seit 2006 in der Uni, davor habe ich VHS-Kurse unterrichtet. Eigentlich bin ich Geografin und habe auch ein paar Jahre in diesem Bereich gearbeitet. In den letzten zehn Jahren habe ich meine drei Söhne bekommen und habe mich deshalb eher darauf konzentriert.&lt;/p&gt;
&lt;li&gt;&lt;b&gt;Kannst du uns eine Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;/b&gt;&lt;/li&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Eine konkretes Erlebnis fällt mir dazu jetzt nicht ein, jedoch gibt es im Finnischen Verben, die leicht zu Verwirrungen führen können, da sie sich sehr ähnlich sind, wenn man sie konjugiert: tavata (treffen) und tappaa (umbringen). “Tapaan” heißt “ ich treffe und “Tapan” bedeutet “ich bringe um”. Zudem gibt es noch Affixe, die man an die Verben anhängt, die einen Lokativ ausdrücken, also “Wohin?”, “Woher?” oder “Wo?”. Es ist also ziemlich leicht möglich, “Wo treffe ich dich?” und “Wo bringe ich dich um?” im Finnischen durcheinander zu bringen. &lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;/ol&gt;&lt;/div&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_aileen_grothues</guid>
      <title>Porträt Aileen Grothues</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_aileen_grothues</link>
      <pubDate>Mon, 7 Jul 2014 00:00:00 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <description>&lt;img src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fachsprachenzentrum/resource/Aileen_Grothues.jpg&quot; width=&quot;275&quot; vspace=&quot;10&quot; hspace=&quot;10&quot; height=&quot;293&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot;&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Nach einem Interview-Leitfaden von Myriam Goupille.&lt;br&gt;Das Interview führte Susanne Hecht.&lt;br&gt;&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;1. Liebe Aileen, woher kommst du genau?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich komme aus Devon in Südwest-England.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;&amp;nbsp;2. Wie kamst du nach Bielefeld?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;

&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Natürlich durch einen Mann. Ich habe einen 
Bielefelder geheiratet. Das war 1968. Aber die wilde Zeit habe ich 
verpasst, weil ich eine Familie gegründet habe. Die erste Zeit in 
Bielefeld war schwierig, denn ich kam ganz ohne Deutschkenntnisse her. 
Englisch sprachen die Menschen in Deutschland damals so gut wie&amp;nbsp; noch 
gar nicht. In England hatte ich mit einem Französischstudium angefangen.
 An eine Fortsetzung war erst einmal nicht zu denken. Hier in Bielefeld 
habe ich dann von 1973-1978 ein Lehramtsstudium Englisch, Musik und DaF,
 damals ein ganz neuer Studiengang, für die Sekundarstufe I absolviert.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;3. Gibt es etwas aus deinem Land, was du hier vermisst? Und etwas, was du hier in Deutschland schön findest?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ich
 vermisse das Lachen. In England habe ich viel mehr gelacht. Der 
englische Humor fehlt mir. Der ist völlig anders als der Deutsche. 
Außerdem vermisse ich das Meer. Ich bin am Meer groß geworden. Die 
Möwen. Ihre Laute, das Geräusch des Meeres. Wenn ich Möwen höre, werde 
ich ganz nostalgisch. &lt;/p&gt;&lt;p class=&quot;MsoNormal&quot;&gt;Etwas, das ich in Deutschland zu schätzen
        gelernt habe, ist die
        Toleranz für regionale Akzente oder Aussprachen. – In England
        war das damals
        nicht der Fall, als ich dort aufgewachsen bin. Meine Eltern siedelten mit mir von
        Nordengland in ein
        südenglisches Dorf und sprachen anders – und zwar mit einem
        „north-country“&lt;span&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Akzent,
        für den sie häufig belächelt wurden. Das hängt zusammen mit dem ausgeprägten
        Klassensystem in
        England.&lt;span&gt;&amp;nbsp; &lt;/span&gt;Erfreulicherweise
        ändert sich
        das heute langsam.&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;In Bielefeld gefällt 
mir das große Kulturangebot. Ich mag zum Beispiel das Theater, die 
Philharmonie, die Kunsthalle. In England ist die Kultur auf einige 
wenige Großstädte konzentriert. Die Provinz bietet da eher wenig.&lt;/p&gt;Mittlerweile fühle ich mich eingedeutscht und auch zufrieden. Es gefällt mir, &lt;i&gt;in &lt;/i&gt;Europa zu leben und nicht mehr einer Inselpolitik unterworfen zu sein, die sich nicht als ein Teil Europas versteht.&lt;p&gt;&lt;b&gt;4. Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;/b&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ganz
 am Anfang, als ich hier war, habe ich als Fremdsprachenkorrespondentin 
für Englisch und Französisch gearbeitet. Danach war ich Lehrerin an 
verschiedenen Bielefelder Schulen.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;&lt;b&gt;5. Kannst du uns eine 
Anekdote über deine (ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas 
Lustiges oder leicht Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann. &lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;Also, ich hatte mal einen sehr schweigsamen japanischen Studenten im Kurs. Er war sehr motiviert, aber, wie kann man das sagen, &lt;i&gt;sehr &lt;/i&gt;zurückhaltend
 im Unterricht. Einmal sollte er etwas über seine Heimat Japan sagen. 
Nach langer Überlegung waren seine Worte: &amp;quot;Japan is silence.&amp;quot; Ich war 
erstaunt und dachte: „Wie philosophisch!“&amp;nbsp; Aber dann korrigierte er - 
ganz ungrammatikalisch: &amp;quot;Japan is islands&amp;quot;.&lt;br&gt;&lt;/p&gt;</description>    </item>
    <item>
      <guid isPermaLink="true">https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_ying_nie</guid>
      <title>Porträt Ying Nie</title>
      <link>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz/entry/portr%C3%A4t_ying_nie</link>
      <pubDate>Fri, 27 Jun 2014 00:00:00 +0200</pubDate>
      <category>Porträts</category>
      <handle>https://blogs.uni-bielefeld.de/blog/fsz</handle>
      <name>Fachsprachenzentrum BLOG</name>
      <is_active_blog>false</is_active_blog>
          <description>&lt;div&gt;&lt;p align=&quot;justify&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;ol&gt;&lt;li&gt;&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Liebe Ying, woher kommst du genau?&lt;br&gt;Ich komme aus dem Süden Chinas, genauer gesagt aus der Loudi in Hunan Provinz.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;br&gt;&lt;img src=&quot;https://ekvv.uni-bielefeld.de/blog/fachsprachenzentrum/resource/Ying_Bild.JPG&quot; style=&quot;margin-left:20px;&quot; width=&quot;261&quot; vspace=&quot;5&quot; hspace=&quot;5&quot; height=&quot;392&quot; border=&quot;0&quot; align=&quot;right&quot;&gt;&lt;li&gt;&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Wie kamst du nach Bielefeld?&lt;br&gt;Ich habe in 
China Germanistik studiert und bin dann mit dem Wunsch nach Deutschland 
gekommen, mein Deutsch zu verbessern, das war im Oktober 2011. Ich habe 
dann hier als erstes einen Sprachkurs und die TestDaF-Sprachprüfung 
gemacht und habe dann mit dem Master im Fach Deutsch als Fremdsprache 
und Germanistik angefangen. Die Universität Bielefeld habe ich mir 
ausgesucht, weil sowohl die Universität als auch viele Professoren 
dieses Fachs international ein hohes Ansehen haben.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;br&gt;&lt;li&gt;&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;p&gt;Gibt es etwas aus deinem Land, was du hier vermisst? Und etwas, was du hier in Deutschland schön findest?&lt;br&gt;Ich
 vermisse natürlich meine Familie und meine Freunde aus der Schule. 
Zudem vermisse ich auch das chinesische Essen. Hier in Deutschland gibt 
es natürlich sehr viele chinesische Restaurants, jedoch schmeckt das 
Essen in Chinas ganz anders als das chinesische Essen hier. Ich koche 
hier auch gerne mit chinesischen Freunden, jedoch schmeckt es immer 
etwas anders als in China. Eine weitere Sache, die ich hier vermisse, 
ist Karaoke. Gemeinsam mit Freunden zu singen, macht mir sehr viel Spaß.
 In China ist Karaoke sehr beliebt und wird fast bei jeder Veranstaltung
 angeboten, das ist in Deutschland leider nicht so.
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Was ich an Deutschland bzw. Bielefeld sehr schön finde, ist die 
Natur. Ich gehe sehr gern spazieren und mag die Ruhe hier. Ich reise 
sehr gern durch Deutschland, meine letzte Rundreise umfasste ungefähr 20
 deutsche Städte, das war sehr interessant. 
Auch die allgemeine Atmosphäre scheint hier etwas lockerer zu sein als 
in China, die Menschen haben hier nicht so viel Stress und auch im 
Studium viel mehr Freiheiten.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;br&gt;&lt;li&gt;&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;Hast du immer unterrichtet? Wenn nicht, was hast du vorher gemacht?&lt;br&gt;Ich
 habe erst studiert und dann unterrichtet. In DaF habe ich sehr viele 
didaktische Methoden gelernt, die ich dann natürlich auch praktisch 
umsetzen wollte. Ich unterrichte jetzt das dritte Semester Chinesisch an
 der Uni und gebe nebenher noch Kurse an einer Volkshochschule.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;br&gt;&lt;li&gt;&lt;div align=&quot;justify&quot;&gt;&lt;p&gt; Kannst du uns eine Anekdote über deine 
(ehemaligen) Studenten erzählen? Es kann etwas Lustiges oder leicht 
Peinliches sein, das jedem von uns passieren kann.&lt;br&gt;Mir fällt keine 
speziell peinliche oder lustige Situation ein. Ich versuche in meinem 
Unterricht nicht nur Sprache, sondern auch Kultur zu unterrichten und 
dazu gehört bei dem Chinesischen natürlich auch das Essen mit Stäbchen. 
Das Üben mit Gummibärchen und Keksen macht immer sehr viel Spaß. Wir 
gehen natürlich auch in ein Restaurant und testen dann die Fähigkeiten 
in einer authentischen Situation. 
&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zudem sind in der chinesischen Sprache die verschiedenen Töne 
schwer zu unterscheiden und zu lernen, insgesamt gibt es fünf. Hierbei 
kommt es oft zu kommunikativen  Missverständnissen. Wenn man einen Ton 
nicht richtig trifft, kann aus „Darf ich mal fragen?“ schnell „Darf ich 
mal küssen?“ werden.

&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Ebenfalls etwas Besonderes am Angebot der chinesischen Sprache 
ist der Kulturabend, der jedes Jahr im Januar/Februar angeboten wird. An
 diesem Abend wird chinesisch gekocht, Tischtennis gespielt, Karaoke 
gesungen und auch die chinesischen Schriftzeichen geübt. Außerdem werden
 Erfahrungen aus „westlicher Sicht“ über Aufenthalte in China 
präsentiert und ausgetauscht, es ist immer eine sehr schöne 
Veranstaltung. &lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;br&gt;&lt;/ol&gt;&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;</description>    </item>
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